Montag , September 28 2020
Home / News / Dreier im Baumarkt

Dreier im Baumarkt

Wolfsgeheul-BestHach, hatte ich ja total vergessen, wie gut so ein 3:0-Sieg mal wieder tut. Man braucht aus Frust keine fremden Kinder mehr zu verprügeln, wenn man sie beim Klingelstreich erwischt. Die Kiste Bier wird mal aus Freude und nicht aus Frust leer genascht. Und irgendwo im November-Nieselregen hört man plötzlich ne Amsel singen, wo vorher höchstens das Kopulierungs-Geräusch der Nachbarn genervt hat. Wenn ich da richtig liege, paart sich meiner übrigens mit dem letzten lebenden Flugsaurier. Aber das nur am Rande. Ich war ja gerade beim Regenwetter. Also, ich will ja nichts sagen zu den Rahmenbedingungen des Freiburgspiels, aber als in der Halbzeit der Deutschland- Achter auftauchte, um auf dem Platz n paar Runden mit dem Boot zu drehen, dachte ich so: Tröpfelt ja doch n bisschen. Aber egal: Hauptsache der Mario hat auch mal wieder zwei reingetröpfelt. Dazu noch der RiRo mit nem Elfer der Marke: mach ich nachts um drei im Schlaf. Bin immer noch freudig überrascht. Kaum singt man mal vorm Marathon-Tor ein paar motivierende Weisen über fäkalqualifizierte Großgeldbesitzer, schon läufts. Wusste gar nicht mehr, dass wir tatsächlich ne Fußball-Mannschaft zum Spielbetrieb in der Bundesliga diese Saison angemeldet hatten. Es kann doch manchmal so einfach sein: reinhängen, voll draufgehen, laufen bis die Lunge glüht und eiskalt die Chancen nutzen. Beim Konter vorm 2:0 hab ich gedacht: Hä, haben wir bei Pep wieder den Kevin ausgeliehen? Aber es war der Träschi mit dem geilen Pass. Und hinterher gibts Küsschen für den Trainer und Abklatschen in der Kurve. So muss es sein. Und es ist so schade, dass wir offenbar erst Nieselregen in Freiburg brauchen, um so geschlossen aufzutreten und endlich wieder Bayernjäger zu sein. Okay, die Leute haben komisch geguckt, als ich mit meinem Europapokal-Schal n Autokorso gemacht hab nach Schlusspfiff, aber ich hab ja schließlich auch länger aufn Sieg gewartet, als Lothar Matthäus nach ner Scheidung auf die nächste Ehefrau. Und jetzt solls der Vali für uns richten. Wünsche ihm alles Gute und dass die Mannschaft nicht nur Bock auf ihn hat, weils endlich mal wieder ein paar Medizinbälle zu tragen gab. Es sind nämlich noch ein, zwei Punkte zu vergeben diese Saison. Und die hätte ich gern. Allein schon, damit mich die Köln-Fans auf Arbeit nicht immer so mitleidig anschauen.

Opposition bei Uwe

Apropos Mitleid. Hatte ich mit Uns Uwe schon ein bisschen. Dachte schon zuerst, Borussia Dortmund strebt als Geburtstagsgeschenk zum 80. ein 8:0 an. Hätte ja gepasst. Aber Opahatlang dachte sich wohl, mach ich mal früher Feierabend – dann hab ich noch Luft für die nächste Party in Mailand. Ich glaub, die sind mittlerweile auch anstrengender als n Spiel gegen den HSV. Hinterher muss auf der Uwe-Feier ja ne Stimmung gewesen sein, wie in der Redaktion von ner türkischen Oppositions-Zeitung. Und jetzt will nicht mal mehr Horst Heldt den Laden da mit übernehmen. Erst ist die Einhorn-Schokolade von Ritter Sport ausverkauft und jetzt das. Läuft nicht rund für Dukaten-Didi in der Hansestadt. Mein Vorschlag wäre: die HSV-Kohle nehmen und in eine neue Elbphilharmonie investieren. Da hat man bei der ersten ja schon gute Erfahrungen gemacht.

Almog und Hannoi

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Menschen etwas Mut zusprechen: 1. Christoph Kramer. Es kommen wieder bessere Zeiten. Würde mich trotzdem mal interessieren, welcher Dreier mehr weggetan hat. Der auf den Fotos oder der gegen Hertha. 2. Thomas Müller. Es kommen wieder bessere Zeiten. Aber ich würde mir schon Gedanken machen, wenn sogar Almog Cohen (Wer ist das überhaupt? Hat der nicht Borat gespielt?) in der Torschützenliste vor mir stehen würde. Und 3. die Hooligans von Hannoi, die auf nem Baumarktparkplatz in Hildesheim mit den Kollegen von Eintracht Braunschweiß zum Tee-Abend verabredet waren. Die waren aber leider verhindert. Wahrscheinlich kam im ZDF die Wiederholung von “Bianca – Wege zum Glück”, oder so. Naja, es kommen wieder bessere Zeiten. Und deswegen rufe ich den Freunden von 96 das alte Max-Kruse-Baumarkt-Motto zu: “Respekt, wers selber macht”.

In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig!

6 Kommentare

  1. ….Respekt Lenny, wer es so gut auf den Punkt bringt, wie Du :yeah:

    10
  2. …peinlich, dieses Niveau hier im Wolfsblog.

    1
  3. Coprolalia under Control

    :guru:

    1
  4. Lenny ist der Beste! :topp:

    2