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Nach brisantem Interview: Welche Beweggründe hat Guilavogui?

Was waren die Beweggründe, dass Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg so gegen seinen Ex-Trainer Oliver Glasner geschossen hat?

Lange hat man schon nicht mehr ein so offenes Interview eines Fußballers gelesen. Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg wurde in einem langen Interview auch zu seinem Ex-Trainer Oliver Glasner befragt und da schien es nur so aus ihm herauszusprudeln. „Ich bin froh, dass Glasner weg ist“, so sein eindeutiges Statement. Besonders in den Social Media Kanälen aber auch im Wolfsblog wurde fleißig über die Worte von Guilavogui diskutiert und gestritten. Sind die Worte von Wolfsburgs Kapitän zu hart gewählt und was hat Guilavogui bewogen, sich so deutlich über seinen Ex-Trainer zu äußern?

Josuha Guilavogui ist eine gestandene Persönlichkeit im Kader des VfL Wolfsburg. Er trägt die Kapitänsbinde und steht schon seit 2014 in Diensten des VfL. Der Franzose stemmte schon beim legendären DFB-Pokalsieg 2015 die Trophäe in die Luft, spielte Champions League mit den Wölfen, doch in der vergangenen Saison begann sein Stern zu sinken. Oliver Glasner hatte sich frühzeitig für das Mittelfeldduo Arnold/Schlager entschieden. Für Josuha Guilavogui war kein Platz mehr in der Startelf und so saß der Kapitän in den meisten Spielen der Saison nur auf der Bank.

Doch was genau ist es, dass Guilavogui zu diesem Interview bewogen hat? Ist es einfach nur ein Nachtreten eines frustrierten Spielers, der seinem Ärger einmal Luft machen wollte? Oder steckt mehr dahinter?

Guilavogui: Getrübtes Verhältnis zu Glasner

Josuha Guilavogui deutet an, dass sein Verhältnis zum Trainer in der abgelaufenen Saison offenbar nicht mehr so gut war wie am Anfang. Leistungsgründe wollte er als Argument hingegen nicht gelten lassen: „Wenn es nur an meiner Leistung gelegen hätte, dann hätte ich das akzeptiert.“ Unfair soll es nicht gewesen sein, aber: „Das Verhältnis zu Oliver Glasner war einfach nicht mehr so wie noch 2019, als er zu uns kam.“

Mitleidsgeste verärgert Guilavogui

Aber nicht nur die fehlende Spielzeit und das gestörte Verhältnis zu seinem Trainer verärgert Guilavogui, sondern auch eine Geste des Trainers am Saisonende, die dem Franzosen offenbar übel aufgestoßen ist und die er scheinbar als Mitleidsgeste gedeutet hat: „ Der Trainer ist einen Tag vor unserem letzten Spiel der vergangenen Saison zu mir gekommen und hat gesagt: Josh, ich werde dich morgen spielen lassen, du hast es verdient.“ Guilavoguis Reaktion: „Ich habe ihm gesagt: Nein, ich spiele nicht!“ Guilavogui hätte sich bei so einem „Geschenk“ nach eigenen Worten nicht mehr im Spiegel anschauen können. „Wenn ich mich in dem Moment anders verhalten hätte, wäre ich nicht mehr derselbe Mann gewesen. Fußball ist die eine Sache, aber noch wichtiger ist, wie du als Mensch bist.“

„Schlimmste Beziehung, die ich je hatte“

Und von Frage zu Frage steigert sich Guilavoguis Frust. Er sei froh, dass Glasner den Verein verlassen hat, „weil es für mich persönlich die schlimmste Beziehung war, die ich jemals zu einem Trainer in meiner Laufbahn hatte. Für mich war klar: Wenn er bleibt, dann möchte ich weg.“ Sogar das Erreichen der Champions League hätte Guilavogui bei einem Verbleib Glasners nicht mehr umstimmen können.

Ohne Glasner ist Guilavoguis Wunsch klar formuliert: „Ich möchte gern bleiben. Wir fühlen uns hier wohl, ich mag den Verein“, aber Guilavogui macht seinen Verbleib auch weiterhin von seiner Einsatzzeit abhängig: „Aber ich bin ein Spieler, der spielen muss.“

Wie war das Verhältnis von Oliver Glasner zur Mannschaft?

War Josuha Guilavogui der einzige, der Probleme mit dem Trainer hatte? Rückblick: In den vergangenen Monaten, als bereits über eine Trennung von Oliver Glasner in den Medien spekuliert wurde, hatten verschiedene Medien bereits darüber berichtet, dass das Verhältnis zwischen Oliver Glasner und Teilen der Mannschaft nicht das beste sei. Kann Guilavogui das bestätigen? „Dazu möchte ich mich nicht äußern. Es hat uns schon während der Saison ausgezeichnet, dass nichts nach Draußen gedrungen ist“, so Guilavogui vielsagend.

102 Kommentare

  1. Unser Kapitän hatte ein sehr schlechtes Verhältnis zu Glasner und ist froh, dass er weg ist. Wäre Glasner geblieben, dann hätte sich Guilavogui einen neuen Verein gesucht. (Interview in der WN Printausgabe morgen)
    Er war übrigens in der Saison bei Schmadtke und wollte die Binde abgeben.
    Jetzt möchte er sich den neuen Trainer MvB anhören.

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    • Kann ich verstehen, Glasner ist kein TOP-Trainer, deshalb finde ich es trotz Guilavogui draußen zu lassen. Guila hat den Part im Hintergrund übernommen, die Aufgabe als Ersatzspieler sehr gut gemacht und die Verlängerung würde ich vornehmen.

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    • Wob_Supporter

      Das Interview ist schon sehr harter Tobak , gerade als Kapitän. Wenn der Rest der Mannschaft ähnlich über Glasner denkt war eine Trennung unausweichlich. Ich hab selten einen Spieler so schlecht über einen Trainer reden hören.

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    • Könntest du mal kurz zusammenfassen was er so erzählt hat. Insbesondere warum er nicht mit Glasner zurecht kam?

      Prinzipiell finde ich ein nachtreten eher unschön.

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    • Frei zugänglich ist der Artikel sicherlich nicht?

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    • Leider ist es online noch nicht abrufbar. Aber die WN-Redakteure haben ja schon vor Monaten über Risse zwischen Glasner und Teilen der Mannschaft berichtet. Womöglich kennen wir nun die Quelle?! Jedenfalls berichtet ein Lokalmedium so etwas in der Regel nicht leichtfertig, da du dir andernfalls wichtige Kontakte zerstören kannst. Daher hatte ich schon vermutet, dass da etwas dran sein könnte. Und eigentlich war auch immer klar, dass der Transferzoff aus dem Winter nur die Spitze des Eisbergs war. Aber man sieht auch wieder, dass Erfolg alles zusammenhält, solange dieser da ist. Magath wurde hier vergöttert. Als er zum zweiten Mal hier aufschlug, haben Spieler wie Riether – eigentlich als arbeitsamer Musterprofi der Inbegriff dessen, was Magath sich wünscht – die Flucht ergriffen. Die hatten keinen Bock auf diese menschenverachtende Führung, das funktionierte nur einmal mit dem Titel vor Augen. Auch unter Glasner wären die Risse irgenwann auseinandergebrochen. Dennoch noch man angemerkt: wir sprechen "nur" von einem Teil der Mannschaft.

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    • – Er zieht ein gutes Fazit für den Verein, für ihn war es allerdings die schlimmste Saison
      – Das lag an der Beziehung zu OG. Er hat im Sommer das schon gemerkt, Anfangs wurde er noch jeden Tag ins Büro gerufen, das wurde aber immer weniger. Nach dem EL-Aus wollte er die Binde zurückgeben.
      – Er hatte das Gefühl OG würde jede kleine Verletzung nutzen ihn auf die Bank zu setzten, wie es auch kam. Er kam nur in Schlussphasen ran, die schon entschieden waren
      – Er stimmt zu, dass es Arnold und Schlager sehr gut gemacht haben. Aber er hatte nie das Gefühl es war sportlich, sondern etwas persönliches. Hat aber für den Erfolg der Mannschaft den Mund gehalten.
      – Er wusste nicht woran das alles lag, er habe immer gut trainiert/gespielt. OG hat ihm oft Hoffnung auf die Startelf gemacht, kam dann aber mit Ausreden. Das hat Guilavogui innerlich zerstört, der seiner Familie gesagt hat, sie müsse nicht zuschauen, er würde eh nicht spielen.
      – Glasner wollte ihn das letzte Spiel spielen lassen. Guilavogui lehnte ab. Für ihn war das respektlos, da vorher zu viel kaputt ging, weshalb er ablehnte. Er sieht OG als fachlich nicht schlechten Trainer, aber für ihn war es die schlimmste Beziehung zu einem Trainer.
      – Er ist froh, dass Glasner nicht bleibt. "Klar ist: Wenn Glasner in Wolfsburg geblieben wäre, hätte ich mir einen neuen Klub gesucht." Es gab wohl auch Anfragen, er will aber mit dem Trainer sprechen.
      – Die Binde bedeutet ihm viel, er will allerdings lieber spielen als die Binde tragen.

