Samstag , Oktober 24 2020
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Bundesliga engagiert sich für Flüchtlige

VfL-Arena-Stadion
 
Die Bilder von Flüchtlingesströmen und großen Hilfs- und Willkommensaktionen bestimmen derzeit die Medien. Auch die Bundesliga hilft. Unter den 36 Klubs der 1. und 2. Liga gibt es zahlreiche Vereine, die sich in der Flüchtlingsfrage engagieren und unterstützen wollen.

Auch der VfL Wolfsburg hilft. Am Dienstag wurden alle 1500 Flüchtlinge, die derzeit im Raum Wolfsburg leben, zum Spiel eingeladen. Darüber hinaus sollen sich alle CL-Vereine darüber verständigt haben, ein Euro pro verkauftem Ticket zu spenden.

An diesem Wochenende will auch die Bundesliga am Ligaspieltag ein Zeichen setzen. Anstatt der Hermes-Werbung auf dem Oberarm werden fast alle 36 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga „Wir helfen“ auf dem Trikot tragen. Unterstützt wird die Aktion von der DFL, Hermes und der BILD.

Vereine boykottieren „Bild-Aktion“

Vier Vereine machen bei der geplanten Aktion nicht mit: FC St. Pauli, Union Berlin, 1. FC Nürnberg und der MSV Duisburg haben bereits abgesagt.

Auch unter den Fangruppierungen der einzelnen Vereine regt sich Widerstand. Viele sprechen sich gegen die Aktion der „Bild“ aus und fordern ihre Klubs auf, die Teilnahme zu verweigern. Als Grund wird angeführt, dass das Blatt bislang selbst zu keinem guten Klima in der Flüchtlingsfrage beigetragen haben soll.

Befeuert wird der Widerstand noch durch eine Twitternachricht von Bild-Chef Kai Diekmann, der sich über die Nicht-Teilnahme vom FC. St. Pauli sehr kritisch geäußert hatte: „Darüber wird sich die AfD freuen: Beim FC St. Pauli sind #refugeesnotwelcome“

Dabei war es gerade der FC St. Pauli gewesen, der sich als aller erstes für die Flüchtlinge eingesetzt hatte:

 
 

71 Kommentare

  1. Weil es offenbar viel Diskussionbedarf zu diesem Thema und der geplanten Aktion gibt, will ich mal ein Extra-Thema dazu eröffnen.

    Ich werde gleich eure Kommentare, die sich auf dieses Thema beziehen, hier her kopieren, die Ursprungskommentare aber auch im alten Artikel belassen, weil beim Transfer die Likes verloren gehen. Deshalb wird es die Kommentare doppelt geben.

    Wenn jemand darauf antworten möchte, dann bitte hier unter dem neuen Artikel. Dann haben wir hier eine neue, eigenständige Diskussion.

    Vielen Dank!

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  2. Inzwischen haben 5 Clubs die Flüchtlingsaktion der Bildzeitung zum kommenden Bundesligaspieltag boykottiert. Was haltet ihr vom Engagement des VfL s bzw. dieser ‘PR-Aktion’ unseres allseits beliebten Schmierblatts?

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  3. Ich würde mir wünschen, dass der VfL die Aktion der Bild auch boykottiert. Es ist unter aller Sau, wie sich ein Blatt, das jeden Tag die Schwachen gegen die Schwächsten ausspielt, jahrelang gegen vermeintlich arebeitsunwillige Südländer hetzt, wochenlang ein Schreckensszenario einer angeblichen Flut von unberechtigt Asylsuchenden entwirft, sich hier in die Pose des guten Humanisten schmeißt. Und noch schlimmer ist, dass in den meisten Bundesligaclubs das politische Urteilsvermögen (bzw. vielleicht auch die Angst vor der schlechten Presse der Bild?) mal wieder nicht weit genug reicht, um diesen billigsten aller billigen Tricks zur Imagekorrektur dieses Schmierblattes zu entlarven.

    Ich wäre ein noch glücklicherer VfL-Fan, wenn der VfL sich den wenigen Zweitligisten anschließen würde, und diese Kampagne boykottiert. Dass die Bild bzw. Chefredakteur Diekmann einem Club wie Sankt Pauli, der über Jahre wunderbare antirassitische Arbeit leistet, Vorbild im Umgang mit Geflüchteten ist, vorwerfen kann, er würde hiermit der AfD helfen, ist eine in meinen Augen so beispiellose Frechheit und ein solcher Affront, dass jeder klar denkende Mensch hier Flagge gegen diese Aktion zeigen muss.

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    • Danke WoodyGuthrie. Das ist auch meine Meinung. Ich würde mich auch freuen, wenn der Vfl. sich St. Pauli mit dem selben Hinweis, sie würden sich mit einer eigenen Aktion um Flüchtlinge kümmern, anschließen würde. Aber ich fürchte, dass sich aus der ersten Liga niemand anschließen wird. Mit dem Argument, dass es ja um eine gute Sache geht und es da keine Rolle spielen sollte, wer sie ins Leben gerufen hat. Die Reaktion seitens der Bildzeitung auf die Ablehnung von St. Pauli, ist schon abstoßend.

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    • Ja und man kann auch an diesem Punkt wieder an die Verfehlungen des Managements des VfL anknüpfen, die wir gestern diskutiert haben. Denn wie wenig der VfL sogar die im Kern gute Aktion, Flüchtlinge ins Stadion einzuladen, reflektiert ist doch schon wieder zum Haare raufen. Da werden 1.200 Leute ins Stadion eingeladen – und das wars dann. Man könnte so viel Sinnvolles machen, wenn man es im Vorfeld einfach nur mal ordentlich kommuniziert hätte. Beispielsweise symbolisch einen Teil der rund 100 Millionen Transfereinnahmen für Geflüchtete in der Region investieren, Fußball als Integrationsinstrument begreifen und ein wöchentliches Training aus dem Boden stampfen. Wenn der VfL das auf seinen Anlagen nicht leisten kann, dann wenigstens im Verbund mit anderen WOBer Vereinen wie Lupo oder Atletico, die ja selbst von “Gastarbeitern” gegründet wurden. Auch das muss man sich mal reinziehen: Diese “Gastarbeiter”, die unsere Stadt mitaufgebaut haben, wären in der aktuellen Debattenlandschaft natürlich nichts anderes als Wirtschaftsflüchtlinge, gegen die die Bild über Monate geschossen hat. Es ist zum Verzweifeln. Es gäbe gerade in Wolfsburg so viele sinnvolle Anknüpfungspunkte. Fast jede Familie aus der Region hat nach dem 2. WK eine Fluchtgeschichte in der eigenen Biographie. Man merkt wieder einmal, wie bitter es ist, wenn man meint, die Bodenhaftung hinzubekommen, wenn das operative GEschäft des Vereins nur mit auswärtigen Leuten aufgestellt wird, die keinerlei Ahnung von den Besonderheiten der Region haben.

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    • Der VfL wird sich das leider leider nicht trauen. Da hängt wohl zu viel dran. Da ja der VfL auch eine Abteilung von VW ist und das könnte dann eine zu krasse Entwicklung nehmen.

      Ich finde es aber auch wirklich eine ganz schlimme Aktion, da versucht ein Hetzer mit billigen Tricks zum einen Profit zu schlagen und sich selbst als reinlichen gerechten Helden aufzuspielen.

      Alleine schon die Quasi-Aussage, wer nicht mit uns ist, ist Rassist die St. Pauli entgegengeschossen wurde von Kai Diekmann… zum kotzen.

