Samstag , Oktober 31 2020
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Wolfsburg gewinnt 2:1 – Durchatmen


Der VfL Wolfsburg gewann auch seine dritte Heimpartie. Gegen 1899 Hoffenheim konnten sich die Wölfe mit 2:1 durchsetzen und verdient die drei Punkte einfahren. Damit macht der VfL Wolfsburg neben Werder Bremen den größten Sprung in der Tabelle und rutscht vorerst auf Platz 6.
 

Meine Gedanken zum Spiel:

BTSV:
Das erst, was mir auffiel, als ich vor der Nurdkurve ankam: An einem kleinen Stand wurden T-Shirts für das nächste Heimspiel gegen Braunschweig verkauft – mit der Aufschrift: Sch… BTSV.
Gerade hatte ein Vater zwei T-Shirts gekauft, eins für sich und eins für seinen kleinen – vielleicht 5-jährigen Sohn.
Für mich ein sehr befremdliches Bild.
Das Thema Braunschweig war auch während der kompletten Partie Thema in der Nordkurve. Mehr als einmal wurden Gesänge gegen den Verein aus der Nachbarstadt angestimmt.
Auch nach Abpfiff als die Mannschaft in die Nordkurve kam, skandierte die Fans: „Wir woll’n den Derby-Sieg, wir woll’n den Derbysieg…!“
Man spürt schon zwei Wochen vor dieser Begegnung wie wichtig offenbar diese Partie bei einem Teil der Anhänger gesehen wird.
Den Spielern wurde schon einmal vor Augen geführt, welche Erwartungshaltung in zwei Wochen auf sie zukommt.

Zum Spiel:
Der VfL war in Zugzwang. „Dadurch, dass die Saison mit einem Auswärtsspiel begann und man bislang alle Auswärtsspiele verloren hat, muss der VfL aktuell in jedem Heimspiel nach Möglichkeit mit einem Sieg nachziehen.“ Das hatte ich vor der Partie geschrieben und genau diesen Druck spürte man auch auf dem Platz. Spätestens als noch das 1:0 für die Hoffenheimer fiel, waren Spieler wie auch die Fans auf den Rängen konsterniert. Es war keine gute 1. Hälfte. Umso wichtiger war kurz vor der Halbzeit der Anschlusstreffer zum 1:1.

In der Halbzeit scheint Dieter Hecking die richtigen Worte gefunden zu haben. Auch die Auswechslung von dem völlig verunsicherten Ja-Cheol Koo war folgerichtig. Der grobe Schnitzer zum 1:0 des Gegners steckte augenscheinlich zu tief in dem Südkoreaner. Durch Ivan Perisic kam mehr Ruhe ins Mittelfeld.
Zudem schienen die Hoffenheimer ihr ganzes Pulver in den ersten 20 Minuten verschossen zu haben. In der 2. Halbzeit spielte praktisch nur der VfL. Dass dies keine Defensivstrategie der Hoffenheimer war, konnte man spätestens nach dem Führungstor der Wölfe sehen. Die Hoffenheimer konnten den Hebel nicht mehr umlegen und blieben harmlos.

    Mein Fazit:
    Noch in der letzten Woche gab es nach der Halbzeit den Knacks. In dieser Woche war es praktisch genau umgekehrt. Die Wölfe konnten einen Gang zulegen und taten alles dafür die Partie zu drehen. Ein tolles Zeichen der Moral.

  • Die Abwehrreihe hat mir durch die Bank weg gut gefallen. Abgesehen von den fehlerhaften langen Pässen in den ersten 20 Minuten war Naldo gestern besonders wenn es um die Abwehr ging in einer bärenstarken Form. Auch Knoche wurde im Laufe der Partie immer besser und zeigte in der 2. Halbzeit seine gewohnt gute Form. Anders als früher trauen sich unsere IVs gelegentlich einen Vorstoß ins offensive Mittelfeld zu und erzeugen dadurch zusätzliche Gefahr.
  • Über Rodriguez braucht man mittlerweile nicht mehr diskutieren. Er ist eine feste Bank im Wolfsburger Spiel geworden und fast immer einer der besten. Auch gestern war Rodriguez einer der besten Wölfe – unheimlich ballsicher, zweikampfstark und einsatzfreudig.
  • Christian Träsch hat sich enorm entwickelt. Die rechte Abwehrseite ist dank Träsch mittlerweile keine Baustelle mehr. Die ein oder andere Flanke muss natürlich noch verbessert werden, aber im großen und ganzen war das wieder eine gute Leistung. Die Baustellen sind mittlerweile woanders zu finden.
  • Diego habe ich gestern nicht so schlecht gesehen, wie so mancher Fan. Häufig erkennt man schon nach den ersten 10 Minuten welcher Spieler einen guten Tag erwischt hat und welcher nicht. Bei Diego hatte ich gestern gleich ein gutes Gefühl. Er hatte für mich gestern eine ganze andere Körpersprache. Häufig deutet er durch seine Gestik eine gewisse Hilflosigkeit an, wenn ihm keiner hilft. Schnell geht er in einen Zweikampf, sucht den Körperkontakt und spekuliert auf das obligatorische Foul. Das habe ich gestern weniger gesehen. Er war bemüht schneller abzuspielen und lag viel weniger auf dem Boden als sonst. Seine Ballsicherheit ist ein Rückgrat für die Mannschaft, wenn es nicht gut läuft, so wie in den ersten 20 Minuten. Er war wie immer überall auf dem Platz zu finden.
  • Über Koo hatte ich vor einem Monat gesagt, dass er wie Arsch auf Eimer zu Luiz Gustavo passt. Daran glaube ich immer noch. Aber nur, wenn es hier eine konsequente Arbeitsteilung gibt. Gustavo gibt den Zerstörer und Ausputzer und Koo rückt weiter nach vorne neben Diego und wird von Defensivaufgaben entbunden.
    Hier würde ich noch nicht in Panik verfallen. Sowohl Koo als auch Gustavo sind neue Spieler. Zusammen konnten sie sich so gut wie noch gar nicht einspielen. Wenn man das System so umsetzen würde, dann wäre auch dies eine Neuerung, die noch gar nicht einstudiert werden konnte. Dies wird noch Zeit brauchen.
  • Jan Polaks Qualitäten konnte man gestern wieder sehr gut sehen. Er war in der 2. Halbzeit gegen Ende – wo der VfL einfach den Sack nicht zumachen konnte und Hoffenheim mit einem einzigen Konter dem VfL noch Punkte hätte stehlen können – ein wichtiger Spieler. Er wird in diesen Phasen zur Führungsfigur. Er brüllt auch schon mal seine Mitspieler an und rüttelt sie wach. Von diesen Spielern haben wir in der Mannschaft sehr wenige. Zudem war dieses Kampfspiel gegen Ende wie für ihn gemacht. Ärmel hoch und das Foul zur richtigen Zeit – einfach mal dazwischen gehen, während andere elegant nebenher laufen.
    Kurzum: Polak ist immer noch gut für die letzten 20 Minuten, wenn es mit schönem Fußball nicht mehr geht und man die Brechstange auspacken muss.
    Davor im Spiel hatte Polak die bekannten Probleme. Dazu will ich nicht viel sagen. Normalerweise sollten andere Spieler in der Startelf vor ihm stehen.
  • Warum spielte erneut Marcel Schäfer? Ich sehe es wie die meisten: Eigentlich ist dies nicht seine Position und es sollten andere Spieler vor ihm stehen. Dennoch hat Schäfer eine wichtige Funktion erfüllt. Schäfer ist ein Leadertyp und ein sehr anerkannter Spieler in der Mannschaft. Dazu ist er der beliebteste Fußballer bei den Fans. Für mich war dies ein psychologischer Trick von Hecking. Übrigens ebenso wie bei Knoche. Von den Fans gibt es beim Einsatz solcher Spieler immer noch einen kleinen Kredit vorweg und eine Extra-Unterstützung. In einer Phase, wo weder Team noch System 100%ig gefestigt sind, ist die Unterstützung von Außen doppelt wichtig. Beim ersten Fehlpass von Perisic wären die Fans vielleicht sofort unruhig geworden. Das passiert bei Schäfer nicht.
    Darüber hinaus ist Schäfer einer der besten Flankengeber des VfL. Wenn es spielerisch nicht klappt, dann muss die Brechstange her. Wenn Schäfer jetzt noch die Anweisung erhält nicht hoch in den Strafraum zu flanken, sondern eher flach, dass auch ein Olic oder Diego an den Ball kommen kann, dann kann man Schäfer durchaus bringen.
    Auch wenn ich gestehen muss, dass wir zunächst eher auf gelernte Außenspieler setzen sollten und dann später in der Partie gerne auf Schäfer zurückgreifen können. Sicherlich wollte Hecking auch gerne Schäfer seinen 200. Einsatz als Starter in der Startelf gönnen und nicht als 10-Minuten-Einsatz am Ende.
  • Das Wunder Ivica Olic: Zunächst fällt mir auf, dass sowohl in den Interviews z.B. mit Dieter Hecking nach dem Spiel als auch heute in diversen Medien von der großen Kritik an Olic gesprochen wurde. Im Stadion hatte ich in den letzten Wochen darüber wenig vernommen, auch sah ich diesbezüglich keine Plakate. Woher haben also die Verantwortlichen und die Presse diese „Sicht der Fans“? Offenbar aus den VfL-Foren wie TM.de und vielleicht auch hier aus dem Wolfs-Blog.

 

 
Um kurz abzuschweifen: Man sieht welch wichtige Rolle auch den Fans zukommt. Wenn ich auf der einen Seite extreme Kritik gegenüber einem Spieler kundtue und dies zu einem Kanon vieler Fans in Internetforen führt, dann bin ich selbst Teil von dem, was ich zu kritisieren suche.

Sachliche Kritik an Form und Spiel, aber keine Grundsatzkritik und Bashing an der Person.

Dies schadet dem Verein und besonders dem Spiel der Mannschaft ebenso, wie das Unvermögen eines Spielers – bzw. noch schlimmer: Es kann genau dazu beitragen!

Viele, die sich darin gefallen allzu vorschnell Spieler und Trainer aufs übelste zu diffamieren und austauschen zu wollen, sind eigentlich diejenigen, die man rauschmeißen sollte.

Ich frage mich häufig: Es werden immer große Namen gefordert. Aber was sollen diese Spieler im Vorfeld denken, wenn sie bei den Fans dessen Verein interessiert ist im Internet mal querlesen?

