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Der VfL in der Krise: Gegen den BVB folgte die dritte Niederlage in Folge. (Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Abstiegsangst: VfL Wolfsburg rutscht tiefer in die Krise

Die Situation beim VfL Wolfsburg spitzt sich weiter zu. Obwohl die Mannschaft eine ordentliche Leistung zeigte, stand sie am Ende wieder mit leeren Händen da. Das 1:2 gegen Borussia Dortmund war bereits die dritte Niederlage in Folge – und sie wiegt schwerer als viele zuvor. Denn während die Wölfe erneut punktlos blieben, sammelte die Konkurrenz im Tabellenkeller wichtige Zähler. Der VfL ist auf Rang 15 abgerutscht, punktgleich mit dem Relegationsplatz und nur noch zwei Zähler vom direkten Abstiegsrang entfernt. Die Lage ist nicht mehr nur angespannt, sie ist alarmierend.

Ordentlich gespielt, bitter verloren

Der Auftritt gegen Borussia Dortmund war trotz der 1:2-Niederlage ordentlich. Wolfsburg hielt über weite Strecken gut dagegen und steigerte sich nach der Pause deutlich, blieb aber erneut zu ineffizient. Nach Dortmunder Führung durch Julian Brandt nach einer Ecke verpasste der VfL vor allem durch Amoura beste Ausgleichschancen. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Wolfsburg zunächst, als Koulierakis per Kopf traf, drängte anschließend sogar auf den Sieg, scheiterte jedoch mehrfach – unter anderem durch einen Lattentreffer von Majer. In einer starken Wolfsburger Phase schlug der BVB eiskalt zu: Guirassy entschied die Partie kurz vor Schluss und ließ den VfL trotz guter Leistung erneut ohne Punkte zurück.

Tabelle lügt nicht

So sehr die Leistung Mut machen mag, die nackten Zahlen sind brutal. Platz 15, 19 Punkte, punktgleich mit dem Relegationsrang und nur zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz – die Wolfsburger befinden sich mitten im Abstiegskampf. Und während der VfL Woche für Woche davon spricht, „dran“ zu sein, sammeln andere Teams zumindest sporadisch Punkte.

Die Problematik ist offensichtlich: Wolfsburg fehlt es an Effizienz, an Abgeklärtheit und an der Fähigkeit, enge Spiele auf die eigene Seite zu ziehen. Gute Ansätze allein reichen nicht mehr.

Ein schweres Programm – und viele offene Fragen

Ein Blick auf die kommenden Aufgaben verschärft die Sorgen. In der nächsten Woche geht es auswärts nach Leipzig, wo zuletzt kaum etwas zu holen war. Danach kommt Augsburg in die Volkswagen Arena – ein Gegner, der vor Kurzem Bayern München geschlagen hat und vor Selbstvertrauen strotzt. Und nur wenig später wartet auswärts der VfB Stuttgart, der sich aktuell auf einem Champions-League-Platz befindet.

Die Frage drängt sich auf: Wie soll der VfL in dieser Phase die dringend benötigten Punkte holen? Der Einsatz stimmt gegen den BVB, der Wille ist erkennbar – doch im Abstiegskampf zählen keine Eindrücke, sondern Ergebnisse.

Der VfL steht am Scheideweg

Die Krise beim VfL Wolfsburg ist real und sie wird von Spiel zu Spiel größer. Noch ist nichts verloren, noch hat der Klub es in der eigenen Hand. Aber die Zeit der Durchhalteparolen ist vorbei. Wenn die Wölfe nicht bald anfangen, ihre Leistungen in Punkte umzumünzen, droht aus einer schwierigen Saison ein echter Albtraum zu werden.

76 Kommentare

  1. Hier geht's weiter!

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  2. 19 Punkte nach 21 Spielen sind einfach katastrophal. Das ergibt einen Punkteschnitt von 0,90. Auf die Saison hochgerechnet landet man damit bei 30,6 Punkten. In der letzten Saison wäre man damit sogar in der Liga geblieben, während es die Jahre zuvor nur für die Relegation gereicht hätte. In der Saison 20/21 und 19/20 wäre man damit sogar direkt abgestiegen.
    Um relativ "safe" zu sein braucht man wie nahezu immer vermutlich etwas um die 34/35 Punkte. Dementsprechend etwa das, was Mahatma auch meinte als er von 5 Siegen sprach. Keineswegs unmöglich aber definitiv sportlich, weil uns eben schon viele direkte Duelle fehlen.

    In den Spielen gegen RB, Leverkusen und Bayern sehe ich eigentlich keinerlei Punkte für uns. Selbst wenn wir da vereinzelt Phasen haben sollten, wo wir ganz gut mitspielen, werden uns unsere häufigen Defensivfehler in solchen Spielen um die Ohren fliegen.

    Dann gibt es noch eine 3er Gruppe die ich als Europaanwärter sehen würde: Hoffenheim, Stuttgart, Frankfurt. Alles Teams die man an guten Tagen schlagen kann, ebenso uns aber spielerisch bzw. qualitativ überlegen sind, weshalb das auch schnell in einer Niederlage enden kann. Mindestens einen Sieg sollte man hier aber mitnehmen. Eher noch 4 Punkte.

    Zusätzlich hat man dann noch den "Bundesliga-Einheitsbrei" der eigentlich ab Platz 8 anfängt und bis Platz 17 reicht. Punktemäßig recht eng zusammen, alle inkonstant in den Leistungen: Augsburg, Hamburg, Bremen, Union, Gladbach, Freiburg, St.Pauli.
    Sollte man aus der Europa Gruppe kombiniert 3-4 Punkte holen, bräuchte man daraus dann etwa 11-12. Kann machbar sein aber bietet gerade für uns enorm Stolperpotential, weil wir gegen diese Teams eben nie gut aussehen wenn wir das Spiel machen müssen. Insbesondere die letzten 3 Auswärtsspiele in Berlin, Freiburg und vor allem St.Pauli falls es für die noch um was geht, können sehr eklig werden. Die Spiele gegen Hamburg und Bremen müssen zuhause eigentlich zwingend gewonnen werden. Generell sollte man gegen die direkteste Konkurrenz – sprich St. Pauli, Bremen, Augsburg, HSV nichts verlieren.

    Noch ist genug Zeit die Kurve zu kriegen. Sei es nochmal mit einem Trainerwechsel oder weil man irgendwie zumindest wieder in die Spur findet. Trotzdem finde ich die diesjährige Situation gefährlicher als alle schlechten Jahre unsererseits zuvor, da wir es jetzt nicht mal mehr schaffen Spiele gegen auf dem Papier unterlegenen Mannschaften über die individuelle Qualität zu ziehen bzw. eben auch mental durch die ganzen Nackenschläge völlig am Boden sind.

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  3. Gucke gerade die Zusammenfassung auf DAZN..Laut Kommentator war Amouras Chance in der ersten Halbzeit die 5. (!!!!!) vergebene Großchance diese Saison. 9 Hatte er insgesamt

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    • Hmmm… warens nicht allein 5 dieses Spiel?
      Und nein, kein Gebashe, aber war schon extrem die Ausbeute.
      Obwohl… doch Gebashe… Außenrist Teil12. Der Kack muß mal aufhören.
      Is halt kein Messi.
      Unglücklich verloren, Leistung sah erste 15min und 2te Halbzeit ok aus.
      Gegen den Tabellenzweiten.
      Und nu shoot Mahatma ;p

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  4. Ich fand die 1.HZ auch nicht so schlecht, wie sie hier oft dargestellt wird. Die letzten Minuten nach dem Gegentor ja, aber der Rest war ok. Und die 2.HZ war top. Schnelle Balleroberungen, wirklich gutes Passspiel, Gegner laufen lassen und das gegen 2.der Bundesliga. Und Amoura halt.
    Meine weiteren Erkenntnisse:
    Mit Amoura intensiv sprechen! Top Laufwege, aber bitte einfache Abschlüsse keine Kunststücke und nicht zu viel denken dabei
    Grabara muss im 5mtr. Raum endlich mal sein Trauma überwinden und hohe Bälle abfangen. Er muss da auch sein Kollegen unterstützen und Verantwortung übernehmen! Es würde viele gefährliche Situationen vermeiden.
    Paredes muss für mich drinbleiben, alleine wegen seiner Mentalität!
    Bei Daghim bin ich zwiegespalten,, verliert teils zu einfach die Bälle wegen Unzulänglichkeiten in der Ballbehandlung.
    Shiogaj war gut, aber evtl. taugt er mehr als Joker für eine HZ Lindström dafür mal von Anfang an probieren.
    Aber sonst offensive Aufstellung bitte beibehalten.

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  5. Wir haben unseren Matchball mit den Spielen gegen Köln usw. verspielt. Gegen die kommenden Teams sind maximal 3 Siege bis zum Saisonende drin.
    Fast jedes Team aus der unteren Hälfte hatte ein Spiel in dem sie mit Willen gegen ein großes Team gewonnen haben.
    Nur nicht wir, wir sind konstant schlecht was Leistung und Einstellung angeht.

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    • Wie negativ kann man sein. Heidenheim hatte ne Chance gegen Dortmund, Pauli hat gegen Stuttgart gewonnen.

