Donnerstag , Oktober 29 2020
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Nach der vierten Niederlage in Folge: Ist die Krise jetzt da?

Krise oder keine Krise? Wie will man die momentane Situation beim VfL Wolfsburg beschreiben? Viele Fans sind sich einig: Die Krise ist da. Doch die Verantwortlichen beim VfL Wolfsburg wollen von einer Krise noch nichts wissen.

Direkt nach dem Abpfiff des Spiels des VfL gegen Bayer Leverkusen (0:2) trat VfL-Manager Jörg Schmadtke vor die Kameras und zeigte sich nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Spieler.
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht“, so Schmadtke gegenüber „Sky“. Die Mannschaft habe dagegengehalten. Am Ende sei es „ärgerlich“, dass nichts Zählbares dabei herausgesprungen sei. Und weiter: „Es ist im Moment eine schwierige Phase.“

Schwierige Phase oder Krise?

Auch Trainer Oliver Glasner nahm das Wort Krise nach dem Spiel nicht in den Mund. Der VfL Wolfsburg ist nach der Niederlage gegen Leverkusen aus der ersten Tabellenhälfte herausgefallen. Sieben Spiele sind es mittlerweile, die der VfL zuletzt nicht gewinnen konnte.

Länderspielpause: Zwei Wochen Zeit hat Trainer Oliver Glasner nun, sein Team wieder in die Spur zu bekommen. Es besteht die Hoffnung, dass in dieser Zeit der ein oder andere Langzeitverletzte sich zurück ins Mannschaftstraining kämpft, um gegen Frankfurt einsatzbereit zu sein.

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123 Kommentare

  1. Mir graut ein wenig vor dem Tag wenn Glasner doch mal entlassen werden sollte. Denn dann ist es durchaus möglich, dass auch Schmadtke seinen Hut nehmen muss. Und wenn das passiert stehen wieder da wo wir 16/17 waren. Ohne Plan und ohne Konzept. Nichts gewesen mit langfristiger Neuausrichtung.

    Hoffentlich kommt es nicht dazu. Jedenfalls hoffe ich dass man über die Länderspielpause die richtigen Schlüsse zieht und einige Dinge verändert.

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    • Die Diskussion bewegt sich auf demselben Level wie damals unter Hecking und unter Labbadia und genau das macht sie so anstrengend…

      Und es wird hier definitiv noch schlimmer werden.

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    • Was soll denn in der Pause verändert werden? Der Trainer hält an seinem System fest und wir werden auch in zwei Wochen die Spieler haben, die diese System nicht beherrschen bzw. umsetzen können.

      Diese Systemsturrheit von OG finde ich auf der einen Seite bewundernswert aber auf der anderen Seite wirkt es auch beratungsresistent.

      Die Pause sollte genutzt werden um sich komplett neu auszurichten, ohne JS und OG.

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    • Diese Gabe in die Zukunft zu schauen, hätte ich auch gerne. Jetzt ist es jedenfalls mit einem Wochenende ohne Spiel einfacher etwas zu verändern und das dann auch einzuüben als in den letzten Wochen wo man alle drei Tage gespielt hat.

      Und einen neuen Trainer und Manager findet man in dieser Zeit auch nicht. Jedenfalls kein Duo welches ein, aufeinander abgestimmtes Konzept hat. Aber natürlich kann man jetzt wieder einen Feuerwehrmann holen der das bis zum Saisonende macht. Nur dann steht man am Saisonende wieder bei der nächsten Neuausrichtung und eine Garantie dass dieser Trainer überhaupt Erfolg hat, gibt es auch nicht.

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    • Witzig, nach Hecking / Allofs ist hier für 1.5 Jahre alles zusammen gebrochen. Scheint mancher schon vergessen zu haben.

      Sollte Glasner gehen müssen, gehe ich davon aus, dass Schmadtke aufhört. Schäfer übernimmt dann. Ob das gut ist, wird man sehen. Mit Rebbe hatten wir schon einmal richtig Pech (als Newcomer)

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    • Ja genau, Mathama. Und sollten beide gehen wie du sagst ist die Chance hoch das es genauso aussieht wie damals…denn eines ist klar, unserem AR fehlt es an Fussballkompetenz.

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  2. Es ist wirklich “schwere Kost” in den letzten Spielen. Wenn Weghorst nicht trifft haben wir ein Problem. Man erkennt überhaupt keine Struktur in der Offensive – da wird ständig mehr oder weniger blind (vor allem von William) in den Strafraum geflankt in der Hoffnung, dass da irgendwie ein Wunder geschieht. Durch die Mitte kommt fast nichts. Man kann nur hoffen, dass Mehmedi bald und Ginczek demnächst zurückkommen um die Offensive zu beleben. Aber vor allem ist Schlager wohl derjenige, der am meisten fehlt.

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  3. Also das was der VfL momentan zeigt, ist kaum auszuhalten… Bei dem Spiel gestern hätte ich mir die Panne von SkyGo gewünscht. Verpasst hätte ich nichts!

    Traurig, dass keine Entwicklung stattgefunden hat. Offensiv ist man konzept- und planlos. Wenn dann auch noch die Qualität fehlt (Klaus bspw.), dann kommen solche zähen Spiele zustande.

    Unser Zentrum zeichnete sich ausschließlich durch Fehlpässe aus. William kriegt keine einzige Flanke hin (kann doch nicht SO schwer sein, den Ball ungefähr zwischen 11-er und 5m Raum auf einer Höhe von 2 M zu timen). Standards bringen auch nichts. Einwechselspieler zeigen null. Was bleibt da noch übrig, um ein Tor zu erzielen?

    Aggressives Pressing mit schnellem Umschaltspiel. Hab ich in der letzten Zeit nicht gesehen, ihr?

    Für mich ist es echt traurig, dass einzelne Spieler (Schlager) meine Hoffnung auf Besserung sind und nicht Input/Arbeit des Trainers. Schade.

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  4. Die Krise ist schon viel länger da, nur bis dato waren die Gegner dankbar. Spielerisch sind wir seit dem ersten Spieltag in der Krise.

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  5. Nach Köln die wenigsten Tore erzielt. 5 der 11 Tore an den ersten beiden Spieltagen. Nicht von einer längeren Krise gerade in der Offensive zu sprechen, ist einfach nur fahrlässig.

    Es fehlt vorne sowohl an Qualität als auch an einem. Konzept. Wir spielen derzeit nur mit Blickkontakt und ohne Automatismen.

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  6. Im Verhältnis zu Gent ab Minute 20 war die Leistung fast schon ok. Mir sind gestern die unglaublich vielen Fehlpässe aufgestoßen. Entweder gingen die Abwehraktion direkt zum Gegenspieler oder in aussichtsreichen Positionen gab es ganz billige Fehlpässe. Kein Wunder, wenn wir zu kaum Chancen kommen, wenn im Aufbau ganz schlimme Fehler begangen werden. Ich vermisse Mehmedi und Ginzcek. Das sind die Spielertypen, die momentan fehlen. Die haben einen wesentlichen direkteren Zug zum Tor und schießen auch mal. Wer nicht aufs Tor schießt, kann keine Tore machen. Das Problem hatten schon mal und das hatte uns 2x fast einen Abstieg beschert.

    Aber an eine Trennung vom Trainer darf man nicht denken. Grund? Bringt nix! Vorher ich das weiß? Ich gucke in die Vergangenheit und auch mal auf andere Vereine.

    Aber eine Krise ist fast da. Wenn wir nicht in den nächsten 2 Spielen einen Sieg einfahren wird es ganz schwer wieder erfolgreichen Fußball zu bekommen. Dann muss der Blick nach unten gehen.

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    • Also hätte Dortmund an Scala oder Doll festhalten sollen. Der Klopp hat ja nichts gebracht.

      Oder wir an Auge. Magath war ja richtig mies.

      Und Littbarski war so richtig Bombe. Genauso wie Jonker.

      Nur weil nach einer Gurke eine Gurke kommen kann, heißt das noch lange nicht, dass man an Oli festhalten muss.

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    • Ich befürchte, das ist eine müßige Diskussion. Wir wechseln ohnehin jetzt nicht den Trainer. Ich denke auch, wir alle wissen, was passieren muss, damit es dazu kommt. Und erst recht, wie die Konsequenzen aussehen: Ein paar Wochen später wäre Schmadtke weg, Schäfer würde als Geschäftsführer Sport verbrannt… Um Gottes Willen! Mir hat der Glasner-Fußball von Beginn an nicht behagt, aber da muss man sich schon entscheiden, worin das kleiner Übel besteht. Es ist ja immer das Gleiche beim VfL: Auf eine gute Saison folgen drei Jahre Jammertal und pures Chaos. Darum habe ich keinen Bock mehr. Natürlich sind das hausgemachte Probleme – aber trotzdem! Dann lieber auf die Rückkehrer hoffen und beten, dass wir ein bis zwei Arbeitssiege einfahren und uns auf diese Tour Selbstbewusstsein holen. So wie zum Beispiel in der Saison 2013/14, wobei wir damals deutlich mehr Qualität im Kader hatten. Labbadia ist es in der vergangenen Saison durchaus gut gelungen, Qualitätsmängel zu kompensieren, u.a. mit brutaler Fitness, aber gut, auch das ist müßig.

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    • Und selbstverständlich hat Gladbach einen Vorteil, weil sie eben seit Jahren gut arbeiten. Aber daran ist der VfL doch selbst schuld! Gladbach steht für Kontinuität und der VfL steht für Auf und Ab, für Titel und Tränen, für mal Feiern und mal Jammern. Man hat jetzt die Chance etwas aufzubauen, dies muss man mit aller Konsequenz angehen, sonst ist die Chance irgendwann weg, denn wir befinden uns nicht in einem Spaß-Wettbewerb, sondern in einem Verdrängungswettbewerb!

      Das ist doch der Punkt. Wie lange hat Gladbach jetzt Erbel? Seit 2008! Das nenne ich Kontinuität. Man gibt einen Manager Zeit um ein Konzept etablieren die richtigen Spieler für ein gewünschstes System zu kaufen/auszubilden. Das passiert aber nicht in einer transfer periode sondern über Jahre. Schmadkte ist jetzt 1 Jahr hier hat gute transfers gemacht und versucht die Tage der überteuerten Spieler vergessen diese Spieler sind aber zum Größten Teil noch da ein Malli ein Bruma werden denn Rahmen sprengen und bringen dafür kaum Leistung. Alle wollen das der VfL gut wirtschaftet und die Tage der Draxler schürle transfers vorbei sind. Aber kaum holt Wolfsburg nicht für 100 Mio 5 neue sölderner rein kommen die Leute aus ihren löchern und fangen an den Kopf von Schmadkte zufordern. Weil der Kader schlecht besetzt ist. Ich möchte euch ans Herz legen nachzudenken was ihr wollt, wollt ihr einen Draxler der ein scheiß auf den Verein gibt und nur gut spielt wenn er sich international zeigen. Oder wollt ihr Spieler die sich für euren Verein zerreißen wie Weghorst Arnold Elvis. Gibt Glasner Zeit gibt Schmadkte einfach mal Zeit mit der Zeit kann der Erfolg kommen und auch mal ein Konzept reifen. Ich sage aber trotzdem das Glasner umstellen muss,weil der Kader nichts anderes hergibt. Das kann jetzt in der länderspielpause und der Winterpause einstudiert werden.

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  7. Es kommen aktuell mehrere Dinge zusammen: Die Mannschaft hat viele Spiele in den Knochen und durch die verletzten Spieler kaum Rotation im Team.
    Dazu gesellt sich die fehlende Möglichkeit in den englischen Wochen Dinge vertieft einzustudieren. Eine bloße Videoanalyse bietet den Spielern nicht die gleiche Möglichkeit wie das ausprobieren auf dem Trainingsplatz.
    Am Ende ist es dann auch eine Frage der Qualität. Der VfL steht aktuell dort, wo er den Fähigkeiten der Spieler entsprechend stehen sollte. Vor allen rechts im Sturm fehlt ein Spieler von gewissem Format, der Scorer garantieren kann.

    Nun ist die Hoffnung der meisten Fans, dass das eigene Team schönen Offensivfußball spielt und am besten überperformt im Bezug auf den Tabellenplatz. In meinen Augen ist noch nichts verloren und der Anschluss nach oben besteht weiterhin. Glasners Idee von Fußball ist es nicht, so glaube ich, nur Tore verhindern zu wollen. In Österreich hat er mit einem Underdog die zweitmeisten Tore erzielen können, nachdem man in der Aufstiegssaison im Mittelgeld lag, was erzielte Tore anbelangt.
    Dass der Fokus zu Beginn vor allem auf der Defensive liegen muss, um Punkte holen zu können, ist in einem Ergebnissport ohne B-Note nur folgerichtig. Vor allem in Anbetracht des Systemwechsels, den ich noch nicht verteufeln würde, war das wichtig und richtig. Der Vergleich mit Gladbach verbietet sich, da man hier die Grundordnung beibehalten hat. Die meisten Anhänger wollen aber neben dem Kampf auch das Spektakel. Das ist gewissermaßen legitim und der Verweis auf die Relegationen sollte langsam auch gegessen sein. Nur ist es in der beschriebenen, aktuellen Gemengelage und dem allgemeinen Gebolze in der Bundesliga schwierig, mehr von diesem Team zu erwarten. Mit mehr Unterstützung von den Rängen wäre eventuell auch mehr drin, denn dass dieses Team kämpft und arbeitet, kann keiner absprechen. Vor zwei Jahren war das noch die einzige Forderung, leider treibt es die Menschen nicht ins Stadion.

    Glasner sollte in der Winterpause, hoffentlich mit einem Zugang im Angriff und ohne Verletzungssorgen, seine offensive Idee weiter einschleifen. Die Entwicklung im Frühjahr sollte dementsprechend positiv sein, ansonsten kann der Lynchmob unter Ghandis Führung gerne losziehen. Bis dahin sollte der nächste Schritt kommen.
    Das Team bekommt von mir eine 3.

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    • „Der Vergleich mit Gladbach verbietet sich, da man hier die Grundordnung beibehalten hat.“

      Hier kann ich dir leider nicht zustimmen. Der Vergleich mit Gladbach verbietet sich, weil wir ihn verlieren? Ist bitter ja, aber ist momentan so.

      Denn inhaltlich hatte Gladbach doch vor der Saison eine ähnliche Situation, sie haben einen neuen Trainer bekommen, mussten auch EL spielen, haben auch einige Verletzte und haben auch keine Zeit zum trainieren.

      Der Unterschied von Außen betrachtet ist – und da wiederhole ich mich – das Gladbach flexibel in der Grundordnung auftritt. 442, 443, Dreierkette – dort sah man bisher nach knapp 11 Spieltagen alles, was für mich den Schluss zulässt, das Rose nicht nur punktetechnisch und spielerisch (Pressing, Torchancen), sondern auch taktisch excellente Arbeit abliefert. Zudem sei ein Max Eberl erwähnt, dessen Transfers (Thuram siehe dieses Jahr) seit Jahren greifen.

      Ergo ist sicherlich so, das wir Rückstand auf Gladbach haben, aber warum? Weil die eben viele Dinge besser machen als wir. Das sollte und muss man sich eingestehen um selbst besser zu werden!