Derjenige, der in seiner Höhle am lautesten brüllt, bekommt auch immer das lauteste Echo ab.
 

 
Und genau diesen Leuten hat Olic gestern erneut den Stinkefinger gezeigt.
Bei aller berechtigten Kritik: Olics Einsatz nötigt mir Respekt ab. Das Standig ovation bei seiner Auswechslung hatte er sich redlich verdient.


 

Was läuft noch nicht bzw. was muss besser werden?

Bei all der Freude über die drei Punkte wird der Trainer wie immer genau hinschauen und analysieren was noch nicht funktioniert und was zu verbessern ist. Hierbei gibt es gleich eine ganze Vielzahl von Ansatzmöglichkeiten:

Das Spielsystem: Werden wir in Zukunft das 4-2-3-1 beibehalten und wenn ja, welches werden die Spieler sein, die die einzelnen Positionen ausfüllen sollen? Bislang haben wir ein Problem durch die Offensive Torgefahr auszustrahlen. Besonders die zweite Reihe rückt zu langsam nach und ist noch zu torungefährlich. Immer noch wartet man auf den großen Durchbruch bei Vieirinha, der im Spiel selbst ein großer Aktivposten ist und sehr vieles richtig macht. Dennoch ist seine Tor- und auch Vorlagenquote noch nicht zufriedenstellend.
Auf der anderen Seite ist das Problem noch größer: Wer ist der richtige Mann für Linksaußen? Perisic, Schäfer, Caligiuri? Vielleicht kommt durch eine Umstellung von Perisic auf die Doppelsechs noch eine weitere Variante dazu: Koo auf die Außen?

Was ebenfalls schlecht läuft sind die Konter des VfL: In der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim gab es sehr viele Kontermöglichkeiten, nur wurden diese nie konsequent bzw schlecht zu Ende gespielt. Hier fehlt offensichtlich noch die Abstimmung. Häufig war Diego in der Position des Passgebers, aber es fehlte der richtige Zeitpunkt des Abspiels bzw. Diego konnte den Laufweg seiner Mitspieler nicht erahnen.
Zum einen fehlt das blinde Verständnis. Hier kann man im Training vielleicht nachsteuern. Zum anderen fehlt auch der Mut. Ich persönlich glaube, das gewisse Mechanismen im Fußball immer erst durch Erfolg kommen. In der Meistersaison konnte Misimovic blind in jede Schnittstelle den Ball passen, er kam so gut wie immer an. Warum?
Natürlich weil zum einen die Laufwege abgestimmt waren, aber zum anderen auch, weil 1. Misimovic den Mut hatte aus jeder Lage es zu versuchen und zum anderen, weil seine Mitspieler trotz Abseitsgefahr einfach mutig in den Raum gestartet sind. Woher kommt dieser Mut? Ich denke, es ist der Erfolg, der sehr viel Mut generieren kann. Da aber das eine das andere bedingt, ist es immer ein Prozess des „Aufschaukelns“. Eine – vielleicht zufällige – gute Leistung zieht Mut und Risikobereitschaft nach sich, welche zu Erfolg führt. Dieser Erfolg führt im nächsten Spiel dann zu noch mehr Mut usw.

Aktuell denken die Spieler noch zu viel. Diego denkt: Wann soll ich passen? Zu wem soll ich passen? Steht der Olic da nicht schon wieder leicht im Abseits? – und schuwps ist die Chance verpasst.

Anders als andere Fans denke ich, dass man dieses nur bedingt trainieren kann. Durch ständige Wiederholungen im Training kommt eine gewisse Routine und Sicherheit. Aber den Mut und die Risikobereitschaft kann man schlecht trainieren. So lange wir immer noch in einer Phase sind, wo die Fans laut aufstöhnen, wenn ein Pass schlecht gespielt wird, so lange werden die Spieler immer erst den sicheren Pass bevorzugen.

Aber es ist schon sehr viel besser geworden. Der Rückhalt der Fans wird stärker, die Risikobereitschaft größer. Man schaue sich nur Christian Träsch an. Er ist durch seine Leistungssteigerung das beste Beispiel für diese These.

Den gleichen Ansatz hätte ich zu der Kritik, dass wir noch zu viel hinten herum spielen. Solange in der Zentrale leichte Abspielfehler zu großen Chancen oder wie gestern sogar zum Tor führen, solange werden die Spieler immer erst um Sicherheit bemüht sein. In solch einer Phase ist mir der sichere Pass zum Hintermann lieber, als sofort den nächsten riskanten Pass in die Spitze zu spielen. Sobald mehr Sicherheit da ist, werden wir auch zielstrebiger sein. Ich glaube, so etwas ist immer ein Prozess, der Zeit dauert und nicht von Außen einfach bestimmt wird und nur umgesetzt werden muss.

Der Ansatz zu sachlicher Kritik ist sicherlich breit. Damit dieser Artikel keine 3 Kilometer lang wird, will ich die User mal aufrufen, die einzelnen Punkte zu besprechen und zu diskutieren – was ja schon geschieht – und mich dem Aufruf von Spaßsucher anschließen:
Einfach mal die persönlichen Belange außen vor lassen und mehr Wert auf das „Konstruktive“ legen.

Mal schauen, ob uns das gelingt :)
 
 


 

 
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89 Kommentare

  1. Sehr geile Analyse!!!

    Bei unserer derzeitigen Taktik 4-2-3-1 sehe ich derzeit drei Probleme:

    1. Sturmzentrum. Es gab mehrfach Szenen, in den Olic auf Außen ausgewichen ist und dann geflankt hat. Leider ist niemand aus dem Mittelfeld nachgerückt. Hier würde ich in erster Linie Koo/Perisic sehen (je nachdem, wer spielt), Diego und dann auch Gustavo.

    2. DM. Koo sucht und sucht seinen Platz, den Perisic gestern eher gefunden hat. Als Ivan im Spiel war, war deutlich mehr Ruhe drin und er hat auch den einen oder anderen Zweikampf durch energischen Körperkontakt gewonnen. Ich würde Koo gerne auf einer Außenbahn sehen, wenn Hecking mal nicht auf Schäfer setzt, Vierinha ist für mich gesetzt, obwohl tw. nicht sehr effektiv…

    3. LM. Hier hatte ich vor der Saison eigentlich das Gefühl, wir sind hier mehr als gut besetzt (Arnold, Perisic, Caligiuri, Koo, Vierinha, nicht zu vergessen, Pilar).
    Leider ist für mich die Idealbesetzung noch nicht gefunden, Perisic scheint dort verloren und Schäfer in manchen Szenen zu langsam und technisch zu limitiert.

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  2. Ein schnelleres Umschalten könnte ganz einfach durch die Anweisung trainiert werden, innerhalb einer Zeitspanne zum Abschluss zu kommen. Stichwort Stoppuhr.

    Daran muss einfach gearbeitet werden.

    Ansonsten wurde eben im anderen Blogartikel viel geschrieben, was auf diesen Artiekl passt. Schalentier, wolf_01 und ich haben da denke ich durchaus Aspekte gebracht.

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    • Dies wurde trainiert – zwar nicht mit Stopuhr aber mit Trillerpfeife.
      Es gibt ja immer verschiedene Arten des Umschaltens. Zum einen nach eigenem Ballgewinn, aber auch nach Ballverlust, bzw, nach Abschluss.

      Ich erinnere mich an eine Einheit, wo jedes Umschalten laut mit einem Pfiff in eine Trillerpfeife eingeleitet wurde.

      Es war wirklich erstaunlich. Der ein oder andere Spieler schießt aufs Tor, trifft nicht und dreht locker ab. An dieser Stelle kam die Pfeife zum Einsatz.
      Man kann als Trainer noch so viel reden, einige Spieler drehten trotzdem „deprimiert nach einem Fehlschuss ab und wollten locker auslaufen“. Erst der Pfiff erinnerte sie daran, weiterhin die Konzentration oben zu behalten und sofort zurückzusprinten.
      Dann kam der nächste Durchgang und wieder wollten einige locker abdrehen und erst nach dem Pfiff kam ihnen in den Sinn: Ach ja, ich muss ja sofort wieder zurück.

      Da scheint also eine unterbewusste Geschichte zu sein. Nach einem „Misserfolg“ schaltet der Kopf vielleicht ganz natürlich auf „Auslaufen“ oder Abschalten.

      Bis sowas in Fleisch und Blut übergeht, scheint es zu dauern.

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    • Die Frage ist aber auch, wie oft es trainiert wird. Und wie vehement es eingefordert wird, Konsequenz ist keine einfache Angelegenheit.

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    • Man sollte nicht vergessen: Wir sind nicht Hannover, deren Spiel völlig auf ein gelungenes Umschaltspiel ausgerichtet ist. Bei unserer dominanten Spielweise fehlt es zunächst an zwingenden Aktionen aus dem eigenen Ballbesitz heraus. Hier den Knoten platzen zu lassen, ist schon schwierig genug. Zudem vergessen wir nach Ballgewinnen, die natrülich seltener sind, wenn man selbst so lange Ballbesitzzeiten hat, regelmäßig das schnelle Umschalten. Da stimme ich absolut zu. Das kann und muss man weiter trainieren. Aber wir werden nicht unsere gesamte Spielanlage darauf ausrichten. Wir müssen auch aus unserer Dominanz Kapital schlagen. Dabei wird das Training mit Stoppuhr wenig bringen. Ist eben eine andere Baustelle.

