Mittwoch , Dezember 7 2022
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Xaver Schlager (links) wird gegen den VfB Stuttgart wieder mit dabei sein. (Photo by JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)

Wolfsburg kämpft gegen Stuttgart um den letzten Punkt – Schlager fehlt im Training

Einen Punkt braucht der VfL Wolfsburg noch, um auch rechnerisch nicht mehr in die Relegation zu müssen. Dieser Punkt soll gegen den VfB Stuttgart errungen werden. Doch noch sind nicht alle Spieler an Bord.

Am Samstag trifft der VfL Wolfsburg auswärts auf den VfB Stuttgart. Die Wölfe wollen dabei endlich die großen Schwankungen der letzten Wochen hinter sich lassen, und an das gute Spiel gegen Mainz 05 anknüpfen. Bei einem Punktgewinn wäre der Klassenerhalt zwei Spieltage vor Saisonende sicher.

Schlager legt Trainingspause ein

Die Vorbereitung auf den VfB Stuttgart hat am Dienstag ohne einige Stammspieler begonnen. Xaver Schlager plagt sich seit dem Mainzspiel mit leichten Knieproblemen und wurde am Dienstag geschont. Zurück auf dem Platz war hingegen Maxence Lacroix, der wegen Muskelproblemen gegen Mainz passen musste. Nach der Vormittagseinheit auf dem Trainingsplatz blieb Lacroix am Nachmittag in der Kabine: Belastungssteuerung. Genau wie bei seinem Mannschaftskameraden Max Kruse. Wolfsburgs Dreierpacker durfte ebenfalls am Nachmittag pausieren. Der Dritte im Bunde, der nur eine Einheit am Dienstag absoliveren brachte: John Anthony Brooks.

Erneut alle Medientermine abgesagt

Auf der PK nach dem Mainz-Sieg hatte Florian Kohfeldt noch geflaxt: Wenn die Mediensperre zu dem Erfolg geführt haben sollte, dann könne man das wiederholen. Und genau so ist es gekommen. Die zweite Woche hintereinander konzentriert sich der VfL Wolfsburg ausschließlich auf sich selbst und spricht nicht mit der Presse. Einziger, obligatorischer Pressetermin: Die Pressekonferenz vor dem Samstagspiel gegen Stuttgart.

134 Kommentare

  1. So viele Leute hier haben so viele Meinungen darüber, warum diese Saison so verlaufen ist. Die Meinungen hier sind, dass wir alles grundlegend ändern sollten. Unsere Rekrutierungspolitik war falsch, wir sollten keine jungen, hungrigen Spieler verpflichten. Die Spieler, die wir haben, sind völlig falsch, wir sollten andere Spieler verpflichten, damit wir um die Plätze 6-10 spielen können. Kurz gesagt, es sollte eine grundlegende Änderung in unserer Spielerrekrutierung geben, weil sie diese schreckliche Saison verursacht hat.

    Leider wird es nicht funktionieren, in Panik zu geraten und alles zu ändern. Warum sind wir letztes Jahr Vierter geworden und hatten eine so gute Saison mit den gleichen Spielern und der gleichen Spielerrekrutierungspolitik? Weil wir mit Oliver Glasner einen guten Trainer hatten. Die Tatsache, dass wir diese Politik komplett ändern sollten, nur um einen offensichtlich dysfunktionalen Trainer zu passen, wird beim nächsten Mal zu einer noch schlechteren Saison führen, merken Sie sich meine Worte.

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    • Nach dem Relegationsjahr unter Labbadia dachten wir auch alle das es einen großen Cut geben muss. Stattdessen ist fast die selbe Mannschaft ein Jahr später in die Europa League gekommen. Sollte es faule Äpfel in der Mannschaft geben müssen diese aussortiert werden , ich würde aber denjenigen widersprechen die einen Radikalumbruch fordern. Man hat bereits jetzt Spieler um die herrum man eine gute Truppe fürs nächste Jahr bauen kann.
      Dazu kommt das Thema Trainer , dort muss im Sommer eine klare Entscheidung her. Entweder volle Rückendeckung für Kohfeldt (so unverständlich ich das finden würde), oder ein komplett neues Trainerteam. Eine halbgare Lösung bei der am Ende die Entlassung von Kohfeldt nach 5 Spieltagen in der neuen Saison steht darf es nicht geben. Eine ähnliche Situation gab es mit Jonker schon einmal und die ist am Ende in der Relegation geendet.

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    • Wer hat denn gesagt, dass alles geändert werden muss?

      Kohfeld ok. Aber der Rest?

      Es wurde gesagt mbabu und Steffen sollen abgegeben werden. Lacroix schlager und Baku sind nunmal Kandidaten, da ausstiegsklauseln und bei Baku ein Markt.

      Bialek als leihe denkbar.

      Da brooks geht ist das hakt auch so ein grosser bruch. Kaminski und Wimmer kommen ja fuer vorne.

      Also glaube es wird auch ohne kohfeld viele veraenderungen geben.

      Ich bin einfach kein Freund von der dreierkette und ich glaube die bleibt mit kohfeld. Aber wenn ein neuer teianer kommt und diese spielt waere ich auch abgeneigt ich mag das system nicht. Selbst wenn sie klappt. Mit geafellt die Variabilität einer 4er Kette in den Systemen 4.2.3.1 zu 4.3.3 zu 4312 einfach besser.

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    • HalbMannHalbWolf

      Der Umbruch ist – gewollt oder nicht – auf jeden Fall da, weil einige Spieler gehen werden/wollen und neue bereits verpflichtet sind. Wie bereits hier im Chat beschrieben werden uns wohl 4-8 Spieler verlassen und vermutlich in derselben Größenordnung Zugänge beschert. Leistungsträger wie z.B. Schlager und Lacroix wollen „konstant“ international spielen. Andere wie Mbabu, Phillip, Waldschmidt und Steffen sind aufs Abstellgleis geraten, Brooks hat seinen Abgang bereits verkündet. Ob die Verantwortlichen wollen oder nicht, es wird definitiv einen Umbruch im Kader geben, das ist Fakt. Die einige wirklich offene Frage ist ja, mit welchem Trainer bauen wir neu auf? Da bin ich echt gespannt, ob man sich nach der doch mageren Ausbeute – selbst wenn man noch 2 Spiele gewinnen sollte (was ich irgendwie nicht glaube) – nicht doch von Kohlfeld „einvernehmlich“ trennt. Ich würde (mittlerweile) diesen Schritt auf jeden Fall begrüßen, Trennung vom Trainer einen Tag nach dem letzten Spiel bekannt geben und in den Tagen im Anschluss gleich den neuen Trainer präsentieren, damit dieser sich einarbeiten kann und die Mannschaft von Anfang an auf seine Philosophie/Ausrichtung einstellen kann. Meiner Meinung nach brauchen wir einen Trainer mit mehr Autorität als Kohlfeld, es bleibt auf jeden Fall spannend was passiert.

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  2. Schlager laut waz mit knieprobelemen. Meint ihr dass er sich jetzt auch in rous und otavio einreiht und pro Saison immer wieder verletzt ist?
    Wenn ja waere das fuer mich schon ein Grund ihn abzugeben. Greade wenn jemand wirklich die 40 bezahlt.

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    • Im selben Artikel steht das es nur eine Vorsichtsmaßnahme war und er morgen bereits wieder ins Training einsteigt.

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    • Ich habe große Zweifel, ob jemand diese Summe bezahlt.

      Noch 1 Jahr Vertrag und bislang häufig mit schweren Verletzungen ausgefallen. Da muss sich doch für jeden Interessenten die Frage stellen, ob man nicht lieber das eine Jahr abwartet, schaut, wie sich seine Gesundheit entwickelt, und dann ablösefrei zuschlägt. Könnte auch für ihn interessant sein, da dann ein stattliches Handgeld winkt.

      Da dürfte viel davon abhängen, wie viele Interessenten mit gefülltem Festgeldkonto es gibt.

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    • Wobbs sehe ich genauso. Deswegen wuerde ich ja, wenn jemand die Summe bezahlen will sofort verkaufen. Erstens gibt es da Ersatz und zweitens ist da seine Anfälligkeit.

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  3. Kleine Notiz zum Nachmittagstraining. Brooks, Lacroix und Kruse nicht dabei und natürlich auch die Langzeitverletzten nicht.

    Schwerpunkt des Trainings mit einem Wort, Geschwindigkeit. Ball schnell im Mittelfeld spielen oder erobern schnell mit Tempo die Überzahlsituation vorne in Tore umsetzen, dann schnell wieder zurück ins Mittelfeld und in der Defensive mithelfen, um einen Gegenangriff zu verhindern.

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  4. Laut Sportbild sind wir ein Seiwald UND an Kristensen

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    • Kristensen finde ich bockstark und Seiwald hat großes Potenzial.

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    • Schade, die SportBILD…

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    • Schade, dass die SportBild bei MvB recht hatte.

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    • Beides Spieler die bei einem Abgang von Mbabu und Schlager ins Blickfeld rücken könnten. Allerdings bezweifle ich das wir die halbe Salzburg Mannschaft aufkaufen.

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    • Jap, das riecht förmlich nach Kristensen für Mbabu und Seiwald für Schlager. Zumindest als theoretischer Plan. Die Umsetzbarkeit dieser vier Transfers steht allerdings auf einem anderen Blatt. Aber es erscheint klar, das man den bisherigen Weg in der Transferpolitik konsequent weitergehen möchte.

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    • Vom Kontakt zu van Bommel wussten alle Medien, das war doch ein offenes Geheimnis.

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    • Einzig der Sinn für die Spieler erschließt sich mir nicht. Man würde quasi zu einer schlechteren Mannschaft, die international nicht vertreten ist. Ob man sich gehaltstechnisch verbessert? Fraglich. Einziges Argumente wäre die stärkere Liga. Oder übersehe ich da was?

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    • Aber die SportBild hat davon als erstes berichtet.

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    • Kristensen wäre ein Wahnsinnsdeal, aber der kommt doch niemals, um sich hinter Ridle Baku auf die Bank zu setzen. Dem Vernehmen nach möchte man Mbabu ja abgeben, um Baku einen unumstrittenen Stammplatz bieten zu können. Sollte Baku gehen, dann kann ich mir Kristensen gut vorstellen. Wobei der sicherlich auch bei RB Leipzig auf dem Zettel steht.

      Seiwald als Schlager-Nachfolger zu installieren wäre logisch, vom Spielertyp sind sie sich ähnlich. Seiwald sucht etwas seltener den Abschluss, bringt es aber auf mehr "schusserzeugende Aktionen". Während Schlager ja auch gerne mal ins Dribbling geht, gibt Seiwald eher den Abräumer und Ballverteiler. Ansonsten bringen sie aber ein vergleichbares Profil mit.
      Seiwald ist noch dazu sicherlich der talentiertere Spieler.

      Damit kommt man aber zum Knackpunkt: Seiwald ist eines der größten 6/8er Talente in Mitteleuropa, Leverkusen soll angeblich ebenfalls an ihm dran sein und er hat noch zwei Jahre Vertrag in Salzburg. Außerdem wird auch der andere RB Verein daran Interesse haben, Seiwald zu verpflichten. Die Champions League, die ihm die anderen Vereine bieten können, wird er hier nicht spielen können. Darin sehe ich aber gar nicht unbedingt so einen riesigen Nachteil, denn im Gegensatz zu Leipzig und Leverkusen hätte er hier wohl seinen Stammplatz so gut wie sicher. Ich sehe uns aber nicht den Preis zahlen, den Seiwald kosten würde. Auf die 15 Millionen Marktwert bei TM muss man mindesten Fünf draufschlagen, denn 15 bekommt Salzburg auch im nächsten Sommer noch für ihn. Das der VfL wirklich zwanzig Millionen für Seiwald raushaut, wage ich dann schon zu bezweifeln.

      Was ich in diese ganzen Salzburggerüchte interpretieren würde: Die Medien haben erfahren, dass der VfL sich in Gesprächen mit RB Salzburg befindet. Vermutlich wissen sie nicht, um welchen Spieler es geht. Es ist ja vergleichsweise leicht, herauszufinden, ob ein VfL-Vertreter sich mit RB Salzburg-Vertretern trifft, aber eher schwierig, herauszufinden, worum es in diesen Gesprächen geht. Wöber liegt sehr nahe, da wir einen Brooks Nachfolger brauchen. Seiwald liegt sehr nahe, weil es Gerüchte um einen Schlager-Abgang gibt. Kristensen liegt nahe, da bekannt geworden ist, dass der VfL Mbabu abgeben möchte. Und dann spekuliert man eben mal ins Blaue rein.

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    • Die Medien wissen, dass Schäfer beim letzten Spiel vor Ort war. Das reicht doch, um Gerüchte zu konstruieren. Jetzt werden wir mit allen Salzburgern in Verbindung gebracht, die irgendwie reinpassen würden.