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    • Ich denke Gladbach hat durch die bessere Qualität erstmal einen kleinen Vorsprung. Darüber hinaus hat man im letzten Jahr unter Hecking meist im 433 agiert und unter Rose hat man diese Formation nach dem Experiment mit Raute mehr oder weniger beibehalten. Der Aufwand defensive Laufwege einzustudieren war also ungemein kleiner, als das bei einer Umstellung auf 3er bzw. 5er Kette der Fall ist. So konnte man zu Saisonbeginn auch einen guten Schritt in der Defensive machen, nachdem man zunächst einige Probleme hatte. Gladbach konnte sich in dieser Zeit, so denke ich, stärker offensiv orientieren in der Trainingsarbeit.
      Am Ende muss man aber auch anerkennen, dass Rose und seine Mannschaft einfach tolle Arbeit abliefern und man in Wolfsburg sicher auch weiter hätte sein können. Aber ich denke man bewegt sich im Soll und die Rückrunde wird sehr viel aufschlussreicher als die Spiele im Moment

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    • Das hätte Glasner auch machen können. Wir drehen uns hier im Kreis mit der Diskussion um die Grundordnung. Man hatte Abläufe, die gegriffen haben.

      Ballbesitz + Gegenpressing + 442/433

      Das hätte Glasner beibehalten können und dieser Grundlage das Umschaltspiel hinzufügen können. Dadurch, das er sich aber entschied, auf Dreierkette und nur auf diese zu gehen, musste er offensiv und defensiv Abläufe komplett neu einschleifen. Und mittlerweile sind auch die wenigen Stärken dahin. Ich hätte eigentlich fest damit gerechnet, das Glasner funktionierende Abläufe beibehält und dann seine Arbeit als Zusatz oben drauf setzt. Genau das ist aber bei uns nicht passiert, sondern in Gladbach.

      Ich hoffe, das Glasner jetzt nochmal alles reflektiert und dies genau so tut. Aber klar, letztendlich ist es allein seine Verantwortung, wenn er weiter nur und ausschließlich die Dreierkette durchprügeln will, dann bitte! Ich bezweifle aber, das dies hilfreich ist.

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    • Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt Glasner verändert zu viel. Die Stärken, die einige Spieler hatten, sieht man gar nicht mehr. Siehe Roussilion.
      http://www.kicker.de/762372/artikel/das_roussillon_raetsel
      Weghorst verhungert, er ackert trotzdem wie verrückt und er ist herausragend, aber so macht sich bei ihm auch viel Frust breit.

      Labbadias Arbeit und Glasners scheinen sehr gegensätzlich zu sein. In der letzten Saison gab es auch um den Fußball herum klare Vorgaben von Labbadia, die einzuhalten waren. Wie gemeinsames Essen, kein Handy beim Essen, man ist den Tag beim VfL und geht erst nach dem zweiten Training nach Hause und was sonst noch so.

      Glasner will die Spieler zwar überzeugen, aber sie entscheiden selbst. Das ist ja manchmal in Ordnung, aber ich denke, ein Vorgesetzter sollte auch Vorgaben machen und einen Rahmen vorgeben. Manch einer braucht eine lange Leiner und einem anderen muss man in den Hintern treten.

      Wenn es schlecht läuft, ist die Gefahr groß, dass sich wieder jeder mit sich selbst beschäftigt und der Zusammenhalt wieder verschwindet.

      Gestern im Stadion war es für mich sehr spürbar, bei den Fans ist die Krise da. Die Stimmung war nicht besonders gut und einige Spieler Guilavogui und William) waren ja auch irgentwie von der Rolle.

      Es macht kein Spaß mehr und ich glaube nicht, dass Glasner so bald gehehen muss. Schmadtke scheint so begeistert von ihm zu sein, dass er jede Menge Kredit hat. So bleibt nur die Hoffnung auf ein umdenken bei Glasner. Gut Funktionierendes aus der letzten Saison zu übernehmen und es imn seinem Sinne zu verbessern.

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    • Gladbach legt immer wieder punktuell nach. Die hatten bereits Plea, Herrmann, Raffael (wenn auch zuletzt dauerverletzt), Stindl, Traore, Hofmann… Nun kamen mit Embolo und Thuram zwei physisch starke Spieler hinzu. Wir haben dagegen für die Offensive nur Victor geholt, dazu Nmecha geliehen. Hier wird gern so getan, als hätten wir vergleichbare Möglichkeiten und es wird auf die Vorjahresinvestitionen in Ginczek und Weghorst verwiesen. Aber es war nichts mehr da! Wir haben für die Kohle einen kompletten Sturm gekauft, Gladbach hat dagegen schon Plea gehabt und in Nebenleute investiert. Punktuelle Verstärkungen eben. Ich denke, es gibt gute Gründe, warum sich Rose für Gladbach entschieden hat und eben gegen den VfL.

      Schmadtke verweist immer wieder auf wirtschaftliche Zwänge. Nur die üblichen Besserwisser hier glauben und predigen in einer Tour, dass Schmatke ja eigenwillig knausern würde und führen z.B. obige Ausgaben an. Klar, man kann darüber streiten, ob die Investition in Ginczek aufgrund dessen Verletztengeschichte richtig war. Aber wir haben keine volle Kasse mehr. Es wurde lange kein Spieler mehr gegen eine nennenswerte Ablöse verkauft. Und Spieler, die in der Rebbe/Allofs-Phase gekauft wurden (Malli, Brooks, Bruma etc.), sind offenbar so gut bezahlt, dass es für sie keinen Markt gibt. Die 2017er Zahlen wurden ja veröffentlicht – gemessen an der tatsächlichen Kaderstärke ein Unding. Eine wahnsinnige Diskrepanz. Und bzgl. der wirtschaftlichen Zwänge wurde Schmadtke im großen letzten Witter-Interview bestätigt. Das wurde von den Nörglern an der Transferpolitik und dem Victor-Kauf wohl ignoriert. Man kann über jeden Transfer ja diskutieren, aber ich halte es für falsch, einfach mal so zu tun, als hätten wir Thuram, Nkunku, Plea oder wen auch immer mal so locker auch bekommen können. Es ist nicht nur eine Frage des ausgereizten Gehaltsetats (unabhängig von den Ablösesummen), sondern dann auch eine Frage der Attraktivität. Und wir haben uns vor dem letzten Jahr lange genug als erfolgloser Chaosklub präsentiert. Kaum ein Spieler hat durch einen Wechsel zum VfL seiner Karriere eine positive Wendung beschert. Das gelang erst wieder im letzten Jahr (Roussilon, Weghorst…).

      Wollen wir jetzt wieder alles einreißen, nur weil den Laien Glasners aktueller Stil zu unattraktiv ist?! Wir stehen am Anfang einer Entwicklung. Der Fußball wird nicht so bleiben. Wichtige Spieler kommen zurück. Im Winter öffnet das Transferfenster. Mehr Training ist möglich. Außerdem sollte man mal die Erwartungshaltung aufgrund der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Kaders hinterfragen. Im letzten Jahr hatten wir einen positiven Lauf und haben mehr geschafft als erwartet (betonen Schmadtke und Schäfer zumindest öffentlich auch regelmäßig). Die Mannschaft hat überperformt. Gleichzeitig haben Klubs, die in der Tabelle höher hätten stehen müssten, geschwächelt. Wenn dann noch Freiburg mit einer gewachsenen Truppe so stark aufspielt, rutscht Du halt auch mal schnell wieder ins Mittelfeld bzw. Niemandsland der Tabelle. Das war eine denkbare und nicht unwahrscheinliche Entwicklung, die man sich nicht gewünscht hat, aber eben als Möglichkeit im Kopf haben musste. Daher werden die Verantwortlichen auch (noch) völlig ruhig sein.

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    • Liebes Schalentier, ich bin doch einigermaßen verwundert über die Schärfe in deinem Post! Generell kann ich es natürlich nachvollziehen, das du Schmadtke und Glasner gegen diese „Haudraufkritik“ verteidigst, das habe ich übrigens an anderer Stelle auch getan, wenn du aufmerksam liest. Aber gut, ich gehe jetzt gerne mal auf viele Punkte direkt ein:

      „Gladbach legt immer wieder punktuell nach.“

      Absolut richtig. Aber das können wir auch. Letztes Jahr Weghorst, Roussillon, Giinczek, dieses Jahr Schlager, Mbabu usw. Ist das kein punktuelles Nachlegen unserer seits für dich?

      „Die hatten bereits Plea, Herrmann, Raffael (wenn auch zuletzt dauerverletzt), Stindl, Traore, Hofmann“

      Und wir hatten Weghorst, Brekalo, Mehmedi, Ginczek, Arnold, Josh…und nun? So völlig unvergleichbar? So ein völlig verbotener Vergleich? Daran störte ich mich extrem, zumal es zwei BL-Klubs sind die beide in der EL spielen, ist ein Vergleich selbstverständlich nicht verboten. Und wenn du mir hier den Vergleich verbieten willst, sag ich: Und? Juckt mich nicht…

      „Nun kamen mit Embolo und Thuram zwei physisch starke Spieler hinzu. Wir haben dagegen für die Offensive nur Victor geholt, dazu Nmecha geliehen.“

      Hier misst du mit zweierlei Maß, denn Schmadtke hätte die Transfereinnahmen auch in die Offensive stecken können bzw anders verteilen können, tat es aber nicht. Das ist jetzt nicht meine Schuld…
      Und klar, Gladbach hat durch Hazard viel eingenommen, aber es dementsprechend auch gut investiert. Auch das muss man ja erstmal schaffen, ich verstehe also nicht, was böse daran sein soll, dies zu loben? Und sich dies auch abzuschauen und um selbst für sich zu nutzen?

      „Wollen wir jetzt wieder alles einreißen, nur weil den Laien Glasners aktueller Stil zu unattraktiv ist?!“

      Nein, wir wollen nicht alles einreißen? Was soll so eine hirnverbrannte Formulierung gegenüber meines Posts? Ich habe das NIRGENDWO geschrieben, sondern angeregt ja vielleicht auch gefordert, das man sich weiter entwickelt, verbessert und sein Verhalten insbesondere auf die Taktik reflektiert. Außerdem habe ich kein Wort über die Attraktivität des Stils verloren, du vermischt meine Kritik mit der Haudraufkritik, da werde ich dann sauer, denn ich wünsche mir eine taktische und spielerische Weiterentwicklung? Du nicht? Ok, dann geh wieder Relegation schauen, macht ja so viel Spaß?! Ganz ehrlich? Was soll so ein Mist von dir, es wird doch überdeutlich, worum es mir in dem Post geht

      „Man kann über jeden Transfer ja diskutieren, aber ich halte es für falsch, einfach mal so zu tun, als hätten wir Thuram, Nkunku, Plea oder wen auch immer mal so locker auch bekommen können.“

      Wieder falsch. Das behaupte ich nicht, wenn ja zeig mir mal bitte mein Zitat! Und dennoch möchte ich anfügen, das Thuram 9 Mio gekostet hat. Das ist natürlich eine Transfersumme, die für uns absolut unmöglich ist! Schließlich haben wir ja für Schlager zwischen 15-20 Mio ausgegeben, also deutlich mehr, als Gladbach für Thuram. Aber dieser Transfer war natürlich nicht möglich. Ganz ehrlich: Hört doch mal auf, immer zu erzählen, das er VfL arm wie eine Kirchenmaus ist! Ja, wir haben Wirtschaftlichkeiten, aber wir haben gewiss auch unsere Mittel und Möglichkeiten gute Spieler zu holen!

      „Du halt auch mal schnell wieder ins Mittelfeld bzw. Niemandsland der Tabelle. Das war eine denkbare und nicht unwahrscheinliche Entwicklung, die man sich nicht gewünscht hat, aber eben als Möglichkeit im Kopf haben musste.“

      Genau, das hatte ich hier letztens auch geschrieben, das diese Phase jetzt erwartbar ist. Fraglich für mich, warum du jetzt so tust, als würde ich es anders sehen. Aber vielleicht sehe ich es wirklich, das man versuchen sollte, gerade in dieser Phase jetzt aus den Dingen zu lernen und sie besser zu machen…

      „Das sollte und muss man sich eingestehen um selbst besser zu werden!“

      Ich zitiere mich zum Abschluss nochmal selbst. Ich sehe nichts schlechtes darin, sich die guten Dinge bei den Konkurrenten abzuschauen.

      Auf den Spielstil und die taktischen Dinge bin ich jetzt nicht eingegangen, habe dazu ja schon genügend geschrieben. Du findest taktisch alles toll? Okay, kann man so sehen, sehe ich aber nicht so, sondern ich sehe sachlich begründetes Verbesserungspotenzial. Das du da jetzt so drauf geantwortest hast, geht mir gehörig gegen den Strich, denn mein Post wird jetzt wieder in ein gewisses Licht gerückt, in dem ich mich in keinster Weise sehe!

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    • Du führst Josh und Arnold an. Ich habe mich nur auf die Offensivreihe bezogen. Gomez war weg, Origi nur verliehen. Mehmedi noch nicht angekommen. Wir waren da quasi blank und haben eine Lücke mit Ginczek und Wout geschlossen. Dass das kostspieliger sein würde, war doch klar. Und trotzdem hat man keine 20 Mio. für einen einzelnen Spieler in die Hand genommen. Lücke schließen müssen und punktuell nachlegen – das sind für mich zwei unterschiedliche Ausgangssituationen. Linksverteidigerposition ebenso. Horn abgegeben, Itter dauerverletzt. Da spielten im vorletzten Jahr Tisserand und William oder gar Gerhardt. Um bei Gladbach zu bleiben: die haben mit Bensebani auf der Position aufgerüstet, haben aber Wendt und Johnson weiterhin im Kader. Wir mussten dagegen handeln. Lange Rede, kurzer Sinn: unsere Millionenausgaben muss man schon in dem Kontext sehen, was vorher da war. Und das war doch nicht viel, oder? Und dieses Fundament in der Breite, das andere Mannschaften haben, sehe ich bei uns eben nicht. Deshalb investiert man vielleicht auch zusätzlich in Spieler wie Victor oder Otavio und holt eben nicht nur potenziell Top-Verstärkungen wie Schlager. Es wird ja oft genug beanstandet, dass man das Geld nicht anderweitig ausgibt. Damit wir oben mithalten und den 6. Tabellenplatz bestätigen können, muss schon viel zusammenkommen.

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    • By the way: Warum fühlst Du Dich überhaupt angesprochen, mein Beitrag war in keiner Weise konkret auf Dich oder irgendeinen Deiner Posts gemünzt??

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    • 9 Mio. für Thuram – völlig wumpe. Der Spieler muss hierher wollen und (ggf. zusätzlich) in den Gehaltsetat passen. Und der ist offenbar ausgereizt. Die Ablösesumme ist ein anderes Thema.

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    • Du hast auch Hofmann genannt und der ist 8er, deshalb habe ich Arnold als Gegenbeispiel genannt und der ist ebenfalls 8er. Des weiteren habe ich auch andere Offensivspieler von uns im Vergleich genannt, wie bspw Brekalo, Wout, Mehmedi (der genau wie Stindl verletzt war und nun zurückkehren wird) und so weiter und so sofort…

      Und selbstverständlich hat Gladbach einen Vorteil, weil sie eben seit Jahren gut arbeiten. Aber daran ist der VfL doch selbst schuld! Gladbach steht für Kontinuität und der VfL steht für Auf und Ab, für Titel und Tränen, für mal Feiern und mal Jammern. Man hat jetzt die Chance etwas aufzubauen, dies muss man mit aller Konsequenz angehen, sonst ist die Chance irgendwann weg, denn wir befinden uns nicht in einem Spaß-Wettbewerb, sondern in einem Verdrängungswettbewerb!

