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Wolfsgeheul – The Good, The Dad & The Lovely

Wie es um den VfL Wolfsburg steht, konnte man beim Fan-Sondertreffen oder Sonder-Fantreffen oder Sonder-Fantalk deutlich erkennen. Die natürlich subjektiven Eindrücke seien hier eingeflossen, aber nicht als Chronisten-Bericht, sondern hauptsächlich als Interpretation und Ausblick. Und wie steht es um den VfL Wolfsburg? – Nach den Eindrücken vom Mittwoch, kann man eigentlich nur sagen: sehr gemischt. Das verwundert – aus verschiedenen Gründen:

Anlass: So kurzfristig einen solchen Austausch zu machen, war erst mal richtig. Es gab viel Rede- und Erklärungsbedarf. Dieses Zeichen der Vereinsführung “wir stellen uns öffentlich” kam spät, aber war alternativlos. Und es ist gut, dass es in einigen Punkten endlich erfolgt ist. Allerdings: Dieses Zeichen unter fernerliefen im Vorfeld zu bewerben ist fragwürdig, wenn man an einer größeren Beteiligung interessiert gewesen sein sollte.

Teilnehmerzahl: Denn hier kann man gespaltener Ansicht sein, ob rund 200 Teilnehmer ein angemessener Rahmen sind. Während die einen sagen: angesichts der Lage, ist es ja überragend, dass da nicht nur 10 sitzen denen der VfL noch wichtig ist. Allerdings sind 200 angesichts des Line-Ups, der Situation insgesamt und des Mobilisierungs-Zeitpunkts kurz vor Saisonende aber auch kein Heldenstück. Ein typisch Wolfsburg “Nicht-Fisch-nicht-Wolf”-Eindruck. Zumal auch vor allem diejenigen hauptsächlich da waren, die bei solchen Veranstaltungen “immer da sind”. Eine breite Mobilisierung ist jedenfalls nicht zu erkennen gewesen. Aber das soll den Einsatz und die Leidenschaft der Anwesenden nicht schmälern.

Stimmung: Hier wahrscheinlich die größte Überraschung und Beweis, wie besonders Wolfsburg als Bundesliga-Standort ist. Während in Köln, Schalke oder Hamburg wahrscheinlich angesichts der Lage die Stühle geflogen wären bei dortigen Veranstaltungen, ist Wolfsburg wie der nette Osterbrunch im erweiterten Familienkreis. Wahrscheinlich geht es da in Diskussionen auch höher her, weil die Eier nicht den richtigen Härtegrad hatten oder weil Opa Willi über Vegetarier herzieht. Bei VfL-Fans: alles im Rahmen, relativ unemotional, eher sachlich. Die Kinder toben herum und am Ende geht man und sagt: wäre schön, wenn es noch mehr Käsekuchen gegeben hätte. Ach, gab es nicht? – Schade. Und zwischendurch wird gelacht und Onkel Heinz erzählt noch mal den Witz, den alle schon kennen und trotzdem freundlich mitgrinsen. Ich sag es ehrlich: Ich will nicht, dass bei uns Stühle fliegen. Und allen, die da waren, müsste klar sein: kriegen wir nicht ein bisschen Positivität rein und treten auf und neben dem Platz als geschlossene Einheit auf – dann wird es nix werden mit Bundesliga nächste Saison. Ich find es gut, dass wir reden können und dies auch in einer fast schon grotesk entspannten Atmosphäre. Ich weiß aber auch nicht, ob den Ernst der Lage alle verstanden haben und ob diese, wir behandeln alles und jeden wie ein rohes Ei-Mentalität, erfolgsversprechend ist. Wie in einer Therapiesitzung. Danke, dass du dich eingebracht hast. Vielleicht muss man ein bisschen Nettigkeit mal opfern. Für den Impuls des Auf den Tisch-Hauens. Versteht ihr, was ich sagen will? Raus aus der freundlichen Lethargie und Unbedarftheit an Belanglosigkeiten? Bei manchen Fragestellungen hatte man jedenfalls den Eindruck auf einer x-beliebigen Saison-Opening Veranstaltung zu sein. Warum die DFL so scheiße die Spiele ansetzt? Junge, das Problem wirst du in Liga 2 nicht mehr haben. Warum es keine U23 mehr gibt? Würde uns jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr helfen, wenn es anders wäre. Um es mit Dieter Hecking zu sagen: auch bei uns muss mehr Energie rein, Frust und Wut müssen wir umwandeln, sonst… Ich hoffe, es wird klar, was ich gemeint habe.

