Montag , Oktober 19 2020
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Verbalentgleisung: Diese Strafe hat de Bruyne zu fürchten

de-Bruyne
 
Es war der Aufreger des letzten Spieltags: Kevin de Bruyne beleidigt einen Balljungen. Wir sagen Euch, welche Strafe de Bruyne zu fürchten hat.

Seit zwei Tagen schlägt der Fall um Kevin de Bruyne in der Medienwelt und bei den Fußballfans hohe Wellen. Der Belgier hatte einen Balljungen als „Motherfucker“ bezeichnet, weil dieser ihm nach eigenem Empfinden den Ball zu langsam zugeworfen hatte. Für Spieler und Balljunge ist die Sache längst vergessen. De Bruyne hatte sich mit einem unterschriebenen Trikot entschuldigt und der Balljunge hat es sportlich genommen – oder wie Otto Waalkes es sagen würde: „Schwamm drüber.“

Doch nun hat sich der Kontrollausschuss des DFB der Sache angenommen und ermittelt. De Bruyne musste schriftlich Stellung beziehen. In der nächsten Woche wird über ein mögliches Strafmaß entschieden. Klaus Allofs geht von einer Verwarnung und einer Geldstrafe aus. Doch im Netz sieht man das ganze emotionaler. Es wird bereits von Fans anderer Mannschaften heiß diskutiert, wie lange eine mögliche Sperre ausfallen sollte.

Unser User Joan hat einmal genauer im Regelwerk nachgeschaut.
Sein Fazit: Auf Grund eines minderschweren Falls, einer sofortigen Entschuldigung und Wiedergutmachung kommt de Bruyne wahrscheinlich mit einer Verwarnung und Geldstrafe davon.

Hier die genaue Hintergrundanalyse des Falls:
(Großen Dank an Joan)

Zur Versachlichung der Diskussion um KdB:

DFB-Rechtsgrundlagen:

Wenn sich ein Spieler inner- oder außerhalb des Spielfelds eines verwarnungs- oder feldverweiswürdigen Vergehens gegenüber einem Gegner, Mitspieler, Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten oder einer anderen Person schuldig macht, wird er der Schwere des Vergehens entsprechend bestraft.

Quelle: DFB-Fußballregeln 2014/15, Regel 12, S. 82

Feldverweiswürdige Vergehen

Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler erhält die Rote Karte und wird des Feldes verwiesen, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
…
anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden, …

Quelle: ebenda, S. 83

§ 8
Strafen gegen Spieler in einzelnen Fällen
1. Bei Bundesspielen gelten für Spieler unter anderem folgende Strafen:
a)
für unsportliches Verhalten Sperre bis zu sechs Monaten; falls kein Feldverweis zugrunde lag, kann anstatt einer Sperrstrafe oder Geldstrafe auf Verwarnung oder Verweis erkannt werden;

e) für Beleidigung oder Bedrohung des Schiedsrichters oder der -Assistenten während des Spiels Sperre von zwei Wochen bis zu drei Monaten, in leichteren Fällen Sperre von mindestens einer Woche

Quelle: Rechts- und Verfahrensordnung des DFB, S. 12 f.

8. Eine Ahndung ist auch dann möglich, wenn der Schiedsrichter einen Fall krass sportwidrigen Verhaltens eines Spielers nicht wahrgenommen und damit keine positive oder negative Tatsachenentscheidung darüber getroffen hat.

Quelle: ebenda, S. 13

Daraus folgt: KdBs Äußerung gegenüber dem Balljungen ist eine beleidigende Äußerung. Sie gilt als Unsportlichkeit, die mit einem Feldverweis geahndet wird.

Der Sachverhalt kann auch im Nachhinein so geahndet werden, als wäre er im Spielverlauf festgestellt worden.

Da aber kein Feldverweis als Tatsachenentscheidung ausgesprochen wurde (weil während des Spiels nicht festgestellt), kann das notwendig einen Feldverweis nach sich ziehende Verhalten auch in eine Geldstrafe, eine Verwarnung oder einen Verweis umgewandelt werden.
Da KdBs Beleidigung als „leichterer Fall“ eingestuft werden könnte, er sich reuig zeigt und er im Falle eines direkt ausgesprochenen Feldverweises mit einer Sperre von einer Woche hätte davonkommen können, ist denkbar, dass bei einer Ahndung im Nachhinein ohne Feldverweis ein abgeschwächteres Strafmaß, also eine Geldstrafe ausgesprochen wird.