      Und: ob andere Spieler auch so ein belastetes Verhältnis haben, da wollte er sich nicht äußern. Das habe die Mannschaft ausgezeichnet, nichts nach außen zu drängen. Die Mannschaft sei eine geile Truppe mit richtig guter Stimmung.

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    • Es war etwas persönliches, das Arnold und Schlager gespielt haben…

      Was wohl Arnold und Schlager jetzt darüber denken?

      Glasner wollte ihn im letzten Spiel aufstellen und Josh lehnt ab? Ok…wusste nicht das bei uns Spieler über die Aufstellung entscheiden, van Bommel wird sich freuen, das zu lesen.

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    • Kann man so sehen. Ich glaube die Beziehung zwischen OG und Josh war sehr zerstört. Da fühlte sich Josh dann auch verarscht, dass er jetzt auch mal ran darf. Klar ist es nett gemeint, aber wenn man innerlich zerstört würde, dann kann man auch Guilavoguis Reaktion nachvollziehen.
      Nur weil Josh aus persönlichen Gründen nicht gespielt hat, haben andere deswegen nicht gespielt. So kam es halt Josh vor. Anfangs wurde er noch immer nach seiner Meinung gefragt. Später wurde ihm nur noch die Startelf in Aussicht gestellt, die er aber nie sah.

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    • Das ist eigentlich ein No-Go, dieses öffentliche Nachtreten von Josh. Völlig losgelöst davon, ob es inhaltlich berechtigt, teilweise berechtigt oder nicht berechtigt ist. Das spielt in keinster Weise eine Rolle. So etwas macht man einfach nicht. Und es passt auch in keinster Weise zu Josh öffentlich so nachzutreten. Keine Ahnung, was ihn hier geritten hat. Oder ob er schlecht beraten wurde?

      Für mich ist klar, das man das Thema nochmal intern aufarbeiten muss. Auch van Bommel wird sicherlich als erstes das Gespräch mit Josh suchen – das sowieso – weil er Kapitän und Führungsfigur ist. Aber ich bin hier gespannt, ich würde momentan drauf wetten, dass das zwischen van Bommel und "Teilen der Mannschaft" ebenfalls Probleme geben wird. Das wird in jedem Fall noch lustig. Für die lokalen Medien gut: Die werden weiter über "Risse" berichten…unglaublich!

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    • War eigentlich klar, dass die Ersatzspieler keinen Bock mehr auf Glasner hatten. Es hat ja auch kaum einer eine faire Chance bekommen.Oberlehrer Glasner hat stupide an Spielern festgehalten, die verletzt, müde oder überspielt waren und das sogar selbst ein paar Mal zugegeben, das es ein gehört war. Trotzdem hat er nichts geändert. Kann Guila da verstehen

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    • Er soll Snickers essen und keine Diva sein. Im nächsten Saison kommt er an Arnold und Schlager auch nicht vorbei. Wir haben Champions League erreicht also hat Glasner alles richtig gemacht.

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    • @vanek genau richtig.

      Vor allem sagt er, er wolle nicht arrogant klingen. Wer sowas schon sagt…. Da weiss man Bescheid!

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  2. Die Einsatzminuten, die Josh hatte, waren in der Regel stark. Viele Ballgewinne, gutes Stellungsspiel… ich denke auch, dass man ihn locker viel größere Spielanteile hätte geben können. Schlager war im letzten Frühjahr nach seinen vielen Länderspielen ohne richtige Vorbereitung total neben der Spur, dem hätte Regeneration gut getan. Ähnlich war es bei Baku nach der ersten U21-EM-Phase. Trotzdem wurde nie gewechselt.

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    • Wenn unsere Offensive stärker und variabler wäre, könnte man Gui auch öfter spielen lassen. Leider ist meiner Meinung nach aber sein Offensivspiel so unterirdisch schlecht, dass es in dem Bereich nicht mal für die dritte Liga reichen würde. -> nicht böse gemeint…

      Klar, ist auch nicht seine Aufgabe aber mit Arnold und Schlager kommt einfach mehr offensivdrang und Tor Gefahr, die wir derzeit benötigen um nicht zu berechnend zu sein.

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    • Absolut richtig. Wenn man zwei super aussen haette koennte man auch defensive 4.3.3 spielen sprich mit einem 6er und zwei 8tern.

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    • Berliner Wolf

      Pures Gift. Auch hinsichtlich der Spieler, die in dieser erfolgreichen Saison im DM gespielt haben. Josh ist zwar hier im Forum äußerst beliebt… aber nach so einem Interview kaum mehr in der Manschaft zu halten. Es zeigt dass Schäfer/Schmadtke hier gut gearbeitet haben und einen Burgfrieden mit Glasner verabredet haben. Glasner hat Josh einfach nicht für so stark gehalten wie Arnold und Schlager… zu recht!

      Auf der anderen Seite waren es offensichtlich Spieler wie Josh die doch (unter 4 Augen) mit Journalisten gesprochen und damit die ganze Saison gefährdet haben. Wie gut, dass die Stammkräfte da nicht mit reinziehen haben lassen und zum Glück!

      Wenn er mit seinen 30J. noch zu verkaufen ist, dann bitte jetzt ins Schaufenster mit ihm.

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    • Ich könnte mir vorstellen, das der Inhalt vorher durchaus mit Schmadtke und Schäfer und eventuell Teilen der Mannschaft abgestimmt war. Sozusagen ein indirektes Nachtreten mehrerer Parteien, gesichtswahrend für S & S, durch einen Spieler, der offensichtlich Probleme mit OG hatte. Wäre definitiv nicht die feine englische Art, aber möglich wäre es.

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  3. Glasner war der erste der erkannt hat, dass man Guila starken heutzutage nur noch in ganz wenigen Spielen braucht.

    Wenn du Arnold und schkager hast müsstest du fuer Guila auf phillip verzichten.

    Aber klar haette Glasner das besser loesen koennen…

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  4. Guilavogui ist eben ein emotionaler Mensch. Er hat sicher recht mit einigen Aussagen, aber dies muss man öffentlich ja nicht unbedingt ausdrücken. Aber dass deshalb ein Verkauf gefordert wird…. :D

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    • So ein Interview ist keine spotane Sache, garantiert nicht. Wenn man Josh bei Insta folgt, so ist er seit über einer Woche auf Luxusurlaub. Die Aussagen liegen schon eine Weile. Eine menge Zeit für Textabnahmen. Das ist absolut unnötiges Hinterhertreten. Wie soll das auf die Stammspieler wirken? Wie auf den neuen Trainer? Wer will einen solchen Spieler/Kollegen schon?? Wenn Sie jetzt Josh verkaufen, dann setzen sie auch ein Zeichen an die Mannschaft, dass so etwas nicht gedultet werden kann.

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    • Weißt du nicht wie Josh in der Mannschaft gesehen wird?
      Er hat diese weder kritisiert oder Ähnliches. Es interessiert die doch nicht zwingend, dass Josh Probleme mit Glasner hatte. Ich denke einfach es musste jetzt mal raus, das hat sich schon zu lange in ihm aufgestaut. Wenn man ihn deswegen rausschmeißt, wirft das eher nichts Gutes auf die Spieler ab. Er hat EINEN Fehler gemacht, sich ansonsten immer absolut vorbildlich Verhalten, kommt mit jedem Mitspieler super aus, ist Sympathieträger bei den Fans etc. Was sollen denn die Spieler denken, dass selbst so eine angesehene Persönlichkeit rausfliegt aufgrund eines Interviews, das kein aktuelles Mitglied vom VfL angreift? Erhalten dann alle Spieler einen Maulkorb? Und wieso sind Wout und Pongracic eigentlich noch hier?

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    • Er ist schlau und intelligent und stimmt sowas intern sicher ab. Zudem spiegelt es vielleicht auch viele Meinungen innerhalb der Mannschaft wider.
      Sehr professionell war das Verhalten von allen Seiten, ja. Aber es war eben eine Zweckbeziehung von allen Seiten. Und das seit November spätestens…

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    • Das Interview war sicherlich Gegenstand einer Presserunde, denn es waren ja offensichtlich beide Zeitungen am Tisch (kein Lästern unter vier Augen). Solche Runden passieren sicherlich in Abstimmung mit der Presseabteilung. Und ich denke auch, dass das inhaltlich abgenickt worden sein wird. Es geht zwar nur um das Einzelschicksal von Guilavogui, aber es ist ein Indiz dafür, dass hinter den Kulissen nicht alles eitel Sonnenschein war. Vielleicht kommt es dem Klub gelegen, dass etwas mehr an die Öffentlichkeit drängt, um den Eindruck zu revidieren, die Trennung vom Erfolgstrainer hätte nur an einem Zoff zwischem diesem und Schmadtke gelegen. Auch Schäfer war angepisst. Und das einzige Spiel, in dem rotiert wurde (Freiburg), endete mit einer medialen Schlachtung durch den eigenen Trainer – obwohl bis dahin keine Leistung überragend war. Als Reservist hätte ich mich vorgeführt gefühlt. Jefenfalls ist das zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorpreschen aus der Emotion heraus. Aber es ist auch wumpe, weil eigentlich Schnee von gestern.

