Donnerstag , Oktober 22 2020
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VfL Wolfsburg will Matthias Sammer als Berater

Der VfL Wolfsburg lässt im Werben um Matthias Sammer nicht locker.

Bereits vor Monaten soll Sammer kontaktiert worden sein. Das Ziel des VfL Wolfsburg war es zuerst Matthias Sammer für die Geschäftsführung zu gewinnen. Dieser Plan scheiterte. Matthias Sammer soll abgelehnt haben.

Damit ist das Kapitel Sammer für den VfL Wolfsburg aber offenbar noch nicht beendet.

Nach neusten Berichten des kicker hat der VfL Wolfsburg ein neues Angebot vorgelegt. Die Wölfe wollen demnach Matthias Sammer als Berater gewinnen – genauer: Berater des Kontrollgremiums.

Damit wäre der ehemalige Funktionär des DFB und des FC Bayern freier in seiner Zeitgestaltung.

Nimmt Sammer das neue Angebot des VfL Wolfsburg an?
 
 

42 Kommentare

  1. Es gibt Gerüchte das wir sammer ein verbessertes Angebot gegeben haben

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    • Gibt es dazu auch eine Quelle?
      Die vergangenen Tage gab es einen Artikel in der Waz war das meine ich, da hieß es das Sanz sich mit Sammer getroffen haben soll bzw in Kontakt getreten sein soll um anzufragen ob Sammer für dem AR beratend tätig sein möchte. :yoda:

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    • Woher kommen denn die Gerüchte?

      Ich vermute mal, dass auch das erste Angebot ordentlich gewesen sein wird. Den letzten Cent wird er auch nicht brauchen. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man ihn mit mehr Gehalt ködern kann.

      Und will ich einen neuen sportlichen Leiter, der sich in der Sache gegen den Job entschieden hat, dann aber nur wegen des Geldes doch kommt? Ehrlich gesagt nicht so wirklich.

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    • @wobbs
      Ein verbessertes Angebot muss ja nicht zwingend bedeuten das es mehr Geld beinhaltet.
      Es könnte z.B. auch bedeuten das er mehr Entscheidungsfreiheit oder ähnliches bekommt, oder für einen Zeitraum “X” mehr Geld für Spieler zur Verfügung steht…

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  2. Sammer soll Berater des Kontrollgremiums werden und keine feste Position erhalten da er das abgelehnt hat.

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    • Ich stelle mir hier dann die Frage in wie weit so etwas sinnvoll ist. Sicherlich bekommt man dadurch fußballerische Kompetenzen in den AR bzw. für den AR, dieses bedeutet dann aber eben auch das der AR entlastet wird und Sammer so eine Art Vertreter des AR wird. Ich glaube das der AR “ausschließlich” auf Sammer hören würde.

      Ich bin ja für mehr Kompetenz im Verein, würde mir dann aber eher wünschen das Sammer nicht nur Berater des Vereines bzw. für den Verein ist. Sondern das er FESTER Bestandteil des Vereines ist. In wie weit man jetzt als GF Sport “weniger” Stresss hat als Berater für den AR kann ich nicht einschätzen. Da es aber auch andere Leute bei uns geschafft haben nebenbei GF zu sein und dann noch bei VW eine leitende Stelle zu haben, kann ich mir nicht vorstellen das man da jetzt extremst ausgelastet ist.

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    • Sammer kann ja dem AR beratend zur Seite stehen bei der Suche eines neuen Geschäftsführers.

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    • Ist mir schon klar, vielleicht liege ich auch falsch aber jemand der „nur“ Berater ist muss nicht unbedingt mit vollem Herz bei der Sache sein. Ihm kann es also rein von der Einstellung her egal sein ob seine Beratung am Ende ein Erfolg wird oder nicht. ich bin eher ein Freund davon bei solchen Entscheidungen jemanden fest im Verein zu haben bzw. mit vollem Herz.

      Sicherlich weiß man nicht in wie weit Sammer dann mit vollem Herz dabei ist, ich persönlich schätze ihn ja so ein das er alles was er anfässt zu 100 % macht und er sich dann auch für weitere solcher „Jobs“ empfehlen könnte. Doch ich persönlich bin wie gesagt lieber ein Freund davon einen Mann wie Sammer dann auch auf einem fixen Posten zu haben der an den Verein gebunden ist und nicht „nur“ Berater ist.

