Freitag , Oktober 23 2020
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Donnerstags-Training mit neuem System!

VfL WolfsburgDer zweite Tag, an dem Felix Magath das komplette Team zusammen hatte, nachdem in den letzten 10 Tagen die Hälfte des Kaders auf Nationalmannschaftsreise war.

Die größte Aufmerksamkeit wurde zunächst Patrick Helmes zuteil, der nach einer Woche separatem Lauftraining wieder ins Mannschaftstraining einstieg.

TrainingAnwesende:
– 23 Spieler, darunter alle 3 Torhüter
– Helmes kehrte ins Mannschaftstraining zurück
– ebenfalls auf dem Platz: Alex Hleb im Aufbautraining

Aufwärmen:

Das Team war bereits kurz vor 10 Uhr auf dem Trainingsplatz und teilte sich in 3 Gruppen. Mit dem bekannten Spiel “Schweinchen in der Mitte” wurde sich warm gemacht. (Eine 9er und zwei 7er Gruppen.)

TrainingNach 10 Minuten kam das Trainerteam auf den Platz. Magath rief sogleich seine Mannschaft zusammen. Die Ansprache dauerte dieses mal etwas länger als gewöhnlich. Das Team sollte auf die Partie am Sonntag eingeschworen werden.
 
 
 

Training1. Übung:
Danach ging es rüber zum Hügel, wo die Co-Trainer bereits Stangen für die erste Übung aufgebaut hatten.
Eine halbe Stunde mussten die Spieler auf verschiedene Weise über die Stangen hüpfen, laufen, stolpern…

TrainingNach 20 Minuten kamen zwei weitere Personen auf den Trainingsplatz. Aus der Entfernung konnte ich sie nicht erkennen und dachte mir, welcher Co-Trainer hat denn auf einmal so lange Haare?
Später als das Pärchen auch herüber zum Hügel kam erkannte ich den “neuen” Co-Trainer: Tim Lobinger, und seinen Schützling: Alexander Hleb. (siehe Bericht: Link)
 

2. Übung:
Danach ging es ans Spielerische.
Nach der Partie am Dienstag in Vorsfelde konnte man sich die Frage stellen, ob Felix Magath erneut das System umstellen würde.
Am Dienstag hatte er von der Raute zurück auf ein 4-2-3-1 umgestellt – abgewandelt in der zweiten Halbzeit auch teilweise mit einem 4-2-2-2. Der Schwede Jönsson gab hier den Halbstürmer, der sich sehr häufig zurückfallen ließ und so faktisch wieder in einem 4-2-3-1 gespielt wurde – stieß aber ebenso häufig mit in die Spitze, quasi als Halbstürmer, so dass es optisch ähnlich dem in den ersten Partien praktizierten 4-2-2-2 anmutete.

Genau diese Taktik könnte Magath auch am Sonntag anwenden, zumal ihm nach wie vor ein richtiger Zehner für die Mittelfeldraute fehlt.
Heute beim Training bestätigte sich nun der Eindruck aus dem Testspiel. Alles deutet auf eine erneute Systemumstellung hin. Obwohl Felix Magath dies nach dem Training in seiner gewohnten Mehrdeutigkeit mit einem Schmunzeln kommentierte und alle Fragen offen ließ.

Die vermeintliche A-Elf sah nach der Umstellung so aus:

—————Lakic————-
-Koo———Mandzukic—-Jönsson
———-Josué–Träsch———
Schäfer–Kyrgiakos–Russ—Ochs-
————Benaglio————-

Bei dieser Umstellung sei allerdings erwähnt, dass Felix Magath selten beim Training mit tatsächlicher A- und B-Mannschaft spielt.
Bis Sonntag kann sich deshalb noch viel ändern. Bis dahin kann man diese Aufstellung wohl zunächst einmal als Test verstehen.

Nach dem Training gab es ein ungewohntes Bild. Das Team kam erneut zusammen und machte einen Schulterschluss.
Was der Gegner regelmäßig praktiziert fehlte beim VfL Wolfsburg lange Zeit.

Es wird Zeit, dass das Team zusammenwächst. Dies darf man auch ruhig nach Außen demonstrieren.
 

 
 

5 Kommentare

  1. Wow! Vielen Dank für die VIELEN interessanten und äußerst lesenswerten News heute. Vielen Dank!

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  2. Ich finde die Aufstellung gut! Jönnson kann außen spielen, weil er schnell und technisch gut ist. Mandzukic in der Mitte ist ein Experiment, aber Mario arbeitet eh viel defensiv. Von daher wäre es kaum ein Unterschied zum 4-2-2-2. Links Koo kann ich ebenfalls gutheißen. Ich hoffe, es wird so umgesetzt!

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  3. moin, so viele neue spieler und nur 3 tage vorbereitungs chancen. schade das könnte zu knapp werden. bei der neuen taktik bin ich unsicher. josue und träsch auf der sechs passt nicht so ganz und mandzikic im offensiven mittelfeld ist auch ungewohnt. keiner weiß wie er laufen muss + was der nachbar macht. könnte in die hose gehen. trotzdem drücke ich die daumen :)

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  4. Kontinuität ist das Zauberwort. Man stellt eine Mannschaft zusammen, entwickelt diese und lässt sie sich längere Zeit einspielen. Das kostet Zeit.
    Dann plant man ein Spielsystem, für das man die passenden Spieler hat, und studiert es ein. Auch das kostet Zeit.
    Was machen wir? Der VfL hat offenkundig keine Zeit. Alles muss nach Möglichkeit nach 2 Monaten klappen. Die Spieler werden ausgetauscht, hin und her gewechselt und ggf. erneuert. Von Kontinuität keine Spur.
    Das gleiche jetzt anscheinend beim System. Angefangen mit der Raute, danach zum 4-2-2-2, dann einen Tag vorm nächsten Spiel zurück zur Raute und nach 2 Niederlagen wieder zu einem 4-2-3-1.
    Sorry, auf mich wirkt das plan- und hilflos.

    Ich erwarte nicht, dass es von Anfang an mit so vielen neuen Spielern gleich klappt. Aber ich erwarte einen Plan, ein Konzept und Kontinuität.

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  5. Guter Beitrag, Frankenwolf.
    Bei uns ist immer alles schnell, schnell, schnell. Klappt es nicht in ein paar Monaten wird nicht nur der Trainer rausgeschmissen, sondern gleich der Manager, das Konzept und nahezu alle Spieler gleich mit.
    Bei diesen vielen Konzepten habe ich auch Angst. Am Ende wird es so laufen wie in der ersten Amtszeit.
    Die Hinrunde dient zum experimentieren, dann kommt im Winter ein guter 10er (oder Hleb ist fit und schlägt ein) und die Rückrunde wird dann besser. Leider ist es bis dahin noch so lange. Zwei Jahre haben wir jetzt gelitten und ich fürchte es geht noch ein wenig weiter mit dem Zittern.

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