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  3. Es ist ja schon sehr neutral von dir geschrieben Admin, mit dem BTSV. Ich fände Zurückhaltung angebrachter seitens der Fans. BTSV ist ein 2. Liga Kandidat. Dem müssen wir nun nicht so eine Beachtung schenken. War schon gestern Peinlich aus der Nordkurve^^

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  4. Deine Absätze zum Thema „Aufschaukeln“, Mut und Riskobereitschaft gingen bei mir runter wie Öl, denn diese spiegeln haargenau meine Meinung wieder, die ich schon nach dem Mainz-Spiel hatte. Um als Mannschaft zu wachsen, benötigst du Erfolg und vielleicht auch Schlüsselergebnisse. Man spricht nicht zufällig von Euphoriewellen und Abwärtsspiralen. Und wann befand sich unser Verein letztmals auf einer echten Euphoriewelle? Im Jahr der Meisterschaft! Zunächst spielte man grausig, doch gewann. Später spielte man glanzvoll und gewann. Und auch Niederlagen waren uns nicht aus der Bahn. Im Erfolgsfall entwickeln sich zudem Spieler bedeutend besser. Man sieht es gut am BVB: Ohne deren Erfolge und mannschaftliche Homogenität würden sich Spieler mit eher durchschnittlichem Talent wie Schmelzer und Großkreutz nicht so entwickeln. Bei uns sind in den letzten Jahren dagegen hochtalentierte Spieler stagniert oder gar ins Abseits geraten. Hecking halte ich für einen grundsoliden Trainer, der eine klare Philosophie hat, im Klub die Kommunikation pflegt, der authentisch ist und die richtige Mischung aus hartem Hund und Psychologe verkörpert. Bestimmt gibt es noch bessere Taktikfüchse und Motivatoren, doch um endlich Ruhe einkehren zu lassen, war Hecking aus meiner Sicht ein guter Griff. Der Mann muss zu Allofs und zum Klub passen. Ach Bremens Schaaf war nie der Über-Trainer, sondern zunächst ein solides Gesamtpaket. Und große Erfolge gab es auch unter ihm. btw: Endlich haben wir mal einen Rückstand gedreht – das war nicht unwichtig.

    Ich halte unsere Spielanlage nach wie vor für toll und eigentlich wie gemacht für Spektakel. Es fehlt eben noch der große Glanz und überhaupt die Ideen im letzten Drittel. Auch muss man sich weiter verbessern im Umschaltspiel. Man muss weniger Fehler machen im defensiven Mittelfeld. Es gibt noch eine Menge zu tun. Aber das ist doch normal!

    Ständig lese ich „Hecking ist schon 9 Monate da…“ – ja, das stimmt. Aber welche Klubs spielen denn einen ausgereifteren Fußball als wir? Das sind Vereine, bei denen die sportlichen Führungen erheblich länger im Amt sind. Dort ist die Philosophie des Trainers an alle Enden etabliert, vermutlich runter bis in die oberen Jugendmannschaften. 9 Monate sind dabei ein Witz! Hammerhai hat – wenn ich das nun richtig zuordne – geschrieben, dass sich Hecking nun nicht auf einer reifere Spielanlage und eine stabilere Defensive ausruhen dürfe bzw. könne… – das kann ich vorbehaltslos unterschreiben! Nur würde ich diese Ergebnisse nicht abwerten. Hecking legt bei uns bei Null los, während andere Trainer oftmals den Weg des Vorgängers in groben Zügen gefolgt sind (z.B. Wiesinger in Nürnberg) und nur punktuelle Änderungen vornahmen. Zudem waren bei uns die Bedingungen ungünstig (Megakader, keine Einheit, veröffentlichte Gehaltszahlen…). Und Grundzügen verfügen wir nun auch über eine Philosophie. Es funktioniert noch lange nichts perfekt, auch personelle Verstärkungen werden bei Zeiten kommen müssen. Aber eine Basis ist nun da. Und nun muss man die Schwächen nach und nach abstellen und Automatismen erreichen. Das geht mal schneller und mal langsamer. Und es funktioniert in kleinen Schritten, das Feintuning passiert nicht in wenigen Wochen. Das ist auch ein Grund, wieso ich zwar kritische Dinge bemerke, mich jedoch mit abschließenden Urteilen zurückhalte.

    Im Übrigen wird auch Ismael sich mit der Reserve dieser unterordnen, anders als Köstner vor ihm. Der Weg des Klubs ist ein guter. Auch die Bereitschaft zu Investitionen ist da. Nur haben wir hier andere Vorstellungen, wie schnell sich eine Mannschaft in die obere Region der Bundesliga bringen lässt. Klar sollte aber auch sein, dass die meisten Vereine aus dieser Gruppe stetig „gewachsen“ sind. Da wurde nicht mal eben das Portemonnaie geöffnet und *schwups* war man eine Spitzenmannschaft. Das haben nun auch die VW-Oberen verstanden. Deshalb haben sie Allofs geholt und halten den Druck niedrig, indem gesagt wird, dass man ggf. auch ohne internationalem Fußball nach dieser Saison leben könne. Das ändert freilich nichts an meiner persönlichen Erwartungshaltung, die ein Mitspielen bis zum Ende um Platz 6 vorsieht.

    Und nun zum gestrigen Spiel: Man reagierte auf die Probleme aus den Spielen davor, versucht öfter mal längere Bälle einzustreuen und verzichtet auf unnütze Spielverlagerungen. Auch habe ich gestern häufiger beobachtet, dass man nach Ballgewinnen zwar erst quer, doch danach die Außenverteidiger sofort direkt die Linie runter gespielt haben. Ein bisschen mehr Zug war damit vorhanden. Allerdings umging man so auch das weiterhin zu statische zentrale Mittelfeld. Olic sieht man nun auch häufiger zentral dort, wo er stehen muss. Und wenn er außen zu finden war, hatte er auch oft genug Ballbesitz. Hätte Vieirinha eine seiner Flanken über die Linie gedrückt, hätte wohl keiner nun über Olic‘ wilde Läufe gemeckert. Mir reicht es aber nicht, dass in solchen Situationen nur Vieirinha im 16er auftaucht. Auch Diego, Koo/Perisic und Schäfer müssen diese Wege gehen. Und hier spielt sicherlich auch der fehelnde Mut eine Rolle. Genauso bei Doppelpässen. Diego hat die Fähigkeiten, spielt jedoch so gut wie nie direkt. Natrülich auch, weil keiner startet. Beides muss kommen: Steilgehen und direktes Spiel. Aber das passiert nicht durch irgendwelche Umstellungen oder Knopfdrücken. Lösungen hat hier noch keiner präsentiert. Und die Forderung nach Geduld, damit sich der Mut und das Selbstverständis einstellen können, ist den meisten sicherlich zu billig. Ich sehe kleine Schritt in die richtige Richtung, obwohl die Leistung gestern insgesamt schwächer war als in den Heimspielen davor. Große Schritte sind aus meiner Sicht aktuell nicht zu erwarten. Aber eben, dass die Richtig stimmt und die Mannschaft unter Hecking keinen Stillstand zeigt.

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    • Gute Gedanken und eine schöne Analyse, die auch sehr gut geschrieben wurden. Unabhängig von meiner subjektiven Meinung – aber so macht das Lesen und Diskutieren Spaß :-)

      Nur kurz zu deinem letzten Absatz. Gestern hatte ich das erste mal den Eindruck, dass die Außen versuchten einzurücken, wenn Olic auf der gegenüberliegenden Position rumturnt. Das fiel, wie du schon geschrieben hast, vor allem dann auf, wenn er mit Schäfer links Überzahl bildete, sodass Vieirinha von rechts in die Mitte zog. Umgekehrt war aber auch Schäfer ziemlich oft zentral vor dem Tor (was ja auch bei seinem Assist der Fall war). Hatte mich diesbezüglich in der ersten HZ über Olic etwas aufgeregt, aber ich glaube inzwischen, dass er für bestimmte Situationen wirklich diese Anweisung bekommen haben könnte

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    • Bei Olic wird gerade jeder Flankenlauf auf die Goldwaage gelegt. Klar, er rennt viel. Aus meiner Sicht auch immer wieder unnötig viel. Aber jeder andere Stürmer ist auch hin und wieder im Spiel auf den Außen zu finden. Auch Mandzukic und Kießling. Wichtig ist doch, dass sie im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle stehen. Und „die richtige Stelle“ kann auch bedeuten, dass sie im richtigen Moment auf die Flügel ausweichen, um einen nachrückenden Mitspieler zu bedienen. Wäre Olic gestern auch fast gelungen, doch die Innenverteidiger waren gegen Vieirinha auf dem Posten. Dieses viele Laufen ist eben Olic‘ Eigenart. Immer noch besser als ein Spieler, der stets zu wenig läuft.

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    • Was für ein bullshit schreibst Du eigentlich über Köstner und seine mangelnde Bereitschaft das System Heckings auf die zweite Mannschaft zu übertragen. Hecking hat nicht einmal den Versuch gemacht mit Köstner zusammen zu arbeiten.

      Allofs hatte Köstner versprochen mit ihm Anfang 2013 Gespräche über eine Vertragsverlängerung zu führen. Als Hecking dann eine Zeit lang da war, wurde der Termin dann einfach immer weiter nach hinten rausgeschoben. Solange bis Köstner sich dann mittlerweile völlig verstimmt in der Öffentlichkeit beschwerte.
      Der Höhepunkt war dann die Art und Weise seiner Verabschiedung (oder wie soll man das nennen?)
      Köstners mangelnde Kooperationsbereitschaft ist eine Erfindung!

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  5. Zum Thema Fans:
    Die Sprechchöre hatten einen ganz einfachen Grund: Die Ultras wollten auf die Wichtigkeit des Spiels hinweisen und das Bewusstsein dafür stärken, dass es ein DERBY ist. Die Veraatwortlichen halten das ja eher gerne auf einer sehr niedrigen Flamme.

    Daher waren die Rufe für manchen vielleicht etwas störend. Doch ich will nicht wissen, wie groß das Geheul nach einer Blamage (Niederlage) wäre.

    Es hängt sicherlich auch davon ab, wo jemand arbeitet. Aber im Werk prallen beide Fans täglich aufeinander. Der Hohn und Spott würde ein halbes jahr mindestens halten, wenn nicht sogar noch viel länger. Unabhängig von einem Abstieg der Eintracht.
    Auch inder Schule merke ich diese Rivalität. Für die Schüler und Kollegen ist es DAS Spiel.

    Und zu guter Letzt wird vergessen, dass es sogenannte Erfolgsfans gibt. In der Region gibt es viele zugezogene Fußballinteressierte, die noch nicht IHRE Mannschaft gefunden haben. Die pendeln mit ihrer Meinung. Wird die Eintracht deutlich auf Distanz gehalten und bleibt diese erfolglos, gewinnen wir Fans hinzu. Das Stadion wird voller, weshalb wir auch wieder sympathischer werden.

    Noch etwas zur Geschichte bzw. dem „Hass“: Im letzten gemiensamen Jahr spielten die Eintracht und der VfL um den Klassenerhalt ind er neu gegründeten zweiten Bundesliga. Es hieß: VfL ODER Eintracht. Der VfL gewann gegen BS, die Eintracht stieg ab und versank in der Bdeutungslosigkeit.
    Hinzu kam die politische Ebene: Bis 1998 ungefähr war Wolfsburg ein Provinznest, der Wolfsburger fuhr zum Einkaufen nach BS. Seitdem hat sich in WOB aber viel getan, Braunschweig probierte viel auf politischer Ebene zu verhindern (DOW, Phaeno, Flughafen). Mittlerweile profitiert BS eher von WOB, als andersrum. Im Kulturangebot hat WOB Braunschweig sogar überholt, fußballerisch sowieso.