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    • @kasprl Auf dem Papier ist Wolfsburg die deutlich bessere Mannschaft als RB Salzburg. Klar, in der Champions League sah das diese Saison anders aus, aber Salzburg ist deutlich mehr ein Ausbildungsverein, als der VfL das ist.

      Ein Spieler beschäftigt sich jetzt eh nicht unbedingt mit den Ergebnissen der vergangenen Saison, sondern mit dem grundsätzlichen Potenzial eines Vereins. Da ist der VfL, als deutscher Bundesligist mit beachtlichen finanziellen Ressourcen, einfach meilenweit vor RB Salzburg anzusiedeln. Bei RB Salzburg empfiehlst du dich in der Regel nicht für einen absoluten Topverein, beim VfL ist das schon eher möglich. Dzeko, Mandzukic, de Bruyne sind von hier allesamt zu internationalen Topklubs gewechselt. Dazu kommen noch Spieler wie Roberto Firmino und Leroy Sané, die den Sprung von guten Bundesligavereinen zu englischen Premierleagueklubs geschafft haben.

      Von Spielern wie Benjamin Pavard, Leon Goretzka, Niklas Süle und Serge Gnabry, die es von kleineren Bundesligisten direkt zu Bayern geschafft haben, ganz zu schweigen. Bei RB Salzburg kannst du dich als Spieler maximal für Vereine der Kragenweite von RB Leipzig und Borussia Dortmund empfeheln, wobei selbst Dortmund nur das Beste abgreift, was Salzburg zu bieten hat (Haaland, Adeyemi) und ein Stammplatz bei Leipzig definitiv nicht gewiss ist. Ein Wechsel zu einem Verein wie Frankfurt, Gladbach, Hoffenheim oder eben Wolfsburg ist für eine RB Salzburg Spieler ein großer sportlicher Schritt.

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  5. Die Bild bringt nochmal einen Artikel zu Wöber, in dem besonders auf seine Fähigkeiten als Lautsprecher eingegangen wird. So einen echten Abwehrchef können wir nach Brooks Abgang sicherlich gut gebrauchen. Die Frage ist aber ob man erneut einen Betrag um die 15 Millionen in die Innenverteidigung stecken möchte. Je nach Bedarf könnten sich auch noch andere Baustellen öffnen.
    https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/vfl-wolfsburg-wunsch-verteidiger-maximilian-woeber-macht-seine-mitspieler-depper-79887218.bildMobile.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F&wt_t=1651056411328

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    • Brooks verlässt uns definitv – Lacroix wird wohl die Freigabe erhalten, sollte ein passendes Angebot kommen – Pongracic hat keine Zukunft in Wolfsburg. Es bleiben dann noch Bornauw und van de Ven, Interesse wird man haben bei einem Abgang von Lacroix und die Transfersumme dann reinvestieren.

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    • Wöber ist keine Rakete, so dass ich mich schon gefragt habe: passt der ins Profil? Aber in dem Fall geht's uns womöglich tatsächlich um eine Führungspersönlichkeit für den hinteren Bereich. Wie Orban für Leipzig. Brooks ist zwar still vor den Kameras, aber trotzdem der Anführer. Dessen Abgang muss man kompensieren. Und Wöber ist obendrein Linksfuß. Ob er auch Aufbauspiel und Diagonalbälle im Repertoire hat, weiß ich nicht wirklich…

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    • MacNulty hat sich angeblich durch irgendwelche Attitüden auch ins Abseits gestellt. Sollte Lacroix wechseln, könnte ich mir durchaus zwei neue Innenverteidiger vorstellen. Einen für den Stamm mit linkem Fuß, der neben Bornauw spielt. Und einen jungen Herausforderer mit rechtem Fuß. Quasi ein zweiter van de Ven für die andere Seite.

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    • Fußballtransfers ist dafür bekannt, sich Artikel grundsätzlich auszudenken.

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    • Die schwachen Laufleistungen lagen mit Sicherheit nicht nur an Kruse, da sollte sich vielleicht jeder mal an die eigene Nase fassen und nicht mit dem Finger auf andere zeigen….sofern die Gerüchte stimmen.

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    • Dann würden sie glaube ich nicht die SportBild als Quelle nennen…dann ist es eher von der SportBild ausgedacht.

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    • https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/vfl-wolfsburg-max-kruse-kriegt-trainingsfrei-79891706.bild.html

      Die haben diesen Bildartikel gelesen und sich danach mal ein paar Sachen aus den Fingern gezogen. Wenn ein anderes Blatt das aufgreift, dann dann man sich gedanken darüber machen. Kruse hat übrigens am Wochenende drei Tore gemacht, ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass die Mannschaft gerade jetzt ihre Unzufriedenheit über ihn äußert.

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    • Auf den ominösen "Bericht" der Sport-Bild bezieht sich FT auch in aller Regelmäßigkeit, ohne das der überhaupt existiert. Die neue Sportbild müsste ja heute erschienen sein, hat die jemand zufällig da und kann Licht ins Dunkel bringen?

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    • Evtl. ist der Verfasser ja auch VfB-Fan und versucht vor dem Spiel noch ein bisschen Unruhe zu stiften. :D

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    • Kruse hat gerade gegen Mainz mehrmals nach hinten mitgearbeitet, als sich Gerhardt und Schlager offensiv eingeschaltet haben. Ist sogar auf die Position mit gerückt und hat sich eingefügt.

      Auch bei Union hat Kruse immer mitgearbeitet. Da war nie irgendetwas zu hören oder zu lesen. Völliger Schwachsinn daher! :yoda:

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    • Leider wenig überraschend dass mal wieder versucht wird Kruse zu kritisieren. Selbst wenn er weniger Kilometer gemacht hat als andere Teamkollegen hat er in erster Linie eine starke Leistung abgeliefert und eben genau das gemacht wofür man ihn geholt hat.
      Zumal ja mangelnde Fitness und fehlende Laufbereitschaft diese Saison auf die ganze Mannschaft zutreffen..

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    • @Roc Wahre Worte. Pirlo hat mit 40 noch sehr erfolgreich Standfußball gespielt. Ganz so alt wird Max Kruse wahrscheinlich nicht in diesem Geschäft werden, aber wenn 9 Mann genug laufen, dann muss Kruse auch nicht viel laufen. Und dann ist er am besten. Es ist ja nicht so, als würde er Sprints verweigern. Im Gegenteil. Er versucht es immer, ist halt aber eben einfach langsamer.

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  6. So langsam nehmen ja die Gerüchte an Fahrt auf. Ich denke, dass Schlager uns verlassen wird. Bei Baku bin ich mir da nicht so sicher. Ich glaube nicht, dass der VfL ihn wirklich für 20 Millionen verkauft. Höchstens, wenn dazu noch leicht zu erreichende Boni in Höhe von 5-10 Millionen kommen. Ob ein Verein dazu bereit ist, diese Summe zu zahlen, wage ich erstmal zu bezweifeln. Lacroix ist da schon eher ein Wechselkandidat. Ich denke ihn würde man aufgrund des geringen Einkaufspreises auch etwas günstiger ziehen lassen.

    Die Aufstellung zur kommenden Saison stelle ich mir in etwa so vor:

    —————Nmecha————
    ———Wind———Kruse——-
    —–Vranckx/Gerhardt–Mister X—-
    ————–Arnold————-
    –Roussillon-Mister X-Bornauw-Baku
    —————Casteels———-

    Ich werfe jetzt einfach mal ein paar Namen in die Runde, um die Position von "Mister X" einzunehmen. Bei den Innenverteidigern werde ich nicht nur Spieler mit linkem Fuß nennen. Ein Linksfuß wäre optimal, ist aber sicherlich kein Muss. Man kann auch mit einem Rechtsfuß auf LIV spielen. Einen neuen Abwehrchef brauchen wir auch nicht unbedingt, Bornauw hat diese Rolle in Köln schon sehr gut ausgefüllt. Natürlich nimmt er sich derzeit zurück, aber das ist ja auch logisch: Mit Brooks haben wir einen etablierten Platzhirsch in der Innenverteidigung. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das zu den Abstimmungsproblemen in der IV beigetragen. Bornauw ist es gewohnt, das Kommando zu geben und musste sich erst mit der neuen Rolle zurecht finden.

    IV:

    1. Wöber wurde ja schon genannt. Mit einer Ablöse von kolportierten 12-15 Millionen wäre er die "Top-Lösung". Ich denke zu ihm wurde schon genug gesagt. Linksfuß, Sprachrohr, international Erfahren.

    2. Maxim Leitsch vom VfL Bochum. Leitsch ist 23 und hat sich in dieser Saison prächtig entwickelt und viel Verantwortung übernommen. Als Linksfuß passt er ebenfalls ins Anforderungsprofil. Seine AK wird auf 3 Millionen geschätzt, dem Vernehmen nach möchte er aber gerne in NRW bleiben. Das könnte Gladbach, denen man auch großes Interesse nachsagt, einen entscheidenden Vorteil geben. So lang dauert die Fahrt von Wolfsburg nach NRW dann aber auch nicht, von daher sehe ich uns nicht chancenlos.

    3. Niklas Stark von Hertha BSC. Ablösefrei, am kommenden Wochenende macht er sein 200. Bundesligaspiel. Dazu stand er 12 mal im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Durch Herthas Absturz konnte er sich natürlich in den letzten Jahren nicht allzu viel präsentieren, gehört aber zu den wenigen Spielern, die eigentlich konstant ihr Niveau abgerufen haben. Der Nachteil: Stark ist Rechtsfuß und steht aufgrund der Tatsache, dass er ablösefrei wechseln kann, sicherlich bei vielen Teams hoch im Kurs.

    4. Amos Pieper. Ebenfalls Ablösefrei, ebenfalls Rechtsfuß. Ich halte Pieper für den besseren Innenverteidiger als Stark, dafür bringt er natürlich deutlich weniger Bundesligaerfahrung mit. Pieper ist, ähnlich wie Brooks, eine absolute Kante und dabei vergleichsweise schnell. Es würde mich nicht wundern, ihn, nach einem Wechsel zu einem größeren Klub, relativ zeitnah in die Nationalmannschaft rutschen zu sehen. Allerdings ist die Konkurrenz hier sehr groß: Auch Chelsea und der BVB haben interesse an Pieper. Hier kommt es wohl darauf an, wie viel er spielen will. Will er Stammspieler sein, dann haben wir Chancen. Nimmt er den Konkurrenzkampf in Dortmund oder London an, dann braucht man sich mit der Personalie nicht befassen.

    5. Ko Itakura, sollte Schalke den Aufstieg nicht schaffen. Itakura ist meiner Meinung nach der beste Spieler der zweiten Liga. Das Zeug für die Bundesliga hat er definitv. Offiziell ist er Rechtsfuß, seine Pässe mit Links sind aber auch sehr präzise. Itakura sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall verpflichten, wenn Schalke nicht aufsteigen sollte. Im Mittelfeld fühlt er sich ebenfalls pudelwohl, was ihn zu einem sehr vielseitigen Spieler macht, der auch die offene Position im Mittelfeld abdecken könnte.

    Nun zur offenen Position im ZM:

    1. Nicolas Seiwald. Er wäre mein absoluter Wunschsspieler. Warum ich einen Transfer aber für unrealistisch halte, habe ich weiter oben unter dem Kommentar von @jonny.pl ausgeführt.

    2. Pierre Lees-Melou von Norwich City. Er ist vor der Saison für 3,5 Millionen verpflichtet worden. Norwich wird allerdings absteigen, daher könnte ich mir einen Transfer gut vorstellen. Lees-Melou ist ein absolutes Pressingmonster, versucht sich oft aus der Distanz und ist ein sehr konzentrierter Spieler, mit einer geringen Fehlerquote. Mit 28 ist er allerdings nicht mehr der jüngste.

    3. Nicolas Dominguez vom AC Bologna. 23 und praktisch eine statistisch etwas bessere Kopie von Schlager. Er wäre rein sportlich eine perfekte Lösung, allerdings haben wir nach der Saison nur noch einen Südamerikaner im Kader. Da könnte sich die Integration eher schwierig gestalten.

    Bei den ZM's habe ich mich echt schwer getan, Spieler zu finden, die Schlager adäquat ersetzen könnten.

    Habt ihr andere Ideen? Und wer wären eure realistischen Wunschsspieler?

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    • Leitsch möchte in NRW bleiben. Der wird wohl nach Gladbach gehen.

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    • SpanischerWasserhund

      Denke nicht dass wir Wimmer und Kaminski kaufen, um dann ein System ohne offensive Außen zu spielen.

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    • @SpanischerWasserhund Das ist ein System mit offensiven Außenspielern. Du kannst ja einfach Kruse, Nmecha oder Wind rausnehmen und dafür Außenspieler aufstellen/einwechseln. Ist immer noch ein 4-3-3. Spieler kleben nicht auf ihren Positionen. Glaubst du wirklich Wimmer und Kaminski verdrängen Kruse, Wind oder Nmecha vom ersten Spieltag an? Oder glaubst etwa Kohfeldt oder der neue Trainer stellen Wind, Kruse, Nmecha UND zwei offensive Außenbahnspieler auf? Noch dazu spielt Wimmer übrigens am liebsten OM und nicht RA und Kaminski kann auch als Außenverteidiger spielen.

