Montag , November 23 2020
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Wölferadio – Wölfetalk: Quo vadis VfL?

Wie sieht die Zukunft des VfL Wolfsburg aus, was nehmen wir mit aus dieser Relegations-Saison, wo wir dem „Tod“ gerade noch von der Schippe gesprungen sind? Lenny hatte im Wölferadio schon vor Wochen angekündigt: Erst bedingungsloser Support um die Klasse zu sichern, dann schonungslose Aufarbeitung der Saison. Denn in allem sind sich wahrscheinlich alle Wölfe-Fans einig: Ein „weiter so“ kann und darf es in Wolfsburg nicht geben. Welchen Einfluss sollten und können die Fans auf die sportliche Entwicklung sowie Ausrichtung der Mannschaft üben? Stichwort: Identifikation und Verbindung mit Stadt und Verein. Und: wie entwickeln wir unsere Fanszene und -Kultur weiter, die gerade in den Zeiten des Abstiegskampfes als starker Rückhalt agierte und der Mannschaft und dem Verein quasi den „Arsch gerettet hat“, wie es einige Spieler formuliert haben? Um diese zwei Themenkomplexe geht es im zweiten Wölfetalk. Zu Gast diesmal: drei Vertreter der aktiven Fanszene. Daniel von den Supporters, Matze von den Green White-Angels und Chris Heise, Capo und Vorsänger in der Nordkurve. Mit ihnen bespricht Lenny ausführlich, wie es beim VfL weitergehen könnte.


 
 

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30 Kommentare

  1. Eine Ausgabe des Wölferadios, war jetzt eine schöne Überraschung. Mir ist die Sommerpause immer zu lang, da kommt das gerade richtig.

    Die Sendung fand ich auch ganz interessant, einfach auch mal mehr über die Fanarbeit zu hören.

    Ich bin ja nicht bei Facebook, Instagramm o. ä, von daher weiß ich nicht, welcher Spieler sich nach einer Pleite beim Bowlen oder Bilder von sich postet, als er noch bei einem anderen Verein war. Aber auf jeden Fall war es mMn richtig, dass nicht an die große Glocke zu hängen. Für mich hat der VfL eine super Fanszene, wieviel Zeit und Herzblut da einige reinstecken ist einfach großartig.

    So hoffe ich, dass wir alle dieses „Wir Gefühl“ mit in die neue Saison mitnehmen. Der Film #20 wird sicherlich auch dazu beitragen und ich bin unendlich froh, dass wir ihn weiterhin in Liga eins sehen werden

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  2. Sehr guter Wölfe Talk. Da ich davon ausgehe, das hier die beteiligten mitlesen, kann ich ja mal einen Kritikpunkt loswerden. Ich stehe in Block 5 und beobachte, das gerade die im unteren Bereich stehenden jungen Fans , in den ersten 10 Minuten sehr stark supporten. Jedoch gerade in dem Bereich wird es mit zunehmender Spielzeit (es sei denn es passiert extrem viel, Tore , oder sonstiges) sehr ruhig. Ich möchte hier niemanden schlecht machen, aber ich erwarte doch das gerade diejenigen , die da stehen 93 Minuten supporten (ich mache das immer). Woran liegt das? Habt Ihr darauf keinen Einfluss?Als wir alle diese grünen Ponchos hatten, waren gerade auch in dem Bereich einige, die auf keinen Fall das Ding anziehen wollten. Das finde ich schade und würde gerne mal wissen, ob man darauf nicht mal einwirken kann.Vielleicht habe ich hier auch eine falsche Denkweise und die stehen zwar direkt unten in Block 5 gehören aber nicht zu irgendwelchen Fanclubs. Ich hoffe ich konnte das richtig rüber bringen.Ich sehe das so, wer in Block 5 steht muss 90 Minuten supporten, oder woanders hingehen.
    :vfl: :vfl:

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    • Ich fand bei den Ponchos haben eigentlich alle die ich so gesehen haben mitgemacht (sogar die Rentner vor mir) solche Diskussion ob jetzt einer mehr oder weniger so ein Ding angezogen hat oder nicht sind nicht zielführend finde ich

