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Fangen wir bei uns an!

Was bedeutet uns der VfL Wolfsburg? Was ist uns dabei wichtig? Was erwarten wir als Fans und was wird auch von uns erwartet? Diese Fragen stelle ich mir seit gestern noch viel, viel mehr. Seit dem Treffen, das Capo Chris Heise angeregt hatte, um sich mit Usern hier aus dem Wolfs-Blog auszutauschen. Zuvor hatte es hier viel kritische Stimmen in Richtung Stimmung allgemein, Capo und Ultras im Besonderen sowie die möglichen Gründe dafür gegeben. Die Befürwortung für so ein Treffen war groß. Allein über 50 User hatten hier für den gestrigen Termin abgestimