Dienstag , November 24 2020
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Teil 1: Öffentliche Kritik

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Der VfL Wolfsburg hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet, die allen Beteiligten so ein bisschen die Stimmung zum Fest verhageln dürfte. In der Tabelle abgerutscht, Unruhe bei den Fans und Missstimmung auch im Team nach der Stuttgart-Pleite.

Es haben sich viele Fragen und Kritikfelder aufgetan, über die wir in der Pause in Ruhe diskutieren und sprechen können. Der User Schafspelz hat mit einer großen Zusammenfassung die Steilvorlage gegeben. Ich werde aus seinem Text, aber auch von anderen Usern, die kritischen Punkte einzeln notieren und zu jedem einen Artikel verfassen.

Anfangen wollen wir mit dem Punkt:

Kritik in der Öffentlichkeit austragen – gut, schlecht, notwendig?

Schon vor Wochen hatten Klaus Allofs und Dieter Hecking in der Länderspielpause versucht die Spieler mit öffentlicher Kritik wachzurütteln. Einer der Hauptkritikpunkte der Verantwortlichen: Wer auf der Bank sitzt beschwert sich häufig, lässt aber nach einem Einsatz keine Taten folgen und zeigt wenig Engagement.

Was sagt ihr zum Thema: Öffentliche Kritik von Spielern, Trainer, Manager? An der ein oder anderen Stelle vielleicht angemessen, oder geht das gar nicht? Darf Max Kruse seine Mitspieler in der Öffentlichkeit kritisieren und was sollten Trainer und Manager tun?

Kritik an Mitspielern: Hecking pfeift Kruse zurück

MAx-Kruse
 
Die Stimmung beim VfL Wolfsburg zur Winterpause ist angespannt. Nach der Niederlage gegen Stuttgart hatte Max Kruse deutliche Worte gefunden und seine Mitspieler abgewatscht:

„Ich weiß nicht, warum wir es auswärts nicht auf den Platz bringen. Mit dieser Einstellung geht es nicht in der Bundesliga. Wir müssen grundlegende Dinge ändern. Wir kriegen Gegentore, weil wir passiv ohne Ende sind. Das hat nichts mit der Struktur zu tun, sondern der Einstellung.“

Was meint Kruse mit der Äußerung: „Wir müssen grundlegende Dinge ändern?“ Was läuft beim VfL Wolfsburg momentan schief? Stimmt die Einstellung einiger Spieler momentan wirklich nicht?

Dieter Hecking gefiel diese Äußerung seines Nationalspielers nicht: „Wissen Sie, Spieler sind nach dem Spiel auch enttäuscht. Manchmal sollten sie besser den Mund halten.“

Nach dem Urlaub der Spieler gibt es für den Manager und das Trainerteam viel aufzuarbeiten.
 
 

73 Kommentare

  1. Heckings Aussendarstellung ist eine Katastrophe!
    Meiner Meinung nach hat Kruse doch vollkommen recht mit seiner Aussage und nimmt die Mannschaft als Kollektiv in die Kritik und nicht irgendwelche Einzelspieler.

    Dieter Hecking hat sich einen Kredit angespielt und sollte auch die Rückrunde vollste Unterstützung des Vereins erhalten. Sollte es aber nicht besser werden (min. Top5), muss man sich wohl trennen nach der Saison.

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  2. Wenn ich das richtig verstanden habe hat Kruse sogar Hecking kritisiert, beziehungsweise habe ich es so aufgefasst.
    Er sagte soetwas, wie „wir spielen über außen mit Flanken, nur dann muss auch einer in der Box stehen“

    Vielleicht hat das von euch ja wer gehört und kann es besser wieder geben.
    Ich habe es jedenfalls als Kritik an den Trainer aufgefasst.

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    • Habe ich sinngemäß auch so gehört, Matthäus hat es auch als Kritik am Trainer aufgefasst.

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    • Danke, dann habe ich das doch nicht falsch verstanden.
      Das der Loddar darauf noch reagiert hat, hab ich ebenfalls nicht mitbekommen.

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    • Die Situation war auch ziemlich chaotisch, da die Mannschaft des VfB gerade an der „Expertenrunde“ vorbeizog und der Moderator immer wieder darauf hinweisen musste; ein ziemliches Durcheinander.

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    • Das ist nicht richtig.

      Sinngemäß:

      Kruse: ich hab heute den Neuner gegeben und durch Ausweichbewegungen versucht das Zentrum zu öffnen, nur wenn da dann keiner steht bringt das nichts.

      Reporter: Mit Bas Dost kam so ein Spieler zur Halbzeit, also ein Systemfehler?

      Kruse: Wir wissen natürlich um die Qualitäten von Bas, aber das Zentrum kann auch ohne ihn besetzt werden. Der Trainer denkt sich ja was bei seiner Aufstellung. Wir haben schon gezeigt dass wir auch dieses System spielen können.

      ————-

      Loddar hat sich anschließend sehr undeutlich geäußert, meinte aber schlussendlich dass es keine Kritik am System sondern an der grundsätzlichen Einstellung war.

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    • Das ist falsch, dass das falsch ist, ich habe eine deutliche Erinnerung daran, dass Kruse sagte, das die Box nicht besetzt sei und das Lothar diese Worte als Kritik am Trainer bezeichnet hat.
      Du beziehst sicher auf eine online Version dieses Interviews, wie sie jetzt bei sky zu sehen ist.

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  3. Nein beziehe mich auf das TV Interview.

    Das Kruse sagte die Box ist nicht besetzt habe ich geschrieben. Das es keine Kritik am System ist stellte er – wie es oben steht – auf Nachfrage klar.

    Lothar sagte erst es sei Kritik am System, anschließend das, was in meinem Post zu lesen ist, deshalb schrieb ich er drückte sich unklar aus.

    Antwort Button verfehlt…

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    • Lothar ht deutlich gesagt, dass Kruse auch Kritik am Trainer geübt hat, dabei bleibe ich, ich habe es auch so aufgefasst, Heckings Reaktion passt dazu.

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    • Trainer und Team sind seit geraumer Zeit dabei, sich von einander zu entfernen.

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    • Ein weiteres argumentieren erscheint mir dann doch ziemlich sinnlos. Deine Experten-Meinung aus der Distanz scheint ohnehin festzustehen, Tatsachen müssen nun nur noch konform interpretiert und wahrgenommen werden.

