Der personelle Umbruch bei den Frauen des VfL Wolfsburg ist in vollem Gange – und laut einem Bericht der Sportbild könnte ein weiterer spektakulärer Transfer bevorstehen: Der Vizemeister soll starkes Interesse an Nicole Anyomi von Eintracht Frankfurt zeigen. Die 25-jährige Stürmerin hat eine herausragende Bundesliga-Saison hinter sich – und könnte nach Stina Johannes und Sophia Kleinherne die nächste Frankfurter Leistungsträgerin sein, die den Weg in die Autostadt findet.
Wolfsburg auf Stürmersuche
Nach dem Weggang mehrerer Stammspielerinnen wie Sveindís Jónsdóttir und Jule Brand sucht der VfL dringend Verstärkung für den Angriff. Eine klassische Torjägerin mit Tempo, Spielwitz und Abschlussstärke steht ganz oben auf der Wunschliste. Laut Sportbild hat Wolfsburg drei Kandidatinnen im Visier: Selina Cerci, Giovanna Hoffmann – und eben Nicole Anyomi. Für alle drei Spielerinnen wäre eine Ablösesumme fällig, doch Anyomi gilt als die attraktivste Option.
Zahlen, die beeindrucken
Nicole Anyomi hat in der abgelaufenen Bundesliga-Saison Statistiken geliefert, die keine Fragen offenlassen. Mit 14 Toren und neun Vorlagen war sie ligaweit die Top-Scorerin – und das bei einer Einsatzzeit von nur 1.323 Minuten. Das bedeutet: Im Schnitt war sie alle 63 Minuten direkt an einem Tor beteiligt. Kein anderer Bundesliga-Angriff wirkte so konstant gefährlich. Selbst etablierte Nationalspielerinnen wie Lea Schüller (85 Minuten pro Scorerpunkt) oder Laura Freigang (97 Minuten) konnten da nicht mithalten.
Anyomi glänzte nicht nur durch Effizienz, sondern auch durch Timing: Als ihre Eintracht gegen Saisonende unter Druck geriet, lieferte sie vier Tore in den letzten drei Partien. In kritischen Phasen zeigte sie Führungsqualität – ein Entwicklungsschritt, der ihr lange abgesprochen wurde.
Rätsel um DFB-Ausbootung
Trotz dieser Leistungen blieb eine Einladung zur Nationalmannschaft zuletzt aus. Seit dem 28. Oktober 2023 ist Anyomi außen vor – ein Umstand, der bei Fans wie Experten für Kopfschütteln sorgt. Bundestrainer Christian Wück begründete seine Entscheidung mit systemischen Überlegungen: Anyomi sei nicht ideal für die Rolle der klassischen Neunerin, ihr Spielstil passe nicht optimal zum DFB-System, das auf physisch starke Wandspielerinnen mit hoher Kopfballpräsenz setzt.
Die öffentliche Diskussion verschärfte sich, als Anyomi selbst erklärte, es habe „keinen konkreten Austausch“ mit dem Trainerteam gegeben. Unterstützt wurde sie auf Social Media unter anderem von bekannten Spielerinnen wie Lina Magull, Alexandra Popp und Jule Brand – ein Zeichen, dass das Thema auch intern für Gesprächsstoff sorgt.
Rückkehr in die Spitzengruppe?
Für Anyomi könnte ein Wechsel nach Wolfsburg die logische Konsequenz sein: Der VfL ist sportlich ambitioniert, bietet Champions-League-Perspektive und sucht genau den Spielertyp, den sie verkörpert. Auch wenn sie kein klassischer Mittelstürmertyp ist, könnte sie in einem variablen Angriffssystem ihre Qualitäten voll entfalten – etwa im Zusammenspiel mit Alexandra Popp oder als pfeilschnelle Flügelspielerin.
Ein Wechsel zu den Wölfinnen hätte zudem Signalwirkung: Für Eintracht Frankfurt wäre es der nächste schmerzhafte Verlust, nachdem sich bereits Torhüterin Stina Johannes dem VfL angeschlossen hat und auch Innenverteidigerin Sophia Kleinherne kurz vor einem Wechsel steht. Beide Transfers haben in Frankfurt bereits für Irritationen gesorgt – Anyomi als dritte Abwanderung binnen weniger Wochen würde die Sorgen um eine strukturelle Schwächung weiter verstärken.
Noch ist nichts fix
Offiziell bestätigt ist der Kontakt zwischen Wolfsburg und Anyomi bislang nicht. Doch der Name der Frankfurter Torjägerin fällt immer häufiger, wenn es um die Personalplanungen an der Aller geht. Sollte der Transfer Realität werden, hätte der VfL Wolfsburg nicht nur einen der torgefährlichsten Namen der Liga verpflichtet – sondern auch erneut klug auf die sich zuspitzende Situation bei einem direkten Konkurrenten reagiert.
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Das ist ja alles ganz nett, aber wo sind die Transfers, die dabei helfen, in der Champions League zu bestehen?
In the making
Kleinhernes Wechsel ist fast abgeschlossen, Johannes und Zicai sind bereits da. Und ein Stürmer mit Qualität (Cerci, Anyomi, Wangerheim) steht noch aus. All das sind/wäre Top-Transfers.
Stimmt. Dennoch ist die Frage, ob du damit in der Championsleague halbwegs weit kommst. Also auf ein anderes Level heben die uns ja nicht. Dafür sind ja Brandt, Hergering, Henrichs und Co weg.
Man steckt ja viel Geld rein, um besser zu werden.
Bevor wir davon träumen, in der Champions League besser abzuschneiden, sollten wir erstmal wieder in der Liga zulegen. Bayern hat uns überholt und wir selber spielen seit 3 Saisons jedes Mal eine etwas schlechtere Saison als davor.
Von daher sind oder wären die Transfers ein guter Anfang. Wichtig ist, dass Lerch erstmal wieder ein Selbstverständnis und Selbstvertrauen in die Mannschaft bekommt, wir sollten uns nicht immer so klein machen (lassen von außen) .
Kellermann hat als Ziel ausgegeben, die Lücke zu Bayern verkleinern oder schließen zu wollen in der kommenden Saison. Wenn man das schafft, wird es auch international wieder besser laufen.
Wangerheim soll laut dem Artikel der WAZ aktuell kein großes Thema sein, wird da in einem Nebensatz erwähnt. https://www.waz-online.de/sport/regional/vfl-wolfsburg-erstes-laenderspieltor-fuer-linder-comeback-fuer-hendrich-QVZGAD2KZZBRXBRN5EDZ737FRQ.html
Das könnte natürlich darauf hindeuten, dass Cerci oder Anyomi die Wunchlösungen sind.
Ich denke , Schritt 1 ist der überfällige Trainerwechsel gewesen!
Weitere Informationen wird es wohl erst nach dem Länderspiel geben…
Bin aber erstmal Optimist, schätze es wird eher Anyomi wird als Cerci
Cerci wäre auch mein Wunsch, aber Anyomi wäre auch keine schlechte Alternative.
Ist schon etwas über die Co-Trainer von S. Lerch bekannt?