      Leider sind wir heute aber schon so weit, dass eine Verweigerung des AS-Verlages eine zu große Gefahr darstellt. Auch wenn ein großer Teil des “Volkes” die Boykottiere feiert.

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    • Ja, Lapis, ich kann mir das auch so erklären. Auch wenn ich nicht sehe, wie das “zu krass” werden sollte, ein Imageschaden für VW ist davon wohl kaum zu erwarten. Allerdings wäre gerade eine solche Situation mal eine willkommene Möglichkeit etwas Einständigkeit und Unabhängigkeit von VW zu demonstrieren. Warum also nicht einfach mal vorpreschen?

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    • „mal eine willkommene Möglichkeit etwas Einständigkeit und Unabhängigkeit von VW zu demonstrieren“

      Das soll bestimmt Eigenständigkeit und Unabhängigkeit heißen.
      Sollte das gemeint sein, stelle ich mir die Frage, warum die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH als 100% Tochter der Volkswagen AG dieses tun wollen?

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    • Zum Beispiel, weil wir keine Fans einer 100-prozentigen VW-Tochter, sondern Fans des VfL sind. Ich möchte mich nicht damit abfinden, dass so oft selbst in unserer Szene in vorauseilendem Gehorsam beides in eins fallen gelassen wird. Ich schreie im Stadion zumindest VfL und nicht VW.

      Was es dazu bräuchte, wäre freilich, und schon wieder schließt sich der Kreis zur Zuschauerzahlen-Diskussion, einen positiven Bezugspunkt jenseits des Hochglanz-Marketing-Produkts, mit dem man sich als Fan identifizieren kann.

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    • Schön, dass du deine Aussage noch mal präzisiert hast, du meintest, dass wir Fans „mal eine willkommene Möglichkeit etwas Eigennständigkeit und Unabhängigkeit von VW zu demonstrieren“ hätten.

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  4. Ich fände es gut, wenn am Wochenende in den Stadien zum Ausdruck käme, dass man sich mit St. Pauli solidarisiert. Selbst wenn die Vereine den BILD Aufnäher am Ärmel tragen, wäre es gut, wenn in den Stadienblöcken Spuchbänder o. ä. ausgelegt werden, damit man sich vom unverschämten Verhalten gegen über St. Pauli der Bildzeitung distanziert.

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  5. Also zum Thema Flüchtlinge helfen. Im aktuellen Sportstudio hatte Max Eberl bestätigt, das sich alle deutschen Champions-League-Teilnehmer verpflichtet haben, 1€ pro Zuschauer aus dem ersten Heimspiel zu spenden. Da kommt aus WOB natürlich nicht viel zusammen.

    Es ist zumindest eine Aktion, ob gut oder schlecht soll jeder für sich selber beurteilen.

    Denke aber, das es nicht die Aufgabe der Vereine ist dafür zu sorgen das sich Flüchtlinge wohl fühlen. Dafür sind andere Instutitionen vorhanden.

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  6. Erst einmal einen Dank an Woody, der die Aktion der BILD-Zeitung hier bekannt gemacht hat.
    Wer die subtil rassistische Haltung der BILD kennt, wird auf ihre populistische „Wendung“ in der aktuellen Flüchtlingskrise nicht hereinfallen. Insofern ist eine Distanzierung von diesem Blatt und eine solidarische Haltung mit dem FC St. Pauli mehr als angebracht.
    Die Frage ist in der Tat, wie in der Kürze der Zeit die VfL-Verantwortlichen bewegt werden können, eine Position einzunehmen, wie sie „Unsere Kurve“, die sich als Interessenvertretung der Fans aller Vereine sieht, vorschlägt:
    – die Aktion (evtl. an einem anderen Wochenende) als solche
    mit einem eigenständigen Beitrag unterstützen
    – sich von der BILD als Mitunterstützer distanzieren
    – mit der Haltung des FC St. Pauli solidarisieren.
    Sinnvoll wäre, in dieser Sache nicht nur den Kontakt mit den VfL-Verantwortlichen zu suchen, sondern vor allem mit den einzelnen Fan-Gruppen zu sprechen, um über Formen der Distanzierung von der BILD-Zeitung zu sprechen. Ich verfüge leider nicht über unmittelbare Kontakte in die Szene.
    Den Bezugsartikel aus „Unsere Kurve“ gebe ich hier mal wieder:

    Unsere Kurve fordert BILD-Verzicht aller Bundesliga-Vereine

    Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Nicht nebensächlich, sondern das Thema der aktuellen Nachrichten, ist die Flüchtlingswelle und die daraus folgenden Herausforderungen für die europäische Union und die Gesellschaft in unserem Land. Die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga möchten am Wochenende mit einem „Refugees Welcome“ auf ihrem Trikot ein deutliches Zeichen gegen Fremdenhass und Diskriminierung setzen.
    „Diese Aktion ist absolut zu begrüßen“, sagt Robert Pohl, Sprecher der IG Unsere Kurve. Weniger schön ist die Tatsache, dass die BILD-Zeitung als Unterstützer dieser Aktion auftritt. Zum einen hat das Boulevard-Blatt in den letzten Wochen schlagzeilenträchtig mit seiner Berichterstattung das Thema vor allem für Freunde des Populismus intensiv angefeuert, zum anderen stellt sich die Frage, welchen Sinn eine solche Unterstützung für den Fußball hat? Sind die Vereine der Bundesliga mit ihrer Strahlkraft und gesellschaftlichen Verantwortung nicht eigenständig in der Lage, diese tolle Aktion ohne Vereinnahmung und Vorgaben von Verbandsfunktionären und Marketing-Experten durchzuführen? Weil es im Millionengeschäft des Fußballs untypisch ist, einfach aus dem Bauch heraus zu sagen, „Komm, wir machen das jetzt so, weil wir es richtig finden?“

    Einzig der FC. St Pauli hat sofort erklärt, die Aktion zu boykottieren, weil man sich nicht vor den Karren einer Sache spannen lassen möchte, die man ohnehin seit Jahren eindrucksvoll, beständig und ohne werbeträchtige Absicht mit Überzeugung durchführt. Die Reaktion des Chefredakteurs Kai Dieckmann, der bei Twitter dem Hamburger Klub in diesem Zusammenhang andichten will, am Millerntor wären keine Flüchtlinge willkommen, setzt der ganzen Sache die Krone auf und verdeutlicht, wie BILD-Verantwortliche ticken.
    „Der FC St. Pauli hat richtig reagiert, die Rückmeldungen der Fans bestätigen diesen Schritt. Die erbärmliche Antwort des BILD-Chefredakteurs auf den Boykott der Kiezkicker lässt deshalb nur einen Schluss zu: Alle anderen 35 Proficlubs sind aufgerufen, sich dem Weg von St. Pauli anzuschließen und der BILD-Zeitung keine Plattform zu bieten, die ihr nicht zusteht“, fordert Robert Pohl für die IG Unsere Kurve. „Die Vereine können jetzt unter Beweis stellen, dass ihnen die Meinungen der Fans wichtig sind und deren Interessen in der täglichen Arbeit eine wichtige Rolle einnehmen und berücksichtigt werden müssen“, so Pohl weiter. Andernfalls läge der Verdacht nahe, dass moralische Werte in der kommerzialisierten Welt des Fußballs, auch in Deutschland, an Bedeutung verloren haben.
    Quelle: http://www.unsere-kurve.de/cms/pages/posts/unsere-kurve-fordert-bild-verzicht-aller-bundesliga-vereine149.php
    (Unsere Kurve sieht sich als Interessenvertretung der Fans aller Vereine und tritt ein für den Erhalt der Fankultur und den Erhalt der Freiräume. Getrennt in den Farben, gemeinsam in der Sache!)