Line-Up: Schwegler, Hecking und Benaglio traten als Einheit auf. The Good, The Dad & The Lovely. Das war schon mal gut. Die sind geschlossen und haben den Eindruck vermittelt: Ja, es ist scheiße, aber wir versuchen wirklich alles, damit sich das ändert. Das wurde auch eindrücklich und glaubwürdig untermauert. Der Auftritt war vertrauenserweckend, seriös, ernsthaft, fast nichts wurde beschönigt. Alle sind keine Lautsprecher oder aggressive Leader und werden es wahrscheinlich nicht mehr werden. Ich möchte ihnen glauben, dass sie wissen was zu tun ist. Was bleibt auch anderes übrig.

Schwegler: Man merkt, dass die Situation an ihm nagt. Ich glaube, er möchte unbedingt allen zeigen, dass er es kann. The Good. Die Hypothek der Tabellensituation und die unbefriedigende Wintertransferperiode lasten aber sichtbar auf ihm. Drei Monate sind bei ihm gefühlt wohl eher zwei Jahre im Moment. Ruhe und Freundlichkeit strahlt er aus, mehr Emotion dürfte es gern sein und der Nachweis, dass er den Laden schmeißen kann, dass Entscheidungen greifen und erfolgreich sind. Aber, dass er sich mit dem VfL auch nach so kurzer Zeit identifiziert, scheint offensichtlich. Krisen schweißen vielleicht noch enger zusammen als Erfolge.

Abendbrot auf LinkedIn

Hecking: Mit seiner väterlichen Art schafft er es, den meisten wichtige Gefühle zu vermitteln: Stabilität und Zuverlässigkeit. Wohltuend redet er nicht um den heißen Brei rum. Sagt Scheiße, wenn etwas Scheiße ist, redet Klartext, wo man Klartext erwarten kann. Kein kommunikatives LinkedIn-Blabla, sondern meistens auf den Punkt. The Dad. Wie bei einem Geschwisterstreit: “Mir egal, wer von euch angefangen hat. Jetzt räumen beide das Zimmer auf. Gleich gibts Abendbrot.” Gemeint natürlich die Plakataktion gegen die Mannschaft im Bremen-Spiel. Ob er damit die Ultras erreicht, wird man sehen müssen. Aber die Botschaft ist klar. Es wäre wichtig, hier weiter dranzubleiben. Ob man emotional aber zurückstellen kann, was sich über die Jahre aufgestaut hat, wird die große Herausforderung sein – auch für Hecking. Was auch gut ist: er nimmt die Kritik auf, sieht sie auch – und sagt, was er gegen die Probleme tun will, worauf es seiner Meinung nach ankommt. Tenor: natürlich könnte ich jetzt hier auch draufhauen, aber was bringt es? Auf diese Einstellung wird es weiterhin ankommen. Und natürlich die Ergebnisse. Es nutzt nichts, als Trainer Verbesserungen bei der Mannschaft zu sehen, die aber nicht weiterhelfen. Ja, du kannst jetzt ohne Stützräder fahren, aber hast dich in der Kurve trotzdem auf die Schnauze gelegt. Auch Träumereien wurden mit Selbstverständlichkeiten erstickt: Es geht eigentlich nur noch um Köln und St. Pauli, wenn überhaupt was geht.

