Sonntag , Oktober 25 2020
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Wölferadio-Frage der Woche: Hat der VfL Wolfsburg keine Identität?

Draxler-Schief„Alle-wollen-weg-Club“, der Fall Draxler und die Folgen – pünktlich zum Saisonauftakt meldet sich das Wölferadio mit einer Frage zurück, die die Wolfsburger-Fußballfans gerade jetzt in der Sommerpause massiv beschäftigt: Hat der VfL Wolfsburg keine Identität? Darüber wird Lenny im Wölferadio-Prolog zur Spielzeit 2016/2017 am kommenden Donnerstag mit Carsten Arndt, Redakteur von Eurosport.de, diskutieren. Er hatte in einem Artikel u.a. geschrieben: „Der Klub aus der Autostadt kämpft mit Imageproblemen, dem Ausbleiben von Fans und hat keine eigene DNA. In naher Zukunft ist keine Besserung in Sicht.“
Doch bevor es soweit ist, zählt eure Meinung: Schreibt wie immer an Lenny oder ganz +++NEU+++ schickt auf der Wölferadio Facebookseite eine Sprachnachricht +++NEU+++ und landet persönlich in der Show.

32 Kommentare

  1. ..finde die Idee gut..wäre e dazu nicht auch mal sinnvoll einen Interessierten Runde mit dem Verantwortlichen der Marketingabteilung beim VfL zu machen?

    Vielleicht könnte man dort mal exklusive Infos hören, ggf den ein oder anderen Vorschlag unterbreiten und diesen auch mal fragen, warum es in der Öffentlichkeit so scheint, als hätte der Verein keine Identität???? :keks:

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  2. Sicher sind manche Aktionen in der Vergangenheit nicht sehr glücklich gewesen (Draxler-Aussage, öffentliche Kritik an Spielern etc.), aber jeder Verein bietet so etwas, nur wird das dann gerne ignoriert.
    Bestes Beispiel wäre da doch der „Vorzeigeverein“ aus Dortmund.
    Auch dieser so „tolle“ Verein, mit dem super Image bzw. der super Identität, den Verein „über alles liebenden“ Fans, die es bei uns angeblich nicht gibt, kann die Stars nicht halten.
    99% aller Vereine sind nur Sprungbretter, aber bei uns wird das wieder ausgeschlachtet, z.B. bei Dortmund wird nichts in der Richtung erwähnt.
    Ich persönlich habe jetzt auch kein Problem damit, Fan eines „Sprungbrettvereins“ zu sein.

    Zum Thema keine Fans:
    Sicher gehört der VfL nicht in die Spitzengruppe, was die Fananzahl angeht, aber viele vergessen einfach(oder wollen vergessen), dass es den VfL zum einen noch nicht so lange gibt, wie andere Vereine und dass Wolfsburg halt auch eine Kleinstadt ist.
    Viele Vereine bringen auch nicht mehr Auswärtsfans mit oder deren Stadien sind auch nicht ausverkauft, aber das scheint den Medien keine Erwähnung wert zu sein.

    Zu den Imageproblemen:
    Um es kurz zu machen: Das auftreten unserer Verantwortlichen war nicht immer perfekt, aber das trifft auf andere Vereine auch zu.
    Die Medien sind an dem Image des VfL nicht ganz unschuldig.
    Häufig findet man in Texten Klischeedenken und oft wird halt das geschrieben, was viele andere Fans anscheinend lesen wollen, die sich kein bisschen mit dem VfL beschäftigen. Stichwort: Stammtischgerede.
    Bis heute hält sich das Märchen, dass der VfL nur wegen VW in der Bundesliga spielt und es ohne das Geld von VW nie dorthin geschafft hätte, was ja nachweislich nicht stimmt.(Stadtgründung mal außen vor gelassen).
    Bei einigen Medienseiten vermisse ich einfach auch das Interesse sich wirklich mit dem VfL zu beschäftigen.

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    • Bei den Medien hab ich manchmal das Huhn/ Ei Ding im Kopf…

      Schreiben die Medien was die Leute denken? Oder denken die Leute was die Medien schreiben. Ich denke es ist zweiteres.