      So lange es zum Seelenwohl beiträgt…

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  4. Ich finde schon das Kruse insgesamt Recht hat mit seinen Aussagen. Ob das Hecking nun passt oder nicht. Unser Flanken-Abstauber-System wie ich es schon vor ein paar Wochen genannt habe, funktioniert eigentlich schon die ganze Saison nicht mehr richtig. Dazu kommen Formschwächen bei Cali und RR, einige Ausfälle, wie z.B. Gustavo oder Vieirinha bzw. RR und ein Schürrle der eigentlich noch gar nicht wirklich angekommen ist. Dazu leistet sich fast an jedem Spieltag irgendeiner einen kompletten Lapsus bzw. erwischt einen rabenschwarzen Tag. Einmal Lilavogel, dann Dante, gestern fand ich auch Naldo und Klose sehr instabil. Woran das genau liegt, kann ich leider nicht sagen. Konzentration? Eingespieltheit? Nervosität? Ich weiß es nicht, aber an der Qualität der Spieler liegt es wohl kaum.
    Alles zusammen genommen bringt uns in die jetzige Situation. Es ist selten so, dass wir komplett unterlegen sind, aber auch selten so, dass wir größtenteils dominieren. Manchmal reicht es, manchmal eben nicht. Gegen Stuttgart hatten wir das nötige Glück leider nicht. Ich behaupte mal die beiden Didavi-Treffer gehen auch nicht jedes mal rein, dazu hatten wir gegen Schluss auch einiges liegen lassen. Aber für mich ist nicht unbedingt die Niederlage so schmerzhaft, sondern einfach die Tatsache, dass man momentan kaum eine Entwicklung sieht. Wir spielen eigentlich schon die ganze Saison so.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass manche hier trotzdem auch etwas zu verwöhnt sind. Wir stehen, trotz zugegebenermaßen unzureichenden Leistungen noch relativ vernünftig da. Das sich was tun muss ist völlig klar. Dennoch war nicht nicht immer alles schlecht. Nach Niederlagen wird nach meinem Geschmack oft etwas zu viel draufgehauen. Ich bin sehr froh, dass wir in der CL noch dabei sind und einen machbaren Gegner bekommen haben. Der Tabellenplatz ist eigentlich genau so, wie ich ihn erwartet habe. Also alles noch im Soll. Ich hoffe, dass man nun in der Vorbereitung noch einiges einstudieren und üben kann. Die Qualität dafür haben wir auf den meisten Positionen. Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass wir gerade auf den Außenpositionen momentan Probleme haben, genauso wie auf der MS-Position, wie allerseits bekannt ist. Schürrle und Cali bringen momentan nicht die Leistung. Schürrle brachte sie noch nie. Cali meiner Meinung nach letzte Saison bärenstark, mittlerweile völlig außer Form. Wenn dann halt noch ein Vieirinha ausfällt bleibt da nicht mehr all zu viel. Azzazoui? F. Rodriguez? Draxler, der sich ähnlich wie damals de Bruyne eigentlich im Zentrum sieht?
    Wenn man einen Didavi haben könnte wäre das in meinen Augen ein Supercoup. Wäre wohl relativ günstig, hat mindestens so viel Qualität, wie unsere derzeitigen Flügelspieler und obendrein hat er offensichtlich auch eine bessere Form. Ich hoffe immer noch, dass sich ein Embolo-Transfer irgendwie noch im Winter machen lässt. Dazu vielleicht noch Osimhen?
    Uns fehlen momentan auch irgendwo die Alternativen. Die Offensiven die gespielt haben, waren schwach. Auf der Bank saß nur Dostm, also was tun? Rodriguez ist offensichtlich noch nicht in der Lage wirklich was zu reißen in der BuLi. Ähnlich scheint es bei Azzaoui. Einige sahen uns immer auf der 6 zu schwach besetzt. Mittlerweile finde ich unser Zentrum mittlerweile fast schon überragend aufgestellt, wenn man das mit unseren Außenspielern vergleicht.
    Das in der Rückrunde mehr kommen muss, ist aber auf jedenfall klar.
    Und um noch schnell was zu Knoche zu schreiben. Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht der größte Knoche-Fan bin, da er in meinen Augen, dassselbe Problem wie Dante hat. Nämlich, dass sie beide zu langsam sind. Sicher hat man sich das Problem irgendwie selber geschaffen, als man Dante verpflichtet hat. Für Knoche spricht, dass er quasi ein Eigengewächs ist. Allerdings sollte man diesen Bonus im heutigen Fußballgeschäft auch nicht überstrapazieren. Man hätte wohl einfach die Finger von Dante lassen sollen…

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    • “Wenn man einen Didavi haben könnte wäre das in meinen Augen ein Supercoup. Wäre wohl relativ günstig, hat mindestens so viel Qualität, wie unsere derzeitigen Flügelspieler und obendrein hat er offensichtlich auch eine bessere Form.“

      Warte mal ab. Spätestens nach 6 Monaten, ist die bessere Form dahin. Weiß der Geier warum. :krampus:

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    • Man sollte Dante behandeln wie jeden anderen IV auch, überhaupt muss das Leistungsprinzip gelten, nicht Namen und Transfersummen, wie hier manche geschrieben haben, auch wenn sie es anders verkaufen wollen.

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    • @ Ein_Wolf
      Mit der Form ist es halt immer so eine Sache, allerdings spielt Didavi eigentlich jetzt schon längere Zeit auf einem ziemlich guten Niveau. Dazu ist er in meinen Augen momentan torgefährlicher, als alles was wir haben, da er schnell ist, einen ordentlichen Bums hat und dazu Durchsetzungsfähigkeit.
      Wovor ich am meisten Angst habe, ist eher seine Verletzungsanfälligkeit. Kann natürlich auch einfach nur Pech sein. Trotzdem hätten wir mit ihm wenigstens mal Optionen in der Offensive. Sodass man nicht immer alle spielen lassen muss, egal ob sie eine gute Form haben oder eben nicht (siehe Cali oder Schürrle).

      @ Lorenz
      Da bin ich ganz bei dir. Ich bin zwar der Meinung, dass Knoche wahrscheinlich aus leistungstechnischen Geischtspunkten nicht unbedingt vor Dante spielen müsste, allerdings hat Klose damals richtig gut gespielt. Nun wurde er aus welchen Gründen auch immer gegen Dante ausgetauscht, der jetzt zwar nicht unbedingt enttäuscht hat, aber auch keine Überleistungen vollbracht hat. Insgesamt fand ich Klose jedenfalls vorher stärker als Dante. Nach seiner Zwangspause hat er jetzt gegen Stuttgart wieder ein relativ bescheidenes Spiel gemacht. Ganz unverständlich ist das natürlich nicht. Das Vertrauen vom Trainer spürt er nicht, den Rhythmus hat er auch nicht und insgesamt funktioniert die Mannschaft momentan nicht all zu gut. Ich bin zwar momentan eher hin und hergerissen wenn es um Hecking geht. Das muss man ihm aber in meinen Augen als Fehler ankreiden.

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    • Hecking scheint aber nach Transfersummen und persönlichen Vorlieben aufzustellen. So scheint es mir zumindest…

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  5. Ich fasse mal zusammen:

    – Schürrle wird wegen seiner Leistung im September kritisiert.
    – Knoche wird kritisiert, dass ersich mehr herankämpfen soll.
    – Dost wird als „kleines Kind bezeichnet, dem man das Spielzeug geklaut hat“. Im September.
    – Schürrle wird im Oktober wieder kritisiert.
    – Bendtner ist ein Daueropfer und wird wiederholt wegen seiner Einstellung kritisiert (zuletzt im November)
    – Kruse bekommt nun nach geäußerter Kritik verbal sein Fett wg (im Dezember).

    In vier Monaten werden vier Spieler öffentlich kritisiert.

    Man hat fast das Gefühl, als wenn die halbe mannschaft mit dem Trainer im Klinsch ist. Sind jetzt nur vier. Aber man kritisiert keine Spieler öffentlich. dabei bleibe ich. Es ist ein Zeichen vo Schwäche.

    Das gilt in allen Bereichen der Berufswelt. Ein Chef darf und muss kritisieren. Aber keiner will öffentlich bloß gestellt werden. Damit schafft man sich Feinde.

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    • Jaein. Im Grunde genommen würde ich dir schon Recht geben, allerdings gibt es ja auch sowas wie konstruktive Kritik. Es kommt zumeist auch immer darauf an, wie man mit der Kritik umgeht. Kritikfähigkeit sollte eigentlich heutzutage im Fußballerleben dazugehören. Insgesamt gebe ich dir Recht, da sich Hecking mittlerweile schon etwas sehr viel öffentliche Kritik geleistet hat. Die Sache mit Bas hätte man sicher auch anders klären können. Die Kritik an Bendtner habe ich jetzt nicht als so stark wahrgenommen, genauso ist das bei Knoche wohl eher ein Fingerzeig gewesen.
      Bei Schürrle aber kann ich dir Kritik mittlerweile schon verstehen. Man hat sich jetzt beinahe ein Jahr schützend vor ihn gestellt, obwohl er im Prinzip keine Leistung gebracht hat. Irgendwann ist dann auch der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich lächerlich macht, wenn immer wieder auf die starken Leistungen in der Zukunft verweist, die fortwährend ausbleiben. Bei Schürrle habe ich sowieso etwas das Gefühl, dass er zwar ein guter Kerl ist, aber andere wichtige Eigenschaften komplett vermissen lässt. Einsatz, Kampf, mentale Stärke. Das sehe ich bei Schürrle zu 90% nicht. Wenns läuft macht er mal ein vernünftiges Spiel, wenns nicht so läuft geht er mit unter. Es wäre gut möglich, dass Hecking ihn mit dieser Kritik auch mal etwas aus seiner Komfortzone holen wollte. Dass der Spieler merkt, dass es so langsam nicht mehr weiter gehen kann. Ich bin der Letzte, der vergisst, dass Spieler auch nur Menschen sind und ihre Fehler machen/haben. Dennoch darf man auf der anderen Seite nicht vergessen, dass sie auch für den Verein und die Fans stehen und jede Menge Kohle dafür bekommen. Da kann man schon auch mal etwas Kritik üben. Ist meine Meinung. Mich nerven nämlich diese Spiele, nach denen er von seiner „guten“ Leistung spricht, die offensichtlich nur er so einschätzen würde, langsam auch etwas. Denn sind wir uns ehrlich. Hätte er keine 30 Mio. gekostet und wäre Weltmeister und Nationalspieler würde er vermutlich nicht mal im Kader stehen. Bei mir jedenfalls nicht.

