Dienstag , November 24 2020
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Teil 2: Heckings Leistung während eines Spiels

Naldo-Dante-Hecking
 
Schauen wir im zweiten Teil der Kritik auf die Leistungen unseres Trainers während der 90 Minuten. Wir kennen alle unterschiedliche Trainertypen. Die einen verharren starren auf ihrer Bank (zuletzt eindrucksvoll gesehen bei Louis van Gaal), andere rennen wir Rumpelstilzchen an der Seitenlinie auf und ab, siehe Guardiola, Klopp oder Tuchel. Wieder andere fahren den Mittelweg.

Zu welcher Art von Trainer würdet ihr Dieter Hecking zählen? Wie gefällt euch die Art, während einer Partie zu reagieren? Coacht Hecking zu wenig während eines Spiels? Reagiert er zu wenig auf Veränderungen des Gegners? Was ist mit den Einwechslungen?

Die Kritik von Schafspelz vorgetragen:

 
Der Trainer ist für mich in der Pflicht in einem solchen Fall auch innerhalb eines Spiels geeignete, erforderliche Maßnahmen zu treffen. Das beinhaltet auch Wechsel in der ersten HZ, taktische Umstellungen (auch mal des Systems) oder die Spieler emotional an der Seitenlinie wachzurütteln. …

Von einem Profi erwarte ich Umstellungen der Spielweise wie wir Laien sie schon lange fordern. Von einem Profi erwarte ich Wechsel vor der 80. Minute.
 

 


 
Was ist eure Meinung dazu


 
Die Punkte: Spieler vor einer Partie heiß machen würde ich in einer anderen Folge diskutieren. Auch der Punkt „Bankbesetzung“ wird in einer anderen Folge behandelt, etwa: „Welches System bevorzugt Hecking – wie besetzt er dafür die Bank?“, oder aber auch: „Welche Chance gibt unser Verein jungen Spielern, welche Rückschlüsse kann man aus der Bankbesetzung ableiten?“ Dazu wie gesagt in einer anderen Folge mehr.
 
 

71 Kommentare

  1. Exilniedersachse

    Ich habe mich oft gefragt, ob ihm ein verlängerter Arm auf dem Spielfeld fehlt. Er Wirkt oft machtlos. Ohne Zugriff auf die Mannschaft. Auf mich wirkt er eher wie ein Trainer vom Typ die Jungs mal machen lassen.
    Ich persönlich mag das bei ihm ebenso wenig wie bei Veh wo ich immer den puls fühlen wollte.
    Wenn ein Trainer ruhig da sitzt, vermittelt mir das einfach das Gefühl, er würde nicht alles geben.
    Die „richtige Reaktion“ auf das Spiel ist natürlich situationsabhängig. Von warten und Ruhe vermitteln um die Mannschaft nicht zu verunsichern bis zu direktes korrigieren.
    Auswechslungen sind ja auch nicht mit für müde oder verletzte Spieler.

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    • Den ersten Teil deiner Kritik gehe ich mit, tatzächlich hat man nach außen hin nicht das gefuhl das Hecking einen Spieler hat den er besonders schätzt im Sinne das er als ein Ansprechpartner für Spielumstellungen hat.- Obwohl es bei unserem Kader keine Sprachbarrieren geben kann

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    • Exilniedersachse

      Ich meinte damit auch einen Leader als Partner auf den Platz. Ich denke LG wäre ein Spieler für eine solche Aufgabe, da Schäfer ja unregelmäßig so spielt.
      Ein solcher Leader wäre wichtig für Mannschaft und Trainer.

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  2. Ich denke das Spiel gegen Dortmund war sehr vielsagend:

    Nachdem man völlig katastrophal gestartet war und nur durch äußerstes Glück nicht schon nach zehn Minuten alles entschieden war, hat er in der Halbzeit das Spiel komplett umgestellt und die Vorzeichen umgekehrt: In der ersten Halbzeit hätte Dortmund locker 4 bis 5 Dinger machen können und wir hatten nur Alibi-Chancen. In der zweiten Halbzeit war es dann genau andersrum und wir waren schlichtweg zu doof die Dinger zu versenken, sei es durch Pech, verdammt gute Abwehrarbeit oder katastrophale Entscheidungen unserer Stürmer.

    Nachdem man dann jedoch den Kraftakt eigentlich schon belohnt hatte, begeht Hecking einen eigentlich unverzeihlichen Fehler: Er schafft es nicht die offensichtliche menschliche Komponente zu berücksichtigen – Die Dortmunder sind angepisst, wir sind erleichtert und denken wir haben’s. Hätte sich Rodriguez ’ne gelbe wegen übermäßigen Jubels geholt (Spieler-Seite) oder Hecking hätte einen laaaaaaaangsamen Wechsel durchzogen (Trainer-Komponente) hätte man genug Zeit ziehen können die Gemüter zu beruhigen und wieder eine gewisse Grundordnung zu erlangen.

    Im wesentlichen halte ich ihn im Bezug auf Veränderungen für einen absolut ausgezeichneten Trainer, das Problem ist nur dass diese Eigenschaft zu oft benötigt wird und ich ihn im Bezug auf die Bankbesetzung für einen der schlechteren Trainer der BL halte.

    Ebenfalls muss man leider anscheinend festhalten, dass die „Standard“-Umstellungen zwar Wirkung zeigen, dadurch jedoch einige Spieler ziemlich belastet werden – gleich was man von der Spielanlage hält – es war schon auffällig wie zu Saisonende die absoluten Individualschnitzer häufiger wurden und die Spieler lasch wirkten.

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    • @Cil: gerade das Spiel gegen Dortmund kann man auch ganz anders sehen bzw. bewerten. Meine Sicht darauf: die Spieler hätten nach dem 1:1 sofort ins gegnerische Tor laufen müssen, dort den Ball aus dem Netz holen und zum Anstosspunkt laufen, den Ball dort hin legen und den Gegner damit zeigen sollen: wir machen jetzt noch das 2:1.
      Wer Heckings reichhaltige Gesten am Rand beobachtet hat, sah, dass dieser genau das von seinen Spielern forderte.
      Und da seine Spieler nicht mal im Traum daran dachten, diesen Anweisungen des Trainers vom Rande aus Beachtung zu schenken sondern sich über das vermeintlich erreichte Unentschieden freuten und mit Gedanken schon unter der Dusche waren, ist das Spiel so ausgegangen wie es ausgegangen ist.
      Für mich ein Zeichen, dass Hecking seine Mannschaft nicht (mehr) erreicht.
      Also eine ganz andere Sichtwiese als „er hätte langsam einen Wechsel durchziehen sollen“. Falls meine Sichtweise der Realität nahe kommt, dann wäre das viel schlimmer als ein „verpatzter“ Wechsel.

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    • Ich schneide da lieber mit Ockams Rasiermesser Diego.

      Demnach hat Dortmund in der Schlussminute ein Tor geschossen. Fertig.

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    • Interessante Schlussfolgerung. Ich habe diese Szene auch beobachtet und denke sofort daran die Spieler dafür zu kritisieren und nicht den Trainer.

      Gibt es denn gar keine Erwartungen an die Spieler? Muss der Trainer wirklich die einfachsten und stelbstverständlichsten Dinge vorbeten?

      Für mich sollen Allofs und Hecking noch viel härter durchgreifen.

      Ich verstehe euch einfach nicht.

      Wisst ihr nämlich was passiert, würde man aufgrund solcher Dinge den Trainer rausschmeißen? Man signalisiert der Mannschaft: Ihr sitzt am längeren Hebel.

      Allofs hat es in Bremen wunderbar bewiesen. Dort spielte Bremen auch mal um den Abstieg. Doch er hielt am Trainer fest, und es gab eine langjährige Erfolgsgeschichte.

      Wenn wir bei so einer kleinen Abweichung wie in dieser Hinserie sofort den Trainr feuern, dann machen wir das alle 2 Jahre und werden wieder genau zu dem Chaosklub, der wir vor Allofs waren.

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    • @HuiBuh

      Also siehst du eher das Problem bei der Mannschaft?. Sowas wie unser typisches VFL Problem der letzten Jahre (Auch bei anderen Verantwortlichen vorgekommen): Hängematten-Mentalität?