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  3. Darf man auch hier was schreiben, hab keinen fb-Account?

    Ich mach einfach mal.

    Als Wolfenbütteler hätten wir da so einen anderen Verein in der Nähe, dessen Fans wir – Sohnemann und ich – hätten werden können. Von Fußball hatten wir keine Ahnung. VfL-Fans sind wir geworden wegen der Identität des Vereins und lehnen besagten andern Verein wegen dessen Identität ab. Es gibt also klare Distinktionsmerkmale.
    Die Stimmung beim VfL ist friedlich, es ist ein Verein, dessen Fans – so ist mein Wahrnehmung – mit ihrem Fandasein nicht automatisch eine komplette, feindselige Ablehnung anderer Vereine verbinden. Von Fans des anderen Vereins kriegt unser Kurzer ständig dumme Sprüche (Erwachsene gegenüber einem 6ährigen), von wegen „falscher Verein“, „gib mal dein Cap, das schmeiß ich weg“ usw. Wir haben auch andere Asis aus der 1. Liga getroffen, ich nenn mal Herthaner und Eintracht Frankfurt-Fans, die uns aggressiv begegnet sind (haben ein bisschen unterschätzt, wie Väter abgehen, wenn die Kinder bedroht werden, vermute ich :ninja: ). Das alles ist der VfL NICHT. Die Atmo auf dem Weg zum Stadion ist relaxed, heiter, hat sogar meine Frau zum Fan gemacht, die mit Fußball sonst nix am Hut hat (außer Spielerpopos :psst: ).
    Dann ist der VfL ein Familienverein. Während ich nach dem Spiel gegen die SGE meinem Sohn erklären durfte, was „Hurensöhne“ sind (SGE-Rufe gegen KDB), hab ich sowas von unseren Fans noch nicht gehört. Mir ist noch nicht ein Thor-Steinar-Asi aufgefallen usw. Der ganze Verein mit seinen Aktionen, Fans, seinem Auftreten sagt nach außen: So sympathisch kann Fußball sein. Mit dem Pfund kann man wuchern.

    Kann ja sein, dass die Mannschaft mit Identitätsproblemen zu kämpfen hat, für den Verein trifft das in meinen Augen absolut nicht zu.
    Ein ruhiger, familienfreundlicher Verein mit einem kleinen, gemütlichen und zugleich modernen Stadion.

    Okay, das „neue“ Logo rockt irgendwie gar nicht, da hätte man als Kompromiss auch in die „neue“ Form oben angedeutete Zinnen einbauen müssen. Viel mehr wüsste ich aber nicht, was fehlt.

    Just my 2 cents.

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    • Klar darfst du auch schreiben. Mal mit der eigenen Stimme in der Sendung zu landen, ist nur ein Angebot, falls wer möchte… :)

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    • Genau so geht es mir als gebürtigen Braunschweiger, aufgewachsen unweit des Stadions an der CheeseburgerStrasse genau so. Während die Aggressionen im Fußball immer heftiger wurden, ich älter und dann erst mit Freundin dann mit Frau, später mit Kindern live Sport sehen wollte ging man zunächst zum Football. Da war man dann das Arschloch wegen dem der Platz so bemalt war. Aber es war friedlich und freundlich. Das fand ich in Wolfsburg neben Erstligafußball genauso. Das ist auch ein Grund dafür weshalb ich bei Aktionen wie Negativ-Banner, Feuerwerk,.. Nur schlecht ertrage. Das ist Tradition die ich beim VFL nicht vermisse.

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  4. Die öffentliche Wahrnehmung ist das, was der Herr Beckmann und andere “ Größen“ im Showbiz so raushauen. Das bekannte halbleere Stadion bei uns, keine Stimmung usw. Wenn Gelsenkirchen dann unter der Woche in der Euroliga mit fast 10000 nicht verkauften Karten rausfliegt, wird dem TV Konsumenten was von Gänsehautstimmung vorgefaselt, weil beim Lied „Schluckauf, der Steiger kommt“ das Licht ausgeht. Im 20 km Umkreis um die Veltins- Arena ( Prost Michael! ) wohnen übern Daumen 14 mal so viele Leute als bei uns! Wo ist dann bitte die Fußballbegeisterung zu hause? In meinem eigenen Club gibt es auch die gelben und blauen „Fans“ .Was Arbeiter-und was Kommerzclub ist hab ich lange geklärt :vfl:

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  5. Das dem VfL seit einiger zeit etwas fehlt hat eine Supporters Arbeitsgruppe dem VfL klargemacht! Diese Fanpräsentationen hat der VfL in den einzelnen Abteilungen vorgestellt und fast alle Sachen wurden auch positiv aufgenommen!

