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Vanessa Bernauer wird die neue Direktorin der Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Rückkehr nach Wolfsburg: Vanessa Bernauer wird neue Direktorin Frauenfußball

Die Frauen des VfL Wolfsburg stellen sich in der Führung neu auf. Vanessa Bernauer kehrt zum 1. Juli 2026 an den Mittellandkanal zurück und übernimmt künftig die Rolle der Direktorin Frauenfußball. Die ehemalige Spielerin der Grün-Weißen folgt auf Ralf Kellermann, der den Verein auf eigenen Wunsch verlässt. Bernauer unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.

Die Schweizerin spielte von 2014 bis 2018 für den VfL Wolfsburg und feierte in dieser Zeit große Erfolge. Nach ihrem Karriereende im Jahr 2024 arbeitete die 38-Jährige als Sportkoordinatorin beim FC Zürich. Dort war sie unter anderem für die Kaderplanung verantwortlich.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Mit ihrer neuen Aufgabe kehrt Bernauer an einen Verein zurück, mit dem sie die erfolgreichste Phase ihrer aktiven Laufbahn verbindet. Während ihrer Zeit beim VfL gewann sie viermal den DFB-Pokal und wurde zweimal Deutsche Meisterin. Zudem arbeitete sie bereits damals mit Stephan Lerch zusammen, der heute Cheftrainer der Wolfsburgerinnen ist.

Der VfL setzt mit der Verpflichtung auf eine frühere Spielerin, die sowohl den Verein als auch den internationalen Frauenfußball kennt. Bernauer sammelte im Laufe ihrer Karriere Erfahrungen in Spanien, Deutschland, Italien und der Schweiz.

Erfahrung aus Europas Topligen

Ihre Laufbahn begann Bernauer beim FC Bülach, ehe sie 2003 zum FC Seebach wechselte, aus dem später der FC Zürich hervorging. Nach Stationen bei Levante UD in Spanien und dem BV Cloppenburg zog es sie 2014 nach Wolfsburg.

Nach vier erfolgreichen Jahren beim VfL wechselte die Mittelfeldspielerin 2018 zur AS Rom. 2022 kehrte sie zum FC Zürich zurück, wo sie 2023 noch einmal die Schweizer Meisterschaft gewann. Insgesamt feierte Bernauer vier Meistertitel mit ihrem Heimatverein.

Mit ihrer Erfahrung aus mehreren europäischen Topligen soll sie nun die Zukunft des Wolfsburger Frauenfußballs mitgestalten. Der Verein verbindet mit der Personalie die Hoffnung, die Mannschaft auch künftig national konkurrenzfähig und international präsent zu halten.

Vanessa Bernauer vom VfL Wolfsburg posiert mit der Meisterschale zur Feier des deutschen Meistertitels nach dem Spiel gegen FF USV Jena am 21. Mai 2017 im AOK Stadion. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Stimmen zum Wechsel

Vanessa Bernauer, künftige Direktorin Frauenfußball: „Ich bin sehr stolz, acht Jahre nach meinem Abschied als Spielerin zum VfL Wolfsburg zurückzukehren und als Direktorin Frauenfußball Verantwortung zu übernehmen. Für einen der erfolgreichsten Frauenfußball-Klubs Europas in dieser Funktion arbeiten zu dürfen, ist eine große Ehre, aber auch eine ebenso große Verpflichtung. Ich weiß nur zu gut um die beeindruckende Historie des VfL-Frauenfußballs und werde alles daransetzen, dass wir in einer dynamischen Wettbewerbssituation auch künftig gut aufgestellt sind, um international vertreten und national um Titel mitspielen zu können. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Stephan Lerch, den ich schon als meinen Trainer sehr geschätzt habe. In den Gesprächen mit ihm und den VfL-Verantwortlichen habe ich wahrgenommen, dass der Frauenfußball beim VfL einen unverändert hohen Stellenwert genießt und der Wille vorhanden ist, die vor uns liegenden Herausforderungen entschlossen anzugehen. Umso mehr freue ich mich auf meinen Start beim VfL, der sich zugleich wie ein Nachhausekommen anfühlt!“

Diego Benaglio, VfL-Aufsichtsratsmitglied: „Vanessa kennt den VfL Wolfsburg als Spielerin und weiß, welch hohen Stellenwert der Frauenfußball in dieser Stadt und beim VfL genießt. Darüber hinaus verfügt sie über große Erfahrung in den europäischen Top-Ligen und weiß, worauf es ankommt, um ein erfolgreiches Team aufzubauen. Mit diesen Attributen passt Vanessa perfekt in unser Anforderungsprofil. Ich bin sehr optimistisch, dass sie die nötigen Impulse setzen wird, um den Frauenfußball beim VfL in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Dr. Tim Schumacher, VfL-Geschäftsführer: „Ich kann mich noch gut an Vanessas Zeit als VfL-Spielerin erinnern und freue mich sehr, dass sie acht Jahre nach ihrem Abschied zu uns zurückkehrt. Sie hat bereits damals an unserem Sportbusiness-Campus studiert und somit in Wolfsburg die Grundlage für ihre zweite Karriere im Management gelegt. Ich bin davon überzeugt, dass sie in enger Abstimmung mit unserem Cheftrainer Stephan Lerch die Basis legt, damit Wolfsburg auch in Zukunft ein erfolgreicher und attraktiver Frauenfußball-Standort bleibt.“

13 Kommentare

  1. Passende Kommentare verschoben :top:

    0
  2. Grünerfussel.

    https://www.vfl-wolfsburg.de/newsdetails/news-detail/detail/news/rueckkehr-in-neuer-funktion

    Vanessa Bernauer als Direktorin Frauenfußball ist nun auch offiziell bestätigt.