Benaglio: Wie schon als Spieler ist man fast geneigt zu sagen, Diego ist zu nett, zu lieb, zu liebenswürdig für dieses Business. The Lovely. Höflich, wohlerzogen, er siezt respektvoll nach wie vor fast jeden, wo ein Du auch okay wäre. Toll, so jemanden menschlich im Verein zu haben. Einer der wirklich für ein sympathisches Wolfsburg stehen kann. Am Mittwoch hat er aber auch durchblicken lassen, dass er anders kann. Er wird auch anders müssen, wenn er die notwendigen Veränderungen nicht nur mit anschieben will im Verein, sondern auch durchsetzen muss. Und er ist ein Teamplayer. Das ist gut. Es wird aber in den nächsten Wochen und Monaten mehr brauchen. Man merkt deutlich, dass er sich das anders vorgestellt hat mit seinem zweiten Mal in Wolfsburg. Dass er die Situation annehmen will, hat man aber auch gemerkt. Someone has to do the f… job…

Däumchen drehen im Zug

Mannschaft: Hier ist nach wie vor das größte Rätselraten. Laut Hecking stimmen: Mentalität, Fitness, Professionalität, Teamgeist und Qualität. Dann bleibt die Frage: Wenn das alles vorhanden ist, warum stehen wir eigentlich auf Platz 17? Das kann wahrscheinlich keiner beantworten. Es muss aber schnell eine Mannschaft her, die Punkte sammelt. Eine interessante Äußerung zwischendrin: offenbar sind die beiden wichtigsten Führungsspieler bei uns der 2. und 3. Torwart. Und: große Experimente wird es nicht geben bis Saisonende. Es wird also gesetzt auf die Spieler, die raus waren, weg wollten, keine Rolle spielten. Namentlich Maehle, Wind oder Souza. Die Frage, warum das funktionieren soll, was die ganze bisherige Saison nicht funktioniert hat, wird wahrscheinlich erst nach der Saison beantwortet werden können.

Aussagen: Für mich waren die 3 Punkte wesentlich

  • Vereinsziele werden beerdigt (in Liga 2 sowieso), aber Europa ist vom Tisch gewischt. Interessant von Schwegler, weil VW (Oliver Blume) erst kürzlich das Ziel als Wunsch mehrfach wieder offensiv formuliert hat. Und die Frage bleibt grundsätzlich: Warum sollte ich für Platz 6 Gehalt bezahlen als VW, wenn ich Abstieg oä dafür erhalte?
  • Eine Analyse der Situation und die notwendigen Konsequenzen soll es offiziell erst nach der Saison geben. Zumindest wird es nach außen so gesagt. Allerdings laufen meiner Kenntnis nach intern die Prozesse schon und sie müssen auch laufen. Jetzt abzuwarten und dann in Ruhe mal gucken, wird nicht funktionieren. Der Zug muss umgebaut werden, während er fährt. Vielleicht fängt man nicht mit der Lok an, aber ob man drei Speisewagen braucht, kann ja schon geklärt werden.
  • Erstmals und sehr deutlich vermittelt wurde: Wir haben einen Plan für alle Eventualitäten. Sowohl für den GAU als auch für den Verbleib. Das wurde wahrscheinlich zu sehr vorausgesetzt, dass das jeder Fan so weiß und von sich aus annimmt. Das Gegenteil ist richtig. Die meisten sind im Unklaren. Zu hören, dass die sportliche Führung (hoffentlich) weiß, was zu tun ist und “nicht Däumchen dreht” (Benaglio), ist wichtig und hilfreich. Diese Art der offenen Kommunikation muss fortgesetzt werden, wenn wir diese Geschlossenheit erzielen wollen.

Fazit: The Good, The Dad & The Lovely haben erst mal ein gutes Gefühl vermittelt. Die Chance wurde genutzt, den Fan mit Frust und Fragezeichen im Gesicht endlich mal von denen abzuholen, die den Karren hauptsächlich aus dem Dreck ziehen müssen. Es darf noch mehr Kampfgeist und Emotionalität nach außen sein, um das letzte Aufgebot zu mobilisieren und zu begeistern. Da wir aber keinen Aragorn haben, der nach dem Kampf um die Weiße Stadt die völlig ermüdeten Truppen vor Mordors Toren noch mal anfeuert und in die Schlacht motiviert, muss es so gehen. Oder von innen heraus. Für Frodo. Für den VfL. Die meisten dürften am Mittwoch mit einem positiven Gefühl (alles andere ist eh alternativlos im Moment) nach Haus gegangen sein. Viele davon mit ein paar Selfies mit The Good, The Dad & The Lovely – wie nach nach einem netten Wolfsburger Osterbrunch.