      Aber lange Rede kurzer Sinn auch bei mir: Der VfL macht aktuell einiges vernünftig – meine volle Zustimmung. ABER: Er kann aktuell auch noch vieles besser machen. Ich erspare mir und uns jetzt nochmal alles durchzukauen. Man kann es ernst nehmen, das man sich verbessern muss. Oder man kann die nächsten 20 Jahre weiter so machen…mir ist es jetzt langsam auch fast egal, wie es hier gesehen wird, ich gehe da in Zukunft nicht mehr drauf ein, wenn so abwertend über meine Posts hergezogen wird, antworte ich dementsprechend.

      Warum ich mich angesprochen fühle: Weil du viele Dinge von Gladbach aufgreifst und nur ich zuvor den Vergleich mit Gladbach gebracht habe, du hast mich gemeint und wolltest der Kritik von mir einen reindrücken, um Glasner zu verteidigen. Aber du befindest dich auf dem falschen Weg, wenn du glaubst, ich äußere nur Haudraufkritik!

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    • Schalentier: Hätten wir Thuram geholt und Gladbach Victor oder Nmecha hättest du anders darüber gesprochen. Aber ist gut. :vfl:

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    • Um das mal klarzustellen: Angesprungen bin ich auf Andy Machts Formulierung, Gladbach habe „…erstmal einen kleinen Vorsprung.“ Ich halte deren Vorsprung für nicht klein, sondern für sogar ziemlich groß. Das bedeutet nicht, dass man nicht auch mal ein gutes Jahr spielen und vor ihnen landen kann. Aber der große Unterschied ist doch, dass die ihre Mannschaft kontinuierlich über Jahre entwickelt haben. Dazu gehört auch mal der eine oder andere Verkauf und das eine oder andere große Investment. Bei und dagegen herrscht erst das 2. Jahr mal Ruhe! Und vor der letzten Saison standen wir quasi ohne zentralen Stürmer und linkem Verteidiger da. Neuaufbau war doch die Devise, die meisten Fans hätten sich einen viel größeren Umbruch gewünscht. Hier wurden ja auch vier Fünftel der Spieler aus dem Kader verteufelt. Siehe da: viele haben sich unter Labbadia gemausert. Dennoch sehe ich den VfL in der Breite keinesfalls auf Augenhöhe mit vielen der Mannschaften, die nun vor uns stehen. Und ich halte es für nachvollziehbar, warum wir auch Victors, Octavios und Nmechas für die Breite einkaufen. Mit „Nörgler“ in Bezug auf unsere Transferpolitik war in diesem Zusammenhang auch sicher nicht Malanda gemeint, sondern andere, die glauben den Markt vollständig durchleuchtet und Einblick in die VfL-Bücher zu haben.

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    • Ich glaube, Du leidest an Verfolgungswahn.

      Hätten wir Thuram geholt, hätte ich ein System mit Doppelspitze vermutet und mich gefragt, was man mit Brekalo, Klaus und Steffen plant.

      Aber zuerst hätte ich mich gefreut, dass sich eine solche Granate für uns entschieden hat – warum auch immer.

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    • Du vermischt immer das, was andere hier schreiben über das Thema, das ich gerade anspreche und gibst es dann mir als Antwort auf meine Beiträge. Und dann soll ich mich nicht drauf angesprochen fühlen?

      Fällt mir schwer…und nein ich leide nicht an Verfolgungswahn. Aber vielleicht leidest du an Relativierungswahn?

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    • @Malanda: Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass Du es nicht geschafft hast, die Spielzeiten, auf die ich mich bezogen habe, gedanklich zu trennen. Ich bezog mich eingangs auf die vorletzte Saison, die wir in der Relegation abgeschlossen haben, und die Voraussetzungen im Anschluss. Daher war deine Antwort zum Teil unangebracht scharf und zudem an dem vorbei, was ich geschrieben habe.

      Nach der Relegation hat man viel richtig gemacht und gut eingekauft – das Abschneiden im letzten Jahr war gut und überraschend. Aber das katapultiert uns nicht prompt auf Augenhöhe mit Mannschaften aus dem oberen Drittel, deren Kader über Jahre aufgebaut und entwickelt wurde. Glaubt ernsthaft jemand, dass wir in einer Saison mehrere Jahre der Kontinuität andernorts aufholen? Das ist doch vermessen. Und darauf wollte ich hinaus, als ich mich an das Gladbach-Beispiel drangehängt habe. Andys Formulierung „kleiner Vorsprung“ halte ich für ziemlich untertrieben. Aber bzgl. der Gründe für den Vorsprung, sind wir uns letztlich wohl sogar einig. Ich mahne deshalb ja auch dazu, die eigene Erwartungshaltung zu hinterfragen. Ich sehe unseren Kader in der Breite so schwach besetzt, dass etwa ein Ausfall von Schlager und Mehmedi nicht ohne Weiteres kompensiert werden kann. Man stelle sich vor, es träfe nun auch mal Wout… Ich verteidige Glasner nicht und würde selber vielleicht anders handeln (wobei ich viele Entscheidungen zumindest für leicht erklärbar halte), doch ist die Schärfe der Kritik in meinen Augen maßlos überzogen. Und das liegt für mich an der wirren Erwartungshaltung. Platz 6 war super. Aber wir sind eben nicht so gut besetzt, dass das schon eine Selbstverständlichkeit darstellen würde. Und gegen Leipzig, Dortmund und Leverkusen kann man auch mal verlieren, wenn man kein Matchglück hat oder die ihr Potenzial abrufen. Kein Weltuntergang! Bitterer wiegt da das Abschneiden gegen Gent. Und natürlich das zurzeit unattraktive Spiel. Wäre ich kein VfL-Fan, würde ich die Spiele nicht gucken. Aber der Zeitpunkt, die Umstände, die Dynamik einer Saison (Negativphasen ohne Selbstvertrauen gehören dazu)… Das ist doch alles normal.

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    • Ok, jetzt schaffe ich es also auch nicht Spielzeiten gedanklich zu trennen, alles klar?! Ich bin bis eben fest davon ausgegangen, das wir uns aktuell unter Augenthaler befinden… :santa1:

      Du haust mir ein Ding nach dem anderen an den Kopf und wunderst dich dann über meine Reaktion…

      Nee, es reicht mir jetzt. Diskussion ist für mich jetzt beendet.

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    • Das war nicht böse oder abwertend gemeint, sondern eine reine Feststellung. Lies doch einfach oben nochmal nach. Mir wird das nun zu sehr Sandkastenniveau und meine Mittagspause neigt sich auch dem Ende.

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    • Du darfst davon ausgehen, das ich weiß, welche Spielzeit du gemeint hast. Und auch ich habe ja auch auf die Transfers von Wout und Ginczek verwiesen. Und die fanden zeitlich letzte Saison statt. Und genau diese Spieler haben Gomez und Origi ja ersetzt. Insofern könnte ich da dieselbe Frage stellen…aber lassen wir das jetzt besser, es führt zu nichts!

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    • Ich falle ja fast vom Glauben ab, dass ich darauf nochmal antworte, aber…

      Du schreibst es doch selbst: Mit Wout und Ginczek wurden Gomez und Origi ersetzt. Und wir können heilfroh sein, dass Wout in Deutschland so schnell Fuß gefasst hat. Das nenne ich aber nicht „punktuelles Nachlegen“, um auf deine Frage zurückzukommen. Zeitgleich hat Gladbach über 20 Mio. in Plea gesteckt, obwohl Hazard, Stindl und Raffael (dessen Verletzungmisere war ja nicht absehbar) schon da waren. Harzard ist weg, dafür kamen nun gleich zwei mit Thuram und Embolo. Und das zieht sich doch durch…

      Roussillon war extrem wichtig – wir hatten keinen gestandenen Linksverteidiger mehr. Dafür war er sogar recht günstig (angeblich 5 Mio.). Schlager in diesem Jahr: wir haben keinen vergleichbaren Spieler im Kader, der so umschalten kann. Mbabu: Verhaeg wurde nach seiner Suspendierung abgegeben, Jungs Vertrag lief aus – William hatte so große Schwankungen, so dass gehandelt werden musste (ob sich Mbabu gelohnt hat, ist ja nicht die Frage). Aber auch das ist für mich alles kein „punktuelles Nachlegen“, sondern das Abarbeiten von Baustellen, die man zwingend angehen musste. Und genau darin sehe ich eben den großen Unterschied zur Konkurrenz. Und daran ändert auch der schnelle Erfolg erstmal nichts, denn der ist für mich nicht so leicht wiederholbar (was nicht unmöglich bedeutet). Wir haben noch nicht dieses breite Fundament. Und das macht sich gewöhnlich auch bemerkbar, wenn nicht gerade ein Positivlauf alles überstrahlt. Und dieser Positivlauf ist zurzeit weg – ob nun wegen oder trotz Glasner sei mal dahingestellt. Ich denke, dass man aufgrund unserer Kaderqualität in der Breite einfach realistisch sein sollte bei der Einordnung solcher Krisen. Ebenso bei Höhenflügen selbstverständlich.

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    • Ich glaube, du hast wieder nicht verstanden was ich meine. Ich habe doch wie du sagst gar nicht geschrieben, das man mit Wout punktuell nachgelegt hat. Warum? Weil es ja auch sachlich falsch ist.

      Oben nenne ich einen ganz andere Namen, du vermischt hier wieder das was andere schreiben, was du kritisiert, wo ich dir auch zustimmen, aber mit mir hat das rein gar nichts zu tun, trotzdem schreibst du es immer wieder erklärend unter meine Beiträge. :D

      Vielleicht vertehst du jetzt, was mich stört? Aber ich habe leider wenig Hoffnung…

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    • Ich zweifle übrigens nirgendwo an, das Gladbach in der Entwicklung weiter ist als wir. Nur falls du das glauben solltest… und trotzdem hatte der VfL durch kluge Entscheidungen (damit meine ich Transfers, Taktik, im grunde alles) die Möglichkeit den Abstand zu verkürzen! Darum geht es mir…

      2
    • Ich zitiere:

      „Gladbach legt immer wieder punktuell nach.”

      Absolut richtig. Aber das können wir auch. Letztes Jahr Weghorst, Roussillon, Giinczek, dieses Jahr Schlager, Mbabu usw. Ist das kein punktuelles Nachlegen unserer seits für dich?

      Zitat Ende.

      Ich antworte:

      Nein, das ist kein punktuelles Nachlegen für mich. Wie beschrieben. Stattdessen stimme ich Dir in Bezug auf Wout und Ginni zu: das war benötigter Ersatz. Und ich bezog mich auf das Jahr 2018/19, um das letzt erfolgreiche Jahr besser einordnen zu können.

      Was habe ich vermischt?

      Das war im Übrigen der Aufhänger. Kritik an der Erwartungshaltung rund um den VfL, an der Wahrnehmung solcher Transfers wie der von Victor, an der Einordnung der rund 25 bis 30 Mio. Transferausgaben für ein neues Sturmduo… das hatte alles nicht den geringsten Bezug zu deinem ersten Post davor. Wieso auch? Ist ja kein Privatchat. Und ich kann noch immer schlecht nachvollziehen, wieso Du jeden Satz als Hieb gegen Dich verstehst, wenn Du selbst schon schreibst, dass Du dies und jenes nicht behauptest hättest. Ja, stimmt.

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    • Und ich glaube auch nicht, das sich Roussillon grundsätzlich vor einem Bensebaini verstecken sollte. Klar, im Moment sieht es anders aus. Aber vom Potenzial her doch nie im Leben!

      Es ging übrigens nicht um Wout und Ginczek beim Nachlegen, sondern um diese Transferperiode. Und da haben wir mit Schlager zentral punktuell nachgelegt, da Josh, Arnold und Gerhardt letztes Jahr funktioniert haben, war das sachlich betrachtet punktuelles Nachlegen, ja das sehe ich so!

      Aber lassen wir es, wir reden total aneinander vorbei scheinbar, so auch selten erlebt!

      2
    • Schalentier :keks:

      Malanda :keks:

      Und jetzt seid wieder lieb miteinander :trost: :kopfball:

      Aber eure Diskussion war sehr interessant, danke dafür! Ich empfand beide Positionen als sehr interessant.

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  8. Man darf bei alledem aber nicht vergessen, dass wir mit Ginczek, Mehmedi, und Schlager 3 potentielle Stammspieler in der Offensive teilweise schon länger fehlen. Brekalo ist immer noch jung und den üblichen Schwankungen unterlegen, Klaus leider nicht in Form wie in der Vorbereitung, Steffen mit wenig Zählbarem.
    Von einer Krise würde ich dennoch nicht reden, wir haben gegen Dortmund, Leipzig und Leverkusen verloren. Das kann man mal machen. Die Art und Weise ist etwas verstörend, aber lasst uns die nächsten Spiele bis zur Winterpause mal abwarten. Immer bedenken: Neuer Trainer, neues System (wurde unter Labbadia nso nicht gespielt), große Verletztenliste.

    Ausserdem denke ich, dass auch bei Wolfsburg-Spielern das typische Wolfsburg-Fan-Problem gibt.
    Ich würde es nicht Arroganz nennen, sondern falscher Focus. Während der Unbesiegtserie wurde nach oben geschielt, da kamen dann kommentare, wie wenn wir gegen xy gewinnen werden wir Erster… Der Focus sollte immer auf dem aktuellen Spieltag sein, der Gegner kann auch Fussball spielen. Jedes Spiel muss mit 100% Konzentration angegangen werden, ohne in der 34. Minute zu rechnen, wieviel Tore wir brauchen, um den 2. zu verdrängen.

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  9. Mehmedi wird gegen Frankfurt wohl wieder dabei sein , er verzichtet auch dafür auf die Länderspiele. Casteels dürfte auch zurückkehren.
    https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/vfl-wolfsburg-admir-mehmedi-mahnt-zur-ruhe-65963514.bild.html

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    • Das sind richtig gute Nachrichten!!!!

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    • Klasse! Wenn nun noch wie erhofft Schlager im Dezember dazu stößt, dann können wir uns bis zur Winterpause vielleicht noch ein paar Punkte erwurschteln.
      Unabhängig davon muss irgendetwas passieren, irgenein Funke überspringen, der das VfL-Feuer wieder entfacht. Für mich sieht das alles zu lethargisch und uninspiriert aus auf dem Platz zur Zeit…

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  10. Ich finde es schon bemerkenswert, dass bei vier Punkten Abstand zum Tabellenersten nach dem 11. Spieltag die Krise ausgerufen wird.
    Der VfL hat jetzt vier Spiele in Folge verloren. Das ist ein Fakt. Dass die Spiele durchgehend unansehnlich oder gar katastrophal waren, ist dagegen eine Frage der subjektiven Bewertung, die wiederum stark von den Erwartungen abhängig ist. Auch wenn ich mir selbst gefälligere Spiele wünsche, neige ich hier doch eher zu einem differenzierteren Urteil. Und man kann wissen, dass Mensch dazu neigt, einunddieselbe Sache je nach Stimmung unterschiedlich zu beurteilen. Und Spiele, die verloren gehen, machen eben schlechte Stimmung.

    Ich will nichts schönreden. Es gibt einiges zu verbessern. Auch die grundsätzliche Infragestellung des Glasner‘schen Systems halte ich für erlaubt. Ich unterstelle aber, dass die fußballtheoretischen Fragen, die sich die Fans hierzu stellen, schon längst auch vom Trainerteam selbst gestellt werden. Ich gehe aber auch davon aus, dass man bisher begründet daran festgehalten hat.