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  7. Mir waren Gerüchte um neue Trainer lieber als um Spieler :keks:

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    • Auch wenn ich selbst kein großer Fan davon bin, würde ich mich nach einem Sieg gegen Stuttgart so langsam mit einem Verbleib von Florian Kohfeldt anfreunden. Quasi aus der Not heraus. Es bringt ja nichts, schon mit schlechter Laune in die Saison zu gehen.

      Es wird nach der Saison eine Analyse geben. Es würde mich nicht wundern, wenn dabei herauskommt, dass Florian Kohfeldt nicht das Problem war. Selbst mit einem katastrophalen Trainer darf dieser Kader niemals so spielen, wie er es vor Weihnachten und immer wieder vereinzelt in der Saison getan hat.

      Natürlich kann man jetzt sagen, es sei die Aufgabe des Trainers, das zu verhindern, und damit hat man auch Recht. Es gibt allerdings auch Probleme, die auch ein Trainer, der so talentiert ist wie Pep Guardiola, nicht lösen kann. Da braucht es dann eher einen Torsten Lieberknecht, aber der genügt leider den taktischen Anforderungen des modernen Fußballs nicht.

      Kohfeldts grundsätzliche fachliche Eignung ist im Fußballgeschäft unstrittig. Was man ihm Vorwerfen kann, ist der Spannungsabfall, den sowohl Werder Bremen, als auch der VfL unter ihm immer wieder erlitten haben. Wenn die Verantwortlichen davon überzeugt sind, dass er das in den Griff bekommt, dann werden sie weiter mit ihm zusammenarbeiten. So wenig, wie man das derzeit auch glauben mag: Das kann auch durchaus die richtige Entscheidung sein.

      Als externer Beobachter und Fan würde ich mir wünschen, dass man im Sommer einen neuen Trainer präsentiert. Sollte man mit Kohfeldt weiter machen, dann werden sich die Verantwortlichen etwas dabei denken. Als man nach der Relegation mit dem schönen Bruno weiter gemacht hat, da herschte ebenfalls Fassungslosigkeit. Am der Ende der Saison haben wir uns dann für Europa qualifiziert.

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    • Schmadtke und Schäfer wären aus meiner Sicht gut beraten, wenn sie zeitnah offen, klar und transparent kommunizieren, ob es mit Kohfeldt in der neuen Saison weitergeht.

      Ein "er hat Vertrag bis 2023" ist zwar theoretisch in Ordnung und auch richtig. Mir wäre das aber zu wenig. Ich fände es wichtig und auch fair zur Personalie etwas mehr zu sagen – so oder so. Das ist eigentlich das Einzige, was ich mir wünsche. "Kommunizierte Klarheit".

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    • Schmadtke sagte doch schon, er gehe davon aus, dass man mit dieser Konstellation in die neue Saison gehen wird.
      Da kann nun vieles dran sein. (Möglicherweise auch nur das Bedürfnis nach Außen für Ruhe zu sorgen)

      Allerdings ist es doch verständlich, dass selbst wenn man sich nach der Saison von ihm trennen wollen würde, dass jetzt nicht vor den wichtigsten Partien auch noch als Thema für die Öffentlichkeit nach außen trägt.

      Sollte eine Trennung angestrebt werden, würde ich persönlich davon ausgehen, dass dies nach Saisonende bekannt gegeben wird.

      Ich bin aktuell eher gespannt, wie stark sich unser Kader bis zum ersten Pflichtspiel in der neuen Saison verändert. Aber bis dahin werden auch noch einige Wochen / Monate vergehen..

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    • Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, dann muss es eine Trennung geben. Ich finde die Situation damals mit Labbadia nicht wirklich vergleichbar. Kohfeldt hatte mMn wesentlich mehr Zeit. Labbadia kam doch glaube ich im Februar?

      Kohfeldt hat somit auch wünsche äußern können in der Transferperiode und hatte sogar eine Vorbereitung.

      Natürlich werden wir auch einen Kohfeldt überleben und natürlich kann theoretisch auch Kohfeldt dennoch die richtige Wahl sein.

      Wenn ich mir aber die letzten 3 Jahre anschaue, dann stehen da bei mir bei Kohfeldt als Trainer 3 mal Abstiegskampf.

      Gepaart mit anderen Faktoren die gegen ihn sprechen, wäre meine Entscheidung hier relativ einfach und die 3 Jahre Abstiegskampf ein Indikator.

      Er kann es anscheinend nicht in der Bundesliga oder zumindest nicht in einem schweren Umfeld oder er zieht Pech magisch an. Es gibt jedenfalls wenig, was für ihn spricht.

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    • Ich denke viel wird davon abhängen wie die Mannschaft in den nächsten Spielen auftritt…vor allem jetzt in Stuttgart. Wenn jeder an seine Grenzen geht und vollgas gibt dann sollten wir dort gewinnen, tun sie es nicht dann wird man auch nicht weiter an Kohfeldt festhalten(Trennung Sommer). Man hat die Mannschaft jetzt häufiger an den Pranger gestellt und in letzter Instanz muss der Trainer dran glauben. Im Normalfall läuft es eigentlich andersherum.

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    • Kohfeldt hat somit auch wünsche äußern können in der Transferperiode und hatte sogar eine Vorbereitung.

      Man muss dann aber auch fairerhalber erwähnen, dass Kohfeldt seit den Wintertransfers 16 Punkte aus 11 Spielen geholt hat und man damit, auf eine Saison gerechnet, bei 49-50 Punkten stehen würde. Das ist für eine Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt bereits öffentlich den Abstiegskampf ausgerufen hatte, mehr als nur akzeptabel. Meines Erachtens sind das noch immer ein paar Pünktchen weniger als für den Kader und das Budget "angemessen" wären, aber ich kenne nicht die Interna, die zu beiden Trainerentscheidungen (schnelle Trennung vs. mindestens drei "Schicksalsspiele") und dem schnellen Ausruf des Abstiegskampfes führten.

      Das und die Aufarbeitung der MvB-Ära sind für mich Schlüsselpunkte, denn man darf nicht vergessen — Hätten wir die beiden ersten Spiele der Rückrunde gewonnen, was durchaus möglich gewesen wäre, hätten wir am Spieltag 19 nur zwei Punkte auf Europa Rückstand und nur 5 Punkte auf Platz 3 gehabt. Man hätte durchaus aggressiver auftreten können, gerade wenn man auf dem Transfermarkt nochmal zuschlagen wollte/konnte/musste und eine Mini-Vorbereitung hatte. Aber man rief schnell den Notstand aus und nahm so nochmal mehr die Spannung raus. Keine Ahnung ob ein guter Start plus die folgenden Transfers nochmal einen Lauf gestartet hätten. Das ist alles Spekulation. Vielleicht war die Mannschaft wirklich komplett am Ende und Druck rauszunehmen war wichtiger als die Spannung aufrecht zu erhalten. Vielleicht hat aber auch gerade das viele Spieler mit höheren Ambitionen rausgenommen. Wie diese Entscheidungen analysiert werden wäre für mich das entscheidende Kriterium für die kommende Trainerentscheidung. Was ich jedoch nicht möchte: Eine Entlassung Kohfeldts nach Start der nächsten Saison aber vor dem achtem Spieltag.

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    • Der erste Satz sollte ein Zitat sein, aber Blockquote funktioniert nicht mehr. Ich habe also einen Rechenfehler: Es waren 6 Punkte auf Platz drei, 5 auf die CL.

      Kurzer Test: Fettkursivunterstrichenfett 2Zur Hauptseitewrongtaglist

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    • @jonny.pl Ich gebe dir grundsätzlich Recht. Allerdings gehört zum ehrlich sein auch, dass wir von außen gar nicht beurteilen können, ob Florian Kohfeldt der richtige Trainer ist. Dafür fehlen uns kritische Informationen.

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    • Lieber Versipellis, wenn es nach kritischen Informationen bzw. Interna geht, könnten wir hier kaum etwas bewerten.
      Zumindest, ob eine Personalie richtig oder falsch ist.
      Es sei denn natürlich es ist offensichtlich auf dem Platz, also als Leistungsbewertung sozusagen.
      Aber das war ja gar nicht deine Intension, ich verstehe was du meinst.
      Ich denke aber sehr viele sind in ihrer Meinung zu unserem Trainer festgesetzt. Da kann dann argumentiert werden, was will, überspitzt dargestellt, da wird die Meinung kaum noch geändert.
      Sehe ich ja an mir selbst, ich finde Herr Kohfeldt ist nicht die richtige Wahl gewesen. Wird das jedoch von den Verantwortlichen gerade zur neuen Saison anders gesehen, gut, dann ist dem so. Werde ich weiter mit leben müssen. Aber dann werde ich das auch weiter diskutieren bzw. kommentieren.

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    • @andyice Das sollst du ja auch weiter tun! Auch und gerade als Fan, hat man jedes Recht, sich zu seinem Verein zu äußern, zu diskutieren und zu kritisieren. Mir ging es nur darum, zu verdeutlichen, dass unsere Einschätzungen als Fans nicht immer zuverlässig sind, da uns kritische Informationen fehlen – und, dass es nicht schadet, sich dessen bewusst zu sein.

      Ich liebe es über den VfL zu sprechen, ihn zu loben und zu kritisieren. Nach dieser Saison hat jeder absolut das Recht, daran zu zweifeln, ob Florian Kohfeldt der richtige Trainer für die neue Saison ist. Ich finde man sollte aber auch im Hinterkopf behalten, wo der VfL vor Schmadtke und Schäfer war: Ein Topfavorit auf den Abstieg, der sich mehrmals glücklich gerettet hat. Zu dieser Zeit hatte der VfL keinen Spieler im Kader, der wirklich ernsthaft mit besseren Vereinen in Verbindung gebracht wurde. Die Transferpolitik war katastrophal.

      In seinem ersten Transfersommer hat Schmadtke Spieler geholt, die das Zeug dazu hatten, ernsthaft für Furore zu sorgen. Weghorst ist durchgestartet, Jerome Roussillon galt nach seiner ersten Saison als einer der besten Linksverteidiger der Liga. Am Ende stand Platz 6. In der Saison darauf Platz 7. Und im letzten Jahr Platz 4 und die im Vorfeld nicht für möglich gehaltene CL.

      Was ich damit sagen will: Bis auf diese Saison, gibt es überhaupt keine Gründe Schmadtke und Schäfer nicht zu vertrauen. Der VfL war sportlich klinisch tot als sie ihn übernommen haben. Durch katastrophale Verträge war man, trotz des VW-Geldes, auch finanziell in eine komplizierte Situation gerutscht. Trotzdem haben sie es geschafft, den Verein in den ersten drei Saisons nach Europa zu führen. Das ist verdammt starke Arbeit.

      Für mich ist dadurch einfach die Grundlage da, sagen zu können: Im Zweifelsfall wissen Schmadtke und Schäfer einfach besser, wer der richtige Trainer für den Verein ist. Denn wenn ich in den letzten vier Jahren die sportliche Leitung inne gehabt hätte, dann hätte der VfL sich sicherlich nicht drei Mal für Europa qualifiziert.

      Aber ich bin ja trotzdem auch der Meinung, dass ich lieber einen anderen Trainer hier sehen würde.

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  8. Fußballtransfers ist ähnlich wie andere Seite ein Online Portal ohne eigenen Journalismus. Die Seite fasst aktuelle Meldungen nur zusammen. Insofern ist es Unsinn zu sagen, fußballtransfers hat sich das ausgedacht.

    Ursprungsquelle ist scheinbar die SportBild. Das ist nun nicht die seriöseste Quelle. Mir ist aber nicht bekannt, dass die SportBild einen eigen Journalisten für den VfL hat. Bedeutet: Entweder hat ein Nobody da ins Blaue geraten oder jemand in der Bild steckt dahinter. Bei Letzterem hätte das ein anderes Geschmäckle.

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  9. Ergänzend dazu:

    Fachlich ist Kohfeldt keineswegs unstrittig. Das zeigen ja schon diese Meldungen und auch diverse Foren und Kommentare in Zeitungen (auch von lokalen Reportern).

    Es ist naiv zu glauben, dass Schmäfer nicht zumindest die Personalien überdenken. Ich bin auch skeptisch, was eine Entlassung angeht. Aber es sind noch drei Spiele. Hinzu kommt, dass Schäfer nach wie vor nah an der Mannschaft dran ist und solche Schwingungen wie Inkompetenz usw mitbekommen wird. Da müsste er schon sehr verblendet von Flo sein. Ausschließen kann man das aber nicht.

    Zu Kruse:
    Er war in den letzten Wochen ja auch durch kritische Äußerungen aufgefallen. So macht man sich nie Freunde. Schlechte Leistungen wiegen dann schwerer. Wie er charakterlich ankommt, kann man als Externer nur schwer einschätzen. Fakt ist, dass er sich seit seinem.wrchsel professioneller verhält. Die Bild sieht das natürlich"kritisch", aber für uns war das gut.

