Jetzt ist es offiziell: Dieter Hecking bleibt dem VfL Wolfsburg erhalten, allerdings nicht mehr als Trainer. Der Verein hat am Sonntag bestätigt, dass der 61-Jährige zum 1. Juni die Position des Geschäftsführers Sport übernimmt. Damit schließt der VfL eine wichtige Personalie im Zuge des Neuaufbaus nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga.
Hecking erhält einen Vertrag bis 2028 und verantwortet künftig den gesamten sportlichen Bereich der Grün-Weißen. Dazu gehören der Männerfußball, die Frauenmannschaft sowie die Akademie.
Schlüsselfigur für den Neustart
Mit der Entscheidung setzt der VfL auf einen Mann, der den Verein bestens kennt. Bereits zwischen 2013 und 2016 prägte Hecking eine der erfolgreichsten Epochen der Klubgeschichte. Unter seiner Leitung gewann Wolfsburg 2015 den DFB-Pokal und den Supercup. Zudem wurde der VfL Vizemeister.
Im März dieses Jahres war Hecking als Cheftrainer zurückgekehrt, um die Mannschaft im Abstiegskampf zu stabilisieren. Den Gang in die 2. Liga konnte er zwar nicht mehr verhindern, nun soll er den sportlichen Neuaufbau in anderer Funktion gestalten.
Die neue Aufgabe kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Der VfL steht vor einem umfassenden Umbruch. Zahlreiche Spieler haben den Verein bereits verlassen oder könnten in den kommenden Wochen folgen. Gleichzeitig muss ein neuer Trainer gefunden werden, der die Mannschaft auf die Zweitliga-Saison vorbereitet.
Trainersuche hat oberste Priorität
Eine der ersten Aufgaben des neuen Geschäftsführers Sport wird die Suche nach einem Cheftrainer sein. Die Zeit drängt. Anfang August startet die neue Saison in der 2. Bundesliga.
Zuletzt wurden mehrere Namen gehandelt. Nun liegt es an Hecking, die wichtigste Personalentscheidung des Sommers zu treffen und gemeinsam mit seinem Team die Weichen für die Mission Wiederaufstieg zu stellen.
Dabei kann der 61-Jährige auch auf Erfahrungen als Funktionär zurückgreifen. Während seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg war Hecking bereits als Sportvorstand tätig.
Neustart nach dem Abstieg
Mit der offiziellen Beförderung endet zugleich eine monatelange Suche nach einem Nachfolger für Peter Christiansen. Der Däne war Anfang März als Geschäftsführer Sport freigestellt worden.
Nun setzt der VfL auf eine interne Lösung und auf einen Mann, der die Strukturen des Vereins kennt. Hecking soll dabei helfen, nach dem sportlichen Tiefpunkt wieder Stabilität und neue Perspektiven zu schaffen.
Die Erwartungen sind hoch. Nach dem erstmaligen Abstieg seit fast drei Jahrzehnten soll der Wiederaufstieg mittelfristig gelingen. Die Grundlage dafür muss in den kommenden Wochen geschaffen werden.
Stimmen zur Beförderung
Sebastian Rudolph, Vorsitzender des VfL-Aufsichtsrats:
„Wir freuen uns sehr, dass Dieter Hecking Teil der VfL-Familie bleibt. Er steht in Wolfsburg für Teamgeist und Identifikation. Dieter Hecking kennt die zweite Liga und ihre Anforderungen. Er bringt für die Sportgeschäftsführung die passenden Kompetenzen mit. Gemeinsam mit Pirmin Schwegler und dem Team dahinter wird er die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit nahtlos fortsetzen. Darüber hinaus kennt er die Strukturen und Entwicklungen im Frauenfußball gut. Im engen Austausch mit Vanessa Bernauer und Stephan Lerch wird er die Entwicklung unserer Wölfinnen weiter vorantreiben. Der gesamte Aufsichtsrat ist deshalb zu dem Entschluss gekommen, Dieter Hecking diese Verantwortung zu übertragen.“
Dieter Hecking:
„Das Vertrauen und die Wertschätzung des Vereins, des Aufsichtsrats und speziell auch von Diego Benaglio und Pirmin Schwegler bedeuten mir viel. Für mich stand zunächst die Frage im Vordergrund, ob ich weiter als Trainer arbeiten oder meine Zukunft als Funktionär sehe. Nachdem ich diese Entscheidung mit voller Überzeugung getroffen habe, freue mich sehr auf die große Aufgabe, die vor uns liegt, gleichwohl sie viele Herausforderungen mit sich bringen wird, auch wenn der Abstieg, da bin ich ganz ehrlich, noch an mir nagt. Wichtig wird sein, jetzt schnellstmöglich eine positive Grundstimmung im Verein zu erzeugen, um gemeinsam das Thema zweite Liga mit der nötigen Mischung aus Demut, Courage und Überzeugung anzugehen.“
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Weitere Kommentare verschoben
Bevor man sich für ein Trainer entscheidet, meine Favoriten wären Baumgart oder Titz, sollte der VfL selbst erst mal wissen welche Art Verein er nach außen darstellen möchte.. auf den Bannern und Fahnen steht überall ARBEIT! ARBEITERVEREIN! Hinzukommt das VW DEFENSE OFFICE, das leise voraus ahnen lässt, in welcher Branche Volkswagen künftig arbeitet/zu arbeitet.Des Weireren: Die Zinnen sind zurück, dass Imagevideo deutet darauf hin, dass man zu den Wurzeln zurück möchte, es klingt alles nach harter Arbeit, rauen Kerlen und und starken Worten..Aber was bedeutet das in der Konsequenz?! Weg vom Wokeismus, der etwas Beliebtheit eingebracht hat aber noch mehr Beliebigkeit?! Und noch viel mehr Unbeliebtheit in breiten Gesellschaftsgruppen?!
Ein Baumgart würde mit seiner Persönlichkeit hervorragend in dieses Bild des rauen Arbeiters passen.
Würde ich sehr begrüßen und würde dem VfL ein neues, authentisches!! "Gesicht" geben, wenn der Verein dieses Konstrukt, welches authentisch zu einer Arbeiterstadt passt, zu Ende denkt.
Ergo: Steffen Baumgart
Nach innen spielt natürlich auch die taktische Ausrichtung des Trainers eine wichtige Rolle, die zur Vereinsphilosophie passen muss…
Baumgart? Als rau und Arbeiter ja, aber kann er auch wirklich Fußballlehrer? In Köln am Ende und in Berlin eigentlich zu Beginn waren sie froh, dass er weg war. Wenn man sich bei den Unionern umhört, dann konnten die nicht verstehen, wie der eingestellt wurde. Auf den PKs, im Training und anscheinend gegenüber Fans immer die gleichen inhaltslosen Sprüche.
hat in Liga 2 sehr gut funktioniert, meine ich. und dort spielen wir ja nun minimum ein Jahr ebenso
Woker als St. Pauli zu sein, was manche Dinge angeht (LGBTQ-Kapitänsbinde), muss man auch erstmal schaffen. Genau das eingetreten, was ich damals gedacht habe: Ist eine Dauereinrichtung geworden (ursprünglich hieß es: diese Saison). Die Studis von St. Pauli mögen damit ihr WG-Zimmer vollhängen, aber der unpolitische und konservative (links wie rechts) Arbeiter ignoriert es oder mag es eher nicht mehr sehen.
Aber gut, das sind Nebenschauplätze.
Puhhhh…….
Zu mehr reicht‘s wohl nicht?! Wobei das schon verhältnismäßig viel war
Zur Trainersuche: Eigentlich sucht man einen Trainer ja auch danach aus, ob er bzw. seine Philosophie zum Kader passt. Dummerweise ist noch völlig unklar, wie der Kader aussehen wird.
Wenn man Rollen festlegt kann man dannach den Trainer aussuchen. Wenn du weißt du willst 4er Kette und vorne Typ Tabakovic hast du einen Trainer oder Typ Amoura hast du einen anderen Trainer… der Kader muss dasfür nicht fertig sein aber die SpielerSpielerroollen definiert.
Ein guter Trainer passt bestimme Dinge den Spielertypen an.
Ideal wäre aber, der Verein lebt eine Philosophie vor. Gibt bestimmte Dinge vor. Dieses ist bei Barcelona so, oft geht es hier auch in der Formation 4 3 3 zur Sache, aber nicht star… Aber es sind klar Dinge zu erkennen.
Das ist auch der Grund wieso Jugendspieler meist keine lange Anlaufzeit brauchen…
Es ist mMn gar nicht so entscheidend, was zuerst da ist. Also Spieler oder Trainer. Gibt genügend Beispiele für beide Seiten, wo es entweder gut geht oder scheitert.
Aber: Diese Anpassung "Kader/Management"-"Spielidee/Philosophie"-"Trainer" hat ja bei uns noch nicht mal unter Glasner stattgefunden. Und der war hier erfolgreich.
Ich kann mich noch erinnern:
("Weghorst passt nicht zu Glasner") Wir brauchen vorne Tempo und Tiefgang.
Wir haben mit Schlager einen Umschaltspieler im Mittelfeld – das war´s.
Das mit dem Tempo und Tiefgang und mit dem Umschaltspieler im Mittelfeld hat Glasner sogar selbst gesagt. Öffentlich. Nun kann man sagen, das wir nicht der richtige Weg.
Es beschreibt aber trotzdem den Kern unserer Problematik.
Der Verein hat hier noch nie gesehen, wie eine Philosophie wirklich nachhaltig implementiert wird. Strukturen geschaffen worden.
Man hangelt sich von einer Kompromiss- oder Notlösung zur nächsten. Und manchmal hat man Glück und es passt wie mit Glasner oder Magath 1.0. Aber auf Dauer und auf Sicht musste das scheitern.
Oben wird Geduld eingefordert. Es wird gesagt, der AR macht das schon oder habe Kompetenz.
Nur sieht man im Ergebnis immer wieder Scheitern.
Warum?
Weil hier, wenn es nicht so läuft, sofort ALLES von ALLEN Seiten in Frage gestellt wird. Fans Online wie Offline, Medien und auch Eigner werden da gaanz schnell nervös.
In der Podcast-Ausgabe vom Wölfe-Radio war auch Freiburg ein Thema. Sowas wird es hier nicht geben, das man sagt: Wir glauben an den Weg, halten an der Philosophie fest, auch wenn das Rückschritt bedeutet.
Gefordert wird hier immer viel, nur Geduld und Vertrauen haben die Allerwenigsten. Merkt man übrigens hier auch jetzt wieder. Genug Leute, die jetzt schon wieder den Abgesang singen, denen die Suche nach dem GF viel zu schleppend voran geht und am Ende ist es sowieso der Falsche, also alles wieder sch…
Hier wird immer von ruhigem Umfeld gesprochen… Die WAZ hatte, in Form von Tom Szyja, um 6 Uhr morgens am Tag NACH Dem Relegationsspiel nichts besseres zutun, als einen Artikel rauszuhauen mit dem Titel:
"VfL Wolfsburg: Maehle mit zwei Sechsen – Die Noten zur Abstiegssaison"
zu einem Zeitpunkt, als die Angriffe auf Maehle bereits in vollem Gange waren!
Auf meinen Kommentar, ob so ein Artikel jetzt sein muss, wo der VfL sich sogar genötigt sah, den Spieler Maehle zu Recht in Schutz zu nehmen aufgrund von Anfeidungen, gab es keine Reaktion der WAZ.
Sobald etwas nicht läuft, legt die Haus- und Hofzeitung los. Heute so, morgen so. Sehr schön zu übrigens sehen zum Saisonende.
Ich will damit weiß Gott den AR nicht in Schutz nehmen, aber vielleicht sollte man generell mal von dem Gedanken wegkommen, das jeder Funktionär und Spieler nur auf einen Anruf des VfL Wolfsburg wartet.
Was wäre mit so einer Type wie Sandro Wagner?!
Gruß nifi
@Pericon
Deine Liste ist interessant und es wäre tragisch, hätte der VfL nicht wenigstens 5 der Namen auf seiner Liste gehabt. (Mit Tare habe ich bis vor seinem plötzlichen Ende bei Milan nicht gerechnet )
Wie du anmerkst sucht der VfL offenbar nach Lösungen in und für die gegebene Situation.
Eine neue starke Persönlichkeit dabei zu integrieren (zu ertragen?), scheint dabei evtl zu viel Risiko…
Ebenso. Krise und Zukunft "in einem Aufwasch" angehen zu wollen.
PS: Meine persönlichen Favoriten wären Spots und Igl Tare.
Vielen Dank für deine Rückmeldung, Spaßsucher.
Man merkt (so zumindest meine subjektive Wahrnehmung als Außenstehender) dem Verein soviel "VW" an. Diese Lethargie und Langwierigkeit in Entscheidungsprozessen, das Sicherheitsdenken, Geldverschwendung, uvm.
Ohne tiefe Einblicke in den Konzern VW zu besitzen, kamen mir diese Begriffe im betriebswirtschaftlichen Teil meines Studiums, in Bezug auf VW, in den Sinn.
Da passt leider auch die Kombination aus Krise und Zukunft zu. Viel zu lange wird an etwas festgehalten oder, aufgrund von Beziehungen und Sympathiepunkten Stellen besetzt.
Das gilt natürlich nicht nur für VW, viele andere Großkonzerne agieren ähnlich.
Man nimmt was man kennt, bloß kein Risiko, sondern setzt auf Altbewährtes. Ohne tiefgründiger in die Analyse zu gehen.
Daran merkt man, dass der VfL leider nur eine Abteilung von VW ist.
Dass das Fußballbusiness so nicht funktioniert, scheint noch nicht bis in die höchsten Ebenen bei VW angekommen zu sein.
Um erfolgreich zu sein, braucht es Innovation, Schnelligkeit und stringente Entscheidungs-/Führungsprozesse.