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    • Das ist sicherlich auch der Wunsch der Verantwortlichen aber er muss es ja auch wollen. Positiv ist ja schonmal das der AR das Problem erkannt hat und er versucht eine hochkarätige Lösung zu präsentieren.

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  3. Berater des Kontrollgremium. Wird wohl dann nicht ums Tagesgeschäft gehen. Eher Trainer und Manager Entscheidungen und evtl. Philosophie?. Sollte er kommen und es einige Zeit machen, entscheidet er sich vielleicht doch noch für die GF.

    Wie schon gesagt wurde: Alles hört dann auf seine Expertise.

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  4. OT: Heute stand in der WAZ kurz, warum Itter nicht im Kader war. Er war fit und 19. Spieler der mit nach Gelsenkirchen fuhr, aber Schmidt wollte den Kader offensiv besetzen und nahm lieber Osimhen und Dimata ins Aufgebot. Dazu kam noch der Satz, das er unsicher sei, wenn er auf der LV-Position aufstellen sollte. Wahrscheinlich der Rotation in der englischen Woche geschuldet. Zweimal nicht im Kader ist jetzt scheinbar ein kleiner Rückschritt für Itter. Ich könnte mir aber vorstellen, das er gegen Berlin schon wieder im Kader ist oder gar beginnt. Tisserand und Gerhardt haben ja nicht überzeugt.

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    • Sicher hatten Itter seine Einsätze sowohl Licht als auch Schatten, doch insgesamt war das mMn immer besser als das was Gerhardt gezeigt hat und das Tisserand kein LV ist sollte auch klar sein. Auch wenn er hier einige gute Aktionen hatte…

      Dimata war bisher auch eine Enttäuschung. Aber auch hier gilt wie bei Gerhardt – spielt nicht auf der Position die er gelernt hat –

      Ich wäre stark dafür, dass Itter wieder spielt sofern wir keine Alternativen im Kader für die LV Position haben. Die haben wir nicht, also muss Itter spielen sofern seine Leistungen nicht desolat sind!

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    • Letztendlich hat Schmidt ja dann auch tatsaechlich offensiv gewechselt und es hat sich ausgezahlt. Also alles stimmig :top:

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    • Casteels – Verhaegh, Uduokhai, Brooks, Itter – Guilavogui, Arnold – Malli, Didavi – Gomez, Origi

      Würde gerne mal das sehen. 4-2-2-2 mit zwei 10ern wie Leipzig es spielt. Origi und Didavi können auch Positionen rochieren. Ist zwar offensiv, aber wir müssen gegen Berlin gewinnen!

      Tisserand sehe ich jetzt bald rausfallen, Brooks spielte fehlerfreier. Itter kommt wieder rein. Und an Gomez und Origi kommt man bei uns nicht vorbei, wer soll sonst treffen?

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    • Tjoa, vielleicht mal Osminhen oder Dimata im Sturm probieren statt einen Dimata auf den Außen.
      Ich kann bisher Dimata nur als LA bewerten und Gerhardt ebenfalls nur als LA/LM/LV…

      Beide wurden nicht im Zentrum getestet, Osimhen schon. Daher einfach nur als Einwurf die Idee mal zumindest Dimata im Zentrum zu testen… Denn nur dann kann man seine Qualitäten als MS wirklich einschätzen.

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    • die Entwicklung von Itter ist lt. kicker nicht gefährdert, eher im Gegenteil
      http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/709563/artikel_itter_immer-mit-der-ruhe.html

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  5. Zu Sammer als Berater:
    Das ist eine grundsätzlich gute Idee des AR, wenn Sammer einen „festen Job“ ablehnt, warum auch immer, ihn als Berater „zu ködern“.
    Wenn Sammer dadurch weniger feste Verpflichtungen hat – auch darum wird es Sammer gegangen sein – dann ist das ideal: bei wichtigen Sachen: Sammer fragen.
    Und: wenn Sammer den festen Job ablehnte weil er sich nicht mit VW auf „unsicheres Gelände“ einlassen wollte: jetzt könnte er „schnuppern“ und Erfahrungen sammeln, wie sich das mit den dort handelnden Personen und Mechanismen anfühlt.
    Insgesamt wirklich ein guter Schritt des AR:
    – wenn Sammer das auch ablehnt, dann ist er eh der Falsche.
    – wenn Sammer das annimmt, kann sich was entwickeln, oder nicht. Also nur Chancen, kaum Risiko.
    Mir gefällt die Idee.