Aber wie heißt es so schön: Auf See und vor dem DFB-Sportgericht ist man als VfL-Spieler in Gottes Hand.
 
 

35 Kommentare

  1. Zur Versachlichung der Diskussion um KdB:

    DFB-Rechtsgrundlagen:

    Wenn sich ein Spieler inner- oder außerhalb des Spielfelds eines verwarnungs- oder feldverweiswürdigen Vergehens gegenüber einem Gegner, Mitspieler, Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten oder einer anderen Person schuldig macht, wird er der Schwere des Vergehens entsprechend bestraft.

    Quelle: DFB-Fußballregeln 2014/15, Regel 12, S. 82

    Feldverweiswürdige Vergehen

    Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler erhält die Rote Karte und wird des Feldes verwiesen, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
    …
    anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden, …

    Quelle: ebenda, S. 83

    § 8
    Strafen gegen Spieler in einzelnen Fällen
    1. Bei Bundesspielen gelten für Spieler unter anderem folgende Strafen:
    a)
    für unsportliches Verhalten Sperre bis zu sechs Monaten; falls kein Feldverweis zugrunde lag, kann anstatt einer Sperrstrafe oder Geldstrafe auf Verwarnung oder Verweis erkannt werden;

    e) für Beleidigung oder Bedrohung des Schiedsrichters oder der -Assistenten während des Spiels Sperre von zwei Wochen bis zu drei Monaten, in leichteren Fällen Sperre von mindestens einer Woche

    Quelle: Rechts- und Verfahrensordnung des DFB, S. 12 f.

    8. Eine Ahndung ist auch dann möglich, wenn der Schiedsrichter einen Fall krass sportwidrigen Verhaltens eines Spielers nicht wahrgenommen und damit keine positive oder negative Tatsachenentscheidung darüber getroffen hat.

    Quelle: ebenda, S. 13

    Daraus folgt: KdBs Äußerung gegenüber dem Balljungen ist eine beleidigende Äußerung. Sie gilt als Unsportlichkeit, die mit einem Feldverweis geahndet wird.

    Der Sachverhalt kann auch im Nachhinein so geahndet werden, als wäre er im Spielverlauf festgestellt worden.

    Da aber kein Feldverweis als Tatsachenentscheidung ausgesprochen wurde (weil während des Spiels nicht festgestellt), kann das notwendig einen Feldverweis nach sich ziehende Verhalten auch in eine Geldstrafe, eine Verwarnung oder einen Verweis umgewandelt werden.
    Da KdBs Beleidigung als „leichterer Fall“ eingestuft werden könnte, er sich reuig zeigt und er im Falle eines direkt ausgesprochenen Feldverweises mit einer Sperre von einer Woche hätte davonkommen können, ist denkbar, dass bei einer Ahndung im Nachhinein ohne Feldverweis ein abgeschwächteres Strafmaß, also eine Geldstrafe ausgesprochen wird.
    Aber wie heißt es so schön: Auf See und vor dem DFB-Sportgericht ist man als VfL-Spieler in Gottes Hand.

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    • Ich denke, Joan, dass diese sachliche Betrachtungsweise hier nur ganz wenige interessiert. Vielmehr ergeht sich der gemeine VfL-Fan in diesem Fall mal wieder lieber in Verfolgungswahn, Minderwertigkeitskomplexen und Verschwörungstheorien.

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  2. Spaßsucher hat Recht, allerdings möchte ich noch ergänzend hinzufügen, das ich bei seinen Kommentaren regelmäßig eher erbrechen muss. :kotz:

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  3. Achja, die Sache mit Perl war ja auch noch, wo die BILD exklusiv die im Spielertunnel von Hecking geäußerten Worte vermeldet.
    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, als wolle man wirklich gezielt VfLer denunzieren und öffentlich anprangern. Ob das mit Schürrle zutun hat? Was nach dem Sieg gegen Bayern alles negatives über den VfL einprasselt ist schon beachtlich.
    Ist ja bekannt, dass der VfL in RheinMain am unbeliebtesten ist, also wenig verwunderlich dass eben die Herren und Damen von BILD Frankfurt und der Frankfurter Rundschau jetzt direkt nach dem Spiel in Frankfurt so massiv die Moralkeule schwingen. Das ist für die gefundenes Fressen, wahrscheinlich haben sie auf solche Sachen nur gewartet.

    Klingt wirklich wie eine Verschwörungstheorie, aber es soll sich jeder sein eigenes Bild machen.