Deswegen ist es so wichtig einen entsprechenden GF Sport zu installieren! Einen D. Hecking, auch wenn ich ihn persönlich sympathisch finde und mag, passt für mich einfach nicht in dieses Profil.
Von Johannes Spors halte ich viel und er steht auch bei mir weit oben, ebenso wie Igl Tare. Beide wären Glücksgriffe und aktuell nur zu bekommen, weil beide jeweils eine ungünstige Situation im jeweiligen Club durchstehen mussten.
Jedoch denke ich, dass Paul Mitchell auch sehr interessant und passend für den VfL sein könnte.
Glaube jedoch, dass er nicht den Namen und das nötige Standing mitbringt, wie die beiden Erstgenannten. Obwohl er nachweislich hervorragende Arbeit bei seinen Stationen geleistet hat.
Da ich deine bisherige Argumentation und Art der Diskussionsführung hier im Blog ansprechend finde, würde mich mal interessieren, wie du die Lösung der momentan vorherrschenden Situation siehst und, was du über die aktuelle Besetzung der sportlichen Führung, inkl. AR, denkst.
Hallo Pericon,
ich teile Deine Analyse in weiten Teilen. Und sie stimmt für den offenbar unveränderten AR und die aktuelle GF-Suche zu 100%.
Auf der Trainer- und Sportdirektorposition war man allerdings…ähm…kreativ und…irgendwie auch…mutig. Dann greift aber wieder Dein Vorwurf, zu lange an gescheiterten Experimenten festgehalten zu haben. Alle so nett, umgänglich und dankbar. Das ging im Übrigen unter Schäfer schon los.
Danke Lupinho,
das Mindset vom Verein und vom Umfeld trägt leider einen großen Teil zu der aktuellen Situation bei. Du siehst ja hier in den Diskussionen wie festgefahren vieles ist. Der VfL muss anfangen alte Strukturen aufzubrechen und anfangen, sich seiner Chancen und Möglichkeiten so gewiss zu sein, dass dies auch im täglichen Handeln sichtbar wird.
Das bedeutet konkret, nicht wie ein Großkonzern zu denken und handeln, sondern wie ein moderner und erfolgshungriger Verein.
Und da sehe ich die größte Herausforderung, solange der AR Vorsitzende und weite Teile des AR stets aus dem Kosmos Volkswagen oder aus Verwaltungsebenen (Bürgermeister etc) kommen.
Den Wunsch der Ultras sich von VW loszulösen, finde ich in gewissen Punkten sinnvoll.
Ein kompletter Bruch wäre hingegen fatal.
Könnte man es schaffen, dass der VfL am Ende keine Abteilung mehr von VW ist und entsprechend sich selbst organisieren und Eigenverantwortung übernehmen muss, bietet dieses eine große Möglichkeit zu langfristigen Erfolgen. Jedoch müssen sich die Ultras auch eingestehen, dass die finanziellen Möglichkeiten durch die Unterstützung von VW von Bedeutung sind.
Wäre VW bereit, weiter als Hauptsponsor (Stadionname, Trikotwerbung, und weit darüber hinaus) und Unterstützer zu agieren, den VfL jedoch von VW loszulösen, wäre das ein Meilenstein, meiner Meinung nach.
Dann kommt es nämlich, noch mehr als vorher, darauf an, dass das passende Mindset gefunden wird und die Personalentscheidungen sitzen müssen.
Die Fehler der Vergangenheit zu analysieren, zum Beispiel, warum Simonis gescheitert ist, wäre zu ausschweifend.
Es brauchte Hecking um zu erkennen, dass der Einfluss Clarups (sowohl bei Simonis als auch bei Bauer) toxisch für die Mannschaft gewesen ist.
Dass sich Simonis und Bauer dahin nicht durchsetzen bzw. dieses aufzeigen konnten, hängt mit der Unerfahrenheit zusammen.
Es wurden einfach zu viele entscheidende Fehler gemacht, in so vielen Bereichen.
Wie stellt man sich denn so etwas vor, wie würde denn so eine Konstellation dann aussehen?
VW zieht sich dann wie genau zurück und wie würde das mit den Sponsoring aussehen?
VW zahlt weiterhin X Millionen Euro und ist aber nicht mehr Hauptanteilseigner auftritt, dennoch aber sagt – ich gebe weiterhin Summe X.
Man dann den AR nicht mehr mit nur VW Leuten und OB´s besetzt?
Ich würde gerne wissen, was man sich dann am Ende genau vorstellt?
Wenn ich mir nun denke, dass am Ende Wünsche aufkommen, dass jemand den den Ultras in diesem Germium sitzen soll, dann wird mir Angst und Bange…
"das Mindset vom Verein und vom Umfeld trägt leider einen großen Teil zu der aktuellen Situation bei. Du siehst ja hier in den Diskussionen wie festgefahren vieles ist. Der VfL muss anfangen alte Strukturen aufzubrechen und anfangen, sich seiner Chancen und Möglichkeiten so gewiss zu sein, dass dies auch im täglichen Handeln sichtbar wird."
Hier fehlt schon der Wille etwas zu verändern. Der Abstieg hat nicht ausgereicht.
Ein wichtiger Kommentar, Johnny!
Ich bin im Vereinsrecht bzw. juristisch nicht so bewandert, dass ich dir diese Frage konkret beantworten kann.
Es geht mir in erster Linie darum, einen Weg zu finden, dass der VfL eigenverantwortlich handeln darf und muss. Für sich einen Weg findet erfolgreich zu arbeiten, ohne die "schützende Hand" bzw. die Sicherheit hat.
VW soll sich eben nicht komplett zurückziehen, jedoch Verantwortlichkeiten übertragen. Wolfsburg, VW und der VfL gehören zusammen, das steht außer Frage.
Allerdings sieht man ja an den bisherigen Ergebnissen, dass die Erfolge nicht im Einklang mit den Voraussetzungen stehen. Ergo, muss etwas verändert werden.
Deswegen wäre meine Idee als Hauptsponsor zu agieren, überall steht und ist VW zu sehen, jedoch auf der operativen geht der Einfluss verloren.
Dafür muss jedoch ein Wunsch und ein Wille zur Veränderung vorhanden sein.
Mit der Einstellung "Sowas geht nicht", klappt es natürlich nicht.
Alles ist möglich, wenn man es denn möchte.
Und daran wird es am Ende hängen, die Bereitschaft den Erfolg des VfL an erster Stelle zu setzen. Genau das ist was bei einem Konzern nicht funktionieren kann.
Der Konzern an sich wird immer an erster Stelle stehen, ganz logisch. Natürlich ist man daran interessiert, dass es läuft. Jedoch wird das niemals zur Priorität, weil es nur eine "Abteilung" oder ein "Spielzeug" (bitte nicht an der Wortwahl aufhängen) ist.
Bei dem anderen Punkt gebe ich dir uneingeschränkt recht. In meinen Jugendzeiten war ich mal ultranah (Zeiten von Tito, Schulle und Co.), jedoch nie aktiv dabei, da ich das Denken und Handeln nicht teile bzw. keine Identifikation mit habe. Über die Jahre hat es sich so verändert, dass ich mittlerweile ablehnend gegenüberstehe und deutsche Stadien nicht mehr besuche. Hier in Spanien ist es zum Glück anders.
Wenn Ultras an die Spitze der Vereine kommen, sehe ich es auch kritisch und bin dahingehend bei dir, dass die Entwicklung eines Vereins nicht positiv ändern wird. Die aktuellen Sichtweisen und Einstellungen passen nicht in das vorherrschende System des Profifußballs, sodass es dann zwangsläufig Probleme geben wird.
Ich mach‘s mal plump: VW muss uns nicht ausgliedern oder ähnliches, sie müssten den AR lediglich mit den relevanten Skills besetzen und/oder seine Funktion nachschärfen.
Gavin weist weiter oben darauf hin, dass auch andere Aufsichtsräte ähnliche Lebensläufe aufweisen.
Aber: Sitzen diese dann auch regelmäßig am Verhandlungstisch, wenn Sportdirektoren und/oder Trainer gesucht werden?
Zuletzt sind die Aufgabenbereiche ja vollends verschwommen. Buffet-Peter, Rudolph, Benaglio, sogar noch Schwegler dazu: Gemeinsame Auftritte bis auf den Trainingsplatz. Gemeinsame Statements etc. Das war ein toxischer Einheitsbrei, geprägt von Management-Skills wie „Hoffnung“, „Dankbarkeit“ und „gemeinsam ist es so schön“.
Der Aufsichtsrat könnte also einfach wieder eine Machtdistanz einnehmen und zur Abwechslung die eine Position, die er zu besetzen hat, adäquat besetzen und dann das volle Vertrauen aussprechen.
Variante 2: Der AR möchte weiterhin operativ rein quatschen und seine Leute sogar zeitweise in die GF entsenden: Ja, dann holt euch FUẞBALL-Manager.
Es ist doch gar nicht so kompliziert und erfordert m.E. keine gesellschaftsrechtliche Akrobatik.
Mich würde generell mal interessieren, was so die breite Masse hier sich wünschen würde, was verändert werden sollte beim VfL Wolfsburg, wie es angefasst werden sollte und welche Maßnahmen getroffen werden.
Ich persönlich sehe nicht VW als Konzern in dem Sinne als Problem oder als Haupteigner, RB hat das System ausgedribbelt mit bestimmten Tricks, faktisch sind aber an der Macht bei den stimmberechtigten Personen die Leute, die im RB Konzern sind.
Ich glaube nicht, dass der Weg sein sollte, dass VW als Eigner zurücktritt, sondern das man eine Idee entwickelt, wie man zum Erfolg kommen kann. Es sollte doch auch im Sinne von VW sein, dass das eingesetzte Geld vernünftig genutzt wird und wie ginge es leichter als damit, dass mal ordentlich gearbeitet wird. Daher verstehe ich es nicht, wie man so komisch im AR arbeiten kann…
Das wäre wünschenswert, Johnny.
Der optimale Weg wäre sicherlich, dass VW weiter als Eigner vorhanden bleibt und es sportlich endlich rund läuft.
Schulterblick nach rechts: Bayer Leverkusen
Beide Vereine haben einen Mutterkonzern.
Beide Vereine haben die identische Rechtsform.
Jetzt kommt der erste Unterschied:
Leverkusen setzt auf eine strikte Doppelspitze (Wirtschaft / Sport).
Wolfsburg wiederum hat ein breit aufgestelltes Mehr-Geschäftsführer-Board.
Der AR in Leverkusen besteht hauptsächlich aus Wirtschaftsexperten, während der AR in Wolfsburg massiv im Zusammenhang mit dem Eigner VW steht.
Und jetzt der entscheidende, aber wesentliche Unterschied:
Leverkusen hat ein Konzept, Konstanz und eine Struktur. Die wird besonders im Personal erkennbar.
In 23 Jahren hatte Leverkusen 4 CEO's (wirtschaftlicher Teil) und ebenso 4 Sportverantwortliche (sportlicher Teil).
2004-2013: Holzhäuser und Völler
2013-2018: Schade und Völler / Boldt
2018 bis heute: Carro und Völler (ab 2022) Rolfes
Das folgt einer klaren Linie, die Verantwortung wird bewusst und geordnet übertragen, es gibt nahtlose Übergänge.
Vergleicht das bitte einmal mit dem VfL.
Wenn andauernd Personal wechselt, entsteht kein langfristiger Erfolg.
Zusätzlicher Aspekt:
Beim VfL greift der AR aktiv, strategisch und und spürbar ins operative Tagesgeschäft ein, während bei Leverkusen der AR sich im Hintergrund hält und nur in schweren wirtschaftlichen Situationen eingreift.
Das bedeutet:
Struktur, Konstanz und Kontinuität sind der Schlüssel zum Erfolg. Leverkusen macht es seit Jahren vor.
Das Leipziger Modell beziehe ich bewusst nicht mit ein, weil sich die Vereinsstrukturen doch sehr unterscheiden.
Meinen Leitsatz für moderne Unternehmensführung hat der große weise Wayne Gretzky geprägt:
"Es kommt nicht darauf an, dort zu sein, wo der Puck ist, sondern dort, wo er sein wird.
In Wolfsburg tendiert man dazu. die Vergangenheit zu verklären und zu trauern. dass sie vorbei ist. (Golf GTI, Graffiti und Dzeko)
Das ist die Attitude des Autofahrers, der seine Fahrtrichtung im Rückspiegel plant…. und sich wundert, wenn eine Kurve……
Wenn Geld die Kreativität eines Unternehmens lähmt, dann muss nicht das Geld schuld sein.
Danke dir für die Antwort, Spaßsucher.
Ein sehr ansprechendes Zitat, welches im täglichen Leben, egal ob bei Individuen oder Wirtschaftsunternehmen, Anwendung findet.
Dann haben wir ja so ziemlich die identische Sichtweise bzw. deckt sich das nahezu mit meinem Eindruck.
Was wären deiner Meinung nach notwendige konkrete Schritte, um aus dieser Lethargie auszubrechen?
Benaglio sagte vor 2 Wochen die Suche nach dem neuen GF läuft. Es soll „nicht die schnellste, sondern die beste Lösung sein“. Jetzt wird berichtet, dass die Spur zu Schäfer nie wirklich heiß war und es garkeine konkreten Gespräche gab, mit Wohlgemuth wohl auch nicht. Peter Christiansen wurde Anfang März entlassen, also vor knapp 3 Monaten (!)
Was wurde denn in der Zwischenzeit gemacht? Wieso denkt man Hecking kann es jetzt richten? Wieso holt man niemanden wie Johannes Spors, der quasi perfekt in diese Rolle reinpasst und wohl auch zu bekommen wäre, da es bei Southampton auch nicht gut läuft? Wieso keinen Jonas Boldt, der jetzt zum direkten Konkurrenten geht, oder Alexander Rosen, der in Hoffenheim gute Arbeit geleistet hat? Also jemanden der auch die nötigen Qualifikationen für diese Aufgabe besitzt?