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    • https://www.kicker.de/guilavogui-ueber-glasner-ich-bin-froh-dass-er-weg-ist-806873/artikel

      Der Kicker spekuliert auch, dass es Probleme zwischen Glasner und Weghorst gab, allerdings schon eine sehr fragwürdige Spekulation

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  5. Naja, die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo in der Mitte.
    wenn eine Verletzung einen Spieler rauswirft und die anderen es gut machen, wird es halt schwer, wieder reinzukommen. Sicher war auch das Ausscheiden in der EL-Quali keine Vorteil für unser gut besetztes Mittelfeld. Waren halt weniger Spiele…

    da sehe ich eine große Chance für unsere "B-Leute", diesen Herbst auf mehr Spielzeit zu kommen, wenn wir mehr englische Wochen haben. Und es ist auch nicht gesagt, dass wir noch eine Saison mit so wenig Verletzungsausfällen in dem Bereich haben werden…

    Es wird dann spannend zu sehen sein, WIE gewechselt wird. Das Spiel wird jedesmal anders aussehen, wenn das Mittelfeld anders aussieht.
    "Maxaver" sind halt jetzt sehr eingespielt…

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  6. SpanischerWasserhund

    Ich denke man muss hier in der Betrachtung zwei Dinge trennen. Dass Josh so wenig zum Einsatz kam ist grundsätzlich nachvollziehbar. Schlager, Arnold und Gerhardt haben über sehr weite Strecken einfach gut gespielt und wenig Anlass für Veränderungen gegeben. Auch war wir so erfolgreich unterwegs, dass man sich nicht erlauben konnte Guilavougi nach seinen Verletzungen im Spiel aufzubauen.
    Wenn Glasner ihm aber falsche Hoffnung auf Spielzeit gemacht hat ist das natürlich nicht in Ordnung.

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  7. Wir wissen ja alle, dass Spieleberater richtige Aasgeier sein können, aber hier ein aktuell gutes Beispiel …

    Silas Katompa Mvumpa

    oder auch

    https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/profis/2021/silas-wamangituka-stellungnahme/

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  8. Ich empfinde das Interview von Guilavogui eher als erfrischend offen. So viel direkte Aussagen ist man ja gar nicht mehr gewohnt. :)

    Ich hatte aber auch den Eindruck, dass Glasner einige Spieler lieber einsetzt als andere. Gerhardt war lange außen vor, ich glaube nachdem er seinen Vertrag verlängert hatte, hat er auch wieder Einsatzzeiten bekommen. Hat es dann auch gut gemacht und durfte weiter machen. Für mich sah das von außen schon so aus, dass Spieler, die raus waren, nur eine Chance bekommen haben wenn andere verletzt waren.

    Ginzcek hat doch in den letzten zwei Jahren nach seiner Rücken OP keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen. Ich glaube, er hatte sich irgentwann als fit und motiviert ins Spiel gebracht, aber Glasner hat abgewunken und wollte vorsichtig sein. Nicht jeder Spieler möchte nur sein Geld einstreichen und die Zeit auf der Bank absitzen.

    Warum Victor immer und immer wieder spielen durfte, da denkt sich doch auch fast jeder sein Teil dazu. Ebenso das einigen Spielern keine Pause gegeben wurde obwohl sie platt wirkten und dabei keine guten Spiele machen konnten.

    Alle Spieler sollten eine faire Chance erhalten, wenn einer aus sportlichen Gründen nicht spielt, damit könnnen wohl alle mit umgehen. Und wenn wir in der CL und im Pokal nicht gleich rausfliegen wollen, sollte die Belastung nicht nur bei 13 Spielern liegen.

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    • Berliner Wolf

      Ja. Aber Platz 4. Brauchst Du mehr Argumente????

      Ich glaube Glasner hat brutal nach Leistung aufgestellt.

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    • "Ich hatte aber auch den Eindruck, dass Glasner einige Spieler lieber einsetzt als andere."

      Das würde ja bedeuten, das Glasner Entscheidungen aufgrund von persönlichen Befindlichkeiten getroffen hat und keine inhaltlichen Entscheidungen auf Basis einer sachlichen und sportlichen Bewertung.

      Mal ehrlich: Wie wahrscheinlich ist das?

      Glasner ist ein Profi. Er hat Chancen gegeben. Nur hat er danach eben knallhart aussortiert. Das war einigen eben zu hart. Okay, das kann man nachvollziehen. Aber man sollte jetzt nicht mit der Tour kommen, das alle Ersatzspieler hätten spielen müssen…dann wären wir garantiert nicht in die CL gekommen…

      Ketzerisch könnte ich jetzt hinzufügen: Bin mal gespannt, ob wir konstant punkten, wenn Victor (der übrigens unter Glasner extrem wenig gespielt hat, oft nur wenige Minuten von der Bank kam), Mehmedi und Ginczek in der kommenden Saison gegen City und Liverpool spielen…

      Und was passiert, wenn Van Bommel rotiert und allen "eine faire Chance gibt", aber wir die Spiele verlieren? Macht der Trainer dann damit "alles richtig"?

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    • @Berliner Wolf: Ja. Das Totschlag-Argument mit Platz 4 ist zu einseitig. Raus aus EL, Raus im Pokal. Der Vorteil sich nur noch auf die BL konzentrieren zu können hat den Platz 4 u. a. möglich machen können. Die Frage ist ja, will man sich nur auf die BL konzentrieren können? Das hat diese Saison geklappt. Aber auch das schwächeln von Gladbach, Leverkusen und Dortmund hat zu Platz 4 führen können.

      Die Frage ist ja, könnte man das in der nächsten Saison wiederholen? Zumindest fraglich. Und hier wiederhole ich mich, wenn man in CL und Pokal nicht gleich rausfliegen will, halte ich das für zumindest sehr zweifelhaft, wenn immer die gleichen Spieler ohne Pause spielen müssen.

      @Malanda85: Ja das sollte nicht so sein, Guilavogui sagt ja, Begründung dafür das er nicht zum Einsatz kam war u. a. auch mal das Bauchgefühl von Glasner. :weg:
      Auch die Begründung das Team nicht verändern zu wollen, finde ich schwierig. Warum sollte das Team auseinander brechen, wenn vereinzelt mal rotiert wird.

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    • Wob_Supporter

      Ich denke Josh geht es vor allem um die Kommunikation. Er sagt ja selber das er es nachvollziehen könnte wenn er aus sportlichen Gründen draußen sitzen würde. Wenn Glasner ihn dann ständig mit Ausreden vertröstet kommt er sich natürlich irgendwann verarscht vor.
      Ich sehe es auch so das Xaver und Arnold besser zu unserem Spiel passen , aber Josh hat wenn er gespielt hat immer eine gute Leistung gebracht und es hätte sicherlich genug Möglichkeiten gegeben ihn mehr einzubinden als nur die letzten 5 – 10 Minuten.
      Alleine durch die 3 Fach Belastung werden wir mehr rotieren müssen , da ergeben sich automatisch mehr Möglichkeiten für die Leute die etwas hinten dran sind.

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    • Josh wird sich auch in der nächsten Saison strecken müssen, um Spiele zu machen.

      An Schlager/Arnold ist es schwer, vorbei zu kommen. Es kann gut sein, dass wir mal in nem 4-3-3 spielen. Oder 4-4-2 (Raute). Da wäre er sicherlich erste Wahl.

      Aber Gerhardt ist auch gut und möchte spielen. Vranckx wird auch seine Minuten bekommen wollen. Und in den o. g. System wäre kaum Platz für Baku.

      Und in der Innenverteidigung sehe ich ihn eher nicht.

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    • Nur haben wir letzte Saison ja keine Doppelbelastung gehabt. Natürlich kann man immer drüber schreiten, ob man Baku, Mbabu oder Schlager mal eine Pause gibt, keine Frage. Aber darum geht es ja bei dieser Thematik gar nicht. Josh hat sich denke ich in seinem Stolz angegriffen gefühlt, weil er von Glasner aussortiert wurde.