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    • Der AR macht sich Gedanken, endlich. Die Herren haben wohl nach Jahrzehnten begriffen, dass zu viel Sachverstand fehlt, um erfolgreich die Geschicke eines Bundesligisten zu lenken. Einen Sammer fragen zu können, ist schon viel wert.

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    • Mal kurz die Perspektive von Sammer eingenommen: Warum sollte er sich, in seiner speziellen persönlichen Situation, zu der er sich mehrfach geäußert hat, ausgerechnet den VfL antun, ob als Sportdirektor, Berater, Miraculix oder in sonst einer Funktion? Ich finde Personalfragen, übrigens auch Spielertransfers, sollte man immer von beiden Seiten betrachten, um ihre Sinnhaftigkeit zu beurteilen. Das ist wichtig! Denn eine Erklärung (also eine unter anderen) für die periodischen Probleme des VfL könnte aus meiner Sicht sein, dass bei Personalentscheidungen eben zu oft nur die VfL-Seite als dominantes Interesse an einer bestimmten Person zur Geltung kommt und die Betrachtung der anderen Seite durch das Winken mit Geldbündeln ersetzt wird. Bei Spielertransfers z. B., zumindest in der Vergangenheit, reduzierte sich der Kommentar des Spielers zu seinen Beweggründen für einen Wechsel zum VfL dann auffällig oft auf die Stereotype: „Der VfL wollte mich unbedingt haben“. Insider lesen das als: „Kein anderer Club hat mir mehr Geld geboten.“
      Es spricht für Sammer, wenn er lieber lange frühstückt, ein bisschen TV macht, Förderprojekte für jugendliche Kicker unterstützt und mit seiner Frau einkaufen geht, aber den VfL anderen überlässt.

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    • @Joan: „Warum sollte er sich……ausgerechnet den VfL antun?“
      Ehrgeiz.
      Es gibt Menschen, die sind ehrgeizig und wollen nicht nur für sich was erreichen, sondern auch Anderen zeigen: geht doch.
      Ich glaube, dass Sammer zu dieser Sorte gehört – jedenfalls war das bis vor kurzem so.
      Wenn die „ich brauch das nicht mehr für mich“ – Haltung mittlerweile bei Sammer Einzug gehalten hat – was ja nichts Schlechtes ist – dann wird er nicht kommen und das ist dann auch gut so.
      Wenn es Ihn reizt, dann ist eine Rolle als Berater geradezu perfekt in seiner Situation.
      Wir werden sehen.

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    • Ich persönlich könnte das nicht… „nur ein bißchen“. Entweder ganz, oder gar nicht. Das geht sicherlich jedem ehrgeizigen Menschen so.

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    • Was auch immer das am Ende gibt mit Matthias Sammer: Es ist richtig, jedes Register zu ziehen. Und wenn er sich am Ende nur von einer losen Beratertätigkeit überzeugen ließe, dann hätten wir eben einen höchst kompetenten Berater – den wir mehr denn je gebrauchen können. Sammer wäre der richtige Weg, Hamannn, Beiersdorf und Co. definitiv die falschen. Wenn wir wieder in die Spur kommen wollen, also wieder dahin kommen wollen, wo wir gemessen an unseren finanziellen Möglichkeiten hingehören, brauchen wir Qualität auf allen (!) Ebenen. Man kann gute Spieler verpflichten, fähige Trainer holen, aber wie man sagt man so schön? Der Fisch stinkt zuerst am Kopf.