Dazu die Berichte zu Meeske. Seine Arbeit wird krisch gesehen, man erwägt eine Trennung. Ja wieso denn jetzt erst? Wieso nicht vor ein paar Monaten schon? Ich verstehe es einfach nicht. Wieso dauert alles immer so lange in diesem Verein?
Wir sprechen von einem Weltkonzern wie Volkswagen. Die werden doch wohl fähige Leute haben, die die Situation in den letzten Monaten analysiert haben und jetzt Lösungen präsentieren könnten. Der HSV hat eine Headhunter Agentur beauftragt, um passende Vorschläge für die Position des GF Sports zu machen. Wieso machen wir das nicht, wenn keiner so richtig Ahnung hat im AR? Es ist so frustrierend. Wann stellt sich jemand vor die Kamera und zeigt auf wie es weitergehen soll?
Hecking hat doch in Nürnberg schon keinen guten Job gemacht. Die Entscheidungen die er dort über Jahre getroffen hat waren einfach nur schlecht. Alle seine letzten Stationen waren nicht gerade von Erfolg geprägt. Ist die einzige Qualifikation die Identifikation mit dem Verein und ein gutes Auftreten?
Der Abstieg war doch schon monatelang abzusehen. Was wurde vorbereitet? Fragen über Fragen die hoffentlich bald beantwortet werden.
Darüberhinaus wäre es absolut fahrlässig den AR, der einen großen Teil zu diesem Abstieg beigetragen hat, in dieser Konstellation zu belassen.
Was machen der OB oder eine Daniela Cavallo dort drin? Oliver Blume hat mit Volkswagen sicher auch ganz andere Probleme. Sebastian Rudolph genauso.
Wenn man Hecking unbedingt im Verein behalten möchte dann steckt ihn doch in den AR. Alternativ einen Klaus Allofs.
Schau dir die anderen AR der Bundesliga an. Dann hast du deine Antwort, was solche Leute dort drinnen machen.
Spoiler: Bayern hat mit zwei ehemaligen Profis bzw. AR-Mitgliedern die meisten in der Liga im AR sitzen.
Ansonsten hast du Großindustrielle, Gewerkschafter, DiplIngs, Professoren, Bürgermeister, Vorstandmitglieder großer Firmen usw. in den Aufsichtsräten drin sitzen
Ich glaube auch, dass der VfL Wolfsburg für viele potentiell sehr gute GF aktuell einfach aus verschiedensten Gründen nicht attraktiv ist. Zudem kommt eben auch, dass die Zeit rennt und man deshalb auch auf jemanden wie Hecking zurückgreifen könnte der keine Einarbeitungszeit benötigt, da er die internen Gegebenheiten und Probleme kennt. Ob er sie lösen kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt…
@Wolf_GTI: natürlich rennt die Zeit. Aber wie ich es geschrieben habe, hatte man nach Christiansens Entlassung jetzt knapp 3 Monate Zeit einen neuen GF Sport zu suchen und einzustellen. Dieser hätte seit März/April alles ligaunabhängig mit Schwegler vorbereiten können. Stattdessen war diese Position die ganze Zeit vakant und jetzt holt man sich die einfachste Lösung, die einem einfällt, da jetzt keine Zeit mehr ist für umfangreiche Analysen und Gespräche mit möglichen Kandidaten.
Zum Thema Attraktiv des Jobs: klar steht viel Arbeit bevor. Dennoch kann ein neuer GF Sport quasi einen Verein nach seinen Vorstellungen umkrempeln. Einen Kader nach seinen Vorstellungen aufbauen sowie einen Trainer nach seinen Vorstellungen installieren. Und das mit den finanziellen Mitteln die Volkswagen dem VFL bereitstellt. Darüberhinaus kannst du mit dem VFL aufsteigen und hast danach automatisch ein höheres Ansehen (siehe z. B. Frank Baumann auf Schalke). Meiner Meinung nach immernoch ein super attraktiver Job und das unabhängig von Liga 1 oder 2.
Die Geschichte des unattraktiven Standorts wird hier aber auch seit Pander jährlich durch das Dorf getrieben. Selbst nach der Meisterschaft hieß es, jema d besseres als Veh sei nicht zu bekommen. Irgendwann ist auch der Lolli mal ausgelutscht.
Der VfL baggert nur sehr oft im falschen Regal. Dieses Jahr steigt man ab, meint aber jemanden von einem CL Teilnehmer abwerben zu können. Auf die Idee allein muss man mal kommen.
Ich bin teilweise ob der Argumente erstaunt. Ist Hecking denn die einfachste Lösung? Oder ist er aktuell nicht sogar die beste Lösung?
Es dringen kaum bis gar keine Informationen nach außen. Aber es kann nicht mehr lange dauern bis wer verkündet wird. Ein Hecking hätte den Vorteil, dass er das brennende Haus schon kennengelernt hat und keine Einarbeitungszeit benötigt. Auch hat er schon mit Schwegler zusammen gearbeitet.
Hecking wird aufgrund seiner Zeit bei Nürnberg kritisch gesehen. Zumindest ist das eines der oft gelesenen Argumente. In Nürnberg waren das aber komplett andere Voraussetzungen. Hier mussten doch zwangsweise immer die Spieler abgegeben werden weil man finanziell so klamm ist. Da hat man gar nicht die Chance etwas aufzubauen. Daher ist der Klose als Trainer eigentlich auch latent unzufrieden.
Was mich in der Argumentation in der Causa "Hecking als neuer GF Sport" stört, ist die Interpretation, dass er Erfahrung hat.
Dieter Hecking hat sehr wenig Erfahrung als Manager. In seiner gesamten Karriere, war er Trainer.
Er ist ein erfahrener Trainer, er hat unterschiedliche Vereine in unterschiedlichen Konstellationen betreut.
Als Manager ist er nicht erfahren, da er nur eine sehr begrenzte Zeit in einem (!!!) Verein tätig war.
Nach der Zeit als GF Sport sagte er außerdem in einem Interview, dass er sich weiterhin als Trainer sehe.
Das ist ja quasi der "Bauer-move" nur mit deutlich mehr Lebenserfahrung. Ich überspitze es gerade etwas. Hecking steht natürlich von den Kompetenzen weit über Bauer, keine Frage.
Und nun soll jemand, der gerade einmal bei einer Station gearbeitet hat und das nicht einmal erfolgreich, diese komplexe Lage meistern und den VfL Wolfsburg zurück in Liga 1 führen?
Kann jemand der "Beste" sein, der kaum Erfahrung in diesem Job hat?
Wenn dem so ist, dann würde ich mich gerne hiermit vorschlagen, um für den AR benannt zu werden.
Dass dabei Zweifel entstehen, ist, aufgrund der Logik nur all zu verständlich, oder?
Ich frage mich auch, wer hier eigentlich wann was vorbereitet im Hintergrund. Den GF Sport suchen wir nicht nur seit 3 Monaten, ein Nachfolger brauchen wir spätestens seit Dezember…
Was mich an der Sache mit DH stört ist, dass er die meiste Zeit Trainer war. Da liegt der Gedanke nahe,in wieweit ein GF einem etwaigen Trainer hineinreden wird, falls es nicht wie gewünscht läuft.
Das muss nicht zwingend so sein, dürfte aber auch stark von der Persönlichkeit eines Trainers abhängen.
Ist aber nur so ein Gedanke, der mir bei DH eben kommt.
Ansonsten muss ich sagen, so nach ein paar Tagen stört mich die 2. BL gar nicht mehr so. Schaut man sich die Mannschaften der 1. BL an, muss ich gestehen, da gibt es für mich ein recht ähnliches Verhältnis von attraktiven und weniger attraktiven Vereinen.
https://www.waz-online.de/sport/regional/die-vfl-wolfsburg-meinung-die-bosse-auf-tauchstation-wohin-willst-du-denn-gehen-vfl-PO3RQZ5L4JAQ5GNU2FCJZLVH4Y.html
Kann der Meinung nur Zustimmen! Ausser dieses kleine Statement auf der Seite hört man seit Tagen nix.
Ich finde es echt bedauerlich und traurig das man so nach außen kommuniziert. Hoffe mal nicht das die verantwortlichen und handelnden Personen erstmal schön Urlaub machen und dann irgendwas gemacht wird.
Hoffe die sind sich bewusst welcher druck gerade herrscht.
Mega schade.
Ich habe noch 62 Stunden Zeit, die Dauerkarte zu kündigen…oder auch nicht zu kündigen.
Drei mal dürft ihr raten, wozu ich tendiere. Und da bin ich sicherlich nicht der einzige.
Und ich denke, wir können erste Grüße an all jene raus schicken, die im Abstieg schon immer die Chance auf einen „echten Umschwung“ gesehen haben: Der fällt aus.
Wir können nur hoffen, dass die Berater einen guten Job machen, dann könnte zumindest der Kader notgedrungen ein neues Gesicht bekommen. Von außen getrieben, in den Nächten des späten August. Nicht mit dem Heft des Handelns in der Hand.
Halt alles wie immer.
Nach der Hecking Entscheidung kann ich jeden verstehen, der seine Dauerkarte kündigen möchte.
@ VfL45: Ich beziehe mich primär auf den zutreffenden Vorwurf der WAZ, dass die Verantwortlichen für die Außenwelt/Fans abgetaucht zu sein scheinen.
Eine verzahnte Unternehmensstruktur würde dazu führen, dass auf den 31. Mai als Kündigungsfrist hingewiesen und rechtzeitig Aufbruchsignale ausgesendet werden.
Ich habe am 29. direkt meine Mitgliedschaft, die meiner Frau und die meines Sohnes gekündigt.
Mit dieser GmBH möchten wir nichts gemein haben.
Wir bleiben Fan des VfL, aber mein von dieser perversen AR- Kreatur geleiteter Verein ist nicht mehr mein Verein. Ich will Wolfsburg und nicht Diesel- Skandal- VW, das nur gelähmt ist und gerade alle Bereiche mit in den Abgrund zieht.
Ich kann’s nur jedem empfehlen. Meine angegebenen Kündigungsgründe waren auch Vereinsführung und Joakim Maehle.
@Wolfsjunge. perverse Kreatur? Muss das wirklich sein? Hast du den Begriff auch vor deinem Sohn genannt?
Und zusätzlich zu dem Hass, den Maehle aktuell ausgesetzt ist, nennst du ihn auch noch als Kündigungsgrund?
Wahrscheinlich bist du auch einer derjenigen, der vom Schiedsrichter mehr "Fingerspitzengefühl" gefordert hat.
@Admin: Kann man aufgrund der Wortwahl hier einschreiten?
Komisch, das mit der DK ist bei mir genau anders herum.
Ich habe die ganze Zeit gedacht, wenn wir absteigen kündige ich, schon allein weil ich zu vielen Spielen zeitlich nicht werde kommen können, die Karte in der Ticketbörse eher keinen Abnehmer finden wird und man eh eine Karte für die Spiele bekommt.
Sofort nach dem Abstieg war das weg. Selbstverständlich behalte ich meine DK. Jetzt erst recht! Ärmel hochkrempeln und anpacken!
Joakim Maehle ist der neue Juan Bernat.
Uli H. freut sich immer über Gleichgesinnte.
Der VfL hat die Entscheidung einfach für mich getroffen. Ich habe nur ein Schreiben bekommen, dass ich meine Dauerkarte verliere – eine richtige Begründung? Nö …. Am Ende fühlt es sich so an, als wäre die Aussage einfach: „Pech gehabt, ist uns egal.“
Und ab Dienstag darf ich mir dann wohl selbst einen neuen Platz suchen. Echt klasse
Laut WAZ ist Hecking fix , vertrag bis 2028. Er such bereits zusammen mit Schwegler einen neuen Trainer.
https://www.waz-online.de/sport/regional/perfekt-vfl-wolfsburgs-neuer-sportboss-dieter-hecking-sucht-bereits-seinen-trainer-nachfolger-WKX6UGVLV5AJLER4QV25A64M5I.html
Ganz ehrlich? Hecking kennt die Probleme im Verein, er sprach ja auch mal davon das der VfL wieder wissen müsse wofür er stehen möchte. Also ich glaube schon das Hecking der richtige ist. Trainer soll wohl Blessin werden.
Genau die gleichen Argumente die hier aktuell stehen (er kennt die Probleme, er kennt die Mannschaft) die haben VfL Bochum Fans vor einem Jahr genauso genannt. Was war die Konsequenz? Entlassung nach 8 Spieltagen.
Den FCN hat er erfolgreich runtergewirtschaftet und mit Rebbe, Viel und Weinzierl absolut absurde Personalentscheidungen getroffen.
Katastrophale Entscheidung mit der man ernsthaft die Zukunft des VfL gefährdet.
Man steigt nach 29 Jahren ab, personelle Konsequenzen? Fehlanzeige.
Der AR hat versagt. Nur in Wolfsburg wird man für das Absteigen noch befördert. Ja Hecking trägt nicht die Hauptverantwortung aber auch er hat einige Fehler gemacht und wirkt nur so positiv weil der Kontrast zum Amateur Bauer so groß ist.
Waren es nicht sogar nach 5 Spieltagen? (4 Niederlagen und ein Sieg als Absteiger)
Aber ansonsten hast du recht. Dieser Verein ist so lächerlich. Vielleicht klappt es ja mit den Klassenerhalt in Liga 2.
Ich wage zu behaupten, dass es in max. 12 Monaten zu neuen Entlassungen auf sportlicher Ebene kommen wird (Trainer, Spodi, GF Sport) und der Aufschrei hier in diesem Blog groß sein wird.
Dieser Verein ist ein Hamsterrad und lernt einfach nicht aus seinen Fehlern.
Ich bin fassungslos.
Der AR hat schon die vergangenen Jahre regelmäßig versagt, ohne jegliche Konsequenzen.
„Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten!“ – Einstein
Es ist mal wieder typisch VfL/VW
Man beißt sich monatelang an aus verschiedenen Gründen unrealistischen Kandidaten die Zähne aus, um am Ende wieder nur eine halbgare Lösung zu präsentieren.
ich glaube zwar, das Hecking in der aktuellen Situation (die aus oben genannten Gründen entstanden ist) sogar noch eine ganz gute Lösung ist, allerdings lässt schon die Vertragslaufzeit durchblicken, dass es wohl keine mit Zukunftsperspektive sein soll.
Immerhin kann dann der Neuaufbau des Kaders endlich starten.
Mit keinem in der Presse genannten Kandidazen wurde ernsthaft gesprochen. Sorry, Zeitungen schreiben meistens nur Bullshitt.
Damit dürfte das Thema Umbruch oder Neuausrichtung auch erledigt sein. Alle weiter wie zuvor.
Man hatte Monate Zeit sich genau auf diese Situation vorzubereiten und macht dann sowas. Erbärmlich.
Laut WAZ habe Wohlgemuth 3 Mio. EUR pro Jahr gefordert.
Tja, beim VfL spart man gerne an der falsch Stelle. Das "Paket Wohlgemuth" investiert man lieber in überteuerte Durchschnittskicker.
Nun gut, bei erfolgreicher Tätigkeit wäre auch das Geld gut angelegt gewesen. Wäre jedenfalls billiger als den Wiederaufstieg nächste Saison zu verpassen.
In der waz steht allerdings auch, dass man befürchtet hat, man sei von ihm mehr als Druckmittel für seine Verhandlungen mit Stuttgart benutzt worden. Schicker lässt grüßen?
Von außen lässt sich das naturgemäß nicht beurteilen. Aber "Verärgerung über die Gehaltsvorstellung" empfinde ich gerade in unserer Situation als keinen guten Ratgeber.
Vielleicht hatte man auch den Eindruck, er will die Situation ausnutzen und verlangt viel mehr als z.B. Bayern oder Dortmund zahlen und hat deswegen abgelehnt. Da ich die Gehälter von GF in der Bundesliga nicht kenne, weiß ich nicht, ob die Forderung (im Gesamtpaket) unverschämt war.
Nächste Frage ist, ob und gegen welche Ablöse man ihn bekommen hätte. Jetzt ist es zu spät für wochenlange Verhandlungen. Das hätte man viel früher machen müssen.
Bei Wolgemuth kommt wohl erschwerend hinzu das er weiteres Personal mitbringen wollte. Wir haben ja grad ein paar Strukturen geschaffen (neuer Kaderplaner etc.) wenn ich das jetzt wieder über den Haufen werfe kann es auch nach hinten losgehen.
Nur das gehlat wäre wohl nicht das Problem gewesen. Aber die Ablöse die da noch drauf kommt dürfte gewaltig sein.
Ich bin nicht begeister über die Hecking Lösung, für die Planung der zweiten Liga aber wahrscheinlich das was dem Verein am ehesten hilft.
Ich beteilige mich nicht an solchen Personal Diskussionen oder Bewertungen.
Warum auch?
Kann ich was ändern?
Nein!
Wüsste ich vom Sofa aus was/wer besser wäre?
Nein
Glaube ich dass sich alle Leute über den AR bis hin zu Schwegler und Hecking Gedanken gemacht haben, für und wieder und Möglichkeiten abgewogen haben?
Ja
Danke für diesen Kommentar, ich dachte hier gibt es nur Besserwisser. Habe mal einen Screenshot gemacht, falls Hecking Erfolg hat, damit nicht wieder alle sagen, ich habe nichts geschrieben….
@Wobcom,
hast du auch Screenshots von den zahlreichen Beiträgen vom letzten Sommer gemacht, in denen manch einer hier den Abstieg prophezeit hat? Der Abstieg ist ein Resultat aus beispielloser Inkompetenz und dementsprechenden fatalen Fehlentscheidungen, die in den vergangenen Jahren getroffen wurden. Jegliche Skepsis und Kritik ist angemessen. Erst recht, wenn die „Lösung“ so aussieht, dass die Versager von gestern die Hoffnungsträger von morgen sein sollen. Ich weiß jetzt schon, dass der Kader am 1. September mit dem Gebot „sofortiger Wiederaufstieg“ nicht im Einklang sein wird. Und nächstes Jahr reden wir uns dann wieder ein: „Also mit dem Kader hätten wir eigentlich besser abschneiden müssen als Platz 11.“
Ich bin auch nicht begeistert von der Hecking Entscheidung, aber Menschen können bekanntlich aus Fehlern auch lernen. Ich hoffe er hat aus seiner Zeit in Nürnberg die richtigen Schlüsse gezogen und wird es hier besser machen. Ich hoffe, dass die Wintertransfers hauptsächlich auf Christiansens Kappe gegangen sind, Hecking Schwegler mehr Verantwortung gibt und er uns jetzt einen Top Kaderumbruch + vielversprechende Trainerentscheidung hinlegt.
Schwegler hat leider nicht wirklich Erfahrung.
Hätten wir einen erfahrenen SD, der schon nachgewiesen hat, dass er gute Arbeit leistet, würde Hecking wahrscheinlich weniger kritisch gesehen.
Viele stempeln ja Hecking auf Grund seiner Zeit bei Nürnberg ab und trauen ihm nichts zu. Letztendlich sollte man vielleicht erstmal abwarten. Rein menschlich betrachtet finde ich die Wahl von Hecking gut. Fachlich betrachtet gibt es mit Sicherheit Punkte die man bei ihm in der Vergangenheit kritisieren kann. Aber er kann aus diesen Fehlern auch gelernt haben. Und für mich fast der wichtigste Punkt: Nur weil er woanders nicht so gut funktioniert hat muss es nicht heißen, dass er hier auch nicht funktioniert. Oder andersrum: Nur weil jemand woanders gut funktioniert hat heißt es nicht, dass wir mit dem hier garantiert den direkten Wiederaufstieg bekommen würden. Aus meiner Sicht ist im Endeffekt das wichtigste, dass man einen guten Plan hat und den auch konsequent umsetzt und dass die Verantwortlichen gut miteinander arbeiten können.
Danke, du sprichst mir aus der Seele. Denn ich habe auch schon paar Mal ähnliches geschrieben wie du, aber alle wollen von mir nicht hören.
Dann schauen wir einfach mal, was wird!
Warum hat hier KEIN Trainer, Manager usw. auch nur den Hauch einer Chance? Als hätte hier auch nur 1er die Qualifikation es auch nur annähernd zu beurteilen…..
Mir gefällt die Entscheidung mit Hecking. Wir haben alle deutlich gesehen, dass er wusste, wo anzusetzen ist, als er in der Krise übernahm. Viele Entscheidungen waren richtig.
Er hat eine sehr gute Ansprache. Wir alle haben seine Pressekonferenzen gefeiert.
Außerdem ist er ein VfL Held. Er hat uns den Pokalsieg geschenkt. Sonst rufen doch immer alle nach Identifikation. Und hier soll das plötzlich schlecht sein? Einen Wohlgemut würde man feiern, weil er mal im Nachwuchsleistungszentrum des VfL gearbeitet hat, aber der ehemalige Pokalsieger taugt nichts?
Viele meckern um des Meckerns willen. Nur, um hinterher sagen zu können, ich hatte recht.
In Wolfsburg finden sehr viele immer alles schlecht. Wir sind ein richtiger Meckerstandort geworden.
Meine Unterstützung hat Hecking!
Böse was du sagst, bei Schäfer wird es genau so gesehen, bei Hecking wird gleich gesagt, ist Scheiße…
Ich verstehe, dass der Name Hecking jetzt nicht für Aufbruchsstimmung sorgt. In unserer Situation will man einfach Köpfe rollen sehen und frischen Wind spüren. Ich bin auch skeptisch, empfinde die Vorwürfe gegenüber Hecking teilweise aber als absurd. Wo hat er denn Nürnberg runtergewirtschaftet? Er hat sogar hohe Erlöse erzielt und verstärkt die Jugend mit eingebunden. Klar, seine Trainerentscheidungen mögen nicht alle glücklich gewesen sein, aber man muss auch immer auf den Standort Nürnberg als solchen gucken (gerade Fiel und Weinzierl waren dort verwurzelt… das waren womöglich auch nicht nur rationale Entscheidungen, die ganz alleine getroffen wurden). Und das hier einige Boldt gerne haben wollten: Ernsthaft, der hat es über mehrere Jahre nicht geschafft mit dem höchsten Etat aufzusteigen. Unsere Situation ist nicht einfach, manchmal braucht es da eher einen Verantwortlichen, der alle wieder zusammen in ein Boot holt, als irgendeinen Laptop Manager aus England oder sonst wo her. Und ganz ehrlich Leute, wer hat denn hier in den letzten 20 Jahren ein ultimatives Konzept aufgezogen? Niemand, selbst Schäfer hat das nicht geschafft. Sorgen macht mir eher Schwegler, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob er einen Aufstiegskader bauen kann. Die Trainerfrage sollte jetzt halt sitzen!
Hecking passt! Hat mit der Mannschaft gearbeitet und kann gut einschätzen, was unser Kader jetzt braucht und wer gestrichen gehört. Hintergrundwissen den VfL betreffend hat er auch zur Genüge sammeln können, er ist auch ein absoluter No-Nonsense-Typ, der in den Strukturen auch hinter den Kulissen die Defizite klar anspricht und Veränderungen anstößt. Das wäre auch für mich momentan die Top-Priorität und ohne Priorisierung geht es m.E. nicht. Wie komplex und diffus die VfL- Problemlage ist, zeigt doch schon unsere Diskussion hier im Blog, wo man gar nicht mehr weiss, wo man überhaupt anfangen soll, Veränderungen vorzunehmen und wie die genau aussehen sollen – selbst komplett entgegengesetzte Standpunkte werden hier in sich schlüssig und meist nachvollziehbar begründet. Darüber hinaus scheint auch die Chemie zwischen ihm und Schwegler und Benaglio zu passen, so dass hier zwischen den verschiedenen Ebenen auch endlich an einem Strang gezogen werden kann, mit Arbeit und Leidenschaft für hoffentlich wieder erfolgreichen Fussball.
Fatale Entscheidung. Bochum schlecht gemanaged, Nürnberg zuvor auch.
Zweite Liga für die nächsten 29 Jahre…?
Genau so wird es kommen, man wird ihn 29 Jahre lang halten. Deswegen hat er auch nur Vertrag bis 2028…
Ich bin auch der Meinung, dass es bessere gegeben hätte, wichtiger wird für mich eher sein, was machen SD und Trainer und nicht, was macht der GF Sport, so beschissen wie PC geht nicht.
So mies wie Schäfer hier teilweise gearbeitet hat auch nicht.
Der Vertrag geht nicht ohne Grund nur bis 2028. Man traut ihm den Aufstieg zu und sollte das nicht sofort klappen, wird man ihn 2027 feuern…
Kein sofortgier Wiederaufstieg wird aber mit höherer Wahrscheinlichkeit in einem Strudel enden wie es H96, HSV und andere ehemalige Erstligakaliber erlebt haben und erleben.
Damit will ich keine Meinung für oder gegen Hecking abgeben, nur ein mögliches Szenario was hier einige erwarten mit Hecking als GF.
Nun lasst ihn doch einfach mal machen…!
Ganz ehrlich: Auch wenn besonders du lieber @Mahatma von Anfang an Recht hattest bezüglich PC, PS und dem Abstieg. Hecking ist da schon eine andere Nummer.
Mal etwas grundsätzlicher als das unproduktive Hecking-Ja/Nein:
Die vielen berechtigten Fragen, die hier im Blog um die Stellenbesetzungen und die Entwicklung beim VfL aufgeworfen werden, sind eigentlich Fragen, die sich die AR-Mitglieder selbst stellen und auch transparent beantworten müssten. In gewisser Weise wird das auch geschehen, nur erfährt man außerhalb davon lediglich die fertigen Ergebnisse, sprich Personalentscheidungen, und kann daraus möglicherweise auf sachliche Abwägungen schließen. Als Fan hat man keinerlei Informationsrecht, geschweige denn Einfluss auf solche Entscheidungen, auch wenn die meisten Fans immer wieder vom VfL als „ihrem Verein“ sprechen.
Der User Olli Rieß hat gestern in einem anderen Thread in einem sehr guten Beitrag auf das ungelöste Identitätsproblem beim VfL hingewiesen, das aus seiner Sicht, und da gebe ich ihm recht, aus der unproduktiven Spannung zwischen dem, was die Fanlager unter Authentizität bzw. Identität des VfL verstehen und was der Konzern darunter versteht, hervorgeht. JohnnyM hatte in einem anderen Beitrag auf den Mitbestimmungsaspekt hingewiesen, also die Frage des Einbezugs der Fans in Entscheidungsprozesse, was in einer Fußball GmbH zwar nicht vorgesehen ist, aber auch nicht ignoriert werden darf, wenn man die Fanbase nicht als willfährige stumme Masse behandeln will. Das dies nämlich nicht funktioniert und auch anders geht, wurde in den letzten Monaten am Beispiel der Zinnenentscheidung und den Aussprachen deutlich.
Dass man in diesen Fragen offensichtlich beim VfL ganz am Anfang steht, ist eigentlich erschreckend und lässt darauf schließen, dass es, abgesehen von standardisierten Corporate Identity und Compliance-Floskeln in Hochglanz-Broschüren, kein konsistentes und wahrnehmbares Selbstverständnis darüber gibt, was der VfL als „Werksclub“ ist, sein soll und vielleicht werden kann.
Das sind alles keine Fragen, die kurzfristig lösbar sind und sie helfen auch nicht bei den zeitnah zu klärenden Aufgaben. Aber auf Dauer ignoriert, ermöglichen sie die Umstände, die auch einen finanziell ungefährdeten Fußball-Club zum sportlichen Offenbarungseid zwingen können.