    Bei der Frage, warum die Bewertung des gegenwärtigen VfL-Fußballs bei vielen Fans und den Verantwortlichen (und Spielern) so weit auseinanderfallen, spielen vielleicht auch die unterschiedlichen Zielvorstellungen und Erwartungen eine große Rolle. Ich habe mir dazu noch einmal einige Aussagen von Schmadtke aus den letzten Monaten angeschaut. Hier eine kleine Auswahl:

    – „Es macht keinen Sinn, ein Ziel auszugeben. Nach zwei solchen Jahren muss hier erst mal ein Stabilisierungsprozess rein“, findet der neue Geschäftsführer. (15.08.2018, Welt)

    – Was sind die konkreten Erwartungen von VW an Sie und den VfL?

    „Dass wir uns stabilisieren und nicht wieder in der Relegation landen – oder noch schlimmer: sogar absteigen.“ (1. Febr. 2019, Tagesspiegel)

    – Weckt das bei VW Begehrlichkeiten? In den vergangenen Jahren war der übergroße Ehrgeiz der VfL-Mutter durchaus immer mal wieder ein Problem.

    „Ich glaube, dass man uns bei VW sehr gut zuhört und unsere Einschätzungen nachvollziehen kann. Dafür bin ich sehr dankbar. Keiner fabuliert Fantasieziele und sagt mir: Jetzt setz’ das mal um. Es ist schon allen klar, dass es dauern kann, bis es ein bisschen wächst.“ (27.05.2019, Sportbuzzer)

    – Konkrete Ziele wolle man nur intern formulieren, erklärte Schmadtke. Diese Haltung ist verständlich. Niemand weiß so Recht, wie der VfL die ungewohnte Dreifach-Belastung aus Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League wegstecken wird. Auch ob und wie das neue Spielsystem im Ernstfall funktioniert, ist noch offen. (26.07.2019, NDR)

    Wer, wie offensichtlich Schmadtke, mit gewissen Schwierigkeiten rechnet und überschießende Erwartungen eher dämpft, beurteilt die momentane Situation vielleicht gelassener und weniger aufgeregt, als Teile des erwartungsschwangeren und ungeduldigen Fanumfeldes.
    Dass Schmadtke das Wolfsburger Publikum in dieser Beziehung einzuschätzen weiß, wird deutlich im schon oben zitierten Sportbuzzer-Interview, in dem er sich zu den Erwartungen des Publikums zum letzten Saisonausgang äußert.
    – „Sportbuzzer: In der abgelaufenen Saison wäre wahrscheinlich keiner weinend aus dem Stadion gerannt, wenn es am Ende Platz acht oder Platz neun gewesen wäre…
    Schmadtke: …sind Sie da sicher?
    Sportbuzzer: Schon. Sie nicht?
    Schmadtke: Ich wäre da zumindest vorsichtig.“
    Wolfsburg ist möglicherweise doch ein ganz schlechter Ort für längerfristig angelegte fußballerische Entwicklung, die immer auch Rückschläge einkalkulieren muss, sondern auch nur ein gewöhnlicher Club des schnellen ex und hopp.
    Irgendwie traurig das.

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    • Sehe ich genauso. Ich hätte nichts gegen Platz 9 dieses Jahr einzuwenden wenn dafür mal langfristig ein Konzept etabliert wird und an Spielern sowie Vantwortlichen festgehalten wird und sich eine zwar langsame Entwicklung ergibt aber eine die zur Abwechslung mal nur in eine Richtung geht. Die nächsten 5 Jahre mal Europa, mal nicht Europa und danach höhere Ziele fühlt sich für mich realistisch an. Bis dahin attraktiver werden für Talente, Gehaltsgefüge festigen, Idee vermitteln..

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    • „Auch die grundsätzliche Infragestellung des Glasner‘schen Systems halte ich für erlaubt.“

      Lieber Joan, ich danke dir recht herzlich, das du die Analyse des System Glasners (Was ist das? Ich kritisiere das übrigens nicht, sondern die Taktik und die Grundordnung ;) ) erlaubst. Jetzt fällt mir ein großer Stein vom Herzen. Das du als Fan mir als Fan das jetzt offiziell erlaubst, ich kann meine Freude darüber gar nicht ausdrücken, so groß ist diese!

      Nachdem der Vergleich mit Gladbach oben noch verboten wurde, bin ich doch einißermaßen froh, das man zumindest das noch ansprechen darf, aber mal schauen wie lange noch…

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    • Lieber Malanda, wie kann man aus einer sprachlichen Redewendung nur wieder so einen Unsinn machen? Er erlaubt es nicht, er hält es (Achtung, deutsche sprache) für erlaubt (angebracht) darüber zu diskutieren.

      Du bist doch auch jmd. der sich auf vermeintliche Fehler anderer stürzt um sich darüber zu echauffieren. Du bereicherst oftmals den Blog durch schlaue und punktierte Analysen, du diskutierst leidenschaftlich deine Meinungen. Deswegen überlese ich deine Beiträge oftmals nicht. aber gleichzeitig nervt mich dieses Verhalten so unglaublich. Und da gibt es noch weitere wie den Spaßsucher (ist keine abschließende Aufzählung, sondern FÜR MICH exemplarisch). Da wird immer mit richtig gutem Sachverstand aufgewartet, geniale Schlüsse gezogen und auch gerne auf tolle und neue Denkweisen/ Denkansätze verwiesen. aber dann werden Kommentatoren für ihren Rechtschreibfehler dumm gemacht, es wird hier ständig ein Schwanzvergleich angeleiert, einfache Aussagen von einzelnen werden wie bei Axel Springer skandalisiert usw. . Das ist ein Grund warum ich hier im Blog seit Jahren angemeldet bin, aber nur eine handvoll Beiträge gepostet habe. Meine Ideen einzbringen vs. mich einem Mob auszusetzten der scheinbar Freude daran hat neben Fußballthemen auch sich über andere zu erhöhen ist halt abschreckend.

      Mich macht das traurig. Nicht weil es mir emotional nahe geht, sondern weil dieser wunderschöne Blog, welcher mich unter der Woche dem VfL näher bringt, dazu missbraucht wird um anderen die eigene Eloquenz, Bildung, Wissengröße zu oktroyieren. Schlimmer noch, dass ich nicht der Erste bin der solch einen Aufruf postet. Da gibt es dann 50 grüne Daumen und nichts ändert sich.

      Leute! Respekt, Nachsicht, Freundschaftlichkeit, eigene innere Größe und Freundlichkeit sind doch alles Begriffe die wir kennen und hier auch wieder leben sollten. Natürlich kann eine Diskussion hitzig sein, aber hier wird schneller mit Schlamm als mit Argumenten geworfen.

      Und lieber Malanda, du bist NICHT der Oberbösewicht für mich, ich habe halt nur an deinem Kommentar final anstoß genommen. Bitte überließ nicht meine durchaus lobenden Worte für deine oftmals guten Beiträge.

      :vfl:

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    • Ja, ich war unfair und provozierend. Definitiv. Und das war auch pure Absicht von mir. Man darf sich aber auch mal die Frage stellen. WARUM?

      Jetzt kann man mich in die böse Ecke stellen oder wirklich mal über gewisse Dinge hier nachdenken.

      Danke übrigens für deine lobenden Worte! :vfl:

      1
    • @MettHardy,

      in gewisser Weise ist jeder für das was er schreibt verantwortlich, man sollte gewisse Meinungen auch nicht beschneiden, dieses macht dann den Blog in gewisser Weise auch aus. Wo ich aber mitgehe ist, dass wir alle beim Thema Fußball bleiben sollten. Kann man dieses nicht, so ist es Aufgabe des Forenmods / Bloginhaber oder den Admins, diese User dann in die Schranken zu weisen. Ich nehme mich hier auch gar nicht raus, sofern ich über die Stränge schlage, so WILL ich auch einen auf den Deckel bekommen.

      Allerdings habe ich teilweise den Eindruck, dass sich gewisse User mehr rausnehmen dürfen als andere. Ich kann hier natürlich auch falsch liegen, wenn sich aber jemand mehr mit anderen Dingen beschäftigt als mit dem eigentlichen Thema dieses Blogs, dann sollte man sich entweder als User überlegen, ob man hier richtig ist oder aber ggf. seitens der Moderatoren-Seite etwas machen.

      Möglicherweise scheut man sich aber vor Verwarnung / Sperren oder dergleichen, weil sonst weniger User schreiben würden oder könnten.

      Ich wäre froh, wenn wir uns nicht gegenseitig versuchen würden anzugehen und dumm anzumachen und beleidigend zu werden. Notfalls kann man auch einfach der „Klügere“ sein und nachgeben und nicht auf die persönlichen Angriffe eingehen.

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    • Jonny, hab kein Problem damit verwarnt oder gesperrt zu werden. Kann man so sehen!

      Also nur zu! (meine ich absolut Ernst)

      1
    • @Malanda,

      ich meinte nicht speziell dich. Mir geht es um die generelle Art und Weise.
      Da gibt es aber unterschiedliche Auffassungen. Einer möchte gerne sogar über Politik reden und ein anderer halt über Rechtschreibung etc.

      Ich für meinen Teil würde es schön finden, wenn wir uns über Fußball unterhalten würden, was man zwar größtenteils kann. Oft sind hier aber persönliche Differenzen mit reingemischt, die zwar manchmal zur Belustigung beitragen kann, oftmals dann aber schon nervig ist.

      Ich persönlich finde es zwar ab und an mal auch okay, wenn man mal eine persönliche Spitze austeilt und mal spaßig jemanden „angreift“, doch es sollte halt auch in einem normalen und humanen Rahmen bleiben. Wahlweise geht man halt auf bestimmte Sachen nicht ein, um die Sache nicht unnötig hochzuschaukeln.

      Ich kann verstehen, wenn manche z. B. mit der Art von Mahatma nicht klar kommen, in einigen Sachen hat er aber nicht so ganz Unrecht. Ich bin zwar anderer Auffassung als er, was den Trainer Glasner angeht, denn bei ihm habe ich den Eindruck, dass er Glasner überhaupt als „Nulpe“ sieht, doch mit der Einschätzung, dass Glasner stur zu sein scheint und ihm das den Job kosten könnte, da gehe ich vollkommen mit.

      Am Ende war es in Wolfsburg meist so, dass eine Forderung seitens der Fans (Raus-Rufe), meist eine Tat folgte. Da konnte der „Mann“ für die Entscheidungen noch so stark sein. Am Ende mag es VW und der AR nicht, wenn negative Stimmung im Stadion ist (Raus-Rufe, Pfeifkonzert) und beauftragt dann den GF-Sport / Sportdirektor den Trainer zu entlassen.

      Aktuell scheint die Stimmung in der Nordkurve zu kippen. Ich für meinen Teil möchte darauf hoffen, dass wir Ruhe bewahren, wir die Kurve bekommen und mit Glasner erfolgreich Fußball spielen. Denn die Umsetzung der Spielidee erfolgt nicht innerhalb von paar Wochen oder Monaten und das man so absolut keine Änderungen in der Spielweise sieht, sehe ich NICHT so.

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    • @jonny.pl

      Ich würde gerne nochmal an deinen letzten Absatz anknüpfen. Leider ist es, meiner Beobachtung nach, in der Tat so, dass Verantwortliche schnell entlassen werden wenn sich die Kurve/das Stadion gegen sie stellt (Pfiffe, Gesänge etc.). Ich hoffe, dass sich das im Falle Glasner noch etwas hinzieht oder im besten Fall ganz ausbleibt. Ich bin optimistisch, dass mittel- bis langfristig das „System Glasner“ funktionieren kann. Allerdings sehe ich im Bezug auf diese Langfristigkeit ein Problem. Teile des Wolfsburger Publikums sind nicht sehr geduldig und wenn man nicht schnellstens Erfolge sieht und es sportlich möglichst nur bergauf geht, dann wächst die Unzufriedenheit und am Ende wird dann die Entlassung des Trainers gefordert. Temporäre Rückschritte sind schlicht nicht erwünscht. Meine Befürchtung ist, dass, wenn Glasner während der Länderspielpause nichts verändert und sich die Ergebnisse nicht verbessern, wir schon Anfang Dezember an dem Punkt sein werden wo Teile des Publikums lautstark personelle Veränderungen einfordern. Dann kommt wieder ein Feuerwehrmann, welcher zwar kurzfristig Erfolg bringt, sich nach kurzer Zeit aber abnutzt. Und dann laufen wir wieder Gefahr ein langfristiges Konzept gegen schnellen aber nur kurzfristigen Erfolg getauscht zu haben. Und das ist dann wieder der Rückfall in das Muster, was man landläufig „Wolfsburg-Phänomen“ nennt.

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    • ich finde man sieht an den likes für joans Beitrag übrigens ganz gut dass es hier noch einen Effekt gibt nach dem Kritiker prozentual wohl mehr durch Schreiben hier aktiv sind als weniger kritisch gestimmte Fans. Mein Eindruck vom Schreibem her ist eher ein 50:50 oder sogar ein größerer Anteil derjenigen die Dinge schneller negativ sehen als andere aber wenn man sich die Umfrage und die like-Zahlen anguckt scheinen viele der Mitleser eher positiv gestimmt zu sein (jetzt mal ganz außen vor gestellt ob das gut oder schlecht ist)

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    • Ich finde, dass das Publikum in Wolfsburg eher noch ein wenig „besonnener“ ist als in anderen Stadien.
      Ich denke, dass es in teilen des Landes so wäre, dass schon länger gepfiffen worden wäre.

      Ansonsten glaube ich auch, dass das „System-Glasner“ dann funktioniert, wenn es personelle Veränderungen geben würde.
      Wir haben einfach nicht Art von Spieler oder besser gesagt zu wenig, die das Spiel so umsetzen können.

      Allerdings muss sich Glasner die Kritik gefallen lassen, dass er nicht das System an die Spieler ausrichtet, die er gerade zur Verfügung hat.
      Ich bin gespannt was passieren wird. Allerdings sehe ich es nicht so, dass unbedingt ein Feuerwehrmann kommen würde, würde Glasner gefeuert werden.

      Es kommt immer auch drauf an, welche Trainer verfügbar sind und welche Vorstellungen man hat von einem neuen Trainer. Zudem muss dieser auch wollen.
      Allerdings finde ich es stückweit nicht korrekt, wenn man schon über dieser Eventualität spricht. Aktuell sind wir zwar kurz vor einem möglichen Umschwung in der Kurve, noch ist es aber nicht so weit und ich habe die Hoffnung, dass wir durch die Wiederkehr potentieller Stammspieler und Leistungsträger(?) noch die Kurve kriegen.

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    • Als „besonnener“ nehme ich das Wolfsburger Publikum, im Vergleich zu anderen Stadien, nicht unbedingt war. Es stimmt zwar, dass es relativ lange dauert bis sich die Unzufriedenheit soweit im Stadion ausgebreitet hat, dass sie lautstark durch große Gruppen getragen wird. Pfiffe von kleineren Gruppen an Leuten hört man aber sehr schnell. Das dauert meist nur wenige Spiele. Und wenn die Unzufriedenen nicht meist schon 10 Minuten vor Spielende den Heimweg antreten würden, wären diese Pfiffe wohl schon viel mehr.
      Darüber, dass in den sozialen Netzwerken diese Unzufriedenheit noch viel schneller durchschlägt, brauchen wir sicherlich nicht reden.