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    • …finde ich gut! Sowohl dass die Vorschläge gemacht worden sind, als dass diese auch verwertet werden.

      Was waren das denn z.B. für Vorschläge?

      …vielleicht hat der „andere“ Fan (der nicht in Fangruppierungen ist, daran auch Interesse an diesen Runden teilzunehmen..ist so etwas denn möglich?

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  6. „Beim VfL Wolfsburg herrscht Unruhe, viele Spieler sind schon weg, andere würden gerne folgen.“ (wenn ich richtig gezählt habe, sind es drei, Felipe und Ausleihe zählt nicht. Wahnsinnig viele!)

    „um zahlreiche Profis des VfL Wolfsburg gab und gibt es momentan Wechselgerüchte, nicht aber um Maximilian Arnold. Was macht er falsch?“ (super Frage!)

    Bei solchen Artikeln des Hofberichterstatters muß man sich doch wirklich über nix mehr wundern…
    Jedenfalls nicht darüber, daß der VfL kein so gutes „Image“ hat.

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/658139/artikel_arnold_abschiedswuensche-da-muss-man-verstaendnis-haben.html

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  7. Wir haben riesen Probleme im Verein. Sei es, dass die Verantwortlichen den Bezug zu den Fans vollkommen verloren haben. Die Supporters, Ultras werden meine Meinung nach nicht ausreichend beachtet. In erster Linie muss ich da die Ultras hervorheben, weil ich da etwas näher bin. Die tun soviel, zerreißen sich für den Verein, aber es kommt nichts zurück. Ohne Fans kann der VFL dicht machen und ohne Ultras erst recht. Alles selbstverständlich für die Herren?
    Anderes Thema die Identifikation. Was ist der VFL Wolfsburg? Für mich ist Wolfsburg: Arbeit, Leistung, Leidenschaft. Das Strahlt der Verein nun wirklich nicht aus. Was ist das für ein bescheuertes Marketing? the extra mile? Nur weil das unser premium Sponsor ist, ist das unser Leitspruch? setzen, sechs!.
    wenn ich es in Prozent ausdrücken müsste, würde ich sagen, dass das Potenzial ,,Standort Wolfsburg“ zu 10% ausgeschöpft wird und das ist für einen Multi-Milliarden-Euro Konzert im Rücken einfach zu wenig. Einfach eine Scheibe von VW in Sachen Marketing abschauen, oder gleich ins Boot holen.
    Unsere Spielweise/Taktik hat auch keine Identifikation, aber dass ist ein anderes Thema. Vieleicht sollten wir lieber Handball spielen^^. :top:

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    • Achja, fast vergessen. Da braucht sich der Herr. Allofs auch nicht beschweren, dass in einem CL Spiel nur 15000 Leute kommen. Soviel Begeisterung, wie der Verein vor den Partien versprüht hat, wäre ich auch fast Zuhause geblieben. Ich sage nur Real Madrid im social media oder einige andere Vereine. Die haben mich selbst scharf auf diese Partien gemacht. Der VFL Null!. Die Emotionen fehlen einfach. Die müssen an der ersten Front beginnen, im social media. Wölfe-Tv etc.

