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VfL Wolfsburg: Ein Blick in die Nordkurve der Volkswagen Arena. (Photo by Helge Prang/Getty Images)

VfL Wolfsburg und die Logo-Diskussion: Fans kämpfen weiter für altes Vereinswappen

Ein Teil der Fan-Szene des VfL Wolfsburg ist weiterhin unzufrieden mit der Vereinsführung. Die Vorwürfe: Inkompetenz, Identitätsverlust und Entfremdung von den Fans – und auch die Logo-Diskussion flammt immer wieder auf.

Die Bundesliga-Saison hat der VfL Wolfsburg mit einem blauen Auge überstanden. Doch großer Jubel über den Klassenerhalt ist in Wolfsburg nicht ausgebrochen. Zu sehr liegen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Und so konnte man in den letzten Heimspielen der Saison wütende Fan-Plakate in der Nordkurve sehen, die hart mit der Vereinsführung und dem Aufsichtsrat ins Gericht gingen. Ein Teil der Fan-Szene wirft dem Verein schon seit Jahren vor, sich immer weiter von den Fans zu entfernen. Das familiäre Gefühl sei verlorengegangen und eine Mitbestimmung durch die Fans fehle komplett. Die Kritik ist zahlreich und vielschichtig. Immer auch dabei: Die Forderung an den VfL Wolfsburg zum alten Logo zurückzukehren.

Die Logo-Diskussion in Wolfsburg

Den Anfang nahm diese unheilvolle Geschichte im Jahr 2002. Damals wurde die Profiabteilung des VfL Wolfsburg e.V. ausgegliedert und die VfL Wolfsburg Fußball GmbH gegründet. Zu dieser Zeit wuchs auch die Einflussnahme von Volkswagen. Einhergehend mit vielen Veränderungen beauftragte der VfL Wolfsburg die Braunschweiger Werbeagentur „Gingco“, das Vereinswappen umzuändern und ein neues zu kreieren.

Hatte das alte Logo noch viele Ecken und Kanten und zeigte die beliebten Zinnen der Wolfsburg, die die Verbundenheit zur Stadt symbolisierten, so war davon beim neuen Logo nichts mehr zu sehen. Keine Zinnen mehr und ebenfalls stark in der Kritik: Ein nach oben hin geöffneter Halbkreis, der laut der Ultras an das Burger-King-Logo erinnere. Die Fan-Gruppierung „Green White Angels 1995“ beschreibt es so: „Wenn es eine Geschichte erzählt, dann nur die Entfremdung des VfL Wolfsburg von seinen Wurzeln: dem Breitensport, der Stadt Wolfsburg und letztendlich von uns, den Fans.“ Aus diesen Gründen findet man in der Nordkurve in der Volkswagen Arena bei den Ultras auch keine einzig Fahne, die das neue Logo zeigt. Die Banner und Fahnen zeigen ausschließlich das alte VfL-Logo mit den Zinnen.

Seit diesen Tagen hält der Protest an und flammt auch in der aktuellen Lage beim VfL Wolfsburg wieder auf. Doch damals wie heute stößt der Protest eines Teils der Fan-Szene bei den Verantwortlichen des Vereins auf taube Ohren. Im Gegenteil: Zuletzt wurden härtere Maßnahmen gegen die Ultras beschlossen, wie härtere Einlasskontrollen, was den Konflikt nur weiter anheizte. Und so wird in Wolfsburg in Teilen der Fan-Szene nicht nur über das Logo weiter gestritten werden.

112 Kommentare

  1. Ich stelle mir gerade die Relegation 2017 vor und denke über die damalige Logoeinführung nach. Aber fangen wir mal bei 2017 an: Wolfsburg muss in die Relegation und spielt ums Überleben gegen Braunschweig. Alle stehen im Block. Es ist eine Stimmung, wie ich sie lange nicht gesehen habe. Zu dieser Saison wusste keiner, dass wir später nochmal in die Relegation müssen und das gegen Kiel. Wären wir gegen Braunschweig abgestiegen, wäre der Schmerz 50 Jahre später noch zu spüren gewesen.

    Ich nehme mal ein paar Emotionen raus und zitiere die GmbH:

    "Was bis dato das Vereinswappen war, wird in Zukunft die Marke 'VfL Wolfsburg' sein. Die Kreisform, die das 'W' umschließt, ist geöffnet und besitzt nun eine deutlich dynamischere Komponente: Nach oben offen – wie die gesamte Entwicklung des Bundesligafußballs in Wolfsburg."

    Nach 27 Jahren 1. Liga sehe ich die gesamte Entwicklung nicht so, aber darüber kann man streiten. Machen wir weiter mit der Reise zurück in die Zukunft. Peter Pander verkündet eine Zusammenarbeit mit der Gingco.net. Viele würden jetzt sagen, ist ja nur eine Firma, aber ich zitiere mal wieder:

    Gingco.net aus Braunschweig betreut VfL Wolfsburg

    'Wir freuen uns sehr, dass wir ab sofort und für jeden sichtbar in der ersten Liga spielen,' kommentiert Jörg-Uwe Argo, Geschäftsführer der Gingco Werbeagentur, den Gewinn des Werbeetats des VfL Wolfsburg. Argo hält es für eine besondere Auszeichnung, für den VfL zu arbeiten. 'Schließlich gibt es nun mal nicht mehr als 18 Erstligavereine in Deutschland und viele Agenturen hätten gerne einen derart öffentlichkeitswirksamen Etat im Portfolio.' Mit einer umfassenden Präsentation eines signifikanten Marken- und Imageauftritts und mit einer außergewöhnlichen kommunikativen Ausrichtung hat die Agentur den Pitch für sich entscheiden können."
    Man müsste sich jetzt nichts Böses dabei denken, ist ja unsere nette Nachbarstadt :hit: Aber fantasieren wir mal und stellen uns vor, wir gehen bei Burger King essen und wir kommen aus Braunschweig. Sind bestimmt keine Fans der Eintracht, bestimmt nicht. Wir sitzen da also und essen einen Whopper und einen Big King und waren beim letzten Heimspiel der Eintracht und haben so kein Bock auf den VfL und eigentlich sagen die Leute aus der Kurve, trollt doch mal den VfL und seine Fans.

    HALT! Wir sind ja keine Eintrachtfans und obwohl wir in Braunschweig leben, haben wir so nichts damit zu tun und auch keiner von unseren Kollegen. Also sitzen wir da, starren in die Höhe und sehen das Logo von Burger King und fangen sofort an, ein schönes Design für unseren Partner :yeah: des VfL zu zeichnen. Keiner kann mir sagen das es große Unterschiede zwischen dem Logo von Burger King und dem VfL gibt.

    Geschichtsstunde zu Ende, aber wir lieben ja unser Logo und alle sind lieb zueinander und morgen früh holen wir uns dann die Muttermilch von der GmbH ab.

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    • "Nach oben offen – wie die gesamte Entwicklung des Bundesligafußballs in Wolfsburg."

      Nunja, der VfL hat in der Zeit öfter International gespielt, hat den DfB Pokal gewonnen und wurde Deutscher Meister. Die Entwicklung ist hier also nach oben offen gewesen, allerdings, und das gehört auch zu der Wahrheit, eben auch nach unten hinten offen gewesen. Du sprichst die Relegation ja an :).

      Ansonsten stimmt es zwar, dass die Firma aus BS kommt, allerdings muss am Ende jemand beim VfL die ganze Sache abnicken, da kommt nichts einfach so heraus und man muss dann das Design nehmen…

      Der VfL als Verein hätte sich da schon selbst dafür oder dagegen entscheiden können… Deine Story ist natürlich absichtlich überspitzt formuliert, hat dann aber schon etwas von "Geschichten aus dem Paulanergarten".

      Ich bin ja auch ein Befürworter des Wappens, aber was manch einer für eine Verbissenheit und Engstirnigkeit an den Tag legt, ist schon fast wieder "lustig" und das hat am Ende nichts damit zu tun, dass man für das was man möchte "einsteht". Denn das kann man auch anders…

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    • GrünerJäger

      Ich habe gerade mal gegoogelt, um herauszufinden, was ständig mit diesem Burger King Vergleich gemeint ist. Jetzt verstehe ich, es geht lediglich um den Halbkreis außen herum :)
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Burger_King_logo_%282005%29.svg

      Kann man da wirklich von sprechen, dass es keine "großen Unterschiede" zwischen den Logos gibt?
      Das ist lediglich ein kleines Element, was mir bis zum heutigen Tag noch nie aufgefallen war.

      Ich kenne das Burger King Logo immer so:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Burger_King

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    • Und ewig die gleiche Leier um ein Logo..
      Irgendwann wird es doch auch einfach to much und nervt dann nur noch.
      Ist ein wenig wie mit Musik. Wenn ständig die gleiche Platte spielt, fängt sie an zu nerven und man nimmt sie negativ wahr…

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    • Habe auch eine Geschichte, zwar nicht ausm Paulaner Garten dafür aber real passiert. Geht tatsächlich auch um den Kreis um das alte Logo.

      Ich habe mir zur Saison 97/98 für knapp 100,- DM das neue Trikot von meinen Ersparnissen und dank meiner Mama gekauft. Ich war damals 17, Allesfahrer und richtig stolz auf das Trikot, nicht zuletzt weil es mein erstes war (ich bin seit 94 dabei).
      Zur Rückrunde ist aber leider der Kreis um das Zinnenwappen abgegangen. War ärgerlich, an eine Nachbesserung im Fanshop habe ich natürlich nicht gedacht. Scherzhaft haben einige gesagt, ich hätte es in der Türkei gekauft. Aber das war mir egal, habe dann immer gesagt: mein Verein ist für alles offen, da stört eine Mauer drum herum nur.

      Und siehe da, 4-5 Jahre später ist die Mauer zum Teil gefallen, nachdem zwischen durch ja sogar zwei Kreise drumherum waren. :p

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  2. wolfsBURGOOOOOO

    Wenn man nicht aus der Stadt kommt kann es einen egal sein. Wer keine Lust an dem VfL Wolfsburg hat kann auch gerne RB- Fan werden.

    Mir ist doch egal was am Ende auf der Brust vom VfL für ein Wappen oder Logo ist es sollte bloß zu dieser Stadt passen nicht wie das aktuelle Ding da. Leider ist was wahres an der Geschichte dran. Aber der Trend geht ja auch zu mehr ja sagern als nein. Es gibt nunmal Fakten die gegen das Logo sprechen. Selbst der alleinstehende Wolf passt besser aufs Trikot als diese Handtaschenmuschi. Wir sind aufgestiegen mit dem Wappen, ohne den Aufstieg wäre eine Meisterschaft und Champions League nicht möglich gewesen. Wo ist den der sportliche Erfolg der nach oben offen sein sollte. :ninja:

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    • Warum soll das aktuelle Logo nicht zu dieser Stadt passen?
      Ich bin mit dem alten Logo aufgewachsen und war eigentlich ganz froh als das neue kam.
      Das alte sah für mich immer ein wenig so aus "…und da haben wir uns in der Küche zusammengesetzt und mal was auf Papier gebracht…" – aber letztendlich ist es mir egal – kann auch das Logo von "Captain Iglo" sein – wichtig sind immer die Menschen, mit denen man zu tun hat und nicht ein Logo.

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    • Und Du legst fest, wer Fan welches Verein zu werden hat? Wegen eines Logos, welches es gar nicht mehr offiziell gibt?Köstlich, und genau deswegen kann man Eure Aussagen schon gar nicht mehr ernst nehmen!
      „Mama, der will mir mein Förmchen nicht wiedergeben, der soll nicht mehr in meinem Sandkasten spielen“ :top:

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    • Spätestens nach "Taschenmuschi" sieht man, wes Geistes Kind du bist.
      Rein hypothetisch davon zu sprechen, dass man mit dem alten Wappen aufgestiegen ist und das mit einem neuen Logo nicht passiert wäre.

      Kannst du die Zeit zurück drehen und mit Sicherheit behaupten, dass VW nicht irgendwann angefangen hätte die Schatulle aufzumachen und wir wären halt mit neuem Logo dann 6-7 Jahre später aufgestiegen?

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  3. Ich möchte zu dem Logo auch mal was sagen:

    Bei mir zählt sportlicher ERFOLG und nicht welches Logo wir tragen. Wolfsburg bleibt Wolfsburg, ob altes oder neues Logo.
    Ja zugegeben, das alte Logo ist ästhetischer, aber es bringt uns in keinem Fall automatisch den sportlichen Erfolg.

    Ich gehöre zu der jüngeren Generation hier im Blog (Gen Z) und ich kenne nur das jetzige Logo.

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    • Meisterschaft, Pokalsieg usw. alles mit neuem Logo, also was worum geht’s wirklich? Da wird einfach nur stur versucht, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Wer da nicht mitschwingt, kann ja zu RB wechseln? Ich dreh dann lieber den Spieß um:
      Wem unser VfL nicht gefällt, ist wohl eher Fan des falschen Vereins. Mittlerweile wird ja alles beim VfL von der Szene in Frage gestellt. Vom Eigner, Logo bis hin zur GF und dem AR. Bleibt bald nicht mehr viel…

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    • Ich will mich kurz fassen:

      Ich war damals dabei bei der Logoeinführung und mir sitzt persönlich der Stachel sehr tief wie es damals abgelaufen ist! Auf einer arroganten Art und Weise wie sie heute noch gelebt wird, hat man sich in einer Nacht- und Nebelaktion über die Köpfe der Fans hinweg gesetzt!

      "Frisst oder stirbt, ihr habt hier nichts zu melden und ZU war die Tür!" Ein Schlag ins Gesicht aller Fans! Für mich steht dieses Logo sinnbildlich wie seitdem mit uns umgegangen wird! Mit Arroganz und Überheblichkeit "OBEN NICHT GANZ DICHT"!

      Ich bin traurig das man es bis heute nicht geschafft hat, mir ein anderes Bild zu vermitteln sondern immer noch den selben Trott fährt! Eine emotionale Sache die mich mehr ärgert als das Design!

      Ich will aber kein schwarz oder weiß sehen! Ich finde es ist an der Zeit endlich einen Kompromiss zu finden sonst hört die Diskussion nie auf!

      Es ist unser Erbe, es ist unsere Karre die im Dreck steckt! Dann lasst uns doch der Verein sein, der es sich leisten kann zwei Logos zu leben! Das ist doch das was wir immer wollen! Uns von anderen in der Liga unterscheiden! Endlich stolz darauf sein und nicht immer A oder B leugnen!

      Die Umsetzung: Ganz einfach! Alle an einen Tisch, Standpunkte definieren, Ideen sammeln, aufeinander zu gehen und Lösungen finden! Aber da fängt ja schon das erste Problem an!

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    • So sehe ich es auch. Es gibt Entscheidungsträger, die sowas bestimmen. Dann müdsen die Befürworter in so eine Rolle aufsteigen.

      Da mangelt es aber wahrscheinlich an Bildung.

      Aber mal im Ernst. Immer nur "Mimimi" schreien und etwas fordern was wieder nur 5% der Stadiongänger intressiert. Das ist fast schon so wie mit den Klimaklebern… Wieso fragt man nicht mal die große Merheit was sie will :klatsch:

      Mit dem neuen Logo verbindet man Meisterschaft, Pokalsieg, Supercupsieg, Relegationen, Spieler wie De Bruyne oder Dzeko. Das alte ist weg. Ganz einfach.

      So wie Bayern in den Jahren 20 Logos hatte, obwohl dort Mitglieder „mitbestimmen“.

      Und ja ich finde das alte Logo auch cooler.

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    • nofake.albert

      Es sollte aber legitim sein als Fan auch Sachen kritisch zu sehen.