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  7. Ich lese gerade, dass die Erst-Info zu der BILD-Aktion von Wolfsblood stammt. Also vielen Dank dir, für diese Info.

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    • Haha die Lorbeeren wollt ich jetzt nicht nur für mich beanspruchen, da woody mit seinem tollen Post die mit großer Sicherheit einhellige Meinung des Blogs und seiner Leser wiedergegeben hat. Vielen Dank :top:

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  8. Ich weiß nicht, ob ich eure Meinung teilen kann. Klar, die Bild könnte man boykottieren, aber hilft das wirklich den Flüchtlingen?

    Am Ende muss so eine große Botschaft und Aktion nach Außen transportiert werden. Letztendlich geht es ja um keine Spenden von den Vereinen, wenn ich das richtig sehe. Die ganze Bevölkerung soll wachgerüttelt werden durch diese Aktion.

    Ich behaupte mal, dass selbst im Stadion niemand von diesen kleinen Aufnähern mitbekommen würde.

    Deshalb braucht es die Medien, um es ganz groß zu machen. Und dass sich die Bild da nicht gut verhalten hat in der Vergangenheit ist klar, aber ohne die Bild würde die Aktion weit weniger Menschen erreichen als mit ihr.

    Deshalb würde ich jetzt in den saueren Apfel beißen, bei der Aktion mitmachen und beim nächsten mal vielleicht früher das Thema angehen und auch unter den Vereinen besprechen.
    Jetzt scheint mir das doch alles sehr kurzfristig zu sein.

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    • Ich verstehe deinen Standpunkt, möchte aber einmal widersprechen. Die Abfolge der Ereignisse entlarvt die Bild nämlich ziemlich deutlich.

      St. Pauli hatte nämlich zunächst vertraulich mitgeteilt, dass man sich nicht an der Aktion beteiligen wolle, weil man in der Vergangenheit und Gegenwart ein Engagement für Geflüchtete für selbstverständlich hielt und dafür keine extra Lorbeeren bräuchte. Dass die Bild zumal kein wirklich glaubwürdiger Partner in der Aktion war, versteht sich. Daraufhin hat Kai Diekmann mit seinem Post St. Pauli unterstellt, kein Herz für Flüchtlinge zu haben und indirekt die AfD zu unterstützen. Es geht hier also offensichtlich darum, mit dem Thema maximale Aufmerksamkeit für die BILD herstellen zu wollen. Hinzu kommt, dass die Bild zusätzlich für einen Fan-Run, also eine Art Marathon, wirbt, der ebenfalls für die Flüchtlinge Gelder einwerben soll. Über die genauen Finanzkanäle im Hintergrund ist nichts bekannt, zum Beispiel auch nicht, wie viel Geld von der Startgebühr der Läufer tatsächlich an Flüchtlinge geht. Was jedoch bereits feststeht, ist, dass aus der Startgebühr ein Bild-Abo für jeden Teilnehmer folgen wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, zum Beispiel, dass die Bild sich ihre Bilanzen angesichts der Flüchtlingskrise durch Querfinanzierung aufhübschen will. http://www.taz.de/Die-Bild-die-Bundesliga-und-Fluechtlinge/!5230847/

      Für mich geht es hier um einen moralischen Standpunkt. Mit der Bild kann man das schlicht und einfach nicht machen. Sie ist ein Hetzblatt, das oft genug die Schwelle nach Rechtsaußen überschreitet, ich kann und werde ihr dieses Engagement nicht abnehmen. Die Bundesliga verfügt über genügend Aufmerksamkeit, um auf die humanitäre Notlage der Flüchtlinge hinzuweisen (ich wohne in Berlin in der Nähe des LaGeSo, helfe mit so weit ich kann und glaube zu wissen, wovon ich rede…). Es braucht keine Bild, um eine ernste Aktion durchzuführen. Umgekehrt braucht die Bild jedoch willige Zugpferde um ihrer heuchlerischen Aktion an Glaubwürdigkeit zu verhelfen.

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  9. Man mag über die BILD denken, was man will, aber die Aktion von Kai Diekmann, den FC St. Pauli in die Nähe der AfD zu rücken, ist wirklich unfassbar!
    Für wie dämlich hält er seine Kunden, Ihnen so einen Schrott vermitteln zu wollen? Oder sind die BILD-Leser vielleicht wirklich derart verblödet? Erschreckend, unseriös, lachhaft!

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    • Wer nur die Bild liest Tag für Tag, dem fehlen die nötigen Informationen, um sich in dieser Sache ein objektives Bild (oh wie komisch diese Wortwahl) zu machen.

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    • Wenn man nur nach Image bzw. Vorurteilen geht, ist St.Pauli so ziemlich das komplette Gegenteil der BILD-Zielgruppe. Damit doch perfektes Bashing-Opfer.
      Und den prototypischen Pauli-Fan erreicht die BILD andersherum sowieso nicht…

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  10. Ich habe gerade im Videotext vom NDR gelesen, dass der MSV Duisburg am Sonntag mit einem eigens entworfenen Trikot (Refugees Welcome) auflaufen wird und sich ebenfalls nicht an der BILD Aktion beteiligen wird.

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    • Wetten dass die Bild dann trotzdem sowas draus machen wird, wie das alle 36 Clubs an einer von Bild initiierten Aktion mitmachen… Ganz egal ob das Logo selbst entworfen wurde oder es das Bild Logo ist…. Die BILD wird sich auf die fahnden schreiben, das sie die Aktion erfunden haben.

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  11. Wir sollten mitziehen und etwas eigenes machen. Wir kommen in der Berichterstattung nie gut weg. Vorne weg Alfred Draxler mit seiner aggressiven, feindlichen Einstellung gegen uns. Bloß nicht mitmachen!. Heuchlerisch auf ganzer Linie, das Hetzblatt Nr. 1.

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  12. Du meinst also, durch ein Trikot mit „Herzlich Willkommen Flüchtlinge“ würden wir sympathischer werden? Das glaube ich nicht…

    Ach ja: Ich finde es nicht gut, wenn der Fußball nun auch noch für politische Meinungsbildung benutzt wird. Daher finde ich sowohl die Aktion der Bildzeitung, als auch der Liga usw. nicht gut.

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    • Ich denke nicht dass es diese Aktion in erster Linie zur politischen Meinungsbildung benutzt wird. Dabei geht es um viel mehr, nämlich um gesellschaftliche Probleme und den Aufruf zu mehr Ehrenamt. Ich verstehe solche Aktionen eher als Aufruf an den Bürger zu helfen und nicht als irgendein Appell auf politischer Ebene.

      Ich würde eine eigene Aktion allerdings auch eindeutig besser finden einfach um den Verbrechern von Hermes und der Bildzeitung nicht noch irgendeine Plattform zu bieten, allerdings wurden die Gründe ja oben schon super beschrieben.

      Ich hoffe allerdings auch, dass diese Diskussion nicht weiter ausufert und wir hier im wolfs-blog weiterhin beim Fußball bleiben und nicht über das Flüchtlingsproblem an sich diskutieren

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    • Schließe mich an, es geht nicht um irgendeine politische Meinung die propagiert werden soll, es geht darum benehmen wir uns wie Menschen und sind wir bereit mitzuhelfen das Problem, das wir haben zu lösen?

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    • Meiner Meinung nach geht es schon darum, für mehr Toleranz und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung zu werben. Das sagt ihr übriegns selber.