    Der Neid unseres Nachbarn hat dazu geführt, dass diese beiden Städte sich nicht mehr grün sind. Die Verhandlungen um die „Region“ zeigen das auch.

    Aber bei einem Derby geht es eben viel um das Menschliche. Und kein Wolfsburger will sich von seinem Braunschweiger Kollegen die nächsten 6 Monate anhören müssen, dass der VfL mit „soviel geld gegen den BTSV nicht gewinnen konnte“.

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    • Tut mir leid, aber das kann ich jetzt so nicht stehen lassen. Ich wohne in BS und kann das Kulturangebot sehr gut mit dem Wolfsburger Angebot vergleichen.
      In Wolfsburg gibt es zwar einige groß finanzierte Verantstaltungen, kleinere Konzerte in Kneipen, das Phaeno und das Kunstmuseum. Aber in BS kann ich jeden Tag irgendwo Kultur erleben. Livekonzerte in Kneipen und Bars gibt es am WE zu viele um sich entscheiden zu können, Lesungen noch und nöcher, City Jazz Night, gerade läuft Kultur im Zelt. Nicht zu vergessen die selten beworbenen, nur durch Mundpropaganda bekannten Veranstaltungen der Jugendzentren, Studentenwohnheime und Fachschaftskneipen etc pp.

      In Wolfsburg mag man ja stolz auf Kunstmuseum und Phaeno sein und sich über ein wachsendes Angebot freuen. Aber DEUTLICH ÜBERHOLT???
      Bitte setz Deine Patriotenbrille mal ab!

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    • Ich möchte darauf nicht im einzelnen eingehen, aber vom Gallerie Theater, Hallenbad, Schloß usw. hast du noch nichts gehört.

      Es ist definitiv so, dass wir von der hochklassigen Kultur BS überholt haben.

      Das mag für die jüngere Generation nicht imemr DAS Highlight sein, und da wird BS attraktiver sein, aber Kultur bedeutet nicht immer nur ein Rock-Konzert oder so. Das ist ein viel weiterer Rahmen, wie z.B. Kabarett usw.

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    • @ Poseidon: Schön, dass Du mich kennst und weißt, was ich kenne und was nicht.

      Habe ich gesagt, dass meine Liste an Beispielen (!) vollständig ist? Kabarett wird übrigens im Kulturzelt wie auch im Kleinen Haus angeboten aber das hat Dir Deine allwissende Glaskugel natürlich schon verraten genauso wie mein Name, mein Alter und welche kulturellen Angebote ich in WOB und BS besuche.

      Manmanman… ich würde auch gerne mal von Deinem großen Löffel Weisheit was abhaben
      *kopfschüttel*

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    • Pass auf, geh morgen mal zur WMZ und hol dir das Kulturprogramm für den Winter. Dann holst du dir das für Braunscwheig und fragst mal einen Experten, welches attraktiver ist. Von mir aus geh dafür ins Braunschweiger Stadtmuseum zu Herrn Prof. Biegel. Du wirst staunen.

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    • Ich persönlich habe nur das Gefühl, dass nach dem Braunschweig Spiel weiterhin gegen sie „gesungen“ wird. Gegen Schalke und Hertha wurde es ebenfalls angestimmt. Deine Argumentation, dass man den Verantwortlichen aufzeigen will, dass dieses Spiel bei uns Fans Gewicht hat kann ich für das Hoffenheim Spiel akzeptieren.
      Ich muss auch gestehen, dass ich diese Rivalität nicht an der eigenen Haut erlebe und dem daher neutraler gestimmt bin. Eben aus dem Grund will ich lieber meine Energie dafür aufwenden unseren VFL anzufeuern, anstatt diese für etwas „zu verschwenden“, dass eben besungene nicht einmal mitkriegen, Ausnahme jetzt am 05.10. und das Rückspiel.

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    • Das Spiel elektrisiert die Gegend, zumindest jeden, der einen Braunschweiger kennt. Bei den Studenten kommt noch die Brisanz mit der Uni hinzu. Das betrifft v.a. die Ultras.

      Daher wird auch alles außer ein Sieg für Unruhe beim VfL sorgen. Ich gehe jede Wette ein, dass es am Tag vorher auch noch Aktionen beim Training geben wird, ähnlich wie bei den Abstiegsspielen.

      Es ist DAS Spiel in Wolfsburg. Wären die Karten nicht so teuer, wäre es auch schon längst ausverkauft.

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    • So sieht es aus…
      Es ist DAS Spiel!
      Gegen diesen sche*ß Verein müssen zwei Siege her, egal wie!

      Geht mal zu den „Traditionsvereinen“ oder zu großen Vereinen.
      Da wird andauernd gegen den großen Rivalen gesungen, also finde ich das bi uns noch relativ harmlos.

      Aber genau richtig den Profis zu zeigen, wie wichtig dieses Spiel für uns ist!

      Die ganze gute Arbeit kann in diesem einen Spiel zerstört werden.
      Eine Niederlage und die Stimmung wird für die darauffolgenden spiele einen Einbruch Kriegen!

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    • Hier wurde doch mal darüber diskutiert, was Tradition heißt. Vielleicht ist es ja das, was einen Traditionsverein ausmacht: einen solchen Rivalen zu haben…

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    • Für Braunschwach kann es diese Saison nur ein Ziel geben: Tasmania Berlin. Nach 3 Punkte-Regel müssen es mindestens 11 werden…wenn ich mir das so vorstelle, dürfen diese Knallos gern beide Spiele gegen uns gewinnen und trotzdem mit 7 Punkten absteigen…Tasmania Braunschweig eben…

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    • Mir doch egal mit wievielen Punkten die absteigen,HAUPTSACHE wir gewinnen die beiden Spiele gegen die.
      Selten so ein Schwachsinn gelesen!
      Unglaublich, dass es einem vfl Fan egal ist, ob wir gegen die gewinnen oder verlieren…
      Ein weiterer Punkt der uns zu großen Klubs unterscheidet in Bezug auf die eigenen Fans.

      Erzähle mal als Dortmunder, dass du ruhig beide spiele gegen s04 verlieren würdest, wenn die dafür mit einer bestimmten Punktzahl absteigen….

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  6. Zum Text von HuiBuh: Zustimmung meinerseits.
    Mich beeindruckt, wie Träsch voran kommt ( ich gebe zu, ich hatte ihn schon abgeschrieben, Asche auf mein Haupt) und wie sich Knoche mausert. Mausern finde ich in sofern ganz passend, weil er auch Lernphasen (Kießling hat ihn letzte Woche ja zweimal abgekocht) durchmacht und gestärkt daraus hervor geht. Und über RiRo braucht man wohl nichts mehr zu sagen, einer der besten Transfers der letzten Jahre. Damit wäre die Abwehr wirklich gut, und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir ein besseres Offensivspiel von Benaglio wünschen, aber es ist ja noch nicht Weihnachten.
    Vor dieser Abwehr allerdings haben wir noch einen weiten Weg zu gehen. Noch ist nicht zu erkennen, wer neben Gustavo der passende Kandidat ist, dazu muss Gustavo erst mal ein paar Spiele ohne bunte Schiedsrichterinterventionen bestreiten. Gestern war ich von Heckings Idee überrascht, Perisic dort zu bringen, da wäre ich nie drauf gekommen, und das Ergebnis war sehr respektabel.
    Über Koo ’s Rolle kann ich nur spekulieren. Als echter Sechser kann ich ihn mir momentan gar nicht vorstellen, neben Diego (dann aber nur mit Gustavo als Sechser) oder auf den Flügeln, das konnten wir noch nicht sehen (ich jedenfalls noch nicht).
    Und unsere drei Jungs vorne sind noch weit davon entfernt, sich gefunden zu haben. Schäfer ist halt kein Stürmer, wenn er angespielt wird, passt er oft wieder zurück, dafür sind seine Flanken oft gut, aber in der Mitte ist noch zu selten ein Knipser.
    Vieirinha ist mir ein Rätsel: so ein begnadeter Fußballer mit für einen Stürmer so viel Defensivleistung, toll. Aber Chancenverwertung noch „verbesserungsfähig“. Ein paar Erfolgserlebnisse könnten da weiterhelfen.
    Über Olic zu schreiben ist leicht: er spielt das, was er kann hervorragend. So lange Bas Dost nicht fit ist, gibts hier gar keinen Diskussionsbedarf.
    Zu Caligiuri habe ich mich gestern viel zu negativ geäußert ( manch einer hat mir Sarkasmus unterstellt, ich bin aber ehrlich, ich war einfach zu enttäuscht von seiner gedanklichen Langsamkeit). Da werden wir mit mehr Einsatzzeit ein klareres Bild bekommen, wie das passt.
    Insgesamt wird es noch einige Spiele und Experimente mit gutem und schlechtem Ausgang brauchen, bis wir da sind, wo wir das Team alle sehen wollen und vor allem: wir brauchen Erfolgserlebnisse und Schiedsrichter, die über 90 Minuten einen guten Job machen.
    Was wir nicht brauchen, sind Drohgebärden (dann brennt der Baum, dann wirds eng für XYZ) und Ungeduld (sind doch schon X Monate).
    Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir alle Chancen haben, in den nächsten Monaten und Jahren Freude an den Wölfen zu haben. Und nicht nur bei den Frauen und Jugendlichen.

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    • So sehe ich das auch. Die Verteidigung steht jetzt, ebenso sind sehr gute BU verfügbar. Vielleicht kommt ja noch der Zouma dazu und Fagner zurück?

      Im DM kann ich mir mittelfristig mit Gustavo und – so schnell wie möglich – Junior Malanda sowie als BU Medojewic auch eine gute Entwicklung vorstellen. Im zentralen OM scheint es auch zu passen, wobei Koo in einem harten Auswärtsspiel keine Rolle in den Überlegungen spielen sollte. Er ist erwiesenermaßen kein guter Defensivmann. Junior Malanda, Perisic oder Arnold haben neben Diego möglicherweise eine bessere Zukunft, wenn man Gustavo zu Hause in einem 4-1-4-1 allein auf der Sechs aufstellt. Auswärts würde ich in jedem Fall auf ein 4-2-3-1 setzen.