      Wer sich in diesen Verein irgendwann mal verliebt hat, will das Beste für ihn. Dafür gibt's viele Ansätze.

      Aber kritisch sein hilft weiter sich zu entwickeln.

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    • Ohne Frage ist Kritik berechtigt.

      Aber man kann sich doch nicht so hinstellen, als ob das irgendwen außer die Ultras juckt.

      90% mindestens ist es scheiß egal. Und das kommt mir bei den Forderungen immer zu kurz. Als ob alle das wollen…

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    • @Wolli; Siehst du und für mich steht der und die Aufstiege bis zur 1. BL über allem! Für mich gibt es den VfL nicht erst seit 2009! Ich verbinde mit dem VfL Spieler wie Roy Präger, Siggi Reich, Bruno Akrapovic, Uwe Zimmermann, Trainer wie Gerd Roggensack oder Willi Reimann!

      Und zu deinen 5% würde ich aus meiner Sicht 95% sagen! Beides entspricht aber nicht der Wahrheit und ist sowohl unter- als auch übertrieben!

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    • Der Ton macht die Musik
      Die Art und Weise der „Forderungen“ ist mittlerweile unterste Schublade. Ebenso wie man mit den eigenen, anders denkenden Mitfans umgeht. Was meint die selbsternannte aktive Szene eigentlich, wer sie sind? Sie haben nicht zu bestimmen, welcher Fan wie sein Fansein zu leben hat oder von welchem Verein er Fan zu sein hat. Sie sind nicht „Boss“ der Fans des VfL Wolfsburg oder gar der Eigner, welcher den Takt vorgibt. Es handelt sich lediglich um normale Dauerkartenkäufer, die zu Gast des Bundesligisten VfL Wolfsburg sind. Sie sind nicht besser oder schlechter als jeder Dauerkartenbesitzer der Geraden oder Wölfikurve!
      Man hat ihnen sogar Privilegien zugesprochen, wie bemalen von Stadiontreppen, Nutzung von Räumlichkeiten etc.
      Es wurden ihnen diverse Dinge zugestanden und es ist alles nicht genug? Auch all das ist ein Teil der Wahrheit, der gerne unter den Teppich gekehrt wird und keine Erwähnung findet.
      Sie sind dennoch „nur“ zahlender Gast und nicht mehr oder weniger, das sollten sie nicht vergessen!

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    • Ich bin da bei Juppi. Von mir aus kann Donald McDonald auf unserem Logo sein. Hauptsache wir spielen erfolgreichen Fußball (jedes Jahr international egal in welcher League) Erfolg macht sexy und attraktiv.
      Aber es scheint tatsächlich Generationen Problem zu sein.

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    • In wie weit soll ein ein Generationsproblem sein?

      Es gibt "alte" VfL Fans, es gibt junge VfL Fans, denen das relativ egal ist ob Logo / Wappen.

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    • DerKD danke für deine Mathekünste.

      5% finden das neue besser?

      Natürlich waren die Werte geschätzt.

      Ich selber finde von der Optik auch das alte Besser.

      Aber man kann ja nicht fordern fordern fordern und das Thema damit sp wichtig machen, wenn es dem Großteil egal ist bzw. sich mit dem neuen identifiziert.

      Wie beschrieben hatte Bayern in den letzten 20 Jahren mehr als 10 Logos. Das war mal in der WAZ als Schaubild dargestellt.

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    • Was Klimaprotest und das Logo des VfL Wolfsburg miteinander zu tun haben, eine Erklärung dafür würde ich mir schon noch wünschen, lieber Wolli

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    • Wolli, keine Ursache ;-)

      Du nennst ja schon die Lösung in deinem Post!

      Wenn Bayern in 20 Jahren 10 versch. Logos nutzt, warum rotieren wir denn nicht auf irgendeiner Art und Weise?

      PS. Weil wir hier seit Jahren nicht mehr miteinander sondern immer gegeneinander arbeiten!

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  4. Spielt mal wieder eure emotionale Leier ab. Wir akzeptieren euch, aber ihr akzeptiert uns nicht.
    Der Unterschied zwischen euch und uns ist, dass wir für Identifikation einstehen, dass Wolfsburg unsere Heimatstadt so aussieht, wie sie aussehen sollte.

    Wir sind alle VfL-Fans und wollen das Beste für unseren Verein, sportlich sowie traditionell.
    Dass Tradition und Identifikation in der TikTok- und Facebook-Welt keine große Rolle spielen, ist uns klar, aber wir werden weiterhin dafür einstehen. Hier werden mit Argumenten geschossen, die definitiv nicht richtig sind, nur weil einige in die Ecke gedrängt wurden. So weit in die Ecke gedrängt, dass sie einen VPN-Service nutzen, um ihre Likes in die Höhe zu treiben. Auch eure mehreren Identitäten um Stimmung zu machen bekommen wir mit.
    Es muss jetzt endlich mal ausgesprochen werden, was lange auf der Seele brennt: Es muss Schluss sein mit dem "Wir sind die Netten aus der Kurve." Die Mehrheit will einen Wechsel. Macht mit, ihr seid alle herzlich dazu eingeladen.

    Für unseren Grün- Weißen VfL mit den Zinnen auf der Brust!

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    • Nope, sorry. Wer trotz Pyroverbot Pyro im Stadion zündet, trotz Pfiffen der eigenen Fans braucht bei mir nicht mit "emotionaler Leier" kommen.

      Ist diese "Die Mehrheit will einen Wechsel" gerade mit uns in einem Raum? Gibt es da representative Umfragen zu?

      Was soll "Es muss Schluss sein mit dem "Wir sind die Netten aus der Kurve."" eigentlich bedeuten? Soll das ne Drohung sein?

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    • JohTas;

      Die netten aus der Kurve haben fast 20 Jahre in der Arena nicht gezündet sondern immer für Stimmung und bunte Choreos gesorgt!

      Das Maß ist einfach mal voll und das kann ich nach dieser Saison besonders nachvollziehen und ich gehöre nicht zur aktiven Szene!

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    • Sowas nennt man glaube ich Schizophrenie.
      Die Mehrheit der Ultras vielleicht.

      Die Mehrheit der Fans, da müsste man eine Umfrage starten und dann auswerten.
      Jeder DK Inhaber / legitimiertes Mitglied darf 1 mal vorten.

      Keine Antwort zählt weder für noch gegen das Logo / Wappen.

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    • @UltraAL
      " Es muss Schluss sein mit dem "Wir sind die Netten aus der Kurve." Die Mehrheit will einen Wechsel. "
      Kannst Du mir das mal genauer erläutern?
      Wer ist denn die Mehrheit? Und was ist gegen eine nette Kurve auszusetzen?

      Davon ganz ab, kannst Du mal eine Liste erstellen was da sonst noch schief läuft in der Ultra vs. GmbH Welt?
      Also das Logo- und Aufsichtsrat/Mitspracherecht-Thema sind ja schon dolle diskutiert. Was gibts denn noch für Probleme? Der Stachel scheint ja noch viel tiefer zu sitzen.

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    • @UltraAL:
      Sorry, dein Kommentar ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Eine deutliche Minderheit will der Mehrheit sagen was richtig oder falsch ist ?
      Sorry für meine deutlichen Worte, aber ich entscheide selbst was ich mag oder nicht und die Ultras sind diejenigen, die uns Normalos nur akzeptieren, wenn wir auf eurer Seite sind.
      Dabei ist die Lösung sehr einfach: Lasst uns gemeinsam auf der Seite des VFL sein.

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    • @ultra: Komischerweise sind das wir bei allen vermeintlichen Ultra Fans solche Aussagen die in sich so viel Widersprüche aufzeigen. Ich stelle mal die Frage wie ein Argument wie es reicht und jetzt randalieren wir (stark verkürzt) zur Diskussion führen soll und sich dann gleichzeitig noch als Opfer das darzustellen naja. Liegt mehr in der Zeit als deine Kritik.

      Verstehe mich bitte nicht falsch. Protest ist wichtig. Gleichzeitig sollte es m.E. Auch immer die Bereitschaft zum Dialog da sein. Schwierig ist es natürlich dass im Fußball Geld verdient wird und sich das schon widerspricht. Dafür können Ultras an sich auch nichts.

      Das einzige was mir einfällt ist einfach einen neuen Verein gründen und in den erstmal „sauren Apfel“ beißen.

      Gleichzeitig finde ich die immer gleich Debatte genauso langweilig und inhaltsleer wie die ständige Diskussionen um Trainer bei uns oder Spieler und eine absurde Erwartungshaltung, hybris oder z.t. Wahrscheinlich ein sehr Inhaltsarmes leben :/ (letzteres trifft sicherlich die absolut wenigsten)

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    • wir haben auf jeden Fall noch einen langen Weg wie ich das hier lese

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    • @vflthomas:
      Eigentlich ist der Weg ganz einfach:

      Man AKZEPTIERT und RESPEKTIERT die Meinung der Mehrheit und hört auf mit verbotenen und gesundheitsgefährdenden Aktionen. Zudem verstößt man nicht mehr gegen Regeln, Vorschriften und Gesetze. Spricht sich mit verschiedenen Fangruppierungen ab und geht GEMEINSAM auf den VFL zu.
      Unterstützt von GEMEINSAMEN Aktionen, die abgesprochen, geplant und vorschriftsmäßig sind.

      Kann auch einfach sein, wenn man nicht nur sich selbst "feiern" will. Oder man macht es eben wie bisher, muss dann aber nicht "rumheulen" und sich als "Opfer" hinstellen, wenn es Konsequenzen gibt und die gibt es. Denn die hohen Geldstrafen und das "in Kauf" nehmen von möglichen Beeinträchtigungen, Verletzungen bzw. Gefährdungen von zum Beispiel Kindern und anderen Fans, die nur normal einfach ihrem Verein zujubeln wollen, ist NICHT hinnehmbar und durch absolut NICHTS zu rechtfertigen!!!

      Ich will aber nicht weiter Öl ins Feuer gießen, denn ein wenig verstehe ich den Frust der "aktiven Szene", wenn man ständig nicht weiter kommt. Jedoch sind die Mittel der Wahl aktuell die aus meiner Sicht absolut FALSCHEN.
      Also, wie schon hier geschrieben, setzt euch zusammen und geht zunächst auf die anderen Fans zu und versucht dann gemeinsam Aktionen zu planen und umzusetzen. Da gibt es so viele Möglichkeiten "Protest" und "Wünsche" in einem gangbaren Weg zu bringen.
      Wie gesagt, es kann auch einfach einfach sein, man muss es nur wollen. Statt sich zu vermummen, um Pyro zu zünden…zum Beispiel jetzt.

      Gemeinsam für unseren VFL!
      :vfl:

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  5. Schon interessant wie plötzlich etliche neue Accounts auf einmal auftauchen um die Logo Diskussion erneut zu entfachen. Man könnte fast meinen man hätte sich abgesprochen oder wir haben hier wieder jemanden mit zu viel Langeweile :D

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    • Ich tippe auf das Zweite.

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    • Nach einer sportlich komplett schlechten Saison und einem sehr großen Spalt zwischen Fans und der GmbH ist das Fass jetzt am überlaufen. Gespräche im Sommer werden wohl folgen Ausgang ungewiss.
      Wir haben soviel mitgemacht, unsere Chroeos werden vom VfL genutzt um damit klicks zu generieren, aber sie kommen uns nicht 1cm entgegen. Nein sie schicken Pyospürhunde ins Stadion und behandeln uns wie krimielle. Warum werden den keine Abstimmungen gemacht? Nicht weil wir es nicht wollen weil keiner sich verantwortlich fühlt. Am Ende ist es doch egal wie wir sportlich stehen, wir sind immer da! Was war den zu den Zeiten als wir manchmal nur 11000 Fans im Stadion hatten. Wir waren da und haben Stimmung gemacht. Was die Pyro am letzten Spieltag angeht bitte richtig informieren mehr sage ich dazu nicht mehr.
      Wir werden handeln und werden sehen was kommt!

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    • Dir Fans bedeutet bei dir die Ultras bzw. einige der aktiven Fanszene.

      Bitte spreche nicht für alle, auch wenn ich für das Wappen bin. Der VfL hat bei mir keinen Spalt zwischen mir und ihm getrieben…

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    • Was kommt, ist klar:
      Die Nordkurve Wolfsburg wird sich verändern und es werden statt der derzeitigen Szene irgendwann andere dort sitzen. Es werden sich nach Jahren andere Gruppen bilden. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass der Konzern sich von einer Gruppe erpressen lässt! Köstlich, hat was von Sitcom

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    • Ich sehe es auch so wie UltraAL. Dieses ''aber sie kommen uns nicht 1cm entgegen'' höre ich durch bekannte in der Ultraszene mittlerweile über 10 Jahre und da ist einfach was dran. Ich habe den Kontakt zwar etwas verloren im laufe der Zeit, aber was damals los war, ist es sicherlich heute auch noch. Das muss einfach unfassbar ermüdend sein und es kann sich denke ich mal kaum einer vorstellen. Ich bin bei sowas immer etwas radikaler unterwegs und würde es den Fans mal gönnen, die immer nur am haten und draufhauen sind, dass die Ultras einfach mal eine Saison fernbleiben. Viel Spaß in einem Stadion, ohne Stimmung, außer von den gegnerischen Fans. Vielleicht bewegt sich dann auch mal der VfL, ich denke anders geht es schon fast nicht mehr. Für viele (Fans, Verein) ist das alles schon zu selbstverständlich, aber nein, das ist es nicht.

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    • Wenn ich in ein Stadion der Ultras wegen hingehe, dann weiß ich auch nicht. Ich gehe ins Stadion, um die Mannschaft des VFL spielen zu sehen, alles drum herum ist zwar hübsches Beiwerk, für mich aber absolut nicht notwendig.
      Also, von mir aus kann die Ultra-Szene gerne mal ein zwei Spiele wegbleiben. Hat man wenigstens kein Problem mit Pyro mehr.
      Übrigens fand ich den Fußball während der Coronazeit sehr gut und habe es wirklich genossen, mal Fußball zu sehen, ohne irgendwelche Fans, die sich wichtiger als den Sport nehmen.

      Haben die Ultras eigentlich das Monopol auf Stimmung oder darf ich ins Stadion des Spiel wegens gehen? Ich frage nur, weil ist ja "selbstverständlich", dass da Stimmung ist.

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    • @UltraAL Wenn es euch so wichtig ist, dann tut doch mal was. Unsere Szene ist "Vereinspolitisch" doch auch einfach zahnlos – und wenn man dann doch mal etwas machen will, macht man es auf die dümmstmögliche Art und Weise. Es gab in dieser Saison viele Stimmungslagen, bei denen es völlig angebracht gewesen wäre, mal gegen die Vereinsführung und VW zu schießen.

      Aber ihr macht das natürlich genau zu dem Zeitpunkt, zu dem sich gerade etwas verändert. Diese Aktionen aus dem Bochumspiel… im Winter wären die passend gewesen. Nachdem gerade der Trainer gewechselt wurde, die Mannschaft endgültig im Abstiegskampf angekommen und Schäfer gerade abgehauen ist, holt ihr dann aber im April plötzlich zur Generalkritik aus. Unter anderem an der "Fanfremden Geschäftsführung", dabei ist der Geschäftsführer nur wenige Tage vorher gegangen. Das ist purer Dilettantismus, mit dem ihr euch die Axt ins eigene Bein hackt.