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    • at Der Wolf- was hat das mit Hängematten Mentalität zu tun? Hui Buh sagt es finde ich sehr richtig. Man kann nicht bei viel erfolg die Spieler loben und feiern (KDB, V8 Cali etc) und wenn es nicht lauft errreicht der Trainer seine Mannschaft nicht mehr. klar ist das die Spieler die fast durch die Bank mehr verdienen als ihr Chef/Der Trainer auch verantwortung gegenüber dem Verein und den Fans haben. Die Jungs spielen nicht erst seid gestern Fußball und ahebn auch mal klein angefangen. In der Kreisklasse wird nach einem Späten tor das weitere Vorgehen (1:1 halten oder 2:1 machen) besprochen während man den Ball aus dem Tor holt geklart. gegen ManU hat es ja aufeinmal geklappt da ist man schön zur Eckfahne gelaufen so wie es sich gehört. Ich will das jetzt nicht an einem Tor aufhängen aber solche dinge ziehen sich durch die letzten Speiel. Ich habe das gefühl, das es zwischen den hochbezahlten Nationalspeilern kein Chef gibt. Viele versuchen ihr dasein als Star, als Nachfolger von KDB gerecht zu werden, der ehrgeiz ist löblich aber dadurch werden Grundlegende sachen vernachlässigt :vfl: :vfl: einzig das muss Hecking feststellen und den Speilern auch klar sagen!! wer nicht hört speilt bei den Amas

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  3. Irgendwie erkenne ich da auch große Schwankungen bei Hecking. Mir fallen viele Spiele ein, wo er permanent steht und bei jeder Unterbrechung Spieler zu sich ruft und Anweisungen gibt. Es ist also nicht so, dass er dies nicht könnte.

    Dann wiederum gibt es aber auch Spiele, wo er lange Zeit ruhig auf der Bank sitzt. Vielleicht ist es situationsabhängig wie Exilniedersachse sagt. Vielleicht ist es aber auch in dem ein oder anderen Spiel eine Schwäche.

    Ich selbst bin immer hin und hergerissen. Ich sehe Guardiola am Rand auf und abspringen wie Rumpelstilzchen und stelle mir vor ich wäre Spieler und er mein Trainer. Ich könnte das nicht ab. Es bringt viel Unruhe ins Spiel. Müller sagte einmal: Man ist eh in einem Tunnel, da bekommt man gar nicht mit was der Trainer da draußen veranstaltet.

    Wenn dem wirklich so ist, dann wäre mindestens die Hälfte des Coachings für die Katz.

    Ein anderer Teil von mir denkt dann: Es ist doch auffällig, dass der Gegner unsere schwache linke Seite ausgemacht haben (nur ein fiktives Beispiel) und permanent darüber Angriffe fahren. Muss der Trainer nicht eingreifen und sofort auf dem Platz umstellen oder eine andere Taktik wählen oder dergleichen.

    Eine eindeutige Antwort gibt es wohl auch bei diesem Punkt nicht. Mal ist das eine richtig mal das andere.

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    • Guardiolas Anpassungen bringen sehr wohl was. I.d.R. geht es um akribische Anpassungen der Raumaufteilung, wie beispielsweise das höhere positionieren eines Außenverteidigers um einen Flügelstürmer zu befreien und in folge dessen bestimmte Räume zu überladen. Gegen uns beispielsweise, wurde Alonso im laufe des Spiels vor die Achter geschoben, was unser mannorientiertes Pressing zerfetzt hat.

      Das alles ist ein Niveau, auf welchem wir momentan nicht agieren können. Natürlich kann man sagen, ein Simeone reißt sein Team immerhin emotional mit (keine taktische Detail-Arbeit), hier kann man sich aber wieder um die Relevanz streiten.

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  4. Ich denke man kann die Diskussion relativ kurz halten. Hecking ist weder ein exzessiver In-Game-Coach, noch ein Trainer der großen taktischen Variabilität. Auch wenn mir persönlich Trainer-Typen wie Guardiola oder Tuchel besser gefallen, muss man aufpassen nicht schwarz-weiß zu malen. So war Gisdol mit großer Variabilität wenig erfolgreich, Trainer wie Heynckes oder Ancelotti dagegen mit wenig Variabilität sehr erfolgreich.

    Hecking taktisches Spielfeld ist die Halbzeit, hier hat er oft genug sein taktisches Verständnis unter Beweis gestellt. Er kommt hier oftmals auf Grund von Banalitäten zu schlecht weg, beispielsweise durch Einwechslungen eines Außenverteidigers bei Rückstand. Das wiederum, stellt das fehlende taktische Verständnis einiger User hier unter Beweis…

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    • Welches du natürlich hast… :knie:

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    • @Mahatma

      Bitte nicht falsch verstehen. Die Einwechslung von Jung begründet zu kritisieren ist eine Sache. Man könnte argumentieren, die Aufgabe, welche Hecking ihm für die Schlussminuten zugeteilt hat, ist unnötig, oder nicht zielfördernd. Anders kann diskutiert werden, ob Jungs Fähigkeitenprofil passend für die angedachte Aufgabe ist.

      Einfach die Tatsache ad absurdum zu führen, einen Verteidiger bei Rückstand zu bringen ist nicht sonderlich differenziert und zeugt von wenig taktischen Verständnis.
      Eine ähnliche Thematik ist das prinzipielle Fordern einer zweiten Spitze bei Rückstand in den Schlussminuten. Das kann Sinn machen, tut es aber i.d.R nicht, da oftmals das Mittelfeld aufgegeben und konstruktives Offensiv-Spiel unmöglich gemacht wird. Das mag für Darmstadt passen, da sie ohnehin keines aufweisen können, für ambitionierte Vereine eher weniger.

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  5. Da wir über Dieter Hecking sprechen möchte ich hier mal einen Link von TM senden.
    http://www.transfermarkt.de/dieter-hecking-cheftrainer-/thread/forum/17/thread_id/96622/page/101#anchor_328881

    Ich meine hier genau den Post #2012 von einem User aus der Nachbarstadt.
    Er spricht ein paar Punkte an, die wir mit aufnehmen sollten in unsere Diskussion.

    PS: Ich wusste nicht, ob ich den gesamten Post kopieren und hier einfügen darf, daher die Verlinkungen.

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  6. Heckings Ruf ist nicht umsonst, dass er ein ausgezeichneter Spielanalytiker sei. Auch kann man an seinen taktischen Massnahmen eigentlich nicht so viel kritisieren. Auch die Kritik gegen Einwechslungen in den letzten Wochen kann ohne Probleme mit zahlreichen Beispielen von geglückten solchen gekontert werden.

    Ein Trainer spielt nicht, aber er soll die Spieler zum Spielen führen. Wichtig ist dabei, dass die Spieler verstehen war er will und gewollt sind seine Vorgaben zu folgen. Wenn Hecking ein Problem hat, dann eher in diesem letzten Punkt.

    Für Jürgen Klopp galt wohl letztes Jahr dieses Problem. Viel hatte er sich nicht geändert als Trainer aber vor dem dass er sein Rücktritt verkündete, weigerte sich seine Stars alles zu geben in den Spielen und wollten sich nicht an den Verein binden. Klar: es stimmte einfach nicht mehr. Aber dafür wurde Klopp mit einmal nicht ein schlechterer Trainer als vorher. Nur: seine Person war nicht mehr griffig.

    Die meisten Trainer in der BL scheitern an den Einkäufen. Man hat Wunschspieler und diese erfüllen nicht die Versprechungen. Aber bei Wolfsburg hält Allofs eher seine Hand über der Kaderzusammenstellung. Die Frage dass der Manager sich dafür stellen soll: kommt man in der jetzigen Situation mit Hecking weiter?

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  7. Nach Überdenken der Ereignisse der letzten Tage bin ich eigentlich zu dem Entschluss gekommen, man sollte Dieter Hecking nahe zu legen von seinem Amt zurück zu treten.
    So kann er sein Gesicht bewahren und der VFL sich neu orientieren.
    Wenn man Favre bekommen könnte sollte man zuschlagen.
    bevor die Verhandlungen mit Lyon abgeschlossen sind.
    Meiner Meinung nach ist der Riss zwischen Trainer und Team zu groß um hier wieder eine Einheit zu werden.
    Gehen wir mal vom Schlimmsten aus, wir verlieren in Frankfurt, Unentschieden gegen Köln zuhause, und Punkteverlust auf Schalke dann käme der Vorstand langsam in Bedrängnis und wäre zum Handeln gezwungen.
    Allerdings weiß man nicht, ob dann ein entsprechender Trainer auch verfügbar wäre.
    Davon ab das in diesem Moment die Vorbereitung der Rückrunde für die Katz wär.
    Man sah es ja an der Hinrunde, die in der Vorbereitung auf KdB ausgelegt war, und eh man sich versah war er weg.
    Fakt ist, sollte es so oder so ähnlich eintreffen, können wir uns von unserem Saisonziel dann spätestens verabschieden.
    Ich bin Dieter Hecking wirklich dankbar für alles was er für den VFL getan hat, dennoch glaube ich seine Zeit ist abgelaufen.
    Ich beziehe mich nicht auf die letzten vier Spiele, das ich zu diesem Entschluss komme, denn wenn man ehrlich ist spielen wir schon die gesamte Hinrunde keinen ansehnlichen bzw. erfolgreichen Fußball mehr, von ein zwei Ausreißern im Positiven mal abgesehen.

