Die Frauen des VfL Wolfsburg stehen erneut im Rampenlicht der europäischen Fußballbühne. Nach einem nervenaufreibenden Achtelfinale gegen Juventus Turin haben sich die Grün-Weißen das Ticket für das Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League gesichert. Dort wartet mit Olympique Lyon eine der größten Hausnummern des Wettbewerbs – und ein Wiedersehen mit einer alten Bekannten.
Wiedersehen mit Jule Brand
Wenn die Wölfinnen auf Lyon treffen, wird der Fokus auch auf Jule Brand liegen. Die Nationalspielerin wechselte im vergangenen Sommer zum französischen Serienmeister und trifft nun nach dem Duell im November 2025 bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit in der K.-o.-Phase auf ihren Ex-Klub. Ein Duell, das sportlich wie emotional aufgeladen ist.
Großes Spiel, große Bühne
Das Hinspiel findet am Dienstag, 24. März 2026, statt. Anpfiff ist um 18.45 Uhr – und für dieses Highlight zieht der VfL um. Statt im AOK Stadion wird in der Volkswagen Arena gespielt. Ein klares Zeichen dafür, welchen Stellenwert dieses Viertelfinale für Klub und Stadt hat.
Ticketverkauf läuft – Vorkaufsrecht für Dauerkarten-Inhaber
Der Ticketverkauf hat bereits begonnen. Seit Freitag können Dauerkartenbesitzer ihr Vorkaufsrecht nutzen. Der exklusive Vorverkauf für Dauerkarten-Inhaber der Frauen startet am Freitag, 20. Februar, um 9.45 Uhr im Wölfeshop. Der freie Verkauf beginnt am Donnerstag, 26. Februar, ebenfalls im Wölfeshop. Tickets sind zudem zu den Öffnungszeiten im Fanshop an der Arena erhältlich.
Der Verkauf von Karten für Gästefans befindet sich aktuell noch in Abstimmung mit Olympique Lyon.
Inklusionstickets sind montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr über das Service Center unter 05361 8903903 erhältlich. Tageskarten werden für Fans mit Onlineshop-Account als PDF-Ticket, E-Ticket oder Wallet-Ticket bereitgestellt. Wer keinen Account besitzt, erhält eine Download-Mail zum Abruf der Tickets.
Achtelfinale als Kraftakt: Drama in Wolfsburg, Erlösung in Turin
Der Weg ins Viertelfinale war alles andere als einfach. Im Hinspiel in Wolfsburg schien ein Punktgewinn lange außer Reichweite. Juventus führte bis zur 84. Minute mit 2:0, ehe Janina Minge per Elfmeter den Anschluss herstellte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit folgte der emotionale Höhepunkt: Sarai Linder zog aus der Distanz ab und jagte den Ball traumhaft zum 2:2-Ausgleich ins Netz.
Kaltschnäuzig und leidenschaftlich: Wolfsburg besteht in Italien
Auch das Rückspiel am vergangenen Donnerstag in Turin hatte es in sich. Wolfsburg benötigte nur eine echte Gelegenheit, um zuzuschlagen. Nach einem schnellen Konter über Ella Peddemors und Endemann landete der Ball bei Svenja Huth, deren Pass perfekt in den Lauf von Endemann kam an – 1:0 in der 18. Minute.
In der zweiten Halbzeit nahm der Druck der Italienerinnen deutlich zu. Angriff um Angriff rollte in der Endphase der Partie auf das Tor von Stina Johannes zu, doch Defensive und Torhüterin hielten stand. In der letzten Minute der Nachspielzeit setzte Cora Zicai mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte den Schlusspunkt – ein Tor der Marke „Tor des Monats“ und das verdiente 2:0.
Rechnung mit Lyon offen
Nun wartet Olympique Lyon. Das letzte Aufeinandertreffen am 11. November 2025 endete aus Wolfsburger Sicht mit einer 1:3-Niederlage in Frankreich. Die Wölfinnen wissen also, was auf sie zukommt – und sie wissen auch, dass an einem großen Champions-League-Abend in der Volkswagen Arena vieles möglich ist.
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Kommentare zu den Frauen hier her verschoben!
Die Frauen spielen grad Champions League und fliegen mit Ach und Krach raus. Das ist gar nichts bisher.
Die Ausrede PC ist noch im Amt weil es ja außerhalb des Männerbereichs überall so gut läuft zieht so langsam auch nicht mehr
Mit ach und Krach ein absolut unverdientes 2:2. Na immerhin
Das Frauenteam steht wohl vorerst im Hintergrund. Ich wäre vermutlich auch viel interessierter, aber wenn das Männerteam absteigt, könnte auch das Frauenteam in Gefahr geraten. Leider haben sie es wahrscheinlich nicht ganz in der Hand.
2:2 über 60 Prozent Ballbesitz und ca 10 Torschüsse mehr als Juventus.
