Donnerstag , Dezember 8 2022
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Ein großer Moment: Alexandra Popp darf bei ihrer ersten EM dabei sein und erzielt auch gleich ihr erstes Tor. (Photo by Alex Pantling/Getty Images)

Popp feiert EM-Premiere mit erstem Tor: „Ich kann es gar nicht glauben!“

Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg gelang bei ihrer allerersten Fußball-EM gleich ihr erster Treffer. Nach dem Spiel zeigte sie sich im Interview überglücklich und erleichtert.

Diese Geschichten schreibt nur der Fußball: Trotz einer großen Fußballkarriere und unzähligen Titeln, verpasste Alexandra Popp verletzungsbedingt bislang alle vergangenen Fußball-EMs der letzten Jahre. Auch vor dieser EM sah es nicht gut aus. Lange war Alexandra Popp verletzt. Als sie dann endlich rechtzeitig vor der EM wieder fit wurde, erkrankte Popp an Covid 19. „Das kann jetzt nicht sein, dass es an Corona scheitert“, beschreibt Popp ihre ersten Gedanken nach der Hiobsbotschaft. Doch die Wolfsburgerin hatte Glück. Gerade noch rechtzeitig wurde sie vor der Fußball-EM in England wieder gesund – ihre aller erste EM sollte Wirklichkeit werden.

Popp feiert EM-Premiere

Zunächst saß Alexandra Popp im Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark auf der Bank und verfolgte aufgeregt das Geschehen auf dem Platz. In der 2. Halbzeit dann der ersehnte Moment: Alex Popp wurde von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in die Partie gewechselt: EM-Premiere! Doch damit nicht genug. Kurz vor Schluss gelang Popp mit einem sehenswerten Kopfballtreffer sogar noch ein Tor zum 4:0. Ihre Mitspielerinnen waren sofort bei ihr und freuten sich mit ihrer Anführerin.

Interview mit Alexandra Popp nach dem 4:0 gegen Dänemark

Wie glücklich sind sie heute?

Ich glaube man hat es nach dem Tor direkt gesehen. Ich hab den Ball nicht auf die Nase bekommen sondern es war der Moment, wo ich gesehen habe, dass ich den Ball ins Tor geköpft habe. Ich kann es gar nicht glauben, um ehrlich zu sein. Ich bin mega, mega froh diese Spielzeit bekommen zu haben, dann noch ein Tor gemacht zu haben. Grundsätzlich bin ich froh, dass wir so einen Auftaktsieg hingelegt haben.

Sie hatten, nachdem sie sich zurückgekämpft hatten, eine Corona-Infektion. Wie sehr hatten sie denn jetzt wirklich darum bangen müssen, hier überhaupt antreten zu können?

In der Zeit habe ich schon hinterher gedacht, boar, das kann jetzt nicht sein, dass es hinterher an Corona scheitert und nicht an einer Verletzung. Ich war am Ende glücklich, als die sportmedizinischen Untersuchungen vorbei waren und dass alles Ok ist, dass ich normal wieder starten und trainieren kann und auch bei der EM dabei sein darf. Ich bin einfach nur mega, mega froh.

Die gesamte Mannschaft hat sie wahrscheinlich schon vor ihrer Einwechslung begeistert. Übertrag die Leistung alle Erwartungen?

Die Mannschaftsleistung war überragend. Sie war hoch intensiv. Wir extrem hoch gepresst. Wir haben uns unfassbar viele Chancen gerade in der ersten Halbzeit schon herausgespielt, so dass es ärgerlich war, dass wir nur so knapp in die Halbzeit gegangen sind. Aber wir haben weiter gemacht, wir waren dran und haben am Ende verdient genau auch in der Höhe gewonnen. Das gibt ein sehr sehr gutes Gefühl zum Start und ich glaube, die Art und Weise, wie wir auch gespielt haben, war ganz ganz entscheidend und das macht Lust auf mehr.