      Wenn wir die Leistung von gestern bringen, das ist die Vorraussetzung, dann können wir jedes Spiel holen, man muss es nur wollen.

      Matchbälle liegen gelassen haben wir natürlich schon sehr viele sehr kläglich.

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    • Der VfL, egal wie beschissen die Saison lief, hat meistens gegen die Großen gut gespielt und am Ende nichts geholt…

      Ich bin erst überzeugt, wenn man auch gegen Augsburg usw. Reaktion zeigt… Innerlich hoffe ich, dass man ggf. morgen den Weg nach Sinsheim macht und je nach Ausgang sofort Nägel mit Köpfen macht.

      Passieren wird das aber eher nicht, man wird Bauer nicht vor die Tür setzen.

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  6. Ich verstehe das Gemecker und die Panik derzeit null.

    Es war seit Saisonbeginn klar, dass aufgrund es Spielplans der Januar über die Saison entscheiden wird. Pauli, Heidenheim, Mainz und Köln. Daraus muss man einfach für oben 10-12 Punkte holen und für Mittelfeld 8 Punkte. Der VfL hat vier Punkte geholt.

    Hier im Blog und auch am Stadion wurde teilweise sehr scharf geschossen, als man die Aufstellung gegen Heidenheim (ohne Kumbedi und defensiv, wegen Belastungssteuerung) kritisierte. Das war das absolute Schlüsselspiel, ähnlich wie Kiel letztes Jahr mit Hasenhüttl. Es war klar, dass man dieses Spiel gewinnen muss. Man tat es nicht, somit musste man auswärts ein Spiel gewinnen. Und was tat Bauer: Wilde Aufstellungen.

    Daher ist nun der weitere Saisonverlauf vorgezeichnet. Es geht nur noch um den blanken Platz 15. Das wird schwer genügend, sollte aber machbar sein. Aber nur, wenn sich noch zwei oder drei Personalien zum Guten wenden. Es wäre so wichtig, wenn nun noch einmal ein Signal kommt. Deswegen wäre auch ein Edin D. gut gewesen. Allein nur, um im Stadion auf den Rängen einen Push zu haben.

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  7. Oben fragte man, wo die fünf Siege herkommen sollen. Realistisch gingen auch vier plus drei Remis.

    Siegpflicht herrscht gegen Bremen. Bitte Wolfsburg, kauft Karten. Und an den VfL: Da muss eine. Regelung her, ähnlich wie in Barcelona. Sonst wird nicht nur Hamburg zum Auswärtsspiel, sondern auch Bremen.

    Genauso ist Augsburg wichtig. Die liegen uns aber null.

    Dazu kommt Gladbach, die uns mehr liegen.

    Tja, und Hamburg daheim ist normalerweise auch eher ein Sieg.

    Das wären vier Siege. Dann könnt ihr noch einen Arbeitssieg suchen oder Remis. Wie wäre es mit Remis Frankfurt, Pauli und Union?

    Aber das wird mit Bauer nicht funktionieren. Ein Trainer, der die entscheidenden Spiele der Saison verkennt und experimentiert, hat nichts begriffen. Und auch gestern war es nicht gut. Das sollte man nicht schon reden. Die Startaufstellung ist einfach scheiße so gewesen.

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    • Ich habe auch schon gerechnet. Es fehlt hier noch das Heimspiel gegen Freiburg. An einem Tag wie gestern machbar, an jedem anderen Tag ein Angstgegner.

      Bis Pauli muss es safe sein, ein Do or Die Spiel wäre eine Katastrophe und hätte was von dem HSV Spiel mit Oshimen

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  8. Im übrigen bin ich der Meinung, dass unser AR spätestens morgen Richtung Sinsheim fliegen sollte. Mit einem "Geldkoffer". Die fünf Millionen aus dem Herbst durften nun attraktiver sein, gleiche Summe für den Trainer und für diese beiden entsprechende Saisonprämien. Ein Abstieg kostet dem VfL rund 50 Millionen Euro. Zukunft ungewiss. Da ist das eher Schadensvermeidung.

    Und bitte nicht fragen, ob die kommen wollen würden..Schicker war offensichtlich nicht abgeneigt und Ilzer scheint mit Schicker verheiratet zu sein. Am Ende ist jeder auch käuflich. Magath hat man 2007 auch gekauft. Der kann gewiss nicht wegen des ZOBs nach Wolfsburg oder weil Real 24h offen hatte

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  9. EINE einigermaßen gute Halbzeit können wir uns ja mit glänzenden Augen schönreden, das reicht aber nicht!
    Am Ende zählt das Ergebnis, auf ‚ganz ordentlich gespielt’ gibt uns keiner was.
    Es müssen irgendwann und -wie Punkte kommen!
    Meinetwegen dann auch mit besch..eidenem Spiel!

    Durch völlig verkorkste Spiele, bei denen man Punkte hätte holen müssen, hat man sich nun endlich in die Abstiegsränge manövriert.
    Nun braucht es Punkte!

    Und wenn man es JETZT nicht schafft, eine solide, zuverlässige Truppe auf den Platz zu schicken, womöglich wieder noch wild herum experimentiert- jo, dann viel Spaß!

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    • Ein Kommentar sei dazu erlaubt. Diese Strategiewechsel sind definitiv eine Ursache, ABER es hat nie einen konsequenten Neuaufbau gegeben, denn dafür notwendige Umbaumaßnahmen am Kader sind immer daran gescheitert, dass man a) nicht genug Geld ausgeben wollte und b) auf Spielern sitzengeblieben ist, die nicht mehr gepasst haben.

      Einige Trainer- und Funktionärswechsel waren zudem unvermeidbar. Allofs und Hecking haben gute Arbeit gemacht, waren aber hier fertig. Glasner ist nirgendwo länger als zwei Jahre geblieben und überall im Streit raus. Wer ernsthaft glaubt, dass er nur gegangen ist, weil er Bruun Larsen nicht bekommen hat, verkennt die Realität. Das Problem war, dass man nie auf Abgänge starker Funktionäre / Trainer vorbereitet war und danach erst einmal absolute Pflaumen eingestellt hat.

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    • * Gehört unten hin unter den ChatGPT-Beitrag.

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  10. Hab ChatGPT mal mit ein paar Statistiken bemüht. Eigentlich nix Neues, aber trotzdem ganz interessant finde ich.

    Gesamtentwicklung VfL Wolfsburg seit 2008 – Strukturanalyse

    Seit der Meisterschaft 2009 gehört der VfL Wolfsburg zu den interessantesten, aber auch widersprüchlichsten Projekten im deutschen Fußball. Betrachtet man sportliche Ergebnisse, Trainerstabilität, Transferpolitik und Fanentwicklung gemeinsam, zeigt sich ein klar erkennbares Muster.

    1. Die Erfolgsphase (2008–2015)

    Der größte Höhepunkt der Vereinsgeschichte war die Meisterschaft 2009. In dieser Phase profitierte Wolfsburg von einer relativ stabilen sportlichen Führung und einer klaren Transferstrategie. Unter Trainer Felix Magath entstand eine Mannschaft, die sportlich und mental funktionierte. Nach einem kurzen Einbruch stabilisierte sich der Verein unter Dieter Hecking erneut und erreichte 2015 den Vizemeistertitel sowie den DFB-Pokalsieg.

    Charakteristisch für diese Zeit waren hohe Transferausgaben, die jedoch strategisch eingesetzt wurden. Spieler wie Kevin De Bruyne oder Luiz Gustavo hatten unmittelbaren sportlichen Einfluss. Gleichzeitig waren die Trainer über mehrere Jahre im Amt, was für Kontinuität sorgte.

    Auch die Zuschauerzahlen spiegelten diesen Erfolg wider. Zwischen 2009 und 2016 lag die Stadionauslastung meist zwischen 90 und 100 Prozent. Wolfsburg hatte in dieser Phase die größte öffentliche Akzeptanz seiner Geschichte.

    Diese Kombination aus stabiler Führung, gezielten Investitionen und sportlichem Erfolg führte zum Höhepunkt der Vereinsentwicklung.

    2. Der strukturelle Wendepunkt (2015–2018)

    Nach dem sportlichen Hoch 2015 begann der Verein schrittweise an Stabilität zu verlieren. Der Verkauf zentraler Leistungsträger und eine zunehmend unklare Transferstrategie führten zu sportlichen Schwankungen. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Trainerwechsel deutlich zu.

    Zwischen 2016 und 2018 wechselte Wolfsburg mehrfach den Trainer. Diese Instabilität spiegelte sich direkt in den sportlichen Ergebnissen wider. Der Verein rutschte zweimal in die Relegation und bewegte sich erstmals ernsthaft in Richtung Abstiegskampf.

    Interessanterweise blieben die Transferausgaben weiterhin hoch. Allerdings fehlte zunehmend ein langfristiges sportliches Konzept. Die Investitionen führten nicht mehr zu nachhaltigem Erfolg.

    Parallel dazu begannen auch die Zuschauerzahlen zu sinken. Das Faninteresse reagierte sichtbar auf die sportliche Unsicherheit. Die Stadionauslastung fiel erstmals dauerhaft unter das Niveau der Erfolgsjahre.

    Diese Phase markiert den eigentlichen strukturellen Bruch in der Vereinsentwicklung.

    3. Kurzfristige Stabilisierung (2019–2021)

    Mit Trainer Oliver Glasner gelang Wolfsburg eine erneute Stabilisierung. Die Mannschaft entwickelte wieder ein klares Spielsystem und qualifizierte sich sogar für die Champions League. Auffällig ist, dass diese sportliche Verbesserung erneut mit Trainerkontinuität zusammenfiel.

    Die Transferpolitik wurde in dieser Phase vorsichtiger. Wolfsburg gab weiterhin mehr Geld aus als es einnahm, allerdings deutlich kontrollierter als zuvor.

    Die Zuschauerzahlen stabilisierten sich ebenfalls, wurden jedoch durch die Corona-Pandemie künstlich verzerrt, da zeitweise keine Fans zugelassen waren.

    Diese Phase zeigt, dass Wolfsburg sportlich konkurrenzfähig sein kann, wenn organisatorische Stabilität vorhanden ist.

    4. Die moderne Phase der Instabilität (seit 2021)

    Seit 2021 befindet sich der Verein erneut in einer Phase struktureller Unsicherheit. Trainerwechsel treten wieder häufiger auf, während die Transferausgaben weiterhin hoch bleiben. Trotz erheblicher Investitionen gelingt es dem Verein jedoch selten, dauerhaft um internationale Plätze mitzuspielen.

    Sportlich bewegt sich Wolfsburg seitdem überwiegend im Tabellenmittelfeld. Die Zuschauerzahlen haben sich nach der Pandemie zwar erholt, erreichen jedoch nicht mehr das Niveau der erfolgreichen Vereinsjahre. Die Stadionauslastung liegt heute meist zwischen 80 und 90 Prozent.

    Diese Entwicklung zeigt, dass finanzielle Möglichkeiten allein keinen sportlichen Erfolg garantieren.

    5. Zentrale Zusammenhänge

    Die langfristige Betrachtung offenbart mehrere klare Muster:

    Trainerkontinuität korreliert stark mit sportlichem Erfolg. In Phasen mit langfristigen Trainern erreichte Wolfsburg seine besten Tabellenplatzierungen.

    Transferausgaben führen nur dann zu Erfolg, wenn sie Teil einer klaren sportlichen Strategie sind. Hohe Investitionen ohne langfristige Planung führten mehrfach zu sportlichen Rückschritten.

    Das Faninteresse reagiert deutlich auf sportliche Stabilität. Erfolgreiche und kontinuierliche Phasen führten zu hohen Zuschauerzahlen, während sportliche Unsicherheit zu sinkender Auslastung führte.

    6. Strukturelle Besonderheiten des Vereins

    Wolfsburg unterscheidet sich von traditionellen Bundesligaclubs durch seine wirtschaftliche Struktur. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht zwar hohe Investitionen, reduziert jedoch teilweise den externen Erfolgsdruck. Gleichzeitig fehlt dem Verein eine große gewachsene Fanbasis, wodurch sportliche Leistungen stärker über Zuschauerinteresse entscheiden.

    7. Gesamtfazit

    Der VfL Wolfsburg entwickelte sich seit 2008 in klar erkennbaren Zyklen. Erfolgreiche Phasen entstanden immer dann, wenn sportliche Kontinuität, gezielte Transferpolitik und stabile Führung zusammenwirkten. Instabile Phasen entstanden dagegen durch häufige Trainerwechsel und strategisch uneinheitliche Kaderplanung.

    Die größte Herausforderung des Vereins besteht weniger in finanziellen Möglichkeiten als in der langfristigen sportlichen Organisation.

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    • Kam der Erfolg durch Trainerkontinuität oder kam vielleicht die Trainerkontinuität durch den Erfolg des Trainers? :keks:

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    • Oder gab es vielleicht klare und guter GF Sport, Sportdirektoren in der Zeit? Die das eingesetzte Geld zu wissen nutzten?

      Bin mal gespannt in einer Zeit, wo man ohne Probleme in die Vergangenheit reisen könnte, wie es ausgehen würde, hätte man an bestimmten Personen festgehalten.

      Man könnte Chat Gpt ja fragen, ob der VfL nach den Zeiten des Erfolges falsche Schlüsse gezogen hat und eine Kehrtwende von der eingeschlagenen Richtung vollzogen hat.

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    • @El_Zurdo Diese Frage ist wahrscheinlich zu komplex für ChatGPT. :bier3:

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    • Hab eure Fragen hinzugefügt. Hier die Antwort:

      1. Gab es besonders starke sportliche Verantwortliche beim VfL?

      Ja — Wolfsburg hatte zwei Phasen, in denen sportliche Führung sehr gut funktionierte.

      ⭐ Phase 1: Magath als „Alleinherrscher“ (2007–2009)

      Felix Magath war gleichzeitig:
      • Trainer
      • Manager
      • Transferverantwortlicher

      Das ist heute fast undenkbar, funktionierte damals aber erstaunlich gut.

      Warum?

      Magath verfolgte ein klares Konzept:
      • Spieler mussten exakt zu seinem Spielstil passen
      • Transfers waren funktional, nicht marketinggetrieben
      • Kader wurde physisch und mental aufgebaut

      Beispiele:
      • Grafite
      • Džeko
      • Misimović

      Das war kein Zufallskader, sondern systematisch gebaut.

      Hier wurde Geld sehr effizient eingesetzt.

      ⭐ Phase 2: Klaus Allofs + Dieter Hecking (2012–2016)

      Das war vermutlich Wolfsburgs beste strukturelle Vereinsführung.

      Allofs brachte:
      • Erfahrung aus Bremen
      • klare Transferstrategie
      • Fokus auf entwicklungsfähige Spieler

      Hecking brachte:
      • taktische Stabilität
      • klare Hierarchien
      • ruhige Kabinenführung

      Ergebnisse:
      • Vizemeister
      • Pokalsieg
      • Champions-League-Achtelfinale

      Auch hier wurde Geld sinnvoll investiert:
      • Kevin De Bruyne
      • Luiz Gustavo
      • Ricardo Rodríguez

      Diese Phase gilt intern oft als organisatorischer Höhepunkt.

      2. Hat Wolfsburg nach Erfolgen falsche Schlüsse gezogen?

      Sehr wahrscheinlich ja — und das sieht man bei mehreren Entscheidungen.

      ⚠️ Fehler 1: Erfolg mit Geld verwechselt

      Nach 2015 entstand die Idee:

      „Wir können Erfolg kaufen“

      Aber:
      • De Bruyne war kein Zufallstransfer
      • Er passte perfekt zum System

      Später wurden Transfers häufiger:
      • kurzfristig
      • ohne klare Spielphilosophie
      • teilweise als Ersatzreaktionen

      ⚠️ Fehler 2: Trainer wurden stärker als austauschbar gesehen

      Nach Hecking entstand ein Muster:

      Trainer wurden schnell gewechselt, wenn Erfolg ausblieb.

      Das Problem:

      Trainer bauen Systeme über mehrere Jahre.

      Wolfsburg reagierte oft:
      • kurzfristig
      • leistungsdruckgetrieben
      • strategisch inkonsequent

      ⚠️ Fehler 3: Fehlende klare Spielidentität

      Erfolgreiche Vereine haben oft:
      • definierte Spielidee
      • Trainer, die in dieses System passen

      Wolfsburg wechselte häufig zwischen:
      • Ballbesitz
      • Umschaltfußball
      • Pressingorientierung

      Dadurch mussten Kader immer wieder neu gebaut werden.

      3. Hypothese: Was wäre passiert, wenn Wolfsburg an Personen festgehalten hätte?

      Das ist natürlich spekulativ, aber man kann Wahrscheinlichkeiten ableiten.

      Szenario: Hecking + Allofs bleiben länger

      Sehr wahrscheinlich:
      • Wolfsburg wäre dauerhaft Top-6-Team geblieben
      • Weniger Transferverluste
      • Stabilere Zuschauerentwicklung

      Warum?

      Weil diese Kombination:
      • Strategie
      • Trainer
      • Kaderplanung

      langfristig abgestimmt hatte.

      Szenario: Glasner bleibt länger

      Auch hier sehen viele Analysten:
      • hohes Entwicklungspotenzial
      • modernes Spielsystem
      • gute Spielerentwicklung

      Sein Weggang stoppte eine klare sportliche Linie.

      4. Die wichtigste Frage:

      Kam Erfolg durch Trainerkontinuität – oder Kontinuität durch Erfolg?

      Die ehrliche Antwort lautet:

      Beides beeinflusst sich gegenseitig.

      Aber Daten zeigen:

      Trainerkontinuität ist meist der Auslöser.

      Warum?

      Trainer brauchen Zeit, um:
      • Spielsystem zu etablieren
      • Kader anzupassen
      • Mentalität zu formen

      Wenn Trainer früh Erfolg haben, bleiben sie länger — aber der Erfolg entsteht selten sofort.