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    • Hinsichtlich des Marketings gebe ich dir 100% Recht. Volkswagen wäre auch in diesem Geschäftsbereich ein starker Partner. Der VfL ruft bei mir in der Hinsicht nur ein müdes Lächeln hervor, und das, obwohl ich sonst nichts auf diesen Verein kommen lasse. Sogar viele „kleinere“ Vereine schaffen es, durch eine professionelle Präsentation zu begeistern. Als Beispiel will ich da mal den OSC Lille nennen, da sowohl deren Internet-/Social Media-Aktivitäten als auch das Programm an den Spieltagen immer super ausgearbeitet sind.
      Die Spielweise ist tatsächlich auch interessant und wurde schonmal auf transfermarkt.de besprochen. Wenn man die taktische Ausbildung in der Jugendabteilung und die Ausrichtung der Profimannschaft stärker miteinander verzahnen könnte, würde das nicht nur die sportlichen Möglichkeiten verbessern, sondern eventuell auch einen stärkeren Reiz auf Jugendspieler und längerfristig wohl auch auf etablierte Spieler ausüben. Ist natürlich eher spekulativ, aber angesichts der aktuellen Debatte vielleicht eine Überlegung wert. :vfl:

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    • Nettes Thema, was wir hier gerade haben. Aber da setzen sich die Verantwortlichen wohl drauf.

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  8. Erst mal vielen Dank an Lenny, dass er diesen Journalisten hier – bzw. im Wölferadio – seine Thesen „verteidigen“ lässt.
    Natürlich ist die Behauptung “ der VfL habe keine (eigene) Identität“ leicht erkennbar entweder dumm oder populistisches Gewäsch: Identität ist – in diesem Zusammenhang – die Gesamtheit aller Eigenschaften und Merkmale, die den VfL von allen anderen „Vereinen“ unterscheidet. Diese muss einem nicht gefallen (siehe RB Leipzig), aber sie zu leugnen ist absurd.
    Und es gibt sicher keinen Verein mit dieser Historie, mit diesen Wurzeln und Verbindungen- sowohl in eine (Arbeiter)-Stadt Wolfsburg als auch in einen Weltkonzern wie VW.
    Die interessantere Frage ist dann eher: handeln die Verantwortlichen in Kenntnis dieser Identität und/oder wollen sie diese bewusst verändern und wenn ja in welche Richtung. Und: ist die Kommunikation in alle Teile des Clubs (Spieler, MitarbeiterInnen, Fans) und in die Öffentlichkeit im Bewusstsein dieser Identität geplant und sinnvoll oder eher zufällig und von Einzelpersonen abhängig.
    Das sind aber Fragen, deren geistiger Horizont Journalisten die eine „fehlende eigene DNA“ konstatieren klar überfordern dürfte. Das ist wie mit Trump: lügen und diffamieren wird zum wesentlichen Handwerkszeug der Kommunikation auserkoren.

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    • Wir haben dieses Thema ja nun schon mehrfach erörtert, Diego. Letztmals im Oktober des Vorjahrs, wo wir dieses ewige Gejaule der kleinen Wölfe über die böse Journalie und die dummen Fans anderer Vereine, die uns total missverstehen (wollen) abgehandelt haben.
      Zu Deinem Beitrag würde ich gern eine Präzisierung beitragen. Du sprichst da zurecht von Historie, die – hier die Präzisierung – eben nicht in Identität transformiert wurde. Die Analysen, die 1990 zur Bildung einer Sponsoringstrategie des Konzerns hinzugezogen wurden, zeigten die Tragfähigkeit dieser Markenpositionierung für den VfL und offenbarten die Deckungsgleichheit zwischen Stadt-Werk-Verein.
      VW hat mMn jedoch nie auf eine eigene glaubwürdige „Marke“ VfL Wert gelegt, sondern das Engagement sehr schnell instrumentalisiert für das interne und externe Marketing. Und dieses mit der gleichen Inkonsequenz wie die Produktpolitik, Umweltpolitik u.a.m…
      Diese Historie des VfL – als die urzeitliche DNA – ist, spätestens mit dem neuen Logo und den herrschenden Personen, die keine VfLer waren, im Permafrost der Vergangenheit verbuddelt worden. Sie hat musealen Wert, aber keine Bedeutung für die heutige Zeit. Deshalb halte ich eine Diskussion über „Corporate Identity“ beim VfL für müßig und möchte sie auch nicht mehr aufwärmen.

