Der Abstieg selbst war gar nicht der schlimmste Moment. Der schlimmste Moment war die Erkenntnis, dass man sich eigentlich nicht mal mehr richtig aufregen konnte. Weil tief drin längst klar war: Natürlich passiert das jetzt. Natürlich endet es so. Dieser Verein ist nicht abgestürzt – er ist langsam abgesunken. Wie ein Kreuzfahrtschiff, das im Hafen untergeht, während an Deck noch jemand Cocktails verteilt und behauptet, die Schräglage sei Teil des Erlebnisses.
So fühlt sich dieser Abstieg an. Nicht wie ein Schock. Nicht wie ein Unglück. Sondern wie das Geräusch, wenn etwas, das seit Jahren schief im Regal stand, tatsächlich umkippt. Und trotzdem sitzt man da. Fassungslos. Leer. Wütend. Traurig. Als hätte dir jemand den Stolz aus dem Brustkorb operiert und vergessen, ihn wieder einzusetzen. 29 Jahre Bundesliga. Einfach weg. Und das Schlimmste ist: Es fühlt sich verdient an.
Ein Satz, der weh tut. Aber ein Satz, der wahr ist.
Was dieser Verein sportlich in den letzten Jahren veranstaltet hat, gehört zu den größeren Rätseln der jüngeren Sportgeschichte. Nicht weil man abgestiegen ist – das passiert. Sondern weil ein Verein mit diesen Möglichkeiten, diesem Etat, diesen Strukturen, diesem Konzern im Rücken es geschafft hat, gleichzeitig alles und nichts zu sein. Wie das obige Kreuzfahrtschiff, das im sicheren Hafen sinkt.
Mathe beim Firmenlauf
Natürlich war unter Dieter Hecking etwas besser. Etwas. Mehr Struktur. Mehr Leben. Aber gut? Nein. Und trotzdem hatte man bis zuletzt die Chance. Genau das macht es eigentlich noch schlimmer. Du hattest den letzten Tanz. Zwei Spiele gegen einen Zweitligisten. Und dann trittst du auf wie jemand, der auf einer Matheklausur seinen Namen falsch schreibt.
Dieses Rückspiel. Unbegreiflich, sich überhaupt in diese Situation zu bringen durch einen mutlosen Auftritt im Hinspiel. Ein Erstligist, der in Unterzahl keine Ideen hat, einem Zweitligisten das Leben schwer zu machen. Wir haben nicht nur verloren. Sondern waren hoffnungslos unterlegen. Nicht nur nicht bestanden. In Grund und Boden gespielt. Wenn das am Ende 6:1 ausgeht, darf sich keiner beschweren. Schiedsrichter? Mæhle? Geschenkt. Wer 90 Minuten lang aussieht wie eine Betriebssportgruppe kurz vor dem Firmenlauf, hat andere Probleme. Auch wenn der Einsatz stimmte: das sorglose Abwehrverhalten vor dem 1:2 mit dem Antraben, um Flanke 134 an diesem Abend nicht zu verhindern und am langen Pfosten den Gegenspieler aus den Augen zu lassen, um Gänseblümchen zu zählen – mehr muss man nicht wissen. Und selbst danach: wenig Rückgrat. Da wird der verletzte Ösi als ärmste Sau zu den Interviews geschickt. Die anderen aus der Truppe verschwinden wie Leute, die beim Umzug plötzlich „noch kurz zum Baumarkt“ müssen. Auch das erzählt etwas über den Zustand dieses Vereins. Dieser Mannschaft, die nie eine war.
Und dann steht auf der anderen Seite Paderborn und zeigt, was Fußball manchmal immer noch ist. Keine Magie. Keine Datenmodelle. Kein Performanceprogramm. Sondern Rennen. Arbeiten. Zusammenstehen. Diese Mannschaft hat ihre Chance gepackt wie Aladin die zufällig gefundene Wunderlampe. Die haben geackert, gekämpft, sich in jeden Ball geworfen und wurden von einem Stadion getragen, das überall gleichzeitig laut war. Die waren eins. Und wir? Wir sind Grüppchen. Auf dem Platz. Neben dem Platz. Seit Jahren. Man konnte es schon vor Anpfiff sehen. Platzbesichtigung. Paderborn komplett zusammen. Beim VfL stehen drei hier, zwei da, manche ganz allein. Wie Leute, die zufällig denselben Fernbus gebucht haben. Und genau so wurde die ganze Saison Fußball gespielt.
PowerPoint am offenen Herzen
Deshalb darf jetzt niemand so tun, als sei das einfach ein Betriebsunfall gewesen. Der Absturz war sportlich verdient. Und genau deshalb muss der Umbruch radikal sein. Nicht irgendwann. Jetzt. „Mission Bundesliga“ hat bereits begonnen. Denn: Innerhalb von elf Wochen müssen die Verantwortlichen einen schlagkräftigen Zweitligakader bauen, einen neuen Sportgeschäftsführer finden, wahrscheinlich einen neuen Trainer installieren und ein komplettes Umfeld auf eine Liga vorbereiten, mit der man keinerlei Erfahrung hat – und das mit deutlich weniger Geld. Zweite Liga ist keine Bundesliga in klein. Sie ist ein anderes Land. Andere Plätze. Andere Gegner. Andere Dynamiken. Und wer da mit Erstliga-Arroganz reinläuft, endet schneller in Liga 3 als er Fernsehgeldverteilung sagen kann.
Deshalb braucht es endlich Ehrlichkeit. Heute noch Luft holen. Den Schlag verdauen. Und dann: Klare öffentliche Analyse. Wo liegen die Probleme? Welche Strukturen sind kaputt? Wer hat Verantwortung? Welche Maßnahmen folgen konkret daraus? Keine PowerPoint-Folien, keine Zukunftsdialoge, keine kleinen Reförmchen. Operation am offenen Herzen. Denn dieses Problem ist größer als ein schlechter Kader oder ein misslungener Trainerwechsel. Es geht um Identität.
Wettbewerbsverzerrung an der Autobahnbrücke
Und damit kommt man zu dem Thema, das keiner gerne anspricht: Warum wird dieser Verein eigentlich so gehasst? 1997 war Wolfsburg für viele ein wenig beachteter, eher belächelter Provinzclub. Heute gehören wir zu den Lieblingsfeindbildern eines großen Teils der Fußballöffentlichkeit. 11Freunde, FUMS, Fans anderer Vereine – Häme überall. Und wir als Fans dürfen das täglich verdauen. Selbst auf den Autobahnbrücken und Rastplätzen zwischen Paderborn, Braunschweig und Hannover wird einem noch etwas mitgegeben. Man kann das ignorieren. Aber nicht dauerhaft. Umso erstaunlicher und mit nicht genug Hochachtung zu versehen: wie wir uns als Fans präsentiert haben, im Block, über Monate, auch in Paderborn. Alles reingeworfen und am Ende weitestgehend würdevoll und mit erhobenem Haupt das Schicksal akzeptiert. Trotz aller Provokativen. Das verdient Anerkennung. Auch wenn uns trotzdem Hass und Häme gewiss sind und ich mich trotzdem frage, wo und wann der VfL nach 1997 falsch abgebogen ist, um so eine Aussenwahrnehmung zu bekommen.
Und deshalb wird man sich entscheiden müssen. Entweder man bricht diese vermeintliche Anti-50+1-Wettbewerbsverzerrung auf, wird ein normalerer Verein und nimmt damit anderen den Hauptkritikpunkt – was aber nur funktioniert, wenn Volkswagen Geld gibt und gleichzeitig Macht abgibt. Oder man geht komplett in die Gegenrichtung. Offensiver Stinkefinger. Ihr versteht uns nicht? Dann lasst es. Aber dann musst du Reihen schließen. Dann musst du ein neues Wolfsburger Bewusstsein schaffen. Dann muss „gegen den Rest der Welt“ mehr sein als eine Parole. Dafür brauchst du Selbstvertrauen. Geschlossenheit. Aggressivität. Und genau das fehlt. Warum? Weil wir nicht genug bei uns sind. Weil wir uns mit zu viel anderem Kram beschäftigen. Weil keiner mehr weiß, was eigentlich unsere DNA sein soll. Jeder erzählt eine andere Geschichte über diesen Verein. Jeder hat eine andere Philosophie. Und wenn elf Leute gleichzeitig am Steuer sitzen, fährt das Auto irgendwann in den Mittellandkanal. Auch bleibt abzuwarten, wie groß der Schaden ist, den der Abstieg im Umfeld angerichtet hat. Bei denen, die sich vielleicht jetzt zurückziehen. Ebenfalls eine ungeklärte Konsequenz.
Muttersöhnchen in der Hafenkneipe
Klar aber ist: Wenn Volkswagen den VfL am Ende nur als betriebswirtschaftliches Anwerbeinstrument betrachtet, um Fachkräften Wolfsburg schmackhaft zu machen, dann sehen wir eher Liga 3 als Liga 1 wieder. Der Verein ist kein Messestand. Und deshalb geht es am Ende nicht nur um Fußball. Es geht um die Stadt. Was heißt es eigentlich, Wolfsburger zu sein? Gibt es Sachen die Mut machen für die Zukunft? Ja. Zinnenwappen? Ja. Umzug Wölfikurve? Ja. Mehr Identifikation schaffen wollen? Ja. Wird das reichen? Nein.
Der Stolz ist weg. Geschlagen. Aus der Liga geprügelt. Wie ein reiches Muttersöhnchen, das in einer Asi-Hafenkneipe auf dicke Hose gemacht hat und plötzlich merkt, dass Statussymbole keine Deckung geben. Die Frage ist nicht, ob wir gefallen sind. Die Frage ist: Gehen wir da wieder rein und schlagen zurück? Oder verpissen wir uns in die Gefilde, in denen wir vor 1990 herumgedümpelt sind?
Kein Sportdirektor. Kein Ex-Spieler. Kein Teilzeitaufsichtsrat wird dieses Mammutprogramm alleine stemmen. Es braucht die Bereitschaft von uns allen. Aber dafür muss man Veränderung wirklich wollen. Nicht ein bisschen. Nicht kosmetisch. Sondern ernsthaft. Denn am Ende geht es nicht nur um den Verein. Es geht darum, ob Wolfsburg überhaupt noch weiß, wer es sein will. Und wenn wir darauf keine Antwort finden, dann wird uns die zweite Liga fressen.
In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig!
VfL Wolfsburg Aktuelle Nachrichten und Videos zum VfL Wolfsburg
super Text. danke Lenny.
dem ist nichts hinzuzufügen.
kurz Ergänzend. ich finde Volkswagen muss sich schnell entscheiden wo der Weg hingehen soll und vor allem was sie selbst möchten. nur dann hat der Verein Klarheit und kann den Weg gehen. Das muss am besten morgen schon passieren
Wie immer sehr treffend, geteiltes Leid ist halbes Leid. Danke Lenny.
man bleibt weiterhin fassungslos. seit Jahren sagt man daß in diesem Aufsichtsrat viele, absolut nichts zu suchen haben!! diese Personen sind überall in Wolfsburg in sämtlichen Gremien installiert! dieser Aufsichtsrat außer begnalio hat die letzten zehn Jahre zu verantworten! das so viele Geschäftsführer geflüchtet sind, so viele Trainer ausgetauscht wurden liegt nicht an den einzelnen Personen die zwischen Mannschaft und AR installiert wurden. die hatten alle keine Zeit Kultur aufzubauen. Trainer Manager wurden ausgetauscht wie Unterwäsche aber was ist mit denen da oben?? und nun soll auch hecking installiert werden!! er ist ja ein netter Mensch, doch auch er hat es nicht geschafft!! zb Gladbach und andere Spiele auch unter ihm blutleer. und in Nürnberg konnte er sich für diese neue Führungsposition auch nicht empfehlen. solange Marketing Experten, Betriebsräte, Journalisten, Bürgermeister und Co den Verein lenken und vorgeben wird sich die Kultur nicht ändern. verkleinert endlich den Aufsichtsrat und steckt Fußballverständnis rein!! dazu noch Finanzexperten und keine Marketing Experten zwischen Verein und VW. am Ende zählt nur guter und Leidenschaftlicher Fußball, dan kommt auch wieder Stimmung und die Zuschauer. mit Plätze umbauen wird das auch nichts. AUFSICHTSRAT AUSTAUSCHEN SOFORT
Nagel auf den Kopf und so…deine richtigen Worte in Ehren, jedoch bezweifle ich sehr stark, dass entspannt gehandelt wird.
Mal kurz paar Gedanken, teilweise knüpft es an Lennys Gedanken an, deswegen poste ich es hier.
-Sowohl "Demut lernen und ausüben" und "Bayern der 2. Liga" sind kaum gleichzeitig möglich. Heimsiege werden wieder häufiger kommen – aber schmecken sie noch so süß, wenn man sie eigentlich erwartet?
-Wer Maxi Arnold aussortieren will, nur um alte Zöpfe abzuschneiden, hat m.E. jede Söldnermannschaft verliert.
-Es wurde hier immer mal wieder kolportiert, dass Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle Fandevotionalen von anderen Vereinen haben. In Anbetracht dessen ist die Aussage, dass erstmal alle Mitarbeiter gehalten werden, nicht so gut, wie es klingt. Müssten die nicht bei jedem anderen Arbeitgeber auch mit Kündigung rechnen? Bei Mercedes kann ich auch nicht mit BMW Käppi arbeiten.
-Über das Zinnenwappen habe ich manche Gedanken, es fühlt sich komisch an, beide emotionale Extreme in einer Saison zu haben. Langersehnte Wappenwende und Abstieg. Schade, dass die durch das eine entstandene Einigkeit und Dynamiken wieder durch das andere gedämpft wird.
Im alten Forum schrieb mal jemand zum Thema Identifikation: Erfolg bringt Identifikation. Das ist nun aber eher fragil und ohne "Bundesligafußball" und "Europapokalaspirant" als Fixpunkte ist es gut, dass man diese Identitätsbaustelle repariert hat. Die Frage ist, ob der Verein das "mit Ecken und Kanten" jetzt auch weiter füllt.
-Gute Stimmung wird wichtig sein. Gab es in letzten Jahren Aufsteiger, wo es irgendwie noch gekriselt hat und unklare Altlasten immer noch bestanden?
-Die Vorraussetzungen, dass für die Fans Euphorie oder Vorfreude in der Vorbereitung aufkommt, sind wahrscheinlich schon sehr unterschiedlich unter den Fangruppen. Während die einen einfach Stars (auf dem Platz und im Büro) für sofortigen Wiederaufstieg wollen – Rest egal – wäre im anderen Extrem Leute erst richtig froh, wenn klar wird, dass VW die Geldschatulle nicht mehr groß aufmacht (oder sogar 50+1 wiederhergestellt wird, wie der Artikel andeutet), aber dafür der Unterbau neu organisiert und Hauptquelle des zukünftigen Spielermaterials wird. Die meisten befinden sich irgendwo dazwischen. Deswegen bezweifel ich auch, dass sich in den nächsten Wochen und Monaten eine einheitliche Stimmungsfront aufbauen wird. Erfolg und Bedrohung schafft dann wahrscheinlich wieder eine Einigkeit, die Frage ist, wie nachhaltig das ist.
-der Hass und die Häme kamen für mich auch in der Form eher unerwartet. Wenn der Etat wirklich vorraussichtlich deutlich mehr sein wird, als der zweitgrößte, wird das nicht abnehmen. Im Gegenteil. Zur üblichen VW-Wob-Häme kommt dann noch der Argwohn und Motivation, die jeder Spitzenclub beim Gegner erzeugt. Es gäbe auch anderre Variante, die Mäuler zu stopfen, statt 50+1 wiederherzustellen: Einerseits gute Fanperformance und anderseits Ergebnisse, die in Relation zur Investition steckt.
Calcio Berlin zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=_AIeHX3rqrg
Ich war das mit den Fanutensilien und dem.Erfolg. Dabei bleibe ich auch. Schreibe dazu separat etwas.
Habe viel Häme erwartet bei Calcio Berlin, am Ende war ich überrascht, wie vielen Punkten ich zustimmen musste. Das war ein Abstieg mit Ansage. Nicht nur diese Saison, die letzten 20 Jahre war mehr Schatten als Licht. Platz 2 im Transferminus seit 1997. Geldverbrennungsmaschine VFL und trotzdem tat es weh als ich heute Morgen zur Begrüßung vom Arbeitskollegen(HSV Fan) ein SC Paderborn und ein 2.Bundesliga Wappen ausgedruckt auf dem Tisch liegen hatte. Ich hab’s weggelächelt. Bin froh, dass die Saison vorbei ist und hoffe auf die nächste Saison und erwarte Veränderung. Nur weiß ich noch nicht, wer die voranbringen soll
Lenny, du stellst ja zwei Möglichkeiten in Betracht.
1. Ausstieg von Volkswagen als Mehrheitseigner. Der feuchte Traum der Ultras.
2. Noch mehr Geld.
Im Prinzip reicht ein Blick nach Paris und ihrem Emir. Paris war beim Einstieg der Araber eines der Hassobjekte überhaupt im internationalen Fußball. Mit der Serienmeisterschaft sowie Messi, Neymar und Mbappe würden sie aber seltsamerweise immer attraktiver und heute sieht man in jeder Stadt gerade junge Menschen mit deren Sachen rumrennen.
Ich möchte das mal mit einem verzogenen, arroganten Millionärssohn vergleichen. Gibt der nur Geld für Statussymbole aus, verprasst das Geld und gibt an, wird er belächelt und früher oder später ist das Geld weniger und er null angesehen. Macht der Millionärssohn allerdings mit dem Geld der Eltern sein eigenes Business auf, investiert es klug und vermehrt es sogar, gibt es null Neid oder Missgunst. Dann ist es auf einmal ok.
Der VfL erinnert an den Millionärssohn und jeder kann leicht erraten, welcher von den beiden.
Unser Problem ist nicht Volkswagen und auch nicht das Geld. Sondern das man es in 25 Jahren Bundesliga fast konstant schlecht investiert hat. Stets hat eine oder mehrere Stellschrauben geklemmt. Und gerade die harte Fanszene heute fremdelt extrem mit Volkswagen. Teilweise führe ich das auf Unwissenheit zurück. Die kennen die zweite Liga nicht und sie haben dieses Geltungsbewusstsein. Ich stimme dir aber zu, dass die ständigen Häme auch schmerzen. Aber was hat der VfL in all den Jahren dagegen getan..Weder wurde gegen BastiRed und Co gegen gesteuert, noch wurden deren Argumente zerstreut. Eher bewies man noch die Vorurteile..
Wenn du mich fragst: Ich würde den Rolls Royce für Liga zwei bestellen und versuchen dort alles platt zu machen. Gleichzeitig würde ich versuchen die Fanszene und den gemeinen Fan auf die Zukunft einzustellen und eine Vision aufzustellen.
Aber ich glaube eher, wir kaufen wieder für den Preis eines Rolls Royce den Golf und wollen damit dann auffallen und anderen wegfahren. So wie der Millionärssohn in einer Disco, der zwanzig Champagner Flaschen bestellt, aber trotzdem Single bleibt.
