Montag , September 28 2020
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Felix Magath

Hoffenheim siegt 3:1 gegen den VfL Wolfburg

Felix MagathFür den VfL Wolfsburg setzt es die nächste Niederlage auf fremden Platz.
Nach zahlreichen Großchancen der Hoffenheim ist diese Niederlage am Ende verdient, auch wenn es zwischenzeitlich so aussah, als könnte die Wölfe das Spiel nach dem Anschlusstreffer noch einmal drehen.

Zunächst einmal überraschte Felix Magath die Zuschauer mit einer geänderten Startaufstellung. Sowohl Personal als auch System wurden umgeändert.

Ochs, Madlung und Jönsson blieben nach dem Erfolg gegen Schalke zunächst einmal überraschend auf der Bank. Für sie rückten Russ, Koo und Polak ins Team.
Felix Magath stellte auch das System um – Wahlweise im 4-4-2 und in der Vorwärtsbewegung zu Beginn auch in einem 4-3-3.

Dies schien etwas verwunderlich, hatte Magath doch unter der Woche das 4-2-3-1, was gegen Schalke erfolgreich war einstudiert.

Mit einem Doppelschlag und mit den ersten richtigen Chancen ging Hoffenheim nach vorsichtigem Start wie aus dem Nichts mit 2:0 in Führung. Magaths defensive Kontertaktik musste danach aufgegeben werden. Polak wurde einer offensiveren Taktik geopfert und aus dem Spiel genommen. Für ihn kam Dejagah in die Partie und sollte nach vorne mehr Dampf machen.

In der zweiten Halbzeit war es teilweise ein offener Schlagabtausch bei dem es zu klaren Chancen auf beiden Seiten kam. Auf Hoffenheimer Seite wurden 100%ige Torchancen liegengelassen. Doch auch die Wölfe hatten ein paar Chancen. Eine davon verwandelte Dejagah zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Gerade in der Drangphase der Wölfe wurde Mandzukic aus dem Spiel genommen, und die Schwungphase verlief im Sande. Nachdem Hitz sich verbal vergallopierte und die rote Karte sah war das Spiel quasi gelaufen.

Weil Felix Magath nicht mehr wechseln durfte musste Makoto Hasebe ins Tor. Hoffenheim hatte in der Schlussphase leichtes Spiel und erhöhte auf 3:1.

Eins scheint nach dieser Partie sicher: Felix Magath hat nach wie vor seine Wunschaufstellung noch nicht gefunden. Die Fans können sich in der nächsten Woche auf eine nächste neue Startformation einstellen.

11 Kommentare

  1. Schade, schon wieder verloren auf fremden Platz. Ich hatte nach dem Schalke Sieg ein wenig Hoffnung. Naja, beim nächsten Heimspiel wird es wieder besser. Durch diese Fehler und immer anderen Aufstellungen gewinnt Magath natürlich auch viele Erkenntnisse. Zumindest weiß er jetzt schon mal was nicht geht :)
    Nun muss er nur noch heraus finden was geht.

    Ich bin gespannt wer nächste Woche im Tor steht. Ob der alte Lenz wieder ran darf?

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  2. Also ich habe in Bezug auf das System ein anderes Spiel gesehen. Am Anfang war es ein 4-3-3 und zwar ein glasklares. Defensiv dann ein 4-5-1.

    Danach wurde umgestellt auf 4-4-2 mit Träsch rechts und Koo links. Nach 15 Minuten. Dann kam Asche und Jönsson und es wurde wieder ein 4-2-3-1, nachdem auch Mandzukic gehen musste.

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  3. VfL-Fan: Ich habe gerade noch mal ein paar Minuten gesehen. Ich will dir teilweise recht geben. 4-3-3 war es in der Anfangsphase. Ich hab das mal geändert. Allerdings fällt bei dieser ganzen Beschreibung auf, dass es ganz schön durcheinander ging. Mal dieses System, mal ein anderes. Nach Auswechselungen dann wieder ein anderes.

    Was ist die Wahrheit? Wird da ständig auf dem Platz verschoben, oder zählt man als Zuschauer nur die Spielerpositionen, die gerade verzweifelt auf dem Platz in irgendwelche Räume laufen? ;)
    Teilweise erscheint es mir so.

    Ich bleibe da bei Udo Latteck, der immer sagte: Die Systeme sind nur Grundformationen, die man nach Spielsituationen wieder einnehmen muss. Im Spielfluss, bei Angriff, oder Verteidigung werden allerdings Positionen aufgegeben und die Formationen bzw Spielsysteme verschwimmen.

    Wichtig wäre ja zu erfahren, was der Trainer vorgegeben hat und was am Ende eingehalten wurde oder auch nicht. Zuletzt setzte es ja Geldstrafen, weil gewisse Positionen eben nicht eingehalten wurden.

    Mal schauen was nach diesem Spiel so gesagt wird.