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    • Aus der Singing Area hab ich hin und wieder die anderen Blöcke im Blick und beobachte dort die Mitmachquote. Block 5 war aus der Sicht vom Oberrang mehrheitlich eigentlich gut dabei. ein paar einzelne Verweigerer gab es allerdings immer. Das „Problem“ bei den meisten Leuten ist halt, dass sie nicht darauf ausgerichtet sind 90 Minuten durch zu Supporten. Wenn das Spiel schlecht ist, ist auch die Motivation im Keller. Das beobachte ich auch bei mir selbst. Ich mache dann allerdings trotzdem weiter, die Lautstärke leidet aber natürlich ein wenig. Bei den Ponchos gab es auch in Block 6 einige die erst dazu ermutigt werden mussten das anzuziehen. Das kann aber auch an den warmen Temperaturen gelegen haben. Zwei Mädchen haben mich schockiert angeschaut als ich den angezogen habe und mich gefragt warum ich bei solchen Temperaturen sowas anziehen würde. Nach kurzer Überzeugungsarbeit meinerseits hatten die aber auch einen übergezogen.

      Grundsätzlich stimme ich aber zu dass konsequente Stimmungsverweigerer sich einen anderen Platz suchen sollten und die zentralen Blöcke denen überlassen sollten die Stimmung machen wollen.

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    • Er hat nicht unrecht. Ich stehe auch Block 5; 3-4. Reihe oben vom Eingang. UNd da sieht man auch viele, die nciht mit machen und sich weigern, selbst so einen Poncho anzuziehen. Dazu sind es auch noch die, die mich am meisten aufregen. Die die alle paar Minuten mit nem Haufen Getränke und Essen kommen und keine Rücksicht auf andere nehmen und/oder Familientreffen abhalten. Das behindert einen schon sehr beim mitmachen.
      Auch waren da in letzter Zeit neue, die vorher noch nie in dem Block waren und sich „gestört“ fühlen. Die interessieren mich weniger, weil man hat ja seine Mittelchen für solche Leute ;)

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  3. Interessantes Wölferadio!
    Wobei ich mich der Analyse der letzten Saison nicht so richtig anschließen mag.

    Die Quintessenz war ja das einigen Spielern die Identifikation mit dem Verein abgesprochen wurde und dieses eben das Hauptproblem sei.

    Ich persönlich denke das die Identifikation lediglich eine untergeordnete (wenn überhaupt) Rolle spielt. Persönliche Einsatzwille ja, dazu ist eine Identifikation aber nicht zwangsläufig nötig.

    Mir sind Spieler die den VFL tatsächlich als Sprungbrett, also als Chance sehen mit guten Leistungen auf sich aufmerksam zu machen um dann zu einem „großen“ Club zu wechseln lieber als irgendwelche „Vereinsschwüre“.

    Die tatsächlichen Probleme, oder zumindest die die ich dafür halte sind doch das wir
    A) vielleicht doch nicht die Qualität im Kader haben die uns von außen immer suggeriert wird.
    B) Der Kader einfach nicht gut (stimmig) zusammengestellt ist.
    C) Spieler nicht (immer) tatsächlich auf der Position eingesetzt werden auf der sie am besten spielen könnten.
    D) der Verlust von Leistungsträgern nicht, oder unzureichend kompensiert wurde

    Es gibt sicher noch mehr und andere Antworten auf die Frage „woran hat’s gelegen“

    Auch mag ich mich mit der Aussage man möchte eine ruhige nächste Saison irgendwo im Mittelfeld der Liga erleben und man solle die Ansprüche runterschrauben nicht identifizieren.

    Ein Club mit dem Etat kann nicht als Ziel ausgeben „So um Platz 12 herum ist gut) Wenn wir lediglich die mittel von z.B. Freiburg hätten wäre das OK, aber mit dem dritt höchsten Etat?
    Da muss einfach mehr gehen!

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    • Ist ja unser Dauerthema. ;) da werden wir wohl auch nicht zusammenkommen. Wir haben ja gerade die Erfahrung gemacht, dass uns das Geld eben NICHT weiterbringt. Egal was für Ansprüche formuliert wurden. Vielleicht sollte man dann mal einen anderen Weg versuchen. Wie der aussieht, da kann man streiten. Aber sich erst mal zu stabilisieren, kann nicht falsch sein. Deine Gründe für den Absturz sind sicher auch richtig, die Frage an meine Gäste zielte aber auf den für sie wichtigsten…

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    • Bei Punkt A) würde ich Stan zustimmen.

      Es war in der Saison oftmals die Rede von „die Qualität ist ja da, aber der VfL hat ein Mentalitätsproblem“.