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    • Ich finde nicht, dass das eine Verschwörungstheorie ist. Dieser Gedanke kam mir auch schon.
      Jetzt wo der VfL ernsthafte Konkurrenz für jeden Klub in Deutschland darstellt versuchen einschlägige Medien Unruhe reinzubringen. Immerhin ist der VfL kein Verein dem man diesen Erfolg gönnt. Da wird alles genutzt, egal wie banal es sein mag.
      Dass ein Trainer sich nach einem schlechten Spiel über den Schiri aufregt und die Spieler über die zu langsamen Balljungen passiert wahrscheinlich auf fast jedem Fußballplatz. De Bruynes Verhalten will ich damit gar nicht rechtfertigen und er gehört auf jeden Fall bestraft. Aber das sollte mit Maß geschehen und dem Spieler auf dem Weg der Einsicht helfen und nicht dem Verein schaden. Heckings Aussagen dagegen sind wirklich nicht der Rede wert.

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    • Naja es ist doch klar das wir allein auf Grund des Tabellenplatzes deutlich mehr im Focus stehen. Der Schürrle Transfer verstärkt dies noch mehr. Und um so erfolgreicher und interessanter wir werden um so mehr geraten auch Themen außerhalb des Platzes in den Fokus der Presse. Findet keiner gut, sollte nur um den Sport gehen aber ist nun mal so. Ich meine wen interessiert das AS mit Model und Hund nach Wob kommt. Aber gelesen hat es doch fast jeder. So ist nun mal Presse.

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  4. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Thema solche Wellen schlägt. Weil mir der nüchternde Beitrag von Joan so gut gefällt, habe ich diesem Thema und seinem Text mal einen Extra-Beitrag gewidmet und eure letzten Komentare dazu hierher verschoben.

    Übrigens war de Bruyne auch gestern beim Training das alles beherrschende Thema.

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  5. Hat eigentlich mal jemand Stefan Raabs TV Total gesehen? Das wäre doch sicherlich etwas, was er bringen könnte. Der neue Motherfucker Knopf auf seinem Schreibtisch :)

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  6. Ich gehe nicht davon aus, dass de Bruyne eine Sperre bekommt, aber ein Denkzettel ist schon notwendig.

    Wichtiger für mich ist die Frage zur Besetzung der Außenbahnen:

    links: RiRo (Schäfer) und Schürrle (Caligiuri)
    rechts: Jung (Träsch) und Perisic (Vieirinha)

    Auf der 8 im zentralen Mittelfeld könnten auch Arnold, Zhang und notfalls auch Perisic spielen. Ich bin eigentlich nicht nachtragend, aber wenn sich ein Spieler so danach drängt, den Verein verlassen zu dürfen wie Hunt, würde ich ihm dabei helfen. Dies gilt auch für Klose. Eingespartes Gehalt wäre bei Vieirinha gut angelegt.

    Bei Ochs ist nach meiner Meinung eine Verlängerung seines Vertrages nicht abzusehen, bei Träsch bin ich mir nicht sicher, eher auch nicht, wenn Vieirinha bleibt.

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    • Der Kicker hat mal die Perspektiv Frage für Vieirinha gestellt:

      http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/620621/artikel_vieirinha_eine-frage-der-perspektive.html

      Nach diesem Szenario könnte ich mir gar vorstellen:
      Links: RiRo (Schäfer) Perisic (Caliguiri)
      Rechts: Vieirinha (Jung) Schürrle (Caliguiri)
      Vieirinha könnte hier dann auch nach vorne rücken, sollte es einen Mangel geben und Jung rutscht auf Rechts rein.

      Ochs und Träsch hätten dann einen ziemlich schwierigen Stand bei einer Vertragslverlängerung. Unter diesem Aspekt, könnte ich mir vorstellen, dass man Vieirinha, sollte er mit dieser Perspektiv Position einverstanden sein, Gehalts-technisch noch etwas entgegen kommen kann.

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  7. Lieber Joan, danke für diese Zusammenstellung der Informationen. Auch wenn Spaßsucher möglicherweise eine Vermischung von zivilem Recht, Strafrecht und Sportrecht vermutet, es bleibt bei dem von mir zitierten Wikipedia-artikel, dass das Feststellen einer Beleidigung zwangsweise die Absicht nachweisen muss. Und da kann man im Falle KDB sicher verschiedener auffassung sein.
    Ebenso bleibt die Verhältnismäßigkeit zu beachten. Wenn eine so grobe Nummer wie die von Materazzi öffentlichkeitswirksam dargestellt und auch noch mit der klaren Absicht, in einem WM-Finale den Gegner zu einer Roten Karte zu provozieren mit zwei Spielen Sperre auskommt, was will man dann KDB aufdrücken?
    Ja, ich glaube dass ein Spiel Sperre möglich und auch (unter dem Abschreckungseffekt) vertretbar wäre. Allerdings ist dann die Meßlatte richtig niedrig gelegt worden, und der DFB käme nicht umhin, pro Saison gefühlte 20 Sperren auszusprechen. Und genau das “spürt” der “gemeine VfL-Fan” (um Spaßsuchers Wort zu verwenden. Juristerei ist eben immer auch was, was eine Basis in der Gesellschaft braucht. Auch wenn es nur die Sport-Gesellschaft ist.