      Die Kritik wird dann auch möglichst plump angebracht. Anstatt sich ein durchdachtes Spruchband zu überlegen, haut man einfach alles raus, was einem gerade so einfällt. "Seelenloser Plastikklub", "Spielball des Konzerns"… Wollt ihr euch bei den anderen Fanszenen anbiedern, oder wollt ihr wirklich etwas bei VW erreichen? Denn mit solchen Spruchbändern erreicht ihr maximal das Erste, nicht das Zweite. Ich habe nämlich schlechte Neuigkeiten für euch: Der VW Konzern wurde auf dem Rücken von Zwangsarbeitern errichtet, man hat in Brasilien während der Militärdikatur Menschen foltern lassen, bei Volkswagen in China kommen noch heute Zwangsarbeiter in der Lieferkette zum Einsatz, man hat mehrere Korruptionskandale und den riesigen Abgasskandal hinter sich. Trotz all dieser Verwirrungen und Verstrickungen in teilweise schwere Verbrechen steht der Konzern noch heute. Denkt ihr, die lassen sich von ein paar Bengalos und plumpen Sprüchen aus der Fassung bringen?

      Ihr müsst doch eure "Nachrichten" entsprechend an den Empfänger anpassen. Die Kritik intelligent formulieren. Ihr habt es nicht mit irgendwelchen Idioten zu tun, sondern mit intelligenten und krisenerprobten Topmanagern. Ebenso bringt es nichts, kontinuierlich Leuchtfackeln abzubrennen. Ich habe ja Sympathien für euren Kampf "David gegen Goliath", aber David hat gegen Goliath gewonnen, weil er schneller und cleverer war. Nicht weil er ihn mit Streichhölzern beworfen hat.

      Es ist echt tragisch. Man merkt, dass ihr jede Menge politische Energie in euch habt. Ihr nutzt sie nur leider, ohne dabei mal euren Grips anzustrengen. Es gibt in der Geschichte der Menschheit viele Beispiele, an denen ihr euch orientieren könntet. Ihr seid nicht die erste Fanszene, die versucht, etwas gegen den Widerstand der Vereinsführung durchzusetzen. Einigen ist es gelungen, vor allem denen, die auch verstanden haben, wie Politik funktioniert.

      Wenn ihr VW überzeugen wollt, dann macht ihr das sicherlich nicht mit ein paar Leuchtfackeln. Da braucht es größere Aktionen. Wie @Ein_Wolf zum Beispiel sagt: Stimmungsboykott. Aber eben so richtig, nicht nur ein paar Minuten. Im Zweifelsfall muss man da auch mal eine halbe Saison weg bleiben. Das schadet nämlich der Außenwirkung der Vereins so richtig und daran ist auch VW interessiert. Pyro ist "cool", für jeden, der sich drüber aufregt, gibt es auch einen, der es feiert. Das schadet dem Marketing nicht.

      "Go big or go home" heißt es bei solche Dingen. Dieser Kindergarten, den ihr da seit mittlerweile gut zwei Jahrzehnten veranstaltet, der wird euch nicht weiter bringen. Entweder ihr kämpft richtig, bildet euch auch mal dementsprechend oder ihr hört auf rumzuheulen.

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    • @JohTas dir würde ich es echt mit Freude wünschen, dass du die Spiele in Ruhe ohne Stimmung ohne irgendwelchen Tamtam genießen kannst. :kopfball:
      Ich glaube tatsächlich, du gehörst zu einer Minderheit, die wirklich die Spiele in der Coronazeit genießen konnten. Ich fand es grausam. Die Spieler und Funktionäre sicherlich ach. Bis auf die Trainer die gut Kommandos geben können. ;)

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    • Es mag hier ja Einige geben, die gehen ins Stadion gucken sich 90 Minuten Fußball an, kippen vielleicht dabei ein paar Biere und nach Abpfiff verschwenden sie für 6 Tage keinen Gedanken mehr an Fußball/VfL.

      Das ist aber nicht bei allen Fans so. Nicht umsonst gibt es in der Nordkurve einen richtigen Tourismus. Da kommen richtige Spießer mit Kamara und dann wird alles und jeder gefilmt und fotografiert ohne Ende, über Fahnen gemeckert. So kann man dann seinen Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen ja mal richtig zeigen, dass man ja huihui so richtig mitten drin war.

      Davon ab, seit mindestens einem Jahr ist die Nordkurve rappel voll. Man muss ja fast 1, 5 Stunden vorher da sein, um halbwegs Plätze zu kriegen.

      Da denke ich mir, oh doch, ganz viele Fans wollen genau diese Stimmung!

      Also bitte nicht immer nur stur die eigene Ansicht oder Wahrnehmung als die "einzige Wahrheit" darstellen. Es wäre schon hilfreich, sich mal ohne Vorurteile andere Meinungen und Wahrnehmungen anzuhören und auch mal drüber nachzudenken.

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  6. In den letzten Wochen wird hier ja viel über den AR und seine möglichen Mitglieder und Kompetenzen diskutiert. Ich habe das Gefühl, die Debatte geht dabei oft am Thema vorbei und einigen ist überhaupt nicht bewusst, dass die Bezeichnung "Aufsichtsrat" erstmal relativ wenig darüber aussagt, wie viel dieser Aufsichtsrat "zu melden" hat.

    Aber der Reihe nach: Ein Aufsichtsrat ist in erster Linie ein Kontrollorgan. Die Idee hinter einem Aufsichtsrat ist, dass ein Vorstand (bzw. im Fall des VfL Wolfsburg die Geschäftsführung) jede Menge Mist bauen kann, während er ein Unternehmen leitet. Die Aufgabe des Aufsichsrates ist es, dies zu unterbinden. Ganz simpel gesprochen. Der Vorstand ist der Pilot, der das Flugzeug steuert, der AR ist die Flugverkehrskontrolle, die Startfreigabe und Landeerlaubnis erteilt, den Piloten dazu anhält, auf Kurs zu bleiben und die Behörden informiert, wenn ein Pilot versucht Unfug mit seinem Flugzeug zu veranstalten. Das Flugzeug selbst steuert der AR nicht, er kann dem Vorstand aber durchaus in einem gewissen Rahmen sagen, wo er langzufliegen hat. So kann man sich das eigentlich sehr gut verbildlichen.

    Verlassen wir die Flugzeugmetapher und kommen zu der Frage, wer eigentlich bestimmt, wer im Aufsichtsrat sitzt. Beim "klassischen" Aufsichtsrat einer AG sind das die (stimmberechtigten!) Aktionäre, also diejenigen, die Stammaktien halten. Im Fall von VW sind das die Porsche Holding SE, das Land Niedersachsen und Katar. Diese drei halten gemeinsam knapp 90% der Stammaktien und stellen jeweils eigene Vertreter im AR. Für Katar sitzt zum Beispiel die Ingenieurin Hessa al-Jaber im AR, der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist ebenfalls Teil des Gremiums und von Porsches und Piëchs wimmelt es da sowieso immer. Der Aufsichtsrat stellt sicher, dass die Aktionäre im Unternehmen direkt vertreten sind.

    Bei Fußballvereinen wird der AR hingegen für gewöhnlich von den Mitglieder gewählt. Hier haben nicht einige wenige viele Stimmen, sondern viele jeweils nur eine Stimme. Unterm Strich kommt aber das gleiche dabei raus: Diejenigen, denen der der Verein gehört (die Mitglieder), bestellen einen Aufsichtsrat. Der Aufsichstrat stellt sicher, dass die Mitglieder repräsentiert sind und der Vorstand überwacht werden kann.

    So ist es natürlich eigentlich auch beim VfL. Mit dem großen Unterschied, dass es beim VfL nicht mehrere "Eigentümer" gibt, sondern nur einen einzigen: Volkswagen. Es gibt zwar häufiger Aufsichtsräte in GmbHs, aber bei 100%-igen Tochterunternehmen ist das eher selten. VW hat eh totale Kontrolle über den Verein, der Vorstand wird weder demokratisch gewählt, noch gibt es andere Aktionäre. Wen will der AR da eigentlich genau kontrollieren? Die Geschäftsführung wird zwar offiziell vom AR ernannt, aber letztlich ist das zu 100% VWs Entscheidung. Genauso wie die Entscheidung darüber, wer im AR sitzt. Das ist ein wenig, als würde man ein Selbstgespräch führen. VW gehört Flugzeug, Pilot, Verkehrskontrolle und sogar der Flughafen, um nochmal zu der Metapher zurück zu kommen.

    Nun schreibt die DFL ihren Lizenznehmern (ergo den Vereinen) aber vor, ein "Kontrollorgan" einzurichten, wenn sie eine Lizenz für die Profiligen erhalten wollen. Also muss der VfL einen AR haben, auch wenn es von der Organisationsstruktur ausgehend eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt. Worüber hier also die ganze Zeit diskutiert wird, ist also eigentlich totaler Quatsch. Der AR ist beim VfL eine "Show", die man für die DFL aufführt. Nichts weiter. Wenn man sich die Besetzung des AR mal so anschaut, dann wird auch schnell klar, dass das der einzige Zweck dieses Gremiums ist. VW könnte Frank Witter auch zum "Head of Volkswagen Global Soccer" machen und ein Frettchen zum AR-Vorsitzenden ernennen, beim VfL würde sich rein gar nichts verändern.

    Die Forderung nach "mehr Fußballkompetenz im AR" zeugt vor allem von einem Bildungsdefizit. Man ist sich offensichtlich überhaupt nicht bewusst, wie der eigene Verein funktioniert. "Mehr Fußballkompetenz bei VW" wäre eine wesentlich akkuratere Forderung. Was man sich aber eigentlich wünscht, das passt nicht auf ein Spruchband. Eigentlich wünscht man sich, dass Volkswagen so ist, wie Red Bull. Bei Red Bull sind die Übergänge zwischen Kerngeschäft und Sportengagement fließend. Im Konzern arbeiten viele ehemalige Leistungssportler. Oliver Mintzlaff ist da ein gutes Beispiel: Mehrfach als Langstreckenläufer an großen Wettbewerben teilgenommen, anschließend Management studiert, dann bei Puma Karriere im Management gemacht. Bei RB war er erst als "Head of Soccer" eingestellt, dann bei RB Leipzig direkt beschäftigt, nun ist er in der Geschäftsführung des Stammkonzerns und betreut da den gesamten Sportbereich, also auch die Formel 1 etc.

    Man stelle sich mal vor, Marcel Schäfer wäre nun noch ein paar Jahre beim VfL geblieben und dann in den Vorstand der Volkswagen AG gewechselt. Völlig absurd. Bei RB läufts es aber so. Der wichtigste Unterschied ist allerdings nicht diese Aufstiegsmöglichkeit, sondern die Tatsache, dass es bei RB einen Geschäftsführer gibt, der sich ausschließlich mit dem Sportbereich befasst. Bei Volkswagen gibt es nichtmal einen Vorstand, der für den Bereich Marketing zuständig ist.

    Da liegt das große Problem beim VfL. Es gibt keine Lobby in der Zentrale des Mutterkonzerns. Sport und Marketing sind bei VW keine Kernthemen, wie sie es bei Red Bull sind. Man schaut da mal drauf, wenn man Zeit findet und überlässt es sonst denen, die man dafür abgestellt hat. VW war im Sport noch nie langfristig erfolgreich. Man agiert da überaus kopflos – was eben kein Wunder ist, weil man de facto kopflos ist. Es gibt niemanden, der so wirklich dafür zuständig ist. Da steigt man groß beim DFB ein, verdrängt Mercedes… und zack ist ein neuer Chef da, der das Engagement viel zu teuer findet, dem aber vielleicht auch einfach die langfristige Vision fehlt. Schon hat man unzählige Millionen verloren, denn nur ein paar Jahre DFB-Sponsor zu sein, hat eben keinen großen Effekt. Das muss man schon 40-50 Jahre durchziehen, sonst lohnt sich das nicht.

    Insofern sind Forderungen nach Beratern wesentlich sinnvoller, als Forderungen nach etwaigen Kompetenzen im AR. Es braucht Berater für Frank Witter bzw. die Konzernspitze und keine weiteren Schauspieler, die dann vielleicht in der Vergangenheit mal gegen einen Ball getreten haben. Gremienarbeit ist doch total träge, es braucht keine Umstrukturierung des Gremiums, die dann entweder keine, oder nur sehr langsame Ergebnisse produziert. Im Optimalfall befasst sich die Konzernspitze mehr mit dem Sport bzw. Marketing im Allgemeinen, ansonsten wäre es schon super, wenn sich der VfL einfach mal extern Hilfe sucht.

    Abschließend noch zwei Sachen: Ich habe dem AR jetzt erstmal sämtliche Kompetenz abgesprochen, das wird aber nicht immer so bleiben. Nicht weil VW etwas ändern wird, sondern weil die DFL etwas ändern wird. Das kann sich aber noch ziehen. Und selbst mit dieser Änderung bleibt der Einfluss des AR in Wolfsburg aufs minimum beschränkt. VW hat weiterhin die absolute Befugnis, was den sportlichen Bereich angeht. Nur beim Logo/Wappen und den Vereinsfarben bekommt der VfL e.V. dann etwas Mitspracherecht. Allerdings auch nur, um etwaige Änderungen zu verhindern. Da das Logo des VfL schon geändert ist, sollte man sich keine Hoffnungen machen, dass diese Änderung das Wappen zurück bringt.

    Außerdem noch etwas zu der Frage, was eigentlich die Kompetenzen eines Aufsichtsrats sind. Also nicht des Gremiums selbst, sondern der individuellen Personen. Wie Stan schon mehrfach geteilt hat, haben die allermeisten Bundesliga-Aufsichträte nämlich sehr wenig mit Fußball am Hut. Zumindest professionell. Es sind aber in der Regel langjährige und verdiente Vereinsmitglieder. Die Idee ist folgende: Die Geschäftsführung hat "Ahnung vom Fußball", der AR "versteht den Verein" und kennt sich sonst vor allem mit wirtschaftlichen Aspekten aus.

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  7. Solange immer wieder gefordert wird, "zurück zum alten Wappen!" und "wir wollen Mitspracherecht!" frage ich mich immer: "Wovon ist diese ´aktive´ Fanszene eigentlich Fan???
    Ich glaube, im Grunde nur von sich selbst!

    Als Fan des Vereines gehe ich die Schritte mit!!! Oder eben nicht! Aber dann muss der Weg auseinander gehen!
    Klar muss ich nicht alles gut finden und kann auch kritisieren, EINMAL, vielleicht zweimal, aber das "neue" Logo gibt es jetzt seit 22 Jahren…

    Und dieses "Mimimi" nervt langsam nur noch. Diese "Fans" sind nicht Fans des aktuellen Vereines, sondern der Vergangenheit! "Früher war alles besser!" War es das?
    Hier werden Dinge idealisiert, die es schon lange nicht mehr gibt oder noch nie gegeben hat…

    Wenn mir nicht passt, was mein "Idol" macht, dann muss ich mir ein anderes suchen!
    Fussball ist reine Unterhaltung!
    Und wenn er mich nicht unterhält, dann muss man sich was anderes suchen!

    Wenn mir nicht passt, wie die Vereins-Führung mit den "Fans" umgeht, dann muss ich mir als "Fan" einen Verein suchen, der mich (die wichtigste Person auf der Welt, so glaube ich, sehen sich diese Fans!) so behandelt, wie ich es möchte!

    Niemand wird gezwungen, vom VfL Wolfsburg in der aktuellen Form oder mit dem aktuellen Logo Fan zu sein!
    Wenn doch so vieles nicht passt, dann zieht doch die Konsequenzen…

    Die Systemtheorie sagt uns, dass ich das System nicht ändern kann, ich kann nur mich ändern! oder um es mit Einstein zu sagen: Immer die gleichen Dinge tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten, ist Irrsinn!
    Seit 22 Jahren kämpft Ihr nun gegen das "neue" Logo und was hat es gebracht?
    Was bringt euch dann zu der Hoffnung, dass es im 23. oder 24. oder 25 Jahr anders wird???