    5
  3. Welcome Back Vanessa
    :vfl:

    6
  4. Grünerfussel.

    Ich verfolge die Pro und Contra Argumente um Hecking hier sehr gerne muss ich sagen.

    Ich bin natürlich auch gespannt, wie sich Hecking dann unseren Wölfinnen widmen wird. Denn für einen Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg ist dies ebenfalls ein sehr wichtiges Themenfeld. Auch wenn gerade berechtigterweise viel um die Zukunft der Männer diskutiert wird, hoffe ich, dass die Frauen nicht wieder hinten runter fallen. In den Kader muss investiert werden, die Infrastruktur verbessert werden. Hier gab es auch mal einen recht guten Kommentar von den WN wie ich finde. https://www.braunschweiger-zeitung.de/sport/vfl-wolfsburg/article412126998/vfl-klaert-kellermann-erbe-wie-der-klub-vanessa-bernauer-jetzt-helfen-sollte.html
    Peter Christiansen hat hier ja letztlich viel versprochen und davon wenig bis nichts umgesetzt.

    Beim RND hat Hecking gegen Ende des letzten Jahres ein Interview gegeben, da hat er gesagt, dass er seit seiner Zeit beim VfL Wolfsburg ein bekennender Freund des Frauenfußballs sei. Das Interview ist hier frei lesbar: https://www.rnd.de/sport/ich-war-immer-enttaeuscht-trainer-dieter-hecking-ueber-bochum-die-fifa-und-den-modernen-fussball-O5IQT6CAYNDAXBATYAPPMAIPAA.html

    Die Aufgabe, die der neue Geschäftsführer Sport bei uns hat, kann ja kaum größer sein. Die Themenfelder Umbruch/ Wideraufstieg bei den Männern und der Umbruch/ Transformation wieder wettbewerbsfähig im Frauenfußball zu sein fallen halt unglücklicherweise in den selben Zeitraum. Dazu im Männer- und Frauenfußball mehr (Schwegler) oder weniger (Bernauer) zwei Neulinge als Sportdirektoren.
    Ich bin wirklich gespannt, welche Pläne kommuniziert und welche konkreten Maßnahmen dann zeitnah umgesetzt werden, um den VfL in den beiden Bereichen wieder in die richtige Spur zu bringen.
    Letztlich muss der VfL jetzt auch mal zeigen, wie viel ihm die Frauenabteilung wirklich wert ist.

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    • Meiner Meinung nach muss es je einen Posten für GF Frauen und Männer geben!

      Sind 2 Mammut Aufgaben

      Macht man nicht halbtags

      Oder Olli Blume macht das, der kann das ja

      Oder ?

      Ach ne

      Hat man auch bei VW erkannt

      5
    • Sehe ich nicht so. Der Blume war bei VW der GF, er war auch Sportdirektor bei den Männern. Der Hecking hat für jeden Bereich einen Mann oder eine Frau. Wie zB Schwegler bei den Männern.

      Für das tägliche Geschäft hat er ja seine Mitarbeiter.

      1
  5. Die Startaufstellung der deutschen Elf im wichtigen Qualifikationsspiel gegen Norwegen spiegelt den Stellenwert des VfL wieder:
    Wück meint, es geht ohne VfL-Spielerin.

    3
    • Grünerfussel.

      Fairerweise muss man dazu sagen, dass Minge noch gesperrt fehlt.

      Aber ja, die Entwicklung ist nicht so toll. Schade, dass man keinerlei Bemühungen bis auf Gerede vernimmt, was zu verbessern. Naja, mal sehen.

      1
    • Immer spielen bei Norwegen zwei VfL'erinnen :vfl:

      2
    • …und wie lange. denkst du, werden Minge, Küver, Linders, aber auch Bjelde und Peddemors sich das noch antun?
      Von mangelnder Attraktivität für Zugänge ganz zu schweigen.
      Und wie viele VfL Spielerinnen finden wir doch gleich in den U-Mannschaften?

      7
    • Grünerfussel.

      Nicht mehr lange. Aber ich sage ja schon seit 2,3,4 Jahren regelmäßig das ich mit der Entwicklung absolut unzufrieden bin.

      4
    • Na ja, es sind noch einige ehemalige VFL Spielerinnen dabei und das bildet auch die Tendenz ab. Während es bei vielen anderen Vereinen eine positive Entwicklung gegeben hat, ging es für den VFL abwärts.
      Nicht nur, dass der Abstand zu den Bayern sehr groß geworden ist, sondern auch der Abstand zu den anderen Mannschaften. Das zeigte sich deutlich in den Ergebnissen dieser Saison. Häufig nur ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage gegen Mannschaften aus der unteren Hälfte.
      Noch vor wenigen Jahren hatte man die allesamt schwindelig gespielt und 5:0, 6:0, 8;0 vom Platz geschickt. Diese Zeiten sind vorbei.

      Ich bin sehr gespannt, wie der Weg hier weitergeht.

      2
  6. Dazu rückläufiges Zuschauerinteresse. 20.000 weniger als 21/22. Nur noch fünfter in der Liga., nicht mal die Hälfte wie bei Union…

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