      Ich bin ehrlich gesagt vom Gegenteil überzeugt. Kämpferisch habe ich den VfL schon weitaus schwächer erlebt. Aber wir haben phasenweise mit einer (nicht mal guten) Zweitliga-Innenverteidigung spielen müssen.

      Das gepaart -und jetzt gebe ich Lenny Recht- mit einer überzogenen Erwartungshaltung bedeutet eben Platz 16.

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    • Ich kann die Argumentation schon nachvollziehen, dass man den Charakter doch nicht allzu wichtig beurteilt, weil jeder ein Eigeninteresse hat. Aber, es ist doch immer wieder so, dass Mannschaften, die auf und neben dem Platz harmonieren über sich hinaus wachsen. Das gilt für Überraschungsteams und für mittelmäßige Teams, die dann einfach eine wörtliche Geschlossenheit auf dem Platz zeigen, da jeder einen Sprint mehr für den anderen macht.

      Und das hat definitiv gefehlt bei uns. Taktisch war die Raumaufteilung ein Graus, charakterlich ist sie verödet. Und hier muss ich schweren Herzens auch anerkennen, dass es definitiv die richtige Entscheidung war Horn gehen zu lassen. Denn der Kampf gegen Unzufriedenheit in dem Team muss höchste Priorität haben. Eher wünsche ich mir gemeinsame Kino-Abende zurück, wie sie unter Magath stattfanden. Das schweißt zusammen und lässt eine Mannschaft zusammen Fussball spielen, und keine elf begnadeten Freizeit-Kicker, die zufällig einen einheitliche Trikotsatz tragen.

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  4. Mal etwas anderes und zwar etwas OT:

    Wer von euch ist denn alles auf der grün-weissen Nacht dabei und wer schaut sich Sonntag das Jubiläumsspiel an ???

    Was denkt ihr wieviele Zuschauer werden am Sonntag in der Volkswagen-Arena sein?

    Ich jedenfalls werde das Wochenende in Wolfsburg sein und beide Veranstaltungen besuchen, ich freue mich schon sehr und es wird sicher ein super Wochenende, vor allem weil wir ja weiter in der 1. Bundesliga vertreten sein werden !!!

    Forza VfL

    #unabsteigbar

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  5. Komme von Außerhalb…….wird das Spiel morgen irgendwo im TV gezeigt?

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  6. Eine Sache liegt mir allerdings auf dem Herzen: die Pfiffe und Unmutsbekundungen in der Hinrunde kamen mitnichten nur von den Geraden.

    Vor zwei Jahren haben uns einige Medien zur zweiten Kraft im deutschen Fußball stilisieren wollen. Die damaligen Schlagzeilen haben uns so gefallen, dass wir es teilweise selbst geglaubt haben.

    Wir wurden in dieser Saison alle nochmal geerdet, hoffentlich allen ist nochmal bewusst geworden, dass 1. Liga nicht selbstverständlich ist. Wir Fans sind zusammengerückt und haben einen besonderen Geist entstehen lassen. Insofern kann man dieser Saison durchaus was abgewinnen. Ein verlorenes Jahr war es auf keinen Fall.

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    • Ich fand die Pfiffe aus der Kurve toll, sie kamen zur rechten Zeit, nämlich als es darum ging endlich Hecking los zu werden.

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  7. @Lenny: Warum bringt uns das Geld nicht weiter. Schießt nicht Geld Tore? Siehe Meisterschaft und v.a. Pokalsieg? Wie sieht es bei den anderen aus? Warum werden immer die recihen Clubs Meister usw? Wegen der Indentifikation?

    Bei uns war es doch viel mehr das Fehlnvestment in den letzten zwei Jahren sowie vor allem ein Fehler:
    Im Erfolgsfall wird bei uns grundsätzlich nicht weiter investiert. Man stagniert.

    Oder anders ausgedrückt: Man investiert im Erfolgsfall, nicht bei Mißerfolg. Der VfL macht es andersrum. Und das ist leider eine wirtschaftliche Tatsache.

    Insofern mache ich auch die Fans für die Misere verantwortlich, die über Hecking und Allofs in der CL-Saison schützend die Hand drüber gelegt haben.

