Alexandra Popp sagt Tschüss: Es war ein emotionaler Nachmittag in der Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg. Beim 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg stand nicht nur der letzte Spieltag der Saison im Mittelpunkt. Vor allem ging es um den Abschied von Alexandra Popp. Nach 14 Jahren im Trikot der Wölfinnen bestritt die Kapitänin ihr letztes Spiel für den VfL und bekam einen Abschied, der einer Vereinslegende würdig war.
7268 Zuschauer waren in die Volkswagen Arena gekommen, um „Poppi“ ein letztes Mal im grün weißen Dress zu erleben. Der Verein hatte die Partie extra in das große Stadion verlegt. Auf den Rängen sorgte eine Choreografie mit der Aufschrift „Fußballgöttin“ für Gänsehaut. Zu sehen war Popp als Zeichentrickfigur mit dem DFB Pokal, den sie mit Wolfsburg gleich elfmal gewann.
Zwei Tore zum perfekten Abschied
Sportlich hätte der Nachmittag für die 35-Jährige kaum besser laufen können. Alexandra Popp erzielte beim 3:1-Sieg gleich zwei Treffer und verabschiedete sich damit standesgemäß von den Fans.
In der 13. Minute traf sie per Kopf zur Führung. Ein Tor, wie es viele Fußballfans von ihr kennen. Kurz vor der Pause legte sie nach und verwandelte einen Freistoß mit ihrem linken Fuß direkt ins Tor. Für Popp war es der 264. Treffer in der Bundesliga.
Nach 58 Minuten war dann Schluss. Beide Mannschaften bildeten an der Seitenlinie ein Spalier, während Popp unter großem Applaus den Platz verließ. Aus den Rängen hallten „Fußball Gott“-Sprechchöre durch die Arena. Es war das Ende ihres 336. Bundesliga-Spiels.
Emotionale Momente nach dem Spiel
Nach Abpfiff zeigte sich Popp sichtlich bewegt. Viele Wegbegleiter waren ins Stadion gekommen, darunter auch Ex Bundestrainer Horst Hrubesch. Auch Familienmitglieder und ihr erster Trainer waren vor Ort.
Popp sagte nach dem Spiel, dass besonders der Blick auf ihre Familie und ihre Oma ein harter, aber zugleich schöner Moment gewesen sei. Sie habe den Abschied genießen können und sei dankbar für die Unterstützung der Fans. Wenn sie von so vielen Menschen gefeiert werde, habe sie in den vergangenen 14 Jahren offenbar vieles richtig gemacht.
Kurioses Gegentor und versöhnlicher Abschluss
Für einen ungewöhnlichen Moment sorgte Nürnbergs Tor zum zwischenzeitlichen 1:2. Club-Torhüterin Ena Mahmutovic schlug einen Freistoß aus der eigenen Hälfte Richtung Wolfsburger Strafraum. Der Ball senkte sich überraschend ins lange Eck.
Der VfL reagierte jedoch schnell. Janou Levels stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her und sorgte für einen gelungenen Abschluss eines besonderen Tages.
Mit dem Sieg beendet Wolfsburg die Saison als Vizemeister. Doch das Ergebnis rückte an diesem Nachmittag fast in den Hintergrund. Die große Bühne gehörte Alexandra Popp. Einer Spielerin, die den Frauenfußball in Wolfsburg über viele Jahre geprägt hat wie kaum eine andere.
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Der Blog möge sich erheben, eben ist Poppi in der 56. Minuten das letzte Mal vom Platz gegangen.
Standesgemäß hat sie noch zwei Tore erzielt. Selbst, wenn man es nicht mit dem Frauenfussball hat, aber die Bedeutung, diese Persönlichkeit von Poppi ist beeindruckend. Sie ist auf einer Stufe mit Maxi Arnold oder Robin Knoche.

Schade, dass man sie nicht irgendwo im Verein hat unterbringen können. Sie wäre als Aushängeschild weiterhin so wichtig für den VfL gewesen. Schade, aber den Wunsch zurück zur Familie in die Heimat kann man auch verstehen.
Mach es gut, Poppi und danke für die vielen schönen Momente, die du uns beschert hast!