      Die verfügbaren Trainer während der Saison sind halt die immer wieder genannten Namen. Leute wie Gisdol, Slomka usw. würde ich schon in Schublade „Feuerwehrmann“ einordnen. Natürlich gibt es auch Kandidaten, die ein langfristiges Konzept mitbringen würden. Die sind aber meistens noch irgendwo im Amt und solche Leute sind während der Saison ungleich schwieriger zu bekommen.

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    • Zum Zeitpunkt X könnten aber auch Trainer gefeuert worden sein, die aktuell noch im Amt sind.
      Da die sportlichen „Ziele“ nicht erreicht werden könnten.

      Siehe Kovac. Solche Fälle gibt es in anderen Ligen, bei anderen Vereinen und solch Trainer sind dann nicht unbedingt Notlösungen oder Feuerwehrmänner. Ich hoffe, dass wir diese Diskussion hier nicht führen müssen diese Saison.

      Befürchte aber wie du, dass Glasner fliegen könnte, sollte er nicht die nötige Punkte holen. Ob man dieses nun an mangelnder Selbstreflektion / Selbstkritik ausmachen möchte oder dem fehlenden Matchglück usw, dieses bleibt einem selbst überlassen.

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  11. verschoben

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  12. https://www.transfermarkt.de/trossard-uber-wolfsburg-absage-bdquo-top-spiele-in-england-haben-mich-mehr-angesprochen-ldquo-/view/news/348416

    Schade das er nicht bei uns gelandet ist. Hätte uns denke ich sehr geholfen. Aber am Ende sprach mehr für die attraktivere Liga.

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    • Interessant. Wir haben also Trossard ein finanziell lukratives Angebot gemacht und wenn ich ihn so höre, war es lukrativer als das des PL-Klubs. Da wir ja angeblich kein Geld haben, muss die Vergütung wohl anderweitig stattgefunden haben…vielleicht stand er da nicht so drauf?! :vfl:

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  13. Das eiskalte vor dem Tor, das muss trainiert weden. Die Chanchen sind reichlich da, aber wenn du wie gegen Dortmund oder Leverkusen diese nicht reinmachst, und im gegenzug hat der Gegner eine und macht Sie rein, dann wächst das Problem. Vorne eiskalter werden und hinten konsequenter. Das fehlt. Auf gehts.

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  14. @Joan
    „…dass die fußballtheoretischen Fragen, die sich die Fans hierzu stellen, schon längst auch vom Trainerteam selbst gestellt werden…“

    Davon sollte man eigentlich ausgehen (können) – ich halte es aber nicht für komplett abwegig (nur mal so als Idee) das sich Spieler und Trainer-Team in einer Art „Filterblase “ befinden. Schmatke und Glasner sprechen beide davon das sie ein gutes Spiel gesehen haben, Maxi Arnold sagt nach dem Spiel das man gut gespielt habe und sich nur nicht belohnt hat…

    Es ist natürlich gut möglich das man solche Äußerungen einfach nach einem Spiel macht, egal wie realitätsfern das erscheinen mag. Es kann aber auch sein das Trainer, Spieler und Co tatsächlich glauben was sie da sagen und zu einer nüchternen, realitätsnahen Reflexion nicht (mehr) möglich sind und dann fängt es an schwierig zu werden.

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    • „das sich Spieler und Trainer-Team in einer Art “Filterblase” befinden“

      Hier muss ich dir mal ausnahmslos zustimmen. Das ist doch ein typisches Phänomen des Fussballs, welches insbesondere von Kritikern in der Rückschau nach ihrer Karriere angesprochen wird. Man sieht, das man viel investiert und kann es sich nicht erklären, warum es nicht belohnt wird. Das man viel investiert an Einsatz und Leidenschaft, ja das ist so. Aber umso mehr legt das doch nahe, das es andere Gründe gibt, warum es zuletzt nicht geklappt hat…

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    • @Stan: Ich sagte oben ja schon, dass Bewertungen eines Spiels immer subjektiv sind und von den eigenen Erwartungen abhängen. Das gilt auch für Spieler und Trainerteam. Dass diese in ihrem Urteil noch milder sind als der nach ganz anderen Maßstäben bewertende Zuschauer, ist doch normal. Denn einmal bewerten sie mit dem Spiel auch sich selbst und zum anderen werden sie vermeiden wollen, ihre Mannschaft ohne Not in die Krise zu reden. Das ist also alles noch erklärbar und nicht gegen den gesunden Menschenverstand.
      Man sollte nicht vergessen, dass öffentliche Spielbewertungen von Beteiligten immer auch eine doppelte psychologische Dimension haben, denn die Rückschau auf die vergangene Leistung beinhaltet immer zugleich auch eine Konditionierung auf das Kommende, d.h. die Einflussnahme auf die innere Einstellung, mit der man an die nächste Aufgabe herangeht. Und – mal drastisch formuliert – von Spielern, die sich durch harte Selbstkritik demoralisieren oder vom Trainer demotiviert werden, kann ich nicht erwarten, dass sie wie Phönix aus der Asche steigen. Nicht von ungefähr sind gute Trainer auch immer gute Psychologen. Ich finde es von Glasner daher nicht falsch und unklug schon gar nicht, dass er in der momentan schwierigen Phase in der PK das wenige Positive herausstellt und das Negative sehr abschwächt. Wie gut und wirksam seine psychologischen Fähigkeiten tatsächlich sind und wie effektiv er die offensichtlichen Schwächen der Mannschaft korrigieren kann, wird man im Auswärtsspiel gegen Frankfurt sehen. Da wäre selbst bei einer Niederlage der Stab über Glasner noch nicht zu brechen, aber es ist für die nächste sportliche Etappe und das Klima im Umfeld sicherlich ein richtungsweisendes Spiel.

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    • Also wenn ich mir das Niveau des Spiels ins Gedachtnis rufe bin ich schon geneigt Arnold und den Offiziellen zuzustimmen.
      Aber leider sehe ich das auch noch etwas anders, denn man kann auch ein gutes Spiel auf Oberliga- Niveau spielen, wenn der Anspruch aber BL ist, ja dann… Dann hat man zwar Recht mit der Aussage, aber das Zielniveau verfehlt.

      0
  15. Lieber Malanda, zum „System“ hatte ich vor drei Tagen u.a. geschrieben:
    Ich bevorzuge daher in Anlehnung an „abseits.at“ ein viel umfassenderes Verständnis des Begriffs „System“ das insofern die „Mischung aus Formationen in unterschiedlichen Spielphasen, die Übergänge zwischen diesen Formationen, die Bewegungen innerhalb, die Mechanismen und Abläufe in gruppentaktischen Aspekten, die Rollenverteilung der einzelnen Positionen in dieser Formation und das Nutzen individualtaktischer Stärken sowie mannschaftstaktische Wechselwirkungen mit dem Gegner und die Verfolgung dieser Aspekte nach einem durchgängigen Matchplan im Sinne einer größeren Spielphilosophie“ erfasst.
    (Vgl. https://abseits.at/in-depth/taktik-theorie/taktik-richtig-interpretieren-1-formation-vs-system/)
    Ich denke, bei dieser Art Definition liegen wir gar nicht auseinander.
    Ich erspare mir jetzt, gerade dir erläutern zu wollen, wie sich das in „Glasners System“ umsetzt bzw. umsetzen soll. Denn daran hapert es ja. Das weißt du viel besser als ich.
    Wenn du dich über mein „erlaubt“ so lustig machst. Du weißt, dass dies ausschließlich im sachlichen Sinne und im Sinne der Diskussionskultur gemeint ist. Moralisch oder rechtlich habe ich hier gar nichts zu erlauben oder zu verbieten und werde das auch nicht tun.

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  16. Auch wenn es derzeit dafür wohl eher geringem Absatz geben wird, startet heute der Verkauf für die Rückrunden-Dauerkarte des VfL Preislich liegt das ganze bei 80€ (Steher) bis 290 € (Gerade). Die Karte gilt als Abo selbstverständlich für alle Heimspiele der Rückrunde und Preisersparnis ist rund 30% im Vergleich zu den Einzeltickets. Abo meint hier, dass im Falle der Nicht-Kündigung sich der Vertrag für die Dauerkarte automatisch um die ganze Folgesaison verlängert.

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  17. Solche Länderspielpausen bieten sich ja durchaus an, über das Eine oder Andere einmal nachzudenken. Sieht die Presse wohl auch so und stellt Malli in den Fokus der Berichterstattung

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/bankdrucker-malli-fur-mich-ist-das-schwer-nachzuvollziehen-vfl-wolfsburg/

    Persönlich kann ich vieles von dem, was dort von Malli geäußert wird nachvollziehen. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich ihn mir tatsächlich am Sonntag oder auch schon vor dem Kurzeinsatz am Donnerstag in der Elf gewünscht. Denkt nur an die Ecken sowie die zum Teil sehr schön öffnenden Pässe. Man braucht doch einen offensiven Spielmacher, der die Bälle vorn verteilt. Ich möchte da um Gottes Willen nichts hineininterpretieren, was er da äußert. Doch sein Hinweis auf das gute Gefühl in der Vorbereitung, sein Entschluss zu bleiben und das jetzt… Vom Charakter scheint er ein guter Junge zu sein und er hat während des Aufwärmens in den Spielen trotz Nichteinwechslung nie eine negative Körpersprache gehabt. Auch jetzt ist er Vollprofi genug, seine persönliche Entscheidung dennoch auf normalen Niveau zu belassen. Schade um ihn.

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    • Ganz ehrlich: Malli ist für mich DAS Beispiel für eine phlegmatische Spielweise. Er bestreitet auf dem Platz kaum bis gar keine Zweikämpfe, seine Pässe sind eher Alibi.

      Neben Klaus ist er DER Spieler, der offensiv so gar nicht produktiv ist. Wie viele Tore haben wir mit einem von den beiden in den letzten 1.5 Jahren erzielt? Daher würde auch ich ihn null einsetzen.

      Malli tut auch so, als wenn er hier das Opfer ist. Letzte Saison gab er selber zu, dass ihm der biss etwas fehlt. Tja, er dachte wohl, er kann so weiter agieren wir in Mainz. Aber das ist hier schon eine andere Welt.

      Leider haben JS und OG den Fehler gemacht und ihm hier eine Perspektive aufgezeigt. Angesichts seines Gehaltes sehr fragwürdig.

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    • Was Malli gegen Gent gezeigt hat hinsichtlich Körpersprache, Tempo… war absolut ernüchternd. Man hätte erwarten können, dass er irgendwas macht, um sich zu zeigen. Das war ein Mitschwimmen sondergleichen.

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    • Ich würde beides so sehen:

      – Malli hat seine Chancen hier in der Vergangenheit leider kaum bis gar nicht genutzt
      – Und das hätte man durchaus sehen können, hier mache ich aber Glasner keinen Vorwurf, sondern eher unseren Kaderplanern, die hier einen Abschied forcieren hätten müssen

      Aber hätte hätte Fahrradkette. Das Problem (ich meine seine mangelnde Spielzeit und Leistung, nicht ihn persönlich!) war da. Und das Problem ist geblieben, leider. Und das ist insbesondere für Malli persönlich enorm bitter, denn SEINE Karriere geht immer mehr den Bach runter…

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    • Wie hier teilweise über Malli hergezogen wird ist unglaublich…..seit wann sagt die Körpersprache von Spielmachern etwas über deren Qualität aus?
      Mesut Özil war nie für eine besondere Körpersprache bekannt trotzdem ist er der genialste Spieler der jemals für Deutschland gespielt hat wenn nicht sogar der beste Zehner jemals auf der Welt.
      Es gibt viele Beispiele für gute Spieler ohne besondere Körpersprache.
      Außerdem bringen nur Renato Steffen’s auch keinem was weil davon dann keiner Fußball spielen kann.
      Meiner Meinung nach hat Malli einen guten Eindruck gegen Gent hinterlassen obwohl er mehrere Monate keine Spielpraxis bekommen hat.
      Gerade er könnte unserem ständigen Offensiv Spiel in die Breite etwas bringen und den ein oder anderen Pass in die Tiefe bringen.

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    • :lach:
      Ist das dein ernst? Özil ist seit Jahren schon weit weg von einer guten Leistung. Es gibt in England große Kritik an ihm. Er ist aus der Nationalelf geflogen.

      Ich finde seine Körpersprache genau wie bei Malli mies und sein Spiel schrecklich. Früher hat das noch funktioniert. Heute brauchst du Körpereinsatz. Das geht beiden völlig ab.

      Malli bekommt beim VfL kein Bein mehr auf den Boden. Ich fände es gut, wenn man ihn im Winter abgeben könnte. Das ist besser für beide Seiten. Nur wird er nie wieder so viel Geld verdienen wie beim VfL Wolfsburg.

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    • Heute brauchst du Körpereinsatz :top:
      Neymar, Messi, Salah und Sterling lachen gerade über dich.
      Wer im Kopf weiter ist als der Gegenspieler der muss gar nicht in den Zweikampf gehen

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  18. Welche interessanten Theorien so alles in einer Mittagspause aufgestellt werden.

    Schalentier beweist dabei immer wieder spezielle Kenntnisse in Transferausgaben.
    Wir haben für Schlager, Mbabu, Victor und O. ca. 27-30 Millionen in den Büchern stehen.

    Zu behaupten, der VfL hätte sich einen Thuram für 9 Millionen nicht leisten können, ist einfach nur dumm. Anders kann man es nicht bezeichnen.
    Die Diskussion über Thuram hatten wir hier übrigens irgendwann im Juni / Juli, als der Transfer zu Gladbach stockte. Du schreibst oben selber: Du siehst ihn als zweiten Stürmer. Dumm nur, dass er in Guingamp außen gestürmt hat.
    Dazu die Geschichte um Trossard. Für dich wahrscheinlich eine Lüge…

    Er wäre angesichts unserer Fliegengewichte bzw. Grobmotoriker DIE Offensive Verstärkung gewesen. Stattdessen hat man Geld in ein Fliegengewicht und einen unnötigen Außenverteidiger gesteckt. Das nenne ich dumm. Und bitte fang nicht mit dem Gehalt an, denn Victor und Mbabu verdienen gewiss zusammen mehr als ein französisches Talent. Und nebenbei sei bemerkt: In Frankreich, Belgien und der Niederlande spielen noch mehr von dieser Qualität.

    An weiterer Stelle muss ich Malanfa auch mal ganz klar unterstützen:

    Die Spieler und Funktionäre leben in einer Blase. Nicht umsonst betonen sie immer wieder, kaum Medien zu konsumieren.
    Wie ist es sonst zu erklären, dass diverse Trainer wie Robin Dutt, Frontzeck oder auch Slomka immer wieder eine Anstellung finden? Wie ist es zu erklären, dass manche Vereine recht frühzeitig reagieren (Leverkusen zum Beispiel), andere erst, wenn das Kind schon im Brunnen liegt und keine Kraft hat mehr zu schreien?

    Dem VfL bzw. Schmadtke kann man genau vier Dinge vorwerfen:
    1. Keine Nachhaltigkeit beim Spielsystem. U-Mannschaften spielen anders und erfolgreiches System würde wissentlich geändert.
    2. Schlechte Transferaktivitäten seit drei Transferperioden seitens Schmadtke. Vor einem Jahr gingen viele noch auf Labbadia, im Winter wurde es ausgesessen und der Sommer war ernüchternd.
    3. Kein Nachwuchskonzept. Elvis hatte Angebote und wurde trotz benötigter Erträge nicht verkauft. Nun schmort er auf der Bank und ist ein wiederholtes Beispiel für mangelnde Durchlässigkeit. Aus der U23 ist dieses Jahr keiner aufgerückt. Trotz Probleme in der Profimannschaft.
    4. Trainer wurde offenbar mehr mach Sympathie als nach Kompetenz ausgesucht.

