Dienstag , Dezember 6 2022
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Kevin Mbabu steht mit der Schweiz gegen Italien bei der EM bereits unter Druck. Foto: Imago

Mbabu und Mehmedi feiern sensationellen Sieg mit Schweiz über Frankreich

Sie waren schon so gut wie ausgeschieden, doch dann schlug die Schweiz um Wolfsburgs Kevin Mbabu und Admir Mehmedi zurück und kickten Weltmeister Frankreich aus dem Turnier.

Welch ein verrücktes Achtelfinale. Die Schweiz besiegt Frankreich im Elfmeterschießen und steht im Viertelfinale der EM. Dort trifft die Schweiz am Freitag auf Spanien. Die Schweiz kam gut in das Spiel, ging mit 1:0 in Führung und hatte die Möglichkeit durch den Ex-Wolfsburger Ricardo Rodriguez durch einen Elfmeter sogar auf 2:0 zu erhöhen. Doch der sonst so sichere Elfmeterschütze Rodriguez scheiterte vom Punkt. In der Folge genügte Frankreich zwei starke Minuten, um das Spiel zu drehen.

Nach dem 2:1 schien alles für die Franzosen zu laufen und als Pogba noch auf 3:1 erhöhte, war für die meisten Zuschauer die Messe schon gelesen. Doch die Schweiz fightete und traf zunächst zum 2:3 und erzielte in der letzten Minute der offiziellen Spielzeit sogar den Ausgleich. Es ging in die Verlängerung, die ohne Tore blieb.

Im Elfmeterschießen behielt die Schweiz dann die Nase vorn und feierte unter großem Jubel den Einzug ins Viertelfinale.

27 Kommentare

  1. Mbabu ist auch kein Stamm mehr bei den Schweizern. Schade. Liegt aber mMn eher an ihm als an Widmer. Den muss er doch normal locker im Griff haben oder sehe ich das falsch?

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  2. Übrigens auch bezeichnend, dass bei der Schweiz jetzt zwei Mal hintereinander Widmer Mbabu vorgezogen wird. Ich hoffe er zeigt sich zur nächsten Saison mal wieder von einer besseren Seite.

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  3. Klar war Mbabu nicht unbedingt in Topform bei der EM bisher aber das ihm 2 Mal Widmer vorgezogen wird ist schon ein starkes Statement, denke wir sind uns hier alle einig das Mbabu normalerweise mindestens 2 Klassen über ihm ist

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  4. Für uns hat Rici früher alle Elfer reingemacht :top:

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  5. Extrem bitter für die Schweizer, das ist ja ein Psycho K.O. …

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    • Wo genau :D

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    • 3:3 !!!!!

      Freut mich richtig für die Schweizer, nach dem Spielverlauf…

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    • 120. Minute Flanke Mbabu auf Mehmedi , die Schweiz ist weiter :vfl:

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    • Mehmedi rennt Mbappe in der 120. Minute beim Konter mit Ball davon und schiebt ein. Gemessen werden 39,23 Km/h. Nach diesem Sprint ist Mehmedi kahl wie eine Bowlingkugel und die Schweiz steht im Viertelfinale.

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  6. Wenn man sieht wie Frankreichs Abwehr spielt wär ein Lacroix grade gar nicht mal so schlecht…

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  7. Man stelle sich vor Mehmedi hätte den Ball angenommen

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  8. Mbabu mit einem super Spiel nach seiner Einwechslung, der hat einen ganz anderen Impact als Widmer.

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  9. Sicher von Admir.

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    • Er schießt sie zum Sieg! Wie von mir prophezeit :vfl:

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    • Unglaublich und absolut verdient – die wesentlich sympathischere Mannschaft ist heute weitergekommen. Eine pure Willlensleistung, und dazu auch noch mit 2 aktuellen Wolfsburgern. I am so proud to be a Wolfsburg Fan, das bislang spannendeste Spiel der EM 2020.

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  10. Mehmedi trifft, Mbappe verschießt. … ein Traum! :lach:

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  11. So stark, so verdient. Riesen Respekt an die Schweiz. Mega Fight. Frankreich wurde zurecht dafür bestraft, aus diesen grandiosen Einzelspielern nicht mehr rauszuholen.

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  12. Mehmedi war im Spiel meiner Meinung nach sehr schlecht. So viele richtig heftige Ballverluste, wo er einfach nicht auf der Höhe war. Aber wenn man den 5. Elfmeter rein macht, dann bist du einfach der geilste.

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  13. Sommer erstmals siegreich in einem großen Elfmeterschießen – dem kann man das wirklich gönnen.

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  14. Intreessante Kommentare:

    1. War Mehmedi sehr schlecht, als er reinkam? Für mich nicht, hat sich sehr gut in den Räumen bewegt, war aber etwas unglücklich in manchen Situationen. Klar gab es ein Ballverlust im Mittelfeld, wo er besser hätte aufpassen müssen, aber der Gegner spielte auf Chance und war der glückliche, So was kann passieren, wenn man selbst stillsteht und der Gegner mit Wucht kommt.