Neben einer gewissen transparenten Information zum operativen Tagesgeschäft haben die Fans zumindest ein moralisches Recht zu erfahren, wie der VfL/der AR zu Fragen seiner Identität steht und wie er sein Verhältnis zu den Fans in produktive corporative Strukturen bringen will. Geschäftsführung und AR können sich dieser Verantwortung gegenüber den Fans nicht entziehen.
Ich finde es interessant, wie die Meinungen und Einschätzungen hier im Blog auseinandergehen. Viele sehnen mit dem Abstieg endgültig die Stunde Null herbei, von der aus man den VFL auf dem weißen Blatt Papier neu denkt. Andere wollen Stabilität und eine solide Basis für die notwendige Neuausrichtung. Hecking stand bis Montag für einen Stabilitätsfaktor. Jetzt gilt er für viele schon als Sargnagel für die Zukunft des VFL.
Ich bin absolut ein Fan des Blogs und freue mich (meistens) über die Vielfalt der oft interessanten Beiträge. Das bereichert mich und erlaubt Perspektivwechsel. Ein positives Beispiel für Schwarmintelligenz.
Der VFL kann dem "Schwarm" mit seinen Personalentscheidungen ohnehin nie wirklich gerecht werden. Egal ob mutig oder konservativ, auf Jugend setzend oder auf Erfahrung, das Pendel schlägt meistens zwischen Überhöhung und Verteufelung aus. Ich selbst bin ja auch ein Teil dieses Schwarms und kann mich davon gar nicht freisprechen. Tatsächlich hatte ich in meiner Naivität zum Saisonstart eine Art Aufbruch gespürt – mit oder gerade wegen Christiansen und Simonis. Ich lag falsch!
Wahrscheinlich ist diese Naivität auch der Grund dafür, dass ich auch immer noch daran glaube, dass dem VFL die notwendige Neuausrichtung gelingen kann. Ja, das Veränderungstempo ist augenscheinlich noch gering, ja, wir alle warten ungeduldig auf schnelle, wichtige und richtige Entscheidungen. Ja, denjenigen, die diese Entscheidungen treffen müssen, trauen wir nicht mehr allzu viel zu.
Und dennoch: Ich freue mich auf die neue Saison. Der Zeitpunkt für Veränderungen war in den letzten 29 Jahren nie besser und die notwendige Veränderungsbereitschaft dürfte nie größer gewesen sein. Vielleicht ist da auch viel Hoffnung dabei. Vielleicht liege ich in der Rückbetrachtung erneut falsch.
In der Tat wieder eine extrem anstrengende Zeit… jetzt beginnt auch wieder die Zeit, wo ich eigentlich gar keinen Bock mehr habe, an irgendwelchen Diskussionen dran teilzunehmen.
Hier wird nach dem feststehenden Abstieg am Montag Abend um 23 Uhr schon geredet, das man EWIG nichts hört… auf der anderen Seite wurde sich immer wieder aufgeregt, wieso Namen immer so schnell ans Licht kommen. Dann erwartet einen andere Fraktion, das der Verein (in welcher Personalie auch immer) bitte immer sofort eine Wasserstandsmeldung abgibt bei Personalgerüchten… Anstrengend.
Persönlich hab ich auch null Bock auf irgendein Ich hab's doch gesagt Gehabe. Das ist einfach nur anstrengend und bringt, außer irgendeinem persönlichen Ego, niemandem etwas.
Dann, ich schrieb es schon mal… wird immer geredet von einem ruhigen Umfeld… und am Unruhigsten sind die lokalen Medien und ein Großteil der Fans, die bei jedem noch so absurden Gerücht direkt auf 300 sind und sich überschlagen mit Abgesängen noch und nöcher.
Da ist's in der Halle 54 bei laufender Produktion in der Frühschicht ruhiger…
ÄNDERN kann ich an all den Personalien eh nichts. Gebetsmühlenartiges Wiederholen, das man die Personalentscheidung XYZ nicht mag ändert ebenfalls nichts dran, außer das man es irgendwann satt hat, das immer wieder und wieder lesen zu müssen.
Schwierig. JA, mir hängt der VfL am Herzen… aber am Ende hat mein Leben doch mehr Inhalt, als mich hier immer wieder und wieder zu wiederholen und alles schlecht reden zu müssen. Was hier dann teilweise mit einer Verbalakrobatik oder vermeintlicher intellektueller Arroganz abgelassen wird… Uff… Absolut vermeintliches Imponiergehabe manchmal. Es wird teilweise echt getan, als würden beim VfL GRUNDSÄTZLICH absolute Vollnieten sitzen und nur man selber wüsste bescheid, wie's besser läuft. Aber es fragt einen ja keiner *hust*
Ich stecke wahrlich nicht drin im Fussballbusiness. Und ich bin da echt froh drüber. Ich schau mir die ganzen Entscheidungen pragmatisch an und sage mir: Alles klar, gib dem ne Chance. hinterher rumpupen und sagen: Ich hab's ja gewusst, das geht schief… Ist ne verdammt eklige und widerliche Angewohnheit. Da hab ich dann persönlich auch gar keinen Bock auf eine Diskussion mit der Person. Das ist in etwa wie dieses Sprichwort: „Mit einer Taube Schach zu spielen ist sinnlos. Sie wirft die Figuren um, kackt auf das Brett und stolziert herum, als hätte sie gewonnen.“
und so fühlt sich das hier oft auch an. Absolut anstrengend. und eben keinerlei Diskussionsgrundlage
Etwas weiter oben schrieb jemand: Alle nur am Meckern. Tatsächlich ein Phänomen, was ich hier erst in Wolfsburg so richtig erlebt habe.. Es heißt: Lasst mal was probieren, vielleicht klappts ja.
Tenor von 95% der Leute: Klappt doch eh nicht, vorher war's besser. bla bla.
Klappts am Ende, erlebt ich immer das Selbe: Die eine Hälfte der Ablehner von vorher sagt: Ich hab's ja immer gewusst, die Andere hält die Klappe und ist murrig, weil sie unrecht hatten.
Jetzt hab ich wieder so viel geschrieben… wollte ich eigentlich gar nicht.
Ich sehe persönlich auch den Vorteil, dass Hecking den Verein kennt und sogar den ganzen Scherbenhaufen.
Jedoch trägt auch er eine klare Verantwortung für den Abstieg. Das war alles viel zu risikolos, wie er spielen lassen hat. Mutlos ohne Inspiration.
Dazu hat er als Manager eine katastrophale Bilanz.
Wenn ich dann gleichzeitig lesen darf, dass man Wohlgemuth wegen des Gehaltsforderungen nicht holt bzw man irgendwelche Ängste hat, dann zweifle ich an jeglicher Kompetenz in AR. Die müssten doch selber wissen, dass gute Leute ihren Preis haben. Der Abstieg kostet 150-180Mio. Und wir sparen jetzt an weiteren 1-2Mio? Ich hätte sogar eher Rangnick ein unmoralisches Angebot unterbreitet. 8 Millionen Aufstiegsprämie plus Neustart und Gehalt. Irgendetwas in der Art.
Der VfL muss wieder aufsteigen..Ein Verbleib in Liga 2 kostet noch mehr Geld und wäre auch für die Stadt eine Katastrophe. Scheinbar wird das hier immer noch nicht verstanden. Hier fallen Gewerbesteuern usw weg.
Übrigens werden folgende Namen in der WAZ als Trainer Kandidaten genannt:
-Blessin (St.Pauli 2024-heute)
-Rapp (ehem. Holstein Kiel 2021-2026)
-Eichner (ehem. Karlsruhe 2020-2026)
-Strobl (Verl 2025-heute)
Außer Strobl löst kein Name irgendeine riesen Euphorie bei mir aus.
Warum löst Strobl Euphorie aus?
Frage ohne Wertung, bin beim Spiel „Was ist ein guter, was ein schlechter Trainer Spiel“ einfach zu schwach auf der Brust
Strobl? Welche Qualifikation hat er? Jung , keine Erfahrung, nur 1 3t Liga Saison auf Platz 6 (!), sorry, das ist echt Blödsinn. ich finde alle 4 schlecht, aber ich könnte mit allen 4 leben, wenn die verantwortlichen denken, das sie funtkionieren.
Bin ich der einzige, dem das viel zu viel Phrasengedresche und leere Worthülsen sind? Ich meine jetzt nicht vom Verein, sondern im Fanlager.
Weil Gast das Identitätsproblem anspricht: Was genau soll das denn sein? Kann das mal bitte jemand mit Leben füllen? Der VfL soll angeblich nicht wissen, wofür er steht.
Gast schreibt, dass es "kein konsistentes und wahrnehmbares Selbstverständnis darüber gibt, was der VfL als „Werksclub“ ist, sein soll und vielleicht werden kann."
Wie könnte das denn theoretisch aussehen? Was würde denn einen richtigen "Werksclub" ausmachen, was der VfL gerade angeblich falsch macht? Ich höre immer nur Beschwerden und Floskeln, aber was man so richtig will, sagt komischerweise niemand.
Ich bitte mal um Antworten. Danke.
Ergänzung: Weil ich es gerade bei Xerxes lese und es vorher schon viele andere geschrieben haben: Guter Zeitpunkt für Veränderungen…
Was ist damit gemeint? Einfach nur Personalentscheidungen? Oder noch was anderes? Auch hier hätte ich gerne mal konkrete Vorschläge und Ideen.
Ich meine mit "guter Zeitpunkt" natürlich nicht nur die naheliegenden personellen Veränderungen. Die ergeben sich ja schon aus den Lücken, die geschlossen werden müssen. Sowohl im Management als auch in der Mannschaft.
Ich meine eher eine generelle Ausrichtung und die Notwendigkeit dazu ist mit einem Abstieg wesentlich größer als wenn ich Saison für Saison zwischen Platz 8 und Platz 15 abschließe. Hatten wir jahrelang das Ziel "internationale Plätze" dürfte – muss – das neue Ziel "sofortiger Wiederaufstieg" heißen. An diesem Ziel muss sich der Verein ausrichten. Vielleicht hilft es, den Slogan Arbeit. Fussball. Leidenschaft endlich mit Leben zu füllen und ihn nicht nur als Floskel zu führen. Das bedeutet auch, die Mannschaft daraufhin zusammenzustellen. Dann sind wir wieder beim Thema Leitbild, Identität, Selbstverständnis…
Das was Du hier von BlogUsern verlangst ist eine Ausarbeitung einer komplexen Unternehmensstrategie mit mehreren Arbeitsstufen:
1. Wo stehen wir?
2. Warum stehen wir da?
3. Wohin können wir kommen?
4. Wie kommen wir dahin?
Dafür zahlt man als externe Leistung sechsstellige Honorare.
Oder… man hat in der GF Mitarbeiter, die was von Marketing verstehen und in der Lage sind. Ursachen und deren Wirkung vorbehaltlos zu benennen.
Dazu gehört u.a. die Aufarbeitung von Ereignissen, die dem VfL das Image von saudischen Prinzen an der Cote d'Azur verpasst haben, wie Magaths Masseneinkäufe (Salihamidzic) oder die peinliche Inszenierung von Bendtner..
VfL, der Club mit Papas Scheckbuch…
Im von mir angesprochenen Konzept von 1990 war sowas ausgeschlossen.
Der VfL ist nicht erst seit wenigen Jahren schlecht geführt. Ihm fehlt von Anfang an eine stimmige. relevante und glaubwürdige Markenstrategie.
So wurde er zum Spieball von Selbstdarstellern, die ihn als Bühne ihrer Selbstherrlichkeit missbrauchen konnten.
Danke für eure Antworten. Schlauer bin ich leider immer noch nicht.
– "Ziel muss sofortiger Aufstieg sein" – das wird er ja auch sein. Was lässt dich daran zweifeln?
– "Daran muss sich der Verein ausrichten" – das wird man auch tun. Was lässt dich zweifeln, dass es nicht so sein könnte?
– "Arbeit, Fußball, Leidenschaft mit Leben füllen" – was soll das heißen? Der Fan möchte, dass die Spieler mehr laufen und kämpfen? Zuletzt haben fast alle dem Team attestiert, dass sie wollten und gekämpft haben, wenn ich das richtig überblickt habe…
"Leitbild, Identität, Selbstverständnis" – Wie schon in meinem Ausgangspost formuliert: Was bedeutet das? Soll sich das Team vor jedem Training vor einem VW-Logo verbeugen? Soll der Trainer in den PKs sagen: Ich liebe Wolfsburg und Volkswage? Sollen die Spieler nach jedem Spiel in die Kamera sagen: Ja, wir steigen auf?
"Image eines saudischen Prinzen" – Keine Masseneinkäufe mehr: Außer Magath haben das ja kaum noch Manager gemacht und Magath wurde immerhin Deutscher Meister. Ob wir deshalb immer noch ein schlechtes Image haben?
– "Peinliche Spieler-Inszenierungen" – ein kleiner Punkt – aber die gibt es bei anderen Vereinen auch und die werden dafür offenbar nicht abgestraft.
– "VfL, der Club mit Papas Scheckbuch…" – Warum feiern nur alle Fans – auch in Deutschland – die tollen, großen Vereine aus England oder Spanien, wo fast jeder Top-Verein seinen eigenen Scheich hat oder fast bis zur Insolvenz verschuldet ist? Hamburg hatte Kühne, Schalke hatte Tönnies, und beide waren hoch verschuldet, trotzdem hatten sie kein so schlechtes Image wie wir. Auf das GEld von VW wollen wir nicht verzichten. Schwierig, dieses Image des Vereins, mit Papas Scheckbuch loszuwerden…
Konzept: Das höre ich schon, so lange ich Fußball-Fan bin. Es suggeriert, dass es einen "richtigen Plan" bzw "richtige Strategie" gibt, die man als Bundesligist nur verfolgen bzw befolgen muss und schon hat man Erfolg. Kennt jemand diesen Plan? Es ist einfach, hinterher immer zu sagen: Man hätte das machen müssen.