      Die Medien berieseln einen förmlich damit. Ich sehe auch bei der Bildzeitung kaum Kritik. daher ist die Aktion nun auch weniger ein Widerspruch.

      Damit belasse ich es auch. Mir reicht es nämlich mittlerweile mit diesem Thema.

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    • Lieber Gregor, gemeinsame Sache mit der BLÖD zu machen hat sicherlich einen politischen Stellenwert und zeigt, mit wem man sich ins Bett legt. Das sollte auch der VfL erkennen.
      In einem Land, das in der Weltgeschichte auf ekelhafte Art selbst verursacht Millionen von Flüchtlingen produziert hat und deren Integration widerwillig und mit internationaler Hilfe bewältigt hat, das dennoch heute durch politische Tun oder Unterlassen auch zur politischen Situation in Krisengebieten beiträgt, sollte jeder überall Stellung nehmen und deutlich machen, dass Menschen unsere Solidarität brauchen. Sei es im Sprachunterricht oder durch Patenschaften oder Spenden…
      Weil gelebter Humanismus eine politische Bedeutung hat, sollte man ihn aus dem Sport rauslassen? Das würde ich gern erklärt haben….

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  13. Arsch in der Hose

    Auszüge aus den Stellungnahmen der Fußballclubs, die ihre eigenen Aktionen für Flüchtlinge nicht unter die von der BILD-Zeitung heuchlerisch initiierte Badges-Aktion stellen wollen.

    FC St. Pauli:
    „Der FC St. Pauli wird nicht an der von der Deutschen Fußball Liga, Hermes Logistik und Bild-Zeitung initiierten Badges-Aktion unter dem Motto „Wir helfen“ am kommenden Spieltag teilnehmen. (…)
    Der FC St. Pauli ist seit vielen Wochen auf verschiedenen Ebenen zu einem Thema, das seit Monaten alle emotional bewegt, aktiv, um den Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, zu helfen. Unser Testspiel gegen Borussia Dortmund, das private Engagement unserer Spieler sowie verschiedenste Aktionen unserer Fans und Abteilungen für die Flüchtlinge in Hamburg sind Beleg dafür. Daher sehen wir für uns nicht die Notwendigkeit, an der geplanten, für alle Clubs freiwilligen Aktion der DFL teilzunehmen. Hierüber haben wir vorab alle Beteiligten informiert. Der FC St. Pauli steht für eine Willkommenskultur und wir handeln damit auf eine Art und Weise, die unseren Club schon seit Jahrzehnten ausmacht. Wir leisten ganz praktische und direkte Hilfe dort, wo sie gebraucht wird.“

    1. FC Nürnberg:
    „Der 1. FC Nürnberg begrüßt die ligaweite Aktion für Flüchtlinge. Sie ist sinnvoll und unterstützenswert. Weil der 1. FC Nürnberg aber den Umgang mit den Vereinen, die an der freiwilligen Aktion nicht teilnehmen, für unangebracht hält, wird der Club auf eine besondere Promotion des Medienpartners verzichten.“

    Union Berlin:
    „Die dramatische Zuspitzung der Flüchtlingssituation in Europa macht auch vor Berlin nicht halt. Insbesondere im Hinblick auf die nahende kalte Jahreszeit steht die Stadt vor riesigen Herausforderungen, um die nach Berlin geflüchteten Menschen sicher unterzubringen. Der 1. FC Union Berlin hat deshalb entschieden, die eigenen Pläne für die Anfang des Jahres erworbene Immobilie in unmittelbarer Stadionnähe vorerst zurückzustellen und dem Land Berlin als Unterbringungsmöglichkeit für geflüchtete Menschen in den Wintermonaten zur Verfügung zu stellen. (…)
    An der für den kommenden Bundesligaspieltag geplanten Aktion einer Boulevardzeitung wird der 1.FC Union Berlin hingegen nicht teilnehmen.“

    FC Freiburg:
    „Für uns ist klar, dass es vor allem das glaubwürdige Engagement vieler lokaler Initiativen ist, das Flüchtlingen jetzt in enger Absprache mit örtlichen Behörden und überregionalen Hilfswerken ganz konkret hilft. Wir haben uns entschieden, morgen ohne den veränderten Ärmel-Aufnäher „Wir helfen“ gegen die Bielefelder Arminia auf den Platz zu gehen.“

    VfL Bochum:
    „Der VfL Bochum 1848 wird nicht an der für das kommende Wochenende geplanten Badges-Aktion teilnehmen. Demzufolge wird der VfL am Freitag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf in Trikots mit der herkömmlichen Ärmelbeflockung auflaufen. Darüber hat der Verein die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben vorab informiert. (…)
    Der VfL Bochum 1848 begrüßt sämtliche Hilfsmaßnahmen, die in Not geratene Menschen unterstützen. Wenn es also um die Sache gegangen wäre, wären wir kompromissbereit gewesen und hätten eine Aktion, die von der BILD mitgetragen wird, unterstützt. Allerdings hat uns die scharfe Reaktion seitens der BILD-Chefredaktion ob der Absage eines anderen Clubs an die Aktion dazu gebracht, sich mit diesem Verein solidarisch zu zeigen. Es darf unserer Ansicht nach nicht sein, dass jemand einem Verein die Solidarität mit Flüchtlingen abspricht, nur weil dieser nicht bereit ist, eine u.a. von der BILD initiierte Aktion zu unterstützen.“

    MSV Duisburg:
    „Wir Zebras möchten den Einsatz der Menschen in Duisburg, unserer Fans und des Vereins für Flüchtlinge in den Vordergrund stellen.  Angesichts der tief entbrannten und kontrovers geführten Diskussion um die Aktion „Wir helfen“ befürchten wir einen Schatten über den von uns vorbereiteten Aktionen am Sonntag und in den kommenden Wochen. Das wollen wir vermeiden, deshalb verzichten wir auf das angebotene Aktions-Badge auf dem Trikotärmel.“

    VfL Wolfsburg und 17 Vereine der ersten Liga:
    Fehlanzeige

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  14. #bildnotwelcome :yoda:

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  15. Mittlerweile hat sich auch der 1. FC Kaiserslautern dem Boykott angeschlossen. Ich fürchte aber, Knipser, dass kein weiterer Club mehr „aufspringt“ – schon gar nicht einer aus der ersten Liga.
    Ohne vielleicht später unternommenen Analysen vorzugreifen, zeigt sich m. E. hier nämlich die kartellhafte Kumpanei von DFL, dem Premium-Partner Hermes und der BILD-Zeitung. Wobei wahrscheinlich der Sachverhalt genauer damit zu beschreiben wäre, dass sich eine politisch tumbe Funktionärsclique um die DFL und ein werbegeiles Logistik-Unternehmen von der BILD vor ihren Karren hat spannen lassen. Die Sache ist so übel, dass ich kotzen könnte.
    Vor diesem Hintergrund habe ich Hochachtung vor allen Clubs, die so viel Zivilcourage und Rückgrat zeigen, sich dieser verlogenen Kampagne zu verweigern.
    Und was ist mit unserem VfL? Ich bin tieftraurig, dass sich der Club, dem ich nahestehe und der hier die riesige Chance hätte, Anstand, soziale Intelligenz und ein eigenes Gesicht zu zeigen, schweigt.
    Ist das der VfL der VW-Malocher? Ist das der VfL eines Konzerns, der noch vor gut einem Jahr pressewirksam einen Willkommenstag für ausländische Mitarbeiter durchgeführt hat? Ist das der VfL, in dessen Aufsichtsrat der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und das IG Metall-Mitglied Osterloh sitzt?
    Du bist einfach nur armseelig, lieber VfL.