    So jetzt könnt ihr mich steinigen…. :D

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    • @Lehre71: also steinigen wird dich sicher hier keiner ;)
      Es werden sich sichelrich Leute melden, die das Thema anders beurteilen, was ja auch nicht schlimm ist.
      Ich für meinen Teil kann dein Kommentar nachvollziehen. Auch der Traniermarkt bietet aktuell auch eine passige Alternative für DH (aus meiner Sicht). Natürlich ist hier Favre gemeint.

      Ob die Entlassung von DH das Beste wäre weiß ich nicht. Ich hatte ja auch mal den Punkt aufgegriffen und eine Verstärkung für das Trainerteam vorgeschlagen. Jmd. der im Bereich Taktik und Spielphilosophie etwas neus mit DH zusammen auf die Beine stellt. Entsprechend müsste man dann ggf. mit KA nochmal auf dem Tranfermarkt aktiv werden.

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  8. Ich habe so meine Schwierigkeiten mich zu den Punkten „was genau finde ich an Heckings Arbeit gut oder schlecht“ zu äußern.
    Und das liegt vor allem daran dass Manches mir geschmäcklerisch erscheint, zum Beispiel Klopps Gehopse an der Linie ist nicht meins, aber ob es deswegen schädlich oder hilfreich ist vermag ich nicht zu beurteilen.
    Manches kann ich auch nicht wirklich beurteilen, zum Beispiel ob Hecking während des Spiels taktisch variabel umstellt (in der Halbzeit ist das auch für mich klar zu erkennen), oder ob manch Nachwuchsspieler bei uns auflaufen sollte oder ob die Bank mit 4 IV´s gut besetzt ist…
    Was ich aber erkennen kann sind die Auswirkungen in Summe.
    Und da bleibt für mich der Tatbestand, dass wir auswärts in der Bundesliga (und gegen den PSV) wie ein Absteiger spielen – und zwar sowohl was die Tabelle als auch was „den Fußball“ als auch was die Einstellung angeht. Und das mit höchster Konstanz.
    Und wenn ein Trainer nach JEDEM Auswärtsspiel genau den Finger in die richtigen Wunden legt (in seinen öffentlichen Analysen) sich aber NULL ändert, dann sind mir die Details woran das liegen könnte fast egal: als Ergebnis bleibt für mich stehen, das schlimmste was man über ein aktuelles Engagement eines Trainers bei einem Verein sagen kann: er ist wirkungslos und ohne jeden Einfluss auf das Geschehen. Und das kann sich kein Verein auf Dauer leisten. Auch wenn der Manager Allofs heißt und wir nicht Schalke 04 sind.

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    • Besser kann man es nicht schreiben, wenn man nicht die Worte finden kann bzw. es nicht an etwas speziellem festmachen kann. Ich will damit nicht sagen das ich genau diesen Standpunkt vertrete, er ist aber sehr nachvollziehbar geschrieben.

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  9. Ich frage mich, ob Trainer auch in die Kategorien Stratege und Taktiker aufgeteilt werden können. Ähnlich wie beim Schach sehe ich da gewisse Parallelen.

    Guardiola ist für mich der Typ Trainer, der zu Hause am Reißbrett eine Strategie entwickelt. Dafür braucht er auch das geeignete Spielermaterial, da sein „Handball-Fußball“ eine bestimmte (und teure) Sorte von Fußballer braucht.
    Was er dann aber während des Spieles macht, ist das Dirigieren taktischer Mittel: „Stell Dich hier hin. Passe jetzt nach links. Lauf.“ Größere Anpassungen per Spickzettel sind auch eher als taktische Mittel zu sehen.
    Guardiola, Klopp und Tuchel sind also vor allem Taktiker, die das Spiel intuitiv begreifen und „von der Seitenlinie aus Dirigieren“.
    Das ist auch besonders dann wertvoll, wenn zum Repertoire der Mannschaft der vielbeschworerene Rhythmuswechsel gehören soll. Das kann so ein Dirigent. Deswegen brauchte Pep auch Schweinsteiger nicht mehr – der Rhythmusänderungen selbst vornahm. Da verderben dann zu viele Köche den Brei.
    Van Gaal allerdings kann nur froh sein, wenn er den Dirigenten AUF dem Platz hat.

    Hecking sehe ich in der Gruppe der Strategen. Er entwickelt gerne ein an den Gegner angepasste Strategie. Freilich in einem (von ihm selbst) eng gesetzten Rahmen: Bei 15 Stammspielern plus Torwart sind der Variabilität Grenzen gesetzt.
    Heckings Anpassungen während der Halbzeit sind teilweise phänomenal. Allerdings läuft der Stratege immer Gefahr, dass sein Plan ins Leere läuft. Und das sieht dann mitunter echt dämlich aus.
    Ein Stratege wie Hecking (ich sehe übrigens Favre auch als Strategen an und weniger als Taktik-Dirigenten) braucht einen Dirigenten auf dem Feld.
    Seit wann ist der VfL nicht mehr erfolgsstabil? Seit Gustavo verletzt ist? Ich habe jetzt nicht nachgesehen, aber es dürfte zumindest klar sein, dass Guilavogui nicht der Typ Spieler ist, der dieses Gewisse Spielgefühl hat und Dirigieren kann.
    Arnold traue ich das in der Zukunft zu. Seine Bissigkeit und Aggressivität in den Zweikämpfen deuten an, dass er bereit ist, sich für einen Sieg zu zerreißen. Sein jugendlicher Leichtsinn lässt ihn zwar regelmäßig über das Ziel schießen. Aber das Ziehen von Fouls in unübersichtlichen und/oder hektischen Situationen darf gerne als dirigierendes Moment interpretiert werden. Arnold erinnert mich immer wieder an den damals heißblütigen Schweinsteiger, der von van Gaal erst zum Weltklasse-Dirigenten gemacht wurde.
    Dennoch fehlt Hecking derzeit solch ein Spieler auf dem Platz.
    Heckings temporär erfolgtes Seitenlinien-Coaching sehe ich als Korrekturen der strategischen Grundausrichtung an. Wenn es seiner Meinung nach dann auf dem Platz danach aussieht, dass seiner Strategie gefolgt wird, setzt er sich bequem zurück. Es gibt dann schlicht keinen Grund für ihn einzugreifen, denn die Strategie läuft und die taktischen Mittel sollen die Spieler finden (es liegt einfach außerhalb seiner Eingriffsmöglichkeiten). Ihn hier also für seine Art zu kritisieren – weil man als Fan einfach auf den anderen Trainertyp steht – halte ich für unangemessen.

    Zu den Wechseln und den gewählten Zeitpunkten:
    Im Laufe der Saison habe ich mich öfters dabei ertappt, dass ich ab der 60. Minuten versucht habe zu erraten, wann Jung für Träsch, Dost für einen OM etc. kommen werden. Die Personaländerungen waren oft gleich, die Zeitpunkte ebenso. Die damit einhergehenden Änderungen in den strategischen Konzepten waren allerdings vielfältiger Natur und sollten meines Erachtens nach nicht zu einseitig beurteilt werden (vgl. hierzu die Artikel der einzelnen VfL-Spiele bei spielverlagerung.de).
    Vielmehr sehe ich hier ein Problem bei der Zusammenarbeit zwischen Manager und Trainerstab.
    Wenn der Trainer nur auf 14, 15 oder 16 Spieler während der Hinrunde zurückgreift und am letzten Spieltag nahezu handlungsunfähig ist, weil Optionen von der Bank schlichtweg entfallen, so muss über die Zusammensetzung des Kaders gesprochen werden. Und zwar intern zwischen DH und KA. Anscheinend hat DH nicht das notwendige Vertrauen in seine Spieler. Kann es sein, dass KA Spieler ein- und verkauft ohne seinen Trainer ausreichend einzubinden? Wie sind hier die Kompetenzen innerhalb des VfL aufgeteilt?
    Ich weiß es nicht! Handlungsbedarf scheint hier mir aber gegeben.

    Wenn ich attestieren darf: Hecking gehört zu einer bestimmten Sorte Trainer, die man entweder mag oder eben nicht. Seine Handlungsmöglichkeiten sind erstens limitiert durch seine Art zu coachen und zweitens durch einen nicht optimal zusammengestellten Kader begrenzt, wofür er selbst nicht vorverurteilt werden kann, da die internen Abläufe uns nicht bekannt sind.