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    • Bei Schmäfer musste ich lachen. :lach:

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    • @Mahatma Deswegen habe ich ja auch von der fachlichen Eignung gesprochen. Die beurteilt nämlich der DFB, die Geschäftsführung und die Vorstände der Bundesligavereine und etablierte, überregionale Sportmedien. Da kommt Kohfeldt überraschend gut weg.

      Was Lokalzeitungen oder Fans schreiben, ist für die Beurteilung der fachlichen Eignung eher sekundär. Da fehlt nämlich der Sachverstand. Und eh irgendetwas in die Richtung kommt: ich behaupte nicht über diesen Sachverstand zu verfügen. Ich bin aber ganz gut im subsumieren.

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    • Herr Kohfeldt ist fachlich gesehen, besonders in der Theorie, auch unbestritten sehr gut.
      Nur eben kein guter "praktischer Umsetzer" oder anders kein guter "Transformator" von Theorie zur Praxis.
      Ist grundsätzlich ja auch vollkommen in Ordnung.
      Ist in jedem Beruf und im Privatleben das selbe.
      Denke auch jeder von uns hat da Sachen, die von Theorie zur Praxis oder umgekehrt nicht so gut sind.
      Ich verstehe es dann im Fall von uns, dem VFL nicht, warum das dann bisher anders bewertet wird ?
      Da fehlen uns dann wirklich die Fakten.

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    • Im weitesten Sinne ist ein Fußballtrainer ja ein Lehrer.
      Jeder Schüler braucht da natürlich unterschiedliche Lehrer um seine beste Leistung zu bringen bzw. es gibt auch Schüler, denen scheint alles "zuzufallen" und die brauchen dann nicht so eine führende Hand.

      Meistens kommen aber Lehrer an, die neben dem fachlichen Wissen, dieses auch gut und lebhaft vermitteln können und das theoretisch angelernte Wissen auch transportieren können.

      Ich sehe davon halt viele Sachen nicht in einem Kohfeldt.
      Wie aber andy an anderer Stelle gesagt hat, man wird damit leben können, wenn FloKo weiterhin Trainer sein wird, auch wenn man es als falsche Entscheidung sieht und es sei gesagt, dass mit der sportliche Erfolg lieber ist als das man "Recht" hat und sagt, FloKo wird hier auch in der neuen Saison scheitern.

      Denn in erster Linie bin ich Fan vom VfL Wolfsburg und nicht von Personen die angestellt sind beim Verein.

      Mein Herz und meine Leidenschaft gehört dem VfL Wolfsburg als Verein und ist daher nicht an Personen festgemacht.

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    • @Jonny Das mit dem Lehrer ist eine passende Analogie. Ich hatte früher einen Physiklehrer, der war eigentlich Kernphysiker und hat lange in einem AKW eine hochbezahlte Tätigkeit ausgeführt. Aus irgendwelchen Gründen, es gab viele Gerüchte, ist er dann mit Mitte 40 Mathematik- und Phsyiklehrer geworden.

      Der Typ war super intelligent und überdruchschnittlich fachlich qualifiziert, hatte aber keine Ahnung wie er mit Schülern reden soll. Dadurch war pures Chaos im Klassenraum. Er konnte sich nicht durchsetzen, wurde gelegentlich sogar von Schülern lächerlich gemacht und einfach nicht ernst genommen. Das hat sich natürlich sehr negativ auf die Leistung von uns Schülern ausgewirkt.

      Wie du schon sagst, lässt sich das gut auf den Fußball übertragen. Erfolg, als Trainer und als Lehrer, kann man nur haben, wenn man sowohl fachlich geeignet ist, als auch über die nötigen pädagogischen Fähigkeiten verfügt. Im Optimalfall sollte man auch noch eine gute Führungskraft sein.

      Die Analogie lässt sich aber auch noch weiter führen: Manchmal gibt es auch Klassen, die waren eigentlich immer ganz normal. Und plötzlich, ausgelöst durch externe Faktoren, sind sie so dysfunktional, dass eigentlich gute Lehrer verzweifeln. Ich beziehe das jetzt gar nicht unbedingt auf den VfL und Kohfeldt, aber es ist zumindest theoretisch möglich, dass das hier der VfL ist.

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    • @Versipellis

      Hatten wir den gleichen Lehrer? :weg:

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    • Sorry, aber das Orakeln über die Trainerqualifikation von Kohfeldt wird nicht dadurch besser, dass man ihm jetzt eine unterschiedliche Fähigkeit in Theorie und Praxis andichtet, also behauptet „theoretisch“ sei er gut, „praktisch“, also in der Vermittlung seiner eigenen Kenntnisse, eine Niete. Der Vergleich der Arbeit des Trainers mit der einer Lehrer*in in der Schule hinkt – und zwar in einem doppelten Sinne. Erstens wäre zu fragen, ob das Bild von der Schule überhaupt stimmt, wo angeblich „theoretisches“ Wissen, d. h. abstrakte Zusammenhänge oder Methoden, den Schüler*innen von den Lehrenden in einer „praktischen“ Vermittlung beigebracht wird. Ich habe in der Schule Theoretisches und Praktisches gelernt und auf beide Weisen auch vermittelt bekommen. Und zweitens ist zu fragen, ob die Vermittlungsarbeit eines Trainers vergleichbar ist mit der einer schulischen Lehrkraft.

      Ich meine, beide Auffassungen sind zumindest grob vereinfachend, wenn nicht falsch.

      Zunächst werden in Schule und Trainingsplatz nicht gleichermaßen Theorien bzw. Abstraktes vermittelt. Genau genommen hat Fußball mit Theorie so gut wie gar nichts zu tun. Was im Fußball als Theorie gilt, ist nichts anderes als gesammelte praktische Erfahrung. Fußball ist trotz Laptop und Video immer noch keine Wissenschaft.

      Die Theorie kommt im Fußball kurioserweise erst ins Spiel, wenn es um die Vermittlung praktischer Erfahrungen geht, nämlich als Kunst der Lehre. Wenn Kohfeldt Vermittlungsschwäche attestiert wird, müsste man ihm also im Grunde theoretische Defizite, nämlich solche in der Theorie der Lehre vorwerfen, denn erst daraus leiten sich die Methoden der praktischen Vermittlung von Kenntnissen ab. Ein Beispiel: Die Dreierkette ist keine theoretische Methode, sondern eine ganz praktische Spielanordnung, die letztlich situativ in Positionen, Laufwegen und im Abstimmungsverhalten mit den eigenen Mitspielern auf dem Platz umzusetzen ist. Die theoretischen Voraussetzungen der Vermittlung hierbei dürften allerdings sehr begrenzt sein und meilenweit unter den Anforderungen einer Grundschule liegen. Das sollte auch ein Kohfeldt schaffen.

      Das Theorie/Praxis-Geschwafel entpuppt sich also bei genauerem Hinsehen als aufgepimpte Pseudoargumentation und dient lediglich dazu, der abstrusen Trainerkritik irgendwie Niveau einzuhauchen.

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    • @joan, ich gebe dir in all dem Recht, trotzdem muss ein Trainer Fähigkeiten besitzen, welche er kaum an der Sportschule vermittelt bekommen wird.
      Empathie, Motivationsfähigkeit und die Fähigkeit zu erkennen, ob ich den Spieler häufiger Loben muss um ihn besser zu machen oder lieber öfter in den Allerwertesten treten sollte…
      Ob das Schullehrer auch alles können sollten, weiß ich nicht.

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    • @Joan Ich halte deine Aussage, Theorie im Fußball sei ausschließlich durch Praxis gesammelte Erfahrung, demzufolge also keine Theorie, sondern ausschließlich Wissen bzw. Kenntnis, für schlichtweg falsch. In der einfachsten Definition ist Theorie eine Erkenntnis, die durch Denken gewonnen wird. Der Bezug zur Wissenschaft findet sich erst in erweiterten Definitionen.

      Trainer entwickeln also durchaus Theorien, neue, bisher nicht erprobte Konzepte, durch bloßes Denken. Pep Guardiola kann hier sicherlich genannt werden, der sein als Spieler erworbenes Wissen und seine Auseinandersetzung mit traditionellen Spielansätzen des FC Barcelona als Grundlage genutzt hat, um darauf basiert theoretische Überlegungen anzustellen, die den Fußball, nach ihrer praktischen Erprobung, grundlegend verändern sollten.

      Ein weiteres Beispiel für echte theoretische(≠wissenschaftliche) Denkarbeit im Fußball ist die Vorbereitung auf einen Gegner. Durch Studium des gegnerischen Spiels und anschließende Denkarbeit, entwickelt ein Trainer verschiedene theoretische(≠wissenschaftliche) Lösungsansätze, die er seiner Mannschaft anschließend vermittelt.

      Natürlich ist das keine Wissenschaft. Das hat aber auch niemand behauptet. Du allein hast den Begriff "Theorie" automatisch mit der Wissenschaft verknüpft – vermutlich aus der irrtümlichen Annahme heraus, der Begriff sei in seiner Definition schon ausschließlich im wissenschaftlichen Kontext zu verorten. Letztendlich ist theoretisieren aber etwas viel simpleres und bezeichnet die grundsätzliche Fähigkeit des Menschen, Erkenntnisse zu gewinnen.

      Darüber hinaus bedienen sich moderne Fußballtrainer auch vieler Erkenntisse aus den Sportwissenschaften. Sie sind zwar keine Sportwissenschaftler, lernen während der Ausbildung (=dem Erwerb der Lizenz) aber viele wissenschaftliche Grundlagen, die sie später auch bis zu einem gewissen Grad ihren Spielern vermitteln müssen. Schau gerne mal in die Ausbildungsordnung des DFB, S. 69 ff.
      Dort finden sich unter anderem die Lehrfelder "Trainingswissenschaft" und "Sportpsychologie". Fußballtrainer sind heutzutage keine reinen Fußballtrainer mehr, sondern werden während ihrer Ausbildung intensiv in relevanten wissenschaftlichen Feldern unterrichtet.

      Weite Teile der Fußballtrainerausbildung finden als theoretische Lehre statt. Florian Kohfeldt hat diese Ausbildung mit der Note 1,0 abgeschlossen und war der Beste seines Jahrgangs. Florian Kohfeldt hat, demnach nachweislich, die theoretische Lehre überdurchschnittlich gut verinnerlicht und ist ein sehr qualifizierter Trainer. Nun ist er aber trotzdem mit einer Mannschaft quasi abgestiegen (auch wenn er einen Spieltag vor Schluss entlassen wurde) und hat auch beim VfL bisher nicht gerade für Furore gesorgt. Es ist also kein Orakeln, zu behaupten, dass eine Disparität zwischen Florian Kohfeldts Fähigkeiten und den praktischen Ergebnissen seiner Arbeit herrscht. Ich würde sogar behaupten, dass dieser Umstand evident ist.

      Irgendwo muss der Hund ja begraben liegen.

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    • @Versipellis: Das Verständnis von Begriffen ist letztlich immer eine Frage der Definition. Ich bestreite nicht, dass man den Begriff auch so weit fassen kann, wie du es tust (alle durch Denken erworbene Erkenntnis). Noch weiter geht sogar ein Verständnis, dass schon das reine Bedenken von Dingen, unabhängig davon, ob daraus eine Erkenntnis entspringt, als Theorie begreift.
      Ich halte davon nichts, weil eine so hohle Definition genau die Grundlage dafür bietet, Theorie und Praxis in einen Gegensatz zu bringen, weil Theorie damit im Unterschied zu praktischer Erfahrung entwertet wird. Ein solches profanes Verständnis von Theorie steckt im Übrigen auch hinter dem Ansinnen, Kohfeldt als theoretisch verkopft, aber als praktisch unfähig zu beschreiben.
      Mein Theorieverständnis ist wirklich ein anderes und beinhaltet – knapp gefasst – wissenschaftsmethodische Denkarbeit in Modellen, deren Wert sich möglichst an praktischen Ergebnissen überprüfen lassen muss. Und davon ist Fußball in seinem mannschaftssportlichen Kern weit entfernt, wenngleich Trainer in ihrer Ausbildung natürlich in unterschiedlichsten Bereichen davon berührt werden und praktisch gesicherte Erkenntnisse daraus auch an Spieler weitergeben (Ernährung, Fitness, Verletzungsprävention, Mentaltraining etc.). Aber deswegen werden Trainer nicht selbst zu Theoretikern des Fußballs und der Fußballsport nicht zu einem Experimentierfeld für ausgeklügelte Theorien.
      Noch ein Wort zu den möglichen Krisenerscheinungen beim VfL. Fußball auf professionellem Niveau ist heute ein ungemein komplexer Sport, der weit über das hinaus geht, was sich dann letztlich sichtbar auf dem Rasen abspielt. Dabei greifen viele Faktoren mehr oder weniger gewichtig ineinander. Daher muss jeder Versuch, die Krisenursache monokausal zu erklären, scheitern. Und um so vermessener und absurder ist es, die Krise des VfL allein beim Trainer zu verorten. Die billige Art und Weise wie dies hier im Blog teilweise getan wurde und immer noch getan wird, ist eine blanke Unverschämtheit.