      Ich könnte mir übrigens auch vorstellen, das Wout sauer auf Glasner war. Weil er permament zu hören bekam – wie auch hier im Blog – das ein schneller Spieler doch soooooooooooooo viiiiiel besser ist als Wout und garantiert 20 Tore pro Saison mehr schießt – wer´s glaubt. Jetzt versucht euch mal in Wout hinein zu versetzen, der hier immer Vollgas gegeben hat. Der wird sich in Richtung Glasner auch gedacht haben "du kannst mich mal mit deinem scheiß schnellen Spieler!" – und wozu hat das geführt? Das Wout explodiert ist und die beste Saison seiner Karriere gespielt hat.

      Glasner hat hier von Anfang an inhaltlich knallhart entschieden. Und das bedeutet zweierlei: Erfolg und Opfer, die den Erfolg eben kosten.

      Fragt mal bei Hudson-Odoi oder Abraham ob sie bei Chelsea mit ihren Einsatzzeiten glücklich sind? Die sind dort genauso Opfer bei Tuchel wie Josh unter Glasner. Am Ende stehen die Trainer aber immer am Pranger. Das finde ich etwas undifferenziert. Der Erfolg und auch die Art und Weise geben Tuchel und Glasner Recht. Und sie würden es garantiert wieder genauso machen. So ist nun mal das Geschäft.

      Menschlich kann ich Josh natürlich absolut verstehen, das ist doch keine Frage. Und sicherlich hätte er 4-5 Spiele von Anfang an mehr machen können, keine Frage. Aber Schlager und Arnold waren konstant stark. Und wenn die einmal müde sind, nehme ich sie auch nicht immer sofort raus wie bei Fifa…

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    • nofake.albert

      "Brutal nach Leistung aufstellen" ist aber auch zu eindimensional.

      Öfters muss man sich auch auf die Gegner einstellen. Es kommt ja nicht jede Woche Schalke 04 vorbei.

      Warum haben wir wohl die Topgegner verloren?

      Ich halte von Glasner nicht viel. Wir haben overperformed. Das Interview bestätigt, dass die ganze Sache nicht über nächste Saison gutgegangen wäre.

      Ich denke Glasner wird Schwierigkeiten haben, mit den Frankfurtern klarzukommen. Die sind ja nicht alle einfach vom Charakter.

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    • Berliner Wolf

      @wolfnat Zugegeben, das ist ein Killerargument mit dem 4. Platz, das stimmt schon. Aber halt Realität. Wo Du auch schon recht hast: Die Saison lief gut für uns, auch mit dem Ausscheiden aus Pokal und EL. Glasners Idee war immer etwas limitiert, weil es nie einen Plan B gab, wie wenige Spieler, die von Außen nochmal neue Impulse geben konnten.

      Dazu gehört leider auch Josh, der in der Startaufstellung nur in Frage kam, wenn Not am Mann war und Yannick oder Ridle schon verplant waren. Ich bin schon der Meinung wie Malanda85, dass Glasner nicht nach persönlichem Empfinden aufgestellt hat, sondern nach seinen Überlegungen und seinem Konzept. Das ist halt Trainersache.

      Dazu noch: Ich lasse mich nächste Saison gerne überzeugen dass Josh der Mannschaft helfen kann. Ich frage Dich aber: auf welcher Position und statt welchem Spieler?? Mir fällt da nix ein.

      Heißt: Sitzt er auch nächste Saison draußen (was wahrscheinlich ist), wird er auch öffentlich Stunk machen. Deshalb habe ich gesagt: Verkaufen.

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    • "Warum haben wir wohl die Topgegner verloren?"

      Ja, warum? Bislang war die Antwort vom Blog immer: Weil Qualität fehlt. In der Spitze und in der Breite.

      Warum denkst du haben wir gegen die Topgegner verloren? Wegen Glasner? Oder weil Josh nicht gespielt hat?

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    • nofake.albert

      Nein, absolut nicht wegen Josh haben wir gegen Top-Gegner verloren.

      Oftmals hat Glasner sein Schema F abgespielt. Große taktische Kniffe gab es selten.
      Uns fehlte unter ihm die Variabilität um den Gegner zu überraschen.
      Bedenkt mal wie er angefangen hat und sich mindestens zweimal vor dem Rauswurf retten konnte.

      Wenn dann solche Sachen herauskommen und das direkt von Joshua, dann finde ich das deutlich und bestärkt mich in meiner Wahrnehmung zu Glasner und dass es über die Saison hinaus schwierig für ihm geworden wäre.

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    • Witzig: hab ich monatlich drüber geschrieben, mir wurde immer widersprochen….

      Glasner ist taktisch genauso wie Flick, der zieht sein Ding durch. Manche nennen es eindimensional, manche nicht variabel (ich), aber letztlich ist das völlig wumpe. Du kannst super variabel sein und alles verlieren…

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    • Lieber Malanda85, jegliche taktische und Aufstellungstechnische Kritik an Glasner verbietet sich – musste ich mir oft anhören…

      Schließlich sei der Kader zu schwach.

      Und nun kommt ihr mit Glasner taktisch schwach, nee ist er nicht! War auch nie meine Aussage, aber er hat seinen Weg. Das zeichnet gute Trainer aus. Zu kritisieren gibt es sachlich natürlich immer was, keine Frage. Aber fachlich schlecht ist Glasner im Leben nicht…

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  9. Schauen wir mal, was jetzt passiert. Übrigens gab es ja immer wieder auch das Gerücht um Sadilek – seinerzeit ZM und "Lieblingsschüler" von van Bommel. Jetzt kann man vielleicht erahnen, warum…

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  10. Chriss Chross

    Bei aller Sympathie zu Guilavogui finde ich, so ein Interview hätte er sich sparen können.
    Der Erfolg gibt Glasner Recht.
    Arnold/ Schlager wurden zwischenzeitlich als bestes 6er Duo der Liga bezeichnet und haben folglich zurecht gespielt. Wäre einer der beiden ausgefallen oder hätte geschwächelt, hätte Guilavogui auch seine Zeit bekommen.
    Es ist ja nicht so, dass Glasner ihn komplett abgesägt hat. Ich denke Glasner hat da im Sinne des Erfolgs entschieden. Dafür ist er Trainer.

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    • Schlager hatte zu Saisonbeginn geschwächelt. Sogar sehr. Und dann gibt's auch noch den Aspekt Belastungssteuerung. Und zu guter Letzt geht's auch um Menschenführung… Guilavogui ist ein anderer Spielertyp, aber seine Leistungen waren nicht schlechter als die seiner Konkurrenten. Und gegen den einen oder anderen Gegner wäre er kaum die schlechtere Wahl gewesen. Aber Glasner hatte eh nie einen Plan B, nicht einmal in Form kleinerer Anpassungen. Von außen betrachtet wirkt das schon so, als hätte seine Nichtberücksichtigung tieferliegende Gründe gehabt. Vielleicht hatte Guilavogui auch als Kapitän einen zu engen Kontakt zum Feind "Schäfer/Schmadtke"?

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    • HalbMannHalbWolf

      @Schalentier für die These mit dem aus Glasner Sicht zu engem Kontakt zu MS und JS spricht auch das Zitat aus dem Interview:
      "Jetzt ist er weg, bleiben Sie?
      Ich weiß es nicht, ich muss mit dem neuen Trainer reden. Ich habe gelesen, dass Jörg Schmadtke möchte, dass ich bleibe. Dafür möchte ich mich bei ihm bedanken, denn er hat mich in dieser für mich komplizierten Saison immer unterstützt. Wir haben oft miteinander gesprochen, das gilt auch für Marcel Schäfer. Auch er ist oft zu mir gekommen und dann haben wir geredet."

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    • Wegen dieses Zitates habe ich das geschrieben. Und ohne Zutun von Schmadtke wäre Guilavogui vielleicht auch dem Hertha-Interesse erlegen? Er war vor Khedira die Wunschlösung dort…

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    • "Warum haben wir gegen Top-Gegner verloren"

      Das ist wirklich n interessanter Gedanke. Im Nachhinein könnte man sagen, dass mit einer eher defensiveren Aufstellung (um Josh herum) vielleicht die Chancen größer gewesen wären.

      Aber wie oft wünschen wir uns, dass man mutig gegen die Großen spielt?

      Außerdem: Auch mit der vermeintlich offensiveren Doppel-Sechs (Arnold/Schlager) haben wir wochenlang keine Gegentore bekommen. Es wäre ja verrückt gewesen, wenn er nach so einer langen Serie gegen Frankfurt auf einmal anders spielen lassen hätte.