    Allofs ist meiner Meinung nach also viel mehr in der Pflicht:
    1) Er entscheidet letztlich über Spielerzu- und abgänge
    2) Er könnte DH entlassen sofern er zu dem Schluss kommt, dass der Kader eher den anderen Trainertypus (den des Seitenlinien-Dirigenten) braucht.
    3) Er ist letztlich auch ein Stück weit für die Außendarstellung des Vereins zuständig. Gemessen an seinen eigenen Ansprüchen bzw. den versprochenen Ergebnisses („Der VfL muss sympatischer werden“) ist Klaus Allofs in der Bringschuld!
    Ich bin selbst überrascht, dass ich schlussendlich dieses Fazit ziehen muss.

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    • @Pan: to make a long and complicated story short: basically the cat did it.
      Natürlich ist Allofs als Vorgesetzter von Hecking in der Bringschuld. Er muss entweder den Kader verändern oder den Trainerstab und dabei die Außendarstellung gut managen. Klar. Wieso überrascht dich das?
      Und noch eine Überraschung: wenn Allofs das langfristig nicht gebacken bekommt, ist der Chef von Allofs in der Bringschuld. Früher hätte man das personifizieren können (Winterkorn), heute geht das nicht mehr so einfach (was auch Vorteile hat, weil die „Gutsherrenart“ wegfällt – hoffentlich)

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    • Ich glaube, dass Sanz hier eine größere Rolle spielt, als manch einer denkt…

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    • @Hammerhai: erklär das bitte

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    • Ich sehe das ebenso, ich glaube Sanz ist im weitesten Sinne der neue Winterkorn. Ich könnte mit gut vorstellen, dass Müller nun ganz auf das Wort von Sanz baut. Nicht umsonst waren es meist sehr oft Winterkorn und Sanz die öfter beim Training vorbeikamen.

      Ich behaupte nun einfach mal, dass Sanz nun noch mehr das Waren hat als vorher.

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    • Es geht ungefähr in die Richtung wie der Beitrag von Jonny. Mit dem Unterschied, dass ich in Sanz schon immer mehr gesehen habe als ein ‚Schoßhündchen‘. Sanz war doch auch der entscheidende Initiator bei Magaths Demission im Oktober 2012. Gerüchten zufolge soll sich Winterkorn schwer damit getan haben, bei Magath den Daumen zu senken, wohingegen die Rückholaktion im März 2011 durchaus ein „gutsherrlicher“ Alleingang gewesen sein soll. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir damals im offiziellen Forum über Sanz‘ Körpersprache bei der Vorstellungs-PK diskutiert haben. Zwischen Magath und Sanz soll es bereits 2009 gehakt haben.

      Kurzum: Die Rolle, die Sanz spielt, sollte man nicht unterschätzen.

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    • @diego:
      Mich ueberrascht, dass ich dem geschaetzten Herrn Allofs ein schlechtes Zeugnis ausstellen muss. Ich habe seine Arbeit bei Bremen sehr geschaetzt.
      Waere doch schoen und einfach, wenn es es allein am Trainer liegt. Nur so leicht ist es eben bei uns gerade nicht.

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    • @Pan: das mit dem schlechten oder guten Zeugnis sollte man nicht überbewerten. Die Zeugnisse werden ja jede Saison neu verteilt und ein gutes Zeugnis für Allofs (und Hecking) in der letzten Saison kann eben diese Saison nicht automatisch übertragen werden. Es gehört in diesem Job neben den Fähigkeiten auch immer ein bißchen Fortun dazu. Um bei Allofs zu bleiben: der gute Kader letzte Saison ist Geschichte, die neuen haben (noch) nicht gestochen, der Trainer ist mit seinem Latein bei Auswärtsspielen am Ende, also muss Allofs jetzt handeln. Wenn er das gut löst, gibts am Ende der Saison wieder gute Zeugnisse, wenn das in die Hose geht, dann nicht.

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    • @Diego: Da stimme ich Dir zu.
      Ich hatte Allofs damals einfach dahingehend falsch eingeschaetzt, dass ich es fuer unmoelgich hielt, dass er sich solch grobe Schnitzer leistet, wie zu Beginn der neuen Saison.
      Korrigiert er diese Fehler bzw. wiederholt er sie nicht, bin ich der letzte, der ihm ein gutes Zeugnis verweigert.
      Mein Beitrag enthaelt neben dieser Kritik aber auch noch den Hinweis, dass ich Favre z.B. nicht als unbedingt bessere Loesung fuer unseren Kader sehe; bitte nicht als Allofs-Bashing verstehen!

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    • @Pan: nein, dein Beitrag wurde von mir in keinster Weise als Allofs-Bashing missverstanden. Und Favre: ich bezweifle sehr, dass wir an dem viel Freude hätten. Grund: er scheint mir vor allem auf die Defensive Wert zu legen, seine Mannschaften gewinnen oft 1: 0 oder ähnlich. Das muss keine Verbesserung des gegenwärtige Zustandes darstellen. Dann: er ist ein sehr spezieller Typ, der nach einer gewissen Zeit sich mit jedem in der Nähe befindenden Menschen zerstritten hat. Ob wir das wirklich brauchen?
      Überhaupt diese Trainerwunschträume: ich halte davon nichts. Ein Mourinho versagt gerade bei Chelsea kläglich, wohl wegen seiner Defizite als Mensch. Ein Klopp zeigt gerade in Liverpool, dass er ein sehr problematischer Trainer ist. Ein Van Gaal hat bei ManU die gleichen Probleme wie Hecking bei uns. Ein Pep hat zwei Mal krachend die CL bei den Bayern vercoacht…die Liste ist endlos.
      Also: was ich sagen will, es scheint mir so zu sein, dass es für jede Mannschaft und für jeden Verein zu jedem spezifischen Zeitpunkt eher gut oder eher schlecht geeignete Trainer gibt. Und Hecking war für uns lange der Richtige. Jetzt scheinen seine Körner aufgebraucht zu sein. Keine Ahnung, wer jetzt besser wäre. Favre glaube ich definitiv nicht.

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    • Ich glaube niemand kann den Sanz Einfluss wikrlich bewerten. Bei VW verantwortet er seit langem ein großes & wichtiges Resort. In diesem Resort hat er exellente Kontakt in alle Welt und daher ist auch gut angesehen. Das gilt wohl intern als auch extern.
      Zudem kommt hat ein Fabel für Fussbal ählich wie es bei WIKO war/ist.
      Denke auch das er mehr Sachverstand hat/hatte als Wiko.
      Aber in wie weit er alleine entschieden hat oder dürfte denke ich kann man nicht sagen und ist auch egal. Die Frage ist doch: Waren die Zeitpunkte seiner Entscheidungen immer richtig? ODer war es teilweise zu spät oder zu früh?
      Die Analyse kann möglichweise auch etwas über die Zukunft von DH & KA sagen.

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  10. Zu diesem Thema denke ich; kann ein Hacking sicherlich noch mehr Einfluss nehmen. Das er es kann, merken wir immer dann, wenn z.B. nach einer Halbzeit das Team wie ausgewechselt auftritt. Aber das muss auch im Spiel möglich sein.

    Letztens gab es eine Situation bei der ein Einwechselspielen dem Träsch einen Zettel gab, sowas fand ich dann komisch, da offenbar nur Positionsanweisungen drauf stand. Man kann auch trainieren den Einfluss von außen für die Spieler deutlicher zu machen.

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    • @ Lapis

      Der kleine Rodriguez brachte den Zettel bei seiner Auswechselung beim Spiel gegen Stuttgart mit auf den Platz und reichte ihn an seine Mitspieler weiter.

      Als Guardiola das neulich in einem BL Spiel machte wurde er von der Presse und Den Fans gefeiert, weil dieses angeblich den Sieg brachte…

      Ich denke, wenn dieses beim Vfl auch geklappt hätte, wäe das Bsp nicht aufgezählt worden..

      Für mich muss ein Trainer nicht wie Rumpelstilzchen an der Seitenlinie hoch und runter Hoppeln, ggf. sollte er sich einen Spieler heranholen, dem er kurze Instruktionen gibt und auch die Zettelgeschichte finde ich gut… D

      Die Frage ist..was stand auf dem Zettel und hat der Inhalt des Zettels eine tatsächliche Änderung auf dem Spielfeld bewirkt…den Eindruck hatte es auf mich nicht.