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  4. bei so vielen taktischen aufstellungen kommt man ganz schön durcheinander. ich dachte magath kann nur raute ;)

    wenn wir ehrlich sind ist die transferperiode schlecht gelaufen. magath wollte diego verkaufen und sich für das geld einen guten spielmacher holen. wäre das aufgegangen dann hätten wir jetzt diese probleme des ständigen umstellens nicht. mit der raute kennt sich magath bestens aus.
    schade, dass wir bis zum winter warten müssen bis magath seinen spielmacher kaufen darf, bzw bis hleb wieder fit wird.

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  5. So schlecht war die Leistung gar nicht. Ein Tor aus dem Nichts führt uns auf die Verliererstraße.
    Dass man bei einem Rückstand hinterher läuft und vieles unkoordiniert aussieht ist dann klar.

    Die Taktik hätte ich persönlich allerdings auch nicht geändert. Vielleicht trägt Magath daran eine kleine Teilschuld. Allerdings bleiben immer noch die individuellen Fehler auf dem Platz.

    Hitz darf nicht patzen, Träsch hat einen schlechten Tag erwischt, die Stürmer mit Abschlusspech und am Ende werden wir noch dezimiert.
    Es kam mal wieder alles zusammen.

    Insgeheim hoffe ich, dass Hleb bald fit wird. Er kann noch mal mehr Qualität reinbringen.

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  6. HuiBuh, du hast Recht. Die Aufstellungen sind natürlich nur Grundformationen, aus denen man als Spieler mal ausbrechen kann und auch teils notwendigerweise muss. Es sollte aber immer irgendwie eine Überzahl im Mittelfeld geschaffen werden. Das gelang nicht. Deswegen wohl die vielen Umstellungen.

    Die Geldstrafen wurden ausgesprochen (jedenfalls so wie ich es mitbekommen) weil Helmes sich mehrfach nicht an die taktischen Anweisungen gehalten hat. Heute hätte man da sicher auch Grund zu, aber sowas macht auch Magath nicht jede Woche, sondern er versteht es denke ich eher als Zeichen oder Warnschuss.

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  7. Träsch wird langsam zum Problem.

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  8. @Diego: Träsch war nicht gut, das stimmt. Aus meiner Sicht liegt es daran, dass er erstens nicht auf seiner angestammten Position eingesetzt wird, und zweitens weil er ständig hin und her geschoben wird. Zweiter Punkt ist übrigens das Problem der halben Mannschaft. Niemand weiß genau wo er spielen soll und kann sich deshalb auch nicht richtig einspielen.
    Mal ist Träsch Sechser, dann spielt er im Halbfeld, dann Rechtsverteidiger.
    Er sollte in der Raute den Sechser geben und sich dort mit seinen Mitspielern 5 Spiele lang einspielen. Dann hätten wir mehr gekonnt.
    Träsch neben Josué geht einfach nicht. Aber das wussten die meisten Zuschauer auch schon bevor dieses Experiment überhaupt gestartet wurde.

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  9. Ich habe gerade die Diskussion beim Aufstellungsthema durchgelesen. Die gleiche Diskussion gibt es auch in diversen Foren oder auf der VfL-Facebook Seite. Überall machen sich zwei Blöcke auf. Pro und Contra – egal bei welchem Thema. (Magath, Friedrich, Transfers, VfL, Spielweise, Mannschaft).

    Wieso ist das so? Es gibt gar keine gemäßigte Meinung in der Mitte mehr.
    So nach dem Motto „Scheiß Spiel, blöder Torwartfehler, aber nächstes mal gewinnen wir“.

    Entweder sind die Fans komplett gegen etwas und sehen alles Schwarz, oder aber sie sind blauäugige Anhänger, die keine Kritik zulassen wollen.

    Das war in den letzten Jahren anders.
    Wieso sind die Fronten so verhärtet? Mir gefällt das ganz und gar nicht.

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  10. Guter Punkt, Lumpi. Ich persönlich bin eher der Typ mit der gemäßigten Meinung. Nur wird man dann oft als blauäugig hingestellt, weil man versucht, ein paar positive Dinge herauszuarbeiten. Dann heißt es: Du redest dir alle schön. Und da muss ich doch mal stark anzweifeln, ob einige die „Kritik“ an Magath aus bösem Wille oder aus Frust äußern.

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  11. Ich schätze da spielt eine Menge Selbstüberschätzung und purer Frust eine Rolle. Ihr wisst doch, am Spieltag sitzen 30.000 Bundestrainer in der Volkswagen Arena und noch mehr vor dem TV. Und auf dem Platz müssten idealerweise 10 Messis und eine Kahn-Reinkarnation stehen.

    Nein, mal im ernst. Die Mitte ist tatsächlich vorhanden. Ich zähle mich da auch selbst zu. Aber wie so oft bezeichnen die Radikalen der jeweiligen Seite die Unschlüssigen zu den Speichelleckern und Unwissenden.

    Aber zum Schluss wird dann doch immer auf dem Platz entschieden – und nach 34 Spieltagen abgerechnet. Von daher bin ich noch relativ entspannt und möchte mich noch gar nicht zu einer Positionierung auf egal welcher Seite äußern.

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