Montag , Oktober 19 2020
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Fridolin am Südpol

Mensch, 1:1 in Mainz. Da hätten wir auch Martin Schmidt behalten können. Da war er ja drin so Experte wie sonst nur beim Thema Hairstyling. Ich find aber auch, wir sollten mal wieder eine Trainerdiskussion beginnen. Frechheit, dass der Bruno nicht zaubern kann. So ein Punkt aus einem Spiel ist zu wenig in der Bilanz. Ich hätte ja einen verpflichtet, der die Dinger vorne selbst reinmacht und hinten grätscht und sich in jeden Schuss wirft wie unsere Eishockey-Jungs. Aber gut, kann Labbadia ja auch noch reinwachsen in die Rolle. Was nehmen wir sonst noch mit aus Mainz außer den 15. Platz? 1. Brekalo ist schneller wieder oben als Opa Fridolin nach ner Handvoll blauer Tabletten. So fix musste erst mal wieder aufstehen in der Situation zum 1:0. 2. Wenn ich gegen Kasparow Schach spiele, muss ich auch immer so lange überlegen wie Yunus Malli, wenn er allein auf den Keeper zuläuft. Beides endet dann meistens leider gleich. 3. Hätte der Ordnungsdienst in Mainz ja bei uns vor der Kurve mal streuen können. Wenns da glatt ist, traut sich ja auch kein Spieler hin. Immerhin stand Maximilian in der Kurve. Aber der war ja auch gut vorbereitet und eingepackt, als würde er beim Amundsen-Gedächtnisrennen zum Südpol mitmachen. Trotzdem gute Sache. Ich hätte nur trotzdem nix gegen ein paar mehr Punkte in der Tabelle. Da siehts ja im Moment wieder so freudestrahlend aus wie im Arbeitszimmer von Martin Schulz. Meine Frau setzt mich schon ein, um die Zeugen Jehovas abzuschrecken. Momentan muss ich nur aus dem Küchenfenster gucken und keiner traut sich näher als 20 Meter an das Haus ran. Da kann Grumpy-Cat einpacken, sag ich euch…

Aber immerhin gibts einen, der ist noch schlechter drauf als ich. Der Bruchhagen vom HSV. Gut, was beschweren die sich, wenn die Truppe nur zwei Mal Normalform hat: Beim lockeren vom Platz Traben bei der Spielunterbrechung und wenn der Bruchhagen nachm Spiel Interviews gibt. Ist halt zu wenig, wenn nur auf der Tribüne ein Feuerwerk abgebrannt wird. Zuerst hab ich mich sowieso gefragt: Hamburger mit Bengalos und Böllern? Ist schon wieder G20, oder was?! Aber grundsätzlich muss man sich bei so ner Aktion ja fragen, ob die Typen früher alle mit einem zu engen Bus zur Schule gefahren wurden. Ich glaube, die meisten bellen Zuhause auch, wenns klingelt oder wurden von ihren Eltern als Kind gefragt, ob sie nicht weglaufen könnten.

Apropos Lauf. Was ist mit den Kölnern los? Die sind ja auch wie eine Kakerlake nachm Atomkrieg. Nicht totzukriegen. Von dem Kampfgeist kann man noch mal was lernen. Wobei man natürlich auch fragen muss: Haben die Leipziger jetzt zu viel oder zu wenig von ihrem Brausezeugs weggelöffelt? Von Flügeln hab ich da nix gesehen. Eher von Pflügen. Aber gut, die Probleme da aus Leipzig hätte ich ja gern. Meine Lieblingsszene war aber die Nummer in Duisburg am Wochenende: Der Keeper, der zur Flasche greift und nicht aufpasst, was auf dem Platz passiert. Und schwups ist die Kugel im Netz. Man muss halt Prioritäten setzen. Wobei so richtig neu ist das alles ja nicht: Lieber Saufen statt Fußball – da gibt es doch sogar einen Lexikon-Eintrag zu. Mit dem Foto von Ansgar Brinkmann…

In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig!

2 Kommentare

  1. :topp: Herrlich Deine Beiträge,Satire vom Feinsten.Danke für diesen Spaß,davon haben wir leider im Moment zu wenig.

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  2. Jetzt habe ich sogar Tränen in den Augen, herrlich lieber Lenny.

    Eine Anmerkung habe ich noch:
    Im Lexikon neben dem Bild vom „weißen Brasilianer“ ist noch eine Currywurst-Schranke abgebildet

    :keks:

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