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    • Sieben Zweitligisten… Das ist fast die halbe 2.Liga!! Und keiner aus der 1.Bundesliga?? Hier hätte sich unser VfL tatsächlich mal „unterscheiden“ können.

      Das der 1.FCN sich auch ausgeklinkt hat, das muss relativ aktuell sein.
      Wir haben uns hier (Nürnberg) auf der Arbeit auch darüber unterhalten.
      Von den Glubberern hat da noch keiner etwas gewusst bzw. gesagt.

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    • 1860 überklebt das Bild-Logo mit einem weißen Herz.

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    • Joan, ich finde du übertreibst maßlos. In erster Linie geht es um die Flüchtlinge und nicht um die Bild. Dass die Bild heuchlerisch mit dem Thema umgeht ist auch deine subjektive Sicht der Dinge. Das muss ja nicht jeder zwangsläufig auch so sehen. Wenn sich der Diekmann vergallopiert hat, ok. Aber dann muss man ja nicht gleich so eine große Aktion absagen.

      Dass es bei großen Hilfsaktionen immer auch um Eigenwerbung geht ist doch fast immer so. Selbstlos sind die wenigsten.

      Ich verstehe nicht, warum da jetzt so ein großer Wind draus gemacht wird.

      Der VfL hatte 1500 eingeladen, am Ende waren es nur um die 300 bis 400, die gekommen sind. Die stört die Tatsache, dass die Bild mitmacht wahrscheinlich am aller wenigsten.

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    • @Seppel

      Das es in erster Linie um die Flüchtlinge und erst in zweiter Linie um die auch von dir genannte Eigenwerbung geht, mag man „glauben“ oder eben auch nicht. Kommt wohl auch darauf an, wie sehr man die Entgleisung des Herrn Diekmann mit berücksichtigt. Oder auch eben nicht.

      Ich weiß nicht, ob Du mal auf den Link geklickt hast, den der User „wolfsblood“ gepostet hat. Natürlich kann man nach Betrachtung des Videos immer noch der Ansicht sein, dass die BLÖD nicht heuchlerisch mit dem Thema umgeht. Ich würde mich allerdings nicht trauen es zuzuggeben, wenn es so wäre.

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    • Nein, auf den Link habe ich noch nicht geklickt. Aber ich will es später gerne nachholen.

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    • Das Video finde ich platt. Da werden drei Überschriften gegenübergestellt und versucht daraus einen großen Widerspruch zu konstruieren. Das ist billige Polemik.

      Man müsste sich zuerst genauer mit den Inhalten beschäftigen, um ein Urteil Fällen zu können.

      Dass die Bild groß titelt: 7 Vorurteile über Flüchtlinge widerspricht ja schon mal der Anschuldigung, vor der Hilfsaktion wäre nur gehetzt worden.

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    • Mir fällt es schwer nicht in Ironie zu verfallen, aber lebt nicht gerade die Bildzeitung von ihren reißerischen Überschriften? Und ist nicht gerade auch die Bildzeitung dafür bekannt ihre Inhalte – PASSEND zur Überschrift – möglichst einfach aufzubereiten?

      Das diese Zeitung unmittelbar vor ihrer Badge-Aktion mit 7 Vorurteilen „aufräumt“, die sie monatelang selbst geschürt hat, ist sicher nur ein Zufall. (Ein Schelm, wer einen Zusammenhang entdeckt. ;) )

      Ich empfinde es in Anbetracht der medialen Macht, die der AS-Verlag erlangt hat, als sehr mutig, dass sich einige Vereine nicht vor deren Karren spannen lassen. Das gilt ebenso für die Vereine, die sich wegen dieser grotesken Unterstellung des Herrn Diekmann mit den betroffenen Vereinen solidarisieren.

      Eins hat die Diskussion allerdings erreicht. Die Bild und die Hilfe für die Flüchtlinge sind in aller Munde. Bei Letzterem ist das auch gut so!

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  16. Solidaritaet mit Fluechtlingen jeglicher Art ist ein Muss fuer jeden Wolfsburger mit Herz und einem Fuenkchen Verstand.

    Menschen ohne wirtschaftliche Zukunft zogen damals aus Schlesien, Preussen, Posen, Pommern usw in diese Region. Hier wurde die Stadt des KdF-Wagens aus dem Boden gestampft. Kein Wunder, dass das Ostfaelische zugunsten eines fast reinem Hochdeutsch verdraengt wurde. Ich selbst wuerde meinen eigenen Urgrossvater nicht verstehen koennen.

    Spaeter kamen ebenso „Wirtschaftsfluechtlinge“ aus Italien/Sizilien und gestalteten Wolfsburg massgeblich (!) mit (und meine ersten Tickets loeste ich als Bub fuer den FC Lupo).
    Und weitere Gastarbeiter kamen und blieben. Bis auf ein paar alteingessene Familien des Landadels kann hier wohl kaum jemand vorweisen, dass seine Vorfahren laenger als 100 Jahre hier sesshaft wurden.

    Zusammen mit einigen Staedten aus dem „Pott“ ist Wolfsburg das beste Beispiel fuer das multikulturelle und GEMEINSAME GESTALTEN deutscher Staedte im letzten Jahrhundert.

    „Wolfsburg“ ist die juengste Erfolgsgeschichte von Multikulturalitaet (und ja…natuerlich ist nicht alles Gold was glaenzt).
    Wenn der VfL begreift, dass er nicht nur enger verbandelt ist mit VW als alle anderen Bundesligaclubs mit ihren Sponsoren und/oder Anteilseigner, sondern eben auch ein besonderes Selbstverstaendnis aus der gemeinsamen Entwicklungsgeschichte mit der STADT Wolfsburg ableiten kann und MUSS… dann wird es hoechste Zeit!

    Und dazu gehoert eben auch, die Chupze zu haben, einem latent fremdenfeindlichen und hetzerischem Blatt (wie es die Bloed-Zeitung ist) die Stirn zu bieten, ihnen keine Plattform zu bieten.

    Ich befuerchte allerdings, dass Konzepte wie Menschlichkeit und Solidaritaet mit Schwachen und Beduerftigen zu Bauernopfern werden in dem Spiel des grossen Geldes, bei der der VfL nur als „ein Werbetraeger“ der Volkswagen AG vorgesehen ist.

    Oh, schnoeder Mammon!

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    • Das Bloed-Logo einfach zu ueberkleben ist eine coole Idee!
      Liebe VfL-Spieler – wenn Ihr das hier lest – macht es einfach :)

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  17. Einige User finden die Diskussion der Flüchtlingsthematik im Zusammenhang mit Fußball unpassend. Es mag sein, dass das Thema hier stört. Aber Sport, vor allem Massensport wie Fußball, war und ist immer in gewisser Weise auch politisch. Und man wird beim Blick auf den Ball auch kein anderer Mensch und gibt quasi bei Anpfiff seinen politischen Verstand ab. Schließlich ist die fadenscheinige Initiative der BILD doch der beste Beweis dafür, dass der Sport alllzu gern als Vehikel genommen wird, um politisch meinungsbildend zu wirken.
    Hier ist allerdings nicht der Raum, um darauf einzugehen, weshalb die BILD entgegen ihrer sonstigen ausländerfeindlichen und rassistischen Meinungsmache sich jetzt scheinbar zu einer Fürsprecherin der Flüchtlinge macht. Nur so viel: Vielleicht hat das ja damit zu tun, dass das Gros der Flüchtlinge jetzt aus fast europäisch aussehenden und zumeist gut qualifizierten Menschen aus Syrien besteht. Und nicht zufällig werden alle möglichen Arbeitgebervereinigungen nicht müde, darauf hinzuweisen, dass unsere Wirtschaft dringend qualifizierten Nachwuchs braucht.
    Bei den überwiegend unqualifizierten Roma-Flüchtlingen aus dem Balkan und den afrikanischen Flüchtlingen z. B. war der Mitleids-Sensor der BILD noch ziemlich unterentwickelt.