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    • Lieber Joan, leider muss ich Versipellis zustimmen.
      Mit Verlaub Joan, ich habe sehr sehr selten so eine falsche Aussage bzw. These gelesen:
      "Was im Fußball als Theorie gilt, ist nichts anderes als gesammelte praktische Erfahrung."
      Das ist nicht nur in einzelnen Teilen, sondern auch in der Gesamtheit schlichtweg falsch. Gerade und im Besonderen im Profifußball.
      Ich muss deiner These definitiv widersprechen. Zudem ist dein gesamter Kommentar zwar in Einzelteilen durchaus nachvollziehbar, aber nur die Aneinanderreihung von einzelnen Bestandteile, die versuchen deine These zu untermauern.
      Nach meiner Suggestion deiner Worte Stelle ich die Spieler also auf den Platz mit einer kurzen Einweisung und sage dann, sammelt die praktische Erfahrung und das ist dann des Fußballs Theorie?
      Sei bitte einmal so gut und schaue dich auf den Internetseiten des NFV und des DFB um.
      Es gibt da richtig gute Zusammenstellungen über die Ausbildung zum Fußballlehrer und den verschiedenen Trainerscheinen im Amateur und Profibereich.
      Vielleicht überdenkst du deine These.
      Sicherlich hast du eine andere Sichtweise, jedoch musst du mit anderen Meinungen umgehen. Und deine These ist einfach gesagt falsch.
      Klar sind die Grenzen überlappend und durch mehr Erfahrung verbessert man sich unzweifelhaft, doch ohne Theoretischer Wissen und die Vermittlung derer, kommt man im Fußball nicht weit.
      Ein Beispiel:
      Die Viererkette…erklär einmal einem Profi wie er die zu spielen hat. Wie machst du das ?
      Ich schreibe jetzt lieber nicht weiter, sonst verlaufe ich mich in deiner Sprache und das wird nicht gut enden.
      Also, informiere dich einfach Mal.
      Ein Vorschlag: Frag doch einmal bei dem Verein bei dir um die Ecke den Trainer der 1. Herrenmannschaft.

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    • @Joan Dann ist deine Definition von Theorie aber schlicht selektiv. Du kannst ja nicht einfach entscheiden, das anerkannte Defintionen nicht gelten. Niemand hat hier von dieser wissenschaftsbezogenen Lesart geprochen.

      Das Wort Theorie kommt vielfältig ohne wissenschaftsbezug im regulären Sprachgebrauch vor. Hier ein paar Beispiele:

      "Der Kommissar hat bereits eine Theorie, wer der Mörder sein könnte"
      "Dein Vorschlag ist theoretisch logisch, wird aber praktisch nie funktionieren"
      "Er glaubt an Verschwörungstheorien"
      "Irre Theorie zum Labbadia-Aus: Hatte er eine Affäre mit Jörg Schmadtkes Frau?"
      Ganz zu schweigen von der "theoretischen Führerscheinprüfung", die mit Theorie im wissenschaftlichen Sinne überhaupt nichts zu tun hat.

      Deine Definition von Theorie ist nicht falsch. Sie hat aber mit der ursprünglichen Diskussion nichts zu tun, da es hier nie um Wissenschaft ging. Und wie du schon richtig sagst: Fußball ist keine Wissenschaft. Ich weiß also nicht genau, was du uns mit deinen Ausführungen sagen möchtest. Ich sehe in dieser Diskussion auch keinen Versuch, die Krise monokausal zu erklären. Man muss doch nicht, nur weil man gerade einen Erklärungsansatz diskutiert, alle anderen Faktoren immer gleich mitdiskutieren. In den vergangenen Wochen wurden hier viele mögliche Gründe für die Krise diskutiert. Dies ist einer davon. Wir rätseln über die Gründe für den Absturz.

      Ich verstehe auch nicht, warum du aus einer valdien Diskussion eine Begriffsstreitigkeit machen musstest und noch dazu versucht hast, die Diskussionteilnehmer unprovoziert zu diskreditieren: "Das Theorie/Praxis-Geschwafel entpuppt sich also bei genauerem Hinsehen als aufgepimpte Pseudoargumentation!"

      Ap­ro­pos "Pseudo": Deine Argumentation ist ziemlich pseudointellektuelles Gewäsch. Im Englischen gibt es einen tollen Ausdruck dafür: "Arguing semantics". Statt über den Inhalt zu diskutieren, der trotz möglicher Unsauberheiten in der Semantik für alle gut verständlich ist, attakiert man eben diese semantischen Unsauberheiten. Jedem ist bewusst, was mit "theoretisch" gemeint ist. Der wissenschaftliche Bezug ist offensichtlich nicht gegeben. Trotzdem baust du deine ganze Argumentation auf einer vermeintlich falschen Nutzung des Wortes "theoretisch" auf und unterliegst dabei auch noch einem Irrtum.

      Ich gebe dir in einer Sache absolut recht: Mich stört auch, wie hier teilweise über den Trainer gesprochen wird. Da ist meine Erachtens schon die ein oder andere Grenze überschritten worden. Aber: Unter diesem Kommentar von Mahatma ist eine vollkommen sachliche Diskussion über mögliche Mängel von Florian Kohfeldt enstanden. Hier wurde nicht der Mensch Kohfeldt beleidigt, hier hat niemand einfach plump rumgeplärrt. Jonny.Pl hat eine schöne Analogie aufgestellt, ich habe ihm darauf geantwortet und meine Meinung dazu gesagt. Es wäre schön gewesen, wenn du einfach deine Meinung gesagt hättest. Aber du musstest unbedingt versuchen, die anderen Beiträge für grundsätzlich ungültig zu erklären. Versuch beim nächsten Mal, deine Argumentation nicht auf eine Fehlannahme zu stützen.

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    • Ich finde es durchaus schwierig zu beantworten, wo im Fussball die Theorie aufhört und die Praxis anfängt. Wenn man denn überhaupt so strikt trennen möchte. Aus dem Stehgreif wäre es leicht zig Zusammenhänge und Situationen zu konstruieren, in der sich Theorie und Praxis überlappen.

      Vom Gefühl her bin ich auch einen Hauch näher bei Versipellis, finde aber auch die Denkansätze von Joan sehr spannend. Ich habe es auch einige Zeit so gesehen oder vermutet, das Kohfeldt eventuell bei der praktischen Vermittlung Probleme haben könnte (was auch immer das bedeutet). Nach dem Beitrag von Joan bin ich mir aber nicht mehr so sicher, zumal auch hier die Frage wer, was ist theoretische Vermittlung und was ist praktische Vermittlung. Oder ist Vermittlung nicht einfach Vermittlung? Und bedenkt: Es gibt jemanden, der vermittelt und jemanden, an den vermittelt wird. Bei wem liegt nun das Problem? Fakt ist, es ist komplex.

      Und im Übrigen ist ja auch Fakt, das wir von einem Trainer-Team reden, von einem Staff von sehr vielen Menschen rund um den VfL. Ich habe vorhin durch Zufall ein kurzes Video von Klopp und seinen beiden derzeitigen Co-Trainern gesehen. Alle drei Trainer in lockerer Atmosphäre auf der Couch beim beantworten von Fragen über Coaching, es ging vor allem um mentale Aspekte und wie man Dinge einordnet. Und alle Drei waren extrem stark inhaltlich und auch in der Art und Weise das "rüber zu bringen". Jeder auf seine Art.

      Kohfeldt muss vielleicht auch noch dazulernen und sich weiterentwickeln. Man darf nicht vergessen, das er auch noch ein sehr junger Trainer ist…

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    • @Versipellis: Nun haben wir ja glücklich geklärt, dass wir von sehr unterschiedlichen Theorie-Verständnissen ausgehen. Ich habe deines ja nicht ausgeschlossen, halte aber nichts von diesem begrifflichen Relativismus. Ich meinte in meinem ersten Beitrag auch begründet von einem wissenschaftsbezogenen Theoriebegriff ausgehen zu können/zu müssen, weil nur in diesem Zusammenhang die in den Bezugsbeiträgen hergestellte Analogie zur Vermittlungsschwäche von lehrendem Personal überhaupt einen Sinn macht. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an das Beispiel deines Physiklehrers, der Kernphysiker war. Der hat sich mit der Kernphysik sicherlich nicht auf einem Abstraktionsniveau beschäftigt, wie das die „theoretische Füherscheinprüfung“ erfordert. Wenn unter der Kohfeldt unterstellten Theorieaffinität (bei gleichzeitig behaupteter Vermittlungsschwäche) ein Theorieverständnis in der Art deiner alltagssprachlichen Beispiele gedacht war, wird die immer wieder angeführte Unterscheidung zwischen theoretischem Wissen und Vermittlungsfähigkeit Kohfeldts ja nur noch absurder. Ist dann die Erklärung der Funktion der Dreierkette Theorie und die lapidare Aufforderung an die Spieler, im Ballbesitz mit drei Mann abzusichern und gegen den Ball mit fünf Mann zu verteidigen, die Praxis?
      Dein Vorwurf des „pseudointellektuellen Gewäschs“ ärgert mich, geht mir aber auch beim Selbstblick mit einigem Lustgewinn am Arsch vorbei. Ich hätte von dir eigentlich soviel intellektuelle Flexibilität erwartet, dass du erkennst, dass es mir in meinem Eingangsbeitrag nicht um Semantik ging, sondern um die Infragestellung des permanent erhobenen, aber bisher durch n i c h t s belegten Vorwurfs einer Vermittlungsschwäche bei Kohfeldt. Dass dafür vermeintlich unterschiedliche Befähigungen in „Theorie“ und „Praxis“ behauptet wurden, was erst zu einer Kontroverse über den Begriff der „Theorie“ geführt hat, ist doch nicht mir anzulasten. Und dass die Kontroverse jetzt brachial im Umgangssprachlichen und bei einem Verständnis endet, wo alles, was nicht unmittelbare Praxis (im Sinne von Handlung) ist, der Theorie zugeschlagen wird, ist schon ein beachtlicher intellektueller Rohrkrepierer.
      Da liegt dann ja die Erklärung für die Krise des VfL auf der Hand: Die offensichtlich minderbemittelte Mannschaft hat einfach die „Theorie des Fußballs“ nicht verstanden, weil der Trainer zudem zu blöde ist, sie zu erklären. Bei so viel „Theorie“ brauche ich mal wieder eine Denkpause.

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    • Ich bin immer wieder verwundert wie wenig kritikfähig gerade die eigentlich intelligenten Menschen sind.
      Liegt wohl daran, dass jeder aus Sicht des anderen auf einer eigenen Insel lebt. Dabei ist es doch so einfach: Argumentieren und auf den anderen eingehen.
      :kopfball:

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    • Sorry, andyice, dass ich auf deinen Beitrag nicht eingehe. Ich wäre schon motiviert, da du ja zu den nimmermüden Kritikern Kohfeldts gehörst. Aber mir fällt schlichtweg nicht ein, wie ich sinnvoll auf deinen Beitrag reagieren könnte. Wir sind mit unseren Ansichten, Denk- und Argumentationsweisen meilenweit auseinander und ich hätte da sehr viel zu schreiben. Die Zeit und Energie habe ich nicht. Sieh' mir das einfach nach.