Wir müssen gerade jetzt die Investitionen intensivieren. Das Engagement sollte von VW öffentlich bekräftigt werden und im selben Atemzug sollte das Sponsoring anderer Vereine massiv gekürzt werden, auf kurz oder lang. So nach dem Motto: Fokus auf unsere Tochter. Mir ist das aber auch schon wieder zu devot von VW. Verkündet schon vor Monaten ohne Not Kürzungen an, um die Öffentlichkeit zufrieden zu stellen. Das geht einher mit dem leidigen Thema das man alles über sich ergehen lässt. Ein Milliardenkonzert agiert wie ein 10 Mann Betrieb. Ich habe null Vertrauen in die Verantwortlichen oder VW. Sollte nicht Rangnick kommen (ja, kommt eh nicht), sehe ich schwarz. Benaglio und Schwegler machen für mich auch keine gute Figur. Und ein Hecking mit dem wir abgestiegen sind zu befördern, halte ich für falsch. Berater oder Aufsichtsrat?! wäre dagegen interessant. Die Fachfremden müssen da raus.
Man sollte alle Positionen endlich mit Fußballkompetenzen besetzen und keine Experimente machen. Man sollte sich nicht scheuen, einen wirklichen Wolfsburger Weg zu gehen. Das Problem ist nicht das Geld, sondern wer dieses Geld verwaltet.
Wenn ich natürlich meine Millionen dem spielsüchtigen Schwippschwager gebe und nicht in sichere Hände, ja dann ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis die Millionen sinnlos verpulvert sind. Klar kommen am Automaten auch mal paar Erfolge, doch diese fallen dann nicht mehr so ins Gewicht.
Wir sollen endlich mal eine Idee entwickeln für diesen Verein und die Gegebenheiten. Da sollte man ein Spielsystem entwickeln, welches von oben bis unten gespielt wird und Jugendspieler X dann einfach reingeworfen werden kann. Man sollte Trainer nach Profilen aussuchen, die nach der Philosophie des Vereines leben.
PC hat viel gesabbelt und viel versprochen, umgesetzt hat er davon vielleicht 5 %?
In der Jugendakademie hat er sich so gut wie gar nicht blicken lassen, wie soll sowas dann auch funktionieren?
Es gibt viele User, mich eingeschlossen, die darauf hingewiesen haben, dass man seine VW Standorte nutzen könnte, um Kinder von der Straße zu bekommen und die Situation vor Ort dann für sich nutzen könnte, um auch talentierte Spieler zu bekommen, eine Art RB Leipzig nur mit den Gegebenheiten von VW und dem VfL Wolfsburg. Doch was macht man lieber? Man verbrennt im Gießkannenprinzip die Millionen für durchschnittliche Spieler und baut ein System um einen "Kapitän" auf, der nicht wirklich für den Spielstil steht, den man spielen wollen würde. Ein Arnold ist eher jemand für dominanten Ballbesitztfußball, aber für diese Art von Fußball brauchst du technisch sehr versierte Spieler mit hoher Passsicherheit, mit unter anderem hohen Tempo, um tiefstehende Gegner auch mal auseinanderzuziehen und zu überspielen usw…
Long Story short… Man müsste eigentlich Ragnick versuchen zu bekommen und ihm den Auftrag mitgeben, mach den Verein mal modern und implementiere mal den RB Kosmos nur auf VW und den VfL und deren Gegebenheiten gemünzt…
Das manch einer ein feuchtes Häschen bekommt beim Gedanken an Marcel Schäfer, kann ich hierbei nicht verstehen. Er und viele andere sind ein Sinnbild für den Untergang dieses Vereines. Ich würde in unserer aktuellen Lage einen Schmadtke mit Kusshand wieder zurück nehmen.
@Mahatma Wenn’s noch ne dritte Variante gibt, wie man dieser Situation begegnen könnte, dann kann die gern auf den Tisch. Ehrlicherweise ist ja beides nicht zeitnah realistisch. Bei 1. gibts kein belastbares Alternativkonstrukt bei 2. ist ja eher mit weniger als mehr zu rechnen. Über allem steht natürlich die Kohle sinnvoll einzusetzen. Wie lang hat das auch bei PSG oder ManCity ( wo noch mal ganz andere Summen im Spiel waren) gedauert, bis der Erfolg da war? Außerdem hatten die Clubs auch vorher schon Geschichte, siehe Ronaldinho oder Oasis als fans. Auch die Städte, das Umfeld sind ja komplett anders. PSG sollte ja immer sowas wie Bayern, war aber Ewigkeiten abgehängt von Marseille oder Bordeaux, Lyon. Das lässt sich aus Wolfsburger Sicht natürlich ganz schwer vergleichen.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob unsere Beliebtheitswerte steigen würden, wenn wir 50+1 einhalten würden. Hoffenheim ist ja jetzt auch nicht Liebling der Bundesliga. Die Traditionellen haben ein Elitedenken wo wir nie reinpassen werden. Also fände ich 2. auch besser, aber wie gesagt: wir sind uns ja selbst nicht grün um so eine Leckt uns-Atmosphäre Wir sind Sparta zu schaffen. Dafür sind hier die meisten auch zu lieb oder zu gediegen. Da bin ich selbst mal gespannt. Wo ich nicht mitgehe ist dieses Erfolg macht sexy Ding. Hat nicht wirklich zu mehr Identität geführt bei uns.
In Wolfsburg fordern alle immer Loyalität und das sich alle mit der Stadt identifizieren.
Vielleicht sollte der Wolfsburger sich einmal selber hinterfragen und die Wurzeln seiner eigenen Stadt akzeptieren, statt ständig zu verteufeln.
Ich als Nicht-Wolfsburger kann null verstehen, warum in Wolfsburg und gerade beim VfL der Volkswagenkonzern so verteufelt wird, ohne den es diese Stadt eigentlich so gar nicht geben würde.
Es wird laut nach Identität geschrien, aber die eigene teils verteufelt!
Nicht der Konzern ist der Fehler, sondern der Wolfsburger selber mit dieser Einstellung.
Werk, Stadt, Verein…dann seid doch verdammt nochmal endlich selbstbewusster und stolz. Für mich als Nicht-Wolfsburger sind Werk, Stadt und Verein eins und ich habe nie verstanden, warum Ihr Euren Konzern so angeht.
Fangt bei Euch an und lebt es doch einmal vor, was Ihr von jedem neuen Spieler hier selber erwartet. Damit meine ich auch ganz besonders die NORDKURVE WOLFSBURG!
Es passt nämlich für mich null zusammen, was da teils gegen den Konzern geschossen wird.
Als Nicht-VW-Mitarbeiter ist das für mich auch schon immer ein großes Rätsel gewesen, woher diese Mentalität kommt. Von außen draufgeschaut sehe ich einen Arbeitgeber, der fast schon Voll-Kasko-Sicherheit in Sachen Arbeitsplatz und sehr guter Bezahlung geboten hat im Vergleich zu Branche und über den Tellerrand der Wolfsburg Bubble – und das über Jahrzehnte. Gleichzeitig gibt es unzählige berufliche Möglichkeiten sich intern sein Ding zu suchen, wofür andere fünf Mal den Arbeitgeber wechseln müssten. Gleichzeitig hat dies offenbar bei vielen aber nicht zu einer wertschätzenden, reflektierten oder positiven Grundstimmung geführt. Unabhängig von individueller Unzufriedenheit und "gib mich immer mehr"-Anspruch, der ja auch in der Gesellschaft vorkommt, verstehe ich die häufige Anti-Haltung gegen den eigenen Laden und in der Fortsetzung dann auch in die Stadt nicht so ganz. Als Außenstehender ist man häufig geneigt zu sagen: "Was wollt ihr denn noch und wie wärs mit mehr Zufriedenheit?" Von Demut will ich gar nicht sprechen. Aber es gibt ja die Studien, dass die Wolfsburger mit ihrer Stadt viel kritischer umgehen als Auswärtige.
Zur Ehrenrettung muss man aber vielleicht auch einfache Erklärungen heranziehen: Wolfsburg ist erst knapp 90 Jahre. Wer ist denn da quasi Ur-Wolfsburger? Nach 1945 viele Vertriebene aus den Ostgebieten, später auch viele "Aussiedler" teils mit Osteuropäischem starken Background. Im Grunde ist ja jetzt erst die 3./4. Generation hier als Wolfsburger ansässig. Dann haben wir eine Stadt, die nicht zum Leben, sondern zum Arbeiten gebaut wurde. Da gabs auch keinen Marktplatz oder ne Kirche oder n altes Römerlager wo was drumrum gebaut werden konnte. Unser Dom ist das Werk. Die Pilger kamen dann aus Italien, Tunesien, Russland und blieben in der Fremde – teilweise ja bis heute – unter sich oder wurden am Anfang von den schon vorhandenen Wolfsburgern ja auch abgelehnt, wenn man ehrlich ist. Wie daraus eine gemeinsame Wolfsburger Identität entstehen soll, ist dann auch nicht ganz einfach. Dann haste 1972 die Eingemeindung, wo man sich Fallersleben und Vorsfelde und drumrum einverleibt hat. Viele sahen sich eher Braunschweig zugehörig. Bis heute sehen sich da einige eher als Fallersleber oder Neuhäuser oder was weiß ich – aber nicht zwingend als Wolfsburger. Das hat jetzt auch keinen einigenden Charakter gehabt. Kannst ja auch die Dörfler mal fragen, was sie mit Westhagen und Detmerode gemeinsam haben – da kommt auch nicht: wir sind alle Wolfsburger. Häufig wurde das Trennende in den Vordergrund gestellt. Durch den wirtschaftlichen Erfolg hast du außerdem viele Zugezogene gewonnen und die Stadtbevölkerung in 30 Jahren um 30.000 erhöht. Doch die Zugezogenen waren, nur weil sie hier dann gewohnt haben, noch keine Wolfsburger. Sieht man ja auch wieder am VfL: 16 Heimspiele mit dem VfL-Schal, das 17. dann der Club für den wirklich das Herz schlägt. Das zahlt also auch nicht auf den eigenen Laden ein. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Während es in anderen Städten die Menschen in die City zieht als Schmelztigel und Begegnungsort ist das in Wolfsburg nicht so. Da drängt es eher nach draußen und bevor ich meinen Grill in Brackstedt oder Heiligendorf verlasse um mit anderen Wolfsburgern in Kontakt zu kommen in der City, bleib ich lieber weg. Nehmen wir alles zusammen, wird klar, dass es mit wir sind selbstbewusst und wir sind Wolfsburger kein Selbstläufer sein kann – allein schon historisch.
Kurioserweise kommen wir dann wieder zu den einigenden Faktoren: Werk und Fußball. Da sind ja die Berührungspunkte, die aber offenbar nur bedingt identitätsstiftend sind. Jede Familie hat irgendwie Bezugspunkt VW. Aber ergibt sich daraus eine Liebesbeziehung? Und wenn wir Deutscher Meister werden ist plötzlich auch jeder Wolfsburger. Aber sonst nicht oder nur bedingt oder zumindest nicht in der Masse, dass alle mitgerissen werden. Ich finde das schade, weil ich mich gerade auch in meinem Exil immer als Wolfsburger gefühlt habe – mit allen Vor- und Nachteilen. Aber es ist in Teilen erklärbar, warum Werk Stadt Verein und das mangelnde Selbstverständnis dazu so ist, wie es ist.
@Lenny: Du hast da sicherlich Recht. Jedoch hat Frank einen wichtigen Punkt bzw Forderung, die wirklich mal für einige Jahre oben auf der Agenda in der Fanszene stehen sollte: Seid stolz auf Stadt, Werk und Verein. Hier habe ich eher das Gefühl, als Stunde nur der Verein da. Der Rest ist teilweise sogar Ablehnung.
Vielleicht könnten sich Verein und Fanszene mal auf einen Waffenstillstand für fünf Jahre einigen, wo gewisse Themen zwar diskutiert, aber nicht in der Öffentlichkeit durch Proteste usw ausgetragen werden. Die Zinnen sind ja nun da, aber ich höre schon von neuen Themen: Stichwort Mitbestimmung.
Der Wiederaufstieg wird ein Kraftakt für alle. Die Fans sind insbesondere für eine positive Stimmung zuständig. Gerade die ersten 10-17 Spiele wird es extrem ruckelig werden. Da geht es nur darum, Punkte zu holen. Wie, ist egal. Aber hier träumen ja schon Fans von schönem Fußball usw.
Und zur Identitätsbikdung muss man eben auch hinzufügen, dass diese Stadt relativ wenig bis gar nichts dafür getan hat. Dein Chef ist dafür auch mitverantwortlich. Es gab Zeiten, da wurden im Abstiegskampf auch andere Dinge hochgefahren.Beflaggung usw. Und städtebaulich hat das Rathaus in den letzten 29 Jahren so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.
Da gebe ich dir absolut recht! Ich bin in Wolfsburg geboren und aufgewachsen, meine Berufswahl ließ sich dort aber nicht umsetzen und ehrlichweise war die Ankündigung meines Vaters dass ich bei weiterhin mittelmäßigen Noten zu VW gehen soll ein Ansporn. Trotzdem sage ich jedem, der auf VW und dem Vfl rumhackt, dass Wolfsburg und VW eine ganz besondere und auch ziemlich einmalige Konstellation sind. Die Stadt ist überhaupt durch VW erst entstanden und der Vfl als Betriebssportgruppe des Werkes 1945. Alles in Wolfsburg dreht sich um VW, jeder profitiert davon und VW hat erst überhaupt andere Betriebe angelockt. Darauf kann man doch auch stolz sein, immerhin gilt Wolfsburg auch als sehr innovative Stadt. Das wir "keine" Fans haben – geschenkt. Das Stadion fasst knapp 25 Prozent der Einwohner der Stadt – gemessen daran müsste das Stadion in Hannover über 100000 Zuschauer fassen – das wäre ebenfalls selten ausverkauft! Dazu kommt Konkurrenz in der Nähe zu Vereinen die deutlich früher gegründet worden, oder besser gegründet werden konnten weil es die Städte schon länger gibt. Und trotzdem haben wir Tradition! Nicht nur im Fußball, der VFl ist in vielen anderen Sparten gut aufgestellt.
Auch wenn ich nicht mehr dort wohne – ich bin gerne dort, ich fühle mich dort wohl und es fühlt sich nach Heimat an!
Starker Text, Lenny. Kompliment – das trifft den Schmerz ziemlich gut und Deine Bilder sind stark.
Eine Frage müssen wir uns als Fanszene aber alle stellen, mich eingeschlossen: Warum haben wir so lange gebraucht, um an einem Strang zu ziehen? Als wir im Februar nach der Heimniederlage gegen Augsburg über 700 Unterschriften für einen echten Neustart gesammelt haben, war die Reaktion zurückhaltend bis abweisend – sowohl im Wölferadio durch Deine Einordnung als auch in der organisierten Szene („Wir sind doch in guten Gesprächen"). Als ich beim ersten Fantreffen Anfang April forderte, frühzeitig für den Fall der 2. Liga zu planen, hieß es „Wir sind doch Profis". Ich sage das nicht, um nachzutreten – sondern weil genau diese Reflexe uns Zeit gekostet haben.
Du selbst hast die Lage früh nüchtern eingeordnet, als andere noch ans Wunder geglaubt haben. Und oben? Die naheliegende Lösung lag monatelang auf dem Tisch: Hecking versucht sich als Retter und macht dann als Sportgeschäftsführer weiter. Wenn für genau diesen zentralen Posten jetzt immer noch Namen wie Schäfer und Wohlgemuth durchgespielt werden und die WAZ offen fragt, ob der amtierende Sportdirektor überhaupt zweite Liga kann, dann sind wichtige Personalien für den Wiederaufbau am Tag des Abstiegs noch ein Suchlauf. Wäre wirklich alles vorbereitet, müsste es zeitnah eine PK geben, die einen Plan für Liga 2 zumindest in Grundzügen vorstellt. Ich befürchte, sie kommt nicht – stattdessen Stunde Null im Mai, mit der Suche nach dem „starken Mann", den man im März schon hätte festzurren können.
Und ein Zinnenwappen-Auftritt allein trägt uns nicht durch die zweite Liga – weder bei unseren eigenen Fans noch im Rest von Fußball-Deutschland, wo man ohnehin nur darauf wartet, dass wir scheitern.
Du stellst die entscheidende Weggabelung selbst: den vermeintlichen 50+1-Sonderweg aufbrechen und ein „normalerer" Verein werden – oder offensiv dazu stehen. Ehrlich gesagt glaube ich an beides gerade nicht so recht. Ich habe nicht das Gefühl, dass Volkswagen bereit ist, Geld zu geben und Macht abzugeben – ohne das funktioniert der erste Weg nicht. Und ich habe genauso wenig das Gefühl, dass wir als Fanbasis schon so weit wären, einen „normalen" Verein wirklich zu tragen. Dein Bild vom verwöhnten Millionärssöhnchen passt nicht nur auf den Klub – ein Stück weit sind wir das selbst. 29 Jahre Bundesliga haben wir als Normalzustand erlebt, nicht als Privileg. Immerhin: „Niemals absteigen" können wir jetzt schon mal aus dem Gesangbuch streichen.
Genau deshalb wird die zweite Liga zur Reifeprüfung – nicht nur für die da oben, sondern für uns. Und genau hier muss Volkswagen endlich liefern. Der VfL ist kein betriebswirtschaftliches Anhängsel und kein Messestand, um Fachkräften Wolfsburg schmackhaft zu machen. Er ist – oder wäre – der Identitätstreiber für die Stadt und für das Werk: eine Belegschaft, die mit ihrem Verein leidet und feiert, ein Standort, der sich über grün-weiß definiert. Diese Bindung kauft man mit keiner Imagekampagne, aber man kann sie verspielen – und genau das passiert gerade. Wer diesen Wert ernst nimmt, behandelt die Fans nicht als Stimmungskulisse, sondern bindet sie verbindlich ein: mit festen Mitsprache-Strukturen. Ja, der kurze Draht im kleinen Kreis hat beim Zinnenwappen funktioniert – das erkenne ich ausdrücklich an. Aber was als Lösung für eine einzelne Herzensangelegenheit taugt, darf nicht das Vorbild für den großen Neuanfang sein. Ein Wiederaufbau, der wieder im Hinterzimmer und mit monatelang unveröffentlichten Protokollen organisiert wird, ist die Fortsetzung genau der Intransparenz, die uns hierher gebracht hat.
Das darf kein Aufbruch von oben werden! Echter Aufbruch heißt für mich: ehrlich benennen, was schiefgelaufen ist – und uns mitreden lassen. Wir sind der Verein. Also lasst uns den Weg gemeinsam vorgeben.
Genau da wird das Problem liegen:

1000 Köche und jeder fordert etwas am Rezept zu verändern zu dürfen und will mitbestimmen. Jeder weiß es besser als der andere und will auf einmal der beste Sternekoch sein
Da liegt der Hase im Pfeffer begraben, statt im Ofen zu garen
Nun also die Forderung der Mitbestimmung? Normaler Verein werden?
Mir wird hier Angst und Bange!
@Frank:
Wenn das bisherige Küchenpersonal wenigstens ordentliche Hausmannskost serviert hätte, wäre ich bei Dir. Hat es aber nicht – und genau das ist der Punkt. Jeder „normale" Verein muss sich seinen Mitgliedern stellen, jedes Jahr aufs Neue. Das macht Dir Angst? Mainz, Freiburg, Union, St. Pauli – die leben das seit Jahren und gehen daran nicht zugrunde, im Gegenteil. Mitbestimmung heißt ja nicht, dass 1000 Leute gleichzeitig am Herd stehen. Sie heißt, dass die Köche erklären müssen, was sie kochen – und abgewählt werden können, wenn dauerhaft nur Anbrennen rauskommt.