    Ich möchte Glasner dabei gar nicht unterstellen, dass er nichts kann. Für mich muss ein Trainer sich aber anpassen und reflektieren können. In diesem Fall: Die Grundidee des Spiels am Team ausrichten und aus Fehlern lernen. Das erkenne ich nicht.

    Und genau diese vier Probleme schleppen wir hier seit Jahren vor uns her. Das ist das Wolfsburger Phänomen, nicht irgendein Anspruchsdenken. Den VfL zwingt keiner, Spieler XY zu holen oder aus dem Nachwuchs YZ nicht weiter zu fördern. Wenn ich sehe, dass bei diversen Teams auch in der Bundesliga irgendwelche 18 jährige spielen, dann frage ich mich, warum das bei uns nicht geht. Immerhin gehören wir zu den Top 5 im Nachwuchs.

    Habe fertig!

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    • Ach, hat das wer behauptet, dass wir uns Thuram für 9 Mio. nicht hätten leisten können? Weißt Du überhaupt, was mit „In den Büchern“ gemeint ist und was in solchen Dingern so drinsteht?

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    • Aber er hat doch – wenngleich er es hart formuliert und mich nervt das auch oft klar – inhaltlich absolut Recht.

      Gladbach hat sich Thuram geschnappt! Gladbach hat in diesem Einzelfall den besseren Job gemacht und nicht nur in Einzelfällen, denn es ist ja schon auffällig, wie Gladbach agiert bei Transfers und wie wir agieren. Das ist die Realität. Und 30 Mio haben wir insgesamt auch ausgegeben, wenn nicht mehr…Wie man das so vehement bestreiten kann ist Wahnsinn aus meiner Sicht.

      Und Schalentier: Du schreibst oben in der Diskussion mit mir: Rose weiß schon, warum er zu Gladbach gegangen ist. Ja, da sage ich: Ich hätte es in seiner Situation genauso gemacht! Und das schreibe ich als jemand, der seit 20 Jahren eine VfL-Dauerkarte hat… und ja ich gehe auch immer hin und unterstütze! :) (Nur für den Fall das man mir jetzt wieder irgendwas unterstellen will).

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    • Mich stört diese Haltung, die mit dem Begriff „geschnappt“ verknüpft wird. Vielleicht von Dir gar nicht beabsichtigt. Man muss sich um Spieler intensiv bemühen, um sie werben, ihnen eine Perspektive zeigen… Und dann auch noch die finanziellen Forderungen des Spielers und des abgebenden Vereins erfüllen. Mahatma meint, Thuram würde sicherlich nicht viel mehr verdienen als Victor. Ich denke: Doch. Victor ist Mitte-20, spielte vor nicht allzu langer Zeit noch in der österreichischen 2. Liga und hat bereits eine halbjährige Sperre wegen eines Dopingvergehens in der Akte. Thuram war sicherlich jedem Scout bekannt, genauso wie zuvor Zagadou, Mukiele, Augustin…der hatte 100%ig einen ganz anderen Markt. Und das wird man auch finanziell zu spüren bekommen. Talentstatus hin oder her.

      Bitte nicht verwechseln: Ich lobe niemanden für den Victor-Transfer und behaupte auch nicht, dass ich ihn verpflichtet hätte. Ich halte ihn aber für einen absoluten Low-Buget-Spieler. Ebenso Octavio. Und ich Frage mich einfach, wieso wir solche Spieler holen. Und ich vermute leider, dass wir auf solche Deals angewiesen sind, um den Kader breit genug aufzustellen (natürlich ausgerichtet auf die Vorstellungen des Trainers). Erinnert euch mal: Schmatke hat damals unmissverständlich gesagt, dass ausschließlich bei einer Abgabe eines Spielers noch ein Neuzugang möglich wäre nach Ginczeks Ausfall. Uduokhai ging (einer von zwei Linksfüßen aus unserer Innenverteidigung – eigentlich irre), Nmecha kam zu ähnlichen Bedingungen. Ich denke: Nein, die bluffen nicht! Der Kader ist weiterhin zu teuer, während die Gehälter weiter steigen. Das ist ein Problem. Und ich denke, dass letztlich die Entscheidung für Mbabu und Schlager gleichbedeutend war mit dem Verzicht auf einen Offensivspieler vom Format eines Thuram.

      …man hätte andere Prioritäten setzen können. Aufgrund der Anfälligkeit von Ginni und Mehmedi vielleicht auch sollen.

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    • Mit dem Ausdruck „geschnappt“ wollte ich ausdrücken, das Gladbach ihn bekommen hat und nicht die Konkurrenz. Außerdem und das merke ich irgendwie jeden Spieltag immer mehr, ist Thuram für nur 9 Mio doch ein Schnäppchen. Der wird über 50 Mio MW gehen und zwar locker…^^

      Ansonsten ist meine Haltung grundsätzlich, das ich möchte das wir gut spielen, uns entwickeln und erfolgreich sind. Ich vermute stark, bei euch ist das kaum anders! Der Weg dorthin ist sicherlich diskutabel, keine Frage.

      Aber mMn sind jetzt genau diese Dinge entscheidend, die angesprochen wurden:

      – Transferstrategie reflektieren, Stichwort Offensive verstärken
      – Taktik reflektieren, Stichwort Balance finden, offensiv besser werden (als Mannschaft!)
      – und ja, auch den Nachwuchs mehr einbinden, wobei ich das als „Langzeitprojekt“ sehe noch mehr als die anderen beiden Dinge
      – dabei selbstverständlich wirtschaftlich handeln

      Ich glaube kaum, das man diese Punkte inhaltlich als haltlos, siinnlos und was auch immer bezeichnen kann. Das sind Dinge, die man einfach angehen muss…

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    • Alles absolut richtig. Nur halte ich es für illusorisch, dass alle Punkte mit gleicher Intensität zeitgleich verfolgt werden. Der Verein hat bzgl. seiner Spielweise noch gar keine Identität herausgebildet, die man in den Jugendbereich ausrollen könnte. Ja, das muss kommen. Aber so weit sind wir noch nicht. Schmadtke und Schäfer kamen, als Labbadia schon da war. Das war doch „nur“ eine Zweckgemeinschaft auf Zeit. Auch die Entwicklung des Kaders wurde erst begonnen. Labbadia wollte immer einen Dreierangriff, die Umstellung auf Doppelspitze war aus der Not geboren. Genauso die Formation im Mittelfeld mit Gerhardt auf einer Halbposition. Auch darauf war der Kader eigentlich nicht ausgerichtet, geplant war ein klassisches 4-3-3. Das wird gern vergessen, wenn man jetzt von der Umstellung unter Glasner spricht und diese kritisiert. Man ist doch bis auf die Dreierkette hinten nun näher an dem Spielsystem dran, das man ursprünglich zum Zeitpunkt von Schmadtkes erster Transferperiode im Sinn hatte, als unter Labbadia. Man hat sich mit Glasner schon irgendwie dazu entschlossen, die ursprünglich Idee wieder mehr aufzugreifen. Ob das nun richtig ist?! Will ich nicht bewerten. Dennoch halte ich fest: Wir haben noch keine Identität herausgebildet, die über die zu erwartenden Tugenden (Laufen, Kämpfen, …) hinausgeht. Und ich sehe unseren Kader als Ganzes für kein System – weder Glasners 3-4-3 noch die Raute – optimal zusammengestellt. Stattdessen haben wir einige Spieler, die bereits in unterschiedlichen System nicht überzeugt haben, Malli etwa…

      Ich sehe die Kritikpunkte auch bzw. die Baustellen. Aber das sind für mich eben Aufgaben für eine längere Amtszeit, nicht für 1,5 Saisons…

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    • Ich hab das ja auch nicht alles „bis morgen“ gefordert. Aber man muss das Gefühl haben, das es angegangen wird…

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    • Nochmal eine Anmerkung zu Mbabu: Der sollte ja aufgrund dessen Schnelligkeit das Gegenstück zu Roussilion auf der anderen Seite werden. Gesehen hat man davon freilich noch nichts. William hatte immer wieder Schwächephasen in der Vergangenheit, so dass die Verantwortlichen offenbar Nachbesserungsbedarf gesehen und die 9 Mio. für gut angelegt gehalten haben. Persönlich mag ich William unheimlich und wäre mit einer günstigeren Variante wie eben Octavio auf der anderen Seite zufrieden gewesen. Eine andere Einschätzung war aber sicherlich legitim und Schmadtke hat zusammen mit Schäfer und Glasner die Prioritäten entsprechend gesetzt. Aber zu behaupten, die Verpflichtung eines rechten Verteidigers wäre unnötig gewesen, ist ja abenteuerlich… wer war denn neben dem teilweise scharf kritisierten William noch da?! Da wird sich wieder was zurecht gelegt, um andere zu diffamieren…

      Und zur Stürmerfrage: Schön, dass Thuram in Frankreich auch außen gespielt hat, aber es bleibt den Verantwortlichen überlassen, ob sie ihn für eine solche Position beim VfL für geeignet halten. Fliegengewicht Victor ist ggf. 90 Minuten unterwegs und läuft Räume zu – das verlangt Glasners System bei Ballbesitz des Gegners. Thuram ist kräftig und explosiv, aber könnte er das mit seinen massigen 1,92m auch und wäre er überhaupt gewillt dazu? Position passt, also kaufen – das war das Allofs’sche Prinzip. Deshalb spielte Schürrle hier, der für Heckings Fußball absolut untauglich war. Aber ob ein Spieler zur Philosophie passt, muss man natürlich nicht hinterfragen…

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    • Thuram muss in Gladbach genauso stark gegen den Ball arbeiten wie Victor bei uns. Auch Rose lässt bekanntlich Pressing spielen und da kann sich auch Thuram nicht rausnehmen. Das wird mir hier jetzt wieder zu stark relativiert in die Richtung, das Thuram bei uns nicht passen würde zur Idee von Glasner – das ist doch nicht wirklich dein Ernst?

      Genau das hat mich übrigens oben so sehr aufgeregt, du relativierst alles zu Tode! Alles! Ich kann ja die Kritik auch nicht ab, die alles niedermetzelt, aber genauso wenig kann ich mit diesem ewigen Relativieren anfangen. Es tut mir leid, wenn ich jetzt nochmal nerve deshalb.

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    • Die spielen schon noch unterschiedlich. Aber das ist auch nicht entscheidend, natürlich verlangt Rose ähnlich viel seinen Spielern ab. Aber die Eignung müssen eben die Entscheidungsträger beim VfL im Vorhinein bewerten – und daher ist es ggf. bewusste Entscheidung für ein quirliges Fliegengewicht und gegen einen 1,90m-Büffel. Das gibt es doch kein Schwarz und Weiß. Und hier wird über Transferentscheidungen in einer Art geurteilt, dass es an Größenwahn grenzt. Dass Glasner z.B. einen Thuram anders beurteilt und für sich untauglich befunden haben könnte, muss man doch hinnehmen können. Der Name ist aber auch Latte, vielleicht wäre es wenn nicht Victor ein anderes ähnliches Fliegengewicht geworden…

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    • Und wenn ich Pressen will ist ein Leichgewicht natürlich hilfreicher als ein Bulle? :D

      Und warum ist es Größenwahn, wenn man sich Thuram gewünscht hätte oder hat? Du übertreibst…

      Roses Philosophie trägt gegen den Ball dieselben Grundzüge wie die von Glasner, mit dem Unterschied, das Roses Idee etwas kompletter ist in Bezug auf das Spiel mit Ball. Viele Experten in Österreich hatten das bei RB und dem LASK damals beschrieben. Und genau dieses Bild – auf das ich auch gespannt war – zeigt sich auch jetzt in der Liga.

      Außerdem gehst du ja immer davon aus, das jede Entscheidung der Verantwortlichen auch richtig und erklärbar ist. Jedenfalls wirkt es bei Schmadtke und Glasner so, bei Labbadia waren deine Kommentare da auch in die Richtung, die du jetzt kritisierst teilweise. Aber ich will nicht zu groß ausholen:

      Thuram ist ein spielstarker Spieler, der in jede Spielidee passt, weil er einfach ein kompletter und guter Spieler ist. Und insbesondere seine Körperlichkeit machen ihn doch zu einer Waffe für das Umschaltspiel. Man muss sich doch nur die Chancen und Tore diese Saison anschauen…

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    • Mich kotzt dagegen dieser populistische Dreck an, der hier ständig runtergebetet wird mit dem einzigen Ziel, sich an anderen Usern zu reiben. Dich meine ich damit nicht. Dazu noch die m.E. überzogenen Erwartungen und das verblendete „Wolfsburger“ Selbstverständnis und schon ist die Basis für einen virtuellen Ort geschaffen, an dem sich die kleinen Foren-Trumps ihre Beachtung und Selbstbestätigungen holen können. Mich widert das inzwischen dermaßen an, dass mir die Galle hochkommt. Am Ende bleibt Fußball aber eben die schönste Sache der Welt und Plattformen zum Austausch mit anderen VfL-Anhängern sind rar gesät. Aber Austausch heißt für mich auch, über etwas zu reden und zu diskutieren. Warum? Wieso? Weshalb? Was kann man ändern? Hier wird doch vorwiegend ge- und verurteilt in grenzenloser Selbstüberschätzung und Selbstgerechtigkeit. Ich halte das inzwischen auch für Methode, um irgendwas zum kompensieren. Soll ich in jeden Dreck einstimmen und wie die Lemminge hinterrennen? Meinungen sind wie A…löcher – jeder hat eins. Ich denke lieber über Dinge nach, bevor ich mir eine Meinung bilde. Und suche mich nicht für meine feststehende, vorgefertigte Meinung die geeigneten (Schein-)Argumente, während ich gegenteilige Fakten zur Not ignoriere. Du nennst es Relativieren. Ich nenne es Differenzieren. Und irgendwie gehört das für mich dazu, wenn ich über etwas aus dem echten Leben diskutieren möchte. Das ist nämlich bunt.

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    • Ich wünsche mir manchmal sowas wie ein Fan-Forum. Sowas wo nur Leute reinschreiben, die den VfL und sein Personal nicht hassen. Sowas müsste man mal erfinden.