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    • Ok, wenn es schon politisch wird:
      Die Flüchtlinge sind mitnichten hochqualifiziert. Die Alphabetisierungsrate liegt bei den bis zu 16jährigen bei deutlich unter 50%. Oft nur bei 25%. Das kommt natürlich nicht in den Medien. Das ist aber die derzeitige Realität.

      Schulen und soziale Einrichtungen wissen nicht mehr, wie sie arbeiten sollen.

      Gestern kam bei „heute“ ein Bericht über die Qualifizierung bzw. Ausbildung von Flüchtlingen aus Syrien: 1/3 ist für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet, der Rest müte erst aufwendig ausgebildet werden.

      Wir haben in Deutschland ganz andere Standards als in anderen Ländern. Ein russischer Arzt hat ja schon Probleme, in Deutschland praktizieren zu dürfen.

      Wir können das gerne politisch weiterführen. Mich persönlich ärgert es, dass nun plötzlich Milliarden frei gemacht werden. Vorher war nie Geld für Bildung, eine ordentliche Bezahlung für Erzieher oder für die Infrarstruktur da. Aber jetzt fließen jährlich bis zu 10 Milliarden.

      Diesen Zustrom kann Deutschland nicht mehr bewältigen. Und wenn ich lese, dass es nach dem 2. Weltkrieg auch ging: Damals war Deutschland zerstört, es gab kein Sprachproblem und alle standen bei null. Eine vollkommen andere Situation.

      So, und nun darfst du auf mich einschießen! Mir egal. :talk:

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    • Mahatma-Pech Ungleich Mahatma Gandhi:

      „Die Flüchtlinge sind mitnichten hochqualifiziert. Die Alphabetisierungsrate liegt bei den bis zu 16jährigen bei deutlich unter 50%. Oft nur bei 25%.“

      Dazu haette ich doch gerne eine Quelle.
      Und wie bitte sollen wir die Aussage verstehen, dass die Alphabetisierungsrate mal bei 50 und manchmal bei 25% liegt?
      CIA World Factbook (zB) koennte helfen?

      „1/3 ist für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet“

      Also Solidaritaet nur fuer „Arbeitsfaehige“?
      Fragwuerdig!!

      „Und wenn ich lese, dass es nach dem 2. Weltkrieg auch ging: Damals war Deutschland zerstört,“

      und Hilfe war willkommen? Jetzt wo alles knorke ist, darf keiner mehr kommen? Echt jetzt?

      „So, und nun darfst du auf mich einschießen! Mir egal.“

      rein verbal: PENG!!

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    • @Pan: Mein name hat nichts mt Ghandi zu tun.

      Ansonsten äußere ich mich nicht zu Quellen. Bzgl. der Unterbringung und Beschulung gibt es Richtlinien, die von Behörden verschickt werden. Das muss reichen.

      Eine Schule im weiteren Umkreis von Wolfsburg (den namen verrate ich nicht) hat 43 Flüchtlingskinder zwischen 10 und 16 Jahren bekommen. 19 Kinder konnten das Alphabet aufschreiben, 14 Kinder konnten schreiben.
      Wie bitte integrieren? Die Kinder können auch kein Englisch. Und in der Klasse stzen bis 30 andere Schüler. Die Deutschförderklassen sind schon längst voll…

      Aber ist schon gut. Die Quittung wird kommen. Und dann ist das Geschrei groß.

      _________________

      So am Rande: Der Westen hat vier Jahre dem Dilemma zugesehen. Assad hat die rote Linie schon lange übertreten, die ihm Obama gesetzt hat. ISIS terrorisiert schon länger. Man hat zugesehen.

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    • Genau, da muss man sich mal aufregen! Da werden doch glatt plötzlich Milliarden mit weiteren Kürzungspaketen frei gemacht, die vorher gefehlt haben, weil da schon Kürzungspakete für eine schwarze Null sorgen sollten.

      Deutschland ist nicht überfordert bzw. müsste nicht überfordert sein. Die Aussage der Überforderung wird leider kaum mehr hinterfragt. Übrigens war weder Deutschland noch die EU wirtschaftlich überfordert, als es um die Rettungsschirme für Banken ging. Wenn wir also schon beim Geld sind, die Flüchtlinge die Deutschland richtig schaden (ca. 10 Mrd. jährlich, damit das Volumen, das man nun bräuchte), sind ziemliche Germanen. Man nennt sie Steuerflüchtlinge und sie bringen ihr Geld in die betuliche Schweiz oder ins niedliche Luxemburg, vielleicht hast du den Namen Hoeneß schon mal gehört?

      Ehrlich, du argumentierst von so einem kühlen, nutzenorientierten wirtschaftlichen Standpunkt aus, dass es mich hier vorm PC fröstelt. Ich werde Menschen, die vor Leid, Krieg, Perspektivlosigkeit und Armut fliehen, nicht mit so einer abscheulich distanzierten Maske bewerten wollen.

      Wie es Pan weiter oben angedeutet hat, das ist auch das Schicksal meiner Familie nach dem 2. WK (meine Urgroßmutter habe ich wirklich nicht verstanden: so viel also zur Sprache), das ist das Schicksal der Arbeitsimmigranten, die wir uns angewöhnt haben, „Gastarbeiter“ zu nennen, das könnte mein Schicksal sein, wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, in Deutschland geboren zu sein. Und im übrigen könnte man sich an der Stelle auch mal fragen, inwiefern die deutschen Auslandseinsätze und Waffenexporte nicht auch einen gar nicht ganz so kleinen Teil der Misere mitzuverantworten haben.

      Glaubst du eigentlich wirklich, dass „die Medien“ (oder wolltest du Lügenpresse schreiben..?), die seit Tag eins der Debatte, in vermeintlich „gute“ „richtig“ politisch Verfolgte und „böse“ Wirtschaftsflüchtlinge unterschieden haben, plötzlich anfangen unangenehme Wahrheiten zu unterdrücken, um ein positives Bild von flüchtenden Menschen zu zeichnen? Vielleicht doch noch mal überdenken.

      Und wenn wir dabei sind: Wenn ein russischer Arzt in Deutschland Probleme hat, praktizieren zu dürfen, dürfte das sicher an deutschen Standards liegen. Nur sind diese deutschen Standards eben immer auch Schließungsmechanismen von Berufsgruppen – man kann das Ganze auch Lobbyismus nennen.

      Richtig widersprüchlich ist aber der letzte Satz: Gerade weil Deutschland heute nicht zerstört ist, müsste es doch möglich sein, zu helfen, findeste nicht? Zumal es damals 10 Mio. waren und heute höchstens eine… Oder meinst du mit der „vollkommen anderen Situation“, dass es 1945 glücklicherweise Deutsche waren, denen man helfen konnte, während es jetzt ausländische Flüchtlinge sind? Das mein Lieber, nun ja…

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    • @M_Pech:

      „@Pan: Mein name hat nichts mt Ghandi zu tun.“

      Eben! ;)

      „Ansonsten äußere ich mich nicht zu Quellen.“

      Entlarvend.