Ich finde diese Diskussion müßig, die kann man sich echt sparen. So lange es keine gesetzliche Veränderung gibt. Wird alles so bleiben, wie es ist. Volkswagen wird sein Marketing-Spielzeug nicht freigeben.
Die zweite Liga wird eine Episode sein. Nach dem Wiederaufstieg wird alles so weiter laufen, wie bisher. Hoffentlich dann erfolgreicher. Das Verbrennen von Geld ist wirklich nichts, was sympathisch macht.
@Homo Lupus
Das mit dem „Marketing-Spielzeug" hat ja nicht eben gut funktioniert – jedenfalls nicht, wenn man die öffentliche Wertschätzung zum Maßstab nimmt. Genau deshalb glaube ich, dass es im ureigenen Interesse des Konzerns liegt, ein neues Selbstverständnis „seiner" Fußball-GmbH zuzulassen – unter Einschluss der Fans und der Öffentlichkeit, statt Hinterzimmer-Marketing. Ein Klub, der von außen nur als teures (und erfolgloses) Werbeschild wahrgenommen wird, zahlt nicht auf die Marke ein, er belastet sie. Ein Klub mit echter Identität, der seine Leute mitnimmt, tut genau das Gegenteil. Insofern ist das hier keine romantische Fan-Forderung gegen VW – es wäre schlicht die klügere Investition.
Die rechtliche Lage ist mMn der Schlüssel. Nur wird die sich nicht Richtung Beibehalt von 50 plus 1 bewegen, sondern in die andere Richtung. 50 plus 1 wird über kurz oder lang nicht mehr tragbar sein bzw. kommt (wenn jemand den Klageweg beschreitet) die Gerichtsbarkeit in der EU um die Ecke und kassiert das.
Daher sollten wir uns da keine großen Illusionen machen, dass VW da irgendeinen Zentimeter auf andere zukommt.
Wo ich aber dabei bin ist, dass VW innerhalb der bestehenden Strukturen mehr zuhört und mehr eingeht auf die Fans etc. Gemeinsam Sachen umsetzt oder besser erklärt, warum dies nicht geschied. Die Zinnen und die Blockänderungen sind da schon einmal ein Anfang.
Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass unsere Herren und Damen da oben so gar nicht vorbereitet sind auf den Abstieg. Da ist einigen wohl der Lachs und der Kavier heruntergefallen, wenn man es bildlich betrachtet.
Dabei ist es so einfach: vernünftige Menschen einstellen, die den Laden auf Vordermann bringen bzw. neu aufstellen. Das kann nicht nur ein Rangnick, jedoch müsste unser Eiger auch bereit dazu sein dies zu machen und das sind sie definitiv nicht nach meiner Meinung.
ich hatte es vor einiger Zeit schon geschrieben: Einige User hier aus dem Blog, könnten sich zusammentun und den Laden mit entsprechender Hinzunahme von fachlicher Expertise im Fußballgeschäft auch leiten bzw. beraten. Dabei bleibe ich auch.
Alles im Allem gebe ich aber nicht die Hoffnung auf, dass tatsächlich solche Menschen hier angestellt werden…
Hat bei Hoffenheim auch bestens geklappt…nämlich null!
Ein Blick nach Berlin zur alten Hertha dabei nicht zu vergessen, als dann ein Bernstein alles auf den Kopf gestellt hat.
50+1 wird in einiger Zeit Geschichte sein und auch null konkurrenzfähig sein. Da lobe ich mir die Arbeit bei RB doch, alles richtig gemacht und sportlich sehr erfolgreich!
"Und deshalb wird man sich entscheiden müssen. Entweder man bricht diese vermeintliche Anti-50+1-Wettbewerbsverzerrung auf, wird ein normalerer Verein und nimmt damit anderen den Hauptkritikpunkt "
Das würde nicht funktionieren.
Hoffenheim hat sich vom Mäzen verabschiedet und fällt wieder unter 50+1.
Wird Hoffenheim jetzt von anderen geliebt? akzeptiert? gemocht? Als "Normaler Verein" gesehen?
Schalke und der HSV haben jahrelang mehr Geld vonb extern bekommen als die meisten anderen Clubs überhaupt Budget hatten. Wurden gepämpert. Von Tönnies und Kühne.
Wurden diese Vereine deshalb von anderen Clubs gehasst? Wegen Wettbewerbsverzerrung?
Wir könnten uns von VW los sagen, kein, oder nur noch "normales" Sponsoren Geld bekommen.
Es würde in der Wahrnehmung schlicht nix ändern. Weil Fußball Fans Feindbilder brauchen
Genauso ist es, danke!
Naja für viele gilt halt: "Wenn man weiß wer der Feind ist, hat der Tag Struktur"
Am Ende ist es mir egal, ob wir gehasst werden oder nicht.
Irgendwelche Deppen gibt es immer….
Nur bei Misserfolg ist es etwas nervig
Am Ende egal…. für immer VfL Wolfsburg
Die meisten Vereine haben ihre Fans übrigens durch Erfolg gewonnen und halt auch behalten.
Hat mich an Erfolg, kommen auch die Fans.
Wobei es heute nicht mehr so wie früher ist.
Mittlerweile zieht es viele auch zu internationalen Vereinen
Das Ziel sollte auch nicht sein, dass uns Fans andere Clubs "mögen" oder zumindest sagen, der "VfL stört nicht in Liga 1" oder "Der VfL bereichert die Bundesliga"
Das werden andere NIE sagen oder denken.
(Vordergründig) scheint man sich ja lieber Paderborn, Elversberg oder Heidenheim in Liga 1 zu wünschen. Zumindest wenn man Kommentare in Sozial media ließt (was man nicht sollte!)
Ob der Bremen/HSV/Frankfurt etc Fan, wenn er wirklich mal ehrlich zu sich selbst ist, lieber nach Elversberg oder Paderborn fährt als nach Wolfsburg, bezweifle ich ganz stark. Aber das wird keiner wirklich zugeben.
Jetzt fehlt diesen Fans das Feindbild VfL in der Liga.
Der Wunsch ist jetzt erfüllt, VfL in Liga 2. Damit ist das Feindbild weg, der wünsch erfüllt.
Aber genau das verliert jetzt auch seinen Reiz/Schrecken.
Das Ziel sollte zunächst mal sein, in und um Wolfsburg mehr Akzeptanz bzw Fans zu generieren
Es gab eine Zeit, in der wir nicht gehasst wurden. Das war Die Zeit, wo wir Bayern aus der Arena gehauen haben und mit tollem Fußball und vielen Neuentdeckungen die Liga aufgemischt haben. Das hat uns Respekt verschafft.
Gute Leistung und gutes Scouting honorieren die Leute. Nicht nur die eigenen, sondern auch die Gegner.
Wir brauchen wieder ein gutes Scouting und Erfolg. So einfach bzw schwer ist das…
Ist das schwer? Ich weiß nicht. Wir haben hier teilweise Trainer und Manager, die ihren Job nicht annehmen bzw stets überfordert sind.
Christiansen hat nichts vorbereitet , in allen fünf Transferperioden. Stets nur der letzte Drücker.
Hasenhüttl hatte keine Lust.
Simonis war überfordert.
Bauer überfordert und in der Woche weg.
So die letzten 2 Jahre.
Wir könnten noch die letzten zehn Jahre heran ziehen:
Ismael: Überfordert und kein Bock, ständig in München
Jonker: Überfordert
Rebbe: Absolute Überforderung
Labbadia: Hatte Bock
Glasner: Hatte Bock, Ehrgeiz und einen Plan
Schmadtke: Hatte Bock und Plan
Van Bommel: Falscher Trainer, von sich zu stark überzeugt
Kohfeldt: Laberkopf, überfordert
Kovacs: Hatte keinen Bock
Dee VfL hat einen chronischen Hang dazu, seine wichtigsten Personalien schlecht auszusuchen. Das Dieter Hecking zu den Top zwei Trainern der Geschichte zählt, ist doch grotesk. Woanders wäre er 08/15.
Dazu haben wir in den zehn Jahren (ich betrachte mal nur diese) zig Kurswechsel erlebt.
1. selbsterlegte Sparzwänge
2. keine großen Transfers
3. Konsolidierung
4. keine Talente
5. nur Talente
6.; punktuelle Transfers
7. Leihen
Man kommt ja gar nicht mehr hinterher. Aber teuer war am Ende alles. So hat man jedes Jahr sehr viele Geld ausgegeben. Mal für viele Spieler, mal für wenige. Je nachdem, was der Fan bzw die Medien gefordert haben.
Das ist aber das alte Lied: wenn du nur Respekt bekommst im Fall großer Erfolge, ist das fast aussichtslos zu erfüllen.
@Mahatma:
Was all diesen gescheiterten Leute gefehlt hat, ist das, was auch dem Eigner Volkswagen und seiner Führungsriege fehlt:
Liebe zu ihrer Aufgabe und dem "Verein". Die "Kuh" wird/wurde im eigenen Interesse gemolken. Und wenn es, was manchmal verständlich ist, an Emotionen fehlt, dann könnte Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber eine Hilfe sein, aber das findet man heute sehr selten.
Unter anderem deshalb hat Volkswagen selbst auch die Probleme, die es im Moment hat.
@ Homo Lupus: Da würde ich mal sagen "jein". Vermutlich kam in unserem Verein jemand zu einer mindestens ähnlichen Erkenntnis. Doch die Folgen dessen gefallen mir auch nicht. Denn der Wunsch nach Identifikation führten zu Diego Benaglio im AR und einem irrationalen Schäfer-Fetisch. Auch Schwegler kann man wohl kaum Identifikation mit der Aufgabe absprechen, aber auch sein Skillset lässt zu wünschen übrig. Mit diesen Leuten wird der "FC Bayern der zweiten Liga" schnell zu "Mainz 05 der zweiten Liga".
Wie sieht nun mein Idealbild aus? Ehrlich gesagt: Weniger menschlich/romantisch. Hauptsache intrinsische Motivation, ERFOLGREICH zu sein. Gerne auch aus Ego-Gründen mit dem VfL als Sprungbrett. Mir doch egal. Wer die Aufgabe lebt, sich und dem Club einen erfolgsversprechenden Rahmen setzt und konsequent umsetzt, ist meinerseits Willkommen.
Dies inkludiert auch unemotionale, rationale und SCHNELLE Entscheidungen, sprich Entscheidungskompetenz. Der Wunsch als Vater des Gedanken muss enden.
Keine VfL-Bettwäsche, sondern uneingeschränkte Power für den Erfolg des VfL. Fragt mal auf Schalke nach. Die wissen genau, dass ihr Trainer immer mit einem halben Bein weg ist, wenn ihm dort die Felle davon schwimmen. Juckt da aktuell aber niemanden.
Ich sehe das genau wie Lupinho. Mir wird hier von zu viel Identifikation gesprochen. Die Person muss sich mit seiner Aufgabe identifizieren. Und er muss fähig sein..Hier wurde Elversbergs ehemaliger Manager abgelehnt, da er den VfL womöglich nur als Sprungbrett gesehen hätte und eine Nummer zu klein war. Für Dortmund hat es gereicht und genau dieser Mann wäre nun noch mehr Gold wert..Zwei Aufstiegskäfer aus wenig gebastelt. Schade Marmelade.
Aber hier herrscht weiterhin Schäfer Fetisch und Arnold als große Identifikationsfigur. Dabei wird er nach seiner Karriere garantiert nicht hier bleiben.
Das stimmt nur bedingt. Es gibt einige Zeitungsartikel aus 2014 u. 2015, die die Wettbewerbsverzerrung kritisieren.
Wahrscheinlich sogar mehr als in den Scheißjahren danach.
Ich finde deinen Beitrag bemerkenswert ehrlich und gleichzeitig schmerzhaft treffend. Du beschreibst nicht nur den sportlichen Absturz, sondern etwas viel Tieferes: Der VfL hat sich über Jahre eine Außenwahrnehmung eingehandelt, die er nie selbst gestaltet hat. Das haben andere erledigt. Wenn ein Verein nicht klar sagt, wer er ist, dann erzählen andere die Geschichte – und beim VfL waren das oft Häme, Klischees und Abneigung.
Vielleicht trifft mich das alles auch deshalb so, weil ich den VfL nicht erst seit Bundesliga‑Zeiten begleite. Die ersten Spiele habe ich als 15‑ oder 16‑Jähriger Anfang der 80er in der Oberliga erlebt, damals noch mit dem Gefühl, Teil von etwas Kleinem, Eigenem zu sein. Wir waren manchmal nur "150 zahlende Zuschauer". Als Student habe ich dann die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga supportet – das war pure Identität, pure Leidenschaft, pure Wolfsburg. in den 2000ern hab ich dann meine Kinder infiziert und mit ihnen Meisterschaft und Pokal gefeiert. Und genau deshalb schmerzt es heute, wie sehr dieser Kern verloren gegangen ist.
Was die Sache zusätzlich kompliziert macht: Der VfL ist heute eine GmbH mit Gewinnabführung innerhalb des VW‑Konzerns. Eine Struktur, die im deutschen Fußball einzigartig ist – und die automatisch Fragen nach Identität, Unabhängigkeit und Selbstverständnis aufwirft. Solange nicht klar ist, ob der Klub Herzensprojekt, Standortfaktor oder Vertriebs-Tool ist, bleibt er in einem Zwischenzustand. Ein Verein kann nicht gleichzeitig „normal“ und „Ausnahme“ sein. Diese Unentschlossenheit frisst Glaubwürdigkeit, wie du sagst.
Und genau hier entsteht ein Spannungsfeld, das du im Blog indirekt ansprichst:
Der Verein weiß zwar sehr genau, was er an seiner Fanbase hat. Er weiß, dass diese Fans – trotz Häme, trotz Klischees, trotz Spott – seit Jahrzehnten Haltung zeigen. Aber gleichzeitig hadert der Klub mit dieser Fanbase, weil sie etwas einfordert, das in einer Konzernstruktur unbequem ist: Tradition, Werte, klare Haltung, Authentizität.
Die Fans lehnen Innovation und Internationalität aus meiner Erfahrung nicht ab – im Gegenteil. Wolfsburg war immer ein moderner Standort, offen für Neues, offen für Spieler aus aller Welt. Deshalb lebe ich auch gerne hier! Aber Fans wollen, dass Innovation echt ist und Internationalität sinnvoll, nicht beliebig. Sie wollen keine Marketing‑Internationalität, sondern Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren. Sie wollen keine Innovations‑Buzzwords, sondern echte Weiterentwicklung, nicht nur Karrieresprungbrett sein.
Die entscheidende Frage lautet:
Was ist für eine GmbH authentisch – und was ist für die Fanclubs authentisch?
Genau diese Frage wurde zu lange ignoriert.
Beides muss kein Widerspruch sein – aber aktuell ist es einer.
Und genau darin liegt eine riesige Chance und der Schlüssel.
In der Vorbereitung und in der kommenden Saison kann der VfL dieses Spannungsfeld endlich aufarbeiten und eine deutliche Repositionierung erreichen. Eine, die Fans und Klub nicht trennt, sondern verbindet. Eine, die Tradition und Moderne nicht gegeneinander ausspielt, sondern zusammenführt. Eine, die Wolfsburg wieder zu dem macht, was es einmal war: eigenständig, offen, klar, stolz, unverwechselbar.
Damit läuft am Ende alles auf Identität hinaus. Nicht auf Marketing, nicht auf Image, nicht auf Parolen oder ein Wappen.. Dies Identität entsteht durch gemeinsame Authentizität, durch gemeinsame Innovation, durch soziales Engagement, durch eine gesunde, aber nicht übertriebene Internationalität – und vor allem durch das, was in den 90 Minuten auf dem Platz passiert. Ohne sportliche Glaubwürdigkeit bleibt jede Debatte theoretisch.
Dein Text ist kein Abgesang, sondern ein toller Weckruf. Er sagt: Wir haben uns verloren.
Die Frage ist jetzt: Wollen wir uns wiederfinden – und wie viel sind wir alle bereit dafür zu verändern?
In diesem Sinne: super starke Worte, wichtige Gedanken. Und ja – geschmeidig bleiben. Danke für deinen Beitrag!
Danke fürs Feedback
Das mit Häme kann ich beantworten. Wer im Winter netto praktisch den Kaderwert des SCP investiert (30M vs 40M), um Spieler zu kaufen, die dann nicht spielen, wer überhaupt seit 2017 jede Saison ein teilweise beachtliches Transferminis ausweist – ein Minus, das vermutlich durch die tolle Auslastung eines der großen Stadien D gedeckt ist – also ein Verein ist, der das Geld wettbewerbsverzerrend vorne und hinten reingesteckt bekommt und dann spielt wie ein Haufen verzogener Kids, der ist halt nicht beliebt. Jeder andere Verein wäre spätestens nach 3J einer solchen Politik entweder hart vor Lizenzentzug oder schon in Liga 3. Jedes Heidenheim (und das meine ich voller Anerkennung) verdient und hat mehr Respekt.
Werdet die Ausnahme los oder bleibt wo ihr jetzt seid.
Hast du dich dafür extra angemeldet?
Welches armes Wesen muss man sein, um sich bei einem Absteiger anzumelden und so etwas zu schreiben.
Aber zu deinem Inhalt: Nahezu alle Profivereine außer in Deutschlands erster Liga erwirtschaften ein Minus.
das Problem ist doch auch wieder, dass zweierlei Maß angewendet wird.
Guck dir Hamburg und Kühne, Schalke und Tönnies oder Paderborn mit Finke an.
Paderborn würde so auch nicht mehr existieren, wenn Finke da nicht viel Geld reingepumpt hätte.
Nicht zu vergessen, dass Paderborn auch vom Lizenzentzug der 1860er profitiert hat.
Das Samson Logo der Dortmunder vergessen auch viele.
Im Fußball gibt es viel Heuchelei.
Vor allem vergessen viele vor der eigenen Haustür zu kehren
Hallo Mario,
wir kommen wieder und zwar mit Macht!
Tut mir leid, du wirst uns nicht los!
Was ist denn dein Herzens-"Verein"?
Och weißt du, schön dass du dich mal ausgek… hast.
Neid ist ja durchaus auch immer nachzuvollziehen, aber selbst wenn der VfL weniger ‚hinten rein gestopft‘ bekäme oder mit seinem Budget ständig unter den Top 5 wäre, wär‘s nur die Werkssportgruppe, die hoch gepampert wurde.
Es ist müßig.
Deine tiefgreifende Genugtuung sei dir gegönnt, labe dich daran, wir für unseren Teil versuchen es besser zu machen und wiederzukommen! Schon allein, um Euch zu ärgern.

Bis dahin, gehab‘ dich wohl!
Naja, sowohl Hamburg als auch Schalke haben massiv viel Häme abbekommen nach deren Abstiegen. So fair muss man sein.
Unser VfL gibt Saison für Saison Geld aus wie eine Top 5 Mannschaft. Das das einige unfair empfinden kann ich voll nachvollziehen. Daher sind kleine Seitenhiebe auch erlaubt, aber natürlich nicht in dem Ausmaß, wie es jetzt stattfindet.