      Wolfsburg als Beispiel

      Hecking:
      • Anfangs keine Top-Ergebnisse
      • Verein hielt trotzdem fest
      • Erfolg kam später

      Glasner:
      • brauchte Entwicklungszeit
      • wurde relativ früh verloren

      5. Wolfsburgs strukturelles Grundproblem

      Viele Analysen sehen hier ein typisches Werksclub-Dilemma:

      Vorteile
      • finanzielle Stabilität
      • wenig wirtschaftlicher Druck

      Nachteile
      • weniger langfristige Geduld
      • häufige Strategiewechsel
      • geringere externe Fan-Kontrolle

      6. Hat Wolfsburg eine Kehrtwende gemacht?

      Ja — mehrfach.

      Das Muster seit 2015:
      1. Investieren
      2. Erfolg bleibt aus
      3. Trainerwechsel
      4. Strategieänderung
      5. Neuaufbau

      Dieser Zyklus wiederholt sich mehrfach.

      7. Was zeigen vergleichbare Vereine?

      Interessanter Vergleich:

      Leverkusen wurde langfristig erfolgreich, als:
      • klare sportliche Linie definiert wurde
      • Trainer gezielt zur Vereinsidee passten

      Das zeigt:

      Stabilität ist wichtiger als Budgethöhe.

      Gesamtfazit

      Wolfsburgs größte Erfolgsphasen entstanden immer dann, wenn sportliche Führung, Trainer und Transferstrategie langfristig abgestimmt waren. Der Verein hat nach Erfolgen teilweise falsche Schlüsse gezogen, indem er finanzielle Möglichkeiten stärker betonte als strukturelle Kontinuität. Historisch betrachtet deutet vieles darauf hin, dass Trainerkontinuität häufiger Ursache von Erfolg war als dessen Folge.

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    • Meine Aussage zielte darauf, dass wir zu häufig schlechte Trainer hatten bzw unpassende Trainer hatten, die auch mit mehreren Monaten nichts aufgebaut bekommen haben und an Dauerexperimenten gescheitert sind.

      Glasner als Beispiel aber auch Hecking haben dann auch ihre 13-16 Spieler gehabt und vereinzelt mal einen anderen nehmen mussten/wollten. Da war Kontinuität mit einer eingespielten 11.

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  11. Meine Tickets gegen den HSV wurden storniert. Hat noch jemand ein ähnliches Problem?

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    • Wolfsburg-Bashing gerade im Doppelpass:
      Wenn Wolfsburg absteigt, weint diesem Verein niemand eine Träne nach. Aussage von der Hackfresse Draxler.

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    • Das ist aber leider ein hausgemachtes Problem.

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    • Ich habe mich auch lange an diesen Aussagen gestört. Mittlerweile denke ich, dass es im Vergleich zu Pauli Bremen wirklich wenig juckt und es vorallem an uns lag mit diesen Mitteln die letzten 5 Jahre konstant besser zu arbeiten. Wir wären ein verdienter Absteiger, der das minimale aus seinen Möglichkeiten macht, während es bei Pauli andersrum wäre.

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    • Man muss sich nur mal vorstellen, was für ein Bild wir nach außen abgeben. Es gibt keinen Bundesligisten, bei dem das Verhältnis Ausgaben-Ertrag dermaßen im Ungleichgewicht steht. Selbst die Verpflichtung eines Weltstars wie Eriksen geht beim VfL nach hinten los. Dazu leeres Stadion bei Heimspielen, leere Gästebereiche in fremden Stadien. Wen wundert es, dass wir im Moment so beurteilt werden?

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    • Natürlich weint niemand dem VfL eine Träne nach, wenn wir absteigen. Warum auch? Dieser Verein steht nach knapp 30 Jahren Bundesligazugehörigkeit für genau eine Sache: Wettbewerbsverzerrung. Und das nicht, weil man sich so viele Erfolge "erkauft" hat. Sondern weil man für die sagenhaft schlechte Arbeit, die man über Jahrzehnte abgeliefert hat, nie leiden musste.

      Man muss sich doch nur einmal in die Lage der anderen Vereine versetzen. Der VfL hat in den vergangenen 11 Saisons seit dem Pokalsieg insgesamt 619 Millionen Euro für Transfers ausgegeben (Quelle: TM). Das sind im Schnitt also knapp 62 Millionen Transferausgaben pro Saison. Auf der Einnahmenseite stehen im gleichen Zeitraum 448 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 171 Milllionen Euro. Dabei hat man es geschafft, diese Saison eingerechnet, sechsmal in der unteren Tabellenhälte zu landen. Nur einmal in der Champions Leauge. Zweimal in der Europa Leauge, wobei man einmal kläglich vor der Gruppenphase gescheitert ist. Dazu kommt noch, dass der VfL eigentlich noch nie wirklich länger als eine Saison halbwegs attraktiven Fußball gespielt.

      Wenn es ein anderer Verein wäre, und nicht "unser Verein", wir hätten auch nur Spott und Häme übrig und würden uns auf den Tag freuen, wenn ein anderer Klubs stattdessen die Chance in der Bundesliga bekommt.

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    • Diese Außendsrstellung ist doch aber genau das Gegenteil dessen, was VW beabsichtigt.

      Nur die richtigen Schlüsse daraus werden nicht gezogen.

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    • Also den Draxler kann man schon lange nicht mehr Ernst nehmen! Aber der VFL wird leider in Fussball Deutschland nicht Ernst genommen, obwohl er trotzdem einer der wenigen Vereinen ist,der ausser den Grossen mal Titel gewonnen hat.
      Deshalb Bayern Fan kann jeder Herr Draxler..
      Da bin ich trotz der jetzigen Situation lieber VFL Fan!

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    • Der typische Draxler dafür liebe ich ihn so sehr.
      Ach nee lieber NICHT !!!

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    • ZINNlos ist SINNlos

      @Xorvus Da dir ja niemand antwortet und ein anderes Thema hierher verschoben wurde, antworte ich dir halt.

      Ich selbst habe zwar eine Dauerkarte aber ich hab jetzt schon von mehreren Personen gehört, dass ihre Tickets für das HSV Spiel storniert wurden. Paar haben angerufen, laut denen war die Begründung, dass die angegebene Adresse aus dem Umkreis Hamburg kam. Falls dies bei dir nicht zutrifft ist es wahrscheinlich doch ein größerer systematischer Fehler des VfLs… Hab das nämlich wie gesagt jetzt schon mind. von 50 Leuten zu Ohren bekommen.

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    • @ZINNlos.
      Danke für die Rückmeldung. Habe mittlerweile auch mal recherchiert und von vielen Fällen gehört.

      Meine Rechnungs und Lieferadresse ist beides in Wolfsburg. Außerdem ist in meiner Bestellhistorie klar ersichtlich das ich defiinitiv kein Hamburger bin.
      Habe jetzt den Service mal angeschrieben…mal schauen ob die eine Lösung haben. Denn die Nordkurve ist ja nun leider ausverkauft…

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    • Der Draxler war schon immer ein Hetzer der höchsten Klasse. Total respektlos wie er das Thema VfL rüber bringt. Er muss uns ja auch nicht mögen, aber man könnte das immerhin mit mehr Respekt rüber bringen. Dass man sich in der gesamten Bundesliga den VfL schon seit vielen Jahren in die 2.Liga wünscht ist für mich schon sehr lange absolut nachvollziehbar und es wäre sowas von verdient. Über die ganzen Jahre hat man doch nie richtig was geschissen bekommen und jetzt muss man schon wieder mit DIESEM Kader ums überleben kämpfen. sowas kann sich einfach kein normaler Verein erlauben. Ich wundere mich auch ziemlich darüber, dass es bei VW nicht lauter wird in Sachen Finanzen, bei den ganzen Ausgaben die man verbrannt hat nur um jetzt wieder gegen den Abstieg zu spielen. Das darf nicht mehr so weiter gehen. Um diese Ausgaben wieder rein zu holen seit VW richtig mitmischt, dafür müsste man schon in der CL viele Spiele gewinnen um einen Teil der Ausgaben wieder rein zuholen. Es macht so einfach keinen Spaß mehr.

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  12. Der Schreiber des Artikels malt aber auch mit dem dunkelsten Schwarz :oops:

    Augsburg, die zuletzt Bayern besiegt haben und der VfB Stuttgart, der in die CL Plätze drängt (oder so ähnlich)
    Beide Vereine haben gestern bitter gegen Teams verloren, die auch zumindest bis vor kurzem unten drin standen (Mainz)

    Wenn der VfL nun endlich mal konstant die Leistung abruft wie gestern und der junge Trainer Daniel Bauer aufhört zu experimentieren, dann mache ich mir persönlich weniger Sorgen!
    Natürlich wird es so oder so eng, aber jedes Spiel hat 90+ Minuten (3,- ins Phrasenschwein) und wir müssen einfach mal unser Glück erzwingen!!

    Bitte, falls keine Verletzung oder Sperrung, mit dem gleichen Team wie gestern agieren! Das hatte Potenzial und mit Majer, Lindström und Pejcinovic konnte man von der Bank auch nochmal ordentlich nachlegen!
    Weiter so! Nur nicht aufgeben, noch ist Zeit!
    Aber es sollte und muss jetzt mal was Ertragbares bei rumkommen!