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    • @Diego1953/@Tanqueray: Sammer hat doch hinreichend signalisiert, dass ihm der Ehrgeiz zur Zeit abgeht. Seine Erkrankung hat er als „Streifschuss“ empfunden, worauf er meinte, sein Leben neu justieren zu müssen. Ich halte ihn für intelligent genug zu wissen, dass selbst ein bisschen VfL-Beratung für ihn nicht geht, um erst gar nicht in die Gefahr zu geraten, dass ihn der ungesunde Ehrgeiz wieder packt. Das ist eine respektable Haltung, die – das war mein Anliegen – nicht ihn ihrer Hartnäckigkeit getestet werden sollte, indem man ihm ein „unmoralisches Angebot“ macht.
      Über den Unterschied zwischen gesundem und ungesundem Ehrgeiz zu diskutieren, wäre übrigens ein reizvolles Thema, lässt sich hier aber schlecht machen. Nur so viel: Ungesunder Ehrgeiz schadet nicht nur dem Ehrgeizigen, sondern oft auch allen davon Betroffenen. Genauso wie gesunder Ehrgeiz allen nützt.

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  6. Der Nouri ist weg.
    War das nicht letzte Saison auch noch einer von dem man sich viel abschauen hätte können?

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    • @Stan: von Trainern kann man sich grundsätzlich nichts abschauen, da diese ja – wie Du weißt – keinen bis kaum einen Einfluss auf das sportliche Abschneiden einer Mannschaft haben.
      Sieht man ja jetzt auch bei Heynckes wieder.

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    • @Diego1953

      So ist das!

      Übrigens, deinem Statement weiter oben zum Thema „Sammer“ kann ich nur zustimmen.

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  7. Sehr interessanter Bericht um den Videobeweis und den vermeintlichen Einfluss von Krug und Fandel auf duesen und die ihnen untersrekkten Schiris.

    Ich denke es wird Zeit dass dieser Stall mal ausgemistet wird…

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/sport-inside/video-zur-verschwiegenheit-verpflichtet-100.html

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  8. Schleichwerbung für die – Zitat Mahatma – ‚Pseudo-Intellektuellen. Wer dennoch Spaß am lesen hat, bitte schön:

    http://spielverlagerung.de/2017/10/29/samstag-1530-uhr/

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    • Die Analyse überrascht mich nicht. Sie passt im Grunde auf nahezu jedes unserer Spiele. Eigentlich sind die Räume da, eigentlich sind die Dreiecksbildungen da, eigentlich sind die Vorrausetzungen da, aber uneigentlich nutzen wir diese so gut wie nie….

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    • Die fachliche Korrektheit will und kann ich nicht anzweifeln. Leider habe ich keine entsprechende Qualifikation das zu bewerten.

      Aber Mahatma möchte wahrscheinlich auf die teilweise extremen Schachtelsätze und die vermeintlichen Fachwörter hinaus. Das hat schon viel von intellektuellem Dummschwätzertum und macht die Texte fast unlesbar.
      Im wissenschaftlichen Bereich würden Fachartikel solcher Form nirgends veröffentlicht werden.

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    • Übrigens wird in dem Artikel davon gesprochen wie gut das Wolfsburger Pressing funktioniert habe.

      Gomez selbst sprach nach dem Spiel davon, dass man zu passiv angelaufen sei.

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    • Was ist an den Texten von TR intellektuell? Er/Sie schreibt einfach ein schlechtes, unpräzises Deutsch, das durch seine Ausdrucksweise gerne den Anschein von fachlichem Tiefgang erwecken möchte. Ich kenne das zur Genüge als Uni-Bluff.

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    • Genau so meine ich das Joan. Hinzu kommen irgendwelche Begriffe wie „dynamisches Umschaltspiel“. Vor zehn Jahren hat man das noch als „schnellen Konter“ betitelt. Das hat für mich keine Substanz.

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    • Funkel sagt, spielt steil. Nagelsmann sagt, spielt vertikal. Guardiola benutzt einen Laptop zur Analyse. Heynckes nimmt Zettel und Stift…

      Entscheidend ist doch der Inhalt und nicht wie es formuliert oder dargestellt wird. Wer nicht aggressiv spielt, dem nützt das tollste Pressing Schemata nichts, siehe Dortmund. Bei unserem Pressing war es ähnlich, wir standen gut, aber wir standen, wir sind nicht aggressiv angelaufen. Das meinte sicherlich auch Gomez, wobei ich mich wundere das Gomez das fordert, denn wenn er es fordert, dann muss er es erstmal selbst machen und das habe ich so nicht gesehen.

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    • @Mahatma

      Was hat das verwendete Vokabular mit der Substanz zu tun? Vor allem wenn es eine differenzierende Funktion hat.