In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig.

11 Kommentare

  1. Wie war das Fantreffen? Kann jemand berichten?

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    • Fantreffen beim VfL — Meine Skepsis hat sich verflüchtigt. Fast.

      Ich war gestern Abend mit einer klaren Erwartung im Evencenter: Effekthascherei, wenig Substanz, viel PR. Ich hatte meine Frage vorbereitet, ich hatte meine Kritik im Gepäck.
      Und dann war es — anders.
      Nicht perfekt. Aber anders.

      Was mich am meisten beeindruckt hat, war Dieter Hecking. Nicht nur seine Ehrlichkeit über die sportliche Lage — die Worte „Wir müssen den 16. Platz in Angriff nehmen, alles andere wäre Augenwischerei" hätten andere sich nicht getraut. Sondern seine Aussagen zur Vereinsphilosophie. Kleinere Brötchen backen, Identifikation vor großen Zielen, eine Mannschaft aufbauen über die Fans sagen können: Das ist grün-weiß, das ist der VfL. Das sind für einen „normalen" Trainer bzw. Feuerwehrmann bemerkenswert mutige Worte.

      Meine persönliche Meinung: Es wäre ein Gewinn für diesen Verein, Hecking unabhängig vom Saisonergebnis zu halten. Er genießt Respekt bei den Fans, bei der Vereinsführung und in der Fußballfachszene — und das ist für das ramponierte Image des VfL kein Nebenpunkt. Die zweite Bundesliga kennt er zudem nicht nur vom Hörensagen. Und er hat in Nürnberg bewiesen, dass er auch die Rolle des Sportdirektors ausfüllen kann — eine Fähigkeit, die angesichts der offenen GF-Sport-Frage nicht uninteressant ist.

      Im Fall des Abstiegs wäre der Wiederaufstieg natürlich das erklärte Ziel. Realistischerweise muss man sich aber darauf einstellen, dass der notwendige Umbruch sportlich nicht automatisch rund läuft und zu einem guten Tabellenplatz führt. Wie wird VW reagieren, wenn es auch in der zweiten Liga holprig wird? Das wird die hohe Kunst für das Erwartungsmanagement der neuen sportlichen Führung. Und ja, ich wiederhole mich: Hecking könnte dabei — in welcher Funktion auch immer — eine wichtige stabilisierende Rolle spielen.

      Was mir fast noch wichtiger ist: Es wurde gestern ausdrücklich festgestellt, dass das Mitnehmen der Fans in der Vergangenheit nicht gut genug war. Und dass Formate wie dieses — regelmäßig, nicht nur in der Krise — ein Teil der Lösung sein sollen. Das ist kein großes Versprechen. Aber es ist eine Selbstkritik, die ich so noch nicht gehört hatte. Und die ich ernst nehme — solange sie nicht beim Reden bleibt.

      Trotzdem bleibt die große Frage unbeantwortet: Was möchte Volkswagen eigentlich mit seiner Fußball-GmbH erreichen? Solange das nicht geklärt ist, hängen alle Gespräche über Kultur, Fans und Identität in der Luft. Lässt der Konzern zu, dass der bleierne Kontrollzwang überwunden wird? Dass der VfL mehr Eigenständigkeit bekommt — auch im Miteinander mit seinen Fans?

      Ein erstes Symbol wäre hier greifbar: das Zinnenwappen. Ja, ich sage das als jemand, der das lange für nachrangig hielt. Aber inzwischen sehe ich es anders. Eine Entscheidung zugunsten der Fans wäre ein Signal mit einer klaren Botschaft: Wir wollen es anders machen.
      Das kostet (fast) nichts. Außer dem Willen, es zu tun.