Das war aber ne andere Form. Es ging vor allem gegen die Führung oder die Mannschaft.
Aber denen wurde nie das Existensrecht abgesprochen, oder gesagt, Hoffentlich geht in Liga 3 direkt durch, oder am besten auflösen
Ich hoffe das jetzt schnell Zug reinkommt was unsere vakante Trainer und GF Stelle hereinkommt. Die Gespräche müssen ja hoffentlich schon vor dem Rückspiel geführt worden sein, so dass man sich schnell an den Kader setzen kann. Die WM kommt natürlich aus Verkäufer Perspektive zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Ich finde Prio Nummer 1 muss es sein eine stabile Innenverteidigung aufzubauen. Wenn man hinten gut steht, kommt der Erfolg in der Liga eigentlich von alleine. Nach vorne sollte man immer in der Lage sein etwas zu kreieren. Fast noch wichtiger ist, das man alles in die Wagschale schmeißen sollte um Souza zu halten. Das könnte der wichtigste Puzzlestein werden.
—————— Müller ————————-
Fischer/Bürger – Mr X, Mr X, Mr X – Zehnter
—————— Souza ————————-
—-Lubach/Dardai — Rehxbecaj/Arnold —–
————-Reese ——–Shiogai/Zukowski —
——————-Pecjinovic ———————
Es ist natürlich auch wieder viel zu früh für FM08 Spiele aber man hat auf der Arbeit ja eh nichts zu tun. Mit dem Abstieg ist es wahrscheinlich schwer einen Reese zu bekommen, aber wenn man ehrlich ist kann man mit unseren Mitteln jeden Spieler in dieser Liga bekommen. Leider fehlt mir das Wissen über mögliche IVs, aber dafür haben wir ja unseren Kaderplaner :pray: – zu Lubach gab es ja auch schon Gerüchte und Zukowski hat auch eine bomben Saison gespielt bei einem bottom Team. Einen Lidberg / Itten könnte ich mir auch gut für einen Doppelsturm vorstellen.
Ich muss gestehen, dass ich leider wirklich schon wieder so etwas wie Vorfreude entwickele – man ist einfach hoffnungslos verloren, aber das ist doch auch das schöne.
Dazu mal ein Rechenbeispiel, unabhängig, ob der Spieler will.
Reese ein unmoralisches Angebot unterbreiten..Es wird sein erster und letzter großer Vertrag sein. Ablöse dürfte bei knapp 10 Mio liegen.
Futkeu für ebenfalls zehn Mio von Eintracht verpflichten. Ablöse dürfte ähnlich wie die von Ebnoutalib sein.
Evtl eben auch Ebnoutalib leihen.
Dazu versuchen Daghim zu überzeugen und nach verhandeln: 10 Mio.
In der IV kommt wohl Wahl. Dazu braucht man noch einen schnellen spielstarken IV. Sollten 5 Mio sein.
Im Mittelfeld brauchen wir einen Box to Box Spieler. zehn Mio
Dann hätte man
Tor: Müller
Verteidigung: Kumbedi – Wahl – X – Zehnter
Mittelfeld DM: Souza und Rex
Mittelfeld offensiv: Reese, Daghim
Sturm: Pejcinovic, Futkeu
Für den Aufstieg benötigt man gut 70 Tore und 68 Punkte.
Torrechnung:
Futkeu 20 Tore
Pejcinovic 12 Tore
Daghim 8 Tore
Reese 10 Tore
Macht schon 50 Tore. Die anderen muss die Mannschaft auffangen. Die IV machen normalerweise 5 Tore, die AV 5 Tore.
Für mich ist aber klar, dass man die Rolle des FC Bayern in Liga 2 annehmen muss. Dazu gehört auch, einen entsprechenden Kader aufzustellen.
Die Neue Presse titelt heute sinngemäß: Der VfL Wolfsburg klaut mit seinem Geld Hannover einen Aufstiegsplatz. So werden auch Hertha, Lautern usw denken.
liest sich gut, weiß nicht ob das einen Tick zu offensiv ist aber kann klappen. Man muss einfach versuchen die besten Leute zu kriegen und ein Reese ist seit Jahren der beste Zweitliga Spieler und war der Leader bei Hertha. Mit Berlinern sind wir ja idr auch immer gut gefahren. Bei Kumbedi kann ich mir nicht vorstellen dass er bleibt .. ich hoffe nur dass wir am Ende nicht auf der Doppel 6 Arnold Gerhardt sitzen bleiben
Ich denke auch, dass es den Aufstiegsaspiranten der 2. Liga lieber gewesen wäre,
Paderborn wäre nicht aufgestiegen…
Vor allem sollte man sich jetzt einfach hinstellen und diese Favoriten Rolle einnehmen. Ich kann mir in keiner Welt vorstellen wie ich mich als Vorstand da hinstellen könnte und erklären sollte, wie man nicht der Favorit sei. Breite Brust, die Liga nerven durch die besten Transfers und losziehen. Mit den Ausgaben unserer Winterperiode kriegt man schon eine starke Manschaft zusammen alleine.. Dazu noch ein paar kreative Lösungen als Back Up Optionen und fertig.
Ist halt die Frage, wenn man wieder einfach Spieler holt, die dann in erster Linie nur kommen, weil man sie mit Geld zuschüttet, ob man dann nicht Gefahr läuft dasselbe Problem wie davor zu haben. Ich würde zb keinen Spieler halten wollen, der eigentlich unbedingt weg will. Sollte Souza also eher ungerne bleiben und lieber wechseln würde ich ihn abgeben, auch wenn es sportlich dann weh tut. Bei Reese bin ich mir dann auch nicht sicher, ob er dann nur noch einmal einen guten Vertrag abgreifen will und gleichzeitig gemütlich in seinem geliebten Berlin weiterleben kann. Zumal er ja bei Hertha schon nicht schlecht verdient und jetzt halt nicht das sicherere Argument zieht, dass er sich nochmal in der Bundesliga beweisen will.
Natürlich sollte der Wille da sein, sich mit dem Verein zu arrangieren. Identifikation gibt es sowieso nicht, die Spieler brauchen eine gute Arbeitsmoral. Mir ist scheiß egal ob Sie das Wappen küssen oder nicht. Aber die Einstellung ist das was entscheidet, und da denke ich nicht dass die bei einem Reese zB nicht passen würde. Ich denke auch nicht, dass er für die top 6 der Bundesliga attraktiv wäre.. und ob er dann lieber in Mainz, Augsburg oder schlag mich tot spielen will, wage ich auch zu bezweifeln.
Bei Souza denke ich, dass er aus der 2. Englischen Liga kommt und natürlich bestimmt auch gerne höher spielen wolle. Aber seine Saison dürfte jetzt nicht viele Vereine aufmerksam gemacht haben. Aber kann natürlich sein dass ein Midtier PL Club anklopft und ein Angebot macht (oder irgendein PL Aufsteiger die Ihn noch von damals kennen) – Aber ich könnte mir bei Ihm vorstellen, dass ihm die 2. Liga per se nicht abschrecken würde
Wir machen das was mahatma ausgerechnet hat. Scheint ja so einfach zu sein wie beim Bundesliga Manager Pro
Die 40-50Mio die das kostet ist ja auch ein normaler 2. Liga Etat.
Das heißt wenn das in die Grützen geht, dazu die ganzen Gehälter wahrscheinlich weit über LigaMittel… ja dann ist richtig feierabend.
Also absolut utopisch, oder nicht?
Ich frage ernsthaft ob das so realistisch sein soll?
Da schrieb doch tatsächlich ein User, daß die Wolfsburger die Bayern der 2.Liga sein werden.
Was sagte doch einst Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen
Das ist genau diese Arroganz und Überheblichkeit, die uns. dahin gebracht hat, wo wir jetzt sind.
Der VfL wird sich an den unteren Gefilden orientieren müssen.
Natürlich ist der VfL mit diesem Etat der FC Bayern Dr zweiten Liga. Das auch noch weg zu diskutieren. Wir treten mit dem drei – bis vierfachen Etat des zweiten in diesem Ranking an.
Ich weiß, ich wiederhole mich: Aber um es auf den Platz zu bringen, braucht es auch den Max Eberl und Vincent Kompany der zweiten Liga.
Ja: Ich bin an Tag 2 nach Abstieg, gleich 12 Uhr mittags, schon nervös. Offenbar nehmen Diego B. und/oder Rudolph noch die abgenervten Anrufe aus Leipzig entgegen.
Ich habe länger an meinem Beitrag geschrieben. Das ist doch nicht wegzudiskutieren. Auch wenn wir die Rolle intern nicht sehen: Der Rest Deutschlands sieht uns schon in der Rolle. Es ist ein Novum, dass der Absteiger direkt verkündet, dass es keine Entlassungen gibt. Egal bei welchem Verein: Der Gang in die zweite Liga hat auch immer einen Aderlass in der Geschäftsstelle und co nach sich.
Es wird in den Sportmedien schon geschrieben, wie viel Geld wir durch Verkäufe einnehmen, welche Summe VW final noch zahlt. Dazu die TV Gelder: Ein Scheitern am Wiederaufstieg wäre noch blamabler als der Abstieg nun. Wer das nicht glaubt: Führt doch mal eine Umfrage bei Fans anderer Vereine durch, wie die unsere Lage in der zweiten Liga bewerten.
Das war ich und bezogen auf den Etat verstehe ich nicht, was daran verkehrt sein soll. 55 Mio. von VW + Fernsehgelder als Erstligist + Transfereinnahmen…Zeig mir doch den Verein, der das auch aufweisen kann!
Auch ich habe dies gestern hier geschrieben und zwar bezogen auf den Etat in Liga 2. Also auch schuldig im Sinne der Anklage und ganz ehrlich: Was ist verkehrt daran ? Ich könnte auch schreiben das ManCity oder das PSG der deutschen zweiten Liga, REIN VOM ETAT HER!
Also selbst wenn das so klappt und man dieses ganze Geld hat, heißt es ja nicht das es vernünftig eingesetzt wird. Unser TrackRecord was das angeht ist wohl offensichtlich.
Also warum sollte man jetzt Optimistischer sein und denken das es mit dem absoluten Top Etat besser läuft? Es wird einfach noch mehr verbrannt, prozentual.
Ich habe seit Montag Abend hier oft angesetzt, diverse Zeilen verfasst. Gewartet, drüber gelesen und dann doch wieder gelöscht. Zu groß ist die Leere aktuell in mir, um das Gefühl zu haben hier aktiv an irgendeiner Diskussion teilnehmen zu wollen oder meine Meine öffentlich kund zu tun.
Aber zu diesem Thema möchte ich nun doch mal meine Meinung äußern. Zumindest zu Teilaspekten:
1. 50+1 : Ich stelle mir immer die Frage, warum das selber von uns aus intern in Frage gestellt wird. Ich für meinen Teil bin Stolz darauf. Als Wolfsburger war es seitdem ich denken kann mein Ziel bei VW zu arbeiten. Als hier geborener Mensch bin ich stolz auf VW, unsere Stadt, auf den VFL. Ja, auch aktuell sind es bei VW schwere Zeiten, die man hier durchläuft. Dennoch hat sich daran nicht viel geändert.
Selbst wenn wir das aufgeben würden, wer sagt denn dass die Strukturen des VFL Wolfsburg E.V. die Profis führen könnten? Es gibt zig Beispiele, wo das auch nicht läuft.
50+1 ist nicht unser Problem. Das Problem ist eher die Art und Weise wie es umgesetzt wird.
2. Der Ruf nach Mitbestimmung ( insbesondere von JohnnyM ) : Bin ich auch kein Freund von. Viele Köche verderben den Brei. Auch zu viele Meinungen und Stimmen können einen Verein lähmen. Insbesondere beim HSV war das in den vergangenen Jahren das Problem und ein mahnendes Beispiel, dass das auch nicht unbedingt von Erfolg gekrönt ist.
3. Der Wunsch nach Anerkennung: Egal wie wir agieren. Wir werden immer den Spott der Anderen, alteingesessenen Vereine oder vielmehr deren Fans haben. Viele Fans haben nun Elversberg Respekt gezollt. Es gibt aber auch viele Stimmen auf transfermarkt.de, die sich wünschen dass dieser Verein nicht existieren würde. Auch hier werden die gleichen Argumente gebracht: Kleiner Standort, unattraktiv, keine Fans, keine Auswärtsfahrer. Egal wie wir in Zukunft agieren: Wir werden diese Argumente niemals entkräften können. Die Häme wird immer da sein. Man kann sich nur mehr Respekt über Erfolg verschaffen. Aber Fußballdeutschland wird uns niemals mögen. Warum müssen wir immer versuchen nach deren Musik zu tanzen? Wir sind anders und darauf sollten wir stolz sein. Das ist auch Teil unserer Identität.
Was ich aber als wichtig erachte, weil hier seit Jahren ein Riss zu spüren ist: Der gemeine Wolfsburger muss sich wieder mehr mit dem VFL identifizieren. Der VFL muss wieder so attraktiv sein, dass der Gelegenheitsgänger wieder verstärkt ins Stadion geht.
Aus meiner Sicht ist dies ein langer Weg und man muss Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen.
Aus meiner Sicht sind hier die ersten Schritte getätigt wurden: Wir haben unser Zinnenwappen wieder zurück ( und nein, ich habe nie dafür gekämpft, sehe es aber als ein Schritt der Rückbesinnung an ), der Familienblock wandert in Richtung NK. Ticketpreise für Kinder gelten Stadionweit usw.
Auf der anderen Seite müssen wir eine sportliche Führung einsetzen, die auch mal wirklich Lust auf den VFL hat und hier wieder etwas entwickeln will. Paderborn und Elversberg sind da gute Beispiele:
– In Elversberg steht auch ein Geldgeber dahinter, der aber mit einem klaren Konzept den Verein bis in die Bundesliga geführt hat und die Mannschaft einen schönen Fußball gespielt hat. Egal ob da der Sportdirektor, Trainer oder irgendwelche Spieler wechseln.
– Auch in Paderborn stand ein Geldgeber dahinter. Sein Vermächtnis wird aber weitergelebt, er hat den Verein so gut aufgestellt und in die Bahnen gebracht, dass man weiterhin davon zerrt und das Konzept lebt.
Alternativ haben wir ja in den letzten Jahren auch oft RB als Beispiel herangezogen. Die leben das auch vor und weichen nicht von Ihrem Weg ab. Ich mag die nicht, die haben aber für Ihre Art und Weise meinen größten Respekt. Hier muss die Frage erlaubt sein, warum haben wir das nie geschafft? Wir reden hier immer darüber und ziehen die Vergleiche. Aber dennoch hat man es einfach nie geschafft….
Auch stört mich schon wieder die Diskussion um Verantwortliche. Ich habe das schon vor Montag geschrieben: Wir hatten eigentlich andere Probleme als sich über Schäfer, Hecking und co zu unterhalten. Wir haben den Fokus schon auf andere Schwerpunkte gelegt. Auch wir Fans müssen vielleicht mal von unserem hohen Ross runter und demütiger werden. Ich hatte das Gefühl, dass bei einigen Leuten die Relegation schon abgehakt war und man schon wieder diskutiert hat, was kommt danach.
Andererseits haben die letzten Jahre gezeigt, dass Namen bei uns egal sind. Vielmehr braucht man nun endlich auch mal Verantwortliche, die ein schlaues Konzept leben und befolgen und es schaffen, dass die Mannschaft sich mit dem VFL identifiziert. Der Weg, der nun eingeschlagen wird muss für alle klar sein und auch so gelebt werden. PC viel durch seine Aussagen auf. In der Praxis hat er diesen "Wolfsburger Weg" aber selber nie gelebt. Wir brauchen nun Menschen, die "Wolfsburg leben". Da ist es mir egal ob Derjenige Hecking, Schäfer oder Müller heißt. Den Worten müssen Taten folgen.
Insbesondere gestern hatte ich das Gefühl, dass die VFLer sich etwas zurückbesinnen. Wir haben in unserer privaten Whatsapp Gruppe diskutiert. Aber auch auf dem Weg mit meinem Sohn ins VW Bad habe ich diverse Leute mit VFL Shirts und so gesehen und kam kurz ins Gespräch. Tenor war eigentlich überall "sch… egal. Auch in der zweiten Liga stehen wir zum VFL" . Ich selber hatte eine Trainingshorts vom VFL an und wurde auch angesprochen. Gestern habe ich zumindest mehr Shirts gesehen, als ich sonst im Alltag sehe.
Wir haben in den letzten Jahren unsere Identität verloren. Ich sehe in der aktuellen Situation eine große Chance, dass wir diese nun zurück erlangen. Dabei möchte ich aber auch betonen, dass sich ein gewisser monetärer Einsatz und Rückbesinnung zu den Wurzeln nicht automatisch ausschließen. Das muss aber dann halt auch sinnvoll mit Verstand und einem Konzept eingesetzt werden.
Ich denke es ist bewusst, dass wir nicht nur einen Umbruch ( wie wir ihn die Jahre zuvor auch regelmäßig angekündigt haben ), sondern einen richtigen Neuanfang. Um es bildlich zu sagen: Wir haben in den letzten Jahren immer versucht unser baufälliges Haus an einzelnen Stellen zu sanieren. Wir brauchen nun aber einen Abriss und Neuaufbau. Aber bitte lasst uns das Fundament auf dem wir stehen nicht weg sprengen. Lasst es uns frei machen, säubern und ggf. ausbessern und darauf dann unser neues Haus bauen. Dann können wir auch in neuem Glanz erstrahlen und man fühlt sich in diesem Haus wohl.
… und zuletzt nochmals ein paar Worte zu diesem Untergang. Auch ich sage: Das Ding war mit Ansage. Ich habe letzten Sommer, nach der letzten Saison schon einen langen Beitrag auf transfermarkt.de geschrieben. Da war doch schon feststellbar, dass der Trend steil bergab ging. Ohne die vielen Punkte aus der Hinrunde wären wir letzte Saison schon in größere Bedrängnis geraten. Ich schrieb damals schon: PC hat noch eine Patrone, die muss zünden. Sonst fliegt uns das Konstrukt um die Ohren. Ich war aufgrund meiner persönlichen Bewertung von PC aber damals schon skeptisch, ob er die Wende packt. Das Ende habe ich aber in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.
Im Herbst folgte von mir hier im Blog ein längerer Beitrag dazu, dass ich mir echt große Sorgen mache dass man am Ende der Saison absteigen wird.
Resonanz auf beide Beiträge war eher verhalten. Zumindest hier im Blog wurde mir Mut zugesprochen und am Ende würde noch alles gut gehen. Man hat immer angenommen, wir waren too big to fail. Am Ende waren doch nicht unantastbar.
Meine mahnenden Worte gingen aber viel früher los. Schon zu Zeiten eines Kovac ( wie man gegen ein abgestiegenes Berlin am letzten Spieltag Europa zu Hause verspielt hat passt genau dazu ) fing es an, dass der Kader nicht ausgeglichen war, dass die Einstellung nicht gestimmt hat.
Wenn man Kritik geäußert hat, hat man sich aber selber immer viel Kritik gefallen lassen müssen.