Eure ganzen Theorien können nie überprüft werden, deswegen ist es auch so einfach sie aufzustellen. Dass aber 36 Klubs in der 1. und 2. Liga genau das versuchen, die Spieler, Manager und Trainer hin und her tauschen und es mal klappt und mal nicht klappt, dass ignorieren irgendwie alle.
Auch bei unseren Entscheidungen in der Vergangenheit gab es immer einen Plan, immer gute Gründe, die aber leider nicht aufgegangen sind.
Was ich damit sagen will: Es klingt bei einigen immer so einfach: Einfach nur alle rausschmeißen, die richtigen Leute holen, die "richtigen" Weichen stellen und schon sind wir erfolgreich.
Es ist nicht so einfach. Es sind tausend kleine Stellschrauben und es ist verdammt schwer. Ich wünsche mir manchmal ein wenig mehr Demut und Realitätssinn, bevor man immer blind draufschlägt.
Lieber @Grünerjäger,
dann fang doch einfach mal an. die von mir aufgezeigten Stufen abzuarbeiten anstatt dich auf einzelne Aussagen zu beziehen (und diese noch in einen falschen Kontext zu stellen).
@GrünerJäger Dann lies doch mal die letzten Wolfsgeheule oder hör die aktuelle Ausgabe vom Wölferadio. Da ist ja so einiges an Möglichkeiten skizziert. Am Ende bin ich bei Spaßsucher: Für tatsächliche Veränderungen musst du da tief in die Strukturen überhaupt erst mal reinschauen unter der Motorhaube und dafür kaufste dir sonst Consultants ein und keine Blog-Kommentatoren. Trotzdem können wir ja Richtungen und Erfahrungswerte einbringen.
@GrünerJäger: Es ist natürlich eine berechtigte Frage, die du stellst.
Was ist eigentlich gemeint mit Identität und Authentizität des VfL, die hier im Blog verschiedentlich, auch von mir, als unklar bzw. als Mangel eingefordert wurde?
Wenn ich die Frage verkürzt und einfach beantworten wollte, könnte ich auf die Slogans bzw. Leitsprüche verweisen, die sich BL-Clubs und Vereine geben und die plakativ und gebündelt ausdrücken, mit welchem Selbstverständnis sich ein Club sieht bzw. gesehen werden möchte (Bayern: „Mir san mir“; Dortmund: „Echte Liebe“; Schalke: „Wir leben dich“; Barcelona: Més que un club (Mehr als ein Verein) etc. In der Regel drückt sich darin aus, welche Besonderheit dem Club eigen ist oder sein soll, mit der sich Spieler, Mitglieder und Fans identifizieren. Geläufig ist mittlerweile auch die Bezeichnung „DNA“ eines Clubs, also die speziellen Bausteine, die ihn unverwechselbar unterscheidbar machen.
Diese Slogans sind aber letztlich nur Etiketten, die auf bestimmte Werthaltungen, Leitideen und Merkmale hinweisen, hinter die sich ein Club und seine Anhänger versammeln, die bewahrt und „gelebt“ werden sollen. Ob diese Identität tatsächlich vorhanden und spürbar ist, zeigt sich allerdings nicht nur und nicht einmal primär in der Selbstzuschreibung, sondern vor allem in der Wahrnehmung durch andere. Selbst das einfallslose, tautologische „Mir san mir“ der Bayern, drückt für den neutralen Fan heute aus, dass die Bayern unbeirrbar ihren Weg des permanenten Erfolgs gehen und kompromisslos alles dafür tun. Das wird auch außerhalb des Vereins positiv gesehen, weil es glaubhaft durch die Leistung unterfüttert ist.
Der VfL hat sich überhaupt erst spät den Slogan „Arbeit-Fußball-Leidenschaft“ gegeben und will damit die Verbundenheit von Stadt, Werk und Verein zum Ausdruck bringen. Ich überlasse dir nun selbst, dich mal daraufhin zu befragen, wie überzeugend der VfL diese Trinität lebt und zum Ausdruck bringt.
Ich zitiere in diesem Zusammenhang mal aus dem wirklich lesenswerten Beitrag von Olli Rieß von gestern, der schrieb: „Der VfL hat sich über Jahre eine Außenwahrnehmung eingehandelt, die er nie selbst gestaltet hat. Das haben andere erledigt. Wenn ein Verein nicht klar sagt, wer er ist, dann erzählen andere die Geschichte – und beim VfL waren das oft Häme, Klischees und Abneigung.“ https://www.wolfs-blog.de/der-untergang/#comment-466054 In den zwei Sätzen steckt die ganze Antwort darauf, weshalb das fast dümmliche „Mir san mir“ auch in fremden Stadien mittlerweile Anerkennung und Respekt auslöst, der Slogan des VfL – gerade aktuell – oft Lachsalven und Häme.
Das hat natürlich auch mit Erfolg und Misserfolg zu tun. Aber Erfolg ist eben nicht bedingungslos und ist auch nicht durch Geld allein garantiert. Dass anderes, nämlich diese wahrnehmbare, glaubhafte Identität fehlt, die ganz unzweifelhaft eine notwendiges ideelles Fundament darstellt, hätten die Verantwortlichen der VfL GmbH seit mindestens 20 Jahren lernen können. Mit dem Abstieg werden sie jetzt noch einmal mit aller Nachdrücklichkeit darauf gestoßen.
Sich über Lösungen auch zu dieser Frage Gedanken im Detail zu machen, dafür wird das Management fürstlich bezahlt. Zudem ist es in Konzernen nicht ungewöhnlich, fehlende eigene Expertise einzukaufen. Es ist aber nicht die Aufgabe der Kommentatoren eines solchen Blogs hierzu konzeptionelle Überlegungen vorzustellen.
Mir wird zu sehr, zu nebulös von "Veränderungen" gesprochen. Das suggeriert immer, dass es mehr gäbe, als einen guten Manager, einen guten Trainer und gute Spieler …
Hier wird ja immer der ganze Verein infragegestellt. Und ich frage ganz ernsthaft, was das noch alles sein soll. Mir fällt da nämlich nichts ein. Ich lese jetzt nochmal dein Wolfsgeheul. Vielleicht bin ich dann schlauer.
Das Feld ist natürlich riesig und ich will mich nicht nur über die Kritiker beschweren, sondern wirklich hinter das ganze Problem kommen.
@Gast: Du nimmst jetzt mal als Beispiel einen Punkt heraus, was ich gut finde. Bleiben wir mal bei diesem "Arbeit-Fußball-Leidenschaft". Wie überzeugend wirkt dieser Slogan auf mich?
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir über diesen Slogan noch nie große Gedanken gemacht. Du sagst, er soll die Verbundenheit von Verein, Stadt und VW symbolisieren. Soll das so sein?
Ich habe mal auf der VfL-Homepage nach der Erklärung gesucht. Hier ist sie:
„Arbeit. Fußball. Leidenschaft.“ – dieses Selbstverständnis prägt das tägliche Handeln beim VfL Wolfsburg und steht sinnbildlich für das enge Zusammenspiel von Verein, Volkswagen und Stadt. Die neue Kampagne greift diese DNA auf und führt sie konsequent weiter. Gerade in Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen will der VfL ein Zeichen setzen: Zusammenhalt, regionale Verbundenheit und Zukunftsorientierung sind keine Floskeln, sondern gelebte Realität in Wolfsburg. „Mit der Kampagne bringen wir zum Ausdruck, was den VfL Wolfsburg einzigartig macht – und das auf eine Weise, die nicht anbiedert, sondern Haltung zeigt. Es geht um Identifikation, um Gemeinschaft und um den Stolz auf unsere Herkunft“, so Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg.
Ich wette, dass 70% aller VfL-Fans nicht wissen, was das bedeuten soll oder was dahintersteht. Wenn ich jetzt einige von euch richtig verstehe, dann ist es genau das, was ihr kritisiert. Ein Satz ohne Inhalt. Dem würde ich erstmal zustimmen.
Ich würde jetzt aber einen Schritt weitergehen und fragen: Kann denn etwas dahinterstehen? Bzw. Was soll dahinterstehen?
Arbeit: Bei VW wird hart gearbeitet. Also könnte der Slogan zum Ausdruck bringen, dass auch beim VfL hart gearbeitet wird. Ist denn jemand der Meinung, dass da nicht hart gearbeitet wird? Harte Arbeit bedeutet ja nicht gleich: Erfolgreiche Arbeit.
Es gibt ja diesen Vorwurf der Hängenmattenmentalität: Hier wird nicht gearbeitet, sondern sich viel auf der Kohle ausgeruht…
1. Ist das wirklich so?
2. Was müsste man tun, um das zu ändern? Mehr Härte? Müsste VW häufiger mal dazwischenhauen und wieder mehr Arbeit einfordern? Oder muss man an die Sache rangehen: Nicht mit Geld locken, sondern Spieler holen, die nicht wegen des Geldes kommen? Da sind wir ganz schnell bei dem Punkt, dass Wolfsburg nicht viel zu bieten hat. Geld war immer ein gutes Mittel, den ein oder anderen vom VfL zu überzeugen. Will man sich dieses Vorteils berauben?
Man kommt bei dieser ganzen Diskussion vom 100sten ins 1000ste.
Du lobst Ollis Beitrag: Ein Verein soll klar sagen, wer er ist.
Ich mag den zweiten Teil dieser Aussagen: Es selbst sagen, bevor es andere über einen sagen. Aber mit dem ersten Teil kann ich wieder mal nichts anfangen. Sagen, wer man ist. Was könnte das sein? Wer sind wir denn? Das ist alles so verkopft
Wir sind ein Fußballverein, der gewinnen will. Wie alle anderen Fußballvereine auch.
Was ist denn das Image vom VfL Bochum, Mainz, Paderborn oder Fürth? Hat da jeder irgendeine unterschiedliche Identität? Kennt die jemand?
Ich bleibe ratlos.
Zitat:
"Hier wird ja immer der ganze Verein infragegestellt. Und ich frage ganz ernsthaft, was das noch alles sein soll. Mir fällt da nämlich nichts ein."
Dann schau genauer hin!
Nicht der Verein wird infrage gestellt.
Der war schon immer mehr als die GmbH und deren Selbstdarstellung in den Zeiten nach Pander und Klaus Fuchs. Obwohl schon Klaus Fuchs mit seiner FCK Vergangenheit glaubte, dass sich Image und Fankultur ohne Strategie selbst entwickeln wird…
Naja. der Allerpark ist eben doch nicht der Betze….
Aber auch Fuchs war bereits resistent gegen Beratung.
Er war nicht bereit, für neue Einsichten seinen Standpunkt zu verändern…. Aber das Essen im blauen Saal war gut…
Was mich betrifft, so stelle ich ganz und gar nicht den gesamten Verein infrage. Ich glaube auch nicht an die Stunde Null. Für mich stellt sich der Abstieg nur als eine andere Ausgangslage (Notwendigkeit) für Veränderungen dar, als Platz 10.
Wie diese Veränderungen aussehen? Da habe ich auch keine Antworten. Diese Antworten erwarte ich vom VFL.
Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass der Slogan Arbeit. Fussball. Leidenschaft über die gesamte Saison und von allen Spielern auf dem Platz mit Leben gefüllt worden ist. Dann wären wir sicherlich nicht abgestiegen.
Selbst Stadiontouristen ist "Lustlosigkeit" bei den VfL Spielern aufgefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=K7ISLoFP1PE&t=720s
Jeder Verein will sich natürlich Leidenschaft auf die Fahne schreiben. Aber wenn wir beim Link zur VW-Arbeit und Arbeiter sind: Die wenigsten Leuten haben in ihrem 9-5 Job oder in ihrer Schicht "Leidenschaft". Die Fußballer bzw. der Fußballverein hat also eine Aufgabe, die im Konzern höchstens Ingenieure oder Designer ausüben: Leidenschaft ausüben in ihrem Job.
Außerdem sind mit einem 70 Mio Euro Etat in der 2. Liga die Leiden, die auch zur Leidenschaft gehören, wie auch schon der Wortstamm hindeutet, eher begrenzt im Vergleich zu anderen Vereinen. Der Komfort von Papi VW lässt sich mit keiner Imagekampagne wegmanagen. Mehr Teilhabe, mehr Einbindung, kürzere Leitung zu Verantwortlichen von den Fans könnte aber das mitleiden(schaften) vergrößern. Umso mehr man Teil und umso weniger man Konsument ist, umso mehr leidet man auch mit den Höhen und Tiefen mit. Das behebt natürlich noch nicht das Problem, dass es in erster Linie die Spieler sind, die da gefordert sind. Aber sind es nicht in anderen Standorten auch die Fans, die die Spieler anzünden?
Ich glaube ein Grund, warum das auch so selten klappt könnte sein, dass die Spieler natürlich das Außenbild auch intus haben, schon bevor sie nach Wolfsburg kommen und die Realität jetzt nicht so extrem anders ist, dass sie das revidieren würden.
Trotzdem: Arbeit-Fußball-Leidenschaft muss meines Erachtens gar nicht den Istzustand beschreiben – ist das nicht in der Fanszene während der ersten Relegationssaison entstanden ? – sondern ist auch als Idealzustand ok. Als Messlatte. Zumindest wird keine Marketingabteilung der Welt diesen streichen, weil "Stimmt alles gar nicht. So toll ist das hier nicht.".
Gerade in der 2. Liga wird es nun noch mehr auf diese Tugenden ankommen. Daran werden sich alle messen müssen.
Kann der Admin mal meinen Kommentar hier reinkopieren, danke.
Der Thread wurde während des Schreibens auseinanderdividiert in einen neuen Artikel.
Edit/admin: erledigt
Auch wenn Hecking am Ende nur den kleinsten Anteil am Abstieg hatte ist dieses Vorgehen halt auch typisch VfL.