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    • Öffentliche Einzelkritik ist falsch, öffentliche Gesamtkritik dagegen nicht, da sie das Kollektiv „angreift“. So kann sich dann jeder den Schuh anziehen wie er will.

      Öffentliche Einzelkritik führt dazu, dass die Einzelperson noch mal besondern kritisch von den Medien beäugt wird, in der kranken Medienwelt wird dann ein Besuch bei XYZ sofort negativ gedreht und ein Spieler, der so oder so schon alleine auf Grund des Berufes in der Öffentlichkeit kaum „Bewegungsfreiheiten“ hat, wird dann noch mal mehr „verfolgt“…

      Ich verstehe die Kritik von Mahatma durchaus und sehe es ebenfalls so. Einzelkritik gehört sich eigentlich nicht, man kann bei einem „Fehlverhalten“ eines Spielers, der an die Öffentlichkeit ging einen Kommentar ablassen aber nicht selbst derjenige sein, der seine Spieler öffentlich demontiert…

      Pfui!

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    • Okay, ist natürlich deine Meinung. Ich sehe das nicht so. Finde auch nicht, dass jemals ein Spieler von uns öffentlich „demontiert“ geworden ist. Das Schürrle schwache Leistungen bringt dürfte den Medien wohl schon ca ein halbes Jahr vorher aufgefallen sein. Nach einem Jahr wird es halt schwer weiterhin bei der Marschroute „bald zeigt er was er kann“ zu bleiben, weil es einfach keiner mehr ernst nimmt. Mir missfällt Schürrles auftreten ebenfalls. Ich habe immer den Eindruck ihm fehlt der letzte Biss und ist im Kopf ausschließlich mit sich selbst beschäftigt. Er mag ja ein freundlicher, sympathischer Typ sein, aber das bringt halt nichts, wenn er auf dem Platz immer so gehemmt ist.
      Ich persönlich habe Heckings öffentliche Kritik irgendwo auch als „Wachrütteln“ wahrgenommen. Es ist nämlich langsam wirklich 5 vor 12, auch hinsichtlich seiner gesamten Karriere. Wie gesagt, bei ihm scheint es leider nicht so sehr gefruchtet zu haben, da er vielleicht sehr sensibel ist und dadurch noch mehr gehemmt. Das könnte man Hecking natürlich ankreiden, dass er das hätte wissen müssen. Die Kritik an sich finde ich aber schon in Ordnung, genauso wie die Kritik von Kruse in Ordnung ist.

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  6. So viel öffentliche Kritik gab es ja nicht mal unter Magath. Der Bruch zwischen Mannschaft und Trainerteam ist eindeutig. Für mich zeigt dies eine gewisse Hilflosigkeit von Hecking. Es gibt andere und bessere Wege Spieler anzustacheln als durch Kritik über die Medien. Dies bringt nur Unruhe ins Team.

    Ich denke man sollte jetzt im Winter einen Schlussstrich ziehen, sofern die Möglichkeit besteht Favre zu verpflichten. :vertrag:

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  7. Laut dem WAZ Artikel gibt es 2 „interessante“ Informationen.

    Allofs reagiert zugeknüpft auf die Nachfrage zu Didavi und er gab ihm einen „Klaps“ auf den Rücken, da kann man was draus ableiten oder eben nicht.

    Weier steht drin: Nigerias Top-Talent Victor Osimhen habe sich wohl für Wolfsburg entschieden „Wir haben keine Einigung mit irgendeinem Klub. Aber es sieht mehr und mehr danach aus, dass wir uns für Wolfsburg entscheiden.“

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    • Sollten sich die Gerüchte um Osimhen bewahrheiten, gehe ich davon aus, dass sich das Thema Embolo erledigt hat. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Osimhen das Zeug zu einem Stürmer internationaler Klasse hat. Jetzt fehlt nur noch ein Trainer, der ihn auch einsetzt. Das sind jedoch ungelegte Eier. Dem Vernehmen nach würde er frühestens 2017 zur Mannschaft stoßen. Bis dahin ist noch viel Wasser die Aller hinuntergeflossen…

      Didavi wird im Winter nicht kommen.

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  8. Wir sollten in Kruses Aussage nix rein interpretieren, er ist einfach enttäuscht über die Ergebnisse der Mannschaft der jüngeren Vergangenheit. Das er so etwas anspricht,auch öffentlich ist richtig finde ich. Zumal er sich das auch erlauben darf da er auch dem entsprechend kämpft und rennt. Warum Dieter dieses berechtigte Aussage versucht zu revidieren- das weiß nur er selber

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    • Ich finde die Kritik korrekt von Kruse, sich immer alles schön zu reden und sich gegenseitig den Pöter zu pudern hilft nicht. Wenn Dieter immer nur öffentlich kritisieren kann, muss er das nun auch so „aushalten“, kann er mal sehen wie scheiße das ist.

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    • @ jonny.pl
      jetzt bin ich etwas irritiert. Gerade eben habe ich ein paar Beiträge weiter oben auf deinen Beitrag geantwortet, in dem du es als verkehrt ansiehst, einzelne Personen zu kritisieren. Hier jedoch schreibst du, dass das absolut richtig ist, um später wieder zu sagen, dass es doch „scheiße“ ist. Das Ganze scheint mir schon etwas widersprüchlich oder? :p

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  9. Zur Kritik von Kruse an …und von Hecking an…:
    Finde es besser, wenn Spieler nach einem Spiel wie das in Stuttgart was sagen, und ich bin sicher, dass öffentliche Kritik eines Trainers an einem Spieler oder an der gesamten Mannschaft in der Regel bewusst eingesetzt wird und auch bereits das letzte Mittel ist. Danach gibt es nichts mehr (um in dieser Sache Beckenbauer zu zitieren).

    Was mich aber viel mehr irritiert sind die Aussagen von Hecking und Allofs zum Spiel in Stuttgart: da lese ich „nicht konstant“, „enttäuschend“ und ähnliches.
    Ein Blick auf die Auswärtstabelle zeigt: das war die gesamte Saison genau so (Ausnahme die erste Halbzeit in München). Und wer die Spiele gesehen hat wird konstatieren müssen: alle sind im selben Stiel gespielt und verloren worden.
    Was – in aller Welt – ist daran „nicht konstant“ ?????
    Was – in aller Welt ist daran „enttäuschend“ ?????
    Ganz im Gegenteil: wenn es diesmal anders gewesen wäre wäre es:
    – völlig überraschend
    gewesen.
    Warum also diese (öffentliche) Fehleinschätzung? Hatten die Verantwortlichen gehofft, dass wie aus dem Nichts plötzlich auswärts alles besser werden könnte.?
    Wunder gibt es manchmal, aber meist haben diese eine gut vorbereitete Grundlage.
    Wenn die Verantwortlichen nicht merken sollten – was ich mir wirklich nur sehr schwer vorstellen kann – das wir diese Saison auswärts IMMER DASSELBE GEMACHT HABEN und dass dies einen Grund haben muss, dann verstehe ich die (Fußball-) Welt nicht mehr. Und wenn sie es doch merken, warum können sie es dann nicht ändern? DAS VERSTEHE ICH NICHT.
    Durch Spieler Käufe (oder Verkäufe) wird sich dieses Problem nicht abstellen lassen.
    OK: gebe zu, wenn man Ronaldo und Messi kauft, dann würde man vielleicht auswärts etwas besser aussehen. Aber sonst???

