Donnerstag , März 26 2026
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Svenja Huth vom VfL Wolfsburg im Zweikampf mit Selma Bacha von Olympique Lyon im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales in Wolfsburg. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Genau so geht’s: VfL-Frauen liefern die Blaupause für den Klassenerhalt der Männer

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg Frauen haben im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League ein Ausrufezeichen gesetzt. In der Volkswagen Arena bezwangen die Wolfsburgerinnen den großen Favoriten Olympique Lyon mit 1:0 – und das nicht nur durch ein Tor, sondern vor allem durch eine beeindruckende Mannschaftsleistung. Ein Auftritt, der auch eine klare Botschaft an die Männer des VfL sendet.

Frühe Führung, großer Kampf

Den entscheidenden Treffer erzielte Lineth Beerensteyn bereits in der ersten Halbzeit. Wolfsburg zeigte sich von Beginn an mutig, setzte immer wieder offensive Nadelstiche und nutzte eine dieser Situationen zur Führung.

Danach übernahm Lyon erwartungsgemäß mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Doch die Wolfsburgerinnen hielten dagegen – mit Disziplin, Laufbereitschaft und einer enorm kompakten Defensive.

Leidenschaft bis zur letzten Minute

Was folgte, war kein fußballerisches Feuerwerk, sondern ein Kraftakt. Immer wieder drängte Lyon auf den Ausgleich, doch Wolfsburg verteidigte mit allem, was zur Verfügung stand.

Jede Spielerin arbeitete mit nach hinten, warf sich in Zweikämpfe, lief Wege für die Mitspielerin. Es war genau diese Mischung aus Einsatz und Zusammenhalt, die am Ende den Unterschied machte. Selbst in der Schlussphase, als die Kräfte sichtbar nachließen, stemmte sich das Team gemeinsam gegen den Druck und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Ein Vorbild für die Männer?

Dieser Auftritt dürfte auch bei den Männern des VfL Wolfsburg aufmerksam verfolgt worden sein. Denn während die Frauen gegen einen europäischen Topklub über sich hinauswuchsen, kämpfen die Männer aktuell im Tabellenkeller um den Klassenerhalt.

Der Vergleich drängt sich auf – nicht, weil es den Männern grundsätzlich an Einsatz fehlen würde. Auch im jüngsten Heimspiel gegen Bremen war der Wille zu erkennen. Doch das, was die Frauen gegen Lyon gezeigt haben, ging noch einen Schritt weiter.

Dieses kompromisslose „für die andere laufen“, dieses ständige Absichern, dieses bedingungslose Reingehen in jeden Zweikampf – all das war bei den Wolfsburgerinnen in jeder Szene zu spüren.

Mehr als nur ein Sieg

Der 1:0-Erfolg gegen Lyon ist sportlich ein großer Schritt. Vor allem aber ist er ein Beispiel dafür, was im Fußball möglich ist, wenn eine Mannschaft als Einheit auftritt.

Für die Männer des VfL könnte genau das in den kommenden Wochen entscheidend werden. Denn im Abstiegskampf zählen nicht nur Taktik und Qualität – sondern vor allem Zusammenhalt, Wille und die Bereitschaft, die berühmten extra Meter zu gehen.

14 Kommentare

  1. Mal etwas aus der Erfolgsecke des VfL. Die Frauen führen 1:0 und machen in meinen Augen eines ihrer besten Saisonspiele.

    Super eingestellt, nervig, immer am Gegner und mir sehr guten Kontern.

    10
    • … und wieviele Wolfsbürger*innen unterstützen die Frauenmannschaft?

      5
    • ja ich hoffe wir gewinnen das spiel
      :keks:

      1
    • Wolfsburg identifiziert sich bewundernswert mit dem VfL:
      5.089 Zuschauenden bei einem Spiel von herausragender Bedeutung.
      Da spüren Spitzenspielerinnen Unterstützung und Wertschätzung. :knie:

      11
    • Aber wehe Selina Cerci entscheidet sich gegen Wolfsburg. Dann ist allein PC/Weilmann/Cavallo einfach nur zu doof.

      Egal.
      Das ist einfach ein super Team mit tollen Charakteren und einem super Coach.

      5
    • Da merkt man aber auch leider wie sehr die Mannschaft von Erfolgen (oder zumindest Konkurrenzfähigkeit) abhängig war.