Man steigt nach 29 Jahren zum ersten Mal ab und die erste Konsequenz ist es, den Abstiegstrainer zum Geschäftsführer zu befördern. In eine Position die er bisher mehr schlecht als recht ausgeübt hat.
Wenn man bei der Trainerwahl genauso daneben greift wird das ne super Saison.
Dazu passt, dass Hecking zwar aus Nürnberg gelernt haben mag… aber er ist eben eher Trainer:
https://www.instagram.com/reel/DY5Hd5vNd1X/?igsh=dmhmZ3NhN3poOHVz
Wir gehen jetzt wieder ein Risiko. Anstatt einen zweitligaerfahrenen Geschäftsführer zu holen. Was soll man aber als Fan machen. Hecking hätte Berater des AR machen sollen wie Sammer bim BVB.
Wir brauchen jetzt auch Feuer und eine Euphoire. Wenn dann noch Blessin Trainer wird schlafen wir ein.
Eines der Probleme bei der Geschäftsführersuche war und ist ja auch immer, dass diese Personen VW-genehm sein müssen. Und VW achtet nicht nur auf rein sportliche Dinge, sondern auch auf Außendarstellung und Wirkung auf VW-Kunden usw.
Ein Schmatke z.B. war ja gut für den Verein, aber von VW hat er sich nichts sagen lassen. Das kam beim Mutterkonzern nicht gut an.
Wie kannst Du das begründen? Nach deiner Logik hätte VW den Jörg doch nie einstellen dürfen. Man wusste schließlich vorher, was man für einen knorrigen Kauz verpflichtet. Auch wurde er mit einer Machtfülle ausgestattet und man hat ihn in Ruhe arbeiten lassen. Final ist er auch aus freiwilligen Stücken gegangen.
Also, wie kommst Du darauf, dass er beim Mutterkonzern nicht gut ankam?
Würden wir nur auf Außendarstellung achten, hätte man einen Kruse niemals nie ein zweites Mal verpflichtet….
Ich lese das immer wieder in der Presse. Da heißt es bei der Trainer- oder Managersuche sehr oft, dass das ein Kandidat sei, der zu VW und dessen Image passt oder eben nicht. Das habe ich mir ja nicht ausgedacht.
Schmatke war nur ein Beispiel. Neulich hatten wir mal über Schmatke diskutiert. Ich bin der Meinung, dass irgendwo zu lesen war, dass im Aufsichtsrat er kritisch gesehen wird und man ihn lieber nicht zurückhaben möchte.
Ich frage mich gerade, welche Auswirkung die Hecking-Entscheidung auf die Spieler hat.
Er musste ja jetzt in der Krise eine klare Linie einführen. Da wird er mit dem ein oder anderen angeeckt sein, andere wiederum wurde der Rücken gestärkt.
Beispiele:
Majar und Amoura wurden rasiert. Diese dürften kein Interesse daran haben unter Hecking beim VfL zu bleiben. (Ganz davon abgesehen, dass sie ja ohnehin gehen sollen.) Aber vielleicht gibt es in dieser Kategorie noch andere Spieler? Vielleicht ein Arnold?
Umgekehrtes Beispiel: Hecking hat die Abwehr gestärkt und z.B. Vavro großes Vertrauen geschenkt. Dieser könnte jetzt unter Hecking jetzt vielleicht bleiben wollen. Ähnliches könnte für Vini Souza gelten…
Ich bin gespannt.
Wo wir gerade über den Slogan diskutieren, habe ich gerade mal gegoogelt.
Wusstet ihr, dass es für die letzte Saison noch einen zweiten Slogan gab? Das ist an mir völlig vorbeigegangen:
Auf der VfL-Homepage: „Nur Hier. Nur Wir.“ – so lautet der Saison-Claim der Grün-Weißen.
Und ich dachte der Saison-Claim war "Selten Sieger, zweite Liga"?!
Das ganze Drumherum ist alles nur bullshit. Wir wollen auf dem Platz ehrliche Arbeit sehen und Spieler, die sich während ihrer beim VFL auch ein bisschen mit Stadt und Verein identifizieren. Ich brauche keinen der das Zinnenwappen küsst, aber nicht bereit ist, für seinen Nebenmann mal einen Meter mehr zu laufen.
Gruß nifi
Vermutlich kann mit Hecking leben, mindestens am Anfang. Heckings Qualitäten als GF kann ich nicht im Voraus bewerten, kenne die Vorgänge in Nürnberg nicht so genau. Aber gehe davon aus, dass er fähig sei die Aufgabe bei VfL zu erfüllen, konservativ oder nicht, für die nächsten Wochen, bei welchen die Weichen für die Saison gestellt werden. Und damit ist man am wichtigsten Teil der Entscheidung, den Kaderumbau und die Trainerauswahl.
Ja, vermutlich wird Hecking bei manchen Spielern nicht so beliebt gewesen sein, bei anderen schon. Die Frage wird für ihn aber eher die sein, ob diese Spieler eine gute Rolle spielen werden oder wollen in der zweiten Liga in der nächsten Saison. Heisst ja dann zwei Seiten: will man bleiben und darf man bleiben? Wird sicherlich interessant in den nächsten Wochen die Antworten zu bekommen.
Welchr Posten ist dann der Wichtigere: GF oder Trainer? Ja GF sicherlich wenn der andere unbesetzt ist. Könnte ich eine Aussage über Heckings Fähigkeiten einen Trainer auszuwählen, und bei dem Aufsichtsrat absegnen lassen, tätigen? Sicher nicht. Hoffentlich wird er es besser können als PC, schlechter geht ja
kaum.
Die kolportierten Trainernamen wecken sicherlich auch bei mir keine grosse Begeistereung. Strobl relativ unbekannt, Eichner wohl kaum ein Aufbruchstrainer. Rapp oder Blessin, keine Ahnung, ob der eine besser oder schlechter ist. Am Ende muss es zwischen Spieler und Trainer zusammenkommen. Alle die vier genannten sollten ja, im Unterschied zu Simonis und Bauer, das Kriterum Kenntnis der Liga ausfüllen können, und sind tatsächlich erprobte Trainer. Aber wie gross ist die Wahrscheinlichkeit einen Volltreffer zu landen? Gute Frage, die nur im Nachhinein zu beantworten sei.
Also warte ich lieber mit Bewertugnen ab.
Verantwortung für den Kader der Profimannschaft haben Sportdirektor (Schwegler) und Kaderplaner (Englert). Vermutlich hat keiner von beiden Prokura, dafür ist der GF Sport (Hecking?) da, der wird am Ende z.B. die Arbeitsverträge gegenzeichnen.
GF Sport ist ehr oben drüber angesiedelt, also Kontrollinstanz für die beiden, sportliche Gesamtausrichtung, eben auch solche Dinge wie durchlässigkeit Jugend/Profis, ggf vorgaben zur Kadergröße etc pp.
Anhand dieses Verständnisses würde ich sagen, dass ein Hecking dort vermutlich nicht verkehrt ist. Er hat die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich, kann in den richtigen Positionen aufräumen und (hoffentlich) nicht micromanagen. Ich denke wir sind uns alle einige, dass eine seiner großen stärken Kommunikation ist, genau das was du in der Rolle brauchst.
Aus meiner Sicht wäre ein GF Sport eben nicht dafür verantwortlich WER Trainer wird, er arbeitet aber am Profil mit. Das WER ist Aufgabe vom SD.
Ich darf bei mir im Unternehmen auch nichts unterschreiben, habe aber Rahmenrichtlininen was erlaubt ist. Solange ich mich in dem Rahmen bewege, unterschreibt mein Chef auch ohne zu zucken. Wenn ich davon abweiche, muss der Business Case stimmen und wenn es schief geht, muss ich dafür gerade stehen.
Wenn ich mich richtig erinnere, wurde in der Richtung auch bei der Vorstellung von Schwegler kommuniziert. Beim Thema abweichende Vertragslaufzeiten. Wenn ich nun interpretiere was bei Christiansen gewesen sein soll, hat der phasenweise Micromanagement betrieben.
Korrigiert mich gerne, wenn ich das falsch sehe.
Dann ist es halt Hecking geworden. Ist doch in Ordnung. Er kommt mittlerweile aus der Region und ist hier seit langer Zeit verwurzelt. Ich sage nicht, dass es eine gute oder eine schlechte Wahl ist, weil ich es schlicht nicht einschätzen kann. Vom Gefühl her hätte ich mich auch anders entschieden.
Allerdings haben Hecking und sein Team (inklusive Schwegler und Benaglio) dem VfL seit dem Abgang von Christiansen wieder ein Gesicht und etwas Menschlichkeit gegeben. Im Grunde denke ich, dass es das ist, was der VfL braucht. Wir hatten doch seit Glasner (der übrigens auch „menschelte“) nur kalte Typen hier (Kovac, Christiansen, …) oder Typen, die mit der Luftpumpe die Windrichtung bestimmen wollten (van Bommel, Kohfeldt, …).
Ich traue das dem Gespann zu, und sie bekommen wie jeder andere von mir die Chance. Wichtig ist die Reaktion, wenn es nicht läuft, und da war der VfL in der Vergangenheit so pünktlich wie die Deutsche Bahn.
Und bei Bayern hat sich damals auch kein Fan über Kompany gefreut. Er war die gefühlte Z-Lösung. Heute wird der Tenor ein anderer sein.
Wir sollten auch nicht zu ungeduldig sein. Ich denke, eine Woche kann man den Handelnden schon geben. Der Abstieg ist vier Tage her. Von daher: alles im Rahmen. Ich bin gespannt, wie die Kollegen sich die nächsten Tage vorstellen und welche Marschroute sie vorgeben. Was wir jetzt haben, sind definitiv Leute, die sich mit der Aufgabe hier voll identifizieren. Das war auch nicht immer so und hat uns erst in die 2. Liga geführt.
Ziel ist doch klar: der Wiederaufstieg. Alles andere wäre doch auch affig. Der VfL hat ebenfalls noch Reiz. Ich denke, dass 90 % der Spieler der anderen Mannschaften aus Liga 2 froh wären, wenn der VfL anfragt. Natürlich ist ein Grund auch das Geld. Ein Kane spielt auch nicht bei Bayern, weil ihm die Brezel so gut schmeckt. Es geht um Geld und bei jungen Spielern um die Perspektive. Der VfL ist dabei ein Sprungbrett für andere Vereine. Grundsätzlich sind das Sachen, die der VfL in der Vergangenheit erfüllen konnte und ich denke, nach wie vor kann.
Leitbilder und Slogans sind Schall und Rauch. Es sei denn, sie können mit Erfolgen verpackt werden. Natürlich kennt jeder „Mia san mia“, denn man verbindet es mit den Erfolgen der Bayern. Ähnlich ist es bei anderen Vereinen. Slogans sind nicht unwichtig, das will ich nicht sagen. Man braucht sie für sich selbst, es ist identitätsstiftend. Überregional bekannt werden sie, wenn man sie mit Leben füllt, und das geht am besten mit Erfolgen, und die hatten wir schon lange nicht mehr. Wir hatten jetzt den „Wolfsburger Weg“, der war klasse. Der hat sich regelrecht eingebrannt. Bitte weg von diesem floskelhaften Blödsinn. Wenn ich es nicht ausfülle und definiere, dann sehe ich in dieser Saison keinen Unterschied zwischen dem Wolfsburger Weg und dem Heidenheimer Weg. Die Häme, die man dann bekommt, ist komplett in Ordnung. Ich kann damit leben. Es muss nur bei den Leuten richtig ankommen, die es ändern könnten.
Man muss nur raus aus dieser Lethargie: „Keiner kann uns leiden“, „Es wird nichts mehr werden“, „Alles ist scheiße“. Ich kenne genug Fußballfans in meinem Dunstkreis, denen der VfL auf der einen Seite schlichtweg egal ist und die auf der anderen Seite durchaus interessiert sind, da sie gefühlt mit mir nur einen Wolfsburg-Fan kennen. Man ist da also sowas wie der Exot. Aber ist das schlimm? Am Ende findet uns nur ein kleiner Teil scheiße und dem Rest sind wir komplett egal. Sehe ich bei anderen Vereinen übrigens auch so. Da gibt es welche, die mag ich nicht so sehr, und dann gibt es den Rest, der mir schlicht egal ist. Nur Erfolg macht sexy, ansonsten bekommt man keine positive Aufmerksamkeit.
Wobei ich in einem Punkt Recht geben muss: Die Verantwortlichen müssen offensiver zum VfL stehen. Den Draxlers dieser Welt muss man Paroli bieten, auch wenn es wirklich völliger geistiger Dünnpfiff ist, was diese Experten von sich geben. Ich habe, was das angeht, aber ein gutes Gefühl für die Zukunft. Wir brauchen halt auch wieder ein Gesicht. Gerne auch ein sympathisches. Nicht für diejenigen, die den VfL eh nicht leiden können, sondern für uns Fans. Einen VfL, wo man gerne hingeht. Einen VfL, bei dem auch mal Tacheles gesprochen wird. Einen VfL, bei dem es auch mal Lob gibt. Einen VfL, der vielleicht auch mal wieder etwas nahbarer wird (Stichwort: Familienfest).
Was Akzeptanz angeht: Wenn man über Mittel verfügt, die andere (augenscheinlich) nicht haben, und dazu kein Gründungsdatum von 107 vor Christus hat, wird es in Deutschland jedem schlecht ergehen. Das ist aber eine Sache, die dem deutschen Naturell entspringt. Als ich nach dem WM-Sieg 2014 nach Irland gereist bin, hat mir jeder (wirklich jeder) gratuliert, als wäre ich selbst in Brasilien dabei gewesen. Das ist etwas, was dem Deutschen nicht über die Lippen gehen würde. Wir haben schlicht eine andere Neidkultur als andere auf der Welt. In Newcastle haben sie gefeiert, als der Scheich übernommen hat. In Deutschland wären die Zeitungen voll gewesen mit sämtlichen Gründen, warum man dies und jenes nicht tun sollte, und die Fans hätten Tennisbälle geworfen und Plakate gemalt, um das zu verhindern. Natürlich darf man Dinge kritisieren und auch nicht gut finden, darauf will ich gar nicht hinaus.
