Mittwoch , Oktober 28 2020
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Nun ist es amtlich: Diego soll Wolfsburg verlassen

Was die meisten Fans schon geahnt haben ist nun Gewissheit: Der VfL Wolfsburg und Diego werden zur neuen Saison getrennte Wege gehen. So jedenfalls der Plan.
Felix Magath sagte heute der dpa: „In einem Gespräch haben wir festgestellt, dass eine weitere Zusammenarbeit schwierig wäre und dass es besser ist, sich zu trennen“.

Schon beim Trainingsauftakt am Freitag Abend in Gifhorn war Diego nicht dabei. Diego ist aufgerufen sich einen neuen Verein zu suchen. „Aus diesem Anlass befindet sich Diego heute Abend auch nicht im Kader“, begründete Magath Diegos Fehlen.

Diego selbst hatte sich bereits zuvor in den Medien geäußert: „“Das ist traurig, aber ich komme mit dem Trainer nicht zurecht. Es ist daher besser, den Club zu verlassen. Es muss jetzt eine gute Lösung für mich und den Verein gefunden werden“, so Diego zu sport1.
Gegenüber der WN gab es ein weiteres Statement: „In Hoffenheim war ich überrascht und enttäuscht von der Entscheidung des Trainers. Meine Reaktion war vielleicht nicht die richtige. Es ist unmöglich, weiter zusammenzuarbeiten. Aber ich respektiere jeden im Verein“.
Zu einer offiziellen Entschuldigung konnte sich Diego auch heute nicht durchringen. Immerhin gab es die ersten leisen Worte der Selbstkritik.

Was ist von der ganzen Sache zu halten?
Die Frage nach einem Schuldigen bzw. nach einer Ursache für das Fehlverhalten ist müßig. Fest steht, dass beide Charaktere ihren eigenen Kopf haben und stur sind. Eine Zusammenarbeit schien von Anfang an sehr fraglich. Es scheint für beide Seiten besser zu sein dies zu erkennen und einen sauberen Schlussstrich zu ziehen, als sich mit einer halbgaren Lösung erneut durch eine Saison zu schleppen. Denn halbgare Lösungen hatten wir in den letzten Jahren genug.

Und genau dieser saubere Schlussstrich scheint von beiden Seiten angestrebt zu sein. Wieder Erwarten gibt es keine große Schlammschlacht – starke Worte der Beteiligten blieben aus.
Der VfL ist daran interessiert für Diego noch eine gute Ablöse zu bekommen, und Diego wird daran interessiert sein einen Verein zu finden, der ihm ein ähnlich hohes Gehalt zahlt wie er es beim VfL zur Zeit immer noch bekommt. An einem öffentlichen Scharmützel, wie es die Medien gerne sehen würden dürften beide Seiten kein Interesse haben.

Diego erhält die Freigabe und soll sich nach einem neuen Verein umsehen. Sehr wahrscheinlich hat der Stab um Diego diese Information schon vor dem Urlaub bekommen. Anders wäre es nicht zu erklären, dass man sich in der Öffentlichkeit dermaßen deutlich positioniert. Ohne konkrete Interessenten würde man sich durch dieses Vorgehen in eine schlechte Verhandlungsposition begeben.

Man kann also davon ausgehen, dass im Hintergrund schon an Lösungen gearbeitet wird. Bis es hier aber zu einer konkreten Entscheidung kommt fährt Diego zunächst einmal mit ins Trainingslager.
Seine teuerste „Ware“ muss man hegen und pflegen, damit der Preis nicht zu sehr fällt, wo doch jedem klar sein dürfte, dass der Wert des Spielers ohnehin schon sehr gelitten haben sollte.

4 Kommentare

  1. Schade, ich hatte immer noch gehofft, dass die beiden sich vertragen können. Aber das war wohl nichts. Unser bester Spieler geht also. Machs gut Diego.

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  2. Er war der beste Spieler, den Wolfsburg je hatte. Vielleicht hat er nicht zu den anderen Spielern gepasst, vielleicht nicht zu Magath… und doch ist es ein Jammer, so einen bekommen wir nicht wieder.

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  3. @Milan:
    Ist das dein ernst? Der beste Spieler, den wir je hatten? Ich weiß ja nicht.
    Er ist ein guter Spieler und er hat Potential zu Höherem, aber der beste war er sicherlich nicht. Falls du die letzte Saison meinst könntest du aber recht haben.

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