Auch wurde in großen Teilen jede Transferphase positiv gesehen. Obwohl man nie die großen Baustellen lösen konnte. Da rede ich nicht nur von entscheidenden Schlüsselpositionen ( Stürmer z.B. ) , sondern auch von Spielercharackteren. Die Mannschaft hat sich jetzt erst unter Hecking ein Stück weit gefangen. Dass man über weite Teile keine Einheit war, lag halt auch daran dass man Spieler nicht nach diesen Punkten eingekauft hat. Man hat die Probleme jeden Sommer sehen können und dennoch kam immer die Hoffnung auf, dass sich jetzt was bessert und die neuen Spieler uns irgendwie immer doch wieder weiterhelfen können.
Ich glaube es ist auf dem Blatt Papier gar nicht viel, was man nun ändern muss. Aber die Umsetzung an sich ist der schwere Part davon. Insbesondere von Christiansen wurde immer der "Wolfsburger Weg" erwähnt. Auf dem Blatt Papier war das ja auch ein interessanter Ansatz. Zumindest nicht verkehrt. Aber solch ein Projekt ist schon zum Scheitern verurteilt, wenn die Führungsebene das nicht vorlebt sondern nur anweist. Es muss von oben her nach unten nicht angeordnet werden, nein es muss vorgelebt werden. Beginnend von AR über die Geschäftsführungsebene. Bis hin zu den Spielern und darunter zu den einfachen Mitarbeitern des VFL. Das heißt aktuell muss sich der AR darüber im Klaren sein, dass das Verhalten an dieser Stelle auch geändert werden muss. Da rede ich bewusst nicht über handelnde Personen, ob hier eine Umbesetzung stattfinden muss oder nicht.
Man muss nicht nur über den Wolfsburger Weg wöchentlich reden. Man muss verdammt nochmal auch entsprechend endlich die Worte in Taten umsetzen. Egal wie der Weg nun seit dem 25.05.2026 für den VFL nun ist.
Dazu gehört dann aber auch dass man knallhart über den Kader und die zukünftige Ausrichtung spricht. Jedem ist klar, dass sich hier tun wird die nächsten Wochen. Man muss aber auch schauen, wie will man zukünftig den Kader aufbauen. Welche Spieler passen zukünftig noch zu der Ausrichtung.
An dieser Stelle nehme ich mal das prominenteste Beispiel: Die Person Maxi Arnold ist ungemein wichtig für uns als Verein. Ich denke da sind sich alle hier einig. Die Frage ist aber: Ist der Spieler Maxi Arnold wichtig für den Verein? Ich glaube hier wurden in der Vergangenheit schnell beide Aspekte vermischt und nicht unabhängig voneinander bewertet. Ich bin aber der Meinung ( ich kann natürlich auch falsch liegen ) dass der Spieler Arnold für unser System nicht passend war und man dadurch auch eine Disbalance im Kader hatte. Addiert man nun alle Spieler, wo es nicht 100% passt oder gepasst hat, kommt man halt auf die Disbalance des Kaders.
Daher darf es nun auch kein Tabu sein, dass man auch solch einen prominenten Spieler diskutiert: Passt ein Maxi Arnold noch zukünftig ins System, kann man ihn entsprechend integrieren oder leidet dann final wieder unsere Spielanlage weil wir uns wieder in ein Korsett quetschen müssen? Ich betone hier nochmals: Es geht mir um die Spielanlage. Als Person sehe ich Arnold wirklich als wichtig an. Aber hier darf kein Name mehr Tabuthema sein!
Ich glaube an eine erfolgreiche Zweitligasaison. Aber das müssen die Verantwortlichen die nächsten Wochen bestätigen und alle Entscheidungen müssen sitzen.
Ich habe gestern bei uns in der Whatsapp Gruppe geschrieben: Ein Scheitern am Wiederaufstieg würde nochmals blamabler angesehen werden als jetzt der Abstieg schon angesehen wurde. Wir werden mit Abstand den größten Zweitligaetat aller Zeiten haben. Ab sofort sind wir der FC Bayern der zweiten Liga und wir werden warscheinlich recht viel Beachtung erhalten. Das muss uns auch klar sein.
Guter Beitrag, das einmal vorweg. Hier im Blog ist auch oft zu sehen, das der eine oder andere es besser weiß und sich nun rühmt, das er es schon immer gewusst hat (leicht bei dem Verlauf der letzten Jahre), jedoch sind diese Kritiker, egal was die Verantwortlichen machen , nie zufrieden. Das ist auch das Gesicht dieses Vereins und seinen Fans. Wir müssen lernen demütig, aber mit Verstand an die Sache zu gehen und zwar von ganz oben bis hin zu uns Fans. Denn das ist ein Gesamtbild was sich damit zeigt. Es ist nicht schlimm, wenn man sich den direkten Aufstieg wünscht, aber wenn es nicht klappt, dann muss man eben Geduld aufbringen. Wir sollten auch als Fans eine Einheit bilden, auch wenn wir nicht einer Meinung sind. Leider wird sich hier oft gegenseitig zerfleischt. Einer findet Hecking ist der richtige, der nächste redet von Rangnick und ein andere wünscht sich Schäfer oder sonst wen. Wieso darf man nicht seine Ansichten vertreten, ohne das man persönlich beleidigt wird? Ich sehe z.B. Schwegler auch kritisch, aber wenn ich ehrlich bin liegt das wohl an seinem Auftreten, das ist mir zu "weich" . Aber jetzt ist Schwegler nun mal da und hat jetzt die Möglichkeit zu zeigen, was in ihm steckt. Ob ich das jetzt gut finde oder nicht ändert sehr wahrscheinlich nichts an dem Fakt das es keinen anderen geben wird. Ich könnte z.B. eher mit Hecking leben, als einen Jungspund mit 1er guten 3tLiga Saison zu verpflichten. Aber ich bin ja nicht der Entscheider. Bei all unseren Wünschen, müssen wir auch immer bedenken, das nicht jeder den wir wollen, auch zu uns will, also ich halte den Job von Schwegler und dem neuen GF Sport für extrem anspruchsvoll und kann nur hoffen, das sie ein gutes Händchen haben und wir nicht schon bald wieder ein paar vor die Tür setzen müssen……
Sehr starke Worte:
Zum Thema 50+1, Hoffenheim ist da ja wieder raus. Trotzdem werden sie jetzt nicht anders gesehen als vorher.
Oder Akzeptanz anderer Vereine, auch da könnten wir ab sofort jedes Wochenende die Hütte voll haben und jedes Auswärtsspiel von 1000 Fans begleitet werden. Da würde es heißen bei anderen sind es aber 4000.
Das sollte uns wirklich egal sein und ist auch unser kleinstes Problem. Ich finde dieses übertriebene Gehabe der Ultragruppierungen und ihrer "Werte" die dann das ganze Stadion zu befolgen hat ziemlich irre. Das soll aber keine generelle Kritik an den Ultras sein. Da läuft ja auch viel gutes.
Das ist verschwendete Mühe zu hoffen das Dinge bei uns negativ bewertet werden. Wie Leny es geschrieben hat, alles was mit Fußball in den sozialen Netzwerken zu tun hat wird bei uns immer nur das negativew sehen und das positive übersehen.
Was glaubt ihr wie es bei anderen Vereinen abgefeiert worden wäre wenn die Fans dafür gesorgt hätten das ihr Traditionelles Vereinswappen zurückgekommen wäre. Oder das Thema Choreo zum Vereinsjubiläum, lass das ander Vereine machen das wäre sofort in aller Munde. Bei uns eben nicht.
Was die Kaderausrichtung angeht bin ich auch bei dir, wir brauchen einfach ein System und die Leute die das auch spielen können. Wenn zum Beispiel ein Arnold dafür geeignet ist und er weiter hier spielen will sehr gut. Wenn nicht darf man aber auch nicht sagen er ist halt unsere Identifikationsfigur, wir brauchen ihn unbedingt. Nein dann nicht.
Aber eins sollte uns klar sein, Arnold ist kein Führungsspieler, war er nie und wird er nie. Ist auch nicht schlimm, aber es muss klar sein das man diese führungsspieler braucht und eben nicht sagen kann der Maxi macht das schon.
"Schon zu Zeiten eines Kovac ( wie man gegen ein abgestiegenes Berlin am letzten Spieltag Europa zu Hause verspielt hat passt genau dazu ) fing es an, dass der Kader nicht ausgeglichen war, dass die Einstellung nicht gestimmt hat."
100%
Sehr guter Beitrag, danke!
Danke für den Beitrag.
Das ist ja eine plumpe Argumentation, eine Platzierung am Etat festzumachen. Wenn es danach ginge, hätte der VfL auch nie nich absteigen dürfen.
Hätte er auch nie. Der VfL hat dieses Kunststück eindrucksvoll erreicht..Rate mal, warum Bayern, Paris oder Real bzw Barca ewig die Meisterschaften gewinnen und Heidenheim und Pauli abgestiegen sind.
Die heutige Diskussion um die Rolle der VfL GmbH wirft mich immer wieder um mehr als 35 Jahre zurück.
Damals gab es hochinteressante Gespräche zwischen einem führenden Unternehmen im Sportsponsoring und dem visionären Leiter der Öffentlichkeitdarbeit bei VW, Herrn A.K…..
Gegenstand des Konzepts war eine an Standorten ausgerichtete internationale "Sponsoringstrategie", die mit finanzieller Unterstützung wie auch Knowhow die Leistungsorientierung sowie die gesellschaftliche Verantwortung eines Weltkonzerns und die Verbundenheit aller Standorte dokumentieren sollte…
Damals wie heute war für fortschrittliches Denken abseits vom krisengesteuerten Tagesgeschäft bei VW kein Raum. Es verlief im Sand weil man sich auf irrelevanten Gebieten erneut nicht an einen alten Leitsatz strategischen Managements hielt :
"Do never let the urgent get i to the place of the important"
Womit der Bogen zur Jetztzeit der VfL-VW Beziehung geschlagen ist.
PS: Wer romantisierend vom Aus der GmbH und der Reintegration in einen e.V. träumt, der sollte sich zur Versachlichung der Diskussion mit den komplizierten gesetzlichen Voraussetzungen beschäftigen.
Erste Personalentscheidungen | VfL Wolfsburg https://share.google/yAvpIivvJWry0Y1Rj
Ciao und auf Nimmerwiedersehen!
Daghim könnte sich als Fehler herausstellen… Vielleicht will man auch nur die Summe drücken…
Ich glaube kaum das Daghim 2. Liga spielen will.
Daher ja – Fehler ggf. die KO nicht zu ziehen. Ich kann mir vorstellen, dass viele das eigentlich nicht wollen.
Wie dem auch sei… Wenn es nach wollen geht, dann haben wir am Ende keinen mehr hier… Wir sollten aber auch Spieler abgeben die wollen und wir aber eigentlich nicht benötigen.
Lebe geht weiter
Sollen wir als Zweitligist 13 Millionen Euro (angebliche Kaufoption) für eine Wette ausgeben? Ich sehe bei Daghim durchaus großes Potential, wenn er seine Chancenverwertung in den Griff kriegen sollte – wenn. Insgesamt rechtfertigen seine bisherigen Leistungen aber aus meiner Sicht keine 13 Mio. € Ablöse. Als Erstligist, der zu viel Geld hat – meinetwegen. In unserer Situation – bitte nicht.
Du zahlst leider heute für schnelle, körperliche Spieler alleine schon locker 5-7 Mio aufwärts.
Natürlich ist es eine Wette für die Zukunft aber wen bekommst du für diese Summe und dann auch für Liga 2?
Ich sehe da kaum jemanden, einen Reese wirst du nicht bekommen.
Der Spielertyp Daghim (Konter, viel Raum vor sich) wird nächste Saison nicht primär benötigt. Shiogai und Pejcinovic würde ich hingegen gerne halten.
Ist ja nicht falsch, jonny. Aber 13 Mio. € für Daghim fände ich in der aktuellen Situation einfach komplett daneben. Zumal ich von dem Wert auch nicht überzeugt bin. Physis und Schnelligkeit hin oder her, für den Preis darf der Impact in der 2. Liga nicht unklar sein. Zumal ich bei Lupinho bin, dass wir in der kommenden Saison wohl eh viel gegen tiefstehende Gegner spielen müssen.
Wenn ich aktuell wählen dürfte, würde ich vermutlich Spieler wie Vavro, Vini Souza und Pejcinovic halten wollen. Diese würde ich in der 2. Liga für Unterschiedsspieler halten. Es wird nächstes Jahr nicht um schönen Fußball gehen.
@Johnny sollten wir nicht Spieler holen die wollen? Was bringt es eine KO zu ziehen, wenn der Spieler nicht will? Wir steigen nur auf, wenn wir ein Team haben!
Für Vavro aber gegen Daghim auf Grund der tiefstehenden Gegner zu argumentieren passt aber aich nicht zusammen. Stehen wir hoch benötigt es eben auch hochstehende IVs, die das Spiel bestenfalls auch noch lenken können. Das sehe ich bei Vavro jetzt nicht.
Bin davon abgesehen aber auch kein Fan von Daghim.
@kasprl
Vavro ist sicher kein moderner IV und für hochstehende Mannschaften eher nicht geeignet. Insofern hast du natürlich recht. Qualitativ halte ich ihn dennoch für eine sehr gute Lösung für die 2. Liga. Und das finanzielle Risiko ist ein komplett anderes als bei Daghim. Ob man Vavro halten kann und will (Thema Gehalt) ist natürlich eine andere Frage.
Fakt ist, die KO scheint man bewusst verstreichen zu lassen. Da man diese Summe nicht gewillt ist zu zahlen. Bis hierhin korrekt, hätte ich auch beim Verbleib in der ersten Liga nicht getan.
Es wird aber auch viel Geld eingenommen werden durch Spielerverkäufe, daher erübrigen sich ggf. Rechenbeispiele. Vieles wird auch auf die Vertragslänge ankommen, über diese dann die Summe abgeschrieben wird. 4 Jahre 13 Millionen oder 5 Jahre 13 Millionen…
Wir wissen doch Stand jetzt nur, dass die Spieler zurück gehen. Ob sich die Spieler vorstellen können zu bleiben und ob man den Spieler sonst haben wollen würde, darüber gibt es doch keine gesicherte Informationen.
Klar wird jeder Spieler möglichst hoch spielen wollen. Ob Daghim aufgrund seiner Schnelligkeit und Körperlichkeit unfähig ist gegen tiefstehende Gegner zu spielen? Ich habe jetzt keine gravierenden technischen Fehler bei ihm gesehen, keine Dinger wo ich sagen würde, den kannst du nur für Konter nutzen, aber gut – sieht jeder anders…
Was ich gesehen habe ist, er nutzt nur den einen Fuß für den Abschluss… Was ich traurig in der heutigen Zeit finde. Man muss nicht beidfüßig sein aber man limitiert sich selber, wenn man nicht mal versucht mit dem schwachen Fuß abzuschließen.
Ich gehe aber mit, wenn man bestimmte Dinge entscheiden müsste, entweder Schiogai oder… Entweder Dzenan oder… Dann sollte man zunächst auf andere Spieler ggf. ein Fokus setzen.
Über spezifische Eigenschaften von Spielern zu diskutieren ist sinnvoller auf der Basis von Fakten.
https://www.sportschau.de/live-und-ergebnisse/fussball/deutschland-bundesliga/statistik-laufleistung-topspeed
Es hieß mal Daghim würde sich nicht sonderlich wohlfühlen, was wohl kein Wunder ist.
Er hat sich aber immer reingehauen wenn er gespielt hat. Von daher alles Gute für den weiteren Weg aber das ist dann eben so, ich hätte die KO auch nicht gezogen in der Höhe.
Das sind keine wirklichen Entscheidungen, die Verträge liefen einfach aus.
Und die Leihspieler wechseln erstmal zurück zu ihrem Stammclub.
Zumal aktuell sowieso keiner da ist solche Entscheidungen zu treffen. Schwegler wird da garnichts machen solange nicht mindestens GF oder sogar GF + Trainer feststehen
13mio für Daghim hätte ich in aktueller Situation auch nicht bezahlt…
Ab der kommenden Saison gibt es kein Becks mehr im Stadion!
Stattdessen schwenken wir auf Budweiser um, und es ist leider nicht das Tschechische
Wieso muss man als deutscher Verein auf ein Ami-Bier setzen???
Ich glaube das liegt am Vertrag. Becks, San Migual und Bud ist die selbe Brauerei. Wahrscheinlich kommt man aus dem Vertrag nicht einfach so raus. Würde danach auf was regionales gehen!
Weil sie wahrscheinlich besser zahlen
Do you know why drinking Budweiser is like screwing in a boat?
…….
It's fu…ng close to water!
In Becks ist irgendwas drin, da reagiert mein Kumpel allergisch drauf und kriegt rote, tränende Augen. Ist stark ausgeprägt bei Becks und nur bei wenigen Biersorten. Alles Andere kann er ohne Probleme trinken. Wir haben daher sowieso schon immer das San Miguel getrunken.
Das ist grausam…
Mann, was vermisse ich die 80er, da war eine Bratwurst noch eine Bratwurst und ein Bier noch ein Bier, selbst wenn es Wolters war! Gruß nifi
Man will Ortega als Torwart holen, es sei aber kompliziert:
https://www.kicker.de/wolfsburg-will-ortega-moreno-aber-es-gibt-ein-grosses-problem-1223169/artikel
Dafür scheint der Insta-Post von Pejcinovic Hoffnung zu machen, Zitat: "Der Abstieg tut weh (…) Jetzt heißt es zusammenhalten, arbeiten und kämpfen, damit wir zurückkommen." (Habe leider kein Insta, deshalb ohne Link.)
Wie gesagt. Die Spieler die bleiben wollen, sollten dies sogleich kommunizieren. Das würde bei uns Fans eine etwaige Euphorie auslösen. Ich denke da an Spieler wie Pejcinovic, Shiogai, Kumbedi, Vavro, Zehnter, Souza, Eriksen, Arnold oder Bürger und Hensel. Eriksen wäre ein Traum, sollte dieser ein Drang zur Wiedergutmachung verspüren. Das glaube ich allerdings leider nicht und man kanns ihm nicht verübeln. Einer der wenigen, die diese Saison das Kommando übernommen haben und Leistung gezeigt haben.
Mir macht das eher wenig Hoffnung. Denn man könnte so auf den Gedanken kommen, dass Pejcinovic unser Toostürmer sein soll..Einem Wiederaufstieg würde ich dann 10% geben. Normalerweise brauchst du einen richtigen Goalgetter vorne drin.
Pejcinovic zu halten wäre trotzdem die richtige Entscheidung, sofern er denn auch bleiben möchte. Ich traue Pejcinovic in der zweiten Liga locker 10 Tore + x zu.
Wie dann der Sturm insgesamt aussehen wird, das wird man sehen…natürlich muss noch viel mehr passieren.
Pejcinovic hat zwar seine Defizite aber hat dennoch damals in Düsseldorf 5 Tore gemacht und in seiner Premierenbundesligasaison trotz der sportlichen Situation immerhin 8. Traue ihm durchaus zu auch seine 15-20 in der 2. Liga zu machen.
Wir brauchen auf jeden Fall mehrere Spieler die zweistellig scoren können. So will ich das mal pauschal formulieren. Ich bin da eigentlich kein Freund von, aber im Kern wird es so oder so ähnlich kommen. Sich nur auf einen Spieler zu verlassen kann sehr gefährlich sein. Und gerade offensiv braucht man mehrere Eisen im Feuer, auch um nachzulegen!
