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Svenja Huth vom VfLWolfsburg. (Photo by Angel Martinez/Getty Images)

Zwischen Erschöpfung und Titelhoffnung: VfL-Frauen im Pokal-Halbfinale in Jena

Am Ende blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Gerade einmal wenige Tage nach dem bitteren Aus in der Champions League steht für die Frauen des VfL Wolfsburg bereits das nächste Schlüsselspiel an. Am heutigen Ostersonntag (16.15 Uhr, ARD) geht es im Halbfinale des DFB-Pokals auswärts gegen Carl Zeiss Jena – und damit um nichts weniger als die letzte realistische Titelchance dieser Saison.

Kaum Regeneration nach Kraftakt gegen Lyon

Die Enttäuschung sitzt noch tief. Im Viertelfinale der Champions League scheiterten die Wölfinnen nach großem Kampf an Olympique Lyon. Besonders bitter: Das Rückspiel entwickelte sich zu einem echten Kraftakt über 120 Minuten. Verlängerung, hohe Intensität, emotionale Belastung – all das steckt den Spielerinnen noch in den Knochen.

Viel Zeit zur Verarbeitung blieb nicht. Stattdessen folgte unmittelbar die Vorbereitung auf das nächste wichtige Spiel. Die Belastung ist dabei nicht nur körperlicher Natur. Auch die Reisestrapazen setzen dem Team zu: Mehrere Tage unterwegs, kaum Gelegenheit für gezielte Regeneration oder taktische Feinjustierung.

„Nicht ideal – aber wir kennen das“

Torhüterin Stina Johannes fand klare Worte für die Situation: „Wir reisen am Freitag, wir reisen am Samstag – und Sonntag spielen wir schon. Das ist natürlich von der Terminierung nicht ideal für uns. Aber wir kennen das.“

Ein Satz, der viel über den Alltag im Spitzenfußball verrät. Englische Wochen, enge Spielpläne und lange Reisen gehören längst zur Normalität – gerade für ein Team wie Wolfsburg, das regelmäßig auf mehreren Hochzeiten tanzt. Doch die aktuelle Konstellation verlangt den Spielerinnen alles ab.

Pokal als letzte Titelchance

Gerade deshalb bekommt das Duell in Jena eine besondere Bedeutung. Nach dem Aus in der Champions League und dem Rückstand im Meisterschaftsrennen bleibt der DFB-Pokal die letzte Möglichkeit, die Saison mit einem Titel zu krönen.

Der Anspruch beim VfL ist klar: Ein Jahr ohne Trophäe gilt in Wolfsburg nicht als zufriedenstellend. Entsprechend hoch ist der Druck – aber auch die Motivation, die verbleibene Chance zu nutzen.

Favorit mit Respekt vor dem Außenseiter

Auf dem Papier geht der VfL als klarer Favorit in die Partie. Doch Spiele im Pokal folgen bekanntlich eigenen Gesetzen. Carl Zeiss Jena wird vor heimischer Kulisse alles in die Waagschale werfen – zumal das Halbfinale für den Außenseiter eine historische Gelegenheit darstellt.

Für Wolfsburg wird es darauf ankommen, die Müdigkeit aus den Beinen zu schütteln und schnell ins eigene Spiel zu finden. Tempo, Präzision und die gewohnte Durchschlagskraft im Angriff sind gefragt – trotz der schweren Vorbelastung.

11 Kommentare

  1. Auch beim Pokalspiel der Damen kann man es wieder feststellen:
    Beim VfL ist es offenbar nicht bekannt, dass man Fußball auch im 16m-Raum des Gegners spielen darf.
    :keks:

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    • Was mir zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass das Team auf der Felge läuft.
      Nach Verlängerung (!) in Lyon, drei Tage später gegen ein Team zu spielen, das nur zerstören will und sich im Halbkreis vors Tor stellt.

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  2. Lerch hat trotz der Anstrengungen am Donnerstag so gut wie nicht rotiert. Das Finale soll wol auf keinen Fall gefährdet werden.
    Aber man merkt ihnen die Doppelbelastung an.

    0
  3. Zur Halbzeit steht es übrigens noch 0:0.

    Hoffentlich können wir uns heute noch über unsere Frauen freuen.

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  4. Jetzt müssen die Wölfinnen in die Verlängerung. Nach Lyon ist das hart.

    0
  5. Und nun geht es ins Elfmeterschießen ‍

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  6. tja Glückwunsch Jena

    Danke beerensteyn

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  7. Mann Mann mann

    Oh gott

    0
  8. Glückwunsch! Johannes und Huth ganz wichtig!

    :vfl:

    2
  9. Alter Schwede…im letzten Augenblick noch gedreht

    0
  10. Puh, nochmal Glück gehabt oder meinetwegen auch mentale Stärke.

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