      „Eine Schule im weiteren Umkreis von Wolfsburg (den namen verrate ich nicht) hat 43 Flüchtlingskinder zwischen 10 und 16 Jahren bekommen. 19 Kinder konnten das Alphabet aufschreiben, 14 Kinder konnten schreiben.“

      Das nennt man uebrigens „anekdotische Evidenz“ lieber M_Pech. Mache Dich mit diesem Begriff vertraut und kaufe Dir ein Buch ueber Statistik und lies es.

      Dann geht Dir ein Lichtchen auf ;)

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    • Nehmt doch selber am besten eine Flüchtlingsfamilie auf und kümmert euch um sie. Ihr labert nur etwas von Hilfe, tut aber in Wahrheit nichts.

      Ihr dreht gerade die Tatsachen um.

      Und damit bin ich raus. :talk:

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    • Woher weißt du, was wir tun und wie wir helfen? Wir drehen keine Tatsachen um, sondern liefern von dir unterschlagene Fakten und Perspektiven nach.

      Und einmal mehr werden wir Poseidon vermissen…

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    • Du lieferst keine Fakten, weil du sie gar nicht kennst. Du hast von der Realität schlichtweg keine Ahnung. Es gibt Ämter, die haben ihren Angestellten verboten in die Flüchtlingsunterkünfte zu gehen. Wegen Krankheiten. Soll ich Seuchengefahr sagen?

      Und ja, jemand mit gleicher Sprache und gleicher Kultur lässt sich leichter integrieren als jemand, der aus einem völlig anderem Kulturkreis kommt. Man baut Flüchtlingsblöcke, wo die menschen unter sich bleiben. Integration findet so nicht statt.

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    • Ergänzung: Hast du bisher mit Flüchtlingen zu tun gehabt?

      Du wirst mich jetzt gleich in die braune Ecke stellen, weil ich so doof war, den Mund aufzumachen. Dabei hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun. Flüchtlinge gab es immer, mal waren es Libanesen und Palästinenser, mal Menschen aus dem Balkan oder aus Afghanistan.

      Das waren gerade zu Kriegszeiten auch mal mehr, aber immer konnte man auch gezielt helfen. Auch andere Länder beteiligten sich. Nun stehen wir aber einer Menge entgegen, denen wir nicht mehr helfen können. Wir sind dafür nicht gerüstet, und damit meine ich ncht nur Unterkünfte. Kinder müssen in die Schule, zu Ärzten, Erwachsene zu Ärzten und wollen später beschäftigt werden.

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    • Okay dann noch mal, vielleicht gut, dass du noch ein mal nachgelegt hast. Ich lasse mir von dir nicht unterstellen, die Fakten (die du wieder anekdotisch wiedergibst) nicht zu kennen. Wie gesagt, ich helfe hier in Berlin mit, was deine Frage nach dem Kontakt zu Flüchtlingen hoffentlich beantwortet. Wie ist das eigentlich bei dir? Und ist die Lage eigentlich überall gleich oder bei dir nur einfach faktengesättigter (und ich verstehe es nicht)?

      Du hast zweifellos Recht damit, wenn du auf die kasernierte Unterbringung der Flüchtlinge verweist. Integration findet aber nicht nur deswegen nicht statt, sondern schon schlicht aus dem Grund, dass unsere Asylgesetzgebung bis heute Residenzpflichten, Arbeitsverbote, Sachleistungen und ähnliche andere schikanierende Kleinigkeiten beinhaltet, die eine Integration auch gar nicht befördern sollen. Es will die Flüchtlinge doch niemand aus der Riege der Staatschefs in Europa haben – oder wie erklärt man sonst neue Mauern in Europa oder das Massengrab Mittelmeer?

      Und sicher haben wir keinen Dissens in der Frage, ob die gemeinsame Sprache Integration erleichtert. Natürlich tut sie das.

      Noch einmal zu der Frage, ob wir dazu gerüstet sind. Man konnte im letzten Jahr bereits wissen, dass die Zahl der Flüchtlinge nach Deutschland massiv steigen würde (Link: http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesamt-fuer-migration-die-zahl-der-asylbewerber-in-deutschland-wird-steigen-1.2278061) Warum hat man sich denn nicht gerüstet? Vielleicht, weil man nicht allzu einladend erscheinen wollte? Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich glaube zwar, dass es Deutschland auch alleine schaffen würde. Aber darüber müssen wir gar nicht reden, weil es doch überhaupt nicht Gegenstand der Debatte ist! Es geht derzeit darum, die Flüchtlinge auf die Staaten der EU zu verteilen und hier scheren das rechtsradikal regierte Ungarn, Polen, Tschechien und das von Rechtspopulisten dominierte Dänemark aus. Allesamt Staaten übrigens, die Deutschland gut genug sind, wenn es um andere Kompromisse geht. Die Überforderung ist ein Schutzargument, das aufgebaut wird, um die Debatte in eine recht unappetitliche Richtung zu lenken und sich der Leute schnell wieder zu entledigen.

      Und nein, in der braunen Ecke stehst du bei mir noch nicht. Aber es stecken eben Argumente in deinem Post, die ich als reichlich herzlos erachte. Menschen unter ökonomischen Nützlichkeitsgesichtspunkten zu bewerten, ist schlicht zynisch und widerspricht eben jenem Humanismus, den Spaßsucher oben angesprochen hat. Vielmehr sind es Argumentationsweisen, derer sich alle rechtspopulistischen europäischen Parteien inklusive der AfD und Typen wie Sarrazin immer und immer wieder genüsslichst bedienen (Wissenschaftliche Publikation: https://www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitspapiere/shop/obs-arbeitspapier-nr-14-wettbewerbspopulismus.html).

      Vielleicht bist du dir aber dessen auch gar nicht bewusst und denkst nun auch noch einmal drüber nach.

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  18. Es geht doch nicht ausschließlich darum, dass die BILD beteiligt ist (auch sichtbar auf dem Aufnäher). Zu sagen, „wenn Herr Diekmann sich vergallopiert hat“ @Seppel, trifft es ja überhaupt nicht. Die Reaktion von Herrn Diekmann auf die legitime Ablehnehnung von St. Pauli hat erst die riesige öffentliche Empörung hervor gerufen. Der Vfl. Bochum sagt ja wohl auch, dass sie aus diesem Grunde die Aktion nicht unterstützen. Dem St. Pauli zu unterstellen, sie seien gegen Flüchtlinge, weil sie die BILD Aktion nicht unterstützen wollen , ist unverschämt. Und da darf man sich dann auch gerne mit St. Pauli solidarisieren.

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  19. @Seppel: Du magst das so empfinden, dass ich „maßlos übertreibe“. Ich weiß nicht, wie gut du die BILD und ihr medienpolitisches Konzept kennst. Einen kleinen Einblick gibt dir das von woolfsblood eingestellte youtube video in einem Beitrag weiter oben (hier noch einmal der Link:
    https://www.youtube.com/watch?v=encj8tfBL_Q.)
    Die Frage ist doch, ob man als Mensch oder als Fußballclub oder was auch immer angesichts des Flüchtlingsdramas aus eigenem Antrieb und mit Gleichgesinnten hilft oder ob man sich dazu einfindet, an einer oberflächlich human wirkenden Aktion eines Presseorgans mitzuwirken, das noch vor geraumer Zeit in der Asyl-Debatte die Kampagne „Das Boot ist voll“ mitgetragen hat und das sich zumindest aus meiner Sicht in jeglicher humanen Frage gründlich disqualifiziert hat. Da sag`ich doch „nein Danke“ und mache mein Ding mit unverfänglicheren Partnern.
    Ich gestehe dir gerne zu, meine Position übertrieben zu finden. Gestehe mir aber bitte auch zu, dass ich den Vorgang völlig inakzeptabel und das offensichtliche Stillhalten des VfL als beschämend finde.