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    • Wir wissen nicht, ob es vom Trainerteam angesprochen, bzw. anders gefordert wird?!
      Ja, auch mich nerven diese ewig selben Aussagen der Verantwortlichen. Ob sie es abstellen und im Training darauf hinarbeiten weiß ich nicht.
      Aber ich denke wir befinden uns hier auf einem schmalen Grad mit den Schuldzuweisungen.
      Meiner Meinung nach muss aber etwas gewaltig im Team nicht stimmen. Spieler – Trainer, Spieler untereinander. Auch hierauf, habe ich schon vor Wochen hingewiesen mit dem Abgang von Perisic den Niemand von uns wirklich verstanden hat.
      Im Augenblick sehe ich echt ein wenig schwarz für die Rückrunde. Wenn es nämlich so weiter geht und man dann nach drei oder vier Spieltagen doch noch das Trainerteam auswechselt könnte es für das Saisonziel schon zu spät sein.
      Entweder man hat noch das vollste Vertrauen in den Trainer um die Saison ERFOLGREICH zu beenden oder man müsste jetzt zur Tat schreiten.
      Eventuell geht DH auch von allein, wenn ich mich recht erinnere hat er das schon ein, zweimal gemacht, das er seinen Stuhl freiwillig geräumt hat.

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    • @Lehre71: natürlich wird niemand „das Trainerteam auswechseln“ weder jetzt noch während der Rückrunde noch danach. Grund: verheerende Öffentlichkeitswirkung. Und natürlich wird Hecking nicht gehen. Warum sollte er? Nur weil er keine Mittel findet, die Mannschaft auswärts ansehnlichen oder erfolgreichen Fußballl spielen zu lassen? So lange wir nicht eine Negativserie von ca. 6 bis 7 Niederlagen hinlegen passiert da gar nichts. Und das ( 7 Niederlagen am Stück) geht nicht, weil wir ja auch mal zu Hause spielen und da die individuelle Klasse der Spieler reicht, trotz Hecking auch mal zu punkten.
      Nein, wenn wir Glück haben erreichen wir das Viertelfinale in der CL und spielen dort ein tolles Achtelfinale. Der Rest wird Niemandsland in der Bundesliga. Da nehme ich Wetten drauf an.

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    • @Diego: Einen Trainerwechsel halte ich auch für unrealistisch. Aber dann muss jmd. ins Trainerteam geholt werden, der taktisch neuen Wind in die Bude bringt. Denn so wie jetzt geht es nicht, das sollte jedem klar sein. Auch wenn die Aussagen von DH&KA was anderes vermuten lassen können.
      Hinzu müssen neue Spieler kommen, die in das neue taktische Konzept passen oder eher zum aktuellen Konzept passen flass dieses weiterverfolgt wird. Zudem müssen Ruhestörer wie z.B. Dost verkauft werden.

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    • @diego:
      „Was – in aller Welt – ist daran “nicht konstant” ?????“ – Na hoer mal, 1:0 in Darmstadt und 1:2 gegen Dortmund, nennst Du das konstant? Konstant im Allofschen Sinne waere es, alle Heimspiele zu gewinnen und alle Auswaertsspiele zu verlieren. Von wegen Sympathiepunkte durch Geschenke fuer den Gastgeber und so… :ironie:

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    • @diego1953

      Ich wäre mir da mal nicht so sicher.
      Wir haben aus den letzten 4 Spielen gerade mal zwei Punkte geholt.
      Lass uns mal die ersten beiden Rückrundenspiele verlieren, was haben wir dann?
      Deine negative Serie von 6 Spielen…..
      Ich denke, das in diesem Falle auch ein Herr Sanz nicht mehr die Füße still hält und KA zum Handeln auffordert.
      Meinetwegen auch nach dem Schalkespiel am dritten Spieltag.
      Aber in diesem Fall wäre die Vorbereitung der Rückrunde wieder im Eimer….

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  10. OT: bei H96 ist der Trainerposten frei.
    Wäre das nicht was für Hecking? Ein Traditionsverein in seiner Heimat….

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    • http://m.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/Fuerther-Fans-giessen-zum-RB-Spiel-literweise-Oel-in-Gaeste-Block

      Off-Topic, aber mal ernsthaft: Wie bekloppt kann man denn sein?
      Das grenzt ja eigentlich schon an versuchter Körperverletzung…

      Langsam häufen sich solche Aktionen(diverse Züge, das Gerücht gegen uns nach dem Hamburg-Spiel usw.)
      Kommt mir das nur so vor oder werden die Leute immer bekloppter?

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    • Fanatische Fußballfans sind nun mal nicht die Besten und Klügsten der Gesellschaft. Und ich finde, das sollte als versuchte Körperverletzung verfolgt werden.

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    • So etwas (wie in Fürth) geht am ehesten mit Billigung der Verantwortlichen. Oder könnt ihr euch vorstellen, dass unsere Fans Öl in den Gästeblock kippen, ohne dass die Stadionbewacher das merken?
      Bin mal gespannt welche der 1.Bundesliga-Fans bei dem ersten RB Gastspiel nächste Saison den 1. Preis für Deppen und Kriminelle holen.

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  11. Teil 2 werde ich etwas genauer strukturieren. Für Teil 1 habe ich einfach mal den bestehenden Artikel herangenommen, weil er wie ich finde gut zum Thema passt.

    +++ Also noch mal: Was sagt ihr alle zum Thema öffentliche Kritik von Kruse, Allofs, Hecking…? +++

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  12. Ohne gerade wegen der Arbeit näher oder tiefer auf das Thema eingehen zu können, fällt mir zunächst auf:

    User: Max Kruse muss das recht haben die brisanten Punkte anzusprechen. Die Kritik muss erlaubt sein.
    Auf der anderen Seite: Allofs und Hecking dürfen auf keinen Fall Kritik öffentlich äußern….

    Ist das ein Widerspruch?

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    • Kritik ist selbst öffentlich in Ordnung wenn man sie nicht als Einzelkritik äußert, hier ist das aber der Fall in Sachen Hecking zu Spieler X. Allofs äußert sich da eher der „Mannschaft“ gegenüber.

      Kruse äußert sich nicht namentlich, er geht hier mMn gegen die Mannschaft und Trainerteam. Für mich also kein Widerspruch.

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    • Also ich finde öffentliche Kritik ist für alle Beteiligten der falsche Weg.
      Schlimm finde ich es besonders wenn Trainer so eine Kritik öffentlich gegen eine bestimmte Person äußert. Das zeugt meines Erachtens etwas von Hilflosigkeit. Wenn man Themen nicht intern kommunizieren und klären kann, läuft was schief. Mit dem Einfuss von dritten (medien) endet doch sowas nie gut.

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  13. Ich finde übrigens, dass Kruse eigentlich nicht unbedingt Hecking kritisiert.
    Ich sehe das eher als Kritik an die Mannschaft inkl. sich selbst.
    Er sagt ja am Ende, dass es nichts mit Struktur, sondern mit der Einstellung zu tun habe.
    Ich glaube nicht, dass er damit Hecking meint, sondern, wie schon gesagt, die ganze Mannschaft.
    Ebenso was die Passivität betrifft.

    Das Problem ist, dass Hecking die Spieler öffentlich EINZELN an den Pranger gestellt hat, Kruse aber die ganze Mannschaft anspricht und selber ein Teil davon ist.
    Kruse spricht von WIR, Hecking von den Spielern, bei seiner Kritik.
    Das wirkt einfach so, als ob Hecking such nicht selbst hinterfragt und die Schuld alleine auf die Spieler abschieben möchte.
    Kruse ist ein Teil seiner Kritik, Hecking eben nicht und das ist ein großer Unterschied.

    Sicher kann man argumentieren, dass Hecking auf einzelne Spieler angesprochen wird, aber das sollte man als Profi besser hinbekommen.

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  14. Was ich mich frage:

    Ich denke, dass Hecking das im Allgemeinen auch so sehen dürfte. Einzelkritik nach einem Spiel geht irgendwie nicht. Allofs ebenso.

    Dass sie es dennoch machen, wird etwas zu bedeuten haben, aus meiner Sicht. Die erste Kritik stammte ja wie erwählt aus der Länderspielpause. Da hatten man sich seine Worte bestimmt gut überlegt.

    Stichwort: Wohlfühl-Hängematte. Dieses Wort fällt ja mindestens einmal im Jahr in Wolfsburg. Muss der ein oder andere Spieler vielleicht wachgerüttelt werden?

    Wie schlimm mag es sein, wenn man dazu schon an die Öffentlichkeit geht? Kann es sein, dass der ein oder andere Spieler sich schon wieder größer sieht als den VfL und deshalb interne Kritik im Büro in einem Vieraugengespräch einfach an ihm abprallt?