      Viertelfinale 2023 gegen Paris: 15.000 [Halbfinale gegen Arsenal dann 22.600]
      Viertelfinale 2025 gegen Barca: 13.000
      Viertelfinale 2026 gegen Lyon: 5.000

      Leider ist man letztes Jahr im VF ziemlich untergegangen und in der Liga ist man nun auch deutlich die #2. Das zieht schon ziemlich runter. Ich habe auch das Gefühl, dass die Frauenmannschaft nicht mehr so stark promotet wird. Gefühlt gab es früher mehr Plakate und die "großen" Spiele wurden auch öfter bei den Männerspielen angeworben wenn die nächsten Gegner vorgestellt wurden. Dass heute ein CL-Spiel stattfand war ja fast schon zu einfach zu verpassen.

      13
    • Grünerfussel.

      Ich war, wie auch bei der U19, im Stadion.
      Ohne die Abteilungen gegeneinander ausspielen zu wollen, ich empfehle jedem mal dort ein Spiel zu schauen.
      Ja es ist ne andere Dynamik als beim Männerfußball, tut der Sache aber keinen Abbruch. Es macht so viel Spaß diesem Team zuzusehen, dieser Kampf und Leidenschaft, so wollen wir doch jede VfL Mannschaft spielen sehen!

      27
    • @Spaßsucher:

      Ich war im Stadion. Und du?

      5
    • Ja, es war ein gutes Spiel. Popps Abwesenheit war fast schon ein Vorteil, da Peddemors dadurch auf ihrer bevorzugten Position als Nr. 10 spielen konnte, wo sie herausragend war. Das Angriffstrio Endemann, Beerensteyn und Huth harmoniert ebenfalls sehr gut. Bjelde auf der RV-Position war auch großartig; mMn sollte sie Stammspielerin sein; fast jedes Mal, wenn ich sie spielen sehe, hat sie hervorragend gespielt.

      8
    • @wob-te 13
      Ich bin – und das dauerhaft und nicht mehr sehr mobil – 328 km vom Stadion entfernt.
      Muss dazu aber auch erklären, dass ich selbst in meinen 17 frühen Lebensjahren in WOB nie Fan des VfL war.
      ich war VfLer. Und eigentlich habe ich mich da auch in den 55 Jahren in der Diaspora nicht verändert. Der VfL und seine Anhänger hingegen deutlich.

      3
    • Was ein geiles Spiel mit toller Stimmung (trotz der Zuschauerzahl) – abwechslungsreich, technisch ansprechend, über weite Teile ausgeglichen, zwar mit Abwehrschlacht zum Ende hin, aber Lyon wurde bis zum Schluss einfach nur gepresst, gestört, genervt. So muss dat :vfl:

      4
    • Ein 11 Freunde Kommentator hätte es nicht besser formulieren können Spaßsucher.

      0
    • @Olympier: Wir wissen.jun, dass du Weilmann als OB total Düfte findest und auf Cravallo stehst.

      Der AR hat diese Saison auf abenteuerliche Weise seine Aufgabe nicht wahrgenommen. Und gerade Weilmann ist einer der Mitglieder, der da besonders hervorsticht.

      7
    • @ Mahatma: Ich stimme Dir zu, dass ich mit der Arbeit als Gesamtbetrachtung des AR nicht zufrieden bin und hier gravierende Fehler gemacht wurden.

      Aber da Du ja Weilmann nennst, der hervorsticht: Woran machst Du das fest? Hast Du Einsicht in den AR, dass Du beurteilen kannst wer was wann wie macht und sich wo einbringt, welche Meinung er vertritt?

      Da jetzt Einzelpersonen auf blauen Dunst raus anzugreifen halte ich für den falschen Weg, zumindest von meiner Warte aus. Da ich nichtmal im Einzelnen kann, wie gut oder schlecht er im AR mitarbeitet.
      Vielleicht hat ein Weilmann ja gute Ideen, wird aber grundsätzlich von der VW Seite überstimmt? Vielleicht ist er aber auch stumm und atmet den Anderen nur die Luft weg.
      Weißt Du das? Ich nicht. Daher finde ich es eher angebracht die Arbeit als Solches dieses Gremiums kritisch zu hinterfragen anstatt das Wirken von Einzelpersonen, die man eher schlecht beurteilen kann.

      3

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