      Im Sturm ist Olic tatsächlich zum Heilsbringer geworden, zumindest solange Dost verletzt ist und nicht zu guten Leistungen findet. Man braucht also unbedingt einen Spitzenstürmer aus dem oberen Regal und sollte bis zur Verpflichtung dieses Mannes mit Olic vielleicht sogar kurzzeitig verlängern.

      Ich kann die Wirksamkeit des VfL-Scoutings nur nach den Ergebnissen beurteilen. Von daher müssen andere schauen, ob die handelnden Personen den Anforderungen genügen. Was Dortmund hier leistet, muss auch in WOB möglich sein.

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  7. Oldenburg 1:0 VFL II (32. Min)

    Oldenburg 1:1 VFL II (35. Min)

    Geht übrigens um die Tabellenführung. Ein Punkt würde vermutlich reichen, da der Goslarer SC in der 84. Minuten mit 2:1 zurückliegt und nur einen Punkt vorsprung hat und das wesentlich schlechtere Torverhältnis.

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    • Das würde uns nämlich auch sehr helfen wenn unsere U23 in der 3. Liga spielen würde. Talente hätten es dann leichter durch die U23 den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen.

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    • Nun leider 2:1 für Oldenburg.

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    • Ja sehr schade. Ein Punkt hätte ja bereits zur Tabellenführung ausgereicht. Aber gut. Die Saison ist noch lange. :vfl:

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  8. Der Aufbau einer Raumaufteilung für Kombinationsspiel dauert einfach noch viel zu lange nach Ballgewinn.

    Ein variables Spiel erfordert, dass jeder ballführende Spieler (mindestens)zwei Anspieloptionen haben soll. Geeignet dafür ist eine Positionierung in Dreiecksform. Excellent wird das von Spitzenmannschaften vorexerziert. Dabei ist ein nahezu blindes Verstehen von AV, zentralen MF-Spielern (Koo, Diego) und den Außenspielern (Vieirinha, Perisic, Caligiuri…) erforderlich.
    Zuerst bedeutet dass, dass die 6er/8er-Spieler schnell in anspielbare offensivere Positionen kommen und nicht als Libero hinter der Abwehr das Spiel beruhigen, und so dem Gegner Zeit geben, sich zu ordnen. Durch Positionswechsel, flexibles Spiel auf den Außenpositionen (z.B. mal die AV schnell vor die MF-Spieler zu schieben) und das Nachrücken der MF-Spieler an/in den generischen Strafraum lässt sich so schnell und effektiv Druck auf die generische Abwehr ausüben.
    So werden Räume für Flanken oder für Pässe in die „Schnittstellen“ (eine Rarität im VfL-Spiel) erarbeitet.
    Sicheres Kombinationsspiel bedeutet ja nicht dogmatisch, den Ball immer „hinten herum“ zu spielen. Vielemhr beinhaltet es die Notwendigkeit, immmer eine Anspielstation mehr bieten zu können, als der Gegner zustellen kann.
    Das Geheimrezept heißt folglich: LAUFEN.
    Aber nicht viel und weit, sondern richtig und in kurzen, schnellen Folgen.
    Es geht also um die Sprints und kurzen, schnellen Läufe, mit denen (zahlenmäßige und) spielerische Überlegenheit erzielt werden kann.

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    • Schön beschrieben. Die Probleme sind beim VfL auch festzustellen und nachzuvollziehen. Aber was folgerst du daraus für unser Spiel? Sieht du personelle Umstellungen, die kurzfristig für Besserung sorgen könnten? Wo müsste man im Training die Hebel ansetzen und wie schnell könnte man überhaupt Besserung erwarten?

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    • Was mir auffält ist, dass der VfL eben bei Balleroberung das wesentliche Problem des Spiels mit zwei 6ern voll aufzeigt:
      Die numerische Unterzahl im offensiven Mittelfeld bei eigenem Spielaufbau.
      Da fehlt Koo zur Unterstützung von Diego. Er muss sich schneller aus der defensiven Formation lösen. Dieses Problem wird noch dadurch verstärkt, wenn sich Gustavo bei der Spieleröffnung auf Höhe der beiden Innenverteidiger fallen lässt. Dann ist der Abstand von Ballbesitzer zu Passempfänger unnötig groß. Überflüssigerweise stehen dann jedoch drei Absender-Optionen für den ersten Pass zur Verfügung. Der Mittelstürmer des gegners neutralisiert also gleich drei Vfl-er die sich den Ball gegenseitig zuschieben, bis er dann mit verzögerung bei den Av oder bei Koo/Diego landet. Braucht man das?
      In der VfL-Variante wird, wenn eben kein Mittelfeld anspielbar ist, weil zu wenig Anspielstationen da sind, das Spiel über die Außen bis mindestens zur Spielfeldmitte getragen. Berechenbar wird dieses, wenn dann nur der nachgerückte 6er für einen Rückpass anspielbar bleibt. Der Gegner muss doch gar nicht intervenieren, kann den VfL spielen lassen und ruhig seine Defensive formieren.
      Im Standbild kann man sehr gut sehen, dass in den letzten Spielen das MF-Spiel des VfL statisch und die Laufwege oft zufällig wirken. Die einzig eingeübte Variante, die auch bisweilen erkennbar ist, ist das Hinterlaufen auf den Flügeln… Dabei fehlen die eben noch Doppelpass spielenden MF-Spieler jedoch als Flankenempfänger, folglich steht der MS ganz allein im 16er. Die „zentralen MF-Spieler“, also Diego und Koo rücken aber auch nicht genug nach, um für Flanken Abnehmer zu sein oder zweite Bälle verarbeiten zu können…

      PS: An der Taktiktafel lässt sich das besser darstellen…

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    • Sehe ich genauso. Nur ist die Umsetzung eines solchen Spielkonzepts ja nicht nur eine Trainingsfrage. So etwas geht nicht mit jedem Spielertyp. Danach muss man längerfristig auch eine Mannschaft „bauen“ (siehe Dortmund, die fast vier Jahre gebraucht haben und heute nur Spieler holen, die in ein solches Konzept passen: schnell, wendig, spielintelligent,technisch versiert). Die Hälfte unserer Stammspieler sind im Hinblick auf ein solches Konzept personelle Kompromisse und resultieren aus Vor-Hecking-Zeiten. Hecking muss bzgl. der Spielweise also selbst Kompromisse machen und sehen, was mit den vorhandenen Spielern geht. Ob man allerdings mit den Verpflichtungen unter Hecking immer ein richtiges Näschen hatte, bin ich nicht sicher, wenn ich an Klose oder die Perisic-Verpflichtung denke, der sich im Dortmunder System ja gerade nicht durchsetzen konnte. Wenn man diese Einschränkungen berücksichtigt, kann man nicht erwarten, dass der VfL unbedingt besser spielt, als er spielt.

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    • Wie gesagt, der Kader gibt zu wenig her, um nun personell zu rotieren. Man hat gestern gesehen, dass Caligiuri noch weit von der ersten Elf weg ist. Polak ist und bleibt zweite Wahl (hoffentlich), wobei ich ihm gute Startelfchancen in München einräume.

      Hecking lässt sehr viel die Ballverlagerung üben, dass anschleißende Verschieben in Richtung Ball. Das funktioniert ja auch soweit ganz gut. Jedoch würde ich nun mehr den Schwerpunkt auf besagtes Umschaltspiel sowie die Anspielstationen legen. Favre lässt das in Gladbach mehrmals die Woche trainieren. Dazu hatte ich erst letzte Woche einen Artikel gelesen.

      Das Ziel muss doch einfach sein, schnellstmöglich zum Torabschluss zu kommen. Das hat auch nichts mit „Konterfußball“ zu tun, sondern mit modernem Fußball. Selbst Bayern und Barca versuchen trotz 70-80% Ballbesitz schnell vor das Tor zu kommen. Sie variieren nur das Tempo.

      So lange wir aber so vorhersehbar spielen, dass der Gegner sich schon fast ne Tasse Kaffee zwischendurch holen kann, werden es anstrengende Spiele werden. Und gerade gegen Teams, die sich mit uns vermeintlich auf Augenhöhe befinden, werden das zu nutzen wissen. Siehe Hannover und Mainz. Die hat man zwar von der Ballsicherheit dominiert, jedoch hat der Gegner jeweils die Schwächen ausnutzen können und jeweils nicht unverdient gewonnen. Und auch gestern war die Führung der TSG nicht unbedingt unverdient.

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    • Ich kann euch folgen. Sehe ich alles auch so.

      Dass beim Spielaufbau die Innenverteidger weit auseinander fast wie Außenverteidiger stehen, sich ein zentraler Mittelfeldspieler als teilweise letzter Mann dazwischen fallen lässt und beide Außenverteidiger deutlich höher stehen, sieht man aktuell bei einigen Mannschaften. Das muss auch nicht verklehrt sein, ist sehe es bei uns jedoch noch zu statisch umgesetzt. Man sieht bei den Bayern Guardiola immer wieder wild gestikulieren, wenn der Ball nur auf den Nebenmann auf den Außen gepasst wird, obwohl der höher positionierte Spieler auf der Außenbahn mit etwas mehr Druck auch anspielbar gewesen wäre. Kommt der Ball dahin, finden sich am 16er-Eck auch wieder schnell die bekannten Dreiecke. Bei uns beobachte ich genau das, was auch der Bayern-Trainer bemängelt: immer klein-klein zum nächsten Nebenmann… Bei uns kommen Vieirinha und Perisic oftmals erst an den Ball, wenn sie sich wieder zurück orientieren.

      Dass der Achter meist nicht schnell genug aufrückt und anspielbar ist, sehe ich auch. Allerdings fehlt mir dabei auch die Abstimmung mit Diego. Koo und er laufen in meinen Augen noch wild durcheinander. Und wenn dann doch Platz wäre, hat sich Diego mit Ball am Fuß meist schon in Richtung Vieirinha oder wem auch immer orientiert. Die Raumaufteilung im Zetrum passt noch nicht etwa in der Breite des 16ers. Rückt ein Spieler neben Diego, habe ich den Eindruck dies würde Diego mehr „stören“ als alles andere. Und positioniert sich ein aufgerückter Koo z.B. hinter Diego, wird er eh meist übersehen. Hier mangelt auch das Laufspiel in Form von kurzen schnellen Antritten und Richtungswechseln. Antritte sieht man nur vom ballführenden Spieler. Aber das sind dann auch wieder Automatismen, die sich besser einstellen, wenn die Ergebniss stimmen, die Brust immer breiter wird und die Spielfreude zunimmt.