    Irgendwo oben steht, dass der Kampf ums Logo stellvertretend für emotionale Verletzungen steht.
    Gott, dann arbeitet doch endlich an diesen emotionalen Themen und lasst das Generve um das Logo…
    Das werdet Ihr doch nicht ändern!
    Und im Grunde wird es euch besser gehen, wenn Ihr das ENDLICH akzeptiert (nach 22 Jahren!)!

    Der Verein, dessen Fans Ihr angeblich sein wollt, hat sich vor so langer Zeit ein neues Logo gegeben, also:
    Seid Fans und geht den Schritt endlich mit!

    Über die anderen Inhalte (Emotionen, Mitbestimmung, Umgang mit den Fans, etc.) kann man dann vielleicht in Ruhe reden, wenn der emotionale Ballast endlich liegen gelassen wird.

    Einer muss die harte Front aufgeben. Der Verein ist es sicher nicht, die haben schließlich vor 22 JAHREN (ich kann das gar nicht oft genug schreiben!) BEWUSST das alte Wappen in das neue Logo WEITERENTWICKELT!!!

    Lasst euch einladen "dabei zu sein":

    "Bei aller gebotenen Entschiedenheit der Veränderung des
    VfL-Zeichens ist dieser Relaunch eher als Evolution denn als
    Revolution ausgefallen. Alle bisherigen Elemente sind grundsätzlich
    erhalten, lediglich begradigt und formal reduziert. Entscheidend ist
    dabei der Erhalt der Farbigkeit. Das kräftige Grün war und ist ein
    starkes Wiedererkennungsmerkmal des Vereins, das in der zukünftigen
    Kommunikation zum zentralen optischen Signal des VfL Wolfsburg wird.
    Zusätzlich ist der Markenauftritt des VfL Wolfsburg um einen
    Slogan ergänzt: "Dabei sein." ist die positive Aufforderung dazu zu
    gehören, ins Stadion zu kommen, ein Teil der Mannschaft zu werden,
    sich zu identifizieren."
    https://www.presseportal.de/pm/21573/365144

    Ein arabisches Sprichwort sagt: Scheiße stinkt solange man drin rührt!
    Hört auf zu rühren, dann stinkt es auch nicht mehr!

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    • @Versipellis
      Danke für die Ausführung und für deinen respektvollen Umgang.

      Mal eine frage in die runde wie realistisch ist es eigentlich das wir ein neues logo bzw. das alte wappen wiederbekommen?

      VG Maik

      2
    • @ Der_Kulli
      Genauso ist es und Du triffst den Nagel auf den Kopf!
      Ich bin von dem lächerlichen Gejaule auch nur noch genervt und mittlerweile ist mir sogar dann ein ruhigeres Stadion lieber, als dieses ständige Gejammer. Danke für Deinen Beitrag :vfl:

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    • Der_Kulli, dein Beitrag ist fernab jeder Realität. Dein Prinzip funktioniert vielleicht mit einem Supermarkt, den ich wechsle, weil ständig das Obst vergammelt ist. Oder die Hausbank, nachdem ich eine Falschberatung erhalten habe.

      Die „Entscheidung“ für oder gegen einen Fußballclub ist viel weniger rational. Du warst als Kind mit dem Vater im Stadion, die Existenz Deiner Familie hängt am Werk, du hast tolle Erinnerungen an Auswärtsfahrten etc. pp.

      Auf der anderen, völlig gegensätzlichen Seite, steht die Schnelllebigkeit des Geschäfts. Führungskräfte kommen und gehen und bauen in aller Regel nie auch nur ansatzweise die Identifikation eines Fans auf.

      Dieses Spannungsfeld gilt es zu MANAGEN, nicht arrogant weg zu wischen. Die Clubs profitieren sehr von dem Wert der Identifikation:
      – Einnahmen aus verschiedensten Quellen (Tickets, Fanarrikel, Verpflegung etc.)
      – Atmosphäre, die die Presse auffangen und vermitteln kann; hierdurch Stärkung der Geldquelle Nummer 1 DFL/TV-Rechte
      – kostenloses Marketing, da die Logos von Club und Sponsoren durch die Weltgeschichte getragen werden

      Auch mir ist aufgefallen, dass der VfL überdurchschnittlich arrogant mit der „Fanszene“ umgeht. Dass das zu Widerständen führt, ist so und wird immer so bleiben. Bis hier hin ist auch nichts verwerfliches festzustellen. Über die „Art und Weise“ kann man aber natürlich immer diskutieren.

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    • @Lupinho, kannst du das erläutern, inwiefern der VFL Wolfsburg überduchschnittlich arrogant mit der Fanszene umgeht?
      Also im Vergleich zu anderen Vereinen?

      Ich bin mir nicht sicher, aber haben wir nicht immer noch relativ geringe Eintrittspreise? Wie sieht das mit dem Nahrungsangebot und den Fanartikeln aus?

      Dass der Verein das Wappen verändert, ohne die Fans zu fragen halte ich nicht für arrogant, sondern normales Fussballgeschäft.

      Ich gehe mit einigen hier mit, dass einige aus der Fanszene zu viel erwarten, nur, weil sie ein paar mal auf die Trommel kloppen und ein paar Fangesänge anstimmen (überspitzt gesagt).

      Seit wann hat denn der Fan Mitspracherecht? Der Verein ist das und macht sein Ding und du gehst entweder mit, oder halt nicht.

      Ein paar größere Sachen, wie der Investoreingriff sind es Wert andere Maßnahmen zu ergreiffen (Stichwort Tennisbälle). Aber was genau ist denn beim VFL Wolfsburg (ausser sportlich) jetzt sooo schief gelaufen, dass es Drohungen von Seiten der Fanszene geben muss? Das verstehe ich nicht wirklich. Das muss mir jetzt wirklich mal einer erklären und zwar nicht mit allgemeinen Floskeln, sondern klein auf klein.

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    • Jetzt mal ganz ehrlich, mit welchem Recht wird hier überhaupt irgendetwas gefordert?

      -Das Logo ist zu einer internationalen Marke geworden in den letzten 22 Jahren und wird daher kaum mal eben verschwinden.

      -Wenn mir die Kneipe, die ich freiwillig besuche nicht gefällt, wird sie auch nicht wegen meiner Wenigkeit umgebaut. Ich käme gar nicht auf die Idee, den Wirt dann zu erpressen es zu tun, oder ich zünde Rauchbomben bis er es tut, nur weil ich am lautesten gesungen habe.
      Dann suche ich mir doch eher die Kneipe, die meinem Geschmack entspricht und ziehe weiter.

      -Mir gefällt dann auch der Geschäftsführer der Kneipe nicht, also muss der wegen mir auch gleich weg ;)
      Achso, nebenbei will ich zukünftig auch mitbestimmen wie die Arbeitskleidung der Servicekräfte auszusehen haben.

      – Wenn wir schon dabei sind, die anderen Gäste haben sich meinen Forderungen anzuschließen oder sollen sich eine andere Kneipe suchen…

      Merkst selber, oder?

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    • @net-zwerg

      Für gewöhnlich wird von den Mitgliedern des Vereins darüber abgestimmt, ob das Logo/Wappen geändert werden soll. Der "Fan" hatte da in Deutschland also schon immer Mitspracherecht. Der VfB Stuttgart hat sein Logo erst vor wenigen Jahren modernisiert, das wurde von den Fans akzeptiert und mitgetragen. Sonst hätte man diese Änderung gar nicht erst angestoßen. Letztlich hat dann die Mitgliederversammlung entschieden und da hat jeder Fan die Möglichkeit, eine Stimme zu erhalten. Was du behauptest, ist also schlichtweg falsch. Der VfL ist der einzige Profiverein in der deutschen Fußballgeschichte, der eine grundlegende Änderung (also mehr als eine insignifikante Änderung eines Farbtons) des Wappens über die Köpfe seiner Fans hinweg entschieden hat. Das ist Fakt.

      International kam sowas aber schon häufiger vor. Juve und Inter beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit. Da wurden die Fans nicht gefragt und bei denen gibt es die gleichen Debatten, wie bei uns. Die Fanszenen hassen die neuen Logos und weigern sich, diese zu akzeptieren. Manchester City hat das beispielsweise cleverer gelöst. Dort war man mit dem Wappen auch unzufrieden, also hat man ein historisches Logo von einer Agentur mehrfach neu auflegen lassen und die Fans dann über den endgültigen Entwurf, der Tradition und Modernität miteinander verbindet, abstimmen lassen. So hat man die Interessen der neuen Eigentümer und der alteingessenen Fans unter einen Hut gebracht. In Bordeaux hat der neue Eigentümer ebenfalls das Logo ändern lassen – und nach dem Widerstand der Fans ist man zum alten Logo zurückgekehrt.

      Es gibt also zwar Beispiele dafür, dass Eigentümer so eine Änderung über die Köpfe der Fans hinweg entscheiden, aber auch genug Beispiele dafür, dass das nicht selbstverständlich ist – und meist eine dumme Idee. Wir sehen es ja jetzt hier seit 22 Jahren, wozu so etwas führt. In Mailand und Turin werden sie die Diskussion auch in 22 Jahren noch führen.

      Mir ist die Wappendiskussion eigentlich völlig egal, was ich mich dabei aber immer Frage: Warum ist dem Verein das neue Logo so wichtig? Warum haben da auch außerhalb der Fanszene so viele Menschen eine Meinung zu? Der "Ich gehe nur ins Stadion um Fußball zu schauen" Fraktion müsste es ja eigentlich so egal sein wie mir. Sollen sie doch ihr Zinnenwappen wiederbekommen. Sind doch beide schön (meine Meinung) und das ist am Ende eh subjektiv, mit der Ästhetik braucht man da eigentlich gar nicht anzufangen. Da kann man es eh nicht allen recht machen.

      Die Argumente der Fanszene sind zumindest logisch. Ohne die Zinnen könnte das Logo auch genau so gut von Werder Bremen sein (wenn die sich jetzt dazu entscheiden würden, ihr Logo zu modernisieren). Einen Wiedererkennungswert gibt es nicht, dabei hat den wirklich fast jeder Verein in der Liga auf dem Wappen. Die einzigen Vereine, die weder ein Wappentier, ein Gründungjahr oder ein spezielles Symbol haben, sind Wolfsburg, Gladbach und Bremen. Bei Gladbach findet sich aber zumindest das typische Streifenmuster wieder und das "Werder-W" gibt es in der heutigen Form schon seit 1936.

      Der einzige deutsche Verein, der keinerlei traditionelles Wiedererkennungsmerkmal auf dem Logo hat, ist auch der einzige Verein, bei dem die Fans keinerlei Mitspracherecht in der Frage hatten, wie dieses Logo aussehen soll. Das ist schon sehr auffällig und da wird für mich dann auch ein schlüssiges Argument draus, warum man sich als Fanszene ignoriert fühlt.

      Insofern habe ich schon Verständnis für die ewige Diskussion, auch wenn ich mit dem neuen Logo gut leben kann. Wofür ich kein Verständnis habe, ist die Unbeweglichkeit der Vereinsführung. Von denen habe ich nämlich noch kein intelligentes Argument gehört. Und kommt mir jetzt nicht mit Marketing und einer modernen Ausrichtung. Die Vereine, die sich in den letzten Jahren in Deutschland am besten "vermarktet" haben, sind die, die Erfolg hatten. Der VfL kann sich mit oder ohne Zinnen gut vermarkten und an den Zinnen ist jetzt auch nichts "altbackenenes".

      Wenn es mal zu einer Abstimmung kommen würde, dann hätte wohl derzeit die Fanszene meine Stimme. Einfach weil sie das logischste Argument vorbringen. Ich lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

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    • @Frank Also meiner Erfahrung denken Ausländer, wenn ich im Urlaub mit VfL-Trikot rumlaufe, ich sei Fan von Werder Bremen. Selbst die Sportschau verwechselt die Logos regelmäßig. Wenn ich erzähle, dass ich Wolfsburg-Fan bin, wird daraus auch schnell Augsburg oder Hamburg. Der VfL ist soweit davon entfernt, eine internationale Marke zu sein, wie man das als Verein, der sich schon mehrfach für Euorpa qualifiziert hat, nur sein kann.

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    • Grünerfussel.

      Hier ein Artikel zur Situation damals beim VfB Stuttgart https://www.welt.de/sport/article118295845/Der-VfB-Stuttgart-kehrt-zum-alten-Wappen-zurueck.html

      Ich glaube, dass der VfL durch die Rückkehr zum Zinnenwappen und einem dunkelgrünen Farbton richtig richtig viel zurück gewinnen würde, was in den letzten Jahren an Identifikation und auch Interesse geschwunden ist.
      Das neue Logo mit diesem Giftgrün finde ich mittlerweile echt unansehnlich muss ich sagen.
      Na und, dann hat Bremen auch dunkelgrün. Schalke und Bochum sind auch blau-weiß, Köln und Düsseldorf teilen auch die rot-weißen Farben. Als wenn das ein valider Punkt wäre, seine Wurzeln und Identifikation aufzugeben, um sich ein bisschen von Bremen abzuheben :oops:

      Die Argumentation mit dem Wechsel des Wappens zu einem (Marketing-)Logo verstehe ich auch nicht so wirklich. Dieser Tausch war kein guter.
      Ich verstehe den VfL auch nicht; es gibt Tausende, vielleicht Zehntausende (siehe die Aktion mit einer vierstelligen Unterstützer Zahl), denen es wichtig ist, dass Zinnenwappen mit einem dunklen Grün zurück zu holen. Und dann gibt es Fans, denen es eigentlich egal ist..wirklich schade, dass der VfL sich hier so stur stellt und die Chance jede Saison aufs neue vertut. Die Freunde des Zinnenwappen werden vermutlich nie nie niemals aufhören, es zu tragen und verbreiten.

      17
    • @Versipellis. Danke für deine Ausführungen.

      Das betrifft also "nur" die Sache um das Wappen? Oder ist das nur das schlimmste Beispiel?
      Sorry, aber wenn es sich da nur um das Wappen handelt weiß ich ehrlich nicht, was die ganze Aufregung soll. Das Wappen ist nur 1 Teil des VFL Wolfsburg. Und das ist Geschmackssache.
      Ich persönlich habe nichts gegen das Wappen. Wir haben damit Erfolge gefeiert und so schlecht ist es nicht. Es ist ein "W" für Wolfsburg drin, also nicht so Stadtfremd und es ist grün. So what.

      Aber so richtig viele Beispiele für die überdurchschnittliche arroganz habe ich jetzt immer noch nicht gehört.