      Konterspiel hieß ursprünglich tief stehen und bei Ballbesitz schnell nach vorne. Ein Gegenpressing wie es der BVB praktiziert passt da nicht unbedingt rein. Eine Umschaltaktion kann ja auch das Auffächern sein, aus taktischer Perspektive ist es deshalb eigentlich unentbehrlich hinsichtlich der Wortwahl weiter zu differenzieren. Mittlerweile hat sich sogar eine einigermaßen einheitliche Nomenklatur entwickelt.
      Ich habe manchmal das Gefühl dass das, was aus taktischer Sicht hervorragend herausgearbeitet wird einfach falsch eingeordnet wird. Nicht mal die SV Autoren behaupten, dass das was sie beschreiben allein den Fußball erklärt. Es ist aber eben eine Taktikseite und konzentriert sich dementsprechend auf das entsprechende Thema. Das Vorurteil der Realitätsfremdheit ist insofern absurd, dass man mittlerweile weiß dass sich nicht nur Guardiola und Tuchel mit derart „nerdiger“ Materie beschäftigen.

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    • @Mahatma_Pech: Ich meine nicht nur die Wortwahl an sich, denn Fachbegriffe können Sachverhalte ja durchaus sinnvoll definieren und differenzieren, wie Tanqueray meint. Aber der geballte Einsatz von Fachbegriffen und Fremdwörtern rettet eben auch nicht über Schwächen bei der sprachlichen Beherrschung des Inhalts und der sinnvollen Strukturierung der Sätze hinweg.
      Dazu drei Beispiele, über die ich – etwas gequält – lachen musste:
      – „…, dass die Gastgeber die Begegnung – speziell die erste Halbzeit – vor allem über das Thema Defensivstabilität im Griff hatten.“
      Schalke : VfL war ja keine Diskussionsveranstaltung, sondern ein Fußballspiel. Insofern konnten die Schalker den VfL schlecht über ein „Thema“ im Griff haben, sondern über die ganz praktische Umsetzung der Spielvorgabe des Trainers, aus einer stabilen Defensive heraus zu spielen.

      – „Der Regelfall sah für die Gäste gegen das Pressing aber so aus, dass sie lange Bälle schlagen oder sich improvisiert über die Außenbahnen entlang zu spielen versuchen mussten.“
      Ich will nicht auf grammatische Feinheiten eingehen, aber bei dem verbastelten Satz fragt man sich unweigerlich, wer denn die Spieler des VfL“improvisiert“ hat. Aber wahrscheinlich will der Autor nur sagen, dass der VfL aufgrund des Schalker Pressings über die Außen zu spielen versuchte, was ihm wenig eingespielt und daher improvisiert vorkam.

      – Manchmal sind die Sätze auch inhaltlich so verquast, dass man sich gar keinen sinnvollen Reim drauf machen kann.
      „In der Vertikalen kamen dann schnell schon die Stürmer als nächste Option in Frage, die aber lieber ausweichend agierten und deren technische Ambivalenz in jenem weiträumigen Kontext problematisch hätte sein können.“ Es geht hier um die Zuspiele der Schalker Achter auf die Stürmer. Wie muss man sich die jetzt vorstellen, wenn sie bei den Zuspielen „ausweichend agierten“? Ist „deren technische Ambivalenz“ eine bisher unbekannte Fähigkeit? Stellen sie sich bei jedem zweiten Zuspiel blöd an und sind deswegen technisch ambivalent? Was ist der „weiträumige Kontext“, in dem diese Ambivalenz „problematisch“ sein kann? Ist es der vor ihnen sich auftuende bespielbare Raum auf dem Rasen oder gar der weiträumige Kontext, der vom Aufstehen am Morgen mit dem linken Bein, dem zu fetten Mittagessen in der Schalke-Kantine bis hin zu dem jetzt quersitzenden Furz reicht, der den Schalker Stürmer daran hindert, nicht technisch ambivalent, sondern einfach nur schnurstracks auf das VfL-Tor zuzulaufen? Sorry, aber das ist ein Satz aus der Abteilung gequirlte Sch…e.
      Dabei lese ich manche Texte von „Spielverlagerung“ ganz gerne und durchaus mit Gewinn.