    Ich weiß es nicht. Aber wie neulich schon erwähnt fallen mir da ein, zwei Namen ein, die sich bestimmt mehr angesprochen fühlen sollten, als andere.

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    • an welche namen hast du gedacht Huibuh?

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    • Ich spekuliere mal: Schü, Cali, Dost, Dante, ggf. auch Rici.

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    • Mich würden auch die Namen interessieren, es ist ja eine persönliche Meinung. Was mir aufgefallen ist, es ist nun schon sicherlich das zweite mal das solch eine Andeutung kommt, eine Antwort gab es aber bisher nicht.

      Hast Du hier Angst, dass der VfL es negativ auffassen würde?

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    • Stichwort : größer als der Verein. Da will ich niemandem etwas unterstellen, habe zwar so meine Vermutungen, will hier aber nicht spekulieren.

      Stichwort: Rummosern wenn man auf die Bank muss: Läuft es gut und spielen wir CL,dann lassen es sich die meisten wohl noch gefallen. In der Regel will ein Star der Bundesliga aber eher nicht beim kleinen VfL auf der Bank sitzen. Das gilt für viele,die als gestandene Spieler mit Startplatzambitionen gekommen sind. Dann gibt es aus meiner Sicht die Fraktion der positiven Charaktere , die eher nicht motzen: Klose,Schäfer,Träsch…
      Übrigens auch ein Grund warum man solche Charaktere immer auch im Kader braucht und nicht immer nur Stur nach Qualität und Leistung schreien sollte. Stichwort : verlässliche Wasserträger, die richtige Mischung macht es.

      Wer auf der Bank nörgelt scheint ja offensichtlich. Ich denke da zb an Dost,der das ja auch offen zugibt oder den kaugummikauenden Bendtner. Als Beispiele…

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  15. Ich finde, offentliche Kritk muss erlaubt sein. Es kommt bei der Kritik auch immer auf das Wie an und darauf, eine Loesung anzubieten. Es ist OK, wenn der Trainer (auch in der Oeffentlichkeit) sagt: „XYZ stand zu oft im Abseits, da muessen wir an dem Timing unserer Paesse arbeiten“ oder „XYZ hat sich heute auf dem linken Fluegel zu selten durchgesetzt, da muessen wir das Angriffskonzept veraendern“. Damit zeigt der Trainer, dass er durchaus die einzelnen Schwachstellen erkannt hat, nimmt sich aber selbst in die Pflicht, an der Loesung zu arbeiten, und nimmt damit XYZ aus der Kritik. Fuer mich ist das Problem bei Heckings Kritik an Schuerrle oder Dost, dass es so klang, als schiebe er ihnen den schwarzen Peter zu und nehme sich selbst aus der Kritik heraus (so wie @Andreas es auch sieht).

    Bei Spielern finde ich es nicht angebracht, wenn sie in der Oeffentlichkeit andere namentlich kritisieren, aber das macht ja auch keiner. Richtig finde ich es aber, wenn Kruse die Punkte im Spiel anspricht, die seiner Meinung nach nicht stimmen. Da kann dann auch ruhig ein Mannschaftsteil genannt werden, z.B. die Mittelfeldspieler muessen mehr oder weniger aufruecken und uns unterstuetzen. Das ist jedenfalls ehrlicher, als ein „bis zum Gegentreffer haben wir eigentlich ganz gut gespielt“.

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  16. Es gibt ja beim Punkt der öffentlichen Kritik idR eigentlich zwei Meinungslager.

    1. Ja, öffentliche Kritik ist ok. Hier muss nur differenziert werden, ob Spieler namentlich genannt werden dürfen oder ob es auf eine allgemeine verbale Schelte gegen die komplette Mannschaft begrenzt werden muss.

    2. Nein, öffentliche Kritik ist nicht ok. Weder einzelne Spieler noch die Mannschaft dürfen öffentlich kritisiert werden.

    Dabei möchte ich noch eine dritte Version einbringen: JEIN! Ich finde nämlich, dass es dazu keine allgemein gültige Antwort gibt. Ich finde öffentliche Kritik an der Mannschaft absolut nachvollziehbar. Eine schlechte Leistung muss nicht auch noch in den Interviews nach dem Spiel schön geredet werden. Das hat mMn insgesamt auch eine positivere Außenwirkung, da Unzufriedenheit nach einer desolaten Leistung absolut realistisch und nachvollziehbar ist.
    Es gibt sogar auch Situationen, wo ein Spieler öffentlich „kritisiert“ werden darf. Warum sollte so ein Bock von Dante gegen den HSV nach dem Spiel nicht offen angesprochen werden. Das muss dann natürlich konstruktiv sein. Jeder macht Fehler, das ist kein Problem. Aber man gewinnt und verliert als Mannschaft. Den Fehler oder den Spieler da mal öffentlich zu kritisieren finde ich nicht schlimm. Da muss ein Fußballer dann auch mal durch. Die Kritik darf nur nicht unbegründet, unsachlich oder unter der Gürtellinie sein. Danach muss man sich noch in die Augen gucken können. Dann heißt es Mund abputzen und die Leistung oder die Fehler aufarbeiten und Wiederholungen vermeiden oder zumindest minimieren. Eine Leistungssteigerung muss immer das Ziel sein.

    Wichtig ist bei aller öffentlicher Kritik, dass es anschließend intern offen angesprochen und aufgearbeitet wird. Die Mannschaft und die einzelnen Spieler haben immer eine ehrliche Begründung für geäußerte Kritik verdient. Nichts ist schlimmer, als wenn die interne Kommunikation mit den Beteiligten ausbleibt.

    Öffentliche Negativäußerungen über einzelne Spieler ohne persönliche Face-2-Face-Gespräche hinter verschlossenen Türen sind allerdings kontraproduktiv. Sowas kann ich mir aber nicht bei einem professionell geführten Verein und einem intakten Verhältnis zwischen Mannschaft, Spielern, Trainer und Manager vorstellen.

    Die Reaktion von Hecking auf die Äußerungen von Kruse finde ich überzogen und falsch. Max hat weder einzelne Spieler unbegründet angezählt noch namentlich den Trainer an den Pranger gestellt. Trainer und Spieler gehören zur dieser Mannschaft. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen und Lehren aus solchen Auftritten ziehen. Ich hoffe, dass jeder die freien Tage nutzt und mal seine „Leistung“ in den letzten Monaten kritisch hinterfragt. Das gilt nicht nur für die Spieler, sondern auch für das gesamte Trainerteam und das Management. Auch diese Mannschaftsteile haben Luft für deutliche Verbesserungen.

    Hecking wirkt auf mich mehr und mehr ratlos. Dazu kommt seine dünnhäutige Reaktion auf das Kruse-Interview. Hat er die Aussagen vielleicht konkret auf sich bezogen verstanden?

    Da kann man jetzt noch viel mehr schreiben, aber dafür reicht hier der Platz nicht mehr. ;)

    Es wurden ja schon mehrfach die Stimmung und der Zusammenhalt in der Mannschaft hinterfragt. Es gab auch eine Aussprache der Mannschaft ohne den Trainer. So etwas gibt es nicht, wenn das interne Verhältnis intakt ist. Warum ein Trainer hier außen vor bleibt ist für mich zwar noch nicht beunruhigend, aber klar nachvollziehbar ist es auch nicht. Gibt es eigentlich noch Team-Events wie gemeinsame Kinobesuche? Vielleicht muss man die vorhandenen eingefahrenen Strukturen einfach mal aufbrechen. Zimmerbelegung, Sitznachbarn beim Essen, Trainingsgrüppchen neu sortieren. Warum spielen sich beim Aufwärmen in Stuttgart eigentlich Schäfi und Träsch die Bälle zu und nicht Schäfi und Draxler oder Träsch und Cali? Ist aber ein anderes Thema, da sind wir bei der Ursachenforschung und Lösungsfindung.

    Wie gesagt, öffentliche Kritik ist nicht immer richtig oder falsch. Das wäre zu einfach, quasi schwarz-weiß gedacht. Sie kann sinnvoll sein, wenn weitere Rahmenbedingungen stimmen. Gefruchtet hat sie in WOB diese Saison bisher jedoch noch nicht. Da hilft auch Allofs Wölfe-TV-Enttäuschung nicht, wenn in der Folge keine sichtbaren Konsequenzen oder Reaktionen auf dem Platz darauf folgen.