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    • Ich sehe einen Konsens auch zwischen unterschiedlichen Meinungen:
      Wir haben noch nicht das Personal für schnelles und modernes Spiel.
      Aber das sieht auch Allofs, oder wie anders kann man seine Aussage interpretieren, dass der Umbau nicht in einem Jahr vollendet sein kann?
      Und es sind eben diese Schlüsselpositionen, die bei uns nicht spielstark oder gar variabel genug besetzt sind.
      Dazu zählt eben auch der „Schweine/Kroos/Gündogan“ und ein MS, der am Spiel teilnimmt.
      Aber die wachsen auch nicht auf Bäumen…

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  9. Bei Arsenal heute in der Startelf:
    Serge Gnabry, geboren am 14.07.1995, also knapp ein Jahr älter als Brandt. Deutscher U19 Nationalspieler.
    Langsam wird mir klar, warum Talente früh auf die Insel abhauen.

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    • Ich sehe das Spiel nicht. Kannst du es etwas genauer sagen? Meinst du, weil die Spieler dort auch schon in jungen Jahren gleich im Profiteam eingesetzt werden?

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    • Ja Lumpi, und weil sie gleich mal fast 75 Minuten mitmachen dürfen.

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    • Ja, da hast du recht. Erschrocken war ich, als gestern der Kommentator sagte, dass wir wohl das älteste Team am gestrigen Spieltag gehabt haben.
      Aber man kann vielleicht nicht alles auf einmal schaffen. Zuerst hatten wir immer den größten Kader. Den hat Allofs stark dezimiert. Wenn im Sommer die Verträge von Polak und Olic auslaufen und Allofs das mit jüngeren Spielern auffrischt, dann werden wir auch in dieser Statistik einen gewaltigen Sprung machen.

      Ich glaube, dass Hecking und Allofs sich erst in der oberen Tabellenhälfte etablieren wollen. Danach wird auch Arnold wieder seine Einsätze bekommen.
      Ich hoffe, dass wir bald mal Julian Brandt in einem Einsatz sehen und dass er dann auch verlängert.

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    • Arsenal ist aber vielleicht kein typisches Beispiel. Arsene Wenger ist ja dafuer bekannt, die Jugend stark zu foerdern (gerade vor ein paar Tagen hat der 19-jaehrige Ajayi von Charlton dort unterschrieben). Er setzt ja auch immer konsequent Spieler aus der zweiten Reihe im Ligapokal ein.

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  10. Off Topic: Sehe gerade ManCity gegen ManU: beeindruckend…ManCity meine ich…

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  11. Tolle Diskussion hier. Alles, was mir so im Kopf rumschwirrt, wurde hier schon gesagt.
    Es ist interessant zu sehen, wie genau und gut die Schwachstellen herausgearbeitet werden. Man muss davon ausgehen, dass im Verein ähnliche Analysen getätigt werden. Im Training muss dann versucht werden, die Fehler abzustellen. Wenn das bei einigen Spielern nicht gelingt, dann müssen halt andere Spieler ran.
    In der nächsten Transferperiode hat es Allofs ein bisschen leichter, weil er auch Spieler dazukaufen kann, ohne dafür einen Spieler abgeben zu müssen.
    Deswegen glaube ich auch, dass uns der ganz große Schritt erst ab dem Winter gelingen kann.

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  12. Übrigens: Freiburg gegen Hertha nur Unentschieden, und Frankfurt führt in Stuttgart. Wenn es so bleibt, dann bleiben wir auf dem 6. Platz. Für die Moral ist das denke ich sehr gut. Die Spieler haben dann endlich auch mal das Gefühl, dass man es schaffen kann, oben anzuklopfen. Das wird hoffentlich den ein oder anderen Spieler beflügeln.

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  13. Was haben die Politik und die Bundesliga gemeinsam?
    Die Gelben sind am Arsch :)

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  14. Also blaue gegner stehen uns…schalke berlin hoffe gewonnen.bei rot hapert es.96 fsv lev…das bedeutet niederlage in München und sieg gegen die blau gelben…ganz klar

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    • Würde ich sofort unterschreiben. Hauptsache gegen BS gewinnen. Das ist am wichtigsten. :vfl: :vfl: :vfl:

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    • Problem könnte sein, dass die in Gelb auflaufen. Also brauchen wir jemanden, der sich opfert und diese klaut.

      Pro blaue Trikots. :vfl:

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    • In der Spielordnung heißt es:
      „Befindet der Schiedsrichter die Heimfarben der Gäste als zu ähnlich, so müssen diese auf ihre Auswärtstrikots zurückgreifen.“
      Das Verdikt der TV-Anstalten besagt, dass bei weißen Trikots der Heimmannschaft gelb eine „unerlaubte“ Farbe sei…Die Mannschaften halten sich da meistens dran und spielen auswärts mit den dafür vorgesehenen Trikots.
      Wenn es denn hilft…

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    • Es lebe die Spielordnung und Sky… Danke Spaßsucher!

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    • @Spasssucher: Ich dachte, die TV-Farbregelung sei ein Relikt der Schwarz-Weiss-Fernseh-Aera.
      Und die Spielordung liesst sich auch etwas antiquiert. Heutzutage tritt doch keine Mannschaft auswaerts vorzugsweise in den Heimtrikots an. Da muesste es eigentlich heissen: “Befindet der Schiedsrichter die Auswaertsfarben der Gäste als zu ähnlich, so müssen diese auf ihre Heimtrikots zurückgreifen.”

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    • @wopp

      Wir haben nur in Mainz in unseren Auswärtstrikots gespielt. In Hannover und in
      Leverkusen sind wir in mit dem Heimtrikot aufgelaufen. Warum weiß ich nicht; an
      den Farben kann es aber kaum gelegen haben. ;)

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    • @Knipser: Ja, das war natuerlich ein wenig provokativ pauschalisiert… Tatsache ist, dass heutzutage die Vereine ihre X verschiedenen Trikots verkaufen wollen und dass sie daher auch ohne Not ihre Heimtrikots in der Kabine lassen.

      Im uebrigen wuerde ich erwarten, dass ein rot-gruen-blinder Schiri bei Rot gegen Gruen (wie bei H96-VfL) die Gastmannschaft um ein anderes Trikot bittet. Ich habe aber keine Ahnung, ob es farbenblinde Schiris in der Bundesliga gibt…

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  15. Wolfsburg bleibt Sechster! :vfl:

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    • Puh, Herschlagfinale. Eine Sekunde vor Schluss noch dieser Elfmeter für Stuttgart, den Ibisevic verschießt.
      Sechster Platz für uns! Echt toll! :vfl:

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  16. Jaa 6. Platz, wenn wir so nach dem 34. Spieltag stehen würde, wäre ich zufrieden.
    Europapokal. :like: :vfl:

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  17. Europapokaaaaal! Europapokaaaal! :vfl:

    Achtung: Ironie

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    • Ironie? Ich denke schon, dass es unser realistisches Ziel sein sollte. Nichtabstieg kann ja wohl kaum unser Ziel sein.

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    • Aber ein einstelliger Tabellenplatz könnte das (Minimal-)Ziel heißen.

      Die Saison ist noch recht jung und die Mannschaften liegen noch dicht beieinander.
      Bei einer „überraschenden“ Niederlage in München könnten wir uns nächste Woche
      schon auf Platz 13 wiederfinden.

      Dies aber nur zur realistischeren Einschätzung; ansonsten für ich mich genauso wie
      ihr über den aktuellen Tabellenplatz! :vfl:

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    • Von Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ halte ich ehrlich gesagt immer gar nichts, denn 8-9 zu werden bringt eigentlich gar nichts und 2-3 Plätze höher ist man schon in der EL. Ich denke eigentlich, dass EL absolut das Ziel sein MUSS. Wenns am Ende dann nur der 8. wird hat man eben sein Ziel knapp verfehlt und keiner muss enttäuscht sein.

      Für mich gibt es Nichtabstieg, gesichertes Mittelfeld (13-9), EL (5-6), CL (1-4).

      Wie schon gesagt sind das Ziele, die auch ruhig etwas (zu) hoch gesteckt sein können, wenngleich auch realistisch.

      Wie auch Knipser freue ich mich natürlich auch sehr über die Momentaufnahme. Wir verlieren wohl gegen München und sinken klar 3-4 Plätze nach hinten ab. Danach haben wir aber auch einige Spiele, in denen es gilt möglichst viele Punkte zu sammeln. Heute sind wir 6.. Mal sehen was passiert. Alles ist möglich ;)

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  18. Genaugenommen hat Berlin in Orange gegen uns gespielt

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  19. Hallo Fans,
    sehr oft geht es mir hier etwas zu kritisch zu.
    Gerade aus dem gestrigen Spiel sollten wir das Positive mitnehmen. So zum Beispiel, dass die Mannschaft ein 0:1 gedreht hat. Das ist bei uns nicht selbstverständlich. Dass spielerisch (noch) nicht immer alles optimal läuft, kann ja hier auch diskutiert werden. Allerdings geht es mir manchmal zu weit. Zum Beispiel kann man jetzt nicht den Trainer in Frage stellen. In diesem Sinne: 1 bis 3 Punkte aus München holen und danach die Heimbilanz ausbauen :vfl:

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    • Das wichtigste wäre mir eigentlich in München, dass Gustavo nicht wieder vom Platz fliegt. Wenn wir das schaffen, können wir auch 5:0 verlieren meinetwegen. :P Aber gegen nen Punkt hätte ich natürlich auch nichts ;) :vfl:

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  20. Julian Brandt hat heute uebrigens ein Tor beim 3:1 gegen Luebeck geschossen. Glueckwunsch an die ganze A-Jugend fuer den gelungenen Saisonstart!
    http://www.dfb.de/news/de/d-junioren-bundesliga/a-junioren-meister-vfl-wolfsburg-baut-vorsprung-aus/47079.html

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  21. Ich wünsche mir das Julian bleibt. Er ist für mich ein Publikumsliebling wie Arnold, Knoche und Martinez. Solche Leute kommen aus der eigenen Jugend und sind wenigstens deutsche!

    http://www.youtube.com/watch?v=8Ke80TSEvUc

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    • Egal wie schlecht ein Spieler ist, solange er deutsch ist, ist alles gut!!!! Lieber mit 23 Deutschen absteigen als mit Naldo und Gustavo die Meisterschaft gewinnen!!!!!