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    • @Tanqueray und Joan: Fußball ist ein einfacher Sport und man tut gut daran, ihn einfach zu halten. Es gibt derzeit die Bestrebung, die Sportart zu „verwissenschaftlichen“. Dazu werden dann neue Begriffe aus der Taufe erhoben, gescheiterte Amateurtrainer versuchen sich auf einer Homepage, um sich dort wichtig zu machen. Das Ganze dann ausgeschmückt mit Fremdwörtern, damit auch alles sehr kompetent wirkt. Kompetenz erkennt man aber nicht allein an der Wortwahl.

      Und auch hier passiert das ja immer wieder. Dabei will ich gar nicht den Inhalt in Frage stellen, sondern nur die Aufbereitung. Bleiben wir mal bei Joans Textbeispielen.
      a) „…, dass die Gastgeber die Begegnung – speziell die erste Halbzeit – vor allem über das Thema Defensivstabilität im Griff hatten.“

      Gemeint ist, dass Schalke das Spiel bestimmen konnte, da sie hinten nicht nur gut standen, sondern auch die Räume sehr gut besetzten. Das ist hier ja noch sehr gut zu erkennen.

      b) „Der Regelfall sah für die Gäste gegen das Pressing aber so aus, dass sie lange Bälle schlagen oder sich improvisiert über die Außenbahnen entlang zu spielen versuchen mussten.“

      Hier ist wohl die spielerische Schwäche des VfL gemeint: Es existiert kein einstudiertes Spiel auf den Außenbahnen, daher sprechen sie von improvisiert. Aber das kann man einfacher schreiben. Sattdessen versuchen sie, in nahezu jedem Satz ein Fremdwort einzubauen.

      Höhepunkt ist der dritte Textausschnitt:
      c) „In der Vertikalen kamen dann schnell schon die Stürmer als nächste Option in Frage, die aber lieber ausweichend agierten und deren technische Ambivalenz in jenem weiträumigen Kontext problematisch hätte sein können.“
      Sorry, aber genau dieser Textauschnitt zeigt, warum die Verfasser es nicht in den Profifußball schaffen. Wenn die so auch mit ihrer Mannschaft reden – sorry kommunizieren – dann gute Nacht. Hier kann man auch nicht mehr erahnen, was die Verfasser meinen könnten. Aber immerhin: Sie haben in einem Satz genügend fachwörter bzw. Fremdwörter eingebaut. Und „technische Ambivalenz“ hört sich auf jeden Fall toll an. Ich möchte mal wissen, was dieser Begriff nun differenziert? „Technikmängel“ würde Heynckes eventuell sagen.

      Und ich glaube, da sind wir dann auch einer Meinung. Die spielverlagerung deutet die Spiele meist schon treffend, aber die Wortwahl und die Ausführungen gehen gar nicht.

      Abschließend noch das Beispiel „Umschaltspiel“:
      Wir können den früher vereinfachten Konter in vielfacher Art und Weise differenzieren, doch der Kern bleibt doch gleich: Der Versuch eines Tores mit möglichst wenigen Ballkontakten und Pässen. Ob das nun nach einem erzwungenem Ballverlust am gegnerischem Strafraum oder aus der eigenen Hälfte erzwungen wird, ist doch sekundär. Der VfL wurde (angeblich) 2009 durch Konterfußball Deutscher Meister. Dortmund wurde durch ein Umschaltspiel 2012 Deutscher Meister. Die Tore sehen strukturell sehr ähnlich aus. Konterfußball ist verpönt, Umschaltspiel total trendy. Man finde den Fehler.

      Im Fußball geht es um einfache Dinge auf dem Platz und es hat viel mit dem Kopf zu tun. Da macht sich kein Spieler den Kopf, ob er nun einen Konter spielen soll oder ein schnelles Umschaltspiel. Ruft das mal Origi zu.

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    • @Mahatma_Pech

      …vielleicht auch nur ein gutes Beispiel für den sogenannten „Dunning-Kruger-Effekt“
      Wobei man fairerweise sagen muss das gerade beim Thema Fußball dieser Effekt sehr verbreitet ist (schließe mich da gerne mit ein).

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  9. Für alle die es vielleicht nicht gesehen haben:
    Hier eine (wie ich finde sehr lustige) aktion vom VFL zu halloween.
    Sind ein paar richtig gute reaktionen dabei :D
    :
    https://www.youtube.com/watch?v=2Jjt7v3WfMY

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