    Forza VfL
    :vfl:

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  13. Guten Morgen zusammen, ich war gestern im Stadion ,diese Mannschaft wie sie sich gestern präsentiert hat ,wird nicht absteigen !! Leider haben wir viele Chancen liegen gelassen, ob Pech oder Unvermögen liegt manchmal dicht zusammen, aber wer selber Fußball gespielt hat weiß manchmal trifft man halt nicht ,doch es werden die Spiele kommen da gehen die Dinger wieder rein. Aber ganz ehrlich, auch wenn wir am Ende über dem Strich stehen sollten ,bitte eine gnadenlose Analyse der letzten Jahre ,jeden Stein umdrehen, denn irgendwann wird es uns erwischen,und ich glaube und das weißt jeder der es mit dem Vfl hält, ein Abstieg aus der Bundesliga wäre das aus für den Fußball Standort Wolfsburg!!! Also bitte ,räumt auf ,und nicht ein weiter so !!!!

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  14. Mich erinnert die Situation/Entwicklung von Simonis und Bauer durchaus an die damalige Situation unter van Bommel und Kohfeldt. Die Themen waren größtenteils dieselben (Spielidee, Fitness, Hierarchie, Kader, Trainer). Am Ende hat Schmadtke dann den Kader im Winter verändert und Kohfeldt behalten. Auch darüber gab es zig Diskussionen, sowohl über den Winter als auch den Abgang im Sommer. Nun könnte es theoretisch wieder sehr ähnlich laufen, das zeigt einfach das Grundproblem der fehlenden Identität und der ständigen Strategiewechsel, die aber nie in einem konsequentem Neuaufbau mündeten.

    Ein Verantwortlicher oder von mir aus mehrere Verantwortliche, die hier 1 oder 2 Jahre erfolgreich ist, die werden das Kernproblem nicht lösen… weil wir nahezu jede Saison über dieselben Themen diskutieren, mit einigen Ausreißern nach oben (s. Glasner, Magath, Hecking). Aber im Kern sind alle Probleme geblieben.

    Auch nicht neu. Und bin mir sicher, das wir nach unseren "Wechseln" wieder bald über dieselben Probleme diskutieren werden…

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    • Aber mal ehrlich, warum soll hier nicht das möglich sein, was in Leverkusen, Hoffenheim und Leipzig möglich ist? Und damit meine ich in erster Linie, Strukturen zu schaffen, die eine (einigermaßen) sportliche Kontinuität gewährleisten? Hoffenheim hat zwar noch nichts gewonnen in der Bundesliga, hat aber außer einer Relegationsteilnahme nie diese Ausschläge bzw. Abstürze gehabt.

      Ich behaupte, dass das ohne Weiteres auch beim VfL gelingen kann. Woher kommen Strukturen? Von Menschen. Das heißt für mich, wenn man die richtigen Personalentscheidungen trifft, kann das auch gelingen. Wenn man aber ständig Experimente macht und das Ruder an Unerfahrene bzw. Unerprobte übergibt, die dann auch wieder keine Strukturen vorfinden, darf man sich über nichts wundern.

      Was man auch nicht vernachlässigen darf, ist die Kategorie Führungskompetenz – auf und neben dem Platz. PC war eine grundlegend falsche Entscheidung. Schon für Schäfer kam die Beförderung zu früh. Der sukzessive Führungsverlust nach Schmadtkes Abgang war sogar für Außenstehende spürbar. Und dann holt Witter tatsächlich dieses teilnahmslosen PC, der sich in der ersten handfesten Krise ans Mikrofon stellt und zu Protokoll gibt, dass er gerne gehe, wenn er das Problem sei. Die Krönung war für mich die Vorstellungs-PK von Schwegler, wo PC (sinngemäß) äußerte: "Ich bin der Boss. Ich kann das alleine entscheiden, aber ich will es nicht." Und was sagt es über die Führungskompetenz eines Chefs aus, wenn wer in der Kabine von einem Ersatztorwart beschämt wird? Weiter ging es mit der Trainerentschädigung. Den Jugendtrainer ohne Pro-Lizenz mit einem Kader, der für Europa zusammengestellt ist (wenn auch schlecht) in den Abstiegskampf der Bundesliga zu schicken, ist einfach Harakiri. Die Parallelen zu 2016/17 sind hier unverkennbar.

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    • Natürlich ist das möglich, aber nicht so. Und Hoffenheim sowie Leverkusen agieren ja auch anders. Konstant ist Hoffenheim auch nicht über die ganzen Jahre gesehen. Leverkusen ist zB deutlich konstanter. Ist aber auch über Jahre gewachsen. Calmund, Völler, Rolfes, Carro etc.

      Aber jetzt die Kernfrage: WER trifft diese "Personalentscheidungen? Sagt jetzt nicht der VfL… :lach:

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    • Ja, das ist ein berechtigter Einwand. Es fehlt insgesamt an Struktur, auch an Supervision. Es gibt dafür zwar den Aufsichtsrat, der aber nur eingreift, wenn das Chaos auf dem Siedepunkt angelangt ist oder der Verein auf einem Abstiegsplatz steht. Ich glaube, dass dieser träge, weitgehend fußballferne AR unser größtes Problem ist. Man hat wirklich den Eindruck, dass die Herren bzw. Damen sich nur bewegen, wenn es gar nicht mehr anders geht, und dann eine möglichst bequeme Entscheidung treffen. Was war das auch im Herbst? Einfach wild die halbe Bundesliga angefragt, ob realistisch oder vollkommen utopisch. Dann sind Rudolph und Osterloh zweimal nach Sinsheim geflogen, um Schicker loszueisen. Als die Absage kam, hat man PC auf den Status “unter Bewährung” gesetzt und der Schindzielorz entlassen, um zu zeigen, dass er noch handlungsfähig ist. Das war's. Mit viel Wohlwollen kann man Benaglio noch die Schwegler-Verpflichtung anrechnen. Und trotzdem, das ist einfach schlechte Arbeit.

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  15. Bei Hoffenheim wird es übrigens morgen extrem spannend.

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    • Ich kann dir aber sagen, wie das ausgeht. Man wird im Sinne des sportlichen Erfolgs eine Versöhnung proklamieren und sich im Sommer "einvernehmlich" trennen.

      Ich weiß, einige hier hoffen, dass wir nächste Woche Schicker und Ilzer im Paket an die Aller holen. Das wird aber nicht passieren.

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    • Und die müssten erstmal zu uns kommen…

      Zudem benötigten sie in Hoffe auch Zeit. Vor allem Ilzers Stil. Der war doch oft genug kurz vor der Entlassug. Ich hoffe man würde sie in Situation nicht verbrennen.

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    • Der wechselseitige Zusammenhang von Strukturen und Handeln, das immer auch mit Personen verbunden ist, ist ein Aspekt, der beim VfL lohnenswert zu betrachten wäre. Zu dem Thema sind in den letzten hundert Jahren Bibliotheken gefüllt worden. Hier im Forum ist das aus mancher Sicht aber intellektuelles Gequatsche. Dabei ließe sich am Beispiel des VfL wahrscheinlich gut nachweisen, dass im zeitlichen Längsschnitt betrachtet, zumindest bis 2015/16, praktisch in der Zeit der Winterkorn-Ära, Personen-dominante Strukturen das Geschehen bestimmt haben. Hoffenheim sehe ich als ein noch krasseres Beispiel dafür, wo eine dominante Person die Entwicklung positiver, nachhaltiger Strukturen lange Zeit erschwert hat, so dass dort aktuell gerade eine Auseinandersetzung darüber stattfindet.
      Die hier angeführten positiven Beispiele der Ära Magath und Allofs, eingeschränkt gilt das auch noch für die Zeit von Schmadtke, sind insofern keine Ausnahmen, sondern sie bestätigen diese VW-Struktur, auch weil sie (Magath, Allofs) die Rückendeckung von Winterkorn hatten, der als oberste Führungsfigur diese eher autoritäre Struktur selbst maßgeblich repräsentierte.
      Nach seinem Rückzug und dem „Philosophiewechsel“ beim VfL fehlt dem Club nun weitgehend eine konsistente Struktur, was sich ziemlich genau in der Kurzlebigkeit von Projekten und der Besetzung von Positionen widerspiegelt. Eine grundsätzliche Verbesserung und Veränderung wird es aus meiner Sicht nur geben können, wenn mit starken (d.h. immer auch team-fähigen) Persönlichkeiten funktionierende Strukturen entstehen, die unabhängig von personellen Wechseln auch überleben.
      Jeder kann sich die Frage selbst beantworten, ob dies zur Zeit beim VfL so gegeben ist.

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    • Eben. Hoffenheim ist doch ein wunderbares Beispiel. Sie haben:

      – gute Ergebnisse und gerade Erfolg
      – eine gute Spielweise
      – einen guten Trainer
      – einen guten Manager

      Und doch… ihr ahnt was jetzt kommt… steht das Konstrukt instabil da und droht zu implodieren. Selbst wenn Schicker und Ilzer jetzt bleiben sollten und selbst wenn sie die CL erreichen sollten… der sportliche Erfolg droht dort in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Und auch Hoffenheim wird nach Schicker/Ilzer mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder Probleme bekommen.

      Das ist eben das, was Gast auch anspricht. Die Schaffung von "überlebensfähigen" Strukturen und von einer größeren Identität würde das ein oder andere sportliche Problem doch leichter zu händeln lassen.