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    • Scheinst aber genug Energie gefunden zu haben nach langer Zeit wieder deine stark wissenschaftlich gefärbten Thesen zu schreiben.
      Was ja grundsätzlich nicht schlecht ist. Nur der kausale und einfache Zusammenhang, wie Versipellis sehr schön beschrieben hat, passt eben nicht.
      Da muss man dann auch einfach einmal akzeptieren, dass es auch andere Argumentationen und Meinungen gibt.
      Nimmermüder Kohfeldt Kritiker. Danke.
      Das hast du gut antizipiert.
      Eine Frage dazu: War das jetzt theoretisch oder praktisch?
      Bin mir nach deiner Definition gar nicht mehr so sicher, was jetzt was ist und was das alles mit Fußball zu tun hat
      :ironie:

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    • Andyice, wir können die ganze Sache abkürzen, indem wir die ganze Theorie-Debatte vergessen. Ich nehme gerne auf mich, meine Sicht zumindest dir und Versipellis nicht vermitteln zu können.
      Erkläre, und d. h. auch, belege doch bitte nur mal deine Aussage: „Herr Kohfeldt ist fachlich gesehen, besonders in der Theorie, auch unbestritten sehr gut.
      Nur eben kein guter ‚praktischer Umsetzer‘ oder anders kein guter ‚Transformator‘ von Theorie zur Praxis.“
      Ich gehe davon aus, dass man ein so tiefgreifendes Urteil über einen Trainer öffentlich nur treffen kann, wenn man dessen theoretische Kompetenz wie die Vermittlungsschwäche unmittelbar miterlebt hat und über Anschauungsbeispiele verfügt. Aber ich habe über die Wochen des gebetsmühlenartig erhobenen Vorwurfs weder von dir noch von anderen, die sich übelst in der Wortwahl vergriffen haben, kein einziges belastbares Beispiel gelesen. Worauf also fußt deine Beurteilung von Kohfeldt, der 2018 nicht nur DFB-Trainer des Jahres war, sondern über den sein Spieler Nuri Sahin z. B. sagte: „Diese Mischung aus Nähe und Abstand, das hatte ich noch nie, obwohl ich mit Jürgen Klopp einen Trainer hatte, der den Spielern nahestand. Immer wenn ich komme, ist Florian Kohfeldt hier. Ich weiß nicht, wann er zu Hause ist. Er liebt seinen Job, schmeißt sich da rein." Und Theodor Gebre Selassie: „Er ist wahrscheinlich der beste Trainer, den ich je in meiner Karriere hatte."
      Und Claudio Pizarro: „Die Spieler würden alles für diesen Trainer machen. Ich glaube, er wird ein großer Trainer in Deutschland." (https://www.dw.com/de/florian-kohfeldt-ist-trainer-des-jahres/a-48107550)

      Wie erklärst du dir diese ganz anderen Meinungen? Alle geblendet von Kohfeldts Rhetorik? Alles ein großer Irrtum, weil Kohfeldt mit einer substanziell geschwächten Mannschaft abgestiegen ist?

      Wie bringst du deine Beurteilung (offensichtlich aus der Distanz) überein mit den Aussagen von Spielern, die Kohfeldt als Trainer über Monate und Jahre hautnah erlebt haben?

      Ich hätte da ziemliche Probleme, mit solchen Diskrepanzen umzugehen, und stelle mir vor, dass man sehr gewichtige Belege haben muss, um zu einer Beurteilung wie deiner zu kommen. Aber hierzu herrscht Fehlanzeige. Und diese unglaubliche Leichtfertigkeit im Urteil, diese menschliche Instinktlosigkeit haben mich regelrecht wütend gemacht und sind der Grund, dass ich mich nach Jahren hier im Blog wieder einmal eingemischt habe.

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    • Danke lieber Joan. Bin noch nie so formschön als unwissend, ungebildet und Intellektuell auf ein deutlich unter deinem Niveau angesehendes Level gesetzt worden.
      Bitte sieh DU mir nach, dass ich da über keine wissenschaftliche Erkenntnisse verfüge, nur weil ich meine Meinung vertreten und die sage und dir widerspreche. Nun willst du das auf ein Niveau heben, auf das ich gar nicht will. Ich bin hier in einem Fußballblog und nicht auf einem Wissenschaftskongress.
      Das schöne daran ist zu sehen, wie du mich nun sehr deutlich aufforderst Belege vorzulegen und hast ja doch die Zeit und Energie mir zu antworten. Bin gar nicht so sicher, ob ich mich nun geehrt oder beleidigt fühlen soll.
      Kurz:
      Es ist meine Meinung.
      Seine Theoretischen Fähigkeiten und Fertigkeiten hat er nicht nur mit seinem Abschluss und der Auszeichnung Bester des Jahrgangs hinreichend belegt, sondern hat dies auch in seiner Arbeit, den öffentlichen Aussagen und den Analysen in einer Art getan, die mir vermittelt, dass er das richtig gut kann.
      Was den Transfer bzw. die Praxis angeht, hat er meiner bescheidenen (und offensichtlich dich nicht interessierenden Meinung) einfach Defizite. Siehe Ergebnis seiner bisherigen Trainerstationen.
      Um es nochmal deutlich zusagen: Es ist meine Meinung.
      Selbstverständlich aus der Ferne und nicht wissenschaftlich belegt. Nun kannst du beruhigt sein, denn das wird dir nicht ausreichen. Vielleicht finde ich Mal die Energie und Zeit eine Studie zu meiner Meinung zu machen und diese dann zu veröffentlichen.
      Aber deine Meinung bleibt dir unbenommen.
      Als Tipp: Es gibt viele Meinungen, auch von Menschen, die einfach nur Fan sind, ohne wissenschaftliche und tiefgreifende Erkenntnisse.
      Ich vertrete hier nur meine Meinung. Jeder hat eine andere. Das sollte sogar dir bekannt sein.
      Zu einer Sache muss ich mich aber ganz entschieden wehren und weise sie sehr deutlich von mir:

      Ich habe mich NIEMALS übelst hier in der Wortwahl vergriffen. Weder über andere User, Trainer, Spieler oder sonstigen Personen. Das bitte ich dich höflichst zu beachten.

      Danke wie…sorry Joan!

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    • Ich bitte ich finde später mal Zeit zu der ganzen Thematik etwas zu schreiben, nur vorab. Es wird meine Meinung sein und keine wissenschaftliche Studie.

      Ich finde es jedenfalls sehr bezeichnend, dass ein User versucht andere zu beleidigen und als dumm dastehen zu lassen, indem er sich aber gehobener in der Sprache äußert und meint, man würde es nicht merken.

      Ich glaube es gibt hier sehr viele User, die sich anders äußern könnten, aber es bewusst nicht tun, da man im Blog mit jedem kommunizieren will und nicht eine Art Bubble im Blog erzeugen will.

      Dabei sind die anderen User nicht blöd, nur weil sie sich nicht gewählt in der Sprache ausdrücken. Aber gut, ich schreibe gerade zu viel.

      Zu dieser Thematik später mehr.
      Was ich aber teilweise verwerflich finde ist, dass in solchen Situationen der Admin dann aber für diesem elitären Kreis dann keine Verwarnung äußert.

      Nur so nebenbei, keiner hat Joan den Anlass dazu gegeben, beleidigend zu werden. Ich rede hier nicht von solchen Situationen, bei denen vorher eine verbaler Angriff erfolgte.

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    • Wo bitte sollte denn der Admin in dieser Diskussion eingreifen? Kann mich mal bitte jemand aufklären?
      Ich lese hitzige Diskussionen, aber nicht wirklich Gründe für den Admin einzugreifen. Wenn ja, dann hätte der Admin schon viel früher eingreifen müssen (Stichwort persönliche Beleidigungen von Trainer, Spieler und Manager)

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    • Ich halte es nicht nur für unwahrscheinlich, sondern für ausgeschlossen, dass hier irgendwer Kohfeldts Qualifikation – als Theoretiker wie als Praktiker – auch nur im Ansatz bewerten kann. Was wir bewerten können, ist, ob uns der Fußball gefällt (wobei ich hier längst jede Sachlichkeit vermisse) und ob die Punkteausbeute zufriedenstellt. Aber dafür gibt es deutlich mehr Faktoren. Und dieses "Das ist aber meine Meinung… " kennen wir aus genug anderen Lebensbereichen. Ich kann das nicht ernst nehmen. Man muss nicht jede Meinung akzeptieren, wenn sie auf falschen bzw. unwahren Tatsachen oder bloßen nicht-belegbaren Annahmen beruht. Bezogen auf den Fußball ist es vergleichsweise völlig unwichtig (wobei die Diffamierung eines Trainers als inkompetent schon über den Fußball hinausgeht), in anderen Lebensbereichen sollte es eine Frage der sozialen Verantwortung sein, so manchen Mist nicht unkommentiert stehen zu lassen. Großen Dank an Joan, dass er dies mit einem Höchstmaß an Diplomatie in seinem Beitrag versucht hat. Jedoch bleiben meine Zweifel, dass das hier auf fruchtbaren Boden fällt.

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    • Liebe Fußball-Freunde!
      Die Diskussion über unseren Trainer ist hitzig. Das ist auch nicht anders zu erwarten bei der aktuellen Tabellensituation. Natürlich müssen dabei immer die Regeln des guten Umgangs und ein gewisses Niveau eingehalten werden. Das ist lange bekannt. Kein Spieler, Manager oder Trainer soll dabei beleidigt oder diffamiert werden.
      Was ich aber interessant finde ist, dass einige wenige user, die dieses Verhalten anprangern, ihrerseits genau das gleiche machen, indem sie andere user beleidigen und diffamieren. Da demaskiert sich der ein oder andere schnell mal selbst ohne es offenbar selbst zu merken.

      Mein Wunsch an euch:
      Bitte achtet immer auf das Niveau und beleidigt oder diffamiert keine Spieler, Trainer oder Manager.
      Noch wichtiger hier im Blog: Bitte beleidigt keine anderen user. Wir wollen hier doch nur über Fußball diskutieren – gerne leidenschaftlich, gerne hitzig, aber immer niveauvoll und mit dem Respekt vor dem anderen.

      Ganz wichtig:
      Ihr kennt meine Meinung zum Thema Diskussionskultur im Blog. Ich bin generell der Meinng, dass hier super von euch diskutiert wird und ich muss immer wieder den Einsatz und die Leidenschaft von euch loben, was ihr hier jeden Tag für Informationen zusammentragt, Theorien austauscht und leidenschaftlich auch streitet. Der überwiegende Teil unser Community hält sich an alle Regeln und es macht Spaß hier zu lesen. Das sage ich immer wieder und ich verteidige diese Meinung auch wann immer das nötig ist.
      Wenn es mal eine kleine Entgleisung oder einen Troll gibt, dann ist der sehr schnell – in der Regel von euch – identifiziert und auch in die Schranken gewiesen. Bei den ganz besonders hartnäckigen Fällen greife ich dann ein. Aber seid ehrlich: Wann kommt das mal vor? Im großen und ganzen läuft das hier super und ich lasse mir auch nichts anderes einreden.

      Was mich allerdings besonders trifft, sind die wenigen Einzelstimmen, die dann nach einem Jahr mal wieder spontan auftauchen und den ganzen Block und die user in den Dreck ziehen wollen. "Hier ist alles scheiße!" Auf solche user können wir hier verzichten, weil sie ersten komplett unrecht haben und zweitens selbst überhaupt nichts zur Diskussion beitragen.

      So, und jetzt: …weitermachen :)

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  10. Die Pressekonferenz beginnt heute wieder um 14 Uhr und wird, wie immer, vom VfL auf YouTube übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=9MUQtcdd6Jk

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    • In unserer Situation sollte das im Moment kein Thema sein. Es geht jetzt nicht mehr um persönliche Befindlichkeiten oder Trainerdiskussion, sondern dass wir den Klassenerhalt schaffen. Alles andere kann man nach der Saison diskutieren.

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    • Mir fehlt die Kreativität, dass wir noch den Reli Platz holen oder absteigen…

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    • Die Saison ist noch nicht beendet und auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass man noch auf Platz 16 rutscht, sollte man dringend alles Zweifel beseitigen in dem man in Stuttgart punktet.

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    • Wenn da wirklich etwas dran wäre, dann würde man davon auch in der BILD oder auf tm.de
      lesen.

      Ich wage mal zu behaupten, dass ein Zusammenhang zwischen dieser Meldung und der Tatsache besteht, dass der VfL nun seit zwei Wochen keine Medienrunden abhält. Das wäre ja schon eine krasse Meldung, wenn das Substanz hätte und würde es meines Erachtens deutlich stärker von den Medien ausgeschlachtet werden.

      Aber warten wir es ab. Die Leistung gegen Stuttgart und die anschließende Reaktion der Medien wird uns besser einschätzen lassen können, wie viel an dieser Meldung dran ist.

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    • Die Meldung ist doch einfach bezeichnend und gewissermaßen symptomatisch für die derzeitige Situation.
      Dem Trainer in der derzeitigen Situation und gesehen auf die bisherigen Saisonleistungen als großen Teil des Problems auszumachen, ist ja nun keine neue Erkenntnis.
      Da kann jeder, der Zugang zum Internet besitzt und ein bissel 1und 1 kann durchaus darauf kommen. Schwups ist ein Kommentar fertig.
      Dann den Max mit einzubeziehen, ist jetzt auch nicht weit hergeholt, untermauert mit Fakten (angebliche oder tatsächliche ist ja egal).
      Zum Rest wurde ja schon alles gesagt.
      Abwarten
      :tee:

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    • Mal im ernst! Die Meldung klingt für mich wie: Lass mal versuchen beim VfL auf den letzten Metern noch für Unruhe zu sorgen! Hat jemand irgendwann mal irgendwas gehört oder eine Idee? … -Das ist doch Journalismus für die Tonne!

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  11. Wir sollten tunlichst dieses einen Punkt noch holen. Vor einiger Zeit musste Bayern auch als feststehenden Meister am vorletzten Spieltag gegen Stuttgart ran und hat daheim mit 1:4 abgeschenkt. Man stelle sich vor, das passiert nochmal. Und vorher verlieren wir in Stuttgart. Dann wird's nochmal hektisch. Klar, das ist unwahrscheinlich. Aber wer weiß schon, wie die Bayern gegen Stuttgart ins Spiel gehen. Das ist ja eigentlich ein Partytag für die, hoffentlich ist der Ernst vor der Sause noch ausreichend vorhanden…

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    • Bei den Bayern setze ich in erster Linie darauf, dass sie vielleicht noch einen Torrekord aufstellen wollen und können. Nur das Spiel gegen uns reicht dazu nicht. Vorher müssen auch noch ein paar Törchen geschossen werden.