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    • Nein, Schalentier ich nenne „differenzieren“ nicht „relativieren“. Und ich möchte doch mal dezent darauf hinweisen, was hier letzte Saison gegenüber Labbadia passiert ist – auch von deiner Seite aus. Du hast dich also immer vorurteilsfrei und differenziert gegenüber Labbadia geäußert? Nicht wirklich. Das du das jetzt so ansprichst zieht natürlich verständlicherweise viele Likes, aber wirklich substanziell wäre es gewesen, wenn du es auch letzte Saison getan hättest…

      Zum „Hassen“ südwolf: Man hasst hier also den VfL? Wirklich? Hier wurde mal salopp formuliert „man spielt das Stadion leer“. Man kann auch „den Blog leer schreiben“ und das passiert ja auch schon seit letztem Jahr, weil es diese ewigen Schwarz-Weiß-Diskussionen gibt, hier bin ich dann wieder bei Schalentier, jedoch kann ja jeder von euch dazu beitragen, die Atmosphäre zu ändern und zu verbessern. Ihr tut es aber nicht, sondern schaut meistens alle tatenlos zu…

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    • Na, wunderbar! Eine von außen inspirierende Analyse/Diskussion findet sein (vorläufiges) Finale in einer guter Fan / schlechter Fan – Diskussion. Verstehe ich Dich, südwolf, richtig, dass nur ein „richtiger“ Fan ist, der das Treiben der ANGESTELLTEN unseres Vereins positiv bewertet? :klatsch:

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    • Ich denke schon, dass ich mich differenziert mit Labbadias erfolgreicher Arbeit im Tagesgeschäft genauso wie mit seinen Versäumnissen in Bezug auf perspektivisches Handeln (z.B. bzgl. dem Fördern der Spieler aus der 2. Reihe) differenziert auseinandergesetzt habe. Nur verfalle ich genauso wenig in eine Pauschalkritik wie in Lobdudelei. Du neigst nach meinem Empfinden dazu, zumindest meine Aussagen überzuinterpretieren (Ein Beispiel: „Was ist größenwahnsinnig daran, sich Thuram zu wünschen?“ – Hä? Nichts! Größenwahn sehe ich da, wo Laien glauben zu wissen, welcher Spieler besser zu den Vostellungen der Entscheidungsträger passt, als die Entscheidungsträger selbst. Das war auch nicht explizit auf dich bezogen.). Und ich sah und sehe die Person Labbadia durchaus kritisch. Zugegeben. Aber das hält mich nicht davon ab, seine Arbeit hier erstmal lobend wertzuschätzen. Und das habe ich auch im Vorjahr oft genug getan. Fühle mich daher von deiner Kritik auch nicht wirklich angesprochen. Zumal jede Aussage in einen bestimmten Kontext gehört. Und der wurde heute Nachmittag m. E. auch mehrmals aus dem Blick verloren. Das macht es für mich ungemein anstrengend, weshalb ich das Buch nun auch zuschlagen möchte.

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    • @Mahatma: Ich überlege mir mittlerweile ja sehr genau, ob ich auf Beiträge von dir reagiere. Bei diesem kann ich nicht stillhalten.
      Du machst in vier Punkten Schmadtke gravierende Vorwürfe. Für mich wäre da selbstverständlich, dass man diese nachvollziehbar begründet, weil die Vorwürfe nur dann in konstruktiver Weise diskutabel sind. Aber alle Kritikpunkte, deren sachliche Berechtigung ich zunächst gar nicht in Frage stelle, sind völlig unbegründet. Und wenn man sich selbst der Mühe unterzieht, diese auf ihre Substanz abzuklopfen, bleibt wenig übrig, über das sich produktiv streiten ließe.

      Zu 1: Du kritisierst die fehlende Nachhaltigkeit beim Spielsystem. Dies kann aber gar nicht zu Lasten Schmadtkes gehen, weil er ja angetreten ist, ein solches nachhaltiges System überhaupt erst zu entwickeln. Der Beginn mit Glasner ist doch der erste jungfräuliche Schritt dazu. Die Zufälligkeiten und Provisorien davor kann man doch nicht Schmadtke anlasten. Und kurioserweise gehörst du zu den ersten, die den zugegebermaßen sehr holperigen Versuch jetzt schon wieder in Grund und Boden schreiben.
      Und natürlich spielen die U-Mannschaften anders, aber – aus meiner oberflächlichen Wahrnehmung – auch nicht in einem als homogen erkennbaren System. Und wenn nicht einmal ansatzweise eine funktionierende Spielweise bei den Profis etabliert ist, wie soll da irgendetwas davon in den U-Mannschaften implantiert sein?
      Du sprichst davon, dass „ein erfolgreiches System“ wissentlich geändert wurde.
      Es lässt sich gütlich darüber streiten, ob das, was bei Labbadia als favorisierte Grundordnungen zu erkennen war, als „System“ im Sinne einer ausgearbeiteten und zukunfstträchtigen Spielidee bewertet werden kann. Ich habe einige, auch noch aus der zweiten Saisonhälfte datierende Spiele in Erinnerung, in denen alles andere als ein erfolgreiches „System“ zu erkennen war (Pokalspielniederlage in Leipzig, das kuriose Unentschieden in Freiburg, Heimspielniederlage gegen Leverkusen, selbst der unverdiente Auswärstsieg in Augsburg etc., die ich alle vor Ort gesehen habe).
      Schmadtke also die Verantwortung für ein mal vorhandenes und jetzt zerstörtes Spielsystem vorzuwerfen, geht doch ziemlich an den Realitäten vorbei.

      Zu 2. Du sprichst von drei schlechten Transferperioden, die Schmadtke anzulasten seien. Süffisanterweise reduzierst du die Anzahl selbst gleich auf zwei, weil ihm ja nicht Transfers anzulasten sind, auf die er gar keinen Einfluss hatte. Dass kein potenter Wintertransfer kam, z. B. als Ersatz für Ginczek, mag man Schmadtke aufgrund des erneuten Ausfalls im Nachhinein ankreiden. Aber in der zweiten Saisonhälfte 18/19 wurde der Ausfall gut kompensiert, was Schmadtkes Entscheidung bzgl. der Dringlichkeit zumindest nachvollziehbar macht. Zudem musste er sich aufgrund des bevorstehenden Trainerwechsels Optionen für den Sommer offen halten. Und dass im Sommer Transferentscheidungen getroffen wurden, die schon die Handschrift Glasners trugen, ist auch verständlich. Dass Victor aufgrund des allgemein problematischen Systemwechsels und Mbabu aus Eingewöhnungsgründen nicht durchschlugen, war nicht unbedingt vorherzusehen. Dieses Risiko trägt man bei Transfers fast immer. Hieraus in direkter Linie fahrlässige Fehlentscheidungen von Schmadtke zu erkennen, ist sachlich kaum gerechtfertigt. Hier sucht sich eher wieder die unbedingte Rechthaberei die passenden Argumente.

      Zu 3: Der Verweis auf den verwaisten bzw. ungenutzten Nachwuchs ist ein immer wiederkehrendes Argument. Außer Rexhbecaj hat es in den letzten Jahren unter keinem Trainer ein Nachwuchsspieler dauerhaft in den Profikader geschafft. Das spricht weniger gegen die Trainer als gegen den Nachwuchs. Und auch Elvis war bisher nie mehr als ein Perspektivspieler. Dass man ihn als solchen nicht abgegeben hat, ist doch eine völlig nachvollziehbare Entscheidung, zumal ja gerade immer wieder – auch von dir – beklagt wird, dass solche entwicklungsfähigen Spieler kein Chance bekommen. Nun verbindest du in deiner Kritik das Fehlen eines Nachwuchskonzepts mit dem Versäumnis, Elvis verkauft zu haben. Wie passt das logisch zusammen? Das ist Kritik um der Kritik willen.

      Zu 4: Schmadtke in seiner Entscheidung für Glasner völlig aus der Luft gegriffen sachfremde Motive zu unterstellen, ist fast schon bösartig. Man könnte ja Sachargumente gegen die Entscheidung für Glasner finden. Aber diese Mühe ersparst du dir.
      Wie mache ich dir verständlich, dass du erkennst, deine Ablehnung gegen den Trainer Glasner, die – wie gesagt – ja sachlich begründbar sein mag, auf die persönliche Ebene einer sachfremden Vorliebe von Schmadtke zu heben? So etwas geht gar nicht und damit disqualifiziert man sich eigentlich als Teilnehmer jeglicher Diskussion, die auch nur ansatzweise den Anspruch erhebt, sachlich zu sein.

      Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, auch mit dir in eine konstruktive Diskussion zu kommen. Aber solche Beiträge machen das unendlich schwer.

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    • Same Procedere as Last Year Miss Sofie?
      Same Procedere as Every Year James…

      Well I will Do My Very Best!

      Ich gebe ab zum Wetter…

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    • „Hier sucht sich eher wieder die unbedingte Rechthaberei die passenden Argumente.“

      …tja, wenn es wenigstens dabei bliebe. Aber die Methode findet ja bei einigen Usern auch Anwendung, um gegen alles und jeden zu feuern. Da werden mal Aussagen oder Ansichten aus dem Zusammenhang gerissen, umgedeutet oder schlicht erfunden. Hauptsache dem einen oder anderen oder auch mal ganzen Gruppen noch einen reinwürgen. Erstaunlicherweise nicht nur in VfL-Krisenzeiten. Was muss in einem Menschen vorgehen, so etwas stetig nötig zu haben? Ich vermute da einen ausgeprägten Narzissmus. Aber vielleicht passiert das ja wirklich nicht einmal absichtlich und der Sinn für die Realität geht verloren?!

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  19. Hier nochmal zwei Analysen. Ich schreib jetzt nichts weiter dazu, sondern lese mir das beides nochmal ganz entspannt durch im Laufe des Abends und schaue mir dann die nächsten Wochen an, inwiefern sich das weiter bestätigt oder eben nicht bestätigt.

    https://www.laola1.at/de/red/fussball/bundesliga/hintergrund/lask–die–geheimnisse–des-systems-von-oliver-glasner/

    https://thefalsefullback.de/2019/05/09/rb-salzburg-teamanalyse-marco-rose/

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    • Exilniedersachse

      Danke Malanda, zu lesen, dass Glasner schon in Österreich keinen guten Plan bei Ballbesitz hatte, macht mich sehr zuversichtlich. Die Tatsache, dass er nicht auf Ballbesitz steht bestätigt, dass die Wahl als Trainer nicht ideal war.

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    • Das war in jeder Analyse zu lesen über den LASK, in wirklich jeder. Und dies ist keine Hetze gegen Glasner, sondern das sind sachlich begründete Fakten.

      Stärken: Pressing, Raumverhalten, Umschaltspiel, Kompaktheit
      Schwächen: Aufbauspiel, Ballbesitzspiel

      Fairerweise möchte ich hier anführen, das jede Spielidee oder Spielphilosophie (Joan) Stärken und Schwächen hat, auch die von Rose hat Stärken und Schwächen. Die Frage ist aus meiner Sicht immer: Was will man? Peter Hyballa, der hier von WoodyGuthrie erwähnt wurde, nannte es „Schule“. Joan nennt es Spielphilosophie.

      Ich möchte aber fairerweise anmerken, das man seine eigene Spielphilosophie auch weiterentwickeln kann. Genau das ist meines Erachtens Labbadia letztes Jahr gelungen (der lies zuvor nie Gegenpressing spielen, bei uns aber schon). Und selbstverständlich wünsche ich es auch Glasner, das er seine Philosphie a) umsetzen kann und b) weiterentwickeln kann dh Aufbauelemente und Positionsspiel hinzufügen kann, welches variabel und durchdacht ist.

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    • Und am Ende muss man bedenken, dass Linz vielleicht andere Mittel hatte als z. B. RB Salzburg und die Spieler eben vielleicht nicht die gleiche Qualität an Spielintelligenz, technischen Fähigkeiten und taktischem Verständnis verfügten. Daher würde ich diese Beurteilung zwar als Unterstützung für eine Bewertung nehmen, wie der Stand in Linz war, doch ob das hier auch so sein muss, nur weil wir aktuell noch so spielen. Hat dann am Ende ggf. auch nichts mit „Weiterentwicklung“ zu tun, sondern auch etwas mit dem Spielermaterial welches man zur Verfügung hat.

      0
  20. verschoben :topp:

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    • Hallo KnickAuge. Was willst du uns damit sagen?

      Es ist jetzt das 4. Mal hintereinander, dass du das machst …

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  21. Macht Euch doch nicht ins Hemd. So lange Freiburg, Hoffenheim und Frankfurt noch vor uns stehen mache ich mir keine Sorgen. Die sollten wir alle noch einholen.

    0
    • Gut, dann werden wir ja 15.

      1
    • @ Fanboy

      Da Bayern, Gladbach, Dortmund, Frankfurt, Leipzig und Leverkusen ohnehin hinter uns landen, klappt vielleicht sogar ein einstelliger Tabellenplatz. Aber nur wenn der Trainer bleibt.

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    • Ist ja logisch. Der alte Trainer saß ja während des Spiels nur am Spiegel, da er sich nicht mit der Mannschaft beschäftigte und diese immer nur vor sich hin trott.

      1
  22. Schalentier: Gut, wenn du dich nicht von meiner Kritik angesprochen fühlst, dann muss ich mich ja auch nicht von deiner angesprochen fühlen. So können wir dann verbleiben. Gute Nacht!

    0
  23. verschoben

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  24. @ Joan, Schalentier

    So so wir hatten also keine Spielidee unter Labbadia und die Förderung der Einzelspieler könnt ihr auch besser beurteilen als der Trainer. Komisch nur, daß ein Elvis letztes Jahr viel mehr Einsätze hatte als dieses Jahr. Aber das ist wahrscheinlich kein Sachargument oder? Glasner fördert ja die Jugend viel mehr, so jedenfalls eurer vorurteilsbehaftetes Denken, welches ihr ebenso gegenüber Labbadia besitzt. Eine solche Sichtweise könnte man jetzt auch als arrogant bezeichnen, denn ihr glaubt ja eine funktionierende Spielidee besser erkennen zu können als Labbadia.

    So, jetzt haben wir das mal umgedreht! Mich stört hier das Messen mit zweierlei Maß. Bei Glasner ist Kritik verboten und arrogant. Bei Labbadia wird aber selbst im Nachhinein nicht mit Kritik gespart.

    Und man verzeihe mir, das es auch unter Labbadia schlechte Spiele gab ist für mich KEIN Sachargument, das es keine Spielidee gab. Es soll vorkommen, daß man auch mit einer Spielidee Spiele verlieren kann. Ich werde in den nächsten Tagen die Mühe auf mich nehmen, hier nochmal explizit taktische Analysen zur letzten Saison herauszusuchen, wenn es gewünscht ist. Aber wahrscheinlich sind das auch keine Sachargumente, wenn sie dem Bild, das Glasner toll ist und Labbadia schlecht ist, widersprechen. Insofern könnte man sich die Mühe eigentlich sparen, ich mache es aber trotzdem wie gewünscht.

    Und nein das ist kein Plädoyer gegen Glasner! Das will ich hier nochmal klarstellen, aber mich nervte dieses Messen mit zweierlei Maß schon gestern.

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    • So, so… und danach folgen nur Dinge, die kein Mensch behauptet hat. Du verdreht Aussagen völlig oder dichtest absurden Firlefanz hinzu und unterstellst auf dieser Grundlage „vorurteilsbehaftetes Denken“. Geht’s noch?! Ist das Absicht?

      Ich äußere mich doch nicht zu Dingen, die ich nicht gesagt habe und die größtenteils auch nicht meiner Meinung entsprechen. Das mutet inzwischen etwas surreal an.

      5
    • Aha, Du hast also keine keine Vorurteile über Labbadia und eine Spielidee hast du letztes Jahr auch erkannt, na wunderbar! Mehr wollte ich doch gar nicht wissen…

      1
    • @Malanda: Deine Erwiderung macht mich ein bisschen ratlos. Denn ich finde mich in der angeführten Kritik, in die du ja offensichtlich auch meinen Beitrag einbeziehst, gar nicht wieder. Wo du behauptest, ich verneine eine Spielidee bei Labbadia, sage ich doch ziemlich unmissverständlich, es lasse sich „darüber streiten“. Nach meinem Sprachverständnis bedeutet dies, dass die Frage offen ist. Und mit der Unterscheidung zwischen „favorisierten Grundordnungen“, die ich bei Labbadia erkannt habe, und „System im Sinne einer ausgearbeiteten und zukunftsträchtigen Spielidee“, was ich bei Labbadia so nicht eindeutig erkannt habe, deute ich zumindest an, warum ich diese Frage für offen halte. Ich schiebe gerne noch zwei weitere Begründungen nach: Zum einen, das sage ich ohne jegliche Koketterie, fehlt mir die Kompetenz, um die Frage für mich abschließend beantworten zu können. Zum anderen ist sie für mich auch deshalb nicht beantwortbar, weil die Abgrenzungen zwischen den Begriffen Grundordnung, System und Spielidee, wie sie hier im Blog ziemlich zufällig und wahllos verwendet werden, so unbestimmt ist, dass man kaum erkennen kann, was jeweils genau gemeint ist. In einer Art Definition im Rahmen eines anderen Beitrags hatte ich ja genauer dargelegt, was nach meinem Verständnis in den sehr komplexen Begriff „Spielsystem“ alles einfließt.