      Sportlich und von außen betrachtet kann ich Glasners Entscheidungen total nachvollziehen.
      Wie es intern und menschlich aussah, kann ich nicht beurteilen. Aber offensichtlich war da was…

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  11. HalbMannHalbWolf

    Zu Josh:
    er hat klare Stärken im defensiven Bereich, ist ein giftiger Balleroberer und Ausputzer. Allerdings sind das Schlager und Arnold auch, aber beide haben doch mehr drive nach vorne. Eine moderne Innenverteidigung mit schnellen Innenverteidigern wie Lacroix machen den „Luxus“ eines reinen defensiv denkenden Abräumers vor der Abwehr eben zu Gunsten eines weiteren offensiven Spielers überflüssig. Josh ist gut, aber im direkten Vergleich gerade mit Schlager und Arnold denke ich Glasner hat die richtige Entscheidung getroffen, unabhängig vom Trainingsstand oder von Verletzungen. Ich denke auch Josh hat das so gesehen, auch wenn er sich mehr versprochen hat, vielleicht gehofft hat, dass Spiele mit defensiveren Ausrichtungen eine Chance für ihn sind. Aber die Defensive war ehr weniger das Problem, wir mussten besser und schneller nach vorne spielen, da haben eben Schlager und Arnold (und auch Gerhardt) die Nase vorn.
    Was nun Glasner ihm versprochen hat oder suggeriert hat ist schwer zu sagen, wenn es aber wirklich so ist, dass er ihm Einsatzzeit, Startelfchancen oder so versprochen oder in Aussicht gestellt hat, dann ist das nicht in Ordnung, das macht man nicht als Trainer. Es ist als Trainer die Aufgabe das auch den Spielern zu kommunizieren, wenn sie nicht ins System oder in die Spielweise passen, da muss ein Trainer unbedingt ehrlich sein. Worüber ich also nachdenke, ist, schätze ich Glasner so ein? Hätte Gui nicht selber draufkommen können, dass seine durchaus Qualitäten in dieser Mannschaft nicht gefragt sind? Ich glaube Glasner hat uns Fans nichts vorgegaukelt im Bezug auf seinen Verbleib, hat auch betont dass er nicht wie „Hütter“ ist, ich glaube er war klar mit Gui, auch wenn Gui es nicht wahrhaben wollte. Aber ich war nicht dabei, kann mir also kein abschließendes Urteil erlauben. Gehen wir aber mal trotzdem davon aus, es ist so wie Gui sagt, es wurde seitens Glasner mit ihm ein falsches Spiel getrieben, hat er dann das Recht so nachzutreten? Hmmm… ich denke nein, das macht man nicht, das wirkt nicht gut und spricht nicht für ihn. Gleichwohl ich nicht glaube, dass es irgendwas in seinem Verhältnis zur Mannschaft ändert, wie hier geschrieben worden ist, so belastet es doch das Verhältnis zum neuen Trainer und die Sicht seitens der sportlichen Leitung auf ihn. Er hat sich also einen Bärendienst damit erweisen und eigentlich muss er nun gehen…

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  12. Ich kann sowohl die Seiten von Glasner als auch Josh verstehen.

    In der Startelf ist für ihn einfach kein Platz mehr. Das muss er einsehen.

    Gehe aber auch definitiv mit das man ihn auch länger als für 10 Minuten hätte bringen können. Das kreide ich Glasner aber unabhängig von Josh auch für andere Spieler an. Die Wechsel kamen immer viel zu spät. Logisch sorgt das für Unruhe.

    Das er nun bei MvB auf eine neue Chance hofft ist verständlich. Denke trotzdem das auch er ihn nur als Rotationsspieler sehen wird. Stamm wird er da genauso wenig spielen.

    Denke daher das sich die Wege trennen werden, so machen auch Gerüchte um einen neuen ZM wie Sadilek mehr Sinn.

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  13. Glasner scheint für manche immer noch der Trainergott zu sein und charakterlich als einwandfrei zu gelten.

    Der gute Mann hielt es noch nicht einmal für nötig, sich von der Mannschaft zu verabschieden oder diese vorher zu informieren.

    Das allein ist schon Indiz genug um zu sehen, dass die Beziehung zur Mannschaft gestört war. Es war eine Zweckehe.

    Und Josh gibt so ein Interview nicht einfach so. Das wird gegen gecheckt und vorher besprochen. Aber manche denken wohl immer noch, dass Spieler und Verein unvorbereitet sollte Interviews führen lassen.

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    • HalbMannHalbWolf

      Aber wenn wir davon ausgehen, und ich denke du hast recht, dass das Interview und der Inhalt mit dem Verein abgesprochen ist, dann ist es aber auch möglich, dass man hier einen „frustrierten Bankdrücker“ ins Feld schickt um von der in der Presse und auch in weiten Teilen hier im Forum herrschenden Meinung abzulenken, dass man Glasner „weg geekelt“ hat…. Auch nicht gerade professionell…

      3
    • Warum sollte Schmadtke oder Schäfer so wichtig sein, was Otto Normalfan von ihm in den Medien liest und kommentiert? Die meisten Forenbeiträge, die ich bislang zu dem Konflikt zwischen Schmadtke und Glasner lesen durfte, enthielten Wertungen über Schmadtke, die auf Gefühlslagen und Halbwissen basierten. Dass der VfL deswegen mit Guilavogui so einen "PR-Stunt" plant, um Glasner als den einzigen Übeltäter, der es sich mit allen verscherzt hat, darzustellen, ist meiner Meinung nach etwas weit hergeholt.

      4
    • Das war sicherlich kein PR-Stunt, aber billigend in Kauf genommen.

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    • Dass der VfL dieses Interview freigeben muss, ist denke ich klar. Die Frage die sich mir stellt, ist aber warum er es letztendlich getan hat. Na klar, ist der VfL keine Zensurbehörde, welche die Aussagen der Spieler zensiert. Aber die Aussagen in dem Interview werfen schon ein schlechtes Licht auf die Situation beim VfL. Oder der VfL hatte ein Interesse daran, dass Glasner als der böse hingestellt wird.

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  14. Und zum Sportlichen: Glasner hätte oft rotieren lassen können bzw auch Josh in Notzeiten bringen können. Tat er aber nicht. Und hier wird so getan, als wenn Gerhardt eine tolle Saison gespielt hätte. Es war wohl eher nur die Phase vor seiner Vertragsverlängerung.

    Genauso hat sich Josh in seinen wenigen Minuten auch offensiv hervor getan. Aber es lebe das Klischee.

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    • Ja, diese Wahrnehmung habe ich persönlich auch. Gerhardt hat mit Sicherheit keine so überragende Saison gespielt, dass man ihn in seinen schlechteren Phasen nicht durch Guilavogui hätte ersetzen können. Und Guilavogui hatte in seinen Spielen einige gute Aktionen in der Offensivbewegung, die auch einen Einsatz neben Arnold und Schlager hätten rechtfertigen können. Aber da kommt dann eben auch der taktische Starrsinn Glasners zum Tragen, der sich auf 14-15 Stammspieler für sein bevorzugtes System festlegt und dem Rest wenig Chancen einräumt.

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  15. Auch interessant: Dem Spieler ist das selber nicht aufgefallen?

    Stuttgarts Silas Katompa Mvumpa hat beim VfB Stuttgart unter falscher Identität gespielt. Der DFB-Kontrollausschuss überprüft den Fall jetzt. Für Einsprüche gegen Spielwertungen ist es allerdings zu spät.

    Lesen Sie hier die vollständige Meldung: https://www.kicker.de/806875/artikel/dfb-keine-einsprueche-gegen-spielwertungen-moeglich

    0
    • In meinen Augen ist das Betrug, sonst nichts.
      So gut und Sympathisch Spieler wie Jatta und Wamanituka auch sind. Man weiß doch unter welchem Namen und an welchem Tag man geboren wurde. Dies sollte man direkt angeben und fertig.

      Das das alles auch ohne Strafe abläuft ist für mich etwas schwer zu verstehen.

      57
    • Das ist eindeutig Betrug und Urkundenfälschung! Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Ich hoffe er wird gesperrt.

      62
    • Natürlich wusste er davon. Er hatte Angst um seine Familie.

      Für mich ist das auch kein Betrug.

      Wer hatte denn einen Vorteil davon? Niemand.
      Einen Schaden hat davon auch kein anderer erlitten.

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    • Ich glaube das die Jungs wie Jatta und Silas genug durchgemacht haben bzw. immer noch durchmachen müssen. Das ist für uns glaube ich nicht wirklich vorstellbar.

      Die lassen teilweise ihre ganze Familie zurück und ihre Heimat. Das in jungen Jahren. Klar hat das immer etwas Geschmäckle aber man sollte mit voreiligen Verurteilungen gerade bei solchen Geschichten Vorsichtig sein. Wir können froh sein das wir in einer Region leben in der Krieg, Zerstörung, Ausbeutung oder Armut gottseidank kein Thema sind. Unser Kühlschrank ist immer voll und unsere Probleme im Vergleich ein Witz.