      Was denkt ihr? War jemand von euch auch vor Ort und hatte einen ähnlichen Eindruck von Heckings Auftritt?

      Support im Block. Reform in der Führung.

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    • Hallo zusammen, ich bin nicht der beste Texteschreiber aber ich versuch trotzdem mal meine Eindrücke vom heutigen Fantreff hier wieder zu geben.

      Es waren ca 120 Personen anwesend. (Meine grobe Zählung). Es war aber Platz für deutlich mehr Leute in dem Saal vorhanden. Anwesend waren Benaglio, Hecking und Schwegler. Zusätzlich noch die Fanbetreuung, unsere Pressesprecherin, einzelne Mitarbeiter des Vereins und 2-3 Journalisten. Das Fanpublikum war bunt gemischt, von Normalos bis Ultras war alles vertreten.

      Ich war erstaunt wie teilweise gut gelaunt die Leute waren bzw wie positiv die Stimmung unter den Leuten war. Versteht mich nicht falsch, niemand soll traurig da sitzen, wie auf einer Beerdigung. Aber vom Gefühl her war die Stimmung so wie auf einem ganz normalen Fantreff, mitten un der Saison, wo aus sportlicher Sicht noch alles möglich ist. Teilweise hat sich mein Eindruck auch durch die gestellten Fragen bestätigt. Da kamen Fragen wie:
      – Plant der VfL demnächst wieder eine U23 aufzustellen?
      – Warum Spielt der VfL gegen Freiburg, Sonntag Abend? Warum plant die DFL so?
      – und natürlich durfte auch die Frage nach dem Zinnenwappen nicht Fehlen.

      Versteht ihr was ich meine? So richtige random Fragen, die nichts oder auch nur bedingt etwas mit unserer aktuellen katastrophalen Situation zu tun haben. Das negative Highlight war aus meiner Sicht, das doch ernsthaft Scherze über die Niederlage der Schweiz gegen Deutschland gemacht wurde, nur um Benaglio etwas zu ärgern. Großes Gelächter im Raum und Heiterkeit, als wäre die Welt beim VfL in Ordnung. Ich war zwischendurch echt wütend, weil ich nicht das Gefühl hatte als ob allen bewusst ist in was für einer Situation wir uns als Verein befinden.

      Zwischendurch gab es dann doch die ein oder andere situationsbezogene Frage. Hervorheben möchteich unseren Lenny. Seine Frage bezog sich darauf, warum der VfL sich nach außen hin so wehrlos zeigt, wenn mal wieder ein Draxler, Wumms oder Herr Großkreuz sich über den VfL auslassen. Man könne sich als Verein doch auch mal verbal wehren und eine klare Ansage zurück bringen. Man muss sich nicht alles ständig so gefallen lassen, so seine Aussage. Vor allem diese Frage bekam viel Beifall.

      Insgesamt ging die Veranstaltung knapp 2,5 Stunden. Am Ende, als sich niemand mehr gemeldet hat, habe ich meinen Mut zusammengefasst und tatsächlich dann die letzte Frage des Abends gestellt. Ich wollte von allen drei wissen: "Was macht euch noch Hoffnung, dass das hier am Ende der Saison noch gut ausgeht? Denn ganz Ehrlich? Ich habe keine Hoffnung mehr!". Teilweise erhielt ich Zustimmung von meinen Sitznachbarn. Manch andere zeigten ihr unmut und meinten ich solle nicht so negativ sein. Die Antworten der Drei waren in etwa so:
      – Benaglio:" Meine Hoffnung ist auf jeden Fall noch da und sie ist nochmal ein Stück gestiegen, mit der Verpflichtung von Dieter Hecking als Trainer, von dem ich die Überzeugung habe, dass er zu 100% für den Verein brennt."
      – Hecking:"Das ist natürlich schade dass es Fans gibt, die ihre Hoffnung verloren haben. Ich kann euch bzw dir versichern das ich und das gesamte Team noch Hoffnung hat und ich bin zuversichtlich das es was wird… und wenn es klappt dann trink ich ein Bier mit dir"
      – Schwegler"Als ehemalige Profisportler verbietet es sich mir die Hoffnung aufzugeben, so lange es noch eine rechnerische und reele Chance gibt"

      Auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole belasse ich es dabei. Ich bin mir Sicher die WAZ und die WN werden morgen auf nichmal darüber berichten.