Aber auf den Sport bezogen wollen die deutschen Vereine und ihre Fans eine Fußballelite der Traditionalisten unter sich abbilden. Kein Platz also für Vereine, in die offensichtlicher investiert wird. Ein Irrsinn, den es auch nur im Profifußball gibt. Wenn Bäckerei Käsekringel den Dorfverein SV Kacknitz an der Gülle mit Riesensummen unterstützt, freuen sich alle. Sobald das in den professionellen Teil wechselt, kehrt sich die Denke um. Dann geht es um Liebe zum Verein und nicht mehr ums Geld. Plötzlich ist Dietmar Hopp ein skrupelloser Geschäftsmann, der den deutschen Fußball zerstört. Dann beginnt der Neid und der entlädt sich dann an frei auswählbaren Punkten. Punkte, die in schwierigen Zeiten immer mehr werden.
Genauso ist das auch mit Zielen und Marschrouten. Zum Beispiel könnte der VfL sich jetzt hinstellen und sagen: „Wir sind am Boden, wir stehen jetzt auf, wir kommen zurück und in 10–15 Jahren sind wir deutscher Meister. Alle, die jetzt lachen, denen wird das Lachen dann vergehen.“ Er kann auch das Gegenteil sagen und den Ball flach halten. Egal, was sie sagen, es fliegt ihnen immer um die Ohren. Von mir aus sollen sie sich das auch intern über den Kaminsims hängen, aber es muss eine Vision und ein langfristiges Ziel her. Ein Plan: Was machen wir wann? Wo stehen wir in 2 Jahren, in 5 Jahren, in 10 Jahren? Was machen wir wenn wir vom Plan abweichen im negativen wie im positiven. Wie verhalten wir uns bei Misserfolg und wie bei Erfolg. Damit fängt es an und danach suche ich meine Leute zusammen, die mit mir diese Vision umsetzen wollen. Wir brauchen Kontinuität am Plan.
Auch wer Trainer wird, ist mir am Ende pupsegal. Der sportliche Erfolg muss sich, und das ist die Schwierigkeit in dieser Saison, kurzfristig einstellen. Ich habe für meinen Teil die Schnauze auch voll davon, mir Rumpelfußball anzugucken, wenn der Gegner das tut ist es in Ordnung aber der VfL bitte nicht.
Das muss jetzt ein Ende finden. Mich interessieren da keine Namen. Mich interessiert das Ergebnis. Zweifel bei gewissen Leuten hat jeder, aber am Ende bekommt, wie gesagt, jeder die Chance. Es ist nicht immer alles scheiße und für einen Neuaufbau brauchen alle (auch Fans) Nerven und Geduld. Abrechnen kann man immer noch.
Danke.
"…aber es muss eine Vision und ein langfristiges Ziel her. Ein Plan: …"
Darum geht es hier doch denen, die primär nicht die Personalpolitik kritisieren, sondern die Strukturen. Weil die Personalpolitik nicht unwesentlich von den Strukturen abhängt. Aber man hat nicht schon einen Plan, wenn man eine halbseitige Presserklärung "Wolfsburger Weg" nennt und fixe Ideen relativ frei von realen Gegebenheiten als Ziele formuliert. Beim VfL hat bezeichnender Weise auch kein "Plan" länger als eine Saison überlebt. Dann kam der nächste. Freiburg z. B. entwickelt seit 30 Jahren sein Konzept, musste dabei Fehler und Rückschläge verkraften, veränderte dabei den einen oder anderen Baustein, blieb aber im Kern den eigenen Leitideen und Überzeugungen treu (Kontinuität, hervorragende Nachwuchsarbeit, Spielerentwicklung, wirtschaftliche Stabilität, Verein und Mannschaft als Kollektiv etc.). Heute dürfte Freiburg für manchen Spieler mittlerweile die deutlich reizvollere Adresse sein als der VfL. Insofern ist es ein Irrtum zu glauben, dass das Motto "Viel Feind viel Ehr" funktionieren könnte und dass es egal sei, wie man auf den VfL von außen blickt. Wer spielt schon gerne bei einem Club, den man "scheiße" findet. Will man das ändern, geht es nicht um vordergründiges "beliebt machen" als Marketing-Aktion, sondern um authentische Präsenz und Haltung, die Respekt abnötigt.
Mein Bauchgefühl ist bei Hecking deutlich positiver, als sie bei Christiansen je war. Anfangs konnte ich den nicht einschätzen, hatte dann aber schnell den Eindruck, dass er ein Blender und Schaumschläger ist.
Da sehe ich Hecking anders. Mögen ihn auch manche als nicht modern und zu zurückhaltend in seiner Fußballphilosophie empfinden, so habe ich die Nase voll von volltönenden ‚Jungen‘, die modernes und sensationelles vor hatten und dann kläglich scheiterten.
Ruhig und besonnen Funktionierendes aufzubauen, inklusive Schwegler, wäre für einen guten Anfang nicht schlecht.
Also doch Hecking als Geschäftsführer. Das versetzt mich jetzt keineswegs in Jubelstürme, aber verteufeln muss man die Lösung keineswegs.
Wir werden ein Absteiger sein, der wahrscheinlich einen der größtmöglichen Umbrüche zu bewältigen hat. Und dieser Aufgabe sollten man mit Ruhe begegnen anstelle von Aktionismus. Wohin Aktionismus führt, haben wir beispielsweise unter Rebbe oder Dieter Hoeneß erlebt. Außerdem kommt es ja auf die Konstellation und die Aufgabenfelder an. Spaßsucher hatte dazu ja recht breit ausgeführt. Hecking als Geschäftsführer ist für mich gleichbedeutend mit einem weiterhin großen Vertrauen in Schwegler – und den kann ich ehrlich gesagt trotz der nicht optimalen Wintertransferperiode noch nicht abschließend beurteilen. Hecking hatte jedenfalls nach St. Pauli oder vor Paderborn (weiß nicht mehr, welche PK es genau war) ungefragt zum besten gegeben, wie gut und vertrauensvoll die Zusammenarbeit mit Schwegler und Benaglio laufe und wie sehr sich beide verdient gemacht hätten, Nebenkriegsschauplätze von der Mannschaft fern zu halten. Ein bereits bestehendes Vertrauensverhältnis ist sicher da und erstmal eine gute Basis.
Außerdem muss man ja die Aufgabenstellung im Blick behalten. Hecking muss konsolidieren nach dem Abstieg. Und dafür ist seine Art vielleicht genau richtig. Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf die begrenzte Vertragslaufzeit bis "nur" 2028. Die große Weiterentwicklung mit innovativen Ideen kann es danach geben.
Das Hecking aufsteigt, löst zwar keine Begeisterungsstürme aus, aber muss es mMn. auch nicht. Natürlich kann es bessere geben (Die Kartoffeln vom Nachbarn sind immer größer und besser). Aber wir hatten selbst vor nicht all zu langer Zeit erlebt, wie wir als Spielball benutzt worden sind.
Zumal geht es für mich darum, den Verein in seine Grundfesten wider zu stabilisieren und auszurichten. Stichwort Mitarbeiterumfrage, Koch und Busfahrer entlassen.
Daher gehe ich davon aus, dass Hecking 2 Jahre GF bleibt und dann ein Wechsel stattfinden wird.
Zumal ich auch nicht erwarte, dass wir in den nächsten 4 bis 5 Jahren aufsteigen werden.
Also sehe der Plan bei mir aus:
Verein stabilisieren -> neu ausrichten -> nachhaltig aufbauen -> Aufstieg
Hecking ist fachlich sicherlich nicht der bestmögliche Geschäftsführer, da sind wir uns alle einig.
ABER:
Wir brauchen jemanden der schnellstmöglich mit der Arbeit beginnt, weiß wo die Probleme liegen und den Kader im Detail kennt.
Es bringt doch jetzt nichts, dass ein fachlicher kompetenter GF von außen kommt, der in drei Monaten dann weiß, was hier abgeht.
Im Sommer 2027 können wir uns über das große Ganze Gedanken machen, jetzt geht es erstmal darum Ende Juli eine Mannschaft zu haben haben!
Mittlerweile ist Hecking offiziell bekanntgegeben.
https://www.instagram.com/p/DY98WzcNiIh/?igsh=MTkweDRzYzg0bzNxYQ==
Auch auf der Homepage vom VfL
Dann mal gutes Gelingen!
Gutes Gelingen Dieter
Gut, herrscht Klarheit in der Frage.
Ob es die beste Lösung ist werden wir sehen. Gibt sicher Punkte die für und auch die gegen ihn sprechen aber wie Jürgen Klopp mal gesagt hat: entscheidend ist nicht was die Leute sagen wenn du kommst, entscheidend ist was die Leute über dich sagen wenn du gehst.
Jetzt wird hoffentlich auch bald der neue Trainer vorgestellt, damit der Kader geplant und der Umbruch angestoßen werden kann.
Wenn es Blessin wird bin ich auf jedenfall erst mal enttäuscht. schlechtere Werte hat kaum einer und kommt mir nicht mit Belgien. Der hat ausser da nämlich eine gaaaanz schlecht Bilanz, dann lieber Strobl, auch wenn das ein Megarisiko wäre.
@wobcom: Beide Abstiegstrainer in Führungspositionen bringen wäre aber ein typischer VFL Move. Ich hoffe auch auf Tobias Strobl. Um ihm zu überzeugen benötigt er aber auch einen klar aufgezeigten Plan der VFL Verantwortlichen. Ich hoffe sie haben einen.
Ich empfehle nochmals dieses Video mit ihm: https://youtu.be/REZbNi83u7Y?is=lmHjojpBViCVUZ3Q
Dieter ist nun GF Sport…Frage in die Runde: Ist das jetzt der Untergang des VFL!

Nein, selbst Vereine wie 1860 gehen mit fragwürdigen Personen nicht unter!
Bin ich eigentlich zu pessimistisch, wenn ich sage, dass ich bezgl. des Kaders maximale Bauchschmerzen habe?
Für die Planunng eines Kaders, der ganz oben mitmischt, haben wir verdammt wenig Zeit.
Es gibt noch keine zumindest äusserlichen Anzeichen, wer von den vermeintlichen Leistungsträger bleiben wird. Oder haben wir den heftigen Aderlass, wie von diversen Seiten prognostiziert? Dann werden wir einen massiven Umbruch haben. Klingt erstmal gut, bedeutet aber auch, maximale Zeit. sich aufeinander abzustimmen. Ergo, man könnte in Liga 2 erstmal der Musik hinterherlaufen
Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass das Scheitern gegen Paderborn irgendwie nicht auf der Agenda stand. Ich hoffe aber, dass das nur ein subjektiver Eindruck ist.
Wissen wir schon safe, wer seine Zusage gegeben hat? Umbruch ist sicher mehr als nötig, Exodus eher blöd.
Mir ist bewusst, dass man jetzt nicht jeden Tag 4 neue Spieler präsentieren wird. Aber je nach Umfang des Umbruchs müsste es eigentlich fast so laufen. Dazu kommt die unklare Lage bezüglich des neuen Trainers (ich hoffe aber schon, dass man hier jemanden hat, der schon am Kader mitbastelt)
Nein das geht mir ähnlich und liegt eben am Personal was für den Kader verantwortlich ist. Ich traue es weder Hecking, noch erst recht Schwegler zu, da etwas vernünftiges zusammenzubauen. Ein Großteil der ersten Gerüchte bestätigt das ja auch.
Abgesehen davon tickt die Zeit enorm. In 3 Wochen beginnt die Vorbereitung und wir haben nicht einmal nen Trainer, mit dem man sich final über Neuzugänge abstimmen könnte.
Der neue GF ist da, nun werden die möglichen Trainerkandidaten abgeklappert, mit denen hoffentlich im Vorfeld schon gesprochen wurde.
Ich denke, dass beim Kader erst etwas passieren wird, wenn der Trainer feststeht und er mit den Spielern gesprochen hat.
Ich gehe davon aus, dass Hecking auch schon mit einigen Spielern gesprochen haben wird.
Ohne Trainer wird halt nicht viel passieren.
Ich glaube auch nicht, dass unsere Spieler so interessant für andere Vereine sind, dass die sofort zuschlagen werden.
Die WM macht es bzgl. der Abgänge auch nicht wirklich einfacher.
Zugänge sind halt aktuell auch schwierig, wenn man keinen Trainer hat und weiß, was mit dem aktuellen Kader passiert (Abgänge etc).
Bleibt auch noch die Frage, wie sieht es mit Co-Trainern, Torwarttrainer etc. aus.
Das ist und wird noch ein Haufen Arbeit und auch, wenn wir den größten Etat haben, muss schon einiges für uns laufen, damit der direkte Aufstieg klappt.
Ich befürchte auch, dass wir in der nächsten Saison noch mehr Spieler aus der aktuellen Saison im Kader haben, als es uns lieb ist.
Ich sehe auch noch keine hohen Einnahmen von unseren "Starspielern"
Und genau da würde man wieder die gleichen Fehler wie die letzten Jahre machen. Man darf jetzt nicht wieder mit Zugängen zögern, nur weil man die anderen nicht loswird.
Im Notfall muss man halt eine Trainingsgruppe 2 für die Spieler ins Leben rufen die gehen wollen. Die Marktwerte sind eh im Keller.
Es kann aber nicht sein, dass die Kaderplanung verzögert stattfindet, weil man andere nicht loswird.
Jedem Spieler sollte man eine kurzfristige Deadline setzen ob er bleiben will oder nicht. Wer bleiben will und der Verein es genauso sieht, ist Teil der Planungen. Der Rest trainiert halt gesondert.
Man merkt hier im Blog schon, dass der Fan des VFL Wolfsburg durchaus Geduld besitzt, aber eben nur kurz…