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    • DerMannderKann

      Das ist ein sher wichtiger&richtiger Punkt.
      Sicherlich kann man auch ohne Geld erfolgreich sein(siehe Freiburg, Mainz etc.)
      Aber mit den Rahmenbedingungen und den entsprechenden Forderungen des Geldgebers, muss man einfach konsequenter & effektiver die Mittel einsetzen!
      Bsp. Warum wird neben KdB auch noch IP kruz vor Ende der Transferpahse verkauft? Warum hält man diesen Spieler nicht und holt trotzdem einen Draxler? Warum hat man versäumt zu dieser Zeit auch einen Stürmer zu holen der uns ebenfalsl weiter nach vorne gebracht hätte?
      Man hatte erfolg durch gute gezielte Transfers, aber man verfällt danach weder in eine „passive“ Haltung und kauft nicht gezielt&wirkungsvoll nach?
      Das muss man KA ankreiden! So stark wie er angefangen hat bei VFL, so stark hat er auch in seinen „Leistungen“ nachgelassen.
      Man kann das Ding nach noch weiter treiben: Man gibt das Herz (KdB) ab, aber stellt das Spielsystem nicht um? Bzw. passt das System (die Idee vom Fussball spielen) nicht dem Spielermaterial an.
      Das sind alles elementare Fehler die gemacht wurden und nicht leicht zu korrigieren sind.

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    • Hier sehe ich zwei Themen, die sich überschneiden:

      Einerseits das kontinuierliche Investieren. Dass dies bei uns nicht passierte, ist in der Tat der Fall. Ist aber ein deutsches Phänomen. Die Bayern haben erst in der jüngsten Vergangenheit unter Guardiola angefangen immer am Kader zu basteln, unabhängig vom Erfolg. Selbst in Dortmund investiert man nicht fort, dort kompensiert man größtenteils für Abgänge. Und das auch schon sehr viel finanzkräftiger als vor zehn Jahren, eben weil der Markt auch mehr Geld in die Vereine spült. Dass ein Carlos Alberto bei Bremen für €8 Millionen vor ein paar Jahren der teuersten Transfer der Vereinsgeschichte war, ist da sinnbildlich. Man investiert hier halt bei Bedarf, nicht aus Spaß. Sicherheit, statt Risiko.

      Andererseits hat der VfL Volkswagen Wolfsburg das Problem, dass unser Geldgeber auf der Brust klar und deutlich zu erkennen ist. Und da VW ein paar Autos hier und da verkauft, führt dazu, dass vor allem im Ausland aber ach im Inland aufgrund nicht vorhandener Sympathien einfach mal gute 20% an Preisen draufgeschlagen werden. Und hier fällt es mir sehr schwer zu beurteilen, was besser ist: In den sauren Apfel beißen und zahlen? Was ist, wenn es dann schief geht? Und was verlangen die in der Transferperiode danach? Oder hart bleiben und Exempel statuieren? Aber was wenn das schief geht? Und reagieren die abgebenden Vereine in der Periode danach anders? Erfahrungsgemäß leider nein, wir wurden und werden immer gemolken. Zwickmühle.

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    • Richtig. ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen:

      Im Sommer 2015 (nach dem DFB-Pokalsieg) wollte man Lukakau für 30 Millionen holen. Knausi Klausi knauserte aber und irgendwann fiel Everton ein, dass sie einen Stürmer brauchten. Pech gehabt.

      Dann aber für lau einen Bendtner zu verplichten, war blanker Hohn. Man hätte damals bereits Draxler holen können. Dann hätte man eben mit Draxler, Perisic und KdB gespielt und man hätte Julian aufbauen können.
      So aber hatte man Poker-Kruse und den Lord…

      Der Mißerfolg an angeblich fehlender Identifikation festzumachen, ist völlig verfehlt. Es wurden gravierende Managementfehler begangen. Und das ist leider typisch für Wolfsburg. Bei der Stadt Wolfsburg ist es ja nicht anders, wenn man deren Ausgaben so sieht.

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    • @mahatma: ich finde, du machst es dir in der Betrachtung zu leicht. Da ist mir die Denke zu schwarz-weiß. Dass Management-Fehler begangen wurden liegt ja auf der Hand. Allerdings tu ich mich schwer mit der Analyse, derselbe Manager und derselbe Trainer, die für die größten Erfolge verantwortlich sind, sind ein Jahr später die größten Pfeifen. Vielfach ist es ja unerklärlich, warum Spieler im Verein vorher überragend kicken und bei uns ein Schatten sind. Und dann die Pferde zu wechseln, birgt auch immer ein Risiko. Ich glaube, wir müssen zweierlei bedenken: 1. es ist in Wolfsburg nicht möglich nur mit Geld dauerhaft Erfolge zu haben. Das geht sporadisch. Für die Nachhaltigkeit fehlen offenbar andere Dinge. Meinetwegen auch mutige Investitionen und kompetente Entscheider. Aber was ich vor allem wahrnehme ist, dass sich die meisten Fans vor allem Identifikation wünschen. Das beste Beispiel ist doch dafür Mario Gomez, der sich da vorbildlich entwickelt hat. 2. wenn reiche Vereine auch die Erfolge einfahren, dann hat das in der Tat natürlich was mit dem Geld zu tun, aber auch mit der sportlichen Perspektive und der Wirkung. Dann ist Bayern eben Bayern und Real ist Real. Kein Spieler würde da sagen: ich stehe über dem Club. Wir haben aber zu viele Spieler wie Draxler verpflichtet, die dachten, ich bin größer als der VfL. Und dass ist für mich eins der Hauptprobleme gewesen…