    Just my 2 cents!

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    • Über die hier eröffnete Fragestellung, ob öffentlich geäußerte Kritik an der sportlichen Leistung von Einzelspielern oder einer Mannschaft zu rechtfertigen sei, lässt sich sicherlich wunderbar kontrovers streiten. Nur macht dies Sinn? Sie gehört für mich zu der Art von Fragen, auf die es eigentlich nur eine Antwort nach dem Muster von „Radio Eriwan“ gibt: „Im Prinzip ja, aber …“ Und die notwendige Relativierung des prinzipiellen Ja dürfte so komplex ausfallen, dass sie kaum in einem Kommentar unterzubringen wäre, ohne dass hundert Gründe für ein Gegenkommentar damit ausgelöst würden. Ich will als Begründung für meine Position nur mal einige Grundsätzlichkeiten ansprechen, die zeigen, in welches widerstreitende Beziehungsgeflecht sich diese Frage einordnet.
      – Fußball ist eine wesentlich öffentliche Angelegenheit, insofern besteht auch ein öffentliches Interesse an allen damit in Beziehung stehenden Sachverhalten.
      – Die im Fußball öffentlich agierenden Akteure sind aber auch individuelle Persönlichkeiten und haben moralischen und rechtlichen Anspruch auf Achtung und Schutz ihrer Persönlichkeit.
      – Öffentliche Kritik an Leistungssportlern (individuell oder kollektiv adressiert) hat einen nachgewiesenen Einfluss auf die mentale bzw. psychische Verfassung des Kritisierten. Ob dieser Einfluss sich aber leistungsfördernd oder leistungsschwächend auswirkt, hängt wiederum von vielfältigen weiteren Bedingungen ab, die oft sehr individuell und daher kaum verallgemeinerbar sind (M. Schaffrath, Spitzensport und Sportjournalismus, 2006).
      Allein dieses Aspektedreieck, weitere wären denkbar, lässt erkennen, wie ungemein schwierig es ist, in der Frage öffentlicher Kritik eine halbwegs befriedigende oder gar abschließende Bewertung zu finden. Insofern kann man nur hoffen, dass diejenigen, die öffentliche Kritik üben (Mitspieler, Trainer, Funktionäre) sich genau überlegen, ob diese nützt.
      Öffentlich Kritik kann – und dann sind wir wieder bei Radio Eriwan – sogar paradoxe Züge annehmen. Denn nichts anderes ist es, wenn Hecking den Spieler Kruse wegen seiner öffentlichen Kritik an der Einsstellung der Mannschaft öffentlich kritisiert.
      Manchmal hat Dieter Nuhr Recht: … einfach mal die …… halten.

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    • @Joan: Schön beschrieben. Es ist halt ein komplexes Thema und ist immer von vielen Faktoren abhängig. Scheinbar kommen DH und KA aber mit interner Kritik nicht durch. Irgendwann ist halt auch mal der Punkt erreicht, an dem die reine interne Kritik nicht mehr ausreicht, da sie scheinbar keine Reaktion des Spielers bewirkt. Wenn dem so ist, dann bleiben DH aber weitere Möglichkeiten wie Einzel- oder Sondertraining, verschärfte Trainingseinheiten, Nicht-Nominierungen oder frühzeitige Wechsel. Bisher habe ich solche Maßnahmen nicht mitbekommen.

      Der Rüffel in Richtung Kruse ist mMn falsch, da er keine Einzelperson kritisiert hat und relativ sachlich versucht hat, die Probleme zu analysieren. Die Emotionalität war dabei kaum ein größerer Faktor. Aber dass DH so reagiert, lässt tief blicken. Ich denke, dass es hinter den Kulissen schon brodelt und ggf. auch DH bereits mal angezählt wurde. Daher kommt ihm natürlich jede öffentliche geäußerte Kritik seitens der Spieler ungelegen. Denn im Endeffekt ist er verantwortlich für das Auftreten der Mannschaft auf dem Platz.

      Ich bin gespannt wie sich das Thema entwickelt und welche Reaktionen wir seitens Mannschaft, Trainer und Management demnächst präsentiert bekommen. „Same procedure as every year“ kann es jetzt nicht mehr geben, der Zug sollte abgefahren sein.

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  17. Ich finde, es wird zu viel Ballihuh um das Thema öffentliche Kritik gemacht.
    Die Sache ist doch relativ einfach und die meisten sehen das auch so:

    Öffentliches Lob Einzelner durch den Trainer/Manager: super
    Öffentliche Kritik Einzelner durch den Trainer/Manager: in der Regel kontraproduktiv und deshalb ein No Go. Ausnahme: wenn alle anderen Maßnahmen nichts gefruchtet haben als „letzte Chance“ bzw. „Wachrüttler“. Das ist insofern für den Trainer/Manager riskant, weil danach, wenn das nicht hilft bleibt kein konstruktiver Ausweg mehr. Also eine gefährliche Einbahnstraße, die man nur im Ausnahmefall und sehr bewusst nehmen sollte.

    Öffentliche Kritik des Trainers oder einzelner Spieler durch einen Spieler: No Go
    Öffentliche Kritik der Mannschaft insgesamt: wenn der Tonfall stimmt und man sich selbst mit einschließt (zumindest nicht ausschließt, indem man z.Bsp. als Stürmer über die Abwehr herzieht) ist das durchaus sinnvoll und zeigt, dass man nicht nur Labertexte zu Minderleistungen parat hat. Zeigt Führungsanspruch und von daher willkommen.

    Insgesamt gilt: emotionalisiert durch schlimme Niederlagen o.ä. sind öffentliche Kritikaussagen immer schlecht. So etwas darf nur sehr bedacht und überlegt und nicht als Ausdruck der eigenen Enttäuschung daher kommen.

    Der Inhalt – vielleicht mit kleinen Abweichungen – dieser Auflistung scheint mir Konsens in der gesamten Branche zu sein.

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    • Stichwort „gefährliche Einbahnstraße“ – denkst du, dass Hecking/Allfos sich auf dieser gefährlichen Einbahnstraße bereits befinden?

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    • @HuiBuh: von Allofs ist mir keine öffentliche Kritik eines einzelnen Spielers bekannt, allerdings hat er die Mannschaft öffentlich kritisiert. Auch hier gilt: wenn sich nichts ändert, dann muss er handeln – was auch immer. Also ja, er ist dadurch unter Zugzwang, insofern: Einbahnstraße. Für Allofs ist es noch am leichtesten, weil er kann durch Verkäufe bestimmter Spieler und Käufe anderer das Gefüge ändern. Und: er kann im schlimmsten Fall den Trainer wechseln.

      Schwieriger beurteile ich die Lage von Hecking: er hat jetzt zum wiederholten Male Spieler öffentlich kritisiert und bisher habe ich keine positive Wirkung erkennen können. Daher finde ich seine Lage gefährlich – im Sinne von bei der Spielern oder der Mannschaft noch was bewirken zu können. Er kann eigentlich nur noch Allofs dazu bringen, Spieler auszutauschen (siehe oben), er selbst ist handlungsunfähig. Also: sehr gefährliche Einbahnstraße.

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    • Ich sehe es so wie Diego.

      Zusätzlich sehe ich noch die Gefahr, dass sich das Kritisieren irgendwann hochschaukelt. Kruse hat nun zum ersten Mal die Mannschaft und die Spielweise kritisiert. Es wirkt auf mich wie ein Beißreflex. Der Trainer kritisiert einzelne Spieler, Allofs stellt im zweiwöchigem Rhythmus die Charakterfrage.

      Kritik sollte jedoch intern geäußert werden.

      Den FC Bayern sollte man hier als Vorbild nehmen. In der 90er Jahren galt der Verein noch als „FC Hollywood“. Kaum eine Woche, wo nicht irgendetwas passierte. Heute ist davon nichts mehr zu spüren.

      Der Verein und die Verantwortlichen stehen wie eine Wand vor dem Team, es perlt alles ab. Die Manschafft scheidet im Halbfinale der CL zweimal aus – trotzdem wird nicht eingeprügelt. Spieler werden auch nach Fehlern geschützt.

      Ich würde mir das von Allofs und v.a. Hecking wesentlich stärker wünschen. Mir fehlt hier sogar eher die Selbstkritik.