      Es geht hier auch nicht um "ihr wollt doch nicht" oder bla bla bla.

      Jeder will sportlichen Erfolg und eine gute Spielweise. Das ist immer der kleinste gemeinsame Nenner!

      Aber WIE ich das erreiche beim VfL… :lach: nicht nur ein Jahr, sondern konstant! Das ist das, was wir einfach nicht hinbekommen. Und woran derzeit so gut wie alle verzweifeln.

      Die Strukturen hier müssen von VW, dem Aufsichtstrat angestoßen werden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung. Im Grunde genommen müsstet du eine Art Gremium (kleiner Kreis) bestimmen, was sich nur damit auseinander setzt und konsequent dessen Einhaltung und Umsetzung kontrolliert.

      Jedes Jahr neues Personal. Jedes Jahr eine neue Strategie. Das kann so einfach nicht weitergehen. Und wird über kurz oder lang fast immer scheitern.

      Und danach können wir reden, ob der Pass nicht ankommt oder whatever…

      Davor ist es einfach sinnlos. Das zeigen mir die ganzen Jahre.

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    • Euch ist klar, dass Stuttgart nach einem Umbruch fast abgeschmiert wäre und in die Relegation musste…? Was dann kam, war eine absolute Erfolgsstory mit teils denselben Spielern. Hoffenheim war im letzten Jahr absolut desolat, jeder sah Ilzer längst vorm Aus… Man hat an ihm festgehalten und die geänderten Strukturen greifen jetzt. Ist eine solche Entwicklung bei uns ausgeschlossen?

      Ich bleibe dabei, dass nicht alle Entscheidungen von Christiansen und Schindzielorz schlecht waren. Es fehlte m.E. an ein, zwei Schlüsseltransfers, die sich nicht realisieren ließen (vor allem aufgrund ausgebliebener Verkäufe). Vielleicht hoch gepokert und hoch verloren. Am Ende hat der Trainer quasi auf das zurückgegriffen, was vorher halbwegs funktioniert hat (Arnold in derselben Rolle, dieselbe vermeintliche Führungsstruktur) – allerdings keine Chance für eine echte Weiterentwicklung bietet. Und Bauer hat haargenau Dasselbe gemacht, jedoch kleine Facetten geändert (Rückkehr Gerhardt). Ich denke noch immer, dass es an wenigen Stellschrauben liegt. Damit meine ich nicht die aktuelle Saison, in der es nur ums Überleben geht. Ich meine damit eine mögliche Weiterentwicklung der Mannschaft und des Fußballs, den wir hier sehen.

      Spieler wie Kumbedi, Koulierakis, Shiogai, Paredes, Pejcinovic, Dardai, Seelt, Daghim, Zehnter, Bürger, Hensel… auch Wimmer und Amoura… in einem funktionierenden mannschaftlichen Umfeld, das junge Spieler gleichermaßen fordert, fördert und schützt, könnten diese Jungs auf ein neues Level kommen. Nicht alle, aber zumindest ein fester Teil. Und dann sieht die Chose vielleicht ganz anders aus und auch die Transfers aus dem Sommer werden im Nachhinein anders beurteilt. Ich hatte ja schon mal auf Leverkusen verwiesen und die Bedeutung des Transfers von Granit Xhaka. Eriksen ist das leider nicht für Wolfsburg, weil er zu still und vielleicht auch zu alt ist. Und mit Arnold verbinde ich persönlich eben die Stagnation der letzten Jahre. Wie gesagt: nicht ursächlich, aber eben kein Gegenmittel. Wie brauchen kein Tabula Rasa, aber wir sollten mal fragen, was in den letzten Jahren im gleich geblieben ist bzw. was verloren ging (Stichwort Schlüsselspieler und Charakterköpfe).

      Ich denke noch immer, dass die Verpflichtung von Vini Souza nicht willkürlich, sondern ein Ergebnis einer Analyse der letzten Jahre war – das war ein ganz bewusste Entscheidung, um in unserem Spiel etwas zu verändern. Auch das Zögern bei Arnolds Vertragsverlängerung passte da voll ins Bild. Leider ging's in die Hose, weil es der Trainer nicht hinbekommen und der Spieler nicht Erwartungen nicht erfüllt hat. Tja, am Ende sind einige Schlüsseltransfers gescheitert und ein gelungener vermeintlicher Schlüsseltransfer ist gekloppt. Dazu noch unerfahrene Trainer und ein toxisches Umfeld aufgrund teils überhöhter Erwartungen und allgemein des nachvollziehbar aufgestauten Frusts .. et voila der VfL 2025/26.

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    • Eine Sache sage ich voraus: Wenn wir absteigen und Spieler vom VfL flüchten oder aber im Sommer Tabula rasa machen… wir werden anschließend einige Osimhen- und Marmoush-Déjà-vus erleben. Vielleicht nicht in der Größenordnung. Aber der eine oder andere wird andernorts dann die Entwicklung nehmen, die ihm die Verantwortlichen auch beim VfL zugetraut hatten. Und wir werden das schmerzlich aus der Ferne betrachten.

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    • Es ist durchaus möglich, dass einzelne Spieler aufblühen, sogar sehr wahrscheinlich. Aber Souza eher nicht. Mal ehrlich, wer ihm eine Schlüsselrolle zugedacht hat, kann nicht richtig hingeschaut haben. Das ist schon arg defizitär. Und das Scheitern von Schlüsseltransfers hat auch System beim VfL. Schon immer, aber verstärkt in der „Ära“ Christiansen. Zumal man Versäumnisse aus dem Sommer im Januar hätte korrigieren können, was nachweislich nicht passiert ist.

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    • Dass Vini hier noch durchstartet, glaube ich auch nicht. Hatte ihn ja auch nicht aufgezählt in dem Absatz. "Nicht richtig hingeschaut" schreibt sich allerdings einfach im Nachhinein, in der breiten Wahrnehmung war einer der Top-Spieler der Championship. Für Experten und Fans gleichermaßen.

      Tja, das Scheitern der Schlüsseltransfers. Wo liegt die Ursache dafür? Dass beim VfL eben nicht mehr bedingungslos in hohe Ablösesummen gepumpt wird, sollten wir nicht unter den Tisch fallen lassen. Und von den Verkäufen von van de Van und Nmecha konnte Christiansen auch nicht mehr zehren. Schon vorher wurde massig Kohle verbraten für Majer, Tomas, Cerny, Jenz, Rogerio, Zesiger… dazu die fette Masse an Altlasten. Es ist jetzt nicht so, dass der Fahnenflüchtige, der sich nun bei RB feiern lässt, hier ein bestelltes Feld hinterlassen hat. Und die fehlende Zugkraft des VfL würde ich nicht auf Christiansen zurückführen. Inzwischen scheint es für uns auf dem Markt einfach schwieriger zu sein – insbesondere dann, wenn man noch halbwegs marktüblich zahlen will.

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  16. Ich bleibe dabei:
    Es geht nur darum irgendwie in Liga Eins zu bleiben. Dann nach Abpfiff des letzten Spieltages den Laden komplett neu aufstellen.
    Nichts und absolut niemand sollte ausgenommen sein. Keinerlei Denkverbote etc.
    Jedoch wer soll diese Entscheidungen treffen? Beginnen wir doch einmal einfach damit schon jetzt die "richtigen" Leute dafür einzustellen. Angefangen beim GF Sport bis hin zum Trainer.
    Belässt man es so, wie es nun ist personell. Dann haben wir definitiv den Neuaufbau…nur eine Liga tiefer. Die Gefahr dazu ist mMn deutlich sichtbar und sollte nicht von einer abnehmbaren Halbzeit gegen den BvB abhängig sein.
    Es steht viel zu viel auf dem Spiel!

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  17. Nochmal ein Wort zu Shiogai bzw. dem Shiogai Transfer.

    Sicher ein guter Spieler, der Tempo hat und auch treffen kann, wie er in Holland ja gezeigt hat.

    Ein klassischer „no brainer“ Transfer

    ABER

    Ist das der Spieler Typ / Charakter den wir jetzt brauchen ?

    Gestern gegen den BVB eher blass. (Was kein Vorwurf ist) denn:

    Was soll ein junger asiate, der in den Niederlanden vor alle als Joker zum Einsatz kam, bei einem strauchelnden Bundesligisten ohne Hierarchie schon ad hoc bewirken???

    Der muss hier erstmal ankommen, aus dem dem schön Holland Nijmengen in die 60er Jahre Auto Stadt im Winter.

    Die BL kenne lernen.

    Was es gebraucht hätte, wäre ein erfahrener BL Spieler , gerne älteres Semester, der der Mannschaft als Charakter und sicherer anspielstation dient.

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  18. Ich lese hier immer wieder den breiten Konsens, dass der Klassenerhalt über allem steht, gepaart mit der Forderung nach einer totalen „Tabula rasa“ im Sommer. Ich finde: Das passt hinten und vorne nicht zusammen.