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    • @ballhexer

      das war nicht Pep sonder Andre Schuberth von Gladbach

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    • Es war auch Pep, dieser tat das und die Mannschaft gewann dann 2 zu 0 …

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    • @Ballhexer
      Auf dem Zettel stand ziemlich sicher, dass Naldo in den Sturm und Träsch in die Abwehr soll, weil es ganuso kam.Hat also schon eine Änderung bewirkt
      Gruß

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  11. Danke an lehre 71 . Du hast recht

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  12. Ich kann mich in vielen Aspekten den anderen Kommentaren anschliessen. Auch mir ist es egal, mit wieviel Emotionen ein Trainer von der Seitenlinie aus coacht. Entscheident ist, dass er in der Lage sein muss, Einfluss zu nehmen, und dies auch tut. Am besten kann Hecking dies scheinbar in der Halbzeit. Fruehe Wechsel sind nicht leider sein Ding, aber vielleicht ist es ja nur dem kleinen effektiven Kader geschuldet (ich weiss nicht, ob Hecking von sich aus trotz Zusatzbelastung CL an einem 14-15-Mann-Kader festhaelt oder ob es vielleicht ein Problem gibt, weil die jungen Spieler, die Allofs geholt hat (Ascues, Francisco R und Azzaoui), laut Hecking so gut wie nicht einsatzfaehig sind).

    Was mich aber am meisten stoert, ist das Hecking nicht im voraus seine Mannschaft so einstellen kann, wie er es moechte. Auswaerts spielt der VfL offensichtlich nicht so, wie Hecking das plant; und oft hat man den Eindruck, dass die Mannschaft ueberrascht ist, mit welcher Taktik der Gegner die Partie beginnt. Dann reagiert Hecking leider erst recht spaet.

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    • Hecking ist für mich nicht der große Taktiker, wie er hier schon mehrfach bezeichnet wurde. Ich sehe keine unterschiedlichen, auf den Gegner abgestimmte Taktiken, egal ob es ein Heim- oder Auswärtsspiel ist. Die Ballbesitzphilosophie ist in jedem Spiel ohne Änderung vorhanden gewesen.

      Ich sehe in ihm leider auch keinen großen Motivator. Die einzige Motivation erfolgt für den Gegner, in dem dieser grundsätzlich vor dem Spiel stark geredet wird. Bei allem Respekt, den man für einen Gegner aufbringen sollte, sowas finde ich im Vorfeld einer Partie einfach deplatziert. Die Einstellung der Mannschaft auf den Gegner funktioniert leider seit geraumer Zeit schlecht. Ich wünsche mir eine Mannschaft, die den Platz betritt und diesen nach dem Anpfiff sprichwörtlich umpflügt. Das erreiche ich durch aggressives Pressing, schnelles Umschalten mit wenigen Ballkontakten Richtung gegnerisches Tor. Was sehen wir? Jedes Mal einen müden, vorsichtigen Beginn, Sicherheitspässe, Ballhalten, horizontales Ballgeschiebe. 1-1-Situationen, Aktionen, die den Gegner direkt mal einschüchtern, nope, gibt es nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Ob es direkt ein Rumpelstilzchen à la Werner Lorant an der Seitenlinie sein muss, ich glaube nicht. Aber etwas mehr Engagement, sprich eine auffälligere Gestik am Spielfeldrand, darf es mMn schon sehr wohl sein. Die Komfortzone sollte auch ein Trainer mal verlassen müssen. Der Wind wird jetzt sicher stärker auch in seine Richtung wehen. Es wird immer gesagt, dass der Fußball von Emotionen lebt. Eben diese Emotionen scheinen bei Trainer und Mannschaft momentan einfach nocht vorhanden zu sein. Hiervon muss man sicher einige Spieler ausnehmen. Maxi ist für mich der Spieler der Hinrunde gewesen. Er hat sich aus seinem Loch raus gekämpft und rackert in jedem Spiel. Er versucht, das Spiel auch schnell zu machen, aber hier muss ich einfach die Vorgaben von Hecking hinterfragen. Ich glaube kaum, dass die Spieler von sich aus ausschließlich den Weg über die Flügel suchen oder den Ball mit dem Rücken zum Gegenspieler immer direkt als Sicherheitspass zurück spielen. Niemand startet in die freien Räume. Das Bilden von Dreiecken hatte schon jemand angesprochen. Durch Standfußball schaffe ich mir aber auch keine Räume, die unsere Spieler benötigen, um ihre Stärken sinnvoll einbringen zu können. Und da nehme ich nach so langer Zeit, die Hecking nun schon in Wolfsburg ist, den Trainer in die Pflicht. Eine Entwicklung des Spiels, offensiv als auch defensiv, ist für mich nicht erkennbar. Das ist Stillstand pur.

      Das andere Gesicht, welches wir öfter in der Hinrunde in der zweiten Halbzeit gesehen haben, resultiert mMn eher aus deutlichen Ansprachen, sog. Kopfwäschen, die die Spieler in der Halbzeitpause erhalten haben. Oft sieht man kaum andere taktische Aufstellungen oder Spielweisen, sondern einfach ein schnelles Umschalten, mehr Einsatz und der Wille, offensiv nach vorne zu spielen. Ich würde mir wünschen, dass die Mannschaft mal VOR einem Spiel so emotionalisiert werden würde. Ich habe einfach das Gefühl, dass es nahezu immer die identische Ansprache vor einem Spiel gibt. Vielleicht wird da viel zu sachlich unser bekanntes Schema-F und Heckings Ballbesitz besprochen. Leider war ich noch nie Mäuschen in der Kabine oder bei der Vorbesprechung.

      Wenn ich mir die Playlist von Josh auf Spotify anschaue, da würde bei mir auch ein Funke überspringen. Sollte er vor dem Spiel solche Musikspielen, sind die gebotenen Darbietungen auf dem Platz kein Wunder.

      Vielleicht kann HuiBuh demnächst mal etwas längere Videos vom Training anfertigen. Dabei könnte man dann besonders auch auf Hecking achten. Wird viel korrigiert, wie ist die Stimmung allgemein, ausgelassen, konzentriert, wird engagiert gearbeitet, werden die Korrekturen von Hecking im Anschluß auch umgesetzt.

      Mir kam es beim Warmmachen in Stuttgart schon so vor, dass die Konzentration vieler Spieler nicht sehr hoch war. Die Torschüsse waren alles andere als gefährlich, Benaglio musste selten eingreifen, viele gingen meilenweit am Tor vorbei/drüber. Das kann doch so nicht sein. Da erwarte ich direkt ein Einschreiten des Trainerteams. Kommt mir manchmal wie ein Teamausflug vor, fehlt nur noch das Bierchen zwischendurch. ;)

      Ich kann sicher nich viele Punkte aufzählen, etliche wurden auch schon sehr gut von anderen dargelegt. Für mich ist Heckings Zeit abgelaufen. Wir verdanken ihm viel, aber mit einem KdB in der Form des letzten Jahres hätten auch andere Trainer Erfolge verzeichnet. Dieser hat die Schwächen anderer Spieler und des Trainerteams und dessen Einfluss auf das Spiel kaschiert. Da Kevin alle Freiheiten hatte, konnte er das Spiel oft so gestalten wie er es wollte. Diese Kreativität geht uns aktuell halt komplett ab. So versucht die Mannschaft den Matchplan des Trainerteams umzusetzen. Ich glaube, diesen Matchplan gibt es nicht. Es wird eh immer das gleiche System mit der gleichen Taktik gespielt, zumindest wenn es nach DH geht. Die erforderliche Flexibilität des Trainers und die Fähigkeit, die Mannschaft auf jeden Gegner individuell einzustellen, spreche ich Hecking mittlerweile ab. Auf dem Platz und auf der Bank gibt es keine Überraschungen, das Spiel ist ausrechenbar, ich weiß, wie wir angreifen werden, wie man uns aus dem Spiel nehmen kann und wer wann für wen eingewechselt wird. Ich bin sicher, dass die anderen Mannschaften, die sich professionell auf einen Gegner wie den VfL vorbereiten, genau diese Punkte in ihren Spielbesprechungen aufzeigen.

      Wir sind meilenweit von unserem Ziel entfernt, die Tendenz ist eindeutig negativ, die Aussagen einiger Spieler lassen Probleme innerhalb des Teams und/oder zwischen Mannschaft und Trainerteam vermuten. Ich danke Hecking für die bisherige Zusammenarbeit, aber ich bin dafür, eben diese kurzfristig zu beenden. Es müssen neue Reize gesetzt, neue Ideen eingebracht und ein variabler, unausrechenbarer VfL auf den Weg gebracht werden. Da wir nicht die komplette Mannschaft austauschen können, das schwächste Glied wie immer der Trainer ist, die Mannschaft dazu eine gewisse Qualität innerhalb des Spielermaterials mitbringt, bin ich für eine Trennung. Da ich nicht glaube, dass es jetzt dazu kommen wird, werden wir nach der Winterpause, die kaum Zeit für eine ordentliche Vorbereitung bietet, wieder den gleichen langweiligen Handball sehen.
      Ich wünsche Hecking, dass er sich selbst reflektiert, mutiger und aktiver wird und versucht, die Mannschaft wieder näher zusammen zu bringen und vor dem Spiel die Einstellung und Liebe zum Beruf Fußballspieler aufleben dann auch auf dem Rasen aufblitzen zu lassen. Der Rasen muss sofort brennen, wenn ein hungriger Wolf ihn betritt!