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  9. Identität hat der VfL natürlich. Ich habe vor kurzem von einem Imageproblem geshrieben. Da beharre ich DERZEIT auch drauf.

    Für mich ist Allofs Aussage zu den 100% derzeit symptomatisch.

    Es war im Prinzip Ruhe um Draxler eingekehrt. Selbst die Blöd wußte nichts mehr zu berichten. Der Drops schien gelutscht. Und dann kommt diese Aussage, dass zu 100% nichts sicher sei. Warum kann man nicht einfach mal dazu nichts sagen? Warum schüttet Allofs wieder neues Öl in das nahezu erloschene Feuer?

    Das ist ein Spiegelbild dessen, was den VfL seit Jahren betreibt. Man macht etwas gut (in diesem Fall die Pressererklärung) und reißt es sich selbst wieder ein.

    Beispiel Zuschauer: Die Medien berichten ständig von einem halbvollen Stadion. Bei keinem Liga- oder CL-Spiel war dies der Fall. Es war nicht einmal annäherend so. Irgendwann muss man auch mal damit offensiv umgehen und die Medien ggf. unter Druck setzen. Die Sportjournalisten sind schließlich auch auf Informationen angewiesen.

    Stattdessen werden ständig gewisse schädigende Dinge wiederholt:
    – keine Fans
    – keine Tradition
    – Spieler wollen schnell wieder weg (so wie Benaglio, Schäfer, Träsch, Vierinha, Rodriguez, Dost, Arnold, Knoche, welhe alle mindestens Jahre hier sind. man vergleiche Dortmund…)
    – ohne Volkswagen würde der Verein nicht in der 1. Liga spielen (schon historisch falsch)

    De Menschen werden ständig mit diesen faschen Aspekten berieselt und glauben es natürlich auch. Woher sollen sie es besser wissen? Selbst Wolfsburger, die nicht regelmäßig ins Stadion gehen oder sich intensiv mit dem VfL beschäftigen, glauben daran. Das ist wie eine schlechte Propaganda.

    Der VfL muss dringend an der Außenwirkung arbeiten. Dann könnte man schon viel schaffen. Das Spielerische usw. mal außen vor gelassen.

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  10. Ich denke der VfL hat eine Identität. Nur wird diese überall anders wahr genommen.

    Die Wolfsburgfans selbst sehen den Club, so glaub ich, als Arbeiterverein. Außerhalb der Stadt wird diese Identität aber oftmals ins negative Licht gerückt. Da ist man dann schnell der Werksverein, Retortenclub oder Plastikclub.

    Ich finde man könnte von Seiten des Vereins noch mehr tun um dieses Image des Arbeitervereins zu untermauern. Dieser Slogan „Arbeit, Fußball, Leidenschaft“ wäre meiner Meinung perfekt dazu geeignet eben dieses Image zu fördern. So ein Slogan ist allemal besser als wie „#The eXtra Mile“ oder sowas nichtssagendes wie „Fußball ist alles“!

    Der Verein könnte auch etwas mehr Lokalbezug herstellen. Ein Weg wäre zum Beispiel die stellenweise Wiedereinführung des alten Wappens. Aber das ist wohl eher Utopie.

    Alles in allem denke ich dass für die Fans der Verein schon Identitätsstiftend ist. Der Verein selbst könnte aber noch mehr tun um die Identifizierung der Fans mit ihrem Verein zu fördern.

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    • Genau das ist das Thema Arbeit , Fussball, Leidenschaft ,ist Wolfsburg und das seit 1945. Die Verbindung Stadt, Werk, Verein ist einzigartig und von den gesamten Marketing Leuten die hier gewerkelt haben kam nur einheitsbrei der austauschbar,aalglatt und nichtssagend ist.
      In den runden mit dem VfL kamen wir immer wieder darauf das das Grundproblem nicht ein großes ist sondern eher 100 kleine Dinge die man verändern sollte um das ganze positiver rüberzubringen.
      Eine Katastrophe wäre nämlich wieder eine komplette Neuausrichtung die niemand versteht. Man braucht nur die Karte Stadt, Werk, Verein ausspielen denn die kann man begründen ,im Gegensatz zu Fussball ist alles z.b

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  11. „Ich denke der VfL hat eine Identität. Nur wird diese überall anders wahr genommen.“

    Und eben deshalb ist es keine.
    Identität wäre gegeben, wenn alle Verkehrskreise des VfL (intern wie extern) diesen gleich wahrnähmen.
    Da diese gleiche Wahrnehmung noch nicht einmal innerhalb der Fans gegeben ist, kann von Identität (kennzeichnende Gemeinsamkeit) ja wohl keine Rede sein.