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  22. clark?äh hast du dich im forum geirrt?das nen sportforum und keins für politik

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    • Da hat wobfra leider Recht. Ich musste die politische Propaganda leider rausnehmen.
      Obwohl ich sagen muss, dass mich die Aussagen von Politikern nach einer Wahl sehr stark an die Aussagen von Fußballern nach einem Spiel erinnern :)

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    • Sportforum? Ich dachte, ich kriege hier Kochrezepte…Mist… :haha:

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  23. Eine Sache zu Perisic auf dem linken Flügel: Der ist einfach zu langsam! Hat man gegen Hoffenheim sogar in der Zentrale beobachten können, dann ist das Proble auf außen noch größer… Ist da zumindest keine Verbesserung zu Schäfer was die Geschwindigkeit angeht denke ich.

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    • Also mir ist aufgefallen, dass Perisic 2mal im Vollsprint mit Ball an seinem Gegenspieler vorbeigelaufen ist. Und das kam mir ziemlich schnell vor.

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  24. Mourinho hat Brandt im Auge
    wie die große deutsche Boulevard ,,Zeitung,, berichtet.

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  25. Weiß jemand, wann wir das letzte offizielle Heimspiel gegen den BTSV hatten?
    Wenn ich richtig recherchiert habe, dann war es am 04.10.1992.

    http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/1993/17/wolfsburg-braunschweig/

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    • Das war aber in der 2.BL In der 1.BL ist es das erste Aufeinandertreffen! Das es aber
      bis auf einen Tag genau 21 Jahre her ist, das ist schon ein witziger Zufall.

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  26. Ich finde die Beurteilung des Spiels oben eigentlich sehr gelungen.
    Allerdings möchte ich einer Passage widersprechen und zwar dieser:
    “ In der 2. Halbzeit spielte praktisch nur der VfL. Dass dies keine Defensivstrategie der Hoffenheimer war, konnte man spätestens nach dem Führungstor der Wölfe sehen. Die Hoffenheimer konnten den Hebel nicht mehr umlegen und blieben harmlos.“
    Ich habe Hoffenheim schon anders erlebt und fand, dass aufgrund der Offensivbemühungen durchaus auch noch der Ausgleich hätte fallen können. Besonders offensichtlich wurde das nach den Wechseln, da fehlte dann dem VfL gänzlich die Struktur und es gab noch ein paar durchaus brenzlige Situationen zu überstehen.

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  27. Ich habe gerade mal die Höchstgeschwindigkeiten bei Wolfsburg gegen Hoffenheim studiert. Perisic war mit 34 Km/h der schnellste Mann auf dem Platz!
    Antritt ist nur weniger seine Stärke. Da wird mir oft zu unsauber differenziert.

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    • Finde persönlich aber den Antritt bei Außenspielern mindestens genauso wichtig, wie die Schnelligkeit, wenn nicht sogar wichtiger. Meistens zählen die ersten 5-10 Meter im Fußball, da man einen Spieler nur sehr selten über 50 Meter schicken kann. Das geht nur aus extremen Kontersituationen.

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    • Perisic ist schnell und hat einen auch für Aussenspieler ordentlichen Antritt.
      Ich dachte bei der Kritik an Perisic‘ Schnelligkeit in den letzten Monaten es handelte sich um Ironie. Aber scheinbar wusste einfach nur keiner warum er so scheisse spielt und man hat sich irgendeinen Grund gesucht ihn zu kritisieren.
      Perisic war weder jemals langsam noch hat er schlecht nach hinten gearbeitet. Ihm fehlt nur völlig die Bindung zum Spiel, genau wie beim BVB.
      Anstatt Rodriguez zu schicken geht er ins Dribbling und umgekehrt, anstatt abzuziehen sucht er den Mitspieler und umgekehrt usw. Nur seine Seitenwechsel waren bisher gut, genau wie Samstag auch. Ansonsten trifft dieser Mann aber in jeder Situation die falsche Entscheidung.

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    • Ich habe am Samstag keinen schnellen Perisic erlebt. Nicht einmal ist er mir durch seine Schnelligkeit aufgefallen. Ich habe allerdings in der Schussphase deutlich wahrgenommen, dass er einmal mit dem Ball am Fuss so langsam unterwegs war, dass ein Hoffenheimer ihm auf wenigen Metern den Ball ablaufen konnte.

      34km/h ist schon eine ganz ordentliche Geschwindigkeit, da läuft man die 100 m in etwa 11 sec. Nur muss man beim Fußball das schnelle Laufen auch mit dem Ball am Fuß beherrschen und auch im Kopf die richtigen Entscheidungen schnell genug treffen, um wirklich ein schneller Spieler zu sein.

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    • ok, dann von miraus Antritt. Aber da war er gegen hoffe im Mittelfeld nicht so schnell. Erinnere mich an eine Szene wo er mit gutem Vorsprung startet und trotzdem nicht schnell genug ist…

      Aber gut vll nur mein subjektiver Eindruck…

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    • @Multiplikator: Hat er denn bei den 34 km/h den Ball gefuehrt? Oder ist er einem langen Pass hinterhergesprintet? Wie Lorenz schreibt, Schnelligkeit hat so viele Aspekte: gedankliche S., Antrittsschnelligkeit, S. mit Ball, ohne Ball, in der Vorwaertsbewegung, in der Rueckwaertsbewegung… Da sagt so ein statistischer Wert wenig aus.

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  28. Auf http://spielverlagerung.de/2013/09/23/wolfsburgs-lage-hecking-koo-und-die-systeme/ gibt es eine kurze Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und vorsichtige Interpretationen wie es mit dem VfL unter DH weitergehen könnte.
    Interessant ist die Vermutung, dass DH womöglich ein zweites (Alternativ?)System probt und dadurch Schäfer als Stabilisator wirkte. Sicher ist der Autor nicht, da es seiner Meinung nach auch möglich ist, dass DH das aktuelle Spielsystem gegen die offensivstarken LEV und TSG mit Schäfer absichern wollte.

    Das ist viel Konjunktiv. Aber die Tatsache, dass doch deutliche Unterschiede der beiden Spielsysteme (Rückrunde 2013 und die jetztige Hinrunde) ausgemacht wurden, beruhigt mich. Das habe ich ähnlich gesehen und bewerte die Arbeit des Herrn DH daher auch etwas positiver.

    Wenn wir bis zum 10. Spieltag eine erhöhte Fluidität in unserem Offensivspiel etabliert haben, die anfänglichen Amateurfehler (Koo, Gustavo) durch gestiegenes Selbstvertrauen und durch fortgeschrittene Eingespieltheit abgestellt sind UND die Abschlussstärke ALLER Offensivspieler sich stark verbessert, sind wir auf einem guten Weg.

    Nach dem 10. Spieltag darf man dann die Arbeit von Hecking bewerten… noch bin ich optimistisch, da mit Dost und Caligiuri ja noch 2 Ässe im Ärmel stecken.

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  29. Etwas spät, aber egal.

    Abwehr: Benaglio spielt endlich kurze Bälle auf unsere Defensivreihe, die einfach mit dem Ball am Fuß um einiges besser umgehen kann. Vor allem Knoche fällt hier immer wieder auf, wenn er die Bälle nach vorne bringt, oft auch nachdem er mit dem Ball 10-20m nach vorne läuft. Seltsamerweise muss man hier aber anmerken, dass seinen guten bis fantastischen Bällen nach vorne oft schlampige Bälle zur Seite entgegenstehen, keine Ahnung wieso. Ebenso waren (für seine Verhältnisse) einige kleinere Unsicherheiten, v.a. im Stellungsspiel vorhanden, die aber glücklicherweise nicht sonderlich ins Gewicht fielen. Naldo hingegen verkörperte das Gegenteil: Defensiv bärenstark und erstmals mit klarem Beweis warum er als einer von drei Spielern als „gesetzt“ galt, im Spielaufbau jedoch sehr zurückhaltend, was angesichts seiner Fähigkeiten sehr schade ist. Insgesamt aufgrund seiner rettenden Aktionen jedoch einer unserer wichtigsten Leute am Samstag. Unsere Außenspieler eigentlich wie immer: Träsch läuft unheimlich viel und fügt sich gut ins Team ein, dazu ist er oft ein Kettenhund der alten Schule und lässt einfach nicht vom Gegner ab. Rodriguez hingegen defensiv gewohnt sicher mit einigen guten Aktionen nach vorne, aber meines Erachtens ist Schäfer nicht der passende Vordermann für ihn: Schäfer ist ein klassischer Flügelspieler – Er läuft die Flanken ab und so spät wie möglich spielt er direkt eine Flanke ins Zentrum; Rodriguez ist ein ruhigerer Spielertyp – Er fühlt sich wohler mit Ball am Fuß und passt oder flankt am sichersten mit ruhendem Ball, primär aus dem Halbfeld heraus. Leider lassen sich beide Spielweisen nur schwer in Einklang bringen und beide Spieler können ihre Argumente fürs Offensivspiel nur durch Alternation der Spielzüge zeigen, wodurch jedoch nur einer glänzen kann – Schäfer ist am Ball nur maxmal Durchschnitt, Rodriguez mangelt es noch am direktem Spiel mit laufendem Ball.

    Mittelfeld – OM: Fortführend mit der linken Seite hat sich meines Erachtens zumindest gezeigt, dass diese mit Rodriguez in defensiver Rolle und Schäfer (+olic :)) relativ sicher steht und das Duo Schäfer/Olic als LM und LA offensiv gut synergiert, da beide sehr laufintensiv spielen und sich im Gegensatz zu letztem Jahr nicht mehr chronisch ignorieren. Ebenso zeigt sich, dass Vieirinha mittlerwele gut einrückt, wenn Olic auf den Flügeln steht, wohingegen Diego anscheinend den Strafraum (ohne Ball am Fuß mit fünf Verteidigern vor sich) konsequent zu meiden scheint. Dies führt meines Erachtens zu einem unserer Hauptprobleme: Wir haben ein technisch starkes offensives Mittelfeld mit allen Fertigkeiten um eine gewaltige Anzahl Tore zu schießen, aber bei Fernschüssen scheitert es an Zentimetern und in den Stafraum wird entweder nicht eingedrungen (Diego) oder ma stolpert dort über die eigenen Füße/ist einfach zu klein um an die höheren Bälle zu kommen (Vieirinha). Wenn beide endlich ihre Fertigkeiten Richtung Tor nutzen, dann habe ich für die Saison keine großen Bedenken mehr, anderenfalls wrd es noch einen Haufen klassischer 0:0-Siele geben, die nur durch individuelle Stärken und Patzer entschieden werden. Damit wäre eigentlich auch alles zu unserem Portugiesen gesagt: Im Spiel wie immer mit guten Aktionen und mit gutem Verlagerungsspiel, ein Kopfballungeheuer ist er aber noch weniger als Olic und für seine Verhältnisse auch mit wenigen Abschlüssen, fairerhalber muss aber erwähnt werden, dass er scheinbar im Laufe des Spiels einen Schlag aufs Schienbein bekommen hat und danach noch relativ lange weitergespielt hat.
    Zu Diego gilt primär das selbe wie gegen Hertha: Ohne Ball sehr stark mit gutem Einsatz, am Ball aber oft noch etwas zu verspielt und zögerlich. Im Großen und ganze ging das gegen Hoffenheim besser wie in den Vorwochen, aber auch nur weil er sich durch Dribblings oft (kurzzeitig) sehr viel Raum geschaffen hat und Hoffenheims ZM damit oft sichtlich überfordert wirkte. Trotzdem fehlt oft noch der entscheidende Pass zum Abschluss, denn zur Vorbereitung waren seine Dribblings perfekt, aber am Ende stand dann eben oft ein Ballverlust.