      2
    • Große Klasse Versipellis. Sehr gute Ausführungen und wie immer kompetent und den Nagel auf den Kopf treffend. vielen Dank dafür. :topp:

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    • @net-zwerg Erstmal danke für die zivile Diskussion, auch an dich @Versipellis.
      Um erstmal auf deinen früheren Post einzugehen: Ja, der VfL hat fast die günstigsten Tickets der Bundesliga (Q: https://www.diefalsche9.de/bundesliga-preisvergleich-der-dauerkarten-2023-24/), dies hängt realistisch gesehen aber auch mit der Nachfrage zusammen, die hier in Wolfsburg, mindestens mal in dieser und weiteren fußballerisch enttäuschenden Saisons, eher gering ausfällt und noch dazu oft von Gastvereinen mit großem Publikum aufgehübscht wird (Q: https://www.diefalsche9.de/zuschauer-und-auswaertsfahrerzahlen-der-bundesliga-2023-24/). Was Preise für Bier und Bratwurst angeht, befinden wir uns im Mittelfeld (Q: https://www.fussballmafia.de/stadien/stadiontabelle/1-bundesliga/). Gleiches gilt für Trikots, die ich hier mal exemplarisch für Fanartikel nehme (Q: https://www.kicker.de/sieben-wurden-teurer-die-trikotpreise-der-bundesligisten-960705/slideshow).
      Die "Wappen-Debatte" ist für mich schon immer stellvertretend gewesen für den Eindruck, dass der VfL Wolfsburg sich wenig um seine Wurzeln (sprich: die Region) zu scheren scheint. Dies spiegelt sich zum Beispiel in Werbekampagnen wieder, die oft nach reinem Marketing ohne echten VfL-Bezug wirken. Ich denke hier zum Beispiel an "immer_hungrig", wobei ich "Wolfsburg, wie wir es lieben" als Schritt in die richtige Richtung sehe. Weitere Beispiele, die eher in Richtung Wappen gehen, wären die Trikotfarbe und dabei auch ganz explizit das dritte Trikot. Das hellgrün mag Geschmackssache sein, aber es sollte zumindest feststehen, dass grün und weiß die Vereinsfarben sind. Nun macht sich aber der Eindruck breit, dass das Weiß in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben ist. Dieses Jahr haben wir immerhin das kleine Muster unten auf dem Trikot, aber gut aussehen tut das nicht. Weiße Hosen haben wir seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr. Und ja: Wenn die Frauen lieber grüne Hosen tragen, was ich nachvollziehen kann, dann macht man hier halt einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Auch das Auswärtstrikot ist nicht mehr weiß, sondern hat einen komischen grün-grau-Ton angenommen. Das dritte Trikot, dass wir jetzt die zweite Saison in Folge tragen (!!!), schlägt dem Fass jedoch den Boden aus. Dieses orange Trikot muss das hässlichste der Vereinsgeschichte sein. Sowohl derjenige, der das entworfen hat als auch derjenige, der es beim VfL durchgewunken hat, solllte sich dafür schämen. Ich habe noch nie positives Feedback dazu gehört.
      Hier wäre eine Fanstimme im Kontrolllorgan sicherlich hilfreich gewesen.
      Ich kann nicht verstehen, wie hier im Forum scheinbar so wenig auf die eigene Mitsprache gegeben wird (denn das betrifft ja auch die Gegner einer Wappen-REvolution, sie wissen es nur scheinbar noch nicht). Etwas Demokratie und Basisnähe würde dem VfL sicherlich nützen. Man sieht ja, wie leer das Stadion ist, wenn der Erfolg ausbleibt. Und dass das nach 2/3 erfolgreichen Jahren in Wolfsburg geschieht, ist mittlerweile fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Auf Schalke würden sie das Stadion 2/3x füllen, obwohl sie so dermaßen schlecht spielen. (Und ich weiß, dass es unsinnig ist, den VfL mit Schalke zu vergleichen, ich möchte nur verdeutlichen, dass Erfolg kein Garant für langfristige Fans ist).
      Sorry für den langen Kommentar, aber ich musste jetzt einfach mal meinen Senf dazugeben. Danke nochmal für die konstruktive Diskussion, hoffentlich bleibt es dabei :)

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    • @ Versipellis
      Ich lebe mittlerweile in Spanien und hier kennt jeder das Logo unseres VfL. Allein schon, weil wir tatsächlich Real Madrid seinerzeit besiegten ;) Also hier verwechselt das keiner mit der Werderraute

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    • @net-zwerg

      Nein. Die Diskussion bzw. Forderung für das Zinnenwappen ist natürlich für die Unterstützer der wichtigste Punkt. Dieses wird ja auch in diversen Fangesängen, regelmäßigen Bannern und dem eigenen Merchandise ersichtlich.

      Des Weiteren sind folgende Themen ein Knackpunkt:
      – Trikot Farben (Trikots grün, Hosen weiß)
      Hier kommt natürlich auch wieder bei den weißen Hosen der geschichtliche Kontext auf, bei dem die damaligen Frauen der Spieler aus weißen Bettbezügen die Hosen genäht haben

      – eine werbefreie Kordkurve

      – Einhaltung von 50+1

      – Mitbestimmung

      – Genereller Traditions/Identifikationsverlust

      Und so weiter.

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    • Die Unbeweglichkeit des Vereins, zieht sich bei vielen Themen durch, nicht nur bei der Wappenfrage. Das man dann als Fanszene massiv gefrustet ist, sollte völlig logisch sein. Vor allem, wenn noch Aussagen von Meeske folgen, die ein nicht ernst nehmen der Fanszene unterstreicht.

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  8. Hat schon jemand etwas gehört, ob es Gespräche zwischen den Fans und dem VfL/Volkswagen gegeben hat oder ob es schon fixe Termine gibt?

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  9. Ein Plädoyer für das alte Wappen
    »Das passt nicht mehr« — »Nee, das ist nicht der zukünftige VfL«, dachte sich 2002 die Marketingabteilung des VfL Wolfsburgs, als sie über das Zinnen-Wappen in ihrer neuen Strategieausrichtung nachdachten. Sie überzeugten die Führungsetage von der nötigen Überarbeitung und aus Wunsch wurde so Wirklichkeit.
    Das Resultat konnte allerdings keine große Begeisterung entfachen. Von vielen Fans wurde das Vorgehen als übergriffig empfunden und das neue Logo abgelehnt. Es formierten sich Proteste gegen den Alleingang ›von oben‹. Der Verein brachte seinerseits kein Verständnis für die empörte Anhängerschaft auf und ignorierte deren lästigen Gegenargumente, um abzuwarten, ob sich die Gemüter legen. Man wartet immer noch…
    Dabei gibt es vier zentrale Gründe für den bestehenden Unmut:
    1. Das angekündigte Redesign ist in der Vielfalt seiner Änderungen übers Ziel hinausgeschossen,
    2. Das VfL-Emblem wurde bei der Überarbeitung fälschlicherweise als Logo und nicht als Vereinswappen behandelt,
    3. Man hat die Trägerschaft, die Fans, die sich mit dem Wappen schmücken sollen, nicht einbezogen und
    4. Die Idee, wofür das heutige Logo steht, bietet keine Grundlage für eine Identifizierung.
    Aber der Reihe nach, beginnend mit einem Blick aus der gestalterischen Perspektive auf die damalige Überarbeitung.
    1.
    Ein Redesign erfolgt, wenn die Repräsentation der dahinterstehenden Marke angepasst werden soll. Es ist ein Signal der Neupositionierung an Kunden und MitstreiterInnen. Die Marke soll sich in ihrem Gebiet positionieren, mithalten oder nachziehen, um sich im Hier und Jetzt erfolgreich zu behaupten. Ist das Logo außerdem nicht mehr zeitgemäß oder lässt sich schlecht in aktuellen Medien darstellen, muss es ebenfalls erneuert werden. Die Gründe passten zu dem Anliegen der damaligen Situation. Der VfL hatte sich sportlich in der Bundesliga etabliert, nun wollte man ›oben mitspielen‹, und aus dem VfL eine ›europäische Hausnummer‹ machen. Mit diesem Briefing saßen die damaligen Designer vor dem Zinnen-W und suchten nach einer attraktiven Übersetzung, um die neue Message zu transportieren.
    In einer ersten Bestandsaufnahme hätte man dabei feststellen müssen, dass die bestehende Message so schlecht gar nicht ist: Ein in Grün gehaltenes, gut lesbares ›W‹ in einem Kreis. Hinzukommen die prägenden Zinnen der ›W-Enden‹, welche auf die Andeutung einer Burg hinweisen. So lässt sich ohne weitere Vorkenntnis auf eine »W-Burg« schließen. Achtet man darüber hinaus auf Schönheit und Modernität, so lässt sich sicherlich streiten… denn zugegeben: Die Ästhetik der visuellen Kennzeichnungen von Bundesligavereinen ist eine eigenwillige. Störrisch und stolz überdauerten die in sich vertrackten Zeichen mit ihren Miniaturschriftzügen, Tiersymbolen und schlecht platzierten Großbuchstaben die Jahrzehnte. Die alljährliche Stecktabelle gleicht einem hieroglyphischen Desaster und ist für glühende Fußballfans unter 9 Jahren eine zeichnerische Herausforderung. Möglich, dass man sich in diesem Vergleich innovativ abheben wollte. Die Frage, auf die ich später noch mal ausführlicher eingehen möchte, ist jedoch, ob diese Kriterien in diesem Fall so eine entscheidende Rolle spielen sollten. Bleiben wir zunächst bei dem Vergleich: Zinnen-W vs. neues Logo. Für die Modernisierung führte man statt dem Kreis einen stilisierten Kringel ein und kappte die altertümlichen Zinnen. Um den Kontext zum Standort zu bewahren, ersetzte man die Burganlehnung durch abgerundete Schrägen, welche die denkmalgeschützten Schornsteine des VW-Werkes symbolisieren. Das starke Primärgrün wurde durch ein dem Stadionrasen nachgeahmtes Hellgrün ausgetauscht. Damit hätte man ein spritziges Logo, was auch im Bundesligavergleich deutlich moderner daherkommt. Doch leider hat man kein besseres Icon geschaffen. Der neue Grünton bereitete bei einigen Printmedien und Bildschirmen Schwierigkeiten in der Kontrastdarstellung. Die Entscheidung für eine Art Kringel ist grafisch zwar die bewegtere, dynamischere Form, aber auch die unentschiedenere; laut Wörterbuch wird sie so definiert: »ein kleiner Kreis, den jmd. irgendwohin gezeichnet hat«. Und zu guter Letzt bleibt statt der plakativen Aussage »W-Burg« für Eingeweihte nur die folgerichtige Entschlüsselung »W-erk«.
    Trotz dieser Schwächen wurde das Logo vorgestellt und musste — darum ist der Direktvergleich wichtig — von jetzt auf morgen als neues Zeichen funktionieren. Es waren nämlich so viele visuelle Charaktereigenschaften angefasst worden, dass das Resultat weit über ein Redesign, oder gar eine bloße neue Variante hinausging. Damit ist es nicht verwunderlich, dass das Logo von Anfang als »das neue Logo« in den Sprachgebrauch einging. Es war nicht ›gewachsen‹ oder ›weiterentwickelt‹, es war einfach neu.
    2.
    Überrumpelt davon stellten sich vielen Fans die Frage: »Warum denn eigentlich überhaupt ein neues Logo?« Beantwortet wurde die Einführung mit Begriffen aus der dahinterstehenden Markenpositionierung wie »innovativ und prägnant« »nach oben offen« »dynamisch und aufstrebend« oder »Vorwärtsentwicklung«. »Iss doch schick« war auch zu hören. Schlagwörter, die VfL-Fans weder in Ekstase versetzten, noch die Änderung verständnisvoll erklärten, warum sich ein neues Zeichen für etwas ausgedacht wurde, was doch bereits ein unverwechselbares Zeichen / einen unverwechselbaren ›Namen‹ hat. Das neue Symbol war zu einer modischen Transporthülle für eine Erfolgsbotschaft geworden. Das Wappen war weg. Unser Wappen war weg. Wappen? Richtig, denn die eigentümlichen Zeichen der Fußballvereine sind in ihrem Ursprung Vereinswappen und keine Logos. Hier verbirgt sich ein großer Knackpunkt in der Behandlung, dessen Differenzierung noch Jahre später erklärt werden muss. In der Berichterstattung wird die »Logo-Diskussion« erwähnt oder »der Streit über das neue Logo«. Völlig zurecht, denn nach der Überarbeitung ist das, worüber wir sprechen, ein ›VfL-Logo‹. Ein Logo, welches damals brutal das VfL-Vereinswappen ersetzt hat. Wir, die Fans, der Verein sind seither wappenlos.
    Die traditionelle Funktion eines Wappens nicht zu berücksichtigen, war ein eklatantes Versäumnis. Denn ein Wappen hat eine ganz andere Funktion als ein Logo. Es kommuniziert mit einer eigenen Symbolik und Formsprache, die klassischerweise aus der Heraldik stammt. In ihr werden Standesattribute, Beziehungen und lokale Verortungen und Verankerung ausgedrückt. Hier haben Wesen Eigenschaften, Pflanzen und Symbole heilige Ursprünge. Eine Kodierung, die trotz langer Historie, offensichtlich oder mit etwas Nachforschen lesbar geblieben ist. Beispielsweise deuten Bayern Münchens bayrische Flagge, Schalkes umrandendes ›G‹ oder Kölns Dom innerhalb der Wappen auf ihre Spielstandorte hin. Die ikonische HSV-Raute ist als Symbol der Handelsschifffahrt zuzuschreiben und erinnert an den Zusammenschluss dreier Vereine der Hansestadt. Ein traditionelles Wappen verweist auf die Herkunft, klärt Zugehörigkeiten und stellt durch symbolische Attribute eine klare Botschaft des Absender vor. Die Träger eines Wappens sind dabei mehr als Sympathisanten. Sie sind Angehörige, die sich mit ihrem Zeichen vorstellen und der Identifikation eine hohe und langjährige Wichtigkeit beimessen. Darum ist die Formbewahrung als visueller Ausweis ein nötiger Bestandteil des Wappens. Und genau darum ist es zeitgenössischen oder modischen Ästhetikregeln eben nicht unterworfen.
    Hinzukommt, dass im Fußball ein Wappen emotional aufgeladen wird. Es ist mit einer wilden Romantik verbunden, fern ab von Pay-TV, interaktiver Bandenwerbung und kalkulierenden Spielerberatern. Man trägt das Wappen auf der Brust, küsst es bei Toren und lässt es sich auf die Wade tätowieren. Der Wimpel hängt im Partykeller, im Auto, am Arbeitsplatz; der Sticker ziert Schulmäppchen, das Graffiti Autobahnbrücken. Die Fans des VfL haben ihn, den Club, als beständige Leidenschaft in ihr Leben integriert, das Wappen ist ihr stolzer Ausdruck dafür. Seine Änderung ist demnach äußerst heikel und hätte sehr sensibel angegangen werden müssen. Zwar haben mehrere Zinnen-W-Wappen nebeneinander existiert, die meisten von ihnen, konnten trotzdem als legitimierter Absender bezeichnet werden, da sie den Ursprung der Symbolik nicht verletzten. Dafür stand besonders herausgenommen das ›W‹ mit den Burgzinnen, das Herz des Wappens. Möglich, das diese Argumentation regional nebensächlich erschien, weil man es in Wolfsburg, Standort des Fortschritts und der Innovation, einfach tatsächlich nicht so sehr mit Tradition, »Wappen« und dergleichen hat.
    3.
    In Wolfsburg hat man es neben der fehlenden Sensibilität für sein ursprüngliches Emblem zusätzlich verpasst, die Gruppe, die das neue VfL-Zeichen nach Außen präsentiert und sich damit schmücken sollte, nach ihrer Meinung zu fragen. Und das, obwohl man 2002 gerade damit begann, zu einem Gefüge zusammenzuwachsen. Eine neue, richtige Spielstätte war geschaffen worden, der VfL erarbeitete sich so langsam überregional etwas Respekt, wir Fans entwickelten ein neues Selbstbewusstsein und waren stolz über die Zugehörigkeit in der ersten Liga. Dieses Gemeinsame war durch das förmliche Aufzwingen des neuen Logos, in ein »die dort« und »wir hier« zurücksortiert worden und führte zu einen erheblichen Vertrauensbruch. Denn die vielen Fans, die bereits hunderte Male den Konzern und seine besondere Beziehung zum VfL verteidigt hatten, bekamen an dieser Stelle selbst die autokratische Macht des Eigentümers zu spüren.
    4. und Fazit
    Die angeführten, vor allem zurückliegenden Umgangsfehler reichen aus, um zu erklären, warum die Gewöhnung an das neue Logo nie richtig erfolgt ist. Man könnte dagegen halten, und es als ›nur ein‹ Zeichen sehen, denn der Verein dahinter ist ebenfalls im ständigen Wandel. Sicher ist: Es ist ›das‹ Zeichen, unter dem wir Deutscher Meister geworden sind. Gewichtige Punkte auf der Gegenseite, aber ein weiteres, wenig gesehenes Argument macht es letztendlich unmöglich, sich mit dem derzeitigen Logo zu identifizieren. Und das ist die oben erwähnte Erfolgsmessage, die das Logo in sich trägt. Damals wurde nämlich nicht nur ein Logo eingeführt, sondern auch eine Vision von einer strahlenden erfolgsbringenden Zukunft des VfLs heraufbeschworen. Der Start für die Umsetzung dieser Vision ist in diesem Heilsbringer-Logo für alle sichtbar gemacht worden. Nochmal die Schlagwörter hierzu: oben mitspielen, nach oben offen, europäische Hausnummer, dynamisch, prägnant, innovativ, Vorwärtsentwicklung… Wie wir wissen, ist die geplante Etablierung im oberen Drittel (heimlich Viertel) zum großen Teil und trotz positiver Ausschläge eine Illusion geblieben — viele mittelmäßige oder gar abstiegsgefährdete Saisons bestätigen das. Doch trotzdem hat sich damals etwas eingeschlichen: Eine Verheißung, die uns Fans nach wie vor verführt und kurz darauf enttäuscht, ein Versprechung, dessen Nicht-Erfüllung uns soviel medialen Spott beschert und ein vermessener Anspruch, der intern im Verein für erhebliche Identitätsschwierigkeiten sorgt. Dieses überzogene Erfolgsdenken verkörpert unser aktuelles Logo. Und das wirkt, insbesondere angesichts einer fehlenden Nachhaltigkeit und Kontinuität auch noch unangenehm lächerlich. Wir spielen unter einem Logo, dessen Botschaft so selten etwas mit der Realität zu tun hat und dessen brutale Einführung so exemplarisch für viele nicht zu Ende gedachte Kurswechsel steht. An eine sportliche Erfolgsstrategie, alleine vom Werk aus gelenkt, daran lässt sich derzeit und mit Blick auf die zurückliegenden 21 Bundesligajahre schwer glauben. Darum sollten wir uns wieder als das präsentieren, was wir zumindest immer waren, sind und bleiben: Als Wölfe aus der W-Burg.