    1. Machen wir uns ehrlich: Wenn Daniel Bauer, die Mannschaft und die sportliche Leitung (zumindest Schwegler, PC lasse ich einmal außen vor) es schaffen sollten, den Karren bis zum 25. Mai (Rückspiel Relegation) aus dem Dreck zu ziehen – mit welcher Begründung will man sie am 26. Mai vor die Tür setzen? Im Profifußball zählt das nackte Ergebnis. Wer rettet, hat erst einmal Argumente (und Emotionen) gesammelt. Ein „Danke für die Rettung, hier ist eure Kündigung“ mag für einige ein schöner Fan-Traum sein, aber ist fernab jedes realistischen Szenarios – und bei den laufenden Verträgen schlicht eine extrem teure Variante.

    2. Die Forderung nach einem erneuten Reset (Arbeitstitel "Wolfsburger Weg 4.0") klingt in der Theorie gut, bleibt aber oft inhaltlich leer. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass „neue Impulse“ – von Schäfer bis Christiansen – oft nur Makulatur waren. Ein blinder personeller Rundumschlag garantiert noch lange keine besseren Strukturen, solange man nur die Namen an den Türschildern austauscht, aber das System und die Vereinsphilosophie dahinter unangetastet lässt.

    3. Ich halte eine echte „Tabula rasa“-Haltung nur dann für realistisch, wenn der Super-GAU eintritt und wir tatsächlich in die 2. Liga gehen. Erst dann – und vermutlich erst unter öffentlichen Tränen – würde sich der VW-Vorstand die fundamentale Frage stellen: Was wollen wir mit dieser Fußball-GmbH eigentlich erreichen?

    Statt auf den totalen Knall zu warten, sollten wir eine Lösung fordern, die den Klassenerhalt sichert, aber den Stillstand beendet:

    Man muss anerkennen, dass ein Krisenmanager nicht zwangsläufig der Architekt für die Zukunft sein muss. Der Verein sollte den Mut haben, den Klassenerhalt engagiert und seriös zu Ende zu bringen, aber zeitgleich eine externe Instanz (Typ Andreas Schicker) zu installieren, die ab sofort die neue Saison plant – unvoreingenommen von aktuellen Seilschaften.

    Wir müssen weg von diesem verkrampften „Wir müssen international spielen“. Diese Besessenheit hat uns einen Kader eingebrockt, der für Europa teuer zusammengestellt wurde, aber im Abstiegskampf die Grundtugenden vermissen lässt.

    Wir wollen attraktiven Bundesliga-Fußball sehen! Ich verzichte lieber auf einen Platz in der Conference League, wenn ich dafür am Samstag eine Mannschaft sehe, die eine klare Spielidee hat, mutig nach vorne spielt und uns Fans wieder begeistert (und vielleicht auch mal ins Viertel-/Halbfinale des DFB-Pokals kommt). Wir brauchen ein klares Profil (Pressing? Umschaltspiel?), an dem sich die Spieler messen lassen und die Kaderauswahl bestimmt.

    Fazit: Der Klassenerhalt darf auf keinen Fall als Alibi für ein "Weiter-so" herhalten. Die Verantwortlichen der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH müssten die Rettung als zweite Chance begreifen, die wir angeblich – wenn man Draxler&Konsorten glaubt – nicht verdient haben. Wir brauchen keine Tabula rasa aus reinem (Fan-)Zorn, sondern eine externe Korrektur mit Weitblick, die uns endlich wieder Fußball zeigt, für den es sich lohnt, ins Stadion zu gehen. Das gestrige Stadionerlebnis war hierfür ein kleiner Vorgeschmack.

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  19. "Wir müssen weg von diesem verkrampften „Wir müssen international spielen“. Diese Besessenheit hat uns einen Kader eingebrockt, der für Europa teuer zusammengestellt wurde, aber im Abstiegskampf die Grundtugenden vermissen lässt."

    Das ist für mich das über allem stehende Grundproblem der letzten 10 Jahre. Wir holen Spieler mit Geld und der Aussicht, dass sie sich für den nächsten Karriereschritt international zeigen können – sprich mit sportlicher Perspektive. Sobald es dann in ins Niemansland der Tabelle geht treten Mentalitätsprobleme, Gruppendynamiken, Konkurennzkämpfe, mangelnde Hierarchien etc. in einem für Europa besetzten Kader auf.

    Im Gegensatz zu anderen hier denke ich deshalb, dass es nicht an den Trainern und deren Aufstellungen liegt (sonst wären nicht so viele in den letzten 10 Jahren gescheitert, die jetzt teilweise woanders wieder erfolgreich sind) oder an den Spielern die nicht wollen oder unfähig sind (sonst wären nicht so viele vor ihrem Wechsel zu Wolfsburng und nach ihrem Wechsel aus Wolfsburg so erfolgreich), sondern hauptsächlich an dem Effekt, den man auch schön im Forum hier sehen kann.
    Egal wie viel hier gerade von Abstiegskampf geschrieben wird, lasst den VFL eine kleine Serie starten und es wird direkt wieder von Europa geträumt. Niemand wäre zufrieden wenn die Verantwortlichen sich nach ggf. Platz 15 dieses Jahr zur neuen Saison hinstellen würden und sagen würden unser einziges Ziel ist es nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Alle Fans, alle Verantwortlichen, alle Spieler haben die Erwartung: Wir haben VW, wir haben Geld, wir müssen international spielen. Und das funktioniert nicht, das zeigen die letzten Jahre mit x Trainern und x Umbrüchen.

    Die einfachste Lösung ist aber mit den Kopf durch die Wand. Schuldige bei Trainern, Spielern, Verantwortlichen zu suchen. Bei Misserfolg immer alles davon austauschen zu wollen nur um dann festzustellen, dass sich nichts verändert.

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    • Diese Problematik ist doch aber eben hausgemacht.

      Wir reden hier von Leistungssport. Da kannst du dich als VfL nicht hinstellen und nur den sicheren Klassenerhalt als Ziel ausrufen. Wo bleibt da die Ambition? Als Aufsteiger oder "kleinerer" Bundesligist mag das nachvollziehbar sein. Aber nicht als VfL, der jährlich von seinem Sugardaddy VW aberwitzige Millionensummen in den Arsch geblasen bekommt. Wem will man bei solchen Ausgaben, solch ein Saisonziel verkaufen?

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    • Die Verantwortlichen haben immer wieder sinngemäß gesagt: Als VfL Wolfsburg mit seinen Mitteln sei Europa grundsätzlich immer das Ziel, aber man wisse vorher man komme. Man wolle um die internationalen Plätze mitspielen (das impliziert, dass man irgendwo auf einem einstelligen Tabellenplatz liegt und bei optimalem Verlauf und Straucheln der Konkurrenz vielleicht in die internationalen Ränge rutschen könnte), man sich jedoch keinesfalls Favorit sei. Ich finde die Ambitionen vollkommen legitim. Es war doch von verantwortlicher Seite nie die Rede davon, dass man Europa erreichen müsse. Das sehen nur verblendete Fans so, die vermutlich noch immer in den Gedanken an 2009 und 2015 schwelgen. Der Vergangenheit nachhängen und daraus Ansprüche formulieren – hey, wir sind unter den "Traditionsfans" angekommen. :klatsch2:

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    • Natürlich muss man ambitioniert sein. Aber nicht einen gewissen Erfolg als Grunderwartungshaltung haben und diesen mit Geld kurzfristig erzwingen wollen. Und vor allem nicht nachdem man die letzten 5 Jahre 12. 8. 12. und aktuell 15. geworden ist man aber jedes Jahr mit Bayern die höchsten Ausgaben hat und einen Kader für 3 Wettbewerbe aufbaut mit Spielern die alle Startelfansprüche haben doppelt besetzt pro Position.

      Klar kann man dann noch mehr Spieler und noch teurere Spieler aus einem noch höheren Regal fordern, die schon gar nicht mehr kommen wollen mittlerweile aber für mich ist das Teil des Problems.

      Wir hatten 8 teils Namhafte Trainer in den letzten 5 Jahren. Langsam wird es abstrus zu argumentieren, dass es immer nur daran liegt. Wir haben in Wolfsburg ganz offensichtlich ein systemisches strukturelles Problem und kein personelles meiner Meinung nach.

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  20. Ich schaue gerade nebenbei Köln-Leipzig. Die zweite HZ erinnert stark an unser Spiel gegen Dortmund, RB kommt kaum über die Mittellinie und bietet den Kölner viel Raum für tiefe Läufe an..sie spielen es nur nicht clever zu Ende oder zeigen technische Fehler.
    Ich will nicht vermessen klingen, aber auch Leipzig ist nicht unverwundbar.

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    • Raum ist gesperrt und Köln wird jetzt Elfer bekommen

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    • Doch nicht, Abseits… :knie:

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    • Dann wäre auch Baumgartner (immerhin Doppeltorschütze) mit Gelb Rot oder glatt Rot gesperrt gewesen. Aber so hat Köln wenigstens keine Punkte.

      In Leipzig ist definitiv was drin. Dafür benötigt es aber eine gute Leistung über 90 Minuten und eine gute Chancenverwertung. Oder halt keins fangen, dann haben wir mindestens einen Punkt :)

      Bitte Kumbedi gegen Nusa.

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  21. Rüdiger Rammel

    Man, man, man…

    andere Vereine haben aber auch ein Glück im vergleich zu uns. Klar, wir hatten mit dem Spiel in Hamburg auch echt glück, aber wie viel Pech wir dafür schon kassiert haben.