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    • Das die Fans, die vom VfL aufgedrückte Identität seit Jahren nicht annehmen zeigt ja deutlich wo der Schuh drückt… Die Kurve hat bei diesem Thema die besseren Argumente! Wenn der VfL sich einen ruck gibt und den Fanclaim übernimmt und damit vernünftig spielt sind zumindest alle Grün Weißen auf einer Wellenlänge. Das wäre ein guter Anfang.

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    • Ich denke schon das ein Teil der Fans die Identität des Vereins annimmt. Nur ist es eben die von den Fans vorangetriebene Identität des Arbeitervereins die übernommen wird und nicht die von der Geschäftsführung zu etablieren versuchte marketingorientierte Philosophie. Eine andere Identität fällt mir momentan nicht ein um dessen Stiftung sich der Verein übermäßig bemüht. Alles was zur Identitätsstiftung beiträgt kommt mehr oder weniger von den Fans oder der Fanszene!

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  12. Für mich ist auch die Medienarbeit ein großer Bereich wo man ansetzen sollte.

    Im Vergleich: Bei der Eröffnungsfeier vom S04 wurde der neue Hisense Videowürfel (größter in Europa) vorgestellt und mit ’ner riesen Show (die eig iwie unnötig war) eingeweiht.

    Ich hab mir bei FB tatsächlich das ganze Video angeguckt obwohl es nichts wirklich besonderes ist – aber, dass bei mir die Firma, die Show und der Fakt des größten Würfels Europas hängen geblieben ist, zeigt für mich, dass es gut inziniert war.

    #theeXtramile ist so ein Slogan, der war bestimmt schon zu Kappa Zeiten mit den X erarbeitet worden und einfach übernommen.
    Da fehlt das spontane aufregende; man hätte sich doch mit Nike zusammen setzen können und was erarbeiten können – spontane Idee von mir gerade wäre ne Anspielung auf die Meisterschaft 2009 – da war Nike der Ausrüster, da hatten wir genauso schlichte Trikots – da wird doch was heraus zuarbeiten sein…

    Wie schon weiter oben beschrieben, sollte der VfL aus jedem Spiel ein Highlight machen (gg FSV Frankfurt: „Erste Schritt zum Pokal“ – gg Augsburg: „Wölfe spielen nicht mit Puppen – sie kämpfen“ – gg Köln: „Erster Heimsieg gegen Geisböcke“) [das sind gerade spontane Einfälle; muss man nicht gut finden, ich bin ja auch nicht der Medienberater].
    Worauf ich hier hinaus will: wir sind nunmal die Wölfe in Wolfsburg und dann kann man auch mal offensive Sprüche raushauen – und selbst wenn man dann verliert, gewinnt ein Wolf jeden Kampf in freier Wildbahn?
    Das alles gepaart mit nem passenden #-Slogan (#WölfeKämpfen) und da wäre doch mal ein nun echt total simpler Ansatz mit WOLFSBURG = WOLF

    Und darum kann bzw sollte man dann die Stadt (Burg, Mittellandkanal etc) und VW (Werk, Autostadt) einbinden.

    Lange Rede kurzer Sinn: Medienarbeit als ersten Schritt zur echten Identifikation überarbeiten und nutzen.

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  13. Hier geht es indirekt schon wieder in Richtung Zinnen und altes Wappen usw.

    Mir fehlt hier bei den „Traditionalisten“ etwas der Blick für die Realität. Und die lautet, dass der VfL mit dem Flutschfinger seit rund 15 Jahren in der Bundesliga aufläuft. Also fast 75% der gesamten Bundesliga-Historie!