      Just my 2 cents again! ;)

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    • Schon wieder ein sehr guter Kommentar von Dir! :top:

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  13. Großes Lob übrigens für diese neue Serie. Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber die Beiträge sind sprunghaft deutlich besser geworden. Es macht richtig Spaß, alles zu lesen und auch zu schreiben, wenn jeder sachlich auf Beiträge anderer eingeht. Dass es auch unterschieldiche Meinungen gibt, super, datt mutt so.

    Diese Beiträge zu täglich wechselnden Thesen/Punkten finden scheinbar recht viele interessant. Es wird sich z.Zt. so zwar auch emotional, aber dennoch in einem vernünftigen, angemessenen Ton hier ausgetauscht. Das war nicht immer so. Finde ich echt klasse! Bitte weiter so! :top:

    Just my 2… Ihr wisst schon!

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  14. OT: Ist der VFL bei einem Hallenturnier dabei? Sehe ich immer so gerne.

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    • Ich muss bei Hallenturnier immer sofort an Handball denken. Das wuerde ja auch zur momentanen Spielweise passen ;-)

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    • Soweit ich weiß, nimmt unsere U19 am Mercedes-Benz Junior Cup (5. & 6. Januar) teil. Da trifft die U19 in der Gruppe A auf Rapid Wien, Stuttgart und Guangzhou Evergrande. Gruppe B besteht aus Schalke, Manchester United, Hoffenheim und Brügge. Live auf Sport 1.

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  15. Osimhen nach Wolfsburg?
    Laut nigerianischer Presse wohl eher nicht:
    http://www.vanguardngr.com/2015/12/osimhens-family-agents-bicker-over-transfer/

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  16. Irgendwie Off-Topic, da es sich um einen anderen Verein/Trainer handelt, aber die Aussagen von Ancelotti in der ersten Hälfte des Textes passen aktuell auch zu unseren aktuellen Themen.
    Ich finde seine demokratische Methode übrigens sehr interessant und nachvollziehbar.

    http://m.welt.de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern-muenchen/article150256849/Ancelotti-benennt-schwierigste-Aufgabe-beim-FC-Bayern.html

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  17. Bezweifle dass Heckings Zeit abgelaufen ist. Während seiner Zeit wuurden Naldo und Gustavo seine verlängerte Hände auf dem Feld, er hat Spieler wie Vierinha, Rodriguez und Träsch aus einem Leistungsloch rausgeholt, Arnold und Knoche entwickelt. Man hat wirklich das Gefühl gehabt, dass Hecking ein Team gebaut hat. Und gerade dieses Gefühl ist jetzt weg. Und die Ursache sehe ich, wie gesagt, an die neue Kadersituation.

    Probleme gab es auch letztes Jahr mit Hunt und Bendtner aber die beiden waren sehr oft verletzt und daher so wie so keine Alternativen. Der Unterschied sonst bezieht sich natürlich auf die Ab- und Zugänge und Gustavos Verletzungen. Die Vorbereitung zur CL hat zu höherer Kosten geführt als man vielleicht denkt.

    Ich denke man soll jetzt abwarten und sehen wie die Verantwortlichen reagieren, auf dem Transfermarkt und in der Vorbereitung. Allofs hat wohl so was geäussert: wir verfolgen unsere Ziele weiter, wenn Probleme dann korrigieren wir diese Ziele. Scheint für mich eindeutig zu sagen dass er die Probleme nicht bei Hecking vorfinde. Sollte es schlecht weitergehen wird eher der Kader sich verändern.

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    • Es ist sehr schmeichelhaft, dass du denkst das sich höchstens der Kader ändert, ja man wird sicherlich versuchen was am Kader zu machen. Ich bezweifel jedoch das man aus der Not gehraus einen Spieler verpflichten wird, dieses betont Allofs auch. Der Spieler muss den VfL auf weite Sicht weiterbringen. Demnach wird es selbst bei schlechteren Leistungen der Spieler in unserem Kader nur dann eine Reaktion sietens Allofs geben, wenn sich auf dem Transfermarkt eine gute Chance im Preis/Leistungsverhältnis auftut.

      Sei dir sicher, sollten wir nach der Vorbereitung nicht die Kurve bekommen, wird nach geraumer Zeit ein Herr Sanz im Auftrag von VW handeln bzw. Sanz selbst, denn dessen „Macht“ ist sicherlich alles andere als gesunken.

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    • @Kurpfalz: „Während seiner Zeit wuurden Naldo und Gustavo seine verlängerte Hände auf dem Feld, er hat Spieler wie Vierinha, Rodriguez und Träsch aus einem Leistungsloch rausgeholt, Arnold und Knoche entwickelt. Man hat wirklich das Gefühl gehabt, dass Hecking ein Team gebaut hat.“
      Ich sehe das anders als Du. Hier wird doch schon langem (also nicht erst seit dieser Saison) darueber diskutiert, wie wenig Hecking die Jugend (Arnold und Knoche) einsetzt, wie wenig er das Leistungsprinzip anwendet, wie sehr die Leistung von RiRo nachgelassen hat (Vieirinha und RiRo waren meiner Meinung nach zu Heckings Anfangszeiten staerker als jetzt).

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    • Hecking sagt heute im großen Interview, dass Gustavo und Naldo nicht die Rolle „eines verlängerten Armes“ auführen könnten. Für sie wäre der Spaß am Wichtigsten.

      Auf Dauer sieht er neben Diego nur Max Kruse in dieser Rolle.

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    • Hinweis auf Gustavo und Naldo sehr interessant. Wusste ich nicht dass man es so bewertet bei VfL. Habe immer den Eindruck gehabt dass die beiden auf dem Feld sehr wichtig waren. Dass RR und Vierinha stärker waren beim Amstantritt Heckings ist wohl sehr zweifelhaft. Bei Köstner ist ja RR aus der Mannschaft geflogen und kam eigentlich nur im März wieder dauerhaft auf den Platz. Auch Vierinha wurde ja nur nach die Halbsaisons Heckings in aller Munde und portugiesischer Nationaspielr.

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    • Vieirinha konnte schon immer was, wieso er nicht berücksichtigt worden ist, weiß wohl keiner.

      Sein Problem ist meiner Meinung nach eigentlich „nur“ das er zu selten den Torabschluss sucht und wenn er ihn sucht, ist er meistens ohne Erfolg. Zudem, so kommt es mir vor, ist er bei Flanken oft zu überhastet. Er macht alles wunderbar mit dem Ball, er hat starke Dribblings und ist meiner Meinung nach der stärkste Techniker, bekommt aber bei dem wesentlichen nicht seine PS auf den Boden. Die PS betitele ich im Torabschluss und den Flanken. Er braucht da meiner Meinung nach mehr Ruhe, denn die Technik und das Können hätte er eindeutig dafür.

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    • Sehe ich auch so Vieirinha ist unser technisch stärkster Spieler, aber wie Jonny schon schrieb, wirken seine Abschlüsse und Flanken teilweise überhastet.

      Ich schätze mal, dass er einfach bei den falschen Vereinen gespielt hat, um berücksichtigt zu werden.
      Bei dessen Verpflichtung muss man Magath echt mal loben, auch wenn da sonst Spieler wie Medojevic oder Hasani dabei waren.

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  18. Mit der holprigen Hinrunde habe ich gerechnet, doch war das Auftreten der Mannschaft gegen Ende der Hinrunde dennoch unglaublich enttäuschend. Das letzte Spiel war bezeichnend: Wie kann man sich beim Tabellenletzten ab dem 1:3 so aufgeben, obwohl noch fast 45 Minuten zu spielen sind? Auch nach dem Platzverweis für Stuttgart ging kein Ruck durch die Mannschaft. Hier kann auch der Trainer keinen Knopf drücken. Allofs und Hecking hatten es bereits im öffentlicher Kritik versucht, doch nachhaltig hat diese nicht gefruchtet. Einerseits erleben wir Spiele wie in der 2. Halbzeit gegen Dortmund oder ManU, dann folgen wieder Schlaffi-Auftritte wie in Stuttgart. Ich setze da auch eher auf einen Selbstreinigungsprozess innerhalb der Mannschaft, wobei der Spannungsabfall nach der erfolgreichen Vorsaison nicht unbedingt die Ausnahme darstellt. Das ging anderes Teams auch schon so. Zudem…

    De Bruyne und Perisic sind weg. Rodriguez, Vierinha, Gustavo und auch zuletzt Caligiuri laufen ihrer Form in diesem Jahr weit hinterher, haben ständig Wehwehchen. Schürrle ist immer noch nicht voll da, wobei die Tendenz etwas positiver ist als zuletzt. Draxler war auch zwischenzeitlich angeschlagen. Kruse sogar richtig verletzt. Wenn dann auch noch individuelle Ausetzer wie zuletzt von Guilavogui und Dante dazukommen, sieht es nicht wirklich gut aus. Außerdem denke ich immer noch, dass ein tieferes Stehen und schnelleres Umschalten Spielern wie Schürrle und Caligiuri entgegenkämen. Perisic war ein anderer Typ auf dem Flügel. Für den aktuellen VfL-Fußball wäre ein (im Sommer ablösefreier?) Didavi sicherlich eher geeignet als 32-Mio.-Mann Schürrle.

