Dienstag , Oktober 20 2020
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Wolfsgeheul

Harald Juhnke kann Kung-Fu

Wolfsgeheul-BestAlso, ich sag mal so: Wenn Harald Juhnke früher mit drei Atü aufm Kessel Theater gespielt hat, dann hat er das souveräner über die Bühne gekriegt als wir gegen Frankfurt. Aber wie lautet noch die alte Volkswissenheit? – Nimm mit, was geht, egal wie. Entsprechend verbuchen wir die drei Punkte auf der Habenseite. Ich merk das aber auch bei mir: man muss sich irgendwie n bisschen bremsen, dass man nicht das erwartet, was meine Waage im Badezimmer immer anzeigt. Nämlich: zu viel. Und Frankfurt ist nun mal nicht Gladbach, das muss man auch immer im Hinterkopf haben. Von Kevin wird auch immer so viel erwartet wie vom schönen Bruder von Ronaldo. Aber so läufts nun mal nicht in jedem Match. Erfreuen wir uns aber an den positivistischen Dingen: 1. zwei schnelle Tore reichen. Das sind die Dinger, die wir früher immer gegen Bayern oder so gekriegt haben, wenn wir mutig gespielt haben wie die Apfelwein-Treter. Jetzt machen wir halt die Tore und die arme Veh lamentiert von wegen “brutale Qualität und Effektivität”. Letzte Saison haben wir gegen die noch in ähnlichen Spielen zwei Mal Unentschieden gespielt. 2. Hausmeister Kruse ist ne echte Verstärkung und 3. unser Kung-Fu-Keeper ne Bank als Ersatz. Wichtig ist aber 4., dass Gustl wiederkommt, der alte Stabilisator. Hatte bei Maxi und Lilavogel die ganze Zeit das Gefühl, dass sie ihm gern den Ball zugespielt hätten. Aber da war immer nur jeweils der Andere.
Klar, wünscht man sich so n Auftaktspiel wie Bayern am Freitag. Der Aufbau-Gegner kommt mit Pampers als Hauptsponsor und hat die Spielkultur in irgendnem Rucksack verloren. Dann reicht dir ne durchschnittliche Leistung, um fünf Buden zu machen. Und alle jubeln über den Costa Cordalis, nur weil seine rosa Schühchen auch n Außenrist haben. Wundert mich aber, dass Sky nicht im Vorfeld mehr Werbung für den Jahrhundertkampf Vidal vs. Spahic gemacht haben. Dass der Emir nach dem Tritt gegen Lewandowski nicht vom Platz gegangen ist. Mann, Mann. Aber wahrscheinlich hat sich der Schiri gedacht: n Bosnier kloppt einen aus Polen um? Das geht in Hamburg auf dem Kiez noch als erweiterter Meinungsaustausch durch. Am Ergebnis hats auch nix geändert.
Oder so n Ding wie in Dortmund wünscht man sich auch, kriegt man aber nicht serviert. Gladbach kommt da mit der C-Jugend, hat so viel Power im Spiel wie n ausgelatschter Tampon und wundert sich das Opahatlang und der Reuserich bei den entsprechenden Räumen nicht die Langsamsten sind. Gut hat mir im Spiel aber der Theo Weigl gefallen. Fehlen noch die richtigen Augenbrauen aber sonst war der Junge nicht schlecht. Mal gucken, obs nächste Woche genauso läuft: da muss Dortmund nach Ingolstadt. Das wird für den Aufsteiger natürlich ne Herausforderung: Auf der einen Seite eine sympathische Mannschaft, die Powerfußball spielt und einen super Trainer hat, der an der Linie alles gibt. Und auf der anderen Seite Borussia Dortmund.
Aber mal im Ernst gesagt: Haben die beiden Aufsteiger eigentlich sich mit Morbus Paderborn angesteckt: Die Krankheit, gut zu starten, und dann durchgereicht zu werden? Bin mal gespannt wie das Gummi bei meiner H&M-Unterhose. Am meisten gelacht hab ich ja bei Hyperschall-Heller aus Darmstadt gegen meine Freunde von 95+1, wo es voraussichtlich die erste Trainerentlassung geben wird. Als der Heller mal gezeigt hat, wer noch mit Pfennig bezahlt (Riesenbrüller, ich weiß), hab ich gedacht: das hab ich schon mal gesehen. Früher in so einem Zeichentrickdings. Fehlte nur, dass er im Sprint noch “beep, beep” gemacht hätte. Jedenfalls sah die Abwehr von Hannover dabei echt aus wie der dämliche Kojote. Da fällt mir übrigens ein: Ein Hoch auf alle siegreichen Nord-Clubs vom Wochenende.
In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig! Und #Kevinmussbleiben

Ein Kommentar

  1. „Auf der einen Seite eine sympathische Mannschaft, die Powerfußball spielt und einen super Trainer hat, der an der Linie alles gibt. Und auf der anderen Seite Borussia Dortmund.“ :topp: :top: :top: :lach:

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