      Zu deiner Frage: Ich sehe eine Einbahnstraße, die eigentlich nur in einem Fisko enden kann. Hecking wird sein Konzept nicht ändern wollen. Wahrscheinlich wird zu Rückrundenbeginn eine Verbesserung zu sehen sein. Aber i.d.R. verfallen Menschen in alte Muster. Und dann wird es gefährlich werden.

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    • Sehe es auch so wie diego. Bin zwar der Meinung, dass öffentliche Kritik in bestimmten Fällen auch völlig in Ordnung ist (auch gegen einzelne Spieler), allerdings scheint es momentan nicht wirklich zu fruchten. Ich würde noch nicht mal sagen, dass es ein Fehler von Hecking ist, dennoch ist der Trainer nunmal immer der erste, der in schwierigen Situationen seine Tasche packen muss.

      Mahatmas Bayern Beispiel finde ich aber völlig unangebracht. Momentan gewinnt Bayern München ein Spiel nach dem anderen mit ca. 5:0. Da gibt es ja überhaupt keinen Grund irgendwas großartig zu kritisieren. Das hat für mich nur wenig mit einer Wand zu tun. Ähnlich wie bei uns in der letzten Saison. Da wars auch sehr friedlich bei uns. Und bei den Bayern gab es auch schon öfters mal Kritik, als damals Dortmund kurzzeitig für 1-2 Jahre an Bayern vorbeizog. Hätten wir gegen Stuttgart und Hamburg gewonnen, wäre unsere Situation nun sicherlich auch eine ganz andere…

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    • @Schafspelz: Aus dem Bauch heraus, also wenig wissend, kann ich deine Einschätzungen teilen. Aber wenn es so ist, dass einige Akteure sich nicht mehr ausschließlich internen Wegen der Kritik bzw. Maßnahmen zum Besseren verpflichtet fühlen und deswegen ihre Kritik bewusst, aber wenig überlegt öffentlich äußern, dann ist die Situation beim VfL schlimmer, als ich bisher annahm. Da kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Winterpause nutzen, in Klausur gehen und sportliche wie kommunikative Wege finden, damit alle im zweiten Abschnitt mit vollem persönlichen Einsatz an den gemeinsamen Zielen arbeiten. In Diegos Bild von der „Einbahnstraße“ würde dies bedeuten, dass man schleunigst umkehrt und die desolat erscheinende Entwicklung nicht weiterlaufen lässt. Sonst droht vielleicht eine Saison, die am Ende die Schlagzeile verdiente: Hoch gestartet und tief gefallen. Das Projekt VfL wäre dann schneller am Ende, als ich es nach 2010 erwartet habe.

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  18. Off-Topic: Aufgrund der vier EL-Teilnehmer hat die DFL erstmalig auch vier Sonntagsspiele angesetzt. Interessant dabei ist, dass dabei nicht die vorhandenen Spielzeiten doppelt belegt wurden, sondern erstmalig auch ein 19:30-Spiel angesetzt wurde.

    Ein Testversuch für das leidige Thema der Spieltagsentzerrung oder könnte dies andere Gründe haben wie z.B. vertragliche Zusicherungen (z.B. Sonntagsspieltag allgemein/Zusicherung bestimmter Anzahl von Einzelspielen)
    oder Sicherheitsbedenken (die Nachbarstädte Mainz/Frankfurt haben beide ein Heimspiel)?

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    • Ich schätze, dass man einfach eine Einigung zwischen der DFL und Sky finden musste, was die Sonntagsspiele angeht.
      Sky wird sich freuen, da es mehr Einzelspiele gibt und man gleichzeiig einen Probelauf, ob die Fans/Zuschauer auch dann noch einschalten.

      Ich befürchte ja fast, dass man es bei „erfolgreichen“ Verlauf der Quoten, als Bestätigung sieht, dass die Menschen bei „getrennten“ Spielen trotzdem einschalten bzw. die Quote dadurch insgesamt höher ausfallen könnte.
      Die Folge wäre dann eine weitere Aufsplittung des Spieltages, was mir persönlich nicht gefallen würde, wobei es für mich auch Vor- und Nachteile haben könnte.

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  19. Mich erinnert die Rhetorik der Verantwortlichen verdächtig an die Winterpause 2010/11. Das Ergebnis ist bekannt…

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    • Finde ich auch! Damals nur gerettet weil Frankfurt desolater war. Aber eins muss zugestanden werden: die Mannschaft ist diesmal deutlich stärker als damals, aber das gilt ja auch für die anderen Mannschaften der Liga.

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    • Das betrifft aber schon Magath 2.0. Ich bezog mich explizit auf die Winterpause 2010/11, als noch das „Gespann“ Hoeneß/McClaren im Amt waren. Was die beiden damals in Richtung der Mannschaft geäußert haben, ist m.E. ein Spiegelbild dessen, was sich im Moment abspielt. Wenn man den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Hecking und Kruse zugrunde legt, liegt auch der Schluss nicht fern, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Verantwortlichen ähnlich vergiftet ist wie damals. Das Ergebnis dürfte uns allen noch gegenwärtig sein… Ich befürchte, dass in der Rückrunde keine nachhaltige Besserung eintritt. Wessen Kopf dann zuerst rollt, brauche ich wohl hier niemandem erklären. Ein Manager durfte hier in der Vergangenheit zumeist zwei Trainer verschleißen.

      Du hast zwar recht damit, dass die Mannschaft stärker ist als damals, und sie wird aller Voraussicht nach nicht ganz unten reinrutschen, aber eine Mittelfeldplatzierung käme dem aktuell gleich.

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    • bin da ganz bei Hammerhai :like:

      genau das habe ich heute vormittag angesprochen.

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    • Vielleicht habe ich gar keine Ahnung von Fußball, aber ich sehe die Mannschaftspräsentation und -situation deutlich negativer als viele hier:

      Es gibt vielleicht gar keinen Plan, wie es weitergehen soll. Nach dem Tod von Junior und der Flucht von de Bruyne und Perisic scheint die Depression und Lethargie irgendwie auch bei Allofs/Hecking angekommen, die Außendarstellung ist entsprechend. Ich könnte jetzt nicht sagen, ob einer von den drei Nationalspielern, die sich der VfL zugelegt hat, das Zeug hätte, es in einem der Spitzenklubs auf die Ersatzbank zu schaffen. Da ist doch gar nichts mehr akzeptabel, weder der Einsatz, noch der Spielwitz, noch die Fitness. Der Bundesyogi sollte trotz bewiesener Nibelungentreue vor Frankreich schon mal sortieren. Aber das kann der auch nicht, Prinz Poldi bleibt bestimmt bis zur Rente.

      Beim VfL sehe ich derweil kein in’s Auge springendes Konzept in der Personalentwicklung und ebenso keines für das Training und die Entwicklung eines ausgereiften und vorzeigbaren Spielsystems – vom Scouting und der Jugendarbeit habe ich sowieso noch nichts gehört.

      An Allofs und Heckings Stelle bekäme ich die blanke Angst, wenn sie beobachten müssen, wie lustlos die Mannschaft in der ersten Spielhälfte eines jeden Spiels agiert und wie planlos sie dann in der zweiten Hälfte ihren Versuch startet, noch etwas Spielkosmetik zu betreiben.

      Nein, ich lege mich fest: Der VfL ist keine Spitzenmannschaft mehr, und es kann durchaus wie vor einem Jahr beim BVB ein Sog nach unten einsetzen, wenn sich nicht alle einig sind, die Ärmel hochzukrempeln und bedingungslos zu fighten. Und, bei aller Liebe: Danach sieht es bei den Wolfsburger Fußballmillionären wirklich nicht mehr aus. Da hoffen ja einige, dass VW noch ein paar Bendtner-Mobile für die schweißtreibenden Weitstrecken zwischen den einzelnen Trainingsplätzen spendiert.