Ich verstehe dein Problem mit Pejcinovic irgendwie nicht so richtig, Mahatma.
Er hat bei Düsseldorf in gut 700 Minuten (mehrere Verletzungen) 5 Tore erzielt, bei uns diese Saison mit Relegation 9 Tore in 1636 Minuten. Auf die volle Spielzeit gerechnet (ich weiß, dass man das so schwer hochrechnen kann) wären das bei Düsseldorf ca. 21 Tore und bei uns dieses Jahr fast 18 Tore. Bei einem Spieler, der in der Düsseldorf-Saison größtenteils 19 Jahre alt war und diese Saison größtenteils 20. Für mich sind das außergewöhnliche Werte.
Mal davon abgesehen, dass man ja eh noch Verstärkung im Sturm holen wird. Aber Pejcinovic abzugeben wäre aus meiner Sicht ein unglaublicher Fehler.
Mein Problem mit Pejcinovic ist, dass er zu oft nicht sichtbar ist und auch nicht in Erscheinung tritt. Er ist mir zu lethargisch.
@LesLoups ich glaube du verstehst nicht ganz den Punkt den er machen will, welchen ich auch teile.
Um aufzusteigen, gibt es für mich zwei mögliche Besetzungen vorne drin, entweder jemand der von seiner Klasse deutlich über der zweiten Liga anzusiedeln ist und diese halt aufgrund seiner individuellen Qualität zerschießt, oder aber jemand Marke Leuchtturm der immer noch ordentlich Scorer liefert, aber halt unanagenehm voran geht, jemand an dem sich der Gegner sowie Fans abarbeiten (Typ Selke bei Hamburg).
Beide Rollen traue auch ich Pejcinovic nicht wirklich zu, dass muss per se nichts schlechtes sein, als zweiter Stürmer im Kader oder in einem zweier Sturm neben jemanden "Marke Leuchtturm" kann er ja trotzdem seine 10-15 Tore machen, die Qualität dafür bringt er mit.
Ich bin da zwiegespalten. Weil ich gerne auf junge Spieler setzen wollen würde und daran glaube, dass diese sich hier durchsetzen und noch mehr Qualität erreichen. Aber das ist auch ein Punkt aus der letzten Saison: Wir hatten viele Spieler mit Potential, was auch immer mal wieder aufgeblitzt ist, aber das zu wenig abgerufen/gezeigt haben.
Hätte Daghim zB mehr Torgefahr ausgestrahlt, dann wären wir sicherlich noch in Liga 1. Nicht falsch verstehen, die Ansätze waren ja da und es wird ja auch diskutiert, ob es nicht ein Fehler ist ihn ziehen zu lassen.
Das sehe ich auch bei Pejcinovic auch. Die Wette kann aufgehen und er kann regelmäßig knipsen.
Im Sturm würde ich mich aber ungern darauf verlassen, dass eine Wette auf geht. In der Vergangenheit hat sich eines gezeigt: Wenn ein großer Verein abgestiegen ist und er sich im Sturm mit einem erfahrenen Stürmer verstärkt hat ( oder in den eigenen Reihen hatte ) , war die Chance relativ groß dass man wieder aufgestiegen ist.
Mir fällt da der Name Terodde ein. Aber auch Werder ist direkt wieder hoch gegangen, weil ein Ducksch 22 Treffer genetzt hat.
Daher würde ich nun vorne auch auf einen erfahrenen Mann setzen, der vorne mit großer Wahrscheinlichkeit 20 Buden machen kann oder zumindest an der Grenze kratzt.
Wir haben uns in den letzten Jahren zu sehr auf die Fähigkeiten in den eigenen Reihen oder dazugekommene Talente gestützt. Wir brauchen da nen richtigen Knipser! Pejcinovic ist gut und gerne Stürmer Nummer 2 oder man spielt bei Bedarf dann mit 2 Spitzen. Vielleicht nutzt er ja auch seine Chance im Konkurrenzkampf.
Aber wie gesagt, dass wäre eine Position für mich, wo man sich zwingend verstärken muss. Weder Pejcnovic noch Shiogai haben dafür genug gezeigt, dass man ausnahmslos auf diese bauen sollte.
Phoenix hat es noch einmal ausführlicher dargestellt, übrigens zum zweiten Mal. Ich sehe das auch so. Pejcinovic ist ein mitspielender Stürmer, der wenn es läuft auch Tore erzielt. Aber er ist keiner, der das Spiel mit einer Solo Aktion entscheidet oder eben irgendetwas macht, dass Action in Spiel kommt.
Wenn wir mit Pejcinovic tatsächlich als Stürmer Nummer 1 planen, geht es wieder nur um den Klassenerhalt. Das ist dann der sechste gleiche Fehler in drei Jahren inkl Winterpause. Irgendwann muss man es doch mal in Wolfsburg begreifen, dass man vorne sich anders aufstellen muss. Damit meine ich derzeit die Fans. Von den Verantwortlichen kann ich es noch nicht sagen. Hecking hatte sich eher in Richtung Phoenix / meiner Meinung geäußert .
Ich verstehe eure Punkte ShadowPhoenix und Mahatma. Ich sehe auch durchaus noch Bedarf im Sturm von einem Stürmer, der nachweislich ein Top-Stürmer in der 2. Liga ist. Und ich gehe auch mit, dass es noch viele Spiele gibt, in denen Pejcinovic untertaucht.
Dennoch kommt er mir bei euch zu schlecht weg. Seine Werte sind für sein Alter schon sehr stark und zudem scheint er charakterlich ein sehr guter Typ zu sein, der intelligent und klar im Kopf ist. Ich traue ihm ohne weiteres 15-20 Tore in der 2. Liga zu.
Ich würde aber neben Pejcinovic auch noch auf einen erfahrenen Stürmer mit Qualität setzen, so wie ihr es ja auch geschrieben habt.
Warum sollte man nicht Pejcinovic und beispielsweise Lidberg nebeneinander stellen können? Dahinter dann ein 10er oder Shiogai (der hat für mich auch Attribute, die ich bei einem 10er sehen möchte).
Gegen Pejcinovic als Stürmer Nummer zwei bzw neben einem anderen habe ich doch gar nichts. Siehe heute Vormittag.
Ich würde auch Lidberg oder Fürths Stürmer holen.
Nochmal: Gesucht sind 70 Tore. werden es 68 Tore, auch nicht schlimm. aber es darf nicht deutlich Richtung 60 oder gar drunter gehen..Und es darf auch nicht darüber gehen, dass XY ja Potenzial hat und Chancen geben und überhaupt….
Futkeu (wenn der gemeint ist) wäre top. Ich bezweifle nur, dass man den in die 2. Liga bekommen wird. Lidberg sollte auch passen.
Mit deinem ersten Satz hast du natürlich auch Recht. Wollte ich dir auch nicht in den Mund legen, war aber missverständlich von mir geschrieben.
@Mahatma, 1518 Uhr, ich kann dein Argument nachvollziehen mit der Unsichtbarkeit, wir hatten aber m.E. in dieser Saison bis zu Hecking (eigentlich seit Kovac' zweiter Saison) leider Trainer, die das Nach-hinten-Arbeiten zum Fetisch erhoben haben und ein zu statisches Mittelfeld, so dass unsere Stürmer eigentlich ständig in der Luft hingen oder sich die Bälle selbst holen mussten, was dann auch einen Pejcinovic zwangsläufig wenig effektiv bzw. sichtbar erscheinen lässt.
Ich glaube nach wie vor, dass Vieles eine finanzielle Frage ist. Und Futkeu hat erst eine Zweitligasaison hinter sich. Der hat in Fürth gewiss unter 250.000€ verdient. Da wäre ein Angebot jenseits der 500.000€ schon eine Verdopplung.
Ferner würde er zum absoluten Topfavoriten in Liga zwei wechseln, bei dem er Nummer eins vorne wäre. Mehr Perspektive geht fast nicht. Denn in Liga eins dürfte nur Paderborn oder So Interesse haben.
Unser Problem in der Saison war, dass uns in der Offensive ein Wandspieler gefehlt hat. Jonas Wind wäre so ein Kandidat gewesen, aber er war nie gesund und fit.
Du brauchst diesen Wandspieler nicht 90 Minuten – und nicht in jedem Spiel. Aber in gewissen Spielphasen, wenn du dich einfach nicht durchkombinieren kannst oder dein Angriffspressing nicht greift, ist "Steil-Klatsch" immer ein Mittel.
Ich bin großer Fan von Dzenan, aber er ist definitiv kein Wandspieler.
Weiß nicht, ob Tabakovic mit uns in die zweite Liga gehen würde. Aber er könnte uns helfen.
Ich glaube, die meisten User würden Futkeu gut finden. Würde doch auch von der Variabilität her passen, da er sowie Shiogai und Pejcinovic unterschiedliche Typen sind. Hier ist denke ich keine große Uneinigkeit vorhanden. Im Gegenteil.
Futkeu ist meines Wissens aber von Frankfurt ausgeliehen und kehrt nun dorthin zurück. Vielleicht haben die auch Pläne mit ihm. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass auch Vereine oberhalb von Paderborn Interesse haben könnten. Wenn man ihn bekommen könnte, sollte man das natürlich unbedingt probieren.
Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Pejcinovic wird uns nicht in die erste Liga zurückschießen. Die Gründe dafür haben meine Vorredner bereits genannt. Ich würde versuchen Haris Tabakovic zu holen. Gladbach kann ihn aktuell (noch) nicht fest verpflichten. Wenn man hier schnell Nägel mit Köpfen macht, kann man ihn bekommen. Finanziell dürfte das gar kein Problem darstellen. Vor einigen Wochen war zu lesen, dass er sich auch vorstellen könne, in der 2. Bundesliga zu spielen. Für mich ist er genau der Typ Stürmer, der diese 20 Buden in der 2. Liga schießt und auch aus dem Nichts treffen kann.
Tabakovic wäre natürlich auch ein No-Brainer. Mir fehlt nur die Vorstellungskraft, dass ein Spieler, der in der Bundesliga 13 Tore in 2300 Minuten geschossen hat, in die 2. Bundesliga geht bzw. keine attraktiveren Optionen als die 2. Liga hat. Wenn er das machen will, hole ich ihn gerne persönlich ab.
Mag sein, dass es nicht einfach würde, ihn von der 2. Liga zu überzeugen. ABER: Wenn man das Ziel formuliert, sofort wieder aufzusteigen, muss man neben überdurchschnittlichen Zweitligaspielern eben auch bundesligaerprobte Spieler (oder gleichwertiges Niveau) einkaufen. Man kann ja nicht jetzt bei jedem Kandidaten sagen: Den bekommen wir sowieso nicht mehr. Den ein oder anderen „Topspieler“ wird man schon überzeugen müssen.
ich hau jetzt mal in die Kerbe, in die ich seit Jahren haue… uns fehlt nicht nur der Stürmer, sondern vor allem Spieler, die diese in Szene setzen! Kreativität und Schnelligkeit aus dem Mittelfeld. Ein Spielgestalter.
Wir haben nur 392 Torschüsse abgegeben. Nur Heidenheim, Gladbach und Pauli sind schlechter. Im Verhältnis zu den Toren ist jeder achte Torschuss drin gewesen.
Als Vergleich: Bremen hat nur 37 Tore gemacht aus 447 torschüssen. Jeder 12. Schuss ein Tor.
Ich bleib dabei: Wir haben vorne keine ganz Blinden, sondern im Mittelfeld einfach wenig Spieler, die die vorne in Szene setzen können.
Es kommt bei uns nichts aus dem MF. Das ist schwach. Bei 45 Toren gehen 16 auf das Konto von Amoura und Dzenan
Gefühlt juckt es doch schon wieder etwas in der Fußballseele und man macht sich Gedanken darüber, wie der VfL in Zukunft aussehen soll.
Vorweg noch für mich wichtig: Wir sollten meiner Meinung nach nicht einmal ansatzweise darüber nachdenken, Volkswagen abzustoßen – oder umgekehrt. 50+1 ist in meinen Augen ein scheinheiliges Konstrukt, das bereits stark ausgehöhlt wurde (nicht nur von Bayer, Wolfsburg, Hoffenheim und RB). Das wird auf Dauer nicht zu halten sein.
Das Einzige, was Akzeptanz schafft, ist erfolgreicher Fußball. Als wir dazu in der Lage waren, hielten sich Kritik und Häme deutlich in Grenzen. Wir lassen uns davon viel zu oft verunsichern. Man muss sein Ding machen.
So, jetzt zum zukünftigen VfL:
Ich habe mir da gestern ein paar Gedanken gemacht (u. a. mit meinen FM-Kenntnissen ). So würde ich es angehen. Das ist kein Empfehlungsschreiben à la „Macht das jetzt, sonst wird das nichts“, sondern einfach meine Ideen.
Was braucht der VfL jetzt?
Ich denke, wir brauchen eine Art Rangnick – jemanden, der Verantwortung übernimmt, Strukturen schafft. Da ein Rangnick leider nicht zur Verfügung steht, braucht es Alternativen.
Sport-Geschäftsführer
Da wurden bisher ja eigentlich drei Namen immer wieder gehandelt:
Marcel Schäfer
Kann grundsätzlich der Richtige sein. Hat im RB-Kosmos dazugelernt und versteht das Geschäft mittlerweile ganz gut.
Fabian Wohlgemuth
Wäre wohl die beste Lösung von den dreien. Hat sich durch gute Arbeit bei seinen Vereinen ausgezeichnet, kennt den VfL bereits und kann auch einen Neustart in Liga 2 begleiten.
Dieter Hecking
Dem traue ich das ebenfalls zu. Aber die Frage ist: Kann er uns wirklich so verändern, dass eine Struktur entsteht, auf der man langfristig aufbauen kann? Ich würde ihn lieber in einer anderen Rolle beim VfL sehen (Aufsichtsrat oder neben Schwegler als eine Art Berater).
Meiner Meinung nach sind Schäfer und Wohlgemuth unrealistisch. Beide spielen international und werden kaum ihre Vereine verlassen. Hecking wirkt eher wie eine Lösung, die uns mit in diese Misere geführt hat. Nichts gegen ihn – aber letzte Saison lief es bei Transfers oft so: Hochkaräter A angefragt, dann bei gutem Kaliber B gelandet und am Ende wurde es Lösung Z. Wir brauchen mehr Aufbruch.
Ich habe mich daher auch mit ein paar Kandidaten beschäftigt, die ich zumindest interessant finde:
Alexander Rosen
Nicht unbedingt mein Favorit, hat aber durchaus Rangnick-Anleihen. Könnte Strukturen und Netzwerke beim VfL aufbauen.
Benjamin Weber
War früher Daten- und Videoanalyst bei Tuchel, bevor er Geschäftsführer in Paderborn wurde. 2025 ging er nach Augsburg. Weber wäre sicherlich eine Risiko-Lösung – aber wer ist das nicht?
Er ist Fachmann für Datenanalysen und hat dadurch enormes Wissen über Spielerprofile. Er könnte das strukturieren, was beim VfL aktuell kaum vorhanden ist: ein funktionierendes Scouting. Weber steht für modernen Fußball. Ich traue ihm absolut zu, Strukturen und Prozesse aufzubauen – vielleicht nicht so autoritär wie Rangnick, sondern teamorientierter. Für mich ist er der „moderne Rangnick“. Kein Lautsprecher, sondern jemand, der klar und intelligent arbeitet. Mein Favorit.
Trainer
Ist Weber erst einmal da, geht es zum Trainer. Auch hier gibt es bereits genannte Namen:
Alexander Blessin
Könnte eine gute Lösung sein. Hat Erfahrung und kann Teams formen. Gerade im Zusammenspiel mit Weber und Schwegler interessant.
Dieter Hecking
Auch hier eine Option für einen Neuaufbau. Kennt den VfL, starke Menschenführung. Passt für mich aber nicht unbedingt zu einem modernen Ansatz.
Christian Titz
Steht für mich nicht zwingend für einen „Neustart“, ist aber ein guter und erfolgreicher Trainer.
Lukas Kwasniok
Schwer einzuschätzen. Emotionale Typen funktionieren in Wolfsburg oft nicht. Das muss zu Stadt, Verein und Umfeld passen – sehe ich hier eher kritisch.
Tobias Strobl
Spannend. Mutige Lösung, könnte sich auszahlen. Wäre in meiner Top 3.
Danny Röhl
Mein Favorit. Ein Gespann aus Weber, Schwegler und Röhl wäre zukunftsfähig und ein echter Neustart. Röhl ist ein moderner Trainertyp à la Hürzeler. Hat international gearbeitet und wartet noch auf den großen Durchbruch. Sucht Herausforderungen – und die hätten wir definitiv. Allerdings dürften auch größere Vereine an ihm interessiert sein.
Es gibt natürlich noch viele weitere Namen:
Reis, Baumgart, Matarazzo, Roger Schmidt, Tedesco, Hjulmand, Toppmöller, Jaissle, Horst Steffen.
Blessin dürfte die realistischste Option sein, Strobl und Röhl sehe ich ebenfalls im Rennen.
Wunsch-Konstellation
Weber + Schwegler/Kaderplaner + Röhl
Kader
Mögliche (und teils gewünschte) Verbleibe:
M. Müller (???)
Zielinski
Pervan
Adjetey (könnte in Liga 2 aufblühen)
Zehnter (kennt die Liga, guter Schienenspieler)
Vavro (würde ich behalten)
Kumbedi (schwer zu halten – aber unbedingt versuchen)
Fischer (solider Zweitligaspieler)
Bürger (Perspektive als RV)
Cleiton (??? – viele Fragezeichen)
Rogerio (dürfte schwer vermittelbar sein)
Souza (unbedingt halten – Mentalitätsspieler)
Arnold (kann Gold wert sein, aber Hierarchie-Fragezeichen)
Dardai (schwer zu halten – unbedingt versuchen)
Hensel (Perspektivspieler)
Eriksen (Verbleib möglich, Fragezeichen mit Arnold)
Rexhbecaj
Wimmer (falls haltbar)
Pejcinovic (unbedingt halten – Identifikation!)
Shiogai (großes Entwicklungspotenzial)
Leihrückkehrer:
Kaminski (geht nach Köln)
Vranckx (offen)
Skov Olsen (wohl Abgang)
Cozza (hoffentlich fest weg)
Franjic (dito)
Angely (offen)
Grzywacz (offen)
Alle anderen habe ich bewusst nicht eingeplant.
Wenn ein Teil der Spieler bleibt, steht zumindest ein Grundgerüst – wenn auch ein wackliges. Entscheidend wird sein, Spieler zu holen, die die Mentalität für Liga 2 mitbringen.