      Also wenn man mir nicht gesagt hätte bzw. das keiner aufgeschrieben hätte, wann ich geboren wurde hätte ich das heute auch nicht mehr gewusst.

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    • Inwiefern ist seine Familie bedroht wenn er seinen Namen und sein Alter richtig angibt?

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    • Bei Jatta steht der Verdacht im Raum, so erst als Flüchtling hierher gekommen zu sein. Ohne diesen Makel ist das Ganze ja eine Märchenstory.

      Silas stand nach eigener Aussage unter dem Druck dubioser Berater, die sich an ihm bereichert haben. Gut möglich, dass diejenigen vor Ort im Kongo sich hätten auch an der Familie vergehen können.

      Zwei völlig unterschiedliche Geschichten.

      5
    • Sein ehemaliger Berater hatte ihn nahezu in der Hand. Er musste in Paris bei ihm leben und wurde nach Außen nahezu abgeschottet. Er hatte keinen Zugriff auf sein Konto und ebenso wenig auf seine Papiere.
      Er hat dadurch auch nur einen kleinen Teil seines Gehaltes bekommen, den Rest steckte sich der Berater selbst ein.

      Zudem hatte er für seine Familie im Kongo gesorgt, er wurde von seinem Berater so erpresst das er ihm erzählte er dürfte nie wieder Fußball spielen dürfe wenn das an die Öffentlichkeit kommt. Und das hat halt bei ihm für Angst gesorgt da er eben auch finanziell für seine Familie aufkommen wollte.

      4
    • @elchi
      Quelle Bild: "Laut Stürmer hat der Berater seine Identitätsangaben dann geändert und ihm Papiere als Silas Wamangituka sowie mit einem um genau ein Jahr geänderten Geburtsdatum verschafft"

      Man kann nicht wirklich sagen ob das alles stimmt was er sagt. Da man ja nur eine Seite gehört hat. Aber das man es nicht ausschließen kann das er da an windige Vermittler gekommen ist die ihn vielleicht damit sogar erpresst haben. Das man sich um seine Familie sorgt glaube ich ihm auch. Wer macht das nicht.

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    • Dann sollte zumindest der Berater lebenslanges Berufsverbot bekommen. Wenn die mit sowas durchkommen machen die doch genauso weiter.

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  16. Gelöscht, sollte Antwort auf einen Beitrag sein.

    0
  17. HalbMannHalbWolf

    lasse ich mal einfach so stehen:

    Idrissou: "Egoismus hat im Fußball nichts verloren"

    In den Augen von Mohamadou Idrissou ist diese Aussage inakzeptabel. Der Ex-Bundesliga-Profi, der die Saison 2011/12 bei Eintracht Frankfurt verbracht hat, kommentierte unter einem Instagram-Beitrag des kicker über die entsprechende Meldung: "Jeder, der diesen Trainer aus der Bundesliga kennt, weiß, dass er ein korrekter und guter Trainer ist. Und ein Spieler, der sich so äußert und auch noch Kapitän war, sollte sich echt mal Gedanken machen, ob man so was im Team nochmal aufnehmen möchte." Fußball sei ein Mannschaftssport, betonte Idrissou, "Egoismus hat im Fußball nichts verloren. Finde den Fehler bei dir selbst, bevor du über einen super Trainer so reden kannst."

    https://onefootball.com/de/news/streit-um-glasner-idrissou-nimmt-sich-guilavogui-zur-brust-33150304

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    • Idrissou gilt als temperamentvoller, mitunter auch schwieriger Spieler. Während seines Engagements beim SC Freiburg im Februar 2010 sorgte er so in einer Phase unbefriedigender Mannschaftsleistungen zusätzlich für Unruhe, als er sich gegenüber seinen Kameraden abfällig äußerte: „Ich habe eh keine Lust mehr, mit euch Absteigern zu spielen. Ich spiele nächstes Jahr in der Champions League.“[12] Auch während seiner nachfolgenden Zeit bei Borussia Mönchengladbach fiel er durch öffentliche Vereinskritik negativ auf. Bei einem Auswärtsspiel der Borussia in Freiburg im Dezember 2010 wurde er von den Fans seines Vorgängervereins aufgrund seiner damaligen Bemerkung hämisch mit dem Schlachtruf „Idrissou spielt Champions League auf PS3, die ganze Nacht, von 12 bis 8“ begrüßt.[13]

      Das lasse ich dann auch mal unkommentiert stehen :lach:

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    • Das ausgerechnet dieser Typ sich zu Egoismus äußert ist… Lächerlich. Aber schön wie onefootball den Teil ausgelassen hat, in dem idrissu behauptet, Guilavogui Ist und war nie ein guter Spieler.

      Was will man von einem Dauerpleite-Selbstdarsteller auch anderes erwarten.

      15
    • Josh hat sich hervorragend verhalten!
      Trotz des knist mit dem Trainer ist rein gar nichts nach außen getreten.
      Er hat keinen Stunk gemacht , der Mannschaft nicht geschadet.

      Das ist ein großer Charakter.

      Das man nach dem der Trainer weg ist, seine Situation jetzt erklärt, ist vollkommen ok.

      Danke Josh für deine Loyalität und deine Ehrlichkeit!

      17
  18. Joa, genau. Soll man mal ruhig den ganzen Sommer solche Dinger und "Risse" (nein, nicht Marcel Risse, sondern "Risse", die auch in der Nachbetrachtung "wirklich weh tun") offenbaren. Bis Mitte August ist ja noch reichlich Zeit. Ich wäre dafür pro Woche eine "Enthüllung" zu bringen, damit der Unruhe-Pegel immer konstant hoch ist – hilft den Spielern wahnsinnig im Urlaub zu entspannen! Und Neuzugänge fragen sich natürlich auch nicht, was gerade bei uns los ist. Das interessiert ja auch nicht, schließlich ist der Kader qualitativ so hochwertig, das Glasner zwingend hätte rotieren müssen – auf jeder Position! Also wer das nicht so sieht…

    Und wenn alle wieder da sind – dann diskutiert man mannschaftsintern erstmal, wer "für" und wer "gegen" Glasner war, weil es ja auch ausschließlich schwarz und weiß im Leben gibt. Und wer "für" ihn war, der wird selbstverständlich auf subtile Art und Weise gemobbt…schließlich muss die "Wahrheit" um jeden Preis hochgehalten werden…

    Der Frontzeck wird es schon regeln – seine Erfahrung und sein liebenswerter Umgang mit den Spielern werden es rausreißen. Und falls das nicht klappt: Dann grätscht Gertruda die Milchbubis eben gnadenlos weg – dann wäre das Problem doch auch gelöst! Mehmedi ist sowieso zu langsam um van Bommel zu entkommen und Ginczek ist schon vor der Ausholbewegung vom grätschender Holländer so erschrocken, das er irgendeinen Schock bekommt und bestimmt ein Körperteil "reagiert"…. aber Fakt ist, das er spielen muss!

    Das wird ein schööööööner Sommer!

    35
    • Lockdown ist vorbei und wir sind nun alle wieder offiziell im Kindergarten angekommen.

      23
    • Der Vorgang um Guilavoguis Interview über sein Verhältnis zu Glasner hat für mich schon ein Gschmäckle, zumal wenn man berücksichtigt, wie wichtig es angeblich für den VfL ist, dass Internas auch intern bleiben.
      Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer die abgelaufene Saison für Guilavogui war, noch dazu als Kapitän der Mannschaft. Andererseits ist es für einen Trainer nicht einfach, die weitgehende Nichtberücksichtigung eines Spielers nachvollziehbar zu kommunizieren, wenn man der Überzeugung ist, dass andere der Mannschaft aktuell mehr helfen können. Und gerade wenn vielleicht nur Nuancen den Ausschlag geben, kann von dem nicht berücksichtigten Spieler die Trainerentscheidung schon mehr durch Persönliches als durch Leistung bestimmt aufgefasst werden. Offensichtlich war so Guilavoguis Eindruck.
      Ich maße mir nicht an, Guilavogui oder Glasner charakterlich zu beurteilen. Beide sind für mich aus der mir nur möglichen distanzierten Wahrnehmung bei Pressekonferenzen und Interviews intelligente, sympathische und gewinnende Typen. Aber manchmal menschelts trotzdem nicht, wenn die jeweiligen persönliche Interessen unterschiedlich liegen. Und hier gilt dann, was in letzter Zeit häufiger bezüglich des Verhältnisses von Manager und Trainer gesagt wurde: Man muss kein freundschaftliches Verhältnis pflegen, ein professionelles reicht.
      Legt man diesen Maßstab zugrunde, dann ist Guilavoguis Interview nicht unbedingt ein Beispiel einer solchen Professionalität. Und da er das Interview in seiner inhaltlichen Ausrichtung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ohne Briefing durch die vorgesetzte sportliche Leitung gemacht hat, gilt dieser Mangel an kommunikativer Professionalität auch für Schmadtke und Schäfer. Ich stelle nicht zum ersten Mal fest, dass der VfL in Sachen professionelle Kommunikation noch einiges zu lernen hat.