    Es ist einfach Unsinn zu behaupten, dass die Kurve oder die Mehrheit der Fans das alte Wappen wieder haben möchte. Der Mehrheit ist das Wappen vollkommen egal. Das haben die Umfragen gezeigt (Beteiligung) oder irgendwelche Fanmarsche.
    Gerade Fans der letzten zehn Jahre verbinden mit dem neuen Wappen viel mehr als ältere VfL-Fans.

    Ich finde das neue Wappen auch nichtssagend und glatt. Aber das ist Geschmackssache.
    Unterhält man sich in der Kurve mit anderen Fans, wird man unterschiedliche Meinungen dazu hören. Und im Sitzplatzbereich ist das nicht anders.

    Das Wappen ist da und gut ist. Ich habe das Gefühl, als wenn sich an diesem Thema die Fanszene profilieren möchte. Und dabei übersieht sie einfach, dass sie gar nicht im Namen aller Fans spricht.

    Das erinnert z.B. an das Thema „Neuer“ beim FC Bayern. Nur weil irgendwelche Ultras laut protestierten und schrien, hieß das nicht, dass die Bayern-Fans Neuer ablehnten.

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    Thema Slogan: The „xtra Mile“ ist genauso Schrott wie „Fußball ist alles“. Aber „Arbeit, Fußball, Leidenschaft“ ist auch nicht die Offenbarung. Wolfsburg ist schon lange keine reine Arbeiterstadt mehr. Da braucht man nur die Einwohnerzahl mit der Zahl der Bandarbeiter vergleichen.

    Fakt ist, dass die Stadt von Volksagen abhängig ist. Und wer Fan des VfL ist, akzeptiert das mehr oder weniger. Wenn der Slogan so etwas ausdrücken soll, dann sollte man es auch in anderen Bereichen konsequent umsetzen und nicht ständig versuchen, das Werksimage loszuwerden. Denn dann ist es ein Widerspruch. Leverkusen ist damit sehr gut gefahren.

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    • Wie kommst du jetzt darauf das es bei der Identität ausschließlich um das Wappen geht? Allerdings hat der VfL mit der Änderung damit begonnen sein sympathisches Images zu zerstören. Der flutschfinger ist also das Symbol für den zick zack Kurs im Marketing und bei der Öffentlichkeitsarbeit!

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    • Habe ich irgendwo geschrieben, dass es „ausschließlich“ darum geht?

      Aber folgender Absatz von dir weist doh u.a. darauf hin:
      „Das die Fans, die vom VfL aufgedrückte Identität seit Jahren nicht annehmen zeigt ja deutlich wo der Schuh drückt… Die Kurve hat bei diesem Thema die besseren Argumente! Wenn der VfL sich einen ruck gibt und den Fanclaim übernimmt und damit vernünftig spielt sind zumindest alle Grün Weißen auf einer Wellenlänge. Das wäre ein guter Anfang.“

      Spaßsucher erwähnt den Flzschfinger an anderer Stelle.

      Witzig finde ich eher, dass du es im Endeffekt sogar bestätigst, dass dies für dich der Kern ist. Und da kann ich nur sagen:
      Das Wappenthema ist nur noh nervig!

      Ich möchte dabei noch einmal betonen, dass ich für das alte Wappen bin und sogar damals dafür unterschrieben habe. Aber im Alltag (z.B. in Elterngesprächen, unter Freunden) ist dieses Thema absolut nebensächlich. Die Leute stören sich eher an der schlechten Berichterstattung oder einer mäßigen Stimmung.

      UND: Die Mehrheit möchte einfach nur erfolgreichen und ansehnlichen Fußball sehen. So etwas unterstützt übrigens auch eine Identitätsbildung.

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    • Sag ich ja es ist nur das Symbol für die schlechte Arbeit. Dem Verein würde es also mehr helfen die schlechte Arbeit zu verbessern als die Symbolik… Das wäre dann vielleicht am Ende der Kette möglich quasi als positiven Nebeneffekt…

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  14. Paradoxerweise ist eigentlich alles ausreichend prima beim VFL. Schaut man sich andere Vereine an, so sind die Problempunkte die selben. Siehe Wappen beim VfB, oder die orange TrikotFarbe bei Werder. BVB Ultras beklagen Kommerz und schlechte Stimmung (!) in der gelben Wand. Unser Problem ist die unentwegt schlechte Presse , egal ob TV oder Sport-Bild. Da gibt es halt nur die Guten und die Bösen. Und irgendwann glaubts man selbst!