    Die positiven Erscheinungen in der Hinrunde waren eigentlich nur Träsch und aufgrund der letzen Partien Arnold, der noch nicht glänzt, aber seine Rolle gefunden zu haben scheint. Naldo war beständig. Beim Rest war es so wie mit Benaglios Abschlägen: man wusste vorher nie, was man bekommt.

    Dabei sehe ich es nicht so, dass wir grundsätzlich planlos anrennen würden. In guten Phasen sieht man immer wieder wiederkehrende Elemente in unserem Spiel. Auch haben wir einige Treffer sehenswert herausgespielt. Aber: Wenn 10 Mal eingelaufen wird und 10 Mal abgebrochen und lieber nach hinten gespielt wird (weil der Mut und das Selbstverständnis fehlen?), laufen die Offensiven irgendwann instinktiv weniger. Am Ende bleibt ein statisches Ballgeschiebe. Auf der anderen Seite sehe ich bei uns regelmäßig eine gewisse Überheblichkeit: immer wenn der Gegner früh presst! Wir versuchen uns stets spielerisch zu befreien, auch wenn man noch gar nicht richtig auf dem Platz ist. So hat man im Pokal gegen Bayern, daheim gegen Dortmund, in Augsburg etc. reihenweise dem Gegner in der eigenen Hälfte den Ball ohne Not in die Füße gespielt. Gegen Bayern und Dortmund hätten wir so in den ersten 30 Minuten vier, fünf Stück fangen können. Wenn man merkt, dass es noch nicht läuft, muss man auch einfach mal „Raus das Ding!“ sagen bzw. einfache Mittel wählen. Scheinbar denken unsere Jungs jedoch, sie könnten einen Fußball wie die Bayern aufziehen. Die Folge: Man fängt sich wie zuletzt in Stuttgart – trotz eigener Führung in einem Auswärtsspiel! – die einfachsten Konter. Zum Ausflippen!

    Ich denke schon, dass unsere Mannschaft in der Lage ist, einen vernünftigen Ballbesitz-Fußball zu praktizieren – aber nur mit der nötigen gedanklichen Frische und Laufbereitschaft. Zudem dürfen wir nicht versuchen, ausschließlich „Handball“ zu spielen. Man sollte nicht versuchen, die Bayern zu kopieren – dazu reicht die Klasse bei Weitem nicht aus. Wir brauchen wieder mehr Tempo im Spiel und ein schnelleres Umschalten. Das Einstreuen von langen Diagonalbällen funktioierte in guten Phasen auch sehr gut. Doch zuletzt ist die richtige Balance verloren gegangen. So spielt man zu viel Klein-Klein, macht Fehler und steht hinten blank. Hat einigen Gegnern mächtig in die Karten gespielt…

    Meine Zweifel begründe ich in erster Linie mit der Zusammensetzung des Kaders – ich meine dabei jedoch nicht die Spielertypen (auch wenn man hier ebenfalls diskutieren kann), sondern die Charaktere. Ich sehe keine klare Hierarchie und keine Charakterköpfe, die mal poltern. Schäfer (eigentlich fester Bankdrücker) und Benaglio (Torwart) sind mir zu wenig. Und Spieler wie Rodriguez, Draxler (nach seinem ersten Vereinswechsel), Dost (scheint sehr ich-bezogen) etc. haben mehr mit sich selbst zu tun…

    …läuft es in der Rückrunde – wenn hoffentlich alle richtig fit sind – generell besser, sehen auch wieder die einzlenen Spieler besser aus. Mir fehlen aber weiterhin die Lautsprecher, wenn es mal nicht läuft. Der Trainer von der Seitenlinie hat da m.E. auch nur begrenzten Einfluss.

    Ständig den Trainer zu wechseln, wenn es mal nicht läuft, und so stetig für neue Impulse von außen zu sorgen – das sind die üblichen Mechanismen eines Chaos-Klubs wie dem HSV in den vergangen Jahren. Durch solche schlechten Phasen muss ein Vereien einfach durch. Und die Mannschaft muss auch durch solche Phasen wachsen. Sollten wir in der Rückrunde abstürzen, muss man selbstverständlich darüber diskutieren, die Reißleine zu ziehen. Aber ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wäre für mich das absolut falsche Signal an die Mannschaft. Die Spieler dürfen keinesfalls verinnerlichen, dass bei uns in jeder schlechten Phase prompt der Trainer fliegt. Kontinuität im Verein zeigt sich besonders in schlechten Phasen. Wenn das Verhältnis zwischen Trainerteam und Mannschaft aus irgendwelchen Gründen absolut zerrüttet wäre, würde dies sicherlich eine Ausahme rechtfertigen. Aber so weit ist es bei uns wohl noch lange nicht.

    Frohe Feiertage und bis zum neuen Jahr!

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    • Sehr guter Beitrag. :top:

      Wie hieß es hier in letzter Zeit häufig so schön?
      „Besser kann man es nicht schreiben“ :)

      Deinen letzten Absatz habe ich genau so auch weiter oben ähnlich formuliert. Exakt meine Meinung.

      Dir auch frohe Feiertage!

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    • @Schalentier:“…Mir fehlen aber weiterhin die Lautsprecher, wenn es mal nicht läuft……Ständig den Trainer zu wechseln, wenn es mal nicht läuft,….. Durch solche schlechten Phasen muss ein Vereien einfach durch.“

      Abstrakt hat diese Passage meine 100%-ige Zustimmung, ABER:
      das „wenn es mal nicht läuft“ ist in der gesamten Hinrunde IN JEDEM AUSWÄRTSSPIEL der Bundesliga (und gegen PSV) der Fall. Da fällte es mir schwer von „wenn es mal nicht läuft“ zu sprechen sondern das könnte systemische Gründe haben. Und mit der „schlechten Phase“ geht es mir genau so: wenn es systemische Gründe hat und diese nicht abgestellt werden können, dann ist das mit „Augen zu und durch“ vielleicht nicht getan.

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  19. Ergänzend nochmal kurz zu den Aufgaben, die sich das Trainer meines Erachtens nun stellen muss:

    Auf der Doppel-Sechs hatten wir zuletzt keine Stabilität, da Gustavo ständig ausgefallen ist. Zudem hat es Arnold erst zuletzt geschafft, hin und wieder spielerische Impulse zu setzen. In der offensiven Dreierreihe davor wurde das „Herz“ vor der Saison neu besetzt. Mit Kruse und Draxler, die sich mehr oder weniger die Aufgaben von de Bruyne teilen, sind zwei Neue auf Schlüsselpositionen hinzugekommen. Zudem turnt auf dem Flügel mit Schürrle ein anderer Spieletyp rum, als es Perisic war. Noch funktioniert das alles nicht zufriedenstellend. Dafür gibt es auch nachvollziehbare Gründe. Draxler kam erst spät hinzu. Zudem fielen beide, Draxler und Kruse, zweitweise aus. Und das wechselnde Personal in deren Rücken auf der Doppel-Sechs war auch nicht hilfreich. Im Laufe der Hinrunde mit den vielen Spielen ist (leider) erst wenig zusammengewachsen – hier muss man nach der Wintervorbereitung einfach eine Weiterentwicklung sehen können! Die Idee, ganz vorne neben der Variante mit einem Stoßstürmer Dost auch eine zweite Variante mit einem beweglicheren Schürrle im Wechsel mit Kruse spielen zu können, finde ich nicht schlecht. Aber hier liegt auch noch viel Arbeit vor dem Trainerteam. Zudem muss hinten die Abstimmung verbessert werden. Sehr oft haben unsere Sechser zentral keinen Zugriff bekommen, rückte der Außenverteidiger ein und stand man in der Folge auf dem ganzen Flügel blank. Immer wieder ähnlich Fehler. Daran muss man arbeiten. Bespielsweise scheint sich Draxler seinen defensiven Aufgaben, wenn er weiter außen spielt, noch nicht so richtig bewusst.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Hecking & Co. haben Nachholbedarf und stehen in der Pflicht, doch unlösbar erscheinen mir die Aufgaben generell nicht. Nur ist nun der Druck größer, denn eine Halbserie ist vorbei und man läuft seinen Zielen bzw. der entsprechenden Tabellenregion etwas hinterher.