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    • Exilniedersachse

      Oder es ist das genaue Gegenteil. Von den Verantwortlichen habt bewusst geduldet bzw bestärkt um den Heldenstatus des alten Trainers nicht dem neuen Trainer im Weg stehen zu haben.

      Wenn Glasners Weste weniger weiß ist, macht es das für van Bommel einfacher.

      Könnte also genial statt ungeschickt sein.

      12
    • @Exilniedersachse: Wäre natürlich auch eine denkbare Taktik seitens des VfL, aber fast schon zu tricky und dreimal um die Ecke gedacht, um wahr zu sein. Andererseits ist Schmadtke ein Schlitzohr. Aber ich sagte es an anderer Stelle schon einmal: Alle Versuche, im Nachhinein Glasners Leistung zu banalisieren, fruchten spätestens dann nicht mehr, wenn van Bommel seine Heldendämmerung erfährt oder auf Neudeutsch: abkackt.
      Aber ich wünsche ihm – schon dem VfL zu Liebe – sehr, dass er Glasners Arbeit erfolgreich fortsetzen kann.

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    • HalbMannHalbWolf

      Vielleicht erwartet man von Glasner auch noch eine Unprofessionalität in Richtung sportliche Leitung in Form eines Interviews oder einer Stellungnahme zum Verhältnis zwischen ihm und JS und wollte dem ganzen schon mal vorgreifen und OG sagen wir mal „differenzierter“ in der öffentlichen Wahrnehmung darstellen. Denkbar ist aber auch, dass sich Glasner jetzt gerade dazu genötigt sieht etwas zu sagen…
      Sommerloch, Gott sei dank geht übermorgen die EM los, dann können wir uns wieder über Fußball unterhalten und diese komische Geschichte gerät hoffentlich schnell in Vergessenheit.

      1
  19. Wolfsburg soll sich nach Lazaro erkundigt haben, der ja erstmal von Gladbach zu Inter zurückkehrt. Angeblich will Inter 13 Mio. für Lazaro haben, aber auch eine erneute Leihe sei aufgrund des Vertrages bis 2024 nicht auszuschließen…

    Naja, die Quelle wirkt eher wenig seriös…
    https://www.interlive.it/2021/06/08/calciomercato-inter-lazaro-wolfsburg-perisic-bayern-bundesliga/

    …aber ich halte Lazaro, der technisch und körperlich viel mitbringt, für einen interessanten Spieler. Ich sehe ihn fest in der Offensive und nicht in der Viererkette.

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    • Kam bei Gladbach nicht wirklich zum Zuge. Ich weiß auch nicht wo er uns groß weiterhelfen soll. Da gibt es meiner Ansicht nach talentiertere Spieler für das Geld.

      9
    • Verletzungsbedingt war er lange raus. Der hat sein Potenzial nicht abgerufen.

      0
    • Wäre auch eher weniger begeistert, für den Preis bekommt man definitiv bessere…

      9
  20. Harzer-Wölfe-Fan

    Wurde eigentlich schon bekanntgegeben, wann Trainingsauftakt zur kommenden Saison ist?

    1
    • Am 01.07.

      Die Mannschaft kommt aber schon am 28.06 bzw. 29.06 zurück zu den üblichen Corona- und Leistungstests.

      0
  21. JG hat die Dinge aus seiner Sicht geschildert, ohne dabei zu verallgemeinern. Finde das völlig in Ordnung. Alle Beteiligten stehen in der Öffentlichkeit, und dieser hat ein Interesse daran, Meinungen Stimmungen einzufangen.

    2
    • Genau genommen sehe ich es wie Wieland weiter oben: ich erkenne keinen relevanten Grund, der dieses Interview irgendwie notwendig oder zumindest wichtig gemacht hätte. Und daher ist das für mich auch eine eher zweifelhafte Aussendarstellung von Guilavogui persönlich aber auch vom VfL. Es schimmert zwar irgendwie durch, dass mehr im Argen gelegen hat im Innenverhältnis, aber letztlich hält sich Guilavogui diesbezüglich zurück, sodass unterm Strich nur der Vorwurf bleibt: ich durfte nicht spielen. Und das ist eben Mimimi.

      Auf der anderen Seite verbietet das und auch nicht Glasners Erfolg, über das Interview zu diskutieren, zumal es weitere Anzeichen dafür gab, dass das Verhältnis intern belastet war. Dabei ziehe ich alle Ebenen – Management, Trainer, Spieler – mit ein. Die Trennung kam sicher nicht leichtfertig zustande und im Nachgang betrachtet sind die Hintergründe auch völlig wumpe. Der Blick geht nach vorn. Ohnehin sind die Trennung von Glasner und die Neuauswahl eines Trainers für mich zwei völlig unterschiedliche Vorgänge. Sollte van Bommel scheitern, war die Besetzung ggf. ein Fehler. Aber eben nicht die Trennung von Glasner. Die wäre auch passiert, wenn anschließend ein anderer Trainer gekommen wäre. Davon unabhängig: ich kann mit dieser Legendenbildung wenig anfangen. Magath wurde hier Meister – trotzdem war dessen Umgang zum Teil unter aller Sau (dazu gibt's ja irre Geschichten), er war nie ein Taktikfuchs und hat die Truppe körperlich/mental ausgequetscht wie eine Zitrone. Das Loch danach war vorprogrammiert. Ebenso gibt es Dinge unter Labbadia oder Glasner, die hätten besser laufen können oder auch sollen. Es ist eben nur äußerlich so, dass in einer erfolgreichen Zeit alles rosarot erscheint. Das ist auch normal. Ich spreche also lieber darüber, welche ggf. zuvor vernachlässigten Hebel van Bommel nun ziehen kann, ohne die bewährten Strukturen aufzugeben. Ich begreife jeden Trainerwechsel stets genauso als Chance wie als Risiko. Glasners Verbleib wäre auch ein großes Risiko gewesen aufgrund der Umstände.

      Nachtrag: das beste an dem Interview ist im Übrigen, dass da in zwei Tagen keiner mehr drüber spricht.

      5
    • Als ich gestern in der Push-Nachricht die Schlagzeile gelesen habe ("Guilavogui: Gut, dass er weg ist"), dachte ich: Aha! Gleich wissen wir, wie es um Glasner in der Mannschaft bestellt war. Genau das war aber nicht der Fall. Letzen Endes ging es hier nur um ein Einzelschicksal – und auch das nur im Hinblick auf zu geringe Einsatzzeiten. So ging der Aussagegehalt dieses Videos gegen Null und wirft in meinen Augen auch kein gutes Licht auf den Spieler, der hier einfach nur nachtritt. Ich bin weit davon entfernt, Glasner in irgendeiner Weise reinwaschen zu wollen, aber warum Josh rein sportlich betrachtet das Nachsehen hatte gegen Arnold, Schlager (und stellenweise auch Gerhardt), liegt auf der Hand. Ich hoffe dennoch, dass er uns erhalten bleibt. Als Balldieb ist er immer noch deluxe. Darüber hinaus müssen wir in der kommenden Saison mehr rotieren. Von van Bommel erhoffe ich mir auch, dass er reaktiver coacht und dementsprechend Aufstellung und Taktik mehr auf den jeweiligen Gegner zuschneidet. Unter Glasner haben wir jedem Gegner unser Spiel aufgezwungen bzw. aufzuzwingen versucht. Deswegen haben wir gegen die "Großen" auch häufig schlecht ausgesehen.

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    • "ich erkenne keinen relevanten Grund, der dieses Interview irgendwie notwendig oder zumindest wichtig gemacht hätte. "

      Nun gut, dass trifft in meinen Augen auf eigentlich 95% der Interviews im Fußball zu und dieses Interview reiht sich da halt ein. Und ganz ehrlich, ein Interview mit den bekannten, wahrscheinlich schon in den NLZs indoktrinierten Standard-Phrasen, hätte ich mir sicherlich nicht bis zum Ende durchgelesen. Kleine Anekdote: Als ich während des Studiums noch gelegentlich mal FIFA angeschmissen hatte, fand ich es immer wieder amüsierend, dass die dort automatisch und zufällig generierten Nachrichten und Interviews/Artikel im Laufe der Saison wirklich eins zu eins auch so in den realen Sport-Medien abgedruckt werden könnten und keiner würde den Unterschied merken.