Torwart
Tjark Ernst (Hertha BSC), alternativ Nahuel Noll (TSG Hoffenheim)
Marius Müller
Pavao Pervan
Jakub Zielinski – für die Rolle als Nr. 1 wohl noch zu früh, sollte verliehen werden
Verteidigung
Aaron Zehnter (VL)
Lukas Ullrich (VL) bzw. Luca Netz (beide Borussia Mönchengladbach), alternativ Keita Kosugi (Eintracht Frankfurt, auch eine Leihe denkbar)
Denis Vavro (IV), alternativ Hauke Wahl (St. Pauli)
Jonas Adjetey (IV)
Tim Oermann (IV) (Leverkusen)
Linus Gechter (IV) (Hertha BSC), alternativ Kota Takai (Tottenham)
Alternativen: Jamil Siebert (IV) (Lecce), Leandro Morgalla (RB Salzburg), Victor Eriksson (Hammarby)
Perspektivspieler: Kanto Doi (FC Tokio)
Saël Kumbedi (VR), alternativ Elias Baum (Eintracht Frankfurt)
Kilian Fischer (VR)
Jan Bürger (VR)
Mittelfeld
Vini Souza (DM), alternativ Rafael Lubach (ZM/DM) (1. FC Nürnberg)
Joel Chima Fujita (ZM) (St. Pauli)
Elvis Rexhbecaj (ZM/DM)
Christian Eriksen (ZM) / Maximilian Arnold (ZM), alternativ Caspar Jander (ZM) (Southampton) oder Tim Breithaupt (FC Augsburg)
Bence Dárdai (ZM), alternativ Marvin Wanitzek (Karlsruhe), Muhammed Damar (TSG Hoffenheim) oder Laurin Ulrich (VfB Stuttgart)
Pharell Hensel (ZM)
Patrick Wimmer, alternativ Jan Thielmann (RA) (1. FC Köln)
Filip Bilbija (RA/LA) (SC Paderborn)
Perspektivspieler: Moritz Wels (WSG Tirol)
Sturm
Dženan Pejcinović, alternativ Soufiane Benjdida (RA/LA/ST) (MAS Fes)
Kento Shiogai
Haris Tabaković (Hoffenheim), alternativ Ragnar Ache (Kaiserslautern), Noel Futkeu (Eintracht Frankfurt) oder Isac Lidberg (SV Darmstadt)
Alessio Besio (SC Verl)
Wie gesagt: Das sind meine Gedanken aus FM-Sicht und aus Beobachtungen heraus. Mir ist klar, dass nicht alle Spieler oder Ideen realistisch sind und vielleicht kann auch der eine oder andere aus der Jugend mitwirken und Lücken füllen. Aber ich wollte einfach mal versuchen, aus dieser Tristesse rauszukommen. Und ehrlich gesagt: Es macht auch Spaß, sich damit zu beschäftigen und zu überlegen, was passen könnte. Ich bin gespannt wie der VfL diese anspruchsvolle Aufgabe am Ende umsetzt. So jetzt brauche ich aber wirklich etwas Abstand ;).
In der IV würde ich auch Leonhard Wurm in Betracht ziehen.
1,94m und dabei verdammt schnell zu Fuß. Mit 19 Jahren eine Aktie mit Potenzial.
IV – Takai von Tottenham..( aktuell an Gladbach verliehen gewesen)
RV – Pedrosa vom KSC..
ZDM/ZM – Tanaka von Düsseldorf ( leider aber schon mit S04 in Verbindung )
RM/RA – Matsuda von 96.
So könnte man schön nen Japanischen Block aufbauen und Shiogai besser einbinden. ;-)
Es ist völlig verständlich, dass nach diesem historischen und nun bitteren Abstieg des VfL Wolfsburg die Emotionen überkochen, doch Lennys Text flüchtet sich vor allem in die typische Wohlfühl-Rhetorik der Fußball-Romantik, anstatt die brutale wirtschaftliche und strukturelle Realität anzuerkennen. Die Behauptung, dieser Absturz fühle sich „verdient“ an, mag sportlich nach den desaströsen Auftritten gegen den SC Paderborn stimmen. Wer jedoch wie Lenny fordert, man müsse die vermeintliche Wettbewerbsverzerrung aufbrechen, indem Volkswagen Geld gibt, aber gleichzeitig die Macht abgibt, verkennt die Mechanismen eines modernen Proficlubs völlig. Ein Weltkonzern ist kein anonymer Mäzen, der Hunderte von Millionen Euro ohne Kontrollrechte überweist, damit ein paar Fußball-Romantiker im Aufsichtsrat schalten und walten können, wie sie wollen. Zu glauben, man könne die finanzielle Luxus-Ausstattung von VW behalten und gleichzeitig die lästige Konzern-Bürokratie über Bord werfen, ist schlicht naiv.
Genauso haltlos ist Lennys Lösungsansatz, die sportliche Krise über eine „lokale Identitätsdebatte“ zu lösen. Das lautstarke Einfordern einer „Operation am offenen Herzen“ und die Rückkehr zum traditionellen Zinnenwappen klingen in der Fankurve nach dem Abstieg wunderbar kämpferisch, bleiben im harten Profigeschäft aber völlig wirkungslos. Kein internationaler Profi im Kader verteidigt bei einer Flanke im entscheidenden Moment aufmerksamer oder läuft einen Meter mehr, nur weil die Fans in der Kurve umgezogen sind oder die Klub-DNA auf Hochglanz poliert wurde. Der Text kritisiert zu Recht die Grüppchenbildung und das fehlende Rückgrat der Spieler, die nach dem Abstieg in die Kabine flüchteten, aber die Ursache dafür liegt nicht in einer fehlenden Identifikation mit der Stadt Wolfsburg, sondern in eklatanten Fehlern bei der Kaderzusammenstellung und dem sportlichen Management der letzten Jahre.
Besonders gefährlich ist die in Lennys Plädoyer vorgeschlagene Alternative, nun den „offensiven Stinkefinger“ zu zeigen und ein aggressives „Gegen den Rest der Welt“-Bewusstsein zu etablieren. Wolfsburg wird in der Fußball-Öffentlichkeit seit jeher als Retortenclub kritisiert und angefeindet. In der zweiten Liga, wo Kampf, Tradition und emotionale Fan-Bridges den Ton angeben, mit einer solchen Arroganz-Haltung aufzutreten, führt direkt in das nächste Desaster. Was der VfL jetzt braucht, sind keine populistischen Parolen gegen Kritiker oder seitenlange philosophische Abhandlungen über die Vereinsseele. Der Verein muss akzeptieren, dass das bisherige System, das Fußball wie ein programmierbares Fließbandprodukt von Volkswagen behandelt hat, gescheitert ist. Wenn der radikale Umbruch gelingen soll, hilft kein emotionaler Trotz, sondern nur eine knallharte, professionelle Sanierung des sportlichen Sektors – und zwar mit Fachleuten, die wissen, wie die raue Realität der zweiten Liga funktioniert, ganz ohne Konzern-Schutzschild.
Nur um das noch mal klar zu stellen: Mir ist schon klar, dass VW nicht einfach sagt: Nehmt die Kohle und macht, wir halten uns raus. Ich habe nur zwei Varianten aufgezeigt, wie man diesem offensichtlich negativen Blick auf uns von außen begegnen könnte. Die eine ist das (unwahrscheinliche) Szenario den Traditionalisten-Forderungen zu entsprechen und das andere ist die Rückbesinnung auf sich selbst und die offensivste Vertretung dessen, was diesen Fußballstandort besonders macht. Das hat auch wenig mit Romantik zu tun, eher mit Pragmatismus. Es ist ja offensichtlich, dass der bisherige Weg krachend gescheitert ist. Denn das was du forderst, hat der VfL ja jahrelang gemacht: angebliche Fachleute hingesetzt, die das regeln sollten. Und davon hatten wir ja genug von Hoeneß bis Veh, von Allofs bis Schmadtke, von Kovac bis Hasenhüttl. Ist ja nicht so, dass hier keine "Fachleute" am Werk waren. Doch allesamt konnten sie nix bis gar nix mit Wolfsburg anfangen und genau da muss es den Ansatz geben, dass es verbindlich vermittelt wird. Und wer soll es tun, wenn es VW oder die Vereinsverantwortlichen nicht tun? Dann bleibt ja nur der Einfluss der Basis – wie der auch immer aussehen könnte.
Das Problem war doch nie das Geld, sondern derjenige bzw. diejenigen die das Geld einsetzen durften.
Wir reden hier von „Fachleuten“, alles schön und gut. Was unterscheidet denn die erfolgreichen Mannschaften mit viel Geld von uns?
Was unterscheiden denn Freiburg und den VfL Wolfsburg?
Ich kann bestimmte Muster erkennen, wieso man Schäfer hier integrieren wollte und wieso man „Bauer“ als Trainer sehen wollte und meinte, es könnte klappen.
Meiner Meinung nach ist es aber so, dass ein Daniel Bauer gar nicht diese Philosophie des Vereins erkennen konnte, weil der Verein keine Philosophie hatte. Die Idee daher ihn zu implementieren, weil er Wolfsburg kennt ist zwar romantisch, ist aber eben nicht mit dem gleichzusetzen, wie es in Freiburg geschehen ist und dort auch erfolgreich ist.
Denn Freiburg lebt im weitesten Sinne das vor, was erforderlich ist, damit Jugendspieler auch den Weg in den Profikader schaffen können. Sie leben in gewisser Weise eine Art gemeinschaftliche Pholosophie.
Daniel Bauer ist aber nicht nur daran gescheitert, sondern weil er Meiner Meinung nach kein guter Bundesligatrainer ist, aber darauf gehe ich nun nicht tiefer ein.
Wann war der VfL denn in der Vergangenheit erfolgreich?
Dann wenn wirklich starke Manager, dass vorhandene Geld ausgeben durften und wir nicht im Gießkannenprinzip die Gelder ausgegeben haben, sondern in Qualität investiert haben.
Auch haben die Manager teilweise Fehler gemacht – a la zu wenig für Lukaku gezahlt, aber am Ende hat man einen Kader mit sehr hoher individueller Klasse gehabt und der auch gut zusammengestellt war.
Wir haben dann nicht performt, wenn am Ende Trainer a la, Ismael, Jonker, van Bommel und Konsorten gekommen sind, die keine Ahnung in Sachen Bundesliga hatten oder qualitativ einfach keine guten Trainer waren. Ich hatte schon mal die Liste aufgeführt gehabt, welche Trainer wir bisher in der Zeit des Bundesliga hatten.
Weniger davon haben in starken Ligen dann noch Erfolg gehabt und haben danach eine steile Karriere gemacht… Es gibt aber auch einige, die haben in Wolfsburg performt, aber nach Wolfsburg nicht mehr – Bruno – aber oft ist es so, dass unter Schmadtke die Trainer super laufen und all die Vorwürfe gegenüber Schmadtke die man haben kann, am Ende hatten, bis auf Glasner, die meisten Trainer ihr Karrierehoch unter Schmadtke…
Wir werden am Ende so oder so gehasst, darauf gebe ich nen feuchten Furz.
Die Stimmen würden verstummen, würden wir dauerhaft erfolgreich sein.
Wie kann man das in Zukunft wieder sein?
Meiner Meinung nach dann, wenn man endlich wieder in Qualität investiert und einen vernünftigen Kader zusammenstellt.
Man sich den Trainer genau aussucht und analysiert und endlich mal für ein Konzept und einer Philosophie steht und danach dann den Trainer aussicht.
Man eine Idee entwickelt, was man machen möchte und dann hiernach den gesamten Verein ausrichtet.
Wenn dieses bedeuten sollte, man spielt ein System von der D bis in die A Jugend, dann soll dem so sein, dass dieses nicht von heute auf morgen geschieht sollte klar sein.
Man sollte regional und überregional talentierte Kinder und Jugendliche scouten, notfalls mehrere Jugendmannschaften stellen und nach Talent und nicht nach körperlichen Voraussetzungen gehen.
Man sollte bewusst das Skillset der Kinder im Auge haben, die persönliche Entwicklung und nicht nur den reinen Erfolg in den Altersklassen sehen – denn hier werden meist die körperlich weit entwickelten Spieler bevorzugt.
Es sollte ein Bewusstsein herrschen, dass talentierte Spieler auch körperlich nicht ihrem alter entsprechend körperlich entwickelt sind oder einfach nicht dem Alter voraus. Man sollte nicht schauen, dass das Konzept ist, jeder kann alles, sondern man sollte bewusst die Stärken der Kinder und Jugendlichen sehen.
Wenn ich höre, dass Kinder beim VfL ausgesiebt werden, weil sie körperlich nicht eine bestimmte Körpergröße haben oder weil sie schmächtig sind, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Wie dem auch sei, am Ende sollte der VfL Geld investieren in Qualität auf allen Ebenen und zu dem zurückkehren, was ihn erfolgreich gemacht hat. Wenn dieses bedeuten würde, dass man irgendwen a al Ragnick mit Geld zuscheissen müsste, ich würde es tun!
Ich könnte noch so viel schreiben, der Fehler beim VfL war immer der, das man nach dem Erfolg nicht die richtigen Schlüsse gezogen hat, sondern man der Meinung war, dass man Systemwechsel vollzogen hat und das in kürzester Zeit… Nur dann, wenn der VfL einen Kahlschnitt gemacht hat (Magath in seinem Kaufwahn) oder nachhaltig etwas aufgebaut worden ist (Allofs / Hecking) und Schmadtke (Bruno + Glasner), dann war der VfL erfolgreich. Glasner baute auf Bruno auf… Bei Ismael, Jonker, van Bommel, Kohfeldt, Kovac, Hasenhüttl, Simonis, Bauer und Hecking – da war so viel an wirrwar drin…
Auch Veh als Nachfolger damals war Unsinn… Man wechselte ohne Not das System… auf 4-3-3? Ebenso bei Van Vommel, da ging man doch auch auf 4-3-3? Wie dem auch sei, der VfL sollte endlich mal für ein gewisses Konzept, ein System, eine Idee stehen und nicht nur sabbeln und man sollte endlich Geld in Qualität investieren und nicht in Dampfplauderer. Aber da fehlt dem AR die Weitsicht und die nötige Kompetenz.
Einen Oberbürgermeister, der Bauer geil fand und Peter Christiansen, der kann jedenfalls nicht der einzige mit VfL Wolfsburg Herz sein.
Manch einer im AR bekommt feuchte Gedanken, wenn man an Marcel Schäfer denkt… Weil er einer von „uns“ ist, bei VW redet man von „unserem Marcel“ …
Der VfL Wolfsburg war auch dann erfolgreich, wenn – und das sagte Mahatma korrekt – ein AR Mitglied vollkommen für den VfL Wolfsburg war und das Herz für ihn oder die Idee von erfolgreichem Fußball geprägt war.
Winterkorn und Sanz kann man hier z. B. nennen…
Um einmal kurz hier etwas reinzuwerfen:
Ja, es waren "Fachleute" hier am Werk, aber zum größten Teil nicht die richtigen Fachleute.
Auch hat bei VW nach WiKo und Sanz niemand hier einmal die Zügel straff gezogen und entsprechend gehandelt. Man ist sooo "verliebt" in seine Marcels, Daniels und Maximilians, dass mMn die Realität bei einigen darunter stark leidet. Das hat uns nun in Liga 2 geführt.
Nun zu sagen, die bisherigen Fachleute haben es nicht geschafft, dafür sollen dann die "Amateure", also die Basis einen Teil übernehmen, ist mir viel zu einfach und "fanromantisch" gedacht (Überspitzt dargestellt).
Ich will nicht ausschließen, dass bei der "Basis" durchaus fähige Menschen dabei sind, die fachlich und auch von den Fertigkeiten her durchaus in der Lage wären, nicht vollkommen überfordert zu sein damit. Aber mein Vorschlag ist: Stellt die "richtigen" Fachleute ein und lasst die einmal machen. Mit Begleitung von oben bzw. Richtlinien und Vorgaben. Dies müssten aber andere Richtlinien und Vorgaben, wie bisher sein. Auch könnte man sagen: Man entwickelt diese Richtlinien und Vorgaben gemeinsam und arbeitet an einer Strategie. Das kann dann durchaus auch unter Beteiligung der Basis passieren. In einer offenen Diskussion oder in einem, wie auch immer aussehenden Austausch. Aber die Entscheidungshoheit muss bei den Fachleuten bzw. beim Verein oder unserem Eigner sein.
Ansonsten kann man ja gleich sagen: Macht doch, was ihr wollt, wie ziehen uns zurück. Dann spielen wir halt ziemlich schnell in Liga 3, 4 oder noch tiefer bzw. können dann das Stadion mit den Damen tauschen.
Es bringt auch nichts zu sagen, die Erfahrung aus der Vergangenheit hat uns dies gelehrt oder das hat uns nun hierher geführt. Sicher ist das nicht falsch, jedoch sind wir nun in einer neuen Situation, die viele noch gar nicht realisiert bzw. akzeptiert oder gar mitbekommen haben. Es ist eine neue Situation, eine neue Ausgangs- und Grundlage. Diese sollte angegangen werden, denn die Zeit ist knapp und die Entscheidungen reichlich.
@Jonny, ich finde deinen Text nicht falsch, aber wenn man schreibt, Zitat :der VfL sollte endlich mal für ein gewisses Konzept, ein System, eine Idee stehen und nicht nur sabbeln und man sollte endlich Geld in Qualität investieren und nicht in Dampfplauderer. Aber da fehlt dem AR die Weitsicht und die nötige Kompetenz. " Zitat Ende. dann stellt sich mir natürlich die Frage , wer hat diese Weitsicht und Kompetenz? Woher weißt du das? Hast du die Kompetenz? BITTE NICHT BÖSE SEIN. Das soll keine Provokation sein, ich möchte nur verstehen, woher weiß man das und wie kann man es besser machen. Warum weiß das Hecking, Rudolph, Benaglio nicht, aber du oder andere hier im Block. Das ist eine Ernst gemeinte Frage. Was unterscheidet Glasner oder Magath usw von Hasenhüttl und Kovac. Was hat Schmadtke (von dem ich auch viel halte) was Hecking vielleicht nicht hat? Wie gsagt, das ist die Suche nach der Lösung, wie könnte die Lösung aussehen, was müssen die Personen mitbringen und wieso kann das jemand aus dem Blog besser sagen, als jemand der wie z.B. Hecking schon jahrzehnte im Fußball arbeitet?
Was Glasner von den anderen unterscheidet, hat Jay Brooks vor einiger Zeit mal erklärt.
Göasner war/ist extrem penibel und genau! Der hat den Spielern solange ihre Position eingetrichtert, bis sich das so automatisiert hat, das er, was das betraf, keine großen Anweisungen mehr geben musste. und er hat alles plausibel erklärt und verständlich rübergebracht.
@wobcom,
ich verstehe deine Frage absolut und sie ist auch berechtigt. Am Ende ist es tatsächlich so, dass man mMn nur das Risiko minimieren kann. Eine Garantie hast du theoretisch bei keiner Person. Diese Kompetenzen oder die Verantwortung für solch Dinge müssen die Personen haben, die für die Anstellung der Personalien zuständig sind. Hierbei muss man dann seine Aufgaben machen und sich die nötigen Informationen einholen und am Ende vlt. auch eine Art Gefühl entwickeln. Natürlich kann man auch das Geld in Headhunter stecken, aber Lebensläufe usw. kann man auch beschönigen oder wegloben…
In diesem Fall ist es also bei komplettem Restart die Aufgabe des AR die korrekten Personalien einzustellen. In der Theorie wäre das wahrscheinlich so, dass sich der AR überlegt, wer könnte als GF Sport in Frage kommen, dann hört man sich die Konzepte an und lässt sich aufzeigen, was man so als Gedanke hat (Komplettausrichtung) vom Verein, dieser Person (GF Sport), übergibt man dann die Verantwortung diese Aufgaben zu delegieren… Und so geht es dann immer weiter "runter"…
In der Theorie stehen dann alle Parteien bei einem Nenner, auch wenn hierbei die Herangehensweise oder persönlichen Sachen sich unterscheiden können. Was Glasner z. B. gemacht hat und öffentlich den GF Sport / SD anzuhauen und zu kritisieren geht gar nicht. Man kann fachlich unterschiedlicher Meinung sein, aber man pisst nicht in der Öffentlichkeit seinen Vorgesetzten an, wenn es um banale Dinge geht.