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    • @Schalentier

      Richtig, manchmal kommt es dümmer als man denkt! Wenn ich mir aber die letzten Spiele anschaue würde ich schon fast sagen, dass Bielefeld gegen Hertha gewinnt und Stuttgart def. keine 9 Punkte mehr holt sondern wahrscheinlich noch direkt absteigt! Dennoch, volle Konzentration und irgendwie Punkten aber auch nicht immer zu pessimistisch denken!

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  12. Star Berater Mino Raiola ist verstorben… :rip:

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  13. Schäfer klang auf der PK nicht besonders erfreut über die Aussagen von Marmoush, sieht wohl eher nicht nach Verbleib aus. Interessant ist das es nach wie vor keinen neuen Stand bei Brekalo gibt , der laut Schäfer stand heute zurückkehren würde. Dazu wechselt er wohl relativ häufig den Berater. Bei Josh gibt es eine Kaufplicht bei Klassenerhalt von Bordeaux.

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    • Kann Marmoush da verstehen, trotzdem sehr schade wäre eine gute Verstärkung unserer Offensive sehe ihn auch vor Wimmer und Kaminski in der Entwicklung und lieber als Philipp oder Waldschmidt würde ich ihn sowieso sehen

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    • So wie Bordeaux momentan performt wird Josh zum VfL zurückkommen.

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    • SpanischerWasserhund

      Josh ist da inzwischen Kapitän, da wird man schon einen Weg finden, dass er da bleiben kann.

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    • Ich gehe auch davon aus das Josh dort bleiben wird. Unabhängig davon ob sie absteigen oder nicht. Ich würde fast soweit gehen und Geld drauf wetten das er definitiv nicht zurückkommt.

      Marmoush kann ich aber ebenso verstehen. Wir haben bereits 2 neue Offensivspieler verpflichtet und generell ist diese Offensive maßlos überfüllt. Klar werden davon welche auch noch gehen aber dennoch ist die Konkurrenz enorm und die Chance auf Spielzeit eher gering. Da ist es nur logisch das er sich die Optionen offen hält und seine Zukunft wahrscheinlich woanders sieht.

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    • Marmoush ist schon lange hier unter Vertrag, immer verliehen.
      Nie den Durchbruch geschafft

      An seiner Stelle würde ich auch versuchen weg zu kommen

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    • Ich kann es aus Sicht von Marmoush auch nachvollziehen und hätte es auch an Schäfer's Stelle gar nicht öffentlich kommuniziert bzw. nicht zu einer Aussage hinreißen lassen. Irgendwie unnötig vor dem Spiel.

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    • Da scheint das Nervenkostüm ein bisschen blank zu liegen bei Herrn Schäfer.
      Wobei es beiderseits verständlich ist, aber das hätte man einfach auf sich beruhen lassen sollen.
      Egal, am Ende werden wir sehen, wer bleibt und wer geht.
      Ich gehe weiterhin von einer Menge von Abgängen aus bzw. wird man sich da noch erhebliche Gedanken machen müssen, was den Kader angeht.

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    • Schäfer hat in dieser Saison sehr vieles sehr schlecht moderiert. Wieso er so böse gucken muss verstehe ich nicht. Warum er so aggressiv redet verstehe ich nicht. Wieso er so viele Fässer aufmacht verstehe ich nicht. Marmoush benutzt eine Phrase, darauf hätte man mit einer Phease reagieren können. Pongracic hat sich selbst ins Abseits geschossen, darauf hätte man bedacht reagieren können. Schäfer wirkt unfassbar unsouverän in diesen Situationen und ich habe das Gefühl, er versucht Schmadtkes Art zu kopieren. In seinen 30er sollte man sich selbst gefunden haben und aufhören anderen nachzueifern. Wenn er so auf der Geschäftsstelle und Kabine auftritt, hätte ich auch keine Lust Leistung zu bringen. Führen geht definitiv anders.

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    • Finde an Schäfers Aussagen jetzt nichts verwerfeliches. Er wurde befragt und antwortet dementsprechend. Und wo er bestimmte Themen schlecht moderiert hat muss mir nochmal jemand genauer erklären.

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    • Genauso wenig waren auch Marmoushs Aussagen ein Problem. Ja, er hat noch Vertrag. Ein Jahr. Und jeder weiß, wie das Spiel dann läuft: verlängern oder verkaufen. Ist doch richtig, wenn er sagt, dass er nicht weiß, was passiert. Womöglich ist er auf dem Markt. Er sagt für den Fall doch nur, dass er für neue Dinge offen ist. Dass die Medien hier was konstruieren, ging bereits mit den Suggestivfragen der Pressefutzis los…

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    • Ich kann Schäfers Reaktion auch nicht nachvollziehen! Marmoush hat nichts gesagt was nicht zutreffen könnte. Eine ganz normale Floskel im Konjunktiv! Darauf so zu reagieren deutet auf enormen Druck hin mit dem nicht umgegangen werden kann! Ich sehe auch Züge von Schmadtke in Schäfers Art. Leider nur die Schlechten nämlich Arroganz, das Zwischenmenschliche scheint völlig verloren gegangen zu sein! Genau wie der Bezug zu den Fans und der Region! Zu viel Unternehmen, zu wenig Verein!

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    • Der Druck ist ja irgendwie auch hausgemacht.
      Am Anfang der Saison mit viel Selbstbewusstsein den Herrn van Bommel installiert, ein paar neue Gesichter im Kader dazu, um dann ungebremst gegen ne Betonwand zu rasen. Kurz geschüttelt, in die Werkstatt, neuer Fahrer (Trainer) geholt, um dann wieder den steilen Weg Richtung Wand einzuschlagen. Im Winter zum Check geschickt: mit nem erfahrenen Anker und neuem Wind kleine Kurskorrektur in Richtung Tor der Mauer justiert.
      Wird wohl klappen, dass es kein Totalschaden (Abstieg) wird, ABER mit welchen Mitteln ?
      Und ständig diese nervende Kritik und Nachfragerei der Medien-Landschaft.
      Lustlose Spieler etc. etc.
      Da kann man schonmal genervt antworten und Fässer reihenweise neu öffnen.
      Kurz: Es ist einfach eine richtig verkorkste Saison für uns alle. Da brauchen wir nicht diskutieren. Es geht jetzt für mich darum, seine Analysen zu machen, ohne Denkverbote, und dann die Ärmel hochkrempeln und neu anzufangen für die kommende Saison.
      Viele Vereine fangen da schon an was zum Beispiel Trainer und Spieler betrifft.
      Ich denke, dass wir da auch sicher schon dran sind, habe aber das Gefühl, dass man da zu "blauäugig" agiert und eben zu gereizt.
      Anstatt auf die Leute zuzugehen, wird dann erstmal gebellt.
      Vielleicht sehe ich aber den Witz dahinter nicht (den hat der Herr Musk wohl die Tage aufgebraucht) und es ergibt sich doch ein stimmiges Gesamtbild zum Start der neuen Saison. Mit vollem Selbstbewusstsein und selbem Fahrer (Trainer) in Richtung…ihr wisst schon!
      :tee:

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  14. OT: Das war in der EL heute ein guter Schritt Richtung Deutsches Finale. Beide haben ihre Jobs erledigt und sich eine gute Ausgangsposition gesichert.

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    • Frankfurt gönne ich den Einzug nicht.
      Grüße an Asi Red gehen raus.

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    • Ich weiß gar nicht für wen ich wäre. Ich finde beide zum Mageninhalt-retournieren. Tendenziell aber eher FFM als das Produkt.

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    • Als ehemaliger Schlägertrupp in den 90ern zu Kultfurt.

      Frankfurt gönne ich nicht mal den Dreck unter den Fingernägeln.

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    • Ich kann Frankfurt auch nichts abgewinnen und ständig diese Beleidigungen der Fans… unerträglich.

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    • Nen ausscheiden zu Hause gehen Westham
      Das würde ich Frankfurt gönnen!

      So nen richtig schöner Last Minute Treffer

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  15. Wahrscheinlich wollte Schmadtke deshalb die Wochen keine Medientermine – um wie er selbst sagt "das Gequatsche" und vor allen Dingen das, was dann draus gemacht wird, nicht zu hören.

    Der Schuss ist aber gründlich nach hinten losgegangen. Mehrere Themen, die eigentlich mit der sportlichen Situation nichts zu tun haben, standen diese Woche im Vordergrund. Und so war es dann doch eher eine unruhige Woche in den Medien. Kohfeldt hat auf der PK ja auch die Sache mit Kruse nochmal explizit und von sich aus angesprochen.

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    • Die Geister, die man rief wird man selten los.
      Aber es ist ja auch zu einfach bei uns momentan die Haare in der Suppe zu ("er")finden.
      :talk:

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    • bzgl. Kruse hat der Kohfeldt ja auch noch Fake News ("Laufstärkster Spieler gegen Mainz") verbreitet. Das war laut Kicker ein anderer Max von uns, aber nicht Kruse.

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    • So etwas ist doch auch "gefundenes Fressen" für die Medien, sportlich ging/geht es bergab, die Mannschaft zeigt nur Leistung wenn sie sich durch äußere Widerstände an der Ehre gepackt fühlt was aber schnell wieder verpufft..dazu wollen einige Spieler gehen und man hat in dieser Saison wieder das Gefühl von fehlender Identifikation. Die Medien sprechen es zwar nicht direkt an, aber es hat schon wieder etwas von einer Söldnermentalität.

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    • Medien sind beleidigt, das es keine Pressentermine und Interviews mehr gibt -> dann werden halt lügen verbreitet um den Verein doch zu na Stellungnahme zu „zwingen“

      -> einfach nix sagen und und gehen Stuttgart gewinnen

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  16. Rangnick können wir von der Liste möglicher neuer Trainer bei uns streichen. Der trainiert künftig die Ösis.

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  17. Was macht Bremen denn da? Nach 2:0-Führung erstmal 2 Eigentore und jetzt kurz vor Schluss auch noch das 3:2 für Kiel. Nur noch wenige Minuten zu spielen.

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    • Und St. Pauli bekommt kurz vor Abpfiff noch den Ausgleich. Ich fasse es nicht. Am Ende kommt der HSV da doch noch ran. So richtig souverän ist da oben irgendwie niemand.

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    • Und Schalke schießt in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer. Das ist alles super knapp in der 2. Liga da oben. Da ist immer noch nicht sicher, wer da aufsteigt.

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    • Schalke muss ja auch noch gegen Nürnberg ran und gegen Pauli…

      Also durch ist da nahezu bei keinem was.

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    • Sollte es der HSV wider erwarten doch noch schaffen aufzusteigen wäre dies doch super!
      Damit wäre Platz 18 in der kommenden Saison bereits vergeben und wir werden schon einmal nicht mehr Letzter :)

      Ironie off

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    • @ingol45:
      So habe ich das noch gar nicht betrachtet.
      Super, also pro HSV-Aufstieg!
      :ironie:

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  18. In eigener Sache:
    @jonny.pl, @schalentier und an den lieben Admin:
    Danke jonny.pl für deinen Beitrag. Leider führt er wahrscheinlich dazu, dass er untergeht.
    Danke Schalentier: Bitte lies noch einmal alle Kommentare unter dem Eingangstext von Mahatma Pech, dann fällt dir eventuell etwas auf.
    Lieber Admin, danke, dass du nochmal so einen Text verfasst hast.
    Ich nehme mir jetzt aus der ganzen Diskussion mit, dass es (aus meiner Sicht) schon nicht gewünscht ist eine andere Meinung zu haben und diese gegenüber einigen Usern zu vertreten. Ich fühle mich vom User Joan in seinen Antworten an mich und seinen Ausführungen extrem unwürdig und unfähig überhaupt Antworten zu verfassen.
    Er stellt sich hier einfach über viele andere und verfasst einen in der Diskussion völlig zusammenhanglosen Text.
    Wird von User Versipellis und mir darauf angesprochen und verteidigt sich dann (was vollkommen in Ordnung ist), aber dann sollte er sich nicht wundern, wenn Widerspruch kommt für seine Art und Weise des Schreibens.
    Für mich bedeutet es als Fazit: Andy, sei vorsichtig was und mit wem du hier diskutierst.
    Danke und nun zurück zum Sport!

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    • Nein, diese Schlussfolgerung sollst du nicht ziehen.

      Der user hat dich beleidigt und das geht überhaupt nicht. Das habe ich doch auch so weiter oben geschrieben. Niemand darf hier andere user beleidigen.

      Du und Versipellis habt euch in der Diskussion völlig richtig verhalten. Natürlich kann jeder Gegenargumente bringen. Das steht ja außer Frage. Bitte behalte das bei!