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    • Unglaublich interessanter Beitrag, worüber man sich oft noch nie so intensive Gedanken zu gemacht hat. Vielen Dank dafür!

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  10. Ein Plädoyer für das alte Wappen
    »Das passt nicht mehr« — »Nee, das ist nicht der zukünftige VfL«, dachte sich 2002 die Marketingabteilung des VfL Wolfsburgs, als sie über das Zinnen-Wappen in ihrer neuen Strategieausrichtung nachdachten. Sie überzeugten die Führungsetage von der nötigen Überarbeitung und aus Wunsch wurde so Wirklichkeit.
    Das Resultat konnte allerdings keine große Begeisterung entfachen. Von vielen Fans wurde das Vorgehen als übergriffig empfunden und das neue Logo abgelehnt. Es formierten sich Proteste gegen den Alleingang ›von oben‹. Der Verein brachte seinerseits kein Verständnis für die empörte Anhängerschaft auf und ignorierte deren lästigen Gegenargumente, um abzuwarten, ob sich die Gemüter legen. Man wartet immer noch…
    Dabei gibt es vier zentrale Gründe für den bestehenden Unmut:
    1. Das angekündigte Redesign ist in der Vielfalt seiner Änderungen übers Ziel hinausgeschossen,
    2. Das VfL-Emblem wurde bei der Überarbeitung fälschlicherweise als Logo und nicht als Vereinswappen behandelt,
    3. Man hat die Trägerschaft, die Fans, die sich mit dem Wappen schmücken sollen, nicht einbezogen und
    4. Die Idee, wofür das heutige Logo steht, bietet keine Grundlage für eine Identifizierung.
    Aber der Reihe nach, beginnend mit einem Blick aus der gestalterischen Perspektive auf die damalige Überarbeitung.
    1.
    Ein Redesign erfolgt, wenn die Repräsentation der dahinterstehenden Marke angepasst werden soll. Es ist ein Signal der Neupositionierung an Kunden und MitstreiterInnen. Die Marke soll sich in ihrem Gebiet positionieren, mithalten oder nachziehen, um sich im Hier und Jetzt erfolgreich zu behaupten. Ist das Logo außerdem nicht mehr zeitgemäß oder lässt sich schlecht in aktuellen Medien darstellen, muss es ebenfalls erneuert werden. Die Gründe passten zu dem Anliegen der damaligen Situation. Der VfL hatte sich sportlich in der Bundesliga etabliert, nun wollte man ›oben mitspielen‹, und aus dem VfL eine ›europäische Hausnummer‹ machen. Mit diesem Briefing saßen die damaligen Designer vor dem Zinnen-W und suchten nach einer attraktiven Übersetzung, um die neue Message zu transportieren.
    In einer ersten Bestandsaufnahme hätte man dabei feststellen müssen, dass die bestehende Message so schlecht gar nicht ist: Ein in Grün gehaltenes, gut lesbares ›W‹ in einem Kreis. Hinzukommen die prägenden Zinnen der ›W-Enden‹, welche auf die Andeutung einer Burg hinweisen. So lässt sich ohne weitere Vorkenntnis auf eine »W-Burg« schließen. Achtet man darüber hinaus auf Schönheit und Modernität, so lässt sich sicherlich streiten… denn zugegeben: Die Ästhetik der visuellen Kennzeichnungen von Bundesligavereinen ist eine eigenwillige. Störrisch und stolz überdauerten die in sich vertrackten Zeichen mit ihren Miniaturschriftzügen, Tiersymbolen und schlecht platzierten Großbuchstaben die Jahrzehnte. Die alljährliche Stecktabelle gleicht einem hieroglyphischen Desaster und ist für glühende Fußballfans unter 9 Jahren eine zeichnerische Herausforderung. Möglich, dass man sich in diesem Vergleich innovativ abheben wollte. Die Frage, auf die ich später noch mal ausführlicher eingehen möchte, ist jedoch, ob diese Kriterien in diesem Fall so eine entscheidende Rolle spielen sollten. Bleiben wir zunächst bei dem Vergleich: Zinnen-W vs. neues Logo. Für die Modernisierung führte man statt dem Kreis einen stilisierten Kringel ein und kappte die altertümlichen Zinnen. Um den Kontext zum Standort zu bewahren, ersetzte man die Burganlehnung durch abgerundete Schrägen, welche die denkmalgeschützten Schornsteine des VW-Werkes symbolisieren. Das starke Primärgrün wurde durch ein dem Stadionrasen nachgeahmtes Hellgrün ausgetauscht. Damit hätte man ein spritziges Logo, was auch im Bundesligavergleich deutlich moderner daherkommt. Doch leider hat man kein besseres Icon geschaffen. Der neue Grünton bereitete bei einigen Printmedien und Bildschirmen Schwierigkeiten in der Kontrastdarstellung. Die Entscheidung für eine Art Kringel ist grafisch zwar die bewegtere, dynamischere Form, aber auch die unentschiedenere; laut Wörterbuch wird sie so definiert: »ein kleiner Kreis, den jmd. irgendwohin gezeichnet hat«. Und zu guter Letzt bleibt statt der plakativen Aussage »W-Burg« für Eingeweihte nur die folgerichtige Entschlüsselung »W-erk«.
    Trotz dieser Schwächen wurde das Logo vorgestellt und musste — darum ist der Direktvergleich wichtig — von jetzt auf morgen als neues Zeichen funktionieren. Es waren nämlich so viele visuelle Charaktereigenschaften angefasst worden, dass das Resultat weit über ein Redesign, oder gar eine bloße neue Variante hinausging. Damit ist es nicht verwunderlich, dass das Logo von Anfang als »das neue Logo« in den Sprachgebrauch einging. Es war nicht ›gewachsen‹ oder ›weiterentwickelt‹, es war einfach neu.
    2.
    Überrumpelt davon stellten sich vielen Fans die Frage: »Warum denn eigentlich überhaupt ein neues Logo?« Beantwortet wurde die Einführung mit Begriffen aus der dahinterstehenden Markenpositionierung wie »innovativ und prägnant« »nach oben offen« »dynamisch und aufstrebend« oder »Vorwärtsentwicklung«. »Iss doch schick« war auch zu hören. Schlagwörter, die VfL-Fans weder in Ekstase versetzten, noch die Änderung verständnisvoll erklärten, warum sich ein neues Zeichen für etwas ausgedacht wurde, was doch bereits ein unverwechselbares Zeichen / einen unverwechselbaren ›Namen‹ hat. Das neue Symbol war zu einer modischen Transporthülle für eine Erfolgsbotschaft geworden. Das Wappen war weg. Unser Wappen war weg. Wappen? Richtig, denn die eigentümlichen Zeichen der Fußballvereine sind in ihrem Ursprung Vereinswappen und keine Logos. Hier verbirgt sich ein großer Knackpunkt in der Behandlung, dessen Differenzierung noch Jahre später erklärt werden muss. In der Berichterstattung wird die »Logo-Diskussion« erwähnt oder »der Streit über das neue Logo«. Völlig zurecht, denn nach der Überarbeitung ist das, worüber wir sprechen, ein ›VfL-Logo‹. Ein Logo, welches damals brutal das VfL-Vereinswappen ersetzt hat. Wir, die Fans, der Verein sind seither wappenlos.
    Die traditionelle Funktion eines Wappens nicht zu berücksichtigen, war ein eklatantes Versäumnis. Denn ein Wappen hat eine ganz andere Funktion als ein Logo. Es kommuniziert mit einer eigenen Symbolik und Formsprache, die klassischerweise aus der Heraldik stammt. In ihr werden Standesattribute, Beziehungen und lokale Verortungen und Verankerung ausgedrückt. Hier haben Wesen Eigenschaften, Pflanzen und Symbole heilige Ursprünge. Eine Kodierung, die trotz langer Historie, offensichtlich oder mit etwas Nachforschen lesbar geblieben ist. Beispielsweise deuten Bayern Münchens bayrische Flagge, Schalkes umrandendes ›G‹ oder Kölns Dom innerhalb der Wappen auf ihre Spielstandorte hin. Die ikonische HSV-Raute ist als Symbol der Handelsschifffahrt zuzuschreiben und erinnert an den Zusammenschluss dreier Vereine der Hansestadt. Ein traditionelles Wappen verweist auf die Herkunft, klärt Zugehörigkeiten und stellt durch symbolische Attribute eine klare Botschaft des Absender vor. Die Träger eines Wappens sind dabei mehr als Sympathisanten. Sie sind Angehörige, die sich mit ihrem Zeichen vorstellen und der Identifikation eine hohe und langjährige Wichtigkeit beimessen. Darum ist die Formbewahrung als visueller Ausweis ein nötiger Bestandteil des Wappens. Und genau darum ist es zeitgenössischen oder modischen Ästhetikregeln eben nicht unterworfen.
    Hinzukommt, dass im Fußball ein Wappen emotional aufgeladen wird. Es ist mit einer wilden Romantik verbunden, fern ab von Pay-TV, interaktiver Bandenwerbung und kalkulierenden Spielerberatern. Man trägt das Wappen auf der Brust, küsst es bei Toren und lässt es sich auf die Wade tätowieren. Der Wimpel hängt im Partykeller, im Auto, am Arbeitsplatz; der Sticker ziert Schulmäppchen, das Graffiti Autobahnbrücken. Die Fans des VfL haben ihn, den Club, als beständige Leidenschaft in ihr Leben integriert, das Wappen ist ihr stolzer Ausdruck dafür. Seine Änderung ist demnach äußerst heikel und hätte sehr sensibel angegangen werden müssen. Zwar haben mehrere Zinnen-W-Wappen nebeneinander existiert, die meisten von ihnen, konnten trotzdem als legitimierter Absender bezeichnet werden, da sie den Ursprung der Symbolik nicht verletzten. Dafür stand besonders herausgenommen das ›W‹ mit den Burgzinnen, das Herz des Wappens. Möglich, das diese Argumentation regional nebensächlich erschien, weil man es in Wolfsburg, Standort des Fortschritts und der Innovation, einfach tatsächlich nicht so sehr mit Tradition, »Wappen« und dergleichen hat.
    3.
    In Wolfsburg hat man es neben der fehlenden Sensibilität für sein ursprüngliches Emblem zusätzlich verpasst, die Gruppe, die das neue VfL-Zeichen nach Außen präsentiert und sich damit schmücken sollte, nach ihrer Meinung zu fragen. Und das, obwohl man 2002 gerade damit begann, zu einem Gefüge zusammenzuwachsen. Eine neue, richtige Spielstätte war geschaffen worden, der VfL erarbeitete sich so langsam überregional etwas Respekt, wir Fans entwickelten ein neues Selbstbewusstsein und waren stolz über die Zugehörigkeit in der ersten Liga. Dieses Gemeinsame war durch das förmliche Aufzwingen des neuen Logos, in ein »die dort« und »wir hier« zurücksortiert worden und führte zu einen erheblichen Vertrauensbruch. Denn die vielen Fans, die bereits hunderte Male den Konzern und seine besondere Beziehung zum VfL verteidigt hatten, bekamen an dieser Stelle selbst die autokratische Macht des Eigentümers zu spüren.
    4. und Fazit
    Die angeführten, vor allem zurückliegenden Umgangsfehler reichen aus, um zu erklären, warum die Gewöhnung an das neue Logo nie richtig erfolgt ist. Man könnte dagegen halten, und es als ›nur ein‹ Zeichen sehen, denn der Verein dahinter ist ebenfalls im ständigen Wandel. Sicher ist: Es ist ›das‹ Zeichen, unter dem wir Deutscher Meister geworden sind. Gewichtige Punkte auf der Gegenseite, aber ein weiteres, wenig gesehenes Argument macht es letztendlich unmöglich, sich mit dem derzeitigen Logo zu identifizieren. Und das ist die oben erwähnte Erfolgsmessage, die das Logo in sich trägt. Damals wurde nämlich nicht nur ein Logo eingeführt, sondern auch eine Vision von einer strahlenden erfolgsbringenden Zukunft des VfLs heraufbeschworen. Der Start für die Umsetzung dieser Vision ist in diesem Heilsbringer-Logo für alle sichtbar gemacht worden. Nochmal die Schlagwörter hierzu: oben mitspielen, nach oben offen, europäische Hausnummer, dynamisch, prägnant, innovativ, Vorwärtsentwicklung… Wie wir wissen, ist die geplante Etablierung im oberen Drittel (heimlich Viertel) zum großen Teil und trotz positiver Ausschläge eine Illusion geblieben — viele mittelmäßige oder gar abstiegsgefährdete Saisons bestätigen das. Doch trotzdem hat sich damals etwas eingeschlichen: Eine Verheißung, die uns Fans nach wie vor verführt und kurz darauf enttäuscht, ein Versprechung, dessen Nicht-Erfüllung uns soviel medialen Spott beschert und ein vermessener Anspruch, der intern im Verein für erhebliche Identitätsschwierigkeiten sorgt. Dieses überzogene Erfolgsdenken verkörpert unser aktuelles Logo. Und das wirkt, insbesondere angesichts einer fehlenden Nachhaltigkeit und Kontinuität auch noch unangenehm lächerlich. Wir spielen unter einem Logo, dessen Botschaft so selten etwas mit der Realität zu tun hat und dessen brutale Einführung so exemplarisch für viele nicht zu Ende gedachte Kurswechsel steht. An eine sportliche Erfolgsstrategie, alleine vom Werk aus gelenkt, daran lässt sich derzeit und mit Blick auf die zurückliegenden 21 Bundesligajahre schwer glauben. Darum sollten wir uns wieder als das präsentieren, was wir zumindest immer waren, sind und bleiben: Als Wölfe aus der W-Burg.