Wie dem auch sei, klappen dann bestimmte Dinger nicht, müssen dann halt die Konsequenzen gezogen werden. Bei uns ist es aber leider so, dass man erst dann reagiert, wenn der Pöbel schreit oder die Kacke so dermaßen am Dampfen ist, dass man schon knöcheltief in Scheiße steht. Es ist bisher einige Male gut gegangen aber dieses mal hat es uns erwischt.
Wie dem auch sei, wissen tut man bestimmte Dinge nie zuvor. Man kann nur das Risiko minimieren. Dieses kann durch unterschiedliche Dinge passieren, entweder dadurch, dass man rein objektiv bzw. aus den einem zur Verfügung stehenden Informationen schaut, was hat derjenige bisher schon geleistet und erreicht? Wie waren die Gegebenheiten und wie ist die geleistete Arbeit einzuschätzen? Und / Oder, wie macht sich die Person bei einem Gespräch und welche Backroundinformationen kann ich bekommen.
Ein Magath hat damals mit Stuttgart den UI Cup gewonnen, er war bei Bayern ebenfalls erfolgreich und ist dann bei uns Deutscher Meister geworden. Er musste sich aufgrund der kompletten Macht mit keinem "rumstreiten" in Sachen Kaderzusammenstellung.
Allofs hatte zuvor gute Arbeit in Bremen geleistet…
Glasner hatte ich damals aus Gesprächen mit Bekannten aus Österreich als gute Wahl gesehen…
Was ich wiederholt sage ist, man hat keine Garantie bei bestimmten Dingen, aber man kann das Risiko des Fehlgriffes minimieren.
Rudolph zeigte zuletzt kein gutes Bild in einer PK.
Benaglio galt, wie einst auch Schäfer als Erklärbär, ich weiß natürlich nicht, ob er als AR Mitglied genauso handelt, allerdings bin ich der Meinung, dass er in Sachen PC viel früher hätte handeln müssen und auch in Sachen Daniel Bauer hätte er mehr auf den Tisch hauen müssen. Vielleicht lernt er aus Fehlern und vlt. hatte er intern auch einen bestimmten Standpunkt… Wenn aber schon laut seiner internen Umfrage (hierzu gab es doch einen Artikel), es klar war, dass PC und Clarup ein Problem sind, wieso hat man dann nicht sofort gehandelt?
Zu Hecking schrieb ich z. B., dass ich ihm schon zutraue bestimmte Dinge nüchtern und sachlich anzugehen, eine Strategie mir Jugendspielern, eine Art – RB Leipzig nur als Modell VfL Wolfsburg, dieses traue ich Hecking nicht zu, muss ich aber aktuell auch gar nicht, da ich der Meinung bin, dass es nun erstmal gilt den VfL so zu stabilisieren, dass ein gesundes Gerüst vorhanden ist, in denen sich die Spieler entwickeln können und der Verein homogen ist. Ich denke und glaube, dass hier eine Säuberung stattfinden muss und wenn es dann heißt, dass beim bevorstehenden Stellenabbau beim VfL Wolfsburg durch den Abstieg diejenigen gehen müssen, die einen Wimpel vom HSV oder BSE haben, dann sollen diese Personen bitte als erstes gehen, wenn sie nicht den VfL Wolfsburg leben, sondern nur als Mittel zum Zweck sehen. Dann sollen die doch bei ihrem Herzensverein anheuern…
Der Unterschied zwischen Glasner, Magatn und Kovac / Hasenhüttl ist der, dass man bei Glasner und Magath den Eindruck hatte, die wollen hier was bewegen und die wollen den Erfolg, sie nutzen den VfL Wolfsburg um sich zu verwirklichen. Kovac und Hasenhüttl sahen z. B. so aus, dass sie es als dankbare aber lästige Aufgabe gesehen haben…
Freunde, das ist ja ne müßige Diskussion: Fachleute ja, aber doch nicht die. In Qualität investieren, aber doch nicht so. Ach was. Da frag ich 10 Leute und krieg 12 Antworten. Das Grundproblem ist doch, dass hier jeder mit ner eigenen Auffassung ankam, was die Lösung für ihn ist und das „wir“ das nicht vorgegeben haben, weil a) es diese Philosophie nicht gibt b) vw keine entwickelt hat und darauf vertraute, die „Fachleute“ von extern werden es schon richten, meist gescoutet nach Name und nicht nach Passigkeit und c) Geld nicht die Lösung ist, sonst wären wir nicht abgestiegen. Übrigens auch unter Sainz und Winterkorn lief es Scheiße, wenn ich erinnern darf. Deswegen bleibt eigentlich logisch nur übrig, erst die Basisfrage zu beantworten und das nicht allein denen zu überlassen, die den Karren in die Scheisse geritten haben oder in nem halben Jahr wieder weg sind. Doch genau das wird aufgrund des Drucks Wiederaufstieg nicht passieren.
Was passieren wird: da kommt jemand von außen, der sportlich wieder sagen wird, so wie ich sage wird’s gemacht. Und nicht: Für Wolfsburg wäre das gut und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen. Und weil du diesen sportlichen Druck hast, wird auf diese Karte gesetzt und im Erfolgsfall zur Philosophie erklärt werden, weil es so das einfachste wäre. Und der Rest, was auch nötig wäre, fällt hinten runter. Ist ja nicht so, dass die Identitätsprobleme oder die Wolfsburg-Besonderheiten nicht schon unter Allofs Oder Schmadtke dagewesen wären. Die haben sich nur n Scheiss drum gekümmert. Ich weiß auch nicht warum hier Schmadtke überhaupt noch so gehypt wird. Der war der Totengräber für alle Vereinsbelange: Zusammenarbeit, Klima, Frauenfußball, Fanthemen, Nachwuchs, U23, Verbindung Stadt, Aussendarstellung, Kommunikation. Teilweise eine bodenlose Frechheit in Auftritt und Habitus. Gehen wir diese Richtung der „Fachleute“ weiter, die hier nicht den Standort berücksichtigen, sondern nur den „realen rauen“ Fußballregeln folgen wie es ja seit 2002 versucht wurde mit überdimensioniertem Stadion, CL-Gelaber, Logo-Krieg, Fanwillen-Ausblendung, seelenlosem unauthentischem Marketing usw. dann gehts noch eine runter. Wer hier schreibt, es braucht a la PSG nur noch mehr Geld für Qualität, dann kommt der Erfolg automatisch, sorgt für Philosophie und Identität und lässt die Kritiker verstummen, hat aus den letzten 20 Jahren mal gar nichts gelernt.
Der VfL hat in allen Jahren prominenter GF Sport eigentlich nur GF Bundesliga beschäftigt, die weder Interesse am noch Zeit für das große Ganze eines Vereins hatten.
Frauen? Nachwuchs? who cares?
Das die U23 abgeschafft worden ist, ist zwar unter GF Sport Schmadtke passiert, dürfte aber in der Übergangsphase zu Schäfer hin abgesegnet worden sein von diesem. Die Idee hier die U23 einzustampfen dürfte daher wahrscheinlich eher in eine der ersten Amtshandlungen von Schäfer gefallen sein. Faktisch war er da noch nicht GF Sport, stimmt…
Dennoch war intern mMn schon lange klar, dass es Schäfer wird und wieso sollte ein dahinscheidender GF Sport noch solche richtungsweisenden Entscheidungen treffen?
Wie dem auch sei… Hier sind auch hochgelobte Menschen wie Schäfer unter anderem Schuld an Niedergang, jeder zu unterschiedlichen Prozentpunkten.
Fakt ist doch eins: Geld war nie unser Problem, wird es zukünftig auch eher weniger sein.
Das Problem ist der Einsatz dieses Geldes und wer diejenigen sind, die dieses Geld einsetzen.
Das sollte einmal selbstkritisch beäugt und analysiert werden von unserem Eigner und dann entsprechend gehandelt werden. Wie es eigentlich in der Wirtschaft auch laufen sollte: Erkennt man ein Problem oder ein Störfaktor, geht man diesen an und regiert entsprechend. Wir haben bisher so reagiert, dass wir nun zweite Liga sind. Und wenig Zeit haben uns dessen bewusst zu werden und entsprechend zu reagieren.
Aber wir müssen regieren…mit mMn neuen bzw. anderen Reaktionen und teilweise auch anderen "Fachleuten" auf und neben dem Platz. Auch unter Einbindung der "Szene" oder "Basis". Das darf aber definitiv nicht dazu führen, dass die "Szene" oder Basis" dann die Vorgaben macht.
Das wäre mMn im Endeffekt noch weniger sinnvoll, als den bisherigen Weg weiter zu gehen.
Im Grunde hat man jetzt, zwar unter extremen Zeitdruck, die Möglichkeiten die Weichen neu zu justieren und neu einzustellen. Die bisherigen Namen für auf und neben dem Platz lassen da schon teilweise drauf schließen. Aber noch ist nichts entschieden und noch sehr fragil das ganze.
Volle Zustimmung, @Lenny. Man legt sich mit einem technisch maroden Fahrrad auf die Schnauze, hat aber als Ziel, möglichst schnell wieder aufzusteigen. Also Fuchsschwanz und laute Klingel dran und einen neuen Fahrer suchen, der auf die Optik reinfällt.
Die Diskussion ist einfach grauslig, die hier läuft.
Noch ein Wort zur angeblichen Erdung, Anerkennung, Fanszene usw.
Der VfL ist damals ohne Volkswagen aufgestiegen, hat sich ohne Volkswagen in der ersten Liga gehalten und sogar international gespielt. Volkswagen kam erst danach. Das war immer ein Pfund in der ewigen Diskussion um den Verein.
Wenn der VfL nun wieder aufsteigen sollte, wird es heißen: Der VfL hat sich in die Liga eingekauft. Mit dem Etat ist das ja auch keine Kunst usw.
Ich weiß nicht, ob das so überall verstanden wird! Es ist egal, wie wir in Liga zwei auftreten, was wir investieren und machen. Es ist sowieso verkehrt. Deutschland ist ein Land des Neides.
Ein externes Feindbild hilft auch dabei, davon abzulenken, was beim eigenen Club eigentlich alles kacke ist.
Schalkes Arena und Champions-League-Jahre: Finanziert von Gazprom
HSVs Überleben: Kühne
Dortmunds Position als #2 in Deutschland: Hilfe von Rheinmetall
Nur drei von unzähligen Beispielen.
Es müsste uns eigentlich egal sein, was andere von uns denken.
Aber ich bin davon auch überzeugt: Wenn wir jede Woche unser Stadion mit 30.000 Fans füllen würden, wäre die öffentliche Wahrnehmung des VfL eine ganz andere.
100% Zustimmung . Genau so ist es.
Egal wie wir aufsteigen: der Neid kommt zurück und findet Argumente. Daher sollte man, wenn es geht, all in gehen mit soviel Geld wie es möglich ist.
Weiß nicht, ob es schon Thema war, wir sollen an Mirza Cotovic Interesse haben.
https://sport.sky.de/fussball/artikel/vfb-juwel-catovic-fuehrt-u19-zum-pokalsieg-wechsel-weiter-thema/13547287/34240
Wir haben zudem wohl Interesse an Duksch
https://m.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc-mehrere-optionen-ducksch-schaute-sich-schon-in-berlin-um-6a169cbed3089965c4659101?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.transfermarkt.de%2F
1 Mio Ausstiegsklausel, Hertha muss erst Abgänge generieren, könnte man mal schnell zuschlagen
Für die zweite Liga ein No – Brainer!
Das sehe ich komplett anders.
Super interessantes und sehenswertes Video mit Tobias Strobl.
https://youtu.be/REZbNi83u7Y?is=l6U9Lkxpgv2OXyUy
Also den Herrn strobl als Trainer kann ich mir gar nicht vorstellen, da fehlt mir die Erfahrung. Das wäre wieder typisch vfL. Das wäre ein hohes Risiko und eher eine Wette, als ein Plan.
Es geht auch so, "Tagesspiegel" von heute https://www.tagesspiegel.de/sport/abstieg-eines-vorzeigevereins-warum-der-vfl-wolfsburg-in-der-bundesliga-fehlen-wird-15642105.html
Das klingt wie eine gequälte Auftragsarbeit.
Da hat der Kommentar schon mehr Authentizität, auch wenn man das "professionell geführt" hinterfragen kann:
"Ganz ehrlich: Ich kenne in meinem erweiterten Umfeld exakt niemanden, dem das mögliche Verschwinden des VfL Wolfsburg auch nur eine einzige echte Fußballträne wert gewesen wäre wie einst beim HSV, Schalke oder ….selbst Werder Bremen.
Der VfL wirkte auf viele Fußballfans leider immer ein wenig wie die betriebswirtschaftlich korrekt organisierte PowerPoint Präsentation unter den Bundesligisten: solide finanziert, professionell geführt, nur atmosphärisch ungefähr so mitreißend wie ein Montagmorgen im Gewerbegebiet.
Natürlich hat Wolfsburg lange Zeit ordentliche Arbeit geleistet.
Nur entstehen große Fußballgefühle meist nicht durch Nachhaltigkeitsberichte, Konzernstruktur oder gemeinsam gepflanzte Bäume mit dem NABU.
„Spieler:innen und Fans pflanzen gemeinsam Bäume im Stadtwald“ ist evtl. sympathisch.
Emotional bewegt das viele Fußballfans allerdings ungefähr so stark wie die Nachricht, dass die Kreissparkasse Wanne Eickel jetzt bienenfreundliche Kugelschreiber verwendet.
Fußball lebt am Ende eben nicht primär von ESG Strategien, CO₂ Bilanzen und Nachhaltigkeitsworkshops, sondern von Tradition, Wahnsinn, Rivalität, Leidenschaft, Abstiegsdrama und leicht irrationalem Größenwahn.
Genau deshalb fehlten bzw. fehlen vielen Menschen Vereine wie Kaiserslautern, Schalke oder der HSV emotional deutlich stärker als der vermutlich ökologisch vorbildlichste Klubparkplatz Niedersachsens.
Beste Grüße aus Potsdam und allen eine friedliche, entspannte Woche
Alexander Müller"
Anschlussgedanken an Lenny:
Ob sich beim VfL nach dem Abstieg irgendetwas Wesentliches (strukturell, personell, ideell) ändern wird, weiß ich nicht. An Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen. Als Nicht-Wolfsburger ( also mit Außenblick), aber mit familiärem VW-Bezug, begleite ich den Club seit Jahrzehnten aus Interesse und Sympathie durchaus ambivalent und kritisch.
Obwohl ein Abstieg fast jeden Club treffen kann, galt der VfL nach meiner Wahrnehmung lange Zeit als nahezu unabsteigbar, gerade wegen der finanziellen Möglichkeiten. Dies änderte sich erst mit den Relegationsspielen der letzten Jahre, als insbesondere Fans, die den VfL ablehnten, erfreut zur Kenntnis nahmen, dass in Wolfsburg trotz des Geldes katastrophal gearbeitet wurde.
Für mich war schon 2010, in der Ära Veh, Hoeneß, Köstner, McClaren, klar, dass beim VfL die finanzielle Absicherung durch VW keine Garantie für die Erstklassigkeit war. Dafür hatte sich der VfL nach der Meisterschaft sportlich und institutionell zu chaotisch entwickelt und offenbarte damals schon zum Beispiel im Vergleich zu den Bayern einen Mangel an Professionalität in der Führung. Dabei wurde für die fußballinteressierte Öffentlichkeit nie klar, wie eigenverantwortlich eigentlich das VfL-Management unter der Abhängigkeit von VW arbeiten konnte.
Meine Generation erinnert sich z. B. noch gut daran, dass der Konzern damals unter Winterkorn/Sanz im Verdacht stand, bei Zulieferern Sponsoring für den VfL zu erpressen (T-Systems-Skandal). Vier Jahre später, 2014, wurde VW dafür vom Landgericht Braunschweig zu Bußgeldzahlungen in Millionenhöhe verurteilt. Richtig aufgeklärt wurde diese Praxis nie, da mit der Bußgeldzahlung die juristischen Akten geschlossen wurden. Solche Vorgänge waren u. a. aber den Nährboden dafür, dass der VfL den Ruf des Radkappen-bzw. Plastik-Clubs bekam, der sich sportliche Erfolge erkaufen konnte.
Wenn heute im Zusammenhang mit dem Abstieg die Themen Aufarbeitung, Neuorientierung und Missgunst aufgerufen werden, wäre auch über die Strukturen zu reden, die früher solche tendenziell kriminellen Vorgänge möglich machten und heute in eine Situation führten, wo offensichtlich mit geballter Unfähigkeit Millionen in den Sand gesetzt wurden bzw. der Abstieg „eingekauft“ wurde. Das ist in dieser extremen Form schon ein Novum im bezahlten Fußball.
Wenn ich die Diskussion der letzten beiden Tage richtig überflogen habe und mal von den vielen Vorlieben für Detailfragen absehe (z. B. Hecking GF oder AR), geht es in einem Diskussionsstrang, mal salopp formuliert, um die alternative Fragestellung, ob man demütig in Bescheidenheit verfallen oder jetzt erst recht auf dicke Hose machen soll. Bei der ersten ist mit angesprochen, die Bereinigung des Binnenverhältnisses zu den Fangruppen im Sinne einer Mitsprache. Auch wenn ich an eine relevante Umsetzung nicht glauben mag, scheint mir unabhängig hiervon mindestens ebenso wichtig, aber unkomplizierter, darüber nachzudenken, wie der Club es schaffen könnte, sich nachhaltig positiv zu präsentieren – lokal, regional und gegenüber der Fußballöffentlichkeit.
In welche Richtung hier zu denken ist, wird klarer, wenn man die Frage stellt, was der VfL mit dem vielen Geld zur Entwicklung des Fußballs als sportliches Massenereignis eigentlich beiträgt? Stelle ich hie und da die Frage dem gemeinen Fußballfan, kommen nach langem Nachdenken zumeist Antworten, die auf Missverhältnisse und eine gewisse Isoliertheit hindeuten. Der VfL ist positiv nicht präsent, weder unmittelbar sportlich, als Club oder durch Persönlichkeiten. Wollte man dies ernsthaft ändern, müsste sich der VfL tatsächlich neu erfinden. Nur, will man das? Die zweite Liga wäre vielleicht eine Chance.
"Die zweite Liga wäre vielleicht eine Chance."
Vielleicht die einzige.
Falsche Stelle
Neben den 6 bereits bekannten Namen verlassen uns auch Cozza, Franjic und Kaminski endgültig wurde eben bekannt gegeben
Für einen echten Umbruch müssten aber von den derzeit immer noch vertraglich gebundenen Spielern mindestens 50% den VfL verlassen. Wegen ihrer Qualität wird es für 8 bis 10 davon Nachfrage geben…
Bleibt noch einiges zu tun….
Ciao ohne v!