      Ich sage es ganz deutlich: Die Beleidigungen eures Gegenüber waren absolut niveaulos und dürfen hier nicht sein!

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    • Dann ein großes Dankeschön!
      :top:

      3
    • @admin: Welcher User hat andyice beleidigt?
      Joan? Das ist doch nicht dein Ernst!
      Entweder ich kann nicht lesen, durchaus möglich, oder meinst du etwa den Vorwurf der eventuellen menschlichen Instinktlosigkeit?? Wenn dem so ist, so erhebe ich ihn gleich nochmal, dann haben wenigstens zwei ihn beleidigt.
      In ALLEN Zeilen zu diesem Thema lese ich überwiegend unterschwellige Anschuldigungen von Seiten des andyice in Richtung Joan mit Null inhaltlichen Erläuterungen oder gar Belegen. Allein schon die angedeutete Unterstellung er sei Wieland ist an Frechheit kaum zu toppen.

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    • @sleepy Joan hat, auf sehr herablassende Art und Weise, seine gesamte Unzufriedenheit über die hier vorherrschende Kohfeldtkritik auf Jonny, Andy und mit Abstrichen auch mich projeziert. Jonny und Andy gehören definitv zu Kohfeldts größeren Kritikern hier, sind aber immer offen für Gegenargumente. Ich habe mich hier nur einmal intensiv gegen Kohfeldt ausgesprochen und halte mich in meiner Kritik sonst genau aufgrund der Umstände zurück, die Joan noch einmal großspurig betonen musste: Ich vertrete hier meist den Standpunkt, dass es für uns, als Fans, von außen kaum möglich ist, eine fundierte Beurteilung der Verantwortlichen vorzunehmen.

      Es ist aber eben auch so, dass es Spaß macht, über seinen Verein zu diskutieren. Ich wollte als Kind gerne Sportjournalist werden, habe auch mal kurzfristig begonnen, wenn auch wirklich sehr stümperhaft, daran zu arbeiten, mich auch beruflich in diese Richtung zu entwickeln, dann jedoch eine andere Leidenschaft entdeckt. Ich habe in meinem persönlichen Umfeld nicht allzu viele Fußballfans, erst recht keine VfL Fans. Daher ist dieser Blog für mich eine tolle Zuflucht, mich mit anderen Anhängern auszustauschen und mich auch mal an tiefgreifenderen Analysen zu versuchen, die ich in einem anderen Leben vielleicht zu meinem Job gemacht hätte.

      Die Diskussion zwischen Jonny, Andy und mir war absolut harmlos. Niemand hat Kohfeld als Person diskreditiert, niemand hat irgendeinen Verantwortlichen beleidigt. Man musste hier in der Vergangenheit definitv Aussagen lesen, die wesentlich schärfer waren. Im betreffenden Fall allerdings, auf sachliche Art und Weise, mögliche Defizite des Trainers diskutiert. Das muss ja bei Kohfeldts bisher überaus dürftiger Bilanz auch erlaubt sein. Niemand von uns hat irgendeinen absoluten Wahrheitsanspruch erhoben, wir sind einfach nur Fans die nach Erklärungen für eine überaus dürftige Saison suchen.

      Ich selbst habe mit Jonny und Andy die ein oder andere hitzige Diskussion geführt, weil ich ihre Kritik an Kohfeldt für überzogen gehalten habe. Erst kürzlich gab es hier die Diskussion über Jonnys Profilbild, bei der ich mich auch zu Wort gemeldet habe. Aber all diese Diskussion wurden mit einem gewissen Maß an Respekt geführt. Es ging nie darum, das Gegenüber zu herabwürdigen. Sollte der Eindruck mal entstanden sein, dann hat man immer versucht diesen auszuträumen.

      Was Joan hier gemacht hat, ist doch aber das totale Gegenteil. Statt einfach die eigene Meinung zu sagen und einen Diskussionsbeitrag zu leisten, wurde direkt versucht, die Meinung der anderen zu diskreditieren. Ich versuche das mal anhand Joans Ausgangskommentar zu versinnbildlichen:

      "Sorry, aber das Orakeln über die Trainerqualifikation von Kohfeldt wird nicht dadurch besser, dass man ihm jetzt eine unterschiedliche Fähigkeit in Theorie und Praxis andichtet, also behauptet „theoretisch“ sei er gut, „praktisch“, also in der Vermittlung seiner eigenen Kenntnisse, eine Niete. Der Vergleich der Arbeit des Trainers mit der einer Lehrer*in in der Schule hinkt – und zwar in einem doppelten Sinne. Erstens wäre zu fragen, ob das Bild von der Schule überhaupt stimmt, wo angeblich „theoretisches“ Wissen, d. h. abstrakte Zusammenhänge oder Methoden, den Schüler*innen von den Lehrenden in einer „praktischen“ Vermittlung beigebracht wird. Ich habe in der Schule Theoretisches und Praktisches gelernt und auf beide Weisen auch vermittelt bekommen. Und zweitens ist zu fragen, ob die Vermittlungsarbeit eines Trainers vergleichbar ist mit der einer schulischen Lehrkraft.

      Ich meine, beide Auffassungen sind zumindest grob vereinfachend, wenn nicht falsch.

      Zunächst werden in Schule und Trainingsplatz nicht gleichermaßen Theorien bzw. Abstraktes vermittelt. Genau genommen hat Fußball mit Theorie so gut wie gar nichts zu tun. Was im Fußball als Theorie gilt, ist nichts anderes als gesammelte praktische Erfahrung. Fußball ist trotz Laptop und Video immer noch keine Wissenschaft.

      Die Theorie kommt im Fußball kurioserweise erst ins Spiel, wenn es um die Vermittlung praktischer Erfahrungen geht, nämlich als Kunst der Lehre. Wenn Kohfeldt Vermittlungsschwäche attestiert wird, müsste man ihm also im Grunde theoretische Defizite, nämlich solche in der Theorie der Lehre vorwerfen, denn erst daraus leiten sich die Methoden der praktischen Vermittlung von Kenntnissen ab. Ein Beispiel: Die Dreierkette ist keine theoretische Methode, sondern eine ganz praktische Spielanordnung, die letztlich situativ in Positionen, Laufwegen und im Abstimmungsverhalten mit den eigenen Mitspielern auf dem Platz umzusetzen ist. Die theoretischen Voraussetzungen der Vermittlung hierbei dürften allerdings sehr begrenzt sein und meilenweit unter den Anforderungen einer Grundschule liegen. Das sollte auch ein Kohfeldt schaffen"

      Dieser Teil enthält größtenteils Joans Meinung und trägt zur Diskussion bei. Joan macht zwar schon hier den Fehler, unseren, der Standard- bzw. Alltagsprache entsprechenden, Gebrauch des Wortes "Theorie", mit der im akademischen und universitären Raum geläufigen Definition des Wortes zu verwechseln, aber geschenkt. Dazu sei nur noch gesagt, dass "nur" 37% der Menschen in Deutschland überhaupt einen Hochschulabschluss haben. Es ist also in erster Instanz unlogisch, hier von einer akademischen Definition auszugehen. Außerdem ist es jovial bis arrogant. Gerade einem Menschen, der wie Joan offensichtlich eine exzellente Bildung genossen hat, sollte das bewusst sein. Leider geht ein scharfer Verstand gelegntlich auch mit Hybris einher.

      "Das Theorie/Praxis-Geschwafel entpuppt sich also bei genauerem Hinsehen als aufgepimpte Pseudoargumentation und dient lediglich dazu, der abstrusen Trainerkritik irgendwie Niveau einzuhauchen."

      Das ist der Teil, in dem Joan versucht die anderen Beiträge grundsätzlich zu diskreditieren. Joan tut so, als hätte die eigene Argumetation grundsätzlich alles widerlegt, was davor gesagt wurde. Obwohl der Großteil der eigenen Argumentation auf einer Falschannahme basiert. Das ist mindestens sehr schlechter Stil und wird auch in akademischen Kreisen nur sehr ungern gesehen. Denn auch hier legt man viel Wert auf gegenseitigen Respekt. Vor allem ist man sich aber der eigenen Fehlbarkeit bewusst und maßt sich in subjektiven Diskussionen nicht einen solchen Wahrheitsanspruch an. Damit beleidigt man nämlich die Intelligenz der anderen.

      Joans Argumentationsschema entlarvt sich dem ebenfalls gebildeten Leser gegenüber schnell als Augenwischerei. In der Logik bezeichnet man vieles, was Joan da tut, als "fallacy", zu deutsch Fehlschluss: https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlschluss.
      In Diskussionen gibt es einige prävalente Fallacies, denen sich Joan hier bedient. Die University of Auckland, NZ, Platz 14 der Times Higher Education's 2021 Liste der besten Universitäten der Welt, bietet da folgende einfache Erklärungen:

      Beginnen wir mit dem Stohmannargument:

      "Someone distorts or caricatures an opponent’s arguments or views, and then attacks the weakened version rather than the real argument"
      "Jemand verzerrt oder karikiert die Argumente oder Ansichten des Gegners und greift dann eher die abgeschwächte Version als das eigentliche Argument an"

      Joan hängt sich an einer falschen Auslegung des Wortes Theorie auf und attackiert dann diese abgeschwächte, weil angeblich inhaltlich falsche Argumentation. Bei der Darstellung eines Arguments, mit dem man nicht einverstanden ist und das man zu bewerten versucht, ist es wichtig, dieses Argument so darzustellen, dass es dem Argument, wie es von den Urhebern vorgebracht wurde, einigermaßen treu bleibt und so stark wie möglich ist. Das sind "Grundregeln" in der Argumentationstheorie.

      Weitere Fallacies, die ich Joan unterstellen würde, leider geht mir aber so langsam die Zeit aus um näher darauf einzugehen: "Ad-Hominem", "False Dichotomy", "Appeals to Emotion", "Hasty Generalisations", "Slippery Slope" – all das kann man Joan meiner Meinung nach vorwerfen. Ich sage nicht, dass meine Argumentation frei von Fallacies ist. Ich bin aber auch nicht derjenige, der so tut, als wäre meine Meinung die einzig richtige. Joan hat sich dann auf die vermeintliche eigene intellektuelle Überlegenheit eingeschossen und wirklich grenzwertig vor allem Andy mit generalsierenden Vorwürfen attackiert, obwohl dieser versucht hatte, zu vermitteln. Das kann man schon als Beleidigung auffassen.

      Das soll es jetzt aber auch von mir zu diesem Thema gewesen sein. Heute ist Spieltag und ich hab richtig Bock :vfl:

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    • Wenn hier jemand herablassend ist, dann sind das einige Spezis im Umgang mit Trainern, Spielern und Funktionären beim VfL. Diese Beiträge werden selten gelöscht, stattdessen sogar neuerdings als "Diskussion" bezeichnet. Scheinargumente reichen dafür offenbar aus, oder was? Hier werden keine Beiträge diskreditiert (geht das überhaupt?), sondern diese schlich als das bezeichnet, was sie sind: anmaßendes Pseudoanalysieren auf keiner sachlich fundierten Grundlage. Und das darf man nicht sagen? Das soll beleidigend sein? Meinungsfreiheit in Ehren, aber wer seine Meinung äußert und dabei diese allein auf Mutmaßungen und Gefühlen gründet, muss auch mit dem Echo leben können.

      @Admin: Was Du inzwischen alltäglich für abstruse Theorien und teilweise einen demagogischen Mist stehen lässt, wenn es um Vereinsverantwortliche geht, dann aber wiederum löschst, wenn anderen Usern der Spielgel vorgehalten wird, stimmt mich überaus traurig. Da bin ich nun wirklich raus.

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    • Danke lieber Versipellis für deine Ausführungen.
      Ich hätte das so nicht hinbekommen.
      @sleepy: Danke für deinen Kommentar und deine Meinung.
      Ich sehe das ein wenig anders, wie ich es ja bereits deutlich gemacht habe. Wenn ich mit meiner von dir behaupteten Andeutung deinerseits über das Ziel hinaus geschossen bin, dann bitte ich das hiermit zu entschuldigen.
      Ich hoffe das Thema ist damit vom Tisch und wir können uns wieder dem eigentlichen Sinn und unser aller Hobby widmen: Dem VFL und der Diskussion darüber.
      Dankeschön!
      P.S.: Lieber User sleepy, ich biete dir an, dass wir uns zu einem Heimspiel mal auf ein Bier treffen. Natürlich nur, wenn du magst.
      :bier3:

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    • @andyice: ich bin immer für versöhnliche Aktionen und gerne können wir im direkten Austausch uns näher kommen, wenn du möchtest. Hauptsächlich hatte ich ja nur über die meiner Meinung nach Überreaktion des Admin reagiert. Bitte gebe dem andyice meiner Emailadresse und lasst uns gerne weniger aggressiv miteinander umgehen.
      So, jetzt mal schauen ob wir am Platz weiterhin gut und engagiert spielen, ich hoffe sehr.

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