Alles drin fürs Rückspiel. Juve hat gut verteidigt in letzter Linie wenig Gefahr zugelassen aber besser waren sie jetzt auch nicht.
Wolfsburg mit der deutlich besseren Spielanlage.
Juve ist denkbar ideal ins Spiel gestartet mit dem Standard-Treffer und hat sich danach clever angestellt.
Im Normalfall wird WOB das Rückspiel gewinnen.
maedre, du glaubst also, weil es dem VfL Wolfsburg im Bereich Männer schlecht gehen könnte, ist das Frauenteam in Gefahr?
Wenn Personen beim VfL arbeiten, die für beide zuständig sind vielleicht. Ansonsten glaube ich da eher nicht dran, wieso sollte VW dort dann sparen? Gemessen an den Mitteln gab es bei den Frauen wenigstens Erfolge bzw. man spielt oben mit…
Was man dort sparen könnte ist auch eher zweitrangig, so denke ich. Von daher ist das eine reine Spekulation und Befürchtung von dir.
Ich meinte eher, was passiert, wenn VW seine Unterstützung für den gesamten Verein zurückzieht oder deutlich reduziert, falls die Männer absteigen. Das ist kein neues Thema, es wurde bereits 2017 und 2018 diskutiert.
Die Frauen haben alle Schlüsselspiele der Hinrunde verloren, Frankfurt, Bayern, Real Madrid, Chelsea. Spielen heute 1:1 gegen einen designierten Absteiger und verspielen damit die letzte Rest Chance in der Liga, unter der Woche 2:2 gegen Turin. Die Liga ist weg, in der CL spielt man wenigstens noch mit, im Pokal wartet Frankfurt.
Die Männer sind nur noch ein Trümmerhaufen.
Was bleibt denn noch, was man Christiansen positiv zuschreiben kann, lieber Aufsichtsrat?
Spielt der etwa auf dem Feld mit?
Nein, aber er hat alles zu verantworten als Geschäftsführer Sport. Oder nicht?
Wenn wir bei den Frauen seit Jahren immer wieder unsere Leistungsträger verlieren, kann man das jetzt nicht zwingend ihm zur Last legen. Kellermann macht doch einen soliden Job, auch wenn es natürlich unschön ist, dass wir unsere jahrelange Spitzenposition tatsächlich an die Bayern verloren haben und nun bisschen dahindarben. Ging eigentlich bei seinem Amtsantritt letzte Saison los, als wir die CL-Quali gegen Paris nicht gepackt haben…
Bei den Herren hat das "Danish Dynamit" leider nicht überzeugt, sodass Schindzielorz dafür seinen Hut nehmen musste. Was wäre deine Erwartungshaltung – hinsichtlich Verbesserungspotential – an eine andere Leitung?
Im Frauenfußball hätte man viel früher Geld in die Hand nehmen müssen, man hat ja auch durch die Abgänge einiges an Geld eingenommen. Kellermann schafft es nicht mal, bestehende Verträge zu verlängern (Küver, Endemann, Dijkstra, Huth, Popp, letzte Saison so viele Abgänge ablösefrei).
Stattdessen nimmt man es jetzt wehrlos hin, jetzt wo der Frauenfußball so rasant wächst und immer mehr Strahlkraft gewinnt.
Es wird sich damit abgefunden, der BVB im Frauenfußball zu sein. Der ewige zweite, es sei ein Erfolg. Als erfolgreichster Verein der letzten 15 Jahre! Im Kader passiert nichts um uns wettbewerbsfähig zu halten, die Infrastruktur am Elsterweg wird unzureichend mit Containern verbessert, statt das lange angekündigte Trainingszentrum an der VW Arena am A Platz endlich mal in Angriff zu nehmen.
Zu den Männern wurde hier ja alles schon hunderte Male durchgekaut.
Es nervt so dolle, wie kann man dermaßen wenig aus seinen Möglichkeiten in den jeweiligen Bereichen machen,
Hat halt alles seine Zeit, auch wenn ich Dir inhaltlich vollkommen zustimme. Wenn wir als Verein keinen USP haben und finanziell mit den Großen nicht mithalten können, kann es nur mit Talentförderung als Weiterbildungsverein klappen. Kellermann grast ja regelmäßig alle potentiellen Newcomer von den anderen Ausbildungsvereinen ab. Das wir die nicht langfristig halten können, liegt aufgrund des besagten fehlenden USP weiterhin auf der Hand.
Persönlich würde ich auch alles in Beton stecken und zumindest die Infrastruktur auf Männerniveau heben, mehr können wir für die VfL-Frauen nicht machen…
Die Mädels spielen gerade deutlich besser als im Hinspiel gegen Juventus und führen 1:0
2:0 für uns am Ende.
Die Leistung in der zweiten Halbzeit erinnerte mich allerdings sehr an die Männer. Und Lerchs Wechsel schienen die Dinge größtenteils nur noch schlimmer zu machen.