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  20. Dieser Kommentar ist nicht nur auf den Wolfs Blog bezogen.

    Wenn man sich so die Kommentare anschaut, kommt es so rüber, als ob manche eine persönliche Fehde gegen Hecking und/oder Allofs führen. Schon seit Monaten wird mit teils merkwürdigen Argumenten versucht, unsere Führung ins schlechte Licht zurücken und zu feuern. Da wird z.B. gefordert, dass Hecking den Hut nehmen soll, weil Er einem sowieso schon immer unsymphatisch war. Es werden behauptungen aufgestellt, die so nicht stimmen, z.B. dass man Brandt ja einfach hat ziehen lassen. Der Ton der dabei angeschlagen wird, ist unter aller Sau. Der aktuelle tiefpunkt wurde heute erreicht, als man Hecking als Hitler „verkleidete“. :kotz:
    Bevor die Leute kommen mit, aber kritik muss doch erlaubt sein…ja aber auch (sachliche) Kritik hat seine Grenzen, was natürlich nicht heißen soll, dass alles super läuft aktuell.
    Warum eine persönliche Fehde? Egal was Hecking macht, es ist immer falsch. Nimmt Er unsere Spieler in Schutz (siehe Schürrle seit Monaten) ist es falsch. Kritisiert Hecking Schürrle, dass Er (Schürrle) jetzt langsam seine Leistung abrufen muss und dass man mehr von Ihm erwartet, ist es falsch.
    Oder auch zum aktuellem Knoche-GERÜCHT. Da wird schon Hecking und Allofs die Hölle heiß gemacht, wegen was? Einem Tm.User der eine behauptung aufgestellt hat. Das aber zu einem Transfer 4 Parteien (Wob, Knoche, Berater, Gladbach) gehören, wird außer acht gelassen. Genauso, dass man auch mal Knoche hinterfragen muss. Bevor Knoche von Klose ersetzt wurde, war Knoche in einem Formtief (hat Ihn auch die EM gekostet), da haben Ihn auch schon Leute weggeschrieben, und danach war Er lange verletzt. Jetzt ist Er seid 1-2? Wochen wieder fit und hat gerade jetzt die perfekte Gelegenheit sich seinen Platz zurück zu holen. Dazu gehört auch Knoches Willen. Zum Vergleich: Maxi Arnold bekommt gefühlt in jeder Transferphase einen neuen Spieler vor die Nase gesetzt und Er haut nicht ab, im Gegenteil er kämpft sich immer wieder in die Mannschaft.
    Warum sollte Knoche zu Gladbach wechseln? Dort gibt es 7 IV (ein paar verletzt, die kommen aber auch wieder).
    Dass man unsere Jugendspieler mehr einbinden soll, finde ich immer wieder faszinierend. Horn war zum ersten Mal im Kader gegen Stuttgart und 80% (vlt. übertrieben) der Facebook-kommentare fragte sich wer Horn ist. Der Rest freut sich, dass Dante auf der Bank ist und warum Dost nicht spielt.

    Alles ein bisschen durcheinander, aber es ist spät und sonst hätte ich vlt. nicht schlafen können :D

    (edit/admin: geschrieben vor zwei Tagen, sorry fürs verspätete freischalten – Weihnachtsstress :) … Neuuser freigeschaltet, herzlich willkommen.)

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    • Thesen wie „Draxler sagt, man habe viele Freiheiten – also fehlt es an einem Offensivkonzept“ passen da auch sehr schön ins Bild. Heute scheint die Sonne nicht – also muss es regnen.

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    • „Der aktuelle tiefpunkt wurde heute erreicht, als man Hecking als Hitler “verkleidete““

      Habe ich da was verpasst?
      Wer macht denn so einen Schmarrn?

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    • Wie sieht denn das Offensivkonzept aus? Es gibt zwar Andeutungen wie wir spielen, doch als Konzept würde ich dieses nicht bezeichnen.

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    • Kein Problem dass es solange gedauert hat @HuiBuh.

      @jonny.pl Unser eigentliches Offensiv-konzept ist den Ball auf die außen zu bringen, sei es durch Pässe oder lange Flanken und dann bis zur Grundlinie laufen und den Ball in den Strafraum flanken oder auf den aufrückenden AV abzuspielen, der dann dasselbe macht. Leider funktioniert es nicht, siehe RiRo, seine Flanken sind überall gelandet nur nicht bei seinen Mitspielern^^

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    • Das nennt sich dann Offensivkonzept? Es wird nicht mal Hinterlaufen, was das bis auf die Grundlinie laufen schon mal schwer macht. Um mit diesem Konzept durchzukommen muss man schnell spielen, dieses tun wir überhaupt nicht. Demnach scheint das Konzept nicht gerade sehr durchdacht… Zudem sehe ich in einem Konzept immer ein Plan B, es sollte demnach gut durchdacht sein, wir haben meist keinen Plan B.

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  21. Das mit Hecking und Hitler eine Ente? Wenn das war ist sollte von allen Seiten strafrechtlich dagegen vorgegangen werden. Wenn das stimmt ist das nicht nur menschenverachtend. Wo steht das oder?????

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  22. Nebenbei: Teil 3 versuche ich heute Nacht nach der Weihnachtsfeier zu veröffentlichen.

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  23. Teilweise habe ich hier das gefühl wir spielen gegen den Abstieg, man man man. Da wird von Rücktritt und Co gesprochen. Wir hatten noch nie in der Geschichte so viel erfolg wie mit Hecking und Klaus!! haben die beiden sich gar keinen Kredit bei euch erspielt?? Die Paar Punkte auf Platz sind wenns gut laüft in 2 Spieltagen aufzuholen, und wir haben noch die ganze Rückrunde. wir werden eben anders bearbeitet, ernster genommen vom Gegner. Das macht es nicht leicht. Am Ende stehen wir schon auf nem Internatioalem Platz, da bin ich überzeugt.Die Grage ob wir ein trainer wie ein HB Männchen haben oder nicht ist doch scheoß egal! hauptsache aufm Platz passts. Hecking ist super symphatisch und hat viel erfolg, sowas findet man nicht häufig. Entweder Arsch(Mourinho) und erfolgreich oder Nett und kann nix(Skripnik)

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    • Dem würde ich gerne widersprechen. Viele sind Hecking und Allofs dankbar für ihre bisherige Arbeit, nur gibt es zur Zeit durchaus Grund sich Sorgen zu machen, sei es bzgl. taktischer Anweisungen, mannschaftsinterner Dinge oder gar der Außendarstellung. Nein, absteigen werden wir nicht, jedoch die Auswärtstabelle ist ein deutliches Warnsignal(!)und sollte nicht missachtet werden. Dort stehen wir auf Platz 17 mit einem Torverhältnis von 4:13 und gerade mal 6 Punkten (1S/3U/4N). Und wie du doch passend geschrieben hast, „hauptsache auf dem Platz passt es“, kann diese Statistik es zur Zeit nicht bestätigen.

      Das der Gegner uns anders bearbeitet halte ich ebenfalls für nicht ganz korrekt. Die gleiche Spielweise hatten unsere Gegner bereits in der letzten Rückrunde, meist gelang es uns da noch, oder böse Zungen könnten von einem Geniestreich KdBs sprechen, irgendwie die Lücke zu finden.

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    • Naja es lag natürlich nicht ganz alleine an KDB, aber doch zu einem großen Teil.

      KDB hat meistens gleich Tempo aufgenommen bei möglichen Kontern, hat die Fähigkeit den Ball gleich mitzunehmen, ohne dass dieser 2-3 Meter vom Fuß springt und konnte den genauen Pass spielen.

      All das geht uns momentan ab.

      Wenn ich bedenke, wie häufig Konterchancen durch schlechte Ballannahme oder ungenaue Pässe und daher auch eben ohne Tempo oder Risiko vertendelt wurden….
      Hinzu kommt noch die Ungefährlichkeit bei Standards, was eigentlich weniger mit KDB zu tun hat.
      Wenn man sich so manche Ecken und Freistöße direkt in den Gegner anschaut…naja gegen Manchester hat es geklappt ;-)

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    • Ti Mo, sind dir die ganzen Auftritte aus der Hinrunde schon wieder entfallen? :)

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