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    • Exilniedersachse

      @Lenny: Deinen letzten Satz hätte man einfach mit einem großen Trainer kompensieren können.

      Bei der Trainerdiskussion habe ich oft angemerkt, dass ein Trainer in Wolfsburg noch andere Funktionen haben müsste. Unter anderem die mangelnde Strahlkraft ausgleichen.

      Die Entscheidung für jonker ist aber ein anderer Weg den ich auch gut akzeptieren kann. Dann muss aber auch der Kader dazu passen.

      Der Kader darf nicht mit zu groß für Verein und Trainer sein.

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  8. Also wenn ich hier einige der aktiven Fanszene erreiche, möchte ich auch mal was loswerden:
    Erst einmal Hut ab vor eurer Arbeit. Ihr macht das super und es wird immer besser!
    Meine Kritik- und Pluspunkte an die aktive Fanszene:
    – Der Support in den letzen Spielen war geil aber warum nur dann, wenn es kurz vorm Abstieg ist? Man sollte seine Mannschaft immer mit allem unterstützen was geht und die Leute, die auf der Haupttribüne nach dem ersten Fehlpass pfeifen in ihre Schranken verweisen!
    – Der Umgang mit den Gästefans … Es kann überhaupt nicht sein, dass pöbelnde Gästefans vor der Nordkurve rumlaufen können! Ich will hier bestimmt nicht zur Gewalt aufrufen aber ein entschlossenes Vorgehen dagegen muss einfach möglich sein! Das wäre mal ein Anfang, von den Zuständen auf der Gegengerade Richtung Gästeblock will ich gar nichts sagen …
    Respekt kann man sich erarbeiten, auch wenn man keine 100000 im Stadion hat …

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    • Dieses Phänomen dass es in Wolfsburg erst um was gehen muss damit die Leute aktiv werden ist ja leider nicht neu. War in den vergangenen Saisons ja auch schon so. Da ist halt die Frage wie man in den Fans das Bewusstsein wecken kann dass man eben nicht nur kommt wenn es um was geht sondern auch sonst da ist.

      Das Problem mit den Gästefans liegt ja auch an der Infrastruktur. Die meisten Parkplätze liegen ja im Allerpark nördlich der Arena. Gästefans die dort parken müssen leider an der Nordkurve vorbei um zum Gästeblock zu kommen. Wenigstens hat man das bei Risikospielen so gemacht dass man diese Leute abfängt und an der Nordkurve vorbei leitet.

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    • Erlich gesagt frage ich mich, inwieweit man sich seine eigene Szene nicht immer künstlich klein redet. Ich fahre in der Saison zu ca. 5 Auswärtsspielen, für die kommende Saison kann ich sagen, dass ich bis auf Leipzig alle Stadien kenne und viele schon mehrmals besucht habe.

      Es ist nicht so, dass in den anderen Stadien mehr los ist. Eher wird dort noch viel schneller gepfiffen (z.B. Schalke). In Dortmund ist mitnichten der Teufel los. Gute Stimmung gibt es in Frankfurt und in Köln. Gladbach ist ebenfalls ganz gut.
      In nahezu allen anderen Stadien kann es je nach Spielgeschehen mal laut werden.

      Und das unsere Fans dann da sind, wenn es um etwas geht, ist doch toll. Der Verein kann sich darauf verlassen. 25.000 Wolfsburger haben in Berlin mehr Dampf gemacht als alle anderen Teams in den letzten 5 Jahren. Ich habe mir extra noch einmal das Spiel vor dem der Eintracht auf Video angesehen.

      Man sollte auch mal etwas stolz sein.