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  8. Ich wette, der Balljunge lacht sich mit seinen Kumpels gerade tot, wenn er liest, was die Bild aus der Sache macht :) Vielleicht kann er ja noch mehr als so ein unterschriebenes Trikot rausschlagen.

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  9. Mal eine naive Laienfrage: Wenn es heißt, de Bruyne müsste eine Geldstrafe zahlen. Bekommt das Geld dann der Balljunge, praktisch als „Schmerzensgeld“ oder zahlt er die Strafe an den DFB?

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    • Ohne dass ich Rechtsexperte bin, aber das Geld würde als Strafe der DFB bekommen. Der Balljünge müsste de Bruyne zivilrechtlich verklagen, wenn er sowas wie Schmerzensgeld bekommen möchte.

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  10. Vielleicht wird meine Frage hier beantwortet:

    @HuiBuh
    mal ne andere Frage: Was macht Schürrle auf dich ein Eindruck im Training?
    Bzw. an die die sehr oft beim Training sind?

    Danke schonmal

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    • Hallo Max, ja ich werde dazu etwas in meinem heutigen Trainingsbericht schreiben. Eine kleine Wochenzusammenfassung von Schürrle. Viel kann man freilich noch nicht sagen, weil er am Dienstag nur lief, am Mittwoch nur mit 6 Spielern der B-Elf trainierte und Donnerstag die A-Elf bereits nach 45 Minuten wieder verschwunden war und auch nicht an der Hauptübung des Trainings teilnahm.

      Alles also nur sehr eingschränkt. Dennoch waren gleich ein paar Dinge auffällig. Dazu nach dem Abschlusstraining mehr :)

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  11. Mal ne ganz andere Frage…

    im Appstore gibt es jetzt 2 „offizielle“ VfL-Apps… Die von tobit und nun eine vom VfL direkt… Welche ist es nun?

    Auf der HP wird immer noch die von tobit gelistet

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  12. Wenn mich jemand am Bahnhof in Eile mit seiner Tasche touchiert, käme doch niemand auf die Idee, mich als Opfer eines Körperverletzungsdeliktes zu stilisieren. Ich merke es vermutlich nicht einmal und eine böse Absicht kann doch niemand ernsthaft unterstellen, OBWOHL es anders abgelaufen sein könnte. Der Beleidigte hat durch diese Medialisierung sehr viel mehr Stress als mit dem Wort, das ihm jemand an den Kopf geworfen hat. Weder hat es eine persönliche, noch eine bewertende Ebene. Einzig und allein die Appellebene wurde von de Bruyne angesprochen – jene zeichnet sich zwangsläufig durch eine Hierarchisierung aus, die immer einen Subtext beinhaltet. Da bräuchte es nicht einmal eine direkte Beleidigung. Die macht es für den Laien nur deutlicher. Um so einfacher kann der Junge sagen: das hat er gesagt, jenes störte mich überhaupt nicht.

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  13. Die VfL-Brille scheint bei einigen aber ziemlich fest angepappt. Da muss ich Spaẞsucher Recht geben.
    @PoloBarrelken: Hier geht es nicht um Zivilrechtliches, also auch nicht darum, ob sich der Balljunge beleidigt fühlte und diese Beleidigung gerichtlich feststellen und ahnden lässt.
    KdB unterliegt in seinem Verhalten auf dem Platz, also in Ausübung seines Sports, den Regeln des DFB und jenen, die befugt über die Einhaltung dieser Regeln wachen und Verstöße dagegen ahnden (Schiedsrichter, DFB-Sportgerichtsbarkeit). Da ich mir nicht vorstellen kann, dass der DFB vorhat, das Wort „Motherf…er“ als verkehrstaugliches Vokabular unter Sportsfreunden heimisch werden zu lassen, wird er es als in der Situation völlig unangebrachte, den Angesprochenen herabsetzende und beleidigende Wortwahl einschätzen. Wie der Junge es selbst empfunden hat, dürfte dabei ziemlich nebensächlich sein. Auch dass in bestimmten sozialen und kulturellen Szenen oder in der Literatur dieser Vulgarismus, so nennt man die Worttype, mittlerweile üblich ist, in Kreisen des Jazz sogar als Kompliment gilt, dürfte den DFB wenig interessieren. Es wäre geradezu eine Sensation, wenn der als staubkonservativ geltende DFB den Wortgebrauch als umgangssprachlich tolerabel einschätzen würde. KdB könnte dann ja seinerseits zivilrechtlich gegen eine Bestrafung durch den DFB vorgehen. Ob ein Zivilrichter dem DFB folgen würde, ist für mich im Übrigen eine völlig offene Frage.