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    • Alter du hast zuviel Tagesfreizeit. Solche epische Texte kann mann nicht mehr lesen wann mann dafür eine Stunde braucht. Egal.
      Zum Logo: Die Diskursion wird noch ewig weitergehen iss doch logo! :vfl:

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    • Ist es denn eine Diskussion?

      Dazu gehören Argumente und eine Konversation zwischen zwei Parteien.

      (Ich sage das ohne Wertung)

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    • Der Text ist aus dem Jahr 2011 und wurde 2018 überarbeitet ,jeweils zu den Umfragen die der VfL gemacht hat.
      Die Umfragen haben im Kern übrigens die Argumente von FasZINNation unterstützt.
      Das Identifikationsgremium was nach der letzten Umfrage gegründet wurde war wie erwartet nur dazu da um die Fans zu beruhigen….. Geändert hat sich nix ist eher noch schlimmer geworden.

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  11. Grünerfussel.

    Mini Korrektur, das Bild zeigt den Gästeblock von uns diese Saison in Leipzig, siehe auch rechts am Bildrand die roten Sitze, nicht unsere Nordkurve :)

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    • Gut aufgepasst :) Ich musste das richtige Bild erst noch zurechtschneiden, weil man unten das wichtige Banner nicht sehen konnte. Jetzt sieht man es: Unersetzbar! :)

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    • Ein echt schöner Post vom Admin. Ich bin gespannt, wie es mit der Situation rund um den Heimspielen weiter geht. Die Kontrollen sind einfach wahnsinnig, ich hörte von verdammt langen Schlangen und das auch noch 15 min. vor Anstoß. Es wurden sogar Sticker bzw. Aufkleber kontrolliert….. und doch wurde ein Bengalo als Trauerbekundung gezündet. Also verhindern lässt es sich doch eh nicht. Außerdem kann ich mich nicht erinnern, wann zuletzt so gezündet wurde in einem Heimspiel bis auf diese Saison. Das ist schon verdammt lange her.

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    • Wer den Wind sät, wird Sturm ernten
      Wenn die aktive Fanszene mit Erpressung droht, muss der VfL neunmal durchgreifen und sich und andere Zuschauer schützen. Daher werden diese Kontrollen mit Sicherheit auch nicht aufgeweicht werden.
      Kann eher sein, dass alles sogar noch weiter verschärft wird, wenn man zu keiner Lösung kommt. Da muss man sich nichts vormachen.
      Die Art und Weise war eben unangebracht und findet nun aufgrund der horrenden Strafen auch Konsequenzen.
      Ich kann mir also gut vorstellen, dass die aktive Fanszene alle zugestandenen Privilegien verliert und die Kurve irgendwann einfach rasant leer bleibt, weil sie keine Lust haben werden, einfach nur „normaler“ Zuschauer zu sein.
      Mir persönlich ist es mittlerweile auch egal, weil mir die erpresserische Art und Weise einfach auch nicht gefällt. Vor ein paar Jahren fand ich unsere Nordkurve richtig toll, hat tolle Leute in den Gruppen gehabt und auch tolle Aktionen hervorgebracht. Es war ein richtig schönes Miteinander und man hat auch gerne für Choreos etc. gespendet.
      Man kann aber doch den eigenen Willen nicht über alles stellen und mit allen Mitteln erzwingen wollen und dann den eigenen Verein schädigen und wirklich alles an vom GF bis zum Eigner an den Pranger stellen. Da passt dann was gewaltig nicht mehr.
      Unser VfL wird hier nun in fast allen Bereichen schlecht gemacht und teils bloß gestellt. Dann frage ich mich ernsthaft, warum ist man dann noch angeblich Fan vom VfL, wenn bei dem doch so gar nichts passt?
      Von was bitte ist dann noch die aktive Szene Fan?
      Sie will gefühlt ja einen komplett anderen Verein, obwohl dieser in über 20 Jahren eigentlich nie anders war. „Ich komme aus Wolfsburg und will das der Heimatverein meine Pyro gutheißt und ich bestimme, welches Logo, welche Trikotfarbe, welche Bandenwerbung, welches Personal hat und wer Eigner ist…“
      So läuft es nunmal einfach nicht und wird es auch nie laufen.Da wird auch Erpressung und Drohgebärden nichts ändern, sondern eher werden noch härtere Maßnahmen kommen.
      Wie gesagt, der Ton macht die Musik und den Konzern wird es nicht im geringsten jucken, ob da paar Fahnen weniger wehen und ob wer wie laut supportet. Ebenso kann er es sich locker leisten, statt 300.000€ Strafe, auf die paar billigen DK Plätze zu verzichten. Irgendwann werden die schon neues Publikum finden.
      Corona war bestes Beispiel, dass man Fußball auch ohne Ultras genießen kann. Der VfL hat auch so genug Anhänger, die ihn lieben.
      Auch wenn es dann leiser ist…

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    • Nö @Ein Wolf: Die Kontrollen sind noch viel zu lasch.
      Selbstgewähltes Übel. Wenn sich an die Regeln gehalten wird, dann kann man darüber sprechen, ob etwas entschärft wird.
      Aber sich jetzt darüber zu beschweren, dass der Verein sein Hausrecht umsetzt, zeigt ganz deutlich welche Prioritäten gesetzt werden…nur die eigenen.

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    • Was genau haben die Kontrollen denn gebracht?
      Zumindest die Ultras hatten mehr Großschwenkfahnen im Stadion als bei den vorherigen Spielen.
      Die einzigen Fahnen die nicht zu sehen waren waren die von den Fanclubs….

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  12. By the way sollte die aktive Szene mal darüber nachdenken, dass sie bei Umsetzung ihrer Forderungen auch kaum mehr Kohle mit ihren eigenen Kreationen generieren wird und sie dann nur noch eingeschränkt Kohle für Choreos usw haben wird. Der gemeine Zuschauer hat immer weniger Kohle im Portemonnaie und wird immer weniger Spendenbereit. Eigentlich schiesst sich die aktive Szene nur noch ins eigene Bein ;)

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    • Marcel Rotterdam

      puhhh möchten Sie nicht mal eine Pause einlegen? das ist ja unerträglich was Sie hier von sich geben. Es ist wie ein Unfall, man möchte einfach überlesen kann es aber nicht so stehen lassen

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    • Naja aber Frank hat recht.
      Wenn es ein Redesign des Logos gibt wird die aktive Fanszene ihr Merchandising mit dem Logo nicht mehr betreiben dürfen da die Markenrechte bei der GmbH liegen (Und diese werden sie auch durchsetzen)

      Was passiert dann, kommen die Ultras dann mit dem jetzigen noch "neuen" Logo um die Ecke und vermarkten dieses?

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  13. Können wir, wenn bspw mehr Mitsprache etc. gefordert wird, bitte endlich mal da hinkommen von der Ultra Seite zu sagen, wie die Mitbestimmung überhaupt aussehen soll oder ist mir hier das letzte halbe Jahr inhaltlich was entgangen. Ich persönlich kann es nicht mehr nachvollziehen immer runzujammern und so zu tun dass die Forderung nach mehr nicht mehr inhaltlich befüllt wird.

    Nur als Beispiele: die Vereins / GmbH Strukturen bei pauli oder Köln sind m.E. anders und gleichzeitig gibt es dort auch Diskussion um sogar ähnliche Argumente. Zumindest in pauli wird sich konstruktiv auseinandergesetzt und sensibel vom Verein mit dem Anliegen der Fans umgegangen. Gleichzeitig wird auch genau definiert was gewünscht wird und ausformuliert und nicht nur auf parolen reduziert.

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    • Ich kann die Szene nichtmal als Ultras betiteln. Ultra sein bedeutet eigentlich sämtlichen Schaden vom Verein abzuwenden und das hat mit unserer derzeitig aktiven Szene nicht mehr viel gemein.
      Denn diese schadet den Verein bewusst und wusste um die Strafen. Darüberhinaus stellt diese Szene den Verein nach Außen bloß und prangert ihn hin in nunmehr fast allen Bereichen in der eigenen Kurve mittels Bannern an.
      Das hat nichts mehr mit echten „Ultras“ gemein ;)

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    • Zwar schon älter aber dennoch immer noch aktuell.
      David sagt es da gut. Die Ergebnisse der großen Umfrage haben das ergeben was eigentlich schon alle wussten. Trotz der nun Empirisch abgesicherten Ergebnisse hat sich nichts getan.
      Was genau sollen dann die gemäßigten Fans den Hardlinern noch erzählen nicht einen anderen Weg einzuschlagen als immer wieder den Dialog zu suchen….

      https://www.braunschweiger-zeitung.de/podcast/woelfe-talk/article230833858/Woelfe-Talk-Identifikation-Spieltagerlebnis-und-Sportliches.html

      1
    • @lupo: das stimmt gleichzeitig war einer meiner Punkt, dass Protest und die Bereitschaft zum Dialog nicht getrennt sein sollten. Da reicht es mir sowohl von Fan als auch vereinsseite nicht wenn sich beide (bitte symbolisch verstehen) auf dem Spielplatz sitzen und mit Sand bewerfen. Zumindest kommen mir diese und andere Diskussionen hier so vor.

      Das konkretisiert es vielleicht nochmal. :)

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    • Das selbst du nicht weißt was läuft, macht die Lage sogar noch schlimmer.
      In den Runden die es gibt gibt es oft einen Konsens und rate mal was dann passiert…..

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    • nofake.albert

      @Frank: den Blödsinn hast du vor kurzer Zeit schon mal von dir gegeben. Da merkt man, dass du niemals mit jemanden gesprochen hast, der selbst einer Ultragruppe angehört oder mit jemanden, der sich mit ihnen auseinander gesetzt hat.

      Ultras sind vor allem eins: heterogen.

      Sie eint aber eins: die Liebe zum Verein und der Zusammenhalt in der Gruppe und Szene.

      Dass Ultras sich nicht über den einen gleichartigen Nenner identifizieren zeigt allein schon die Vielzahl der Gruppen in den einzelnen Kurven und Vereinen. In Wolfsburg fallen mir alleine vier ein, die sehr unterschiedliche Auffassungen haben davon wie ein Kurve und das Drumherum auszusehen hat.
      Du wirst von einem Mitglied der GWA nicht die selbe Antwort nach seinen Werten erhalten und was für ihn "Ultra Wolfsburg" ausmacht als von einem Mitglied der Wilden Wölfe. Ich würde nicht sagen, dass da Welten dazwischen liegen, aber sie wären sich in vielen Kleinigkeiten uneins. Daher auch die verschiedenen Gruppen, die aber immerhin den kleinsten gemeinsamen Nenner finden: die Liebe zum VfL. Ich habe daher auch bewusst Ultra Wolfsburg geschrieben, da Ultra Sankt Pauli (sehr billiges aber gutes Beispiel) sich noch mehr über andere Werte wie politischen Aktivismus definiert.

      Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

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    • @ nofake.albert
      Du sprichst von Liebe zum Verein.
      Ist es Liebe, ihn mittels Bannern im eigenen Stadion in eigentlich fast allen Bereichen bloßzustellen? Ist es Liebe, die Farben, das Logo, das Personal, den Eigner, usw abzulehnen?
      Ist es Liebe, den eigenen Verein in die Tasche zu greifen und trotz mehrfacher Aufforderung zur Unterlassung von Pyro, ihn damit noch zu erpressen?

      Ziemlich komische Liebe, wie ich finde.

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    • @nofake.albert genau so! Viele hier, die über die Ultras herziehen, haben keine Ahnung von der Materie. Keinen Kontakt, sich nie mit denen auseinandergesetzt, geredet geschweige denn mal diskutiert. Ist teilweise hier lustig mitzulesen, aber auch erschreckend wie intolerant und engstirnig manche hier sind. Die eine Meinung und nur die. Null open minded null. Es gibt nicht DIE Ultras!

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    • @Frank Würdest du, wenn dein Partner sich immer weiter von dir entfremdet, dir nicht zuhört, dich wie Dreck behandelt, ihn einfach machen lassen oder versuchen, die Beziehung zu kitten? Letzteres wäre deinen Äußerungen nach ja scheinbar keine Liebe. Gerade weil die Ultras (und viele andere Fans) den VfL lieben, möchten sie, dass er die bestmögliche Version seiner selbst ist. Und da das Gerede in kleinen Runden hinter verschlossenen Türen offenkundig nicht funktioniert, muss man dann halt öffentlich Kritik äußern. Das ist übrigens auch ihr demokratisches Recht ;)

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    • Ein_Wolf ich habe heute mal ein bißchen was gelesen hier im Blog.Sonst bin ich hier nicht unterwegs.
      Es ist teilweise erschreckend wie unwissend hier so ziemlich alle sind was Fanthemen angeht.
      Das ist ausdrücklich nicht als Vorwurf zu verstehen sonder eher der "Beweis" das der VfL nicht in der Lage ist die Fanthemen auch zu transportieren.
      Es gibt ein Lizenzrelevanten!!! Club Fan Dialog und der VfL bekommt es nicht hin über diesen zu berichten oder etwas zu veröffentlichen.
      Ich glaube bald das das Absicht ist weil dann für jeden der Kompromiss oder der Konsens sichtbar wäre wenn sie die Protokolle, wie seit 5 Jahren vereinbart, öffentlich machen würden… Dann hätten sie nämlich noch mehr Leute am Hals die auf die zugesagten Themen hinweisen!

      2
    • @Lupo Guter Input von dir. Ich würde hier gerne in Zukunft mehr von dir lesen! :top:

      1
    • Sorry, aber die Ultras die ich im Stadion wahrnehme, sind vorallem eins, peinlich. Warum hat man, wenn man schon Pyro zündet und dem Verein damit Geld kostet, nicht wenigstens den Schneid und das öffentlich mit Gesicht zu tun. Warum versteckt man sich hinter ner Maske?

      2
    • @Frank: ja, enttäuschte und/oder nicht erwiderte Liebe zwar, aber dennoch Liebe.

      Gegenfrage, auch wenn Deine nicht an mich gerichtet war: Ist es Liebe, sehenden Auges die Liebe auf den Rand einer Klippe zulaufen zu sehen und diese nicht lautstark darauf aufmerksam zu machen?
      Die Methoden mögen hier und da falsch sein, die Kernaussage ist es definitiv nicht. Scheinbar weiß man sich nicht mehr anders zu helfen.

      1
    • @Rudelbier

      Na, ein altes Logo, Trikotfarben und Co sehe ich nun weniger auf ein zulaufen auf einen Klippenrand an :)
      Vielleicht sollten sich die Akteure einfach einmal etwas weniger wichtig nehmen und sich an geltendes Recht halten. Wäre einfach mal ein Schritt in die richtige Richtung. Mit welchem Recht hat hier eigentlich irgendein Fan Forderungen erfüllt zu bekommen?
      Ob ich das bin oder Oberultra Heinz. Wir sind zahlender Gast und das rechtfertigt lediglich einen bezahlten Platz im Stadion incl. eines Fußballspiels. Mit Erwerb einer Karte erkauft sich niemand eine Beteiligung oder gar ein Mitspracherecht am VfL Wolfsburg.
      Dieses gilt auch für die Leute, die möglicherweise lauter schreien

      4
    • @Frank wenn Farben und Logo so unwichtig sind wie erklärst du dir dann den Kompromissvorschlag an das Kartellamt wo unter anderen Farben und Logo neben dem Standort als sehr wichtig erachtet werden?
      Sowas muss man natürlich bei anderen Vereinen suchen weil der VfL so etwas (bewusst?) nicht veröffentlicht….

