Donnerstag , Oktober 29 2020
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7 für Teneriffa

Das war es dann also. Seit dem Wochenende steht der Abstieg also wieder fest. Ist ja auch klar. Bin auch dafür, gar nicht mehr hinzugehen. Also zum HSV meine ich natürlich. Wer das bei uns schreibt oder erzählt, der hat früher auch Holz mit der Stirnplatte gehackt. Okay, gegen Freiburg hat so viel geklappt, wie beim Tischtennis-Probetraining der Zwergkaninchen. Also nix. Mich ärgern solche Spiele auch mehr, als 0:5-Niederlagen gegen Bayern. Gefühlt sind Niederlagen im Heimspiel gegen Freiburg so, wie wenn dich der blasse Nachbarsjunge aus der Öko-Veganer-Familie zuhause beim Schnick-Schnack-Schnuck abzockt. Kann passieren, nervt aber kolossal. Oder der Langzeit-Stundent, der von der Kifferparty zur Klausur kommt und plötzlich mal aus dem Stand ne bessere Note als du schreibst, obwohl du eigentlich gut vorbereitet warst. Aber beschweren können wir uns nicht. Wenn der Gegner aus zwei Torschüssen gefühlt sechs Tore macht, dann läuft was nicht richtig. Zum Teil haste dich auskontern lassen, als gäbe es für Zurücklaufen zwei Kicker-Noten schlechter. Vielleicht hätten wir noch mehr Flanken schlagen sollen. Da waren Dinger dabei, die sind auf Teneriffa jetzt Fremdenführer – soweit sind die ins Nirgendwo gesegelt. Aber wenn ich nach 15 Flanken aus dem Halbfeld merke, dass keine auf die beiden Petronas-Towers im Sechzehner ankommt, dann spiele ich doch einfach noch mal 20 hinterher – mit dem selben Ergebnis. Muss ich nicht verstehen. Aber so ne Niederlage kann ja auch lehrreich sein. Immerhin hat der Einsatz gestimmt, die Fans haben nicht gepfiffen und schließlich hat Freiburg auch seit der 20. Minute auf Zeit gespielt. Wie hieß der Torwart von denen noch: Schwellung? Hätte jedenfalls zu meiner Halsschlagader gepasst. Bei jedem Abstoß isser kurz in den Mannschaftsbus gerannt, um zu gucken, ob er beim Handy das Licht angelassen hat. Nervig. Und jetzt am Mittwoch gegen Mainz. Da bin ich auch mal gespannt. Die spielen ja auch so Fußball wie Freiburg – nur in eklig.

Taxi für Leistungsträger

Wobei wir schon wieder in Gelsenkirchen wären. So lang wir da noch genug Punkte Abstand haben, soll mir auch ne Niederlage gegen Freiburg Recht sein. Immerhin scheint da auch intern langsam die Stimmung immer besser zu werden. Aber was erlaubt sich da auch der Tomatopesto? Nimmt einfach den Diego Armando di Santo vom Platz. Majestätsbeleidigung. Da hätte ich mich auch aufgeregt. Der Name di Santo kommt bei mir beim Thema Erfolg und Leistungsträger auch immer gleich nach Messi und Ronaldo in den Sinn. Was aber nicht stimmte war, dass er lieber einen Mitspieler ausgewechselt gesehen hätte. Di Santo hat dem Trainer mit den Fingern ne 7 gezeigt, meinte dabei aber nicht den Uth, sondern, dass er um 7 weg muss, weil Ribéry draußen mit dem Taxi wartet.

Stakeholder mit Führerschein

Richtig gut drauf ist bestimmt auch gerade der Götze. Das versteht ja auch keiner. Der Junge macht doch wirklich alles: tolle Werbespots, sieht gut aus bei Instagram, hat André Schürrle zum Freund – und trotzdem stellt ihn der Favre nicht auf. Das macht sich nicht gut für die Skills bei Fifa 19. Wie soll denn da die globale Marke die Stakeholder satisfyen? Da muss doch die Susi mal einschreiten… Die einzigen Gründe, warum Götze nicht auch mit dem Taxi aus dem Stadion abhaut, sind übrigens die hier: 1. Schafft er es ja nicht mal in den Kader und 2. Ist er der mit der einzige BvBler, der allein nach Hause fahren darf, weil er tatsächlich n Führerschein hat.

In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig!

2 Kommentare

  1. Tja, was soll man sagen?

    War nur ein Ausrutscher?
    Wir sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen?
    Gut das wir die 7 Punkte geholt habe, die werden im Abstiegskampf noch Gold wert sein?

    Ich konnte das Spiel nur teilweise am Radio verfolgen. Der Reporter sagte bei jeder Schalte das die Freiburger das sehr clever machen würden, dem VfL nichts einfalle, zu ungenau spiele und sehr ideenlos wirke.

    Ich denke nächsten Montag sind wir alle ein bisschen schlauer und können vielleicht erahnen wo die Reise hingehen könnte.

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  2. Merci Lenny…!

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