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    • @Joan: Ob ein Zivilrichter….offene Frage.
      Das ist aus meiner Sicht genau der Knackpunkt. Wenn im Zivilrecht essentiell zur Feststellung einer Beleidigung die Absicht ist, die Wortwahl dahingegen in den Hintergrund tritt, ist der DFB (aus meiner Sicht) schlecht beraten ( und es ist auch gar nicht notwendig) hier eine andere Herangehensweise zu pflegen. Die eindeutigen Regeln des DFB sprechen von „Beleidigung“. Dann kann der DFB diesen Begriff nicht umgangssprachlich verwenden, sondern muss geradezu – weil die Regeln Auswirkungen auf ziviles und geschäftliches Leben haben – sich der im Lande herrschenden Rechtsauffassung zum Thema: „was ist eine Beleidigung – und was nicht“ anschließen. Alles andere wäre Willkür und Bananenrepublik (also FIFA-Gebahren).
      Ich schreibe dies – und die anderen in gleiche Richtung gehenden Posts auch auf die Gefahr hin, der VfL-Brille bezichtigt zu werden. Mir geht es aber um die Kalkulierbarkeit von Konsequenzen aus den DFB-Regeln. Das ist für einen Rechtsstaat einfach grundlegend.

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  14. Mal OT:

    Morgen in Bild: Ein Artikel in dem Grühsam, deftige Worte an Bruchhagen richtet.
    Wolfsburg wehrt sich gegen die Vorwürfe aus Frankfurt.

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  15. Hallo Leute, nur mal nebenbei, habe ich morgen vor dem Spiel noch eine realistische Chance auf eine gute Karte? Denke schon,oder?

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  16. Um die Diskussion um ein nicht böswillig dahingeworfenes Wort endlich abzubrechen. Zu fürchten hat de Bruyne gar nichts. Er sollte sich auf das Spiel gegen Hoffenheim konzentrieren. Alles andere war nicht schlimm gemeint und wird nicht wieder vorkommen. De Bruyne ist kein Spieler aus dem Mädchenpensionat und kein Wiederholungstäter. Er hat sich entschuldigt, und damit sollte es erst einmal genug sein. Der VfL wird sich schon angemessen wehren, wenn die „Bild“ oder andere Leute hier ein „Staatsverbrechen“ konstruieren wollen.

    Völlig überzogen! Bitte aufhören, hier im Blog seitenlang Theorien zu entwickeln. De Bruyne hat im Eifer, das Spiel noch zu drehen, einen dummen Fehler gemacht und sich angemessen entschuldigt. Alles andere sollen andere beurteilen und regeln. Im übrigen hat de Bruyne anschließend noch das Tor gemacht und einen Punkt geholt.

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  17. @Diego 1953: Ich verstehe dich ja. Und gefühlsmäßig gebe ich dir ja sogar Recht. Mit VfL-Brille meine ich auch nur: Man betrachtet die Angelegenheit sehr aus (verständlicher) parteiischer Sicht, vergisst dabei aber leicht die sachlichen Gegebenheiten, sprich: den DFB und sein Rechtskorsett. Im Übrigen stimme ich Gast I voll zu: Die Sache ist die ganze Diskussion nicht wert. KdF wird seine Strafe bekommen oder auch nicht. Er wird daraus lernen und gut ist es. Es gibt wirklich Wichtigeres auf der Welt. (3 € ins Phrasenschwein.)

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  18. Gast1 ich gebe dir recht und sage auch bitte hört auf solch ein Mist hier zu schreiben. das Wort ist gefallen punkt aus und alles wird intern beim Vfl geklärt. konzentriert euch auf das heutige spiel das ist wichtig

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  19. Super, dann propier ich die neue App aus. Danke

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