      Mei Fazit: Zu lieb, zu nett, zu viele unnpassende Fragen in der Situation. Aber vielleicht sehe ich auch alles zu negativ. Einen schönen Abend euch noch!

      Edit/admin: geschrieben 1. April, 22.15 Uhr

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    • @technet

      Das da doch einige „dumme“ Fragen oder Aussagen kommen war mir von Anfang an klar.

      Ich war auch schonmal bei so nem Treffen und leider bestätigt sich es immer wieder.

      Es gibt echt seltsame Leute! Und das nicht zu knapp.
      Die für Fremdscham Momente sorgen und es selber nicht mal merken.

      Ansonsten:

      Vielen Dank für eure kleinen Berichte!

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    • Ich hätte eigentlich erwartet das mal ein hochrangiger von VW da sitzt, mindestens Rudolph, eigentlich Blume.

      Den natürlich ist es extrem wichtig wie der eigner auf die Lage beim VFL schaut.

      Das meine ich nichtmal in die Richtung
      Gibt man in Liga 2 noch 40 oder 50mio

      Sondern vom Anspruch, was will der VfL für VW sein.

      Eine internationale Marke die Cl oder EL spielt ja wohl kaum.

      Was also sonst? Wo will VW hin mit dem VfL?

      Ich denke VW könnte hier mit überschaubaren Mitteln mehr Identifikation der Leute mit der Stadt und dem Verein schaffen.
      Das sollte ganz oben auf der Liste stehen

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    • @Ti Mo2, das wäre in dem Format gar nicht möglich.
      Es müsste dann ja so laufen:

      Du stellst eine Frage an einen VW- Boss. Dann muss mindestens eine halbe Stunde beraten werden wie dieser antworten könne ohne etwas auszusagen, zu versprechen oder ohne etwas zu sagen das verbindlich ist.

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    • @Ti Mo2
      Du schreibst:
      "Ich denke VW könnte hier mit überschaubaren Mitteln mehr Identifikation der Leute mit der Stadt und dem Verein schaffen."
      Soso, du glaubst also, dass der Brotgeber, Kultursponsor, Freizeitplaner und Sportanbieter den Wolfsbürgern, die an soziales, gemeinsames Engagement nicht gewöhnt sind und sich ihre Identität mit Wolfsburg eher über ihre bisher sichere, hervorgehobene wirtschaftliche Situation begründen, nun auch noch ein Identifikationsangebot machen muss?
      Wer sich jetzt noch nicht als Wolfsbürger identifizieren kann, nicht bereit ist, diese Arbeits- und Wohnansammlung unabhängiger Individuen als solidarische Gemeinschaft mit der Kraft zur Selbstgestaltung zu akzeptieren und dabei mitzumachen, der wird sich auch nicht dazu drängen lassen.
      Wolfsbürger erinnern mich stets an die berühmten "Pferde, die zur Tränke getragen werden wollen und sich dann noch beschweren, dass sie selbst saufen sollen".

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  2. Danke Lenny: Das Warten hat sich gelohnt.

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    • Danke Lenny.
      Bei mir bleibt trotzdem hängen:
      Es scheinen leider immer noch nicht alle verstanden zu haben, wie die Lage tatsächlich bei uns aussieht!

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  3. Danke für die Zusammenfassung. Wieder ein Termin, den ich aufgrund der Arbeit leider nicht wahrnehmen konnte. Schade. Und NEIN, ich werde dafür keinen Uraub oder so opfern. Wobei mein Meister mich eh auslacht, wenn ich frage, ob ich in der Spätschicht frei bekomme…

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