    Mittelfeld – DM: Polak wie erwartet – Er haut robust dazwischen, reißt das Maul auf und ist alles in allem ein Musterprofi, der leider spielerisch klare Grenzen hat. Im Großen und Ganzen ist er der Spieler, wie ich Olic vor Saisonbeginn erwartet hätte: Er kommt gegen Ende des Spiels wo die größeren Schwächen gegen erschöpfte Gegner nicht mehr so auffallen und zieht sein Ding durch. Gelegentlich blitzt bei Polak ja auch noch seine Qualität auf, aber trotzdem bin ich froh, wenn er erstmal wieder auf der Bank platz nehmen darf, dafür sind sene Schwächen oft zu auffällig und seine Position zu bedeutend. Koo leider auch wie immer: Nach vorne hin mit guten Ideen und Aktionen, aber innerhalb der ersten 20 Minuten hat er bisher fast immer mindestens einen Riesenbock geschossen und Hoffenheim hat ihn eben ausgenutzt. Wenn dies rein körperliche oder defensivtechniche Schwächen wären, könnte ich ja darüber hinweg sehen und mich in den „Hecking- ist doof“-Chor enreihen, aber leider sind das oft Dinger, die auch einem Verbandsligisten nicht passieren sollten. Ich denke gegen Bayern wird er erstmal auf der Bank sitzen, dafür sind seine Fehler zu chronisch und Bayern zu offensivstark. Vielleicht sollte man beginnend mit dem Braunschweig-Spiel (oder bei „gutem“ Bayernspiel) dazu übergehen ihn für jeweils 10-30 Minuten einzuwechseln und ihn langsamer aufzubauen, denn er zeigt immer wieder warum wir einen Wechsel konsequent abgelehnt haben, gerade zu Spielbeginn ist er aber oft viel zu „nervös“ und fahrig. Ein langsamerer Aufbau im „erweitertem Stammkader“ könnte da etwas Druck wegnehmen, gerade wenn er öffentlich noch Rückendeckung hat. Man hat leider bei Träsch gesehen, wie ein Spieler durch konsequente Einsätze trotz zweifelhafter Leistung hier behandelt wird und bevor jemand mit Kjaer kommt: Einen variablen MF bringt man eher zu Kurzeinsätzen als einen IV, Koo hat nicht das Erbe der Monster-Ablöse und des unumstrittenen Vorgängers und scheint bisherigen Berichten nach erheblich mehr Selbstvertrauen zu haben.
    Perisic hingegen hat mich positiv überrascht, im Zentrum setzt er seinen Körper effektiv gegen die Gegner ein, geht geradlinig Wege nach vorne und fängt erst in Strafraumnähe an zu dribbeln/herumzuspielen und eigentlich hat er auch alle körperlichen Attribute für diese Position und im Regefall dürfte eh Gustavo auf der defensiveren Position spielen mit dem Nebenmann an spielerischer Front ohne zwingend in allzu viele defensive oder offensive Laufduele gezwängt zu werden.
    Caligiuri sichtlich nervös, seine erste Aktion war gleich ein dämlicher Ballverlust, danach hat er sich aber gut ins Restteam eingefügt ohne sonderlich hervorzustechen. Das war keineswegs en Auftritt, der den Trainer unter Druck setzt ihn so schnell wie möglich mehr einzusetzen, aber auch keiner, der ihn wieder zurückwirft. Jetzt gilt es im Training Gas zu geben (v.a. falls Koo als potentieller Konkurrent für (beide) Flügel auf der Bank landen sollte) und in den nächsten Einsätzen ein paar Akzente zu setzen. Im Moment ist er noch eine ordentliche Ergänzung, er sollte aber den Anspruch haben, gerade bei der Form unserer planmäßgen LA, mehr zu sein.

    Sturm: Ach Ivica, du liebst es wohl Woche für Woche eine Schwäch abzulegen…in diesem Fall: So weit so gut, nächste Woche noch 5cm größer und 10 jahre jünger und es wäre perfekt :)
    We ich schon gegen Leverkusen schrieb finde ich wirklich bemerkenswert, wie Woche für Woche an seinen Schwächen und Spielweisen gearbeitet wird. Zuerst fing er an endlch im gegnerischen Strafraum zu stehen und Richtung Tor zu laufen, nachdem er wochenlang nur überall um den Strafraum lief. Dann fing er an Bälle direkter zu spielen und verarbeiten, nachdem er jeden Ball erst versuchte irgendwie anzunehmen und zu kontrollieren. Nun rückt mit Vieirinha ein Spieler klar auf die MS-Position wenn Olic auf de Flügel ausweicht und zumindest am Anfang bevor seine Kräfte wieder nachleße, waren seine Flanken erheblich besser als erwartet. Dazu ein zweites Tor was technisch sehr schön aussah und ich erkenne mich zufrieden mit den Fortschritten. Leider merkt man wieder, dass es ab der 60′ mit seinen Kräften abwärts geht, aber dies ist nichts neues und sobald Dost wieder ensatzbereit ist zumindest ein kleines Plus: Man ersetzt einen bedingt fitten durch einen bedingt fitten Spieler.
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    Zu Hoffenheim und dem Spel: Man hat gemerkt, dass bei unseren Gästen außer Volland die gesamte Offensivreihe angeschlagen oder verletzt war, da hatte ich erheblich mehr Schwung erwartet, so war es über weite Strecken ein klassisches 0:0 mit drei individuellen Fehlern. Schade, dass Diegos mit Abstand bestes Dribbling nicht beohnt wurde, weil der Schiedsrichter nach Schäfers versprungenen Alibi-Schuss auf Vorteil entschied, obwohl die Vorlage überraschend und unfreiwillig; und der Schuss aus einer schlechteren Position erfolgte. Schwer zu sagen, wie ich reagieren würde, wenn die Gegner zentral mehr Fehler machen würden oder wir teilweise einfach einen Funken gedankenschneller wären, so muss ich leider esthalten, dass das spielerisch eines der schwächeren Spiele war, angesichts des funktionierenden Defensivkonzepts, was nur durch einige dumme Fehler durchdrungen wurde, ist dies aber insgesamt erade noch so akzeptabel, für den weiteren Saisonverlauf muss es trotzdem noch nach oben gehen. Ansonsten gab es eher wenig zu bereden, wenn es aus welchen Gründen auch immer um Braunschweig geht, kann man sich eh Textbausteine für die folgenden Aussagen machen.

    Zu Olic/Polak: Es wäre mE unklug bis dumm diese Spieler fest für nächstes Jahr einzuplanen, für Polaks Position hätten wir mit Gustavo und Malanda (+Knoche und evtl Medo/Cigerci) mehr als genug jüngere Alternativen, wobei Gustavo gesetzt sein dürfte und Malanda erhebliches Potental angedeutet hat. Olic hingegen ist gegen Saisonstart 35 und baut jetzt schon konditionell stark ab. Falls man europäisch spielen sollte, Spieler längerfristig ausfallen/scheitern, könnte ich mir beide Spieler nur als klassische Reserve oder „Nummer Drei“ vorstellen. Bei Olic troz des Alters eher als bei Polak, da wir als ernsthafte Sturmalternative im Moment nur Dost haben und sofern er nicht mehr einschlagen sollte uns ansonsten komplett neu besetzen müssten und er als Absicherung oder für Kurzeinsätze locker ausreicht. Sollte es so kommen, liegt es an Olic ob er als Ersatzspieler bleiben will oder als Stammspiler mit noch mehr Geld in die Wüste geht.

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    • Sehr lesenswerter Beitrag. Stimme Dir sogar in allen Punkten zu!

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    • 100% agreed!

      Das Ding mit Olic und Polak sehe ich genauso, hier wird oftmals so schwarz/weiß diskutiert. Olic hat ein gewisses Alter und (klopf aufs Holz) spielen nächstes Jahr Eurpäisch, dann kann man einen wie ihn gut als Back-Up brauchen, hinter einem oder 2 jüngeren Spielern. Das wäre dann:
      Dost + X + Olic und bei einer Verletzung wäre man immernoch gut aufgestellt.
      Von Kutschke weiß ich nicht so recht ob seine Klasse reicht. Außerdem haben wir mit Dost einen reinen Strafraumstürmer, fraglich ob man 2 braucht. Aber ist noch alles weit hin, abwarten und Tee trinken.

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  30. @elsterweg

    Idioten gibt es bei jedem Verein. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.
    Allerdings bei Traditionalisten anscheinend deutlich mehr…ist aber eher „geschätzt“ als durch Statistiken belegt, da man da eigentlich immer dieselben Namen liest.

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    • Das es überall irgendwelche Versprengte gibt, ist mir leider bewusst.
      Dass man mittlerweile aber auch Kinder und Rentner eines aus Konkurrenzsicht
      völlig uninteressanten Vereins beklaut und verprügelt ist eine neue Dimension.

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    • Na wartet erstmal gegen BS ab! Ein Freund von mir war im Zug aus Gladbach zurück: Prügeleien, Sachbeschädigungen und überall wurde hingepinkelt!
      Einen Block hat wohl die Polizei in Gladbach auch geräumt, inkl. Tränengas. Ich glaub das wird nächste Woche nicht viel besser, ist wohl die Abschiedstour der BS-Fans aus der ersten Liga….

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