    2. War Brekalo so schlecht? Unglücklich natürlich, und vor dem 5-3 hat er zu spät reagiert. Aber er war auch nur der letzte Glied in einer Kette, nach dämlichen Ballverluste und schlechtes Gegenpressing. Dass er kein Abwehrspieler ist war ja keine Überraschung. Aber schlecht würde ich nicht sagen, hat vieles probiert.

    3. Sowohl Kroatien als Schweiz müssten ja wechseln, richtung offensive Angehensweise, eine gefährliche Strategie, wenn der Erfolg folgt und es in die Verlängerung geht. Der Schweizer Trainer hatte sicherlich ein gutes Gespür für die Balance zwischen Offensive und Defensive, und sein Kader gab mehr her als beim kroatischen Kollegen.

    4. Der entscheidende Szene für Kroatien war sicherlich das verfehlte 4-3. Aber was soll man tun, wenn der Torwart nicht nur gut ist, sondern auch von Fortuna verfolgt wird? Dafür konnte aber Brekalo nichts.

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  15. Die Schweiz hat ein tolles Spiel gemacht und die Mannschaft hat sich höchste Anerkennung für ihre Leistung verdient. Aber hat sie, wie Granit Xhaka nach dem Spiel äußerte „Geschichte geschrieben“?
    Man möchte da im ersten Moment gerne mehr Bescheidenheit einfordern. Aber bei näherem Nachdenken sind solche Äußerungen kein Ausdruck von unangemessener Überschätzung des Erreichten, sondern eher ein Zeichen dafür, in welch kleiner Welt viele Spieler leben und denken. In wirklich historischen Dimensionen bemessen hat der zweifellos fußballerisch grandiose Sieg der Schweizer über Frankreich die Bedeutung des klassischen Sackes Reis, der irgendwo in China umgefallen ist.
    Insofern möchte man Xhaka ermuntern, sich nicht so klein zu machen und so klein zu denken. Die Welt, in der Geschichte passiert, ist größer als ein 105 mal 68 Meter großer Rasenplatz. Und historische Ereignisse sind mehr, als wenn ein von Schweizern geschossener Ball mehr im französischen Tornetz zappelt.

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    • Ich denke, man kann aus dem Kontext folgern, dass Xhaka wohl meine, man habe schweizer Fußball-Geschichte geschrieben. Die Weltgeschichte wurde gestern in der Tat nicht groß tangiert, das wird auch Xhaka einsehen ;-)

      Und damit hat er wohl Recht, wenn man bedenkt, dass das letzte Viertelfinale der Schweizer (bei EM und WM) im Jahre 1954 statt fand. Da kann man das gestrige Spiel durchaus als historisches schweizer Fußballereignis betiteln.

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    • Zudem glaube ich auch, dass die Spieler in so einem Fall Opfer der Medien-Berichterstattung sind. Wie oft werden sie diese Art "Floskel" schon gehört haben? "Heute wurde Geschichte geschrieben…"

      Ich wette, das hat er einfach nur so nachgeplappert, weil er das schon so oft von den Kommentatoren usw. gehört hat. Ich würde da nicht viel eingeheimsen.

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    • Ich will Xhakas Bewertung (zugegeben in einem emotional aufgeladenen und wenig bedachten Moment heraus geäußert) auch gar nicht überkritisch sehen. Aber man sollte sie auch nicht bis zur Bedeutungslosigkeit relativieren („Was man als historisches Ereignis einordnet, ist jedem selbst überlassen.“)
      Ich denke schon, dass die Äußerung auch Ausdruck davon ist, dass der professionell inszenierte Fußball und seine Akteure zu einem großen Teil in einer gesellschaftlichen Blase agieren, die nur noch sehr gefilterte Bezüge zur „normalen Welt“ möglich macht.
      Man stelle sich vergleichsweise mal vor, die deutsche Sportschützin Barbara Engleder hätte nach ihrer Goldmedaille im Kleinkaliber Dreistellungskampf 2016 davon gesprochen, sie habe „Geschichte geschrieben“. Nicht vorstellbar und auch nicht passiert. Sie ist überliefert mit dem bodenständigen emotionalen Ausbruch: „Ein Wahnsinn. Das ist der krönende Abschluss meiner Karriere.“
      In diesem Sinne vorausschauend für das Befinden der Fußballseele heute Abend: Egal, wer gewinnt oder verliert. In China wird deswegen nicht einmal ein Reissack umfallen.
      Ich wünsche mir trotzdem ein schönes und spannendes Fußballspiel.

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  16. Take That hat auch Geschichte geschrieben, als die Band… oder Gesangscombo… ihre Trennung verkündet hat. Was man als historisches Ereignis einordnet, ist jedem selbst überlassen.

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    • Ich habe auch Geschichte geschrieben, damals in der Schulzeit, mehrmals pro Schuljahr.

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