      Auch mit dem Hinweis, dass schlechte Spiele und Niederlagen die Existenz einer Spielidee nicht ausschließen, unterstellst du mir eine gegenteilige Behauptung, die sich in meinem Beitrag so gar nicht findet. Die miterlebten Spiele, die ich nenne (es sind ja nicht nur Niederlagen dabei), sind lediglich als Beispiele gedacht, die Mahatmas pauschale Behauptung eines „erfolgreichen Systems“ infrage stellen. Und „Spielidee“ und „erfolgreiches System“ sind, wie ich oben ja versucht habe deutlich zu machen, nicht dasselbe.

      Und schließlich: Zu der Frage, ob und wie Labbadia den Nachwuchs oder Einzelspieler förderte, äußere ich mich gar nicht. Wie du also dazu kommst, auch mir vorzuhalten, ich könne „die Förderung der Einzelspieler … besser beurteilen als der Trainer“, bleibt dein exklusives Geheimnis.

      Ich finde auch nicht in Ordnung, Malanda, dass in deiner Kritik unterschwellig der Vorwurf mitschwingt, meine Argumentation sei von persönlichen Sympathien für Glasner und einer Antipathie gegen Labbadia geprägt. Solche persönlichen Aspekte sind mir in einer Sachdiskussion völlig fremd und es ist mir eigentlich zu billig, darauf einzugehen. Daher nur kurz: Ich kenne beide nur aus öffentlichen Auftritten und beide sind mir – auf ihre Art – gleichermaßen sympathisch. Diese Eindrücke sind aber so oberflächlich und letztlich auch so unwichtig, dass ich mich nicht im Entferntesten in der Gefahr sehe, mich im Blick auf die Sache beeinflussen zu lassen.

      Ich wäre dir dankbar, wenn wir jetzt nicht in weitere gegenseitige Rechtfertigungen verfallen, sondern – wie du ja auch angekündigt hast – in der sachlichen Diskussion vorankommen.

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    • „Wo du behauptest, ich verneine eine Spielidee bei Labbadia, sage ich doch ziemlich unmissverständlich, es lasse sich „darüber streiten“. Nach meinem Sprachverständnis bedeutet dies, dass die Frage offen ist.“

      Genau das stört mich extrem, genau das.

      Es lässt sich „darüber streiten“ das Labbadia eine Idee hatte.

      Frage: Ist er ohne eine Idee von Fussball hier angetreten?

      Ich behaupte: NEIN!

      Sowohl Glasner als auch Labbadia haben klare Ideen von Fussball, beide konnte man schon sehen. Beide sind unterschiedlich. Ihr maßt euch aber an, in Frage zu stellen, das Labbadia überhaupt eine Idee haben könnte. Warum ist das so?

      Doch nur, weil er gewissen Ruf hat.

      Ich werde theoretisch:
      – Labbadia: Spiel bei eigenem Ballbesitz breit machen (klares Muster – ist also keine Idee?)
      – Glasner: Spiel bei gegnerischen Ballbesitz eng und kompakt machen

      So, warum zur Hölle ist das von Glasner eine klare Idee und von Labbadia „lässt sich darüber streiten“. Das ist sachlich falsch, falsch und nochmals falsch. Da hilft dir auch alle Eloquenz in deinen Beiträgen nichts. Das sind beides klare Ideen.

      Ich hätte auch noch mehr Beispiele, viel mehr Beispiele…

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    • „Ich kenne beide nur aus öffentlichen Auftritten und beide sind mir – auf ihre Art – gleichermaßen sympathisch.“

      Immerhin schreibst du das hier, was mich zumindest bei dir die Hoffnung nicht aufgeben lässt…

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  25. Nochmal, weil tatsächlich zu unklar von mir formuliert: Natürlich hatte Labbadia eine Spielidee im Sinne von: In welchen Grundordnungen, mit welchen Spielern, mit welcher gegnerbezogenen Taktik etc. will ich spielen? Nicht so sicher bin ich, ob man dabei schon von einem „System im Sinne einer ausgearbeiteten und zukunftsträchtigen Spielidee“ sprechen kann. So wie ich auch die substanzielle Kontroverse zwischen Schmadtke und Labbadia verstanden habe, war das Fehlen eines auf die Zukunft gerichteten Entwurfs, der sich schon in bestimmten entwicklungsfähigen spielerischen Elementen in den einzelnen Spielen zeigen sollte, ein Defizit bei Labbadia. Etwas verkürzt mit anderen Worten: Labbadia hat (aus welchen Gründen auch immer) eher von Spiel zu Spiel gedacht. Schmadtke wollte ein erkennbares nachhaltiges Konzept und Entwicklung. Aber: Das ist auch für mich offen, ich kann mich in der Sichtweise und Einschätzung irren. Und ich will gerne von dir lernen!

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    • Nochmal: Du darfst gerne schreiben, das du Glasners Idee besser findest als die von Labbadia oder umgekehrt. Daran störe ich mich in keinster Weise.

      Wobei dieses „zukunftsträchtig“ ja auch wieder subjektiv ist.

      Und Schmadtke sagte über Glasner mal: „Er macht sich Gedanken, was sein Team im Ballbesitz macht.“

      Alleine das verdeutlicht doch das ganze Dilemma. Labbadia war es doch, der Ballbesitzfussball spielen lies und Glasner lies und lässt das – zumindest bisher – offenkundig nicht tun. Er will Pressing und Umschalten lassen. Und das ist selbstverständlich sein gutes Recht und eine sinnvolle Idee, gerade mit einem Spieler wie Schlager.

      Ich bitte darüber wirklich mal vorurteilsfrei nachzudenken. Und das wird einfach nicht getan. Das ist Fakt. LEIDER!

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    • Und jetzt werde ich mal kritisch gegenüber Labbadia: Der hat zwei große Fehler gemacht aus meiner Sicht:

      1. Er hat sich Schmadtke zum Feind gemacht!
      2. Er wollte „sein Ding“ alleine durchziehen und hat vergessen, Schmadtke „mitzunehmen“…

      Beides tödlich für einen Trainer. Daran ist er letztendlich „gescheitert“, obwohl er seinen Vertrag ja bis zum Ende erfolgreich erfüllt hat.

      Glasner hat 1. und 2. bisher vollumfänglich geschafft, er hat ein gutes Verhältnis zu Schmadtke und hat ihn für „seine Idee“ begeistert – Glasner Wins! Und deshalb wird sich Schmadtke extrem weigern, ihn auch nur irgendwie in Frage zu stellen.

      Ich bin fertig.

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  26. Hmmm, die letzten Tage ist das hier mehr ein Lehrbeispiel für missglückte Online-Kommunikation als ein Fußball-Blog ;-)
    Wie wäre es mit einem Treffen interessierter Wolfsblog-User, z.B. vor einem Heimspiel im Nordkurvensaal? Da können die Protagonisten mal zusammen ein Pils nuckeln und sich persönlich austauschen. Hilft meiner Erfahrung nach ungemein so eine Maßnahme zur Verbesserung der Grundstimmung!

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  27. Natürlich interpretiere ich in den Begriff „zukunftsträchtig“ viele eigene Vorstellungen hinein, z.B. vor allem das, was hier seit Jahren beklagt wird. Nämlich dass der VfL keine alle Mannschaftsebenen durchdringende Spielphilosophie hat. Und die meisten über Jahre erfolgreichen Clubs haben eine solche. Oder irre ich mich? Und ich denke, Schmadtke ist hier angetreten, in eine solche Richtung zu arbeiten. Und ich denke auch, dass er in Labbadia nicht den Trainer gesehen hat, mit dem er solches entwickeln kann. Insofern dürfte seine öffentliche Erzählung von der nicht stimmenden „Chemie“ zwischen ihm und Labbadia zu den Notlügen gehören, zu denen er sich in einem Interview einmal bekannt hat. Für mich ist es keine Frage, dass die Trennungsgründe sachlich und substanziell waren.
    Ich habe Labbadia als guten Fußballpragmatiker wahrgenommen, der nach Anfangsproblemen eine ziemlich desolate Mannschaft wieder auf die Beine gestellt hat, oft gute Spiellösungen für den Tag gefunden und insgesamt erfolgreich gearbeitet hat. Eine Spielidee, ich bevorzuge eben den Begriff Spielsystem oder Spielphilosophie im Sinne eines umfassenden und auch über eine Saison hinausweisenden und dennoch flexiblen Konzepts, habe ich bei Labbadia nicht wahrgenommen. Nicht in seinen Aussagen und nicht in der sicher eingeschränkten Wahrnehmung im Spiel.
    Bei Glasner sehe ich bzw. unterstelle ich mehr Potenzial und eine größere planerische Weitsicht. Das kann man aus vielen Darstellungen zu seiner Art Fußball entnehmen, auch den beiden von dir angegebenen. Aber ich sage auch, diese Erwartungen sind bisher weitgehend ungesicherte Kredite. Und wenn er die momentane „Minikrise“ nicht zu lösen vermag, wird es höchstwahrscheinlich gar nicht dazu kommen, dass er seine Ideen in Wolfsburg wird verwirklichen können.
    Insofern spreche ich Labbadia keine Spielidee geschweige denn einen ausgeprägten Sachverstand ab, das wäre ja irre. Ich habe aber Zweifel, ob er der Trainer gewesen wäre, mit dem man einen umfassenderen konzeptionellen Entwicklungsweg hätte gehen können, für den Schmadtke – wiederum nur nach meiner Wahrnehmung – angetreten ist. Aber ich hatte ja auch schon meine Bedenken geäußert, ob der VfL und Wolfsburg überhaupt der Club und Ort sind, wo solches machbar ist.

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    • Ich glaube auch, das Glasner „mehr Potenzial“ besitzt als Labbadia. Ich glaube aber nicht (!), das beide „Welten trennen“ oder der Abstand so extrem groß ist, wie hier oft „unterstellt“ wird. Denn das sind überwiegend weiche Faktoren, die hier ins Spiel gebracht werden, man könnte auch sagen, subjetive Faktoren. Ich möchte dir aber generell gar nicht widersprechen, darum ging es mir nie!

      Und Zweifel darf man selbstverständlich an beiden Trainern haben, das ist menschlich.

      Damit möchte ich es jetzt bewenden lassen.

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  28. https://www.youtube.com/watch?v=vQLUA8XK2nQ

    Schaut euch mal die Highlights von LASK gegen PSV an.
    Solche Spielzüge wie dort zu sehen sind, habe ich bei uns lange nicht mehr gesehen. Eine Homogene Truppe.

    Da denke ich, dass man bei uns halt letztes Jahr Tatsache an einem Limit gespielt hat, was den Blick etwas verzerrt.

    Ich meine man steigt fast 2 Jahre in Folge ab, kommt dann in den Europacup, mit fast den selben Spielern und nun geht es wieder spielerisch Berg ab.

    Ich denke einfach, dass diese Mannschaft in der Zusammenstellung nicht das leisten kann, was wir gerne hätten.

    Schaut euch mal die Flügelspieler vom LASK an. Auch in dem oben verlinkten Text steht geschrieben, dass beim LASK System bei Ballbesitz der Weg über außen gesucht werden soll. Das klappt bei Linz sehr schön, schaue ich mir unsere Flügelspieler an, weiß ich halt auch, warum es nicht klappt.

    Zweikämpfe werden verloren, Kreativität geht komplett ab, unsere Mittelfeld Akteure um Arnold und Guilavogui geben dem ganzen dann den Rest.

    Wenn wir mal gefährlich wurden, lag es oft halt auch an Mehmedi, der einer der wenigen ist, die mal einen gefährlichen Pass an den mann bringen können.

    Nachdem ich mir jetzt einige Auftritte, vor allem auch von den Linzern angesehen habe, denke ich halt auch, dass Glasner mit dieser Zusammenstellung der Mannschaft kein leichtes Leben hat. Ich meine, wenn man bedenkt, wer jetzt in Linz am Steuer sitzt, muss man sich Fragen, welche Qualität unser Kader eigentlich wirklich hat.

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    • Man könnte behaupten, dass es bei LASK weiter so gut läuft, weil Ismael das 3-4-3 System von Glasner übernommen hat und sich dementsprechend keiner wirklich umstellen musste.

      Bei uns mussten sich die angesprochenen Arnold und Guilavogui verändern. Zudem die Außenspieler Roussillon und William, dazu die Flügelspieler, die mehr inverts spielen und weniger an der Linie kleben…

      Aber das ist dann doch eventuell zu weit hergeholt… :ironie:

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    • Ich finde beeindruckend, wie Linz im Umschaltspiel kompakt verschiebt, die Räume eng hält, um möglichst viele Anspielstationen zu haben und so sehr schnell mit vier, fünf Spielern vor oder gar im gegnerischen 16-er ist. Und aus dem Ballbesitz heraus gibt es dann den präzise getimten vertikalen Pass oder den Querpass auf die schnellen Außen, die in der Vorwärtsbewegung dann vier, fünf Mitspieler offensiv mitziehen. Und auch bei Ballverlust verschiebt man kompakt und verengt die Räume, so dass der Gegner gleich wieder unter Druck gesetzt wird. Dadurch bleiben die Laufwege relativ kurz, sind aber trotzdem effektiv. Die Spielweise ist riskant, auch das kann man sehen. Aber das Risiko minimiert sich in dem Maße, wie die gesamte Mannschaft sie gekonnt umsetzt. Und im Unterschied zum augenblicklichen Spiel des VfL hat man den Eindruck, dass bei Linz die Spielbewegungen immer die komplette Mannschaft mitmacht. In manchen Spielphasen des VfL muss man leider noch erleben, dass der eine Spieler überrascht ist von dem, was der benachbarte Mitspieler macht. Aber auch Linz hat für diese Spielabläufe einige Zeit gebraucht und es wird sicher nicht so sein, dass, wie Spaßsucher mal anmerkte, die Mannschaft das alles in wenigen Monaten von dem auch uns bekannten „französischen Trainer“ gelernt hat.
      Im Gegenteil kann man am Beispiel Linz sehen, welchen Wert es hat, wenn ein Spielsystem über längere Zeit in einer Mannschaft trainiert wird und funktioniert. Dann muss sich der Trainer anpassen und kann nicht eben mal „sein Ding“ machen.

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    • Ich fand Weinzierl in Augsburg auch gut. Und auf Schalke?

      Gibt ja noch viel mehr Beispiele. Nicht jeder Trainer passt zu jeder Mannschaft und nicht jedes System passt…

      Aber wer bei VW nur arbeitet, hat damit vielleicht Schwierigkeiten

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    • Genau…mehr (qualifizierte) Lehrer braucht das Land…auch Wolfsburg…dann würde es deutlich bergauf gehen…

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  29. Falsche Stelle

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  30. Verschoben

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