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    • Die Bild ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten.
      Ich habe das Gefühl, dass die Bild der Mehrheit nachplappert.
      Sprich, solange man gefühlt die Mehrheit bedient, alles ok, wenn die Meinung der Mehrheit umschwingt, tut es die Bild auch.

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    • Sehe ich wie Andreas, die Bild ist die Merkel unter den Zeitungen.

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  20. Es sind wirklich ganz überwiegend tolle, niveauvolle und durchdachte politische Kommentare, die man hier im Wolfs-Blog zu diesem Thema lesen kann.

    Würde der Wolfs-Blog die Stimmung der Mannschaft und des Managements direkt beeinflussen können, würde der VfL morgen die Bild-Aktion boykottieren. Schön, dass ihr alle so großartig und ohne Pöbeleien mitdiskutiert und dass es in dieser Diskussion genau wie in der Zuschauerzahlendebatte der letzten beiden Tage gelingt, ein so positives Bild einer mündigen und selbstbewussten Fanszene zu zeichnen. Das steht in so krassem Gegensatz zu dem, was allgemein über uns gedacht wird und das ist gut so. Ernsthaft: Vielen Dank, darauf sollten wir wirklich stolz sein!

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  21. @Mahatma Pech: Ist nicht böse gemeint. Aber lies meinen Beitrag, auf den du dich beziehst, bitte noch einmal genau.
    Und ich bin auch überrascht, dass die heute-Redaktion schon weiß, dass 1/3 der Syrienflüchtlinge für den Arbeitsmarkt geeignet sind, wo die meisten doch noch nicht einmal erfasst sind.
    Und wenn du darauf verweist, dass die Qualifizierung der Flüchtlinge uns das Geld kostet, was bei der Ausbildung der deutschen Kinder und Jugendlichen fehlt, dann sind wir genau auf der Argumentationsebene, die BILD jahrelang befeuert hat.

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    • Es sind Hochrechnungen der DIHK. Die wurde als Quelle angeführt.

      Zur Finanzierung: Möchtest du etwa leugnen, dass die Länder und der Staat seit Jahren krampfhaft versucht, eine „schwarze Null“ in den Bundeshaushalt zu zaubern? Das Bildungsausgaben schon lange wesntlich erhöht hätten müssen? Das unsere Erzieher zu wenig verdienen und das der Streik keine zufriedenstellenden Angebote gebracht hat? Das Brücken renovierungsbedürftig sind?

      Das hat alles nichts mit der Bild-Zeitung zu tun. Das kannst du in jeder Zeitung lesen, egal ob TZ, Welt, Zeit,Frankfurter Allgemeine oder der örtlichen Presse.

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    • Mal so ganz blöd gefragt, waren nicht die staatlichen Erzieher gut bezahlt? Betrifft die schlechte Zahlung nicht die privatwirtschaftlich Angestellten Erzieher?

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    • Die Löhne der privaten Erzieher orientieren sich i.d.R. an denen der „staatlichen“ Erzieher. Es ist also genau andersrum.

      In Wolfsburg ist der Großteil bei Kirchen oder privaten Trägern angestellt. Daher war Wolfsburg auch nicht so stark von den Streiks betroffen. Denn es streiken immer die bei den Öffentlichen angestellten Erzieher. Sprich städtische Kindergärten.

      http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2015-04/kita-streik-faq

      Wenn man bedenkt, dass in einem heutigen Kindergarten nicht mehr nur gespielt wird, sondern bereits Englisch oder andere Dinge unterrichtet werden und die Arbeitszeit sich ausgedehnt hat, so ist die Bezahlung ein Witz.
      Außerdem sind ja noch Sozialarbeiter, Sozialpädagogen us. daran gekoppelt. Menschen, die im Jugendamt arbeiten und die tägliche Sch*** erleben. „Familien im Brennpunkt“ ist dabei längst nicht die Spitze des Eisberges.

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    • Coprolalia under Control

      Ok danke. Wusste ich nicht, war da komplett konträr informiert.

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    • „Das hat alles nichts mit der Bild-Zeitung zu tun. Das kannst du in jeder Zeitung lesen, egal ob TZ, Welt, Zeit,Frankfurter Allgemeine oder der örtlichen Presse.“

      Nicht die Probleme, die Du ansprichst, haben mit der Bild zu tun, sondern die seltsamen Zusammenhänge, die Du propagierst, erinnern an Bild-Polemik.
      Ich würde niemals widersprechen, dass das Probleme und Ungerechtigkeiten sind, die angegangen werden sollten. Aber was hat das ganze mit den Flüchtlingen zu tun?
      Kein Flüchtling kann etwas dafür, dass unsere Politiker in den letzten Jahren zu wenig in Bildung und Infrastruktur investiert haben. Und Gelder die nun für Flüchtlinge bereitgestellt werden, müssen keineswegs Einfluss haben auf Investitionen in die Richtung wie Du (und ich übrigens auch) sie gerne sehen würdest. Das sind Verfehlungen der Politik die absolut nichts damit zu tun haben, dass wir in der Verantwortung stehen, uns um Hilfsbedürftige zu kümmern.
      Ich finde es arm, diese (haltlosen) Zusammenhänge zu ziehen und als Argumente gegen Flüchtlingshilfe zu verwenden. Dieses Ausnutzen von Ängsten um gegen bestimmte politische Entscheidungen/Handlungen zu hetzen ist genau der Stil, dem die Bild seit Jahrzehnten folgt. Ich denke das ist es, was Joan mit Argumentationsebene der Bild meint. Nicht, dass es diese Probleme nicht gibt, sondern dass sie in keinem direkten Zusammenhang mit der Hilfe für Flüchtlinge stehen.

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    • So, erster Emoticon ever dafür. :topp:

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  22. Vielleicht sollten wir wieder mehr den Bezug zum Fußball herstellen in der Diskussion und nicht rein politisch diskutieren.

    Ich bin gespannt, ob morgen noch weitere Vereine abspringen und wie die Bild damit umgeht. Sieben Vereine ist ja schon mal eine Hausnummer.

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  23. Allofs sieht es übrigens genau wie ich:
    Das Thema Flüchtlinge, so Allofs, sei aber „zu ernst, um darüber jetzt eine solche Grundsatzdiskussion zu führen“. Quelle:waz.

    Diese 90 Minuten steht man es durch. Beim nächsten Mal kann man es ja anders machen.

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  24. 1) @WoodyGuthrie, Joan und NiK
    Vielen Dank fuer Eure Beitraege. Ich stimme Euren Argumenten zu und teile Eure Meinung und bin froh, dass Ihr diese noch besser auf den Punkt brachtet als ich.

    2) Ich wollte Poseidon/Mahatma_Pech auch nicht in die rechte Ecke stellen. Mir geht in letzter Zeit nur arg schnell die Hutschnur hoch, wenn gebildete/eloquenten Menschen so herzlos debattieren.
    Bitte nimm also zur Kenntniss, dass ich Deine Person nicht gleich zum Fremdenfeind mache. Aber ich moechte gleichzeitig daran erinneren: Jeder ist fuer seine Wortwahl selbst verantwortlich!

    3) NiK: „Nicht, dass es diese Probleme nicht gibt, sondern dass sie in keinem direkten Zusammenhang mit der Hilfe für Flüchtlinge stehen.“

    Bester Satz zu diesem Thema ueberhaupt!!

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