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Lena Lattwein von den Frauen des VfL Wolfsburg. (Photo by Matthias Kern/Getty Images)

Mit ihr ist Wolfsburg noch stärker: Lena Lattwein feiert furioses Startelf-Comeback

Lena Lattwein ist zurück – und wie. Nach zwei Monaten Verletzungspause stand die 25-Jährige am Dienstagabend erstmals wieder in der Startelf des VfL Wolfsburg und war gleich die prägende Figur beim 4:1-Sieg der Wölfinnen bei Union Berlin. Lattwein hatte sich zuvor einen Muskelfaserriss zugezogen, musste lange zuschauen, arbeitete geduldig an ihrem Comeback – und meldete sich nun eindrucksvoll zurück.

Lattwein übernimmt das Kommando

Schon in Hoffenheim, als sie nach der Pause eingewechselt wurde, war zu spüren, dass sie wieder Lust auf Fußball hat. Der VfL gewann 2:1, Lattwein brachte Struktur und Ruhe ins Spiel. Gegen Union Berlin durfte sie dann von Beginn an ran – und zeigte eine starke Leistung: Kontrolle im Mittelfeld, kreative Pässe und Torgefahr.

In der 57. Minute drückte sie den Ball nach einem Lattentreffer von Lineth Beerensteyn zum Ausgleich über die Linie. Nur wenige Minuten später setzte sie erneut Beerensteyn mit einem präzisen Pass in Szene, doch die scheiterte an Union-Keeperin Cara Bösl. Lattwein ließ nicht locker, zog von links an, sah Alexandra Popp starten und servierte ihr den Ball perfekt in den Lauf. Popp traf zum 2:1 – Vorlage Lattwein, pure Qualität.

Lob vom Trainer – und Erleichterung beim Team

Cheftrainer Stephan Lerch zeigte sich nach dem Spiel erleichtert und begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass Lena wieder zurück ist. Sie hat ein Tor gemacht und den einen oder anderen wirklich ganz, ganz starken Pass gespielt. Diese Option wieder in der Mannschaft zu haben, hilft uns.“

Die Rückkehr der Nationalspielerin kommt zur rechten Zeit. Die Wolfsburgerinnen stecken mitten in einer intensiven Phase mit sieben Spielen in nur drei Wochen. Nach den Erfolgen gegen Hoffenheim und Union Berlin wartet nun Eintracht Frankfurt – ein echtes Highlight-Spiel am Samstag um 14 Uhr in der VW-Arena.

Wichtige Stütze in Zeiten des Umbruchs

Lattwein ist nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ein zentraler Baustein im Team. In der vergangenen Saison, als 14 Spielerinnen den Verein verließen, war sie die Erste, die ein Zeichen setzte und ihren Vertrag verlängerte. Damit machte sie deutlich, dass sie Verantwortung übernehmen und den Neuaufbau mitgestalten will.

Ihr Comeback unterstreicht diesen Anspruch. Auf dem Platz dirigiert sie das Spiel, fordert die Bälle, verteilt sie weiter und geht selbst entschlossen in den Abschluss. Sie ist eine Spielerin, die andere besser macht – und die sich selbst nie schont.

Englische Wochen fordern den VfL heraus

Die nächsten Wochen werden zum Härtetest. Nach Frankfurt geht es am Dienstag, 11. November, in der Champions League gegen Olympique Lyon, gefolgt vom Pokalspiel gegen den SC Freiburg am 15. November. Nur wenige Tage später wartet Manchester United (19. November), bevor es am 23. November in der Bundesliga zu RB Leipzig geht.

Für den VfL ist das Programm brutal, doch die Mannschaft scheint bereit. Mit einer Lena Lattwein in Topform steigt die Hoffnung, dass Wolfsburg wieder an frühere Glanzzeiten anknüpfen kann. Ihre Rückkehr ist mehr als nur ein sportliches Signal – sie steht für Teamgeist, Leidenschaft und die pure Freude am Spiel. Lena Lattwein ist wieder da, stärker denn je. Ihr Auftritt gegen Union Berlin war nicht nur ein persönliches Comeback, sondern ein Versprechen an die Fans: Diese Mannschaft lebt, kämpft und glaubt an sich. Und mit einer Lena Lattwein in dieser Form ist für die VfL-Frauen alles möglich.

9 Kommentare

  1. Kommentare verschoben.

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  2. Die Damen brechen sich heftig gegen Union einen ab.

    Wie schon gegen Hoffenheim kommen sie mit den tiefstehenden Unionern nicht klar. Die Rotation ist zudem einfach zu heftig. Da kommt wenig spielerische Klasse zusammen.

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    • Naja aber gegen wen will man sonst rotieren, es sind 3 englische Wochen am Stück und Union mit 10 Verletzten der auf dem Papier schwächste Gegner dieser Phase.

      Hoffe Lerch zaubert in der Pause die richtigen Worte und Ideen auf den Tisch.

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  3. Poppi…wer sonst? Die Damen drehen das Spiel. :vfl:

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  4. Mit Lattweins Rückkehr ist der Konkurrenzkampf im Mittelfeld nun besonders intensiv. Ich konnte deutlich ein 4-3-3-System am Ball gegen Union erkennen. Ich denke, Minge und Popp sind auf zwei der drei Positionen so gut wie gesetzt. Bei der anderen Achterposition denke ich, dass es hauptsächlich ein Duell zwischen Lattwein und Peddemors ist.

    Für Kielland sieht es momentan schwierig aus, die anderen schneiden im Moment einfach besser ab. Valotto hat mir auf dem Flügel auch sehr gut gefallen. Ich glaube, sie könnte Huths Position ernsthaft streitig machen, da Bussy und Zicai bereits auf der anderen Seite um die Position konkurrieren.

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    • Ich vergesse auch Endemann, die ja immer noch verletzt ist. Wir haben zwar auch auf den Flügeln viel Konkurrenz, aber ich denke trotzdem, dass Valotto gute Chancen hat, sich auf beiden Flügeln zu etablieren. Mir hat ihr Spiel gegen Union sehr gut gefallen. Ihr Tor, als sie von links nach innen zog und den Ball ins untere Eck schoss, war auch super.

      Ich könnte sie mir auch auf der linken Seite vorstellen, falls Lerch an Huth festhalten will. Mal sehen was passiert, der Konkurrenzkampf ist wirklich hart, was ja eigentlich gut ist.

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  5. Eine weitere Spielerin, die mir sehr gut gefallen hat, war Bjelde. Ihre Einwechslung hat das Spiel komplett verändert. Ich finde, sie sollte unbedingt anstelle von Wedemeyer in der Startelf stehen, die mMn offensiv zu wenig beiträgt. Mit Levels und Bjelde haben wir mMn auf den AV-Positionen wirklich einen Volltreffer gelandet.

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  6. Joa, Lattwein ist gut und wichtig. Ich finde aber die Führungsspielerinnen sind Minge, Huth und Popp. Kielland und Peddemors haben es zuletzt auch gut gemacht. Valotto scheint auch angekommen. Lattwein muss mächtig Gas geben, ich glaube, die Konkurrenzsituation ist ihr durchaus bewusst. Sie ist aber meistens dann stark, wenn sie zurück kommt oder auf der Bank war. Das bedeutet, sie hat eine gute Mentalität und kann eine Reaktion zeigen. Trotzdem ist der Konkurrenzkampf gerade zentral schon episch bei den Frauen. Das brauchen sie aber auch, so kann Lerch ohne Qualitätsverlust weiter rotieren. Und das muss er auch.

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