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  15. Die Fans des VfL Wolfsburg identifizieren sich ganz sicher mit dem Verein, sonst würden sie gar nicht erst hingehen. Mein Mann und ich reisen sogar bei – 16 Grad an, nur um dabei zu sein und die Mannschaft anzufeuern. Wir kommen aus BS und müssen einiges an Beleidigungen über uns ergehen lassen. Aber, wir sind und bleiben echte VfL Fans. Ich bin übrigens dem blau gelben Verein gegenüber nicht feindselig eingestellt, da ich in BS geboren bin und mich sportlich verhalte. Nun wundert es mich allerdings zur Zeit nicht, warum die Stimmung bei den Wolfsburg Fans gerade so verhalten wirkt. Vielleicht liegt es an dem ein oder anderen Spieler, der nicht alles für seinen Verein gibt? Vielleicht hat man als treuer Fan besonders in der Rückrunde die Lustlosigkeit in den Gesichtern einiger Spieler gesehen? Und diese sogenannten Leistungsträger wollen das sinkende Schiff verlassen, weil sie so toll gespielt haben? Wo sind die Top Angebote? Jeder Spieler hat das Recht, sich irgendwann sportlich zu verändern, aber was da seit Wochen läuft ist echt das letzte. Spieler, die vor der Presse rumeiern und sich nicht zu ihrem Arbeitgeber bekennen. Aber, wir sind wieder dabei, weil wir auch die neuen Spieler wie Bruma, Kuba usw. anfeuern möchten. Maxi Arnold u. wenige andere sowieso

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  16. Das ist genau das, was man hier in WOB sehen möchte. Spieler die Maxi die die Ärmel hichkrempeln und sagen:“Jetzt erst recht!“

    Ich bin mittlerweile auch schon über 3 Jahrzehnte VfL-Fan und habe immer wieder feststellen müssen, das alle hier zufrieden sind, wenn sich der Hintern aufgerissen wird und jeder völlig platt vom Platz geht.
    Wenn das Spiel dann verloren geht, kann es passieren, wenn man alles dagegen getan hat und sich nichts vorwerfen braucht. Das feiern und beklatschen auch die Fans. Hier wird die Leistung auch anerkannt. Allerdings gibt es auch ein feines Gespür dafür, wenn es einfach ekelhaft wird zu zuschauen. Kann mich noch gut an das lustlose Ballgeschiebe im Heimspiel erinnern (Gegner vergessen), indem zur Halbzeit gepfiffen wurde. Die ständigen Rückpässe wollte niemand mehr sehen.

    Mein Fazit ist: Reißt sich jeder den Arsch auf und gibt alles, sind alle zufrieden. Dann spielt es auch keine Rolle, ob man 8er geworden ist. Aber wird sich nicht bewegt und nur grütze gekickt, dann gibt es ärger.

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  17. Ich stimme zu: altes Problem 1000x diskutiert und leider trotzdem wahr: das Imageproblem ist natürlich ein Marketing und Kommunikationsproblem – dafür ist die Abteilung ja da! Das fängt bei den Leuten die dort arbeiten an – würde mal gerne hören was die dazu sagen. Ich würde wetten die lesen diesen Blog doch auch. Ideen und Strategien gibt es bestimmt einige in den Schubladen. Ich sehe ein Problem auch darin, das das zu Konzernmässig intern gesehen wird. Man muss nur auf die Kommu der Autostadt schauen und du weißt bescheid. Glattgebügelt – mit sehr viel Geld mittelmäßige Kampagnen. Das wirkt halt dann wie es wirkt mittelmäßig und austauschbar.

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    • Ich frage mich auch immer wieder: Lesen die Verantwortlichen unsere Meinungen/Gedanken und setzen sich damit auseinander? :keks:

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