      Was ich mir für die kommende Saison wünsche:
      1. Vor dem Spiel singt das GANZE Stadion das Verinslied (wie zum ersten Mal gegen Eintracht)
      2. Direkt mit dem Schlusspfiff ertönt auch wieder das Vereinslied. Bei uns kommt ja gar nichts. Deshalb gehen auch die Meisten.

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    • Prinzipiell ist das richtig aber das Argument dass bei anderen Vereinen auch ein gewisser Zustand in Sachen Fans und Stimmung vorherrscht heißt ja nicht dass man bei Erreichen dieses Zustandes zufrieden sein sollte weil es eben bei anderen Vereinen auch nicht besser ist. Es ist ja nicht verboten nach höherem zu streben. Ich bin der Meinung dass man nicht da aufhören sollte wo andere Vereine sind sondern den eingeschlagenen Weg weiter gehen sollte.

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    • Die Fanszene kleinreden will ich bestimmt nicht aber mir sind halt einige negative Sachen im Hinterkopf geblieben. Ich hatte zb. mal eine Dauerkarte auf der Gegengerade – nicht direkt aber 2 Blöcke vor der Gästekurve … Das ist unfassbar was da teilweise abgeht, da ist man als VfL-Fan fast schlimmer dran, als wenn man auswärts fährt! Ich kann mich schon wehren aber die Respektlosigkeit der Gästefans dort war teilweise einfach nicht mehr ertragbar!

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    • Ripley, in Braunschweig haben sie dir im Familienblock ,wenn du beim VFL Tor gejubelt hast einfach aufs Maul gehauen. So geht es teilweise in anderen Stadien zu. Aber natürlich nicht in allen. In Hamburg kann man als VfL Fan bzw Gästefan wohl ganz gut im neutralen Bereich sitzen.
      Wenn wir im gesamten Stadion einfach etwas selbstbewusster auftreten, dann schüchtert das andere auch ein. Sitze ich auf meinem Platz und gucke „gemütlich Fußball“ dann bietet man natürlich eine Art Angriffsfläche. Wenn man aber mit macht bzw „voll dabei ist“ wird man eher nicht drum angequatscht – ist meine Erfahrungen. Wie oben schon gesagt – Respekt muss man sich erarbeiten

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  9. Da kann ich @ ripley voll unterstützen. Ich habe mich auch umgesetzt, weil das unerträgliche Verhalten der „Gäste“ Fans keine 90 Minuten auszuhalten war. Besonders negativ: Schalke, Dortmund und Gladbach. Ich hatte allerdings oft das Gefühl das diese Leute eher aus Fanclubs der Region Niedersachsen stammen. Wer 90 Minuten nur darüber redet wie klein und lächerlich das Vfl Stadion und seine Fans sind, hat meiner Überzeugung nach nicht oft bei seinem Lieblings Verein im Stadion gesessen.

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  10. Exilniedersachse

    Hatte jetzt auch endlich Zeit mir das Wölfe Radio anzuhören. War interessant. Bei der Diskussion um diese Identifikation da stellen sich mir die Nackenhaare auf.
    Diese Forderung und die damit verbundenen Diskussion geht mMn total an der Realität vorbei.
    Welcher Spieler soll sich mit dem VfL identifizieren? Für was steht der VfL denn? Was ist das besondere an VfL weshalb Spieler Xy hier spielen will?

    Die Spieler sind wegen einer aufgezeigten Perspektive zum VfL gekommen. Ihnen wurde suggeriert hier sind die Chancen gut international zu spielen. Diese Spieler wollten sich durch den Wechsel verbessern. Wenn ich 5,6 oder 7 Spieler hole die solche Erwartungen haben und es dann nicht läuft und man plötzlich nicht oben mitspielt, dann setzen normale Prozesse besonders im Bereich der Psychologie ein. Enttäuschung, Resignation, Frust, Trotz… Dann kann man daraus kein Team mehr machen.

    Geld und Perspektive waren unsere Argumente. Das ist dann auch ein schmaler Grat.

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  11. Geld, Perspektive und Identifikation schließen sich nicht gegenseitig aus. Es soll Vereine geben, da ist alles drei zu finden…

    Zudem finde ich, das uns dieses „es lief halt nicht“ und „das wird schon irgendwie besser werden“ nicht weiterhilft, das sorgt für Stagnation. Man muss schon etwas dafür tun, damit es besser wird. Hart arbeiten zum Beispiel. Aber der einfachere, leichte Weg ist es halt alles weitesgehend so zu lassen wie es ist…ob dies aber der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln.

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