      2
    • Frank, deine Kassette hängt

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  14. Der "schöne" lange Text (eher schön lang als schön!) offenbart mir zwei Dinge:

    1. Man kann alles, was man nicht mag, polemisieren. Wenn ich lesen muss, dass der (in der damaligen Vorstellung als dynamischer KREIS bezeichnete nach oben offene Ring (mit all der Symbolik dahinter) als "Kringel" abgewertet wird, den irgendjemand irgendwohin gemalt hat, dann braucht man eigentlich gar nicht weiter diskutieren. Eine respektvolle inhaltliche Auseinandersetzung soll gar nicht stattfinden, sondern man will die Position des anderen nur lächerlich machen und lieber an seiner "heiligen Kuh" festhalten.
    Das ist das
    2. Stichwort: Das Vereinswappen habe als WAPPEN heilige Ursprünge. Also ehrlich, wer Vereinssymbole mit heiligen Dingen vermischt, also wirklich HEILIGEN Dingen, hat vom Religiösen und Göttlichen (denn dahin gehört der Begriff heilig) keine Ahnung und auch davor keinen Respekt.
    Darüberhinaus kommt auch der Begriff "Fan" ursprünglich vom lat. fanaticus, und bezog sich urpsünglich auch auf die (positive) Besessenheit von der Gottheit.

    Das ist ein Anspekt, der den Bereich des "besessenen Fans" berührt. Wenn der Fan wirklich "fanatisch" wird, dann wird es kritisch. Oft wurde hier im Blog schon gesagt, die richtigen Fans (also die Ultras, die aktive Fansszene) lebten für den Verein, beziehen ihre Identität aus ihrem Fansein. Aber wenn das Fansein den eigenen Charakter formt, dann wird es bedenklich…
    Der Duden bezeichnet besessen als im Volksglauben verwurzelt „von bösen Geistern beherrscht, wahnsinnig“ oder allgemeiner als „von etwas völlig beherrscht, erfüllt.“

    Und ob ich so Fan(anatisch) sein will, da würde ich mal drüber nachdenken…

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    • Mein Gott, das nimmt ja Züge an hier :-)

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    • Hey @Der_Kulli, generell stimme ich dir eigentlich zu, dass der Kringel eine ziemlich eigenwillige Interpretation des neuen Logos ist. In deiner folgenden Argumentation machst du dann aber nichts anderes. Erst ignorierst du die weitverbreitete, weltliche Bedeutung von „heilig“ (->“meine Familie, Freunde, mein Handy ist mir heilig“) und dann kramst du selber in der Definitionskiste, um durch den lateinischen Ursprung eines heutigen Allerweltsworts, was sich zweifellos im Laufe der Zeit in seiner Bedeutung vom Ursprung entfernt hat, dein Gegenüber als fanatisch, charakterschwach, irre darzustellen.
      Es gibt sicherlich so manches zu bemängeln am obigen Plädoyer, aber deine Argumentation ist bestenfalls schwach und schlechtestenfalls schlicht ad hominem.

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    • Kulli es geht ja nicht darum das Wappen Heilig zu sprechen diesen Passus hat die Schreiberin ja nur als Erklärung eingebaut um ein bißchen zu erklären was überhaupt der Unterschied zwischen Wappen und einem Logo ist.
      Der Kern dieses Textes ist doch das nicht nur ein neues Logo eingeführt wurde sondern auch eine Botschaft die man nie einlösen konnte.
      Diese Botschaft hat uns sehr viel Spott eingebracht und das zurecht.
      Nochmal der Hinweis der Text ist von 2011 und wurde 2018 überarbeitet.

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  15. Ich habe einmal einen Vorschlag zur Einigung in Sachen Logo:

    Wieso nehmen wir nicht einfach unser erstes Logo (siehe Profilbild beim user jonny.pl) ?

    Tradition, Stadt, Schloss…alles da ?

    :sekt:

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    • sorry mein Fehler, danke für den Hinweis
      :top:
      Dann das zweite Wappen

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    • Danke dass du das ansprichst.

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    • "Wieso nehmen wir nicht einfach unser erstes Logo?"

      Ganz einfach: Weil WIR gar nichts nehmen!

      Der Verein, bzw. die GmbH gibt sich ein Symbol…
      Das kann ich mögen oder nicht!

      Es steht natürlich jedem frei, sich ein T-Shirt, eine Fahne oder sonst was mit dem gewünschten Bild drauf herzustellen, (das passiert ja auch jetzt schon! s. z.B. das Bild über dem aktuellen Artikel…). Das hat dann nur nichts mit dem zu tun, was AKTUELL das Erscheinungsbild des Vereines ist…
      d.h. wir haben ganz viele verschiedene Logos für dein EINEN Club…

      Ist es denn der "EINE" Verein?
      Oder bastelt sich nicht jeder sein Wunschbild?

      Stellt Euch nur mal vor, wie die Wirkung wäre, wenn im Stadion alle das gleiche Logo präsentierten…

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    • Ich habe auch einen Vorschlag in Sachen Logo:

      Es wird sicher von der Führungsseite her kein zurück zu einem älteren Logo geben, das wäre ja auch völlig kontraindiziert. Erst proklamiert man den Fortschritt, um dann zurückzugehen? Die Blöße kann und wird sich die Leitung nicht geben…

      Wenn die Szene das akzeptiert, dass es nichts altes neu geben kann, kann vielleicht aus der Gruppierung ein oder mehrere Vorschläge erarbeitet werden, die das Traditionelle mit dem Neuen verbindet?
      (Das wäre dann mal eine pro-"aktive" Fanszene!)

      Also quasi ein Entwurf eines NEUEN Logos, das man dann der Leitung vorschlägt…

      Die Dinge, die Euch wichtig sind (Zinnen, vielleicht ein Wolf, eine Jahreszahl, ein bisschen dunkler, …) alle einarbeiten und begründen (!) und wenn man dann einen Grafiker dransetzt, kommt vielleicht was raus, was die Fanschaft als ganze und der Verein mittragen könnte.

      Bitte nicht immer nur nach hinten schauen ("Ich will das Alte zurück!"), sondern mit einem konstruktiven Vorschlag nach vorne. Nicht Mitspracherecht FORDERN, sondern konkrete Ideen ANBIETEN…

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    • @der_Kulli; Ja die Idee ist gut aber es wird nicht funktionieren!

      Volkswagen hatte 2019 selber sein VW-Emblem geändert. Hier mal ein Auszug warum:

      "Warum gestaltet VW sein Logo neu? Volkswagen will seinen Markenauftritt verjüngen und voll auf die Digitalisierung setzen. Das neue 2D-Logo ist flexibler (zum Beispiel bei der farblichen Gestaltung) und digital besser zu erkennen. Quelle: BILD.de"

      oder

      "Die Formensprache des VW-Logos ist künftig deutlich reduzierter, die Buchstaben sind schmaler – und auch der umgebende Kreis ist feiner gezogen als bislang. Quelle: BILD.de"

      Diese Aspekte gelten auch für das VfL Logo! Ein zu detailverliebtes Logo lässt sich digital schlecht darstellen. Man will einen sofortigen Wiedererkennungswert egal bei welcher Größe und Auflösung.

      Somit ist maximal das Zinnenwappen eine Option was von seiner Einfarbigkeit und geringen Details mit den neuen Logo mithalten könnte.

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    • Na, das sind doch schonmal zwei Aspekte:
      Schlicht und Zinnen…

      gibt´s noch mehr?

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    • Gut möglich das die Zinnen schon zu viel Details sind aber so etwas wie beim 1.FC Köln mit Dom und Geißbock geht halt gar nicht!

      Deswegen sehe ich nur einen Kompromiss aus Logo und Wappen in dem man beide verwendet und nichts neues erfindet.

      Sprich Wappen an Traditionsspieltagen mit Sondertrikot, Jubiläums-Saison oder alles was sonst noch die Fans in Wolfsburg rund ums Stadion betrifft.

      Und das Logo weiterhin als Hauptzeichen zur weltweiten Vermarktung sowie Präsentation der GmbH im digitalen Bereich oder sonst wo!

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    • Grünerfussel.

      Es wird kein neues Logo gewollt.
      Einzig und alleine das Zinnenwappen, entweder das mit Kreis und W oder eben mit dem VfL Wolfsburg Schriftzug im Kreis.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das aussitzen kann oder ein fauler Kompromiss mit neuem Logo die Situation befrieden würde.

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  16. HansPeter aus Münster

    schwieriges Thema. vorab: ich persönlich bin und stehe zu 100% zu dem alten Wappen. Das neue sagt für mich nichts aus. Ich kenne Menschen in meinem Umfeld die es nicht so mit dem VfL Wolfsburg halten die aber auch sagen, ,,warum habt ihr eigentlich dieses retorten Logo? in dem alten steckt doch so viel mehr leben drin und repräsentiert Euch doch auch viel mehr ''

    Wenn ich an einem Spieltag an der Arena bin Stelle ich fest das viele mit dem alten Wappen auf der Brust rumlaufen. andersherum sehe ich auch viele mit dem neuen… als ich gegen Darmstadt mal kurz in den Fanshop einen Blick warf, platzte dieser förmlich aus allen Nähten, was wiederum zeigt das es genug Leute gibt denen es etwa egal ist oder sie finden das neue Wappen besser….

    hier wird ja wieder diskutiert wer jetzt hier richtiger Fan ist und wer nicht und wer hier mehr zu sagen hat usw….

    Ich persönlich sehe das aktuell so und dazu stehe ich auch:
    Die aktive Fanszene ist in erster Linie die Gruppierung die am meisten investiert. ob es Choreographien sind oder allgemein die Stimmung im Stadion…unterm Strich sind dies diejenigen die IMMER da sind. Das sind auch diejenigen die auswärts die Fahne Hochhalten. Denn sind wir mal ehrlich: Fahren die nicht nach München, Stuttgart oder Freiburg, ist der Block leer! ich betone LEER!
    Da kann sich hier mal jeder selbst hinterfragen ob er sich in der Kategorie sieht . Das heißt jetzt nicht das diese Gruppierungen mehr zu sagen haben. Es soll aber schon heißen das man diese Meinungen ernst nehmen sollte. Denn ich finde das hat was mit Respekt zu tun. ich habe vor jedem der auf einem Sonntag 17:30 nach München fährt, höchsten Respekt.

    Laut dem Dienst,,falsche 9'' sind wir in der Auswärtstabelle übrigens letzter mit einem Durchschnitt von 906 Besuchern , hinter den Geschichtslosen Hoffenheimern ….finde ich persönlich schon ziemlich peinlich. Das hat auch nichts mit der Einwohnerzahl zu tun sondern viel mit dem Verein selbst.

    nunja Ich wünsche mir jedenfalls das Alte Logo zurück. natürlich muss es sportlich auch voran gehen aber der Verein sollte seine Außendarstellung meiner Meinung nach überdenken

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    • Wollen wir vielleicht auch wieder über unseren VFL sprechen und was wir Fans GEMEINSAM tun können um unseren VFL zu unterstützen?

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  17. Johannes 3.16

    Ich bin kein Ultra, aber würde bei Vorlage der Option wahrscheinlich sogar Meisterschaft und Pokal gegen eine Rückkehr oder besser, ein fiktives Ungeschehenmachen der Wappenänderung eintauschen. Manche Dinge sind wichtiger als Erfolg – natürlich nicht für jeden und immer subjektiv. Ästhetik, Tradition und Identität sind dafür nur ein Teil der Faktoren, die zur Ablehnung führen. Wie DerKD es anspricht, sind die emotionalen, die mit dem ganzen Gebahren und Umgang noch ein anderer großer Teil. Auch wenn VW natürlich schon vorher da war, war der VfL davor nicht so Objekt (weder Konsumobjekt, noch Marketingobjekt) wie danach, und der Bereich um die Logoänderung war symptomatisch dafür.
    Leider sind "neu" und auch "progressiv", "Aufbruch" immer mit positiven Schwingungen verbunden, so dass die meisten sich zumindest mit den Dingen irgendwie arrangieren, die so (von oben) beworben werden. Ich bin aber zumindest dankbar, dass sich (noch) keine aktive Truppe pro neues Logo in all den Jahren gebildet hat, was zeigt, dass es bei den meisten beim Arrangieren blieb, vielleicht noch Akzeptanz, aber in den wenigsten Fällen Liebe, was eine Rückkehr auch selbst nach über 20 Jahren nicht so problematisch machen würde, dass dann gleiche Spiel wie jetzt, nur umgekehrt stattfinden würde. ("Altes Logo niemals!" etc.)

    Der Vergleich mit den vielen Bayernlogos hinkt auch ästhetisch, denn die hatten bis auf das Logo der Anfangsjahre, was dieses Jahr auf den Trikots zu sehen war, quasi nur Schriftart und Anordnung in den letzten Jahrzehnten geändert. So, wie auch das Zinnenwappen auch in den 90ern die Änderung mit dem Doppelkreis und dem Vereinsnamen im Wappen keine gravierende Sachen.

    Ich bin der aktiven Fanszene sehr dankbar, dass sie das Wappen hochhält, egal, wie unwahrscheinlich eine Rückkehr sein mag. Trotzdem kann auch verstehen, dass wer erst Fan unter dem Neuen wurde, mit dem Alten fremdeln mag.

    Das erste mir bekannte kurz existierende Internetforum für Faninitiative zur Rückkehr hatte ich damals sogar übrigens erstellt (zinntrale.forumieren.de oder so) :D

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  18. ich war schon lange nicht mehr hier aber das Thema interessiert mich heute immer noch, deshalb jetzt meine Zeilen dazu:

    Die Frage nach dem neuen Logo für den VfL Wolfsburg beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit. Als das neue Logo eingeführt wurde, war die Euphorie groß, vor allem aufgrund des Bundesliga-Aufstiegs und des neuen Stadions. Die damals kleine Fan-Gemeinde war begeistert, und VW konnte erfolgreich werben, so war der Protest auch nicht gering.

    Allerdings habe ich schon damals Bedenken geäußert und Leserbriefe geschrieben, die jedoch wenig Rückhalt fanden. Heute denke ich, dass es von Vorteil wäre, die Vorteile des alten Logos wieder zu nutzen, um eine bessere Gemeinschaft beim VfL Wolfsburg zu bilden. Ich hoffe, dass Respekt unter den Fans und die Einheit so nach vorne gebracht werden können.

    Die Entwicklung der Fan-Szene in den letzten Jahren betrachte ich mit gemischten Gefühlen, da sie sehr einseitig und unausgewogen ist. Vielleicht können wir das ändern und die Sommerpause nutzen, um vernünftige Argumente und eine breite Masse aufzustellen, die für das neue Logo einsteht.

    Es ist wichtig, dass alle Stimmen gehört werden und dass die Fans zusammenkommen, um die bestmögliche Lösung für das Logo des VfL Wolfsburg zu finden. Eine breite Beteiligung und Offenheit für verschiedene Meinungen könnten helfen, eine Einigung zu erzielen, die von der gesamten Fan-Gemeinde getragen wird.

    Letztendlich sollte das Logo nicht nur ein Symbol sein, sondern die Identität und Einheit des Vereins repräsentieren. Ich hoffe, dass wir die Chance nutzen, um gemeinsam eine positive Veränderung herbeizuführen und eine starke und vereinte Fan-Gemeinschaft zu schaffen.
    doch dazu muss auch die Bereitschaft für Gespräche vorhanden sein….

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  19. FasZINNation jetzt auch bei Instagram!
    https://www.instagram.com/faszinnation_wolfsburg?utm_source=qr&igsh=MXdqeW55OXZobHgxdg==
    Gerne folgen und WEITERSAGEN!

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