    Bayern bekommt einen Elfmeter inkl. rote Karte, der echt glücklich ist. Mainz gewinnt gestern mit 2 Elfmetern (gegen uns hatten sie auch zwei, die auch sehr glücklich waren), Pauli gewinnt gestern auch wegen eines Elfmeters und wir? Treffen 2x die Latte. Schon krass, wie auch alles zusammenkommt..

    Was will ich mit dem Kommentar aussagen? Vermutlich einfach nur meinen Frust teilen.

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  22. OT: Liverpool vs ManCity….bei solchen Spielen wird mit bewusst warum ich den Fußball so liebe.
    :knie:

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  23. https://www.waz-online.de/sport/regional/erst-zoff-jetzt-ein-fehlschuss-festival-wird-mohammed-amoura-zum-vfl-problem-HZZG5BMHWBG27CJGFCGQMQHRHI.html?utm_medium=social&utm_source=app_android&utm_campaign=share_button

    Der Ausfall von Fischer ist sportlich zu verkraften.
    Was aber die WAZ in ihrem Artikel heute Abend macht, ist zumindest grenzwertig. Denn wir alle haben Amoura sehnlichst vom AC zurückgesehnt. Und dann wird er vor dem Köln-Spiel ohne Not in die B-Elf gesteckt. Trotz eines Tores zuvor in Mainz. Was das wohl mit einen sensiblen Stürmer macht? Man kennt doch Amoura. Ihn jetzt noch quasi an die Wand zu nageln, ist von der WAZ fragwürdig. Immerhin hat er sich die Chancen gegen den BvB mit guten Laufwegen erarbeitet. Wo waren denn die anderen Offensiven zu sehen? Daghim hat für Amoura geackert, Shiogai ist wenig gelungen. Außer Amoura hat doch keiner gefährlich aufs Tor geschossen.

    Normalerweise sollte ein Trainer aufbauen, mental unterstützen. Bauer macht das Gegenteil. Für mich liegt genau da das Problem. Er hat Amoura in eine persönliche Drucksituation geschickt. Dabei bietet die sportliche Situation schon Druck genug. Und genau das ist auch das zentrale Problem des Teams. Der VfL verliert die Spiele neben taktischen Fehlern auch im Kopf. Bauer fehlt die Erfahrung, an der sich Spieler orientieren können. Er ist ein Trainer in Ausbildung. Für genau sowas hat der VfL aber keine Zeit. Wenn man tatsächlich absteigt, dann weil zwei Praktikanten zwei Drittel der Saison verbockt haben.

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    • Rüdiger Rammel

      bin da voll bei dir!

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    • Überrascht dich das? Die WAZ (allen voran Pahlmann) macht sich doch seit je her gerne zum Steigbügelhalter, wenn es gegen „Stars“ beim VfL geht.

      Zu Bauer ist m.E. alles gesagt. Wenn er nicht spätestens nächste Woche durch einen Trainer ersetzt wird, der der Situation gewachsen ist, steigen wir ab.

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    • Amoura würde mir mehr Sorgen machen, wenn er keine Chancen kreieren würde.

      Er hat extrem gute Laufwege angeboten. Es soll sich jeder mal die Frage stellen, wer bei uns solche Räume erläuft…hat man ja gegen Köln gesehen.

      Und nun stelle man sich vor, er hätte seine sechs Tore nicht gemacht.

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    • Bauer wird erst entlassen wenn PC entlassen wird. Denkt einer wirklich, dass der AR das zeitnah macht? Ich habe da leider meine Zweifel.

      Im besten Falle wird Schicker morgen entlassen.
      Der VfL schnappt sich ihn. Schmeißt PC und Bauer raus und holt einen Trainer bis Saisonende und Ilzer übernimmt zur nächsten Saison.
      Wäre das beste Szenario.

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    • Es ist offensichtlich, dass ihr den Artikel nicht gelesen habt, sonst würdet ihr nicht so einen Quatsch schreiben. Kein Vorwurf findet sich im Artikel wieder. Ihr scheint nur die Überschrift gelesen zu haben.

      Sorry, Mahatma aber dein Amoura-Fetisch ist wirklich lächerlich. Natürlich muss Amoura nach dem Auftritt gestern kritisiert werden und nach seiner Aktion im Training sowieso. Wenn das ein Trainer durchgehen lässt, hat er schnell die ganze Mannschaft verloren.

      Und wenn wir ehrlich sind, hat ein Großteil der Fans Amoura gestern kritisiert. Dieser ständige Egoismus – das geht im Abstiegskampf einfach nicht. Da muss man gemeinsam wieder raus. Und dann diese luschigen Außenrist-Schüsse. Was soll das? 95% haben das gestern kritisiert, nur du musst wieder querschießen, weil du dich gerne mit allen anlegst.
      Auch ein seltsames Persönlichkeitsproblem.

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    • Amoura ist der Spieler, den man auf keinen Fall "absägen" sollte.

      Er tritt eigentlich immer kämpferisch auf, technisch stark, eindeutig bessere Laufwege als der Rest in der Offensive und er holt Torchancen raus.
      Er ist einer dieser Spieler, die unbedingt gewinnen wollen und so viele haben wir davon nicht….

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    • Spannend, das du persönlich werden musst.

      Abgesehen davon hast du von Psychologie offensichtlich keine Ahnung..Seine Suspendierung hat nur dazu geführt, dass er nun verkrampft.

      witzig auch, wie du dich widersprichst:
      “Kein Vorwurf findet sich im Artikel wieder. Ihr scheint nur die Überschrift gelesen zu haben”
      Und dann:
      “Natürlich muss Amoura nach dem Auftritt gestern kritisiert werden und nach seiner Aktion im Training sowieso.”

      DU BIST DER PAHLMANN DES BLOGS!

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    • Natürlich muss er die Dinger machen. Das weiß er selber am besten. Nur ist er eben auch der Einzige, der regelmäßig in solche Situationen kommt. Ganz zu schweigen davon, dass er wirklich unermüdlich geackert und alles probiert hat. Das muss man doch sehen.

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    • Der Artikel ist ziemlich sinnlos. Er enthält keinerlei Informationen, und der Autor listet lediglich vergebene Chancen auf und äußert vage Meinungen. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass irgendjemand im Verein Amoura aufgrund seiner Leistung kritisiert.

      Im Gegenteil, PC betonte gestern, dass es vor allem darauf ankommt, dass Amoura überhaupt in solche Situationen kommt, die Torchancen ermöglichen. Seine Leistung gestern war mMn sogar gut, was auch dadurch unterstrichen wurde, dass wir das 1:2 erst nach seiner Auswechslung kassierten.

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    • Du schreibst einen langen Text mit lauter Fake-News, das nervt. Du hast den Artikel nicht gelesen, haust aber gleich wieder drauf. Das ist niveaulos.

      Wo widerspreche ich mir? Der erste Satz bezieht sich auf den Artikel, wo der Autor Amoura ausdrücklich lobt und auch der Trainer lobt ihn.

      Der zweite Satz bezieht sich auf die allgemeine Stimmung unter den Fans und ist auch meine Meinung.

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    • Es geht darum, wie der Artikel geschrieben ist. Amoura muss treffen, aber das hat besagt Gründe. Ihn jetzt in den örtlichen Medien fertig zu machen, gibt es wohl auch nur in Wolfsburg und wohl in Köln. Die örtliche Zeitung sollte nun hinter dem Verein stehen.

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    • Pöse, pöse Zeitung. Und das schreibt derjenige, der sich jedes Jahr Sündenböcke sucht und die fern jeder Sachlichkeit in guten wie in schlechten Zeiten zerreißt und dabei diffamiert und gar beleidigt. Spannend.

      Problematisch bei Amoura sind nicht die vergebenen Chancen. Er ist halt im Eins-gegen-eins ein Chancentot. Aber das trifft uns nur deshalb so hart, weil es neben ihm keinen etablierten treffsicheren Top-Stürmer gibt. Da sind wir wieder bei der Kadertusammenstellung im Moment. Problematisch ist eher der zeitweise Egoismus vorm Tor und der Drang, einen für die Galerie auszupacken. Oder auch kritische Ballverluste in der eigenen Hälfte (die aber weniger geworden sind). Zu den Kabinettstückchen: Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Qualität. Er müsste manchmal ja nur das Tempo für einen kurzen Moment anziehen und mit Links nach innen spielen. Vielleicht fällt ihm das wirklich schwer. Da kann man dann natürlich keinen Egoismus kritisieren. Ich habe den Artikel aber auch nicht so kritisch aufgefasst. Dass er sich gegen Dortmund voll reingehauen hat, hat doch jeder gesehen. Frage mich nur, warum das bei anderen Spielern von denselben Fans nicht ebenso honoriert wird.

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  24. Man steht vor diesem ganzen VfL-Schlamassel, ist resigniert, ratlos, mutlos
    Man hat erhebliche Zweifel, wie dieser Verein es eigentlich schaffen soll.
    In der eigenen Kiste findet sich stets mindestens ein Treffer mehr ein, beim Gegner bringt man kaum etwas im Tor unter.

    Irgendwie ist man mittlerweile gar. Mir kommt auch immer öfter dieser Spruch in den Kopf: ‚Macht doch was ihr wollt.‘

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