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  20. Noch ein subjektiver Aspekt von mir, wenngleich ich Joan zustimme, dass es müßig bis unmöglich ist, eine fruchtbare Diskussion über öffentliche Kritik zu führen:

    Der „Gang“ an die Öffentlichkeit ist in meinen Augen im Endeffekt ein Hilfeschrei, er hat für mich aber auch etwas Erlösendes. Habe in Gedanken den Hut vor Kruse gezogen, da er endlich einen riesigen Schiefstand öffentlich macht. Warum ziehe ich den Hut?
    1. Es erfordert Mut
    2. Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht
    3. Es zeigt mir, dass auch Verantwortliche auf den jeweiligen Schiefstand aufmerksam geworden sind

    Daraus resultiert

    4. Einen Schiefstand öffentlich zu formulieren, erhöht automatisch den Druck, diesen Schiefstand zu beseitigen, da man die Medien/Öffentlichkeit darauf „ansetzt“. Man könnte Kruse also sogar attestieren, Verantwortung übernommen zu haben.

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  21. Man darf nicht vergessen, dass diese Art der Verantwortlichen auch unseren Image schadet. Er hat sich in den letzten Jahren schon zum Positiven entwickelt. Aber diese Aussagen von Allofs:

    – “zu wenig Zuschauer“

    Hängt sich Sky zu jedem Spiel auf übrigens, nicht gerade förderlich sind. PR-Technisch ein Supergau.

    Von den verquerten Aussagen von wegen:

    “Wir spielen nicht konstant genug“

    will ich garnicht erst anfangen. Wir spielen nur nicht nicht konstand, sondern einfach nur beschissenen Fußball, zu 90% in dieser Saison.
    Irgendwie dachte ich, medial ist Allofs ein Fuchs. Aber da stimmt doch was nicht. Früher gefiel er mir medial deutlich besser. Sehr souverän und klar. Ist das überhaut noch Allofs? vieleicht ein Doppelgänger oder so.

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    • Das Bild, das Allofs vor der Kamera abgibt, wirkt in der Tat seit geraumer Zeit alles andere als durchdacht und souverän. Man könnte fast meinen halbherzig…

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    • Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und befürchte, dass Allofs den gleichen Fehler wie zahlreiche Manager zuvor machen könnte: „Im ruhigen Wolfsburg kann mir nichts passieren, die VW-Bosse haben ja eh keine Ahnung!“

      Nur weil die Medienlandschaft überschaubar ist und die VW-Bosse sich lange raushalten, heißt das nicht, dass die blind sind.

      Volkswagen hat immer gehandelt, wenn sportliche Ziele in Gefahr gerieten. Ich hoffe wirklich inständig, dass Hecking die Kurve kriegt. Denn ansosnten wäre es gleichbedeutend mit einem verpassen der CL. Das wäre sportlich eine Katastrophe.

      Aber es könnte irgendwann heißen: „Herr Allofs, bitte handeln Sie!“ In dem Moment hat er im übertragenem Sinne genau eine Kugel im Revolver und zwei Verwendungsmöglichkeiten. Hecking oder sich selbst. Es gab viele Manager, die diese Kugel nicht zu verwenden wußten.

      ______________

      Hecking stellt sich jetzt VOR Schürrle. Ich kann den Artikel noch nicht lesen, bin aber auf die Worte gespannt. Hecking und Allofs tun gut daran, das Team zu schützen und intern Dinge aufzuarbeiten.
      Außerdem hoffe ich, dass die Beiden auf Transfers drängen. Der VfL startet mit einem Handycap von 3 Punkten in die Rückrunde (Rückstand auf Gladbach) und einer recht miesen Stimmung auf den Rängen. Die ersten Spiele sind richtungsweisend und schnell kann Sanz einen gewissen Satz zu Klausi sagen…

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    • „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“

      :yoda:

      0
    • .. So möge die Macht mit Ihm sein!

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  22. Öffentliche Kritik hin oder her. Sie entsteht doch wenn es dinge gibt innerhalb eines Vereins wo es nicht mehr rund läuft. Ich sage dazu folgendes Öffentliche Krtik aussprechen von einem Trainer zu einem Spieler führt immer dazu das dann irgend wann das Klima zerstört wird oder dann ist. Das Klima beim VfL stimmt nicht mehr. Hecking ist planlos. Wie es scheint kommt er bei den Spielern nicht mehr an. KA steht jetzt in einer Situation die ganz gefährlich für den VfL werden kann. Was soll da ein gerade neue Spieler so 2-3 holen meint ihr damit ändert sich etwas an der Zerfahrenheit in unserer Spielkultur. nein.

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  23. Mal ein anderer Ansatz:

    Wie heißt es immer so schön? Im ruhigen Wolfsburg herrscht kaum Druck. Hier können sich Spieler frei entwickeln und werden nicht gleich zerrissen, wie bei anderen Vereinen.

    Genau dieses Umfeld hat de Bruyne gut getan. Auch Schürrle genoss lange genau diesen Umstand. Man ließ ihn in Ruhe. Er war trotz schlechter Leistung fast ohne jede Kritik.

    Doch was, wenn die Zeit reif ist? Was, wenn es irgendwann mal Zeit wird Druck aufzubauen? Manchmal braucht ein Spieler ein bisschen Druck. Das sagt jedenfalls der ein oder andere Profi. Ob das wirklich so sein muss? Keine Ahnung.

    Nehmen wir an, Schürrle hat sich zu lange ausgeruht und sich gesagt: Naja, es hat nicht geklappt, dann klappt es vielleicht nächste Woche oder übernächste. Hier werde ich ja von Fans, Medien und Verein in Ruhe gelassen.

    Was, wenn es irgendwann mal genug ist, und dieser Druck im beschaulichen Wolfsburg von Außen einfach nicht aufgebaut werden kann?

    Beim Training denke ich so oft im positiven Sinne: Oh man, bei Schalke oder Frankfurt würden sie den Spielern nach dem Training bestimmt einen Pappbecher an den Kopf werfen oder Sitzblockaden vor dem Stadion machen. Bei uns gibt es das nicht. Zum Glück wie ich betonen möchte.

    Was tun, wenn Druck irgendwann nötig wäre und Fans und Medien nicht mitspielen? Vielleicht ist es dann der einzige Weg über öffentliche Aussagen diesen Druck ein bisschen zu fossieren?

    Hecking und Allofs hatten Schürrle ja nicht im eigentlichen Sinne abgewatscht, sondern im gleichen Nachsatz betont: Trotz allem glauben wir an dich und halten weiter an dir fest.

    Vielleicht sollte diese öffentliche Kritik nur so ein kleiner Weckruf sein.

    Ich sehe diese Kritik nicht so dramatisch. Viel schlimmer finde ich, warum sie überhaupt nötig war.

    Warum braucht die Mannschaft so einen Weckruf? Haben wir wieder die entspannte Hängematte? Ist das vielleicht sogar ein Grundproblem unseres Vereins?
    Spieler sind hier zu schnell zu zufrieden und wollen nach Erfolgen möglichst immer schnell weg zum nächst besseren und populäreren Verein?

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    • Absolut gerechtfertigter Ansatz!

      Ich habe in der Vergangenheit ja immer wieder mal auf Magath’s Aussage bezüglich einer in Wolfsburg früher einsetzenden Selbstgefälligkeit hingewiesen. Genau das beschreibst Du ja.

      Ich kenne die verschiedenen Mentalitäten noch aus Schule und Studium: Einige wenige haben kontinuierlich gelernt, andere brauchten den Druck der Nachtschicht vor der Prüfung.

      Also gerechtfertigter Ansatz. Gleichwohl kann ich mich bei einem trabenden Draxler oder mosernden Schürrle nur an den Kopf fassen. Der eine ist als ewiges Talent angezählt, der andere als gestürzter WM-Held. Zeit hat der ein oder andere eigentlich nicht zu verlieren.

      Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass ich mich recht früh in der Hinrunde von der Mannschaft (nicht dem Verein) distanziert habe. Das hier beschriebene ist einer der Hauptgründe dafür.

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    • Eigentlich sollte Schürrle schon vor Heckings Kritik Druck bemerkt haben, denn Raunen etc gab es im Stadion schon eher.

      Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mittlerweile der Meinung bin, dass unsere Mannschaft mit Druck(vor allem bei Unmut der eigenen Fans und damit meine ich nicht unbedingt pfeifen) nicht wirklich umgehen kann.
      Ich habe hier irgendwie noch nie eine Art „Jetzt zeigen wir ihnen, dass wir es doch können“-Mentalität erlebt, zumindest nicht, dass mir so ein Moment einfallen würde.
      Damit meine ich übrigens nicht so einen Moment, wie nach Malandas Tod.

      Irgendwie erkenne ich kein aufbäumen, wenn es mal nicht läuft.

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