      Dennoch möchte ich ergänzen, dass, ich glaube es war in der Kicker-Version des Artikels, folgende zusätzliche Passage seitens Guilavogui erwähnt wurde: Die rein sportliche Entscheidung konnte er sogar nachvollziehen, da die Mannschaft Erfolg hatte. Die Kommunikation seitens Glasner war wohl aber ein Desaster. So wurden ihm laut eigener Aussage immer wieder Einsätze und Spielminuten versprochen, welche mit aus seiner Sicht scheinheiligen Ausreden immer wieder zurückgenommen wurden. Teilweise sollen Verletzungen als Grund genannt wurden sein, welche wohl aus seiner Sicht recht lapidar waren. Und DAS empfand er als absolut unmenschliche Art.

      Ich empfinde den Artikel in diesem Sinne als minimalen informativen Mehrwert. Die Möglichkeit, dass Glasner, ähnlich wie ein Guardiola ("er ist der Beste…"), es einfach nicht hinbekommt Bankdrückern klare Kante zu kommunizieren und somit eben diese negativen Emotionen generiert, hätte ich vorher gar nicht für überlegenswert gehalten. Un dies führt wiederum dazu, dass ich ein kleines bisschen weniger enttäuscht über den Abgang Glasners bin, denn sollte das gesagte auch nur im Ansatz stimmen, wäre die nächste Saison wohl nicht gut gegangen.

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    • Ihr könnt euch ja mal anschauen, wie van Bommel in Eindhoven aufgestellt und gecoacht hat, auch wie er taktisch agiert hat. Das heißt natürlich nicht, das er es hier haargenauso machen wird, aber van Bommels Prinzipien sind mMn glasklar. Dieses "supervariable coachen a la Nagelsmann" wäre zwar wünschenswert, ist aber für uns eher "Wonderland"…

      Davon abgesehen hat uns dieser Stil in die CL gebracht. Wir hatten 2 Jahre lang eine glasklare Idee von Fussball. Diese beizubehalten oder gar weiterzuentwickeln wird erfahrungsgemäß mehr als schwer. Ich würde sogar soweit gehen, das ich sage, das nochmal eine Entwicklung zum Status Quo in der aktuellen Lage schwierig bis unmöglich ist. Es geht für uns darum, erstmal das zu halten, was wir aufgebaut haben…

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  22. Verständnisfrage @Malanda: "Ich würde sogar soweit gehen, das ich sage, das nochmal eine Entwicklung zum Status Quo in der aktuellen Lage schwierig bis unmöglich ist. Es geht für uns darum, erstmal das zu halten, was wir aufgebaut haben…"
    Sind "Status quo" und "das …, was wir aufgebaut haben" nicht dasselbe? Status quo wäre nach meinem Verständnis die CL-Teilnahme. Was wir erreicht haben, ist eben auch eine Spielstärke, die ausreicht, um sich für einen CL-Platz zu qualifizieren.
    Oder meinst du, was auch ich denke, dass es schwierig sein wird, erneut mindestens den vierten Platz zu erreichen. Realistisch erscheint aber und angestrebt werden sollte, dass der VfL sich auf einem Spielniveau stabilisiert, mit dem zumindest einer der internationalen Plätze (Platz 6) erreicht werden kann.

    2
    • Ja, kann man etwas missverständlich interpretieren. Ich meine dasselbe… ;)

      Status Quo/was wir aufgebaut haben bedeutet für mich:
      – CL Teilnahme aktuell, davor Platz 7, davor Platz 6
      – klare Spielidee und Grundprinzipien (Intensität etc. – erarbeitet in 2 Jahren Glasner 1 Jahr Labbadia)
      – zusammengestellter Kader hat ein sehr ordentliches Niveau

      Um es mal beispielhaft zu formulieren: Ich halte eine erneute CL-Teilnahme und eine deutliche spielerische Weiterentwicklung unter Berücksichtigung des aktuellen Kaders und der aktuellen Gegebenheiten (neuer Trainer, gewisse sonstige Probleme…) für schwierig bis unmöglich.

      Daher wäre mein Ansatz in erster Linie die aktuelle Intensität, die aktuellen Prinzipien und auch das Teamplay unbedingt beizubehalten. Ich habe da allerdings leichte Bedenken, aber kann das ja auch nur von Außen sagen.

      Man wird natürlich versuchen, den Kader zu verstärken. Daher muss man da mit einer abschließenden Bewertung natürlich warten, bis der Kader fix ist. Aber stand jetzt sehe ich die Erwartungshaltung, die ich oben beschrieben habe, nur als schwer bis unmöglich erfüllbar an.

      Für Van Bommel wird es nämlich in vielfacher Hinsicht schwierig, weil er erstmal fachlich das bringen muss, was Glasner gebracht hat (die Mannschaft wird Erwartungen haben) und zudem muss er sich an unsere DNA gewöhnen, die besagt, das wir über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen.

      Van Bommel war seine gesamte Karriere das Gegenteil gewohnt. Der musste sich nie anpassen. Der musste sich auch nie Sorgen machen um das Selbstverständnis seines Clubs. Das war meistens so, das der Gegner bestenfalls zweiter Sieger war. Von daher bezweifle ich auch, das van Bommel taktisch und von der Variabilität her große Sprünge machen wird. Nö, der wird sagen wie schon im Podcast:

      "Meine Mannschaft ist eine Van-Bommel-Mannschaft. Und was die anderen machen interessiert mich nicht."

      Kurioserweise ist das relativ ähnlich zu Glasners Ansatz, der auch seine Idee eigentlich gnadenlos durchgezogen hat. Aber nach Außen hin sicherlich anders aufgetreten ist. Ich schrieb das hier auch eigentlich nur dazu, weil ja der Wunsch groß ist, das man sich permament an den Gegner anpassen soll, nur dafür war Glasner inhaltlich nicht der Typ und van Bommel ist von der Mentalität her nicht der Typ dafür sich anzupassen. Das dürfen bestenfalls die anderen tun.

      Von daher wird da eine spannende Zeit auf uns zukommen…

      3
    • Nachtrag: Die erste wichtige Entscheidung von van Bommel wird sein, wie er mit der Personalie Guilavogui umgeht. Der ist extrem beliebt bei den Fans und extrem beliebt im Team. Aber es gibt inhaltlich vielleicht Gründe, sich gegen Josh zu entscheiden. Moderiert er das falsch, hat er schon verloren…

      Positiv: Nimmt er Josh mit und den Kern des Teams aktiv mit, dann hat er die Kabine schon mal hinter sich. Das wird extrem wichtig sein!

      3
    • Berliner Wolf

      Sehe ich auch so. Sollten nicht zwei, drei Granaten kommen (wovon ich nicht ausgehe) werden wir eine schwierige Saison haben und wenn es gut ausgeht zw. Platz 5-6-7 einlaufen. Meines Erachtens hat die Mannschaft eine fast perfekte Saison gespielt und einige unserer Spieler waren/bzw. sind an ihrem Zenit.

      Glasner hat konsequent auf "seine" Taktik und auf die dafür besten vorhandenen Spieler gesetzt, dazu: mit einer sehr eingespielten Truppe. Bin gespannt was von Bommels Weg ist. Das Team hat jedenfalls schon in dieser Saison perfekt zusammengehalten. Diesen Zusammenhalt und den vorhandenen Willen/Ehrgeiz der Mannschaft wird er kaum noch steigern können.

      PS@Malanda85 An die Josh-Theorie glaube ich nicht. Er hat schon in dieser Saison auf dem Platz wenig geholfen (ich weiß es sehen einige anders). Sollte er auch bei Bommel so stinkstiefelig sein, dann ist er eher ein Problem. Auch für seine Kollegen… bei aller Sympathie.

      2
    • …was denn für Granaten sollen kommen? Hallo aufwachen, der vfl macht die Spieler zu Granaten, die Auslese ist entscheidend

      0
    • Wir brauchen auf jeden Fall 3-4 Spieler, die sich so entwickeln wie Lacroix, Baku und Philipp zuletzt. Dann würde ich sagen, das wir eine Chance haben, das Niveau zu halten.

      Granaten im Sinne von Topspielern werden natürlich nicht kommen, aber Spieler mit Potenzial sich deutlich zu entwickeln, vielleicht sogar zur Granate… ;)

      2
    • Kevin Pannewitz könnte aus meiner Sicht eine solche Granate werden. Den bekommen wir schon wieder hin. :like:

      2
    • Berliner Wolf

      Bin schon wach. Deshalb steht da… wovon ich nicht ausgehe. Eine Granate kann sich auch zu einer entwickeln, das ist klar. Bei Admir und Ginczek, Victor gehe ich nicht mehr davon aus, dass sie sich zu solchen Granaten entwickeln. Da sollte schon noch was passieren, bzw. da sollte ein Tausch stattfinden..

      Kevin Pannewitz.. nun ja brauchen wir nicht einen neuen Zeugwart? Des Gegners Schuhe unter die Dusche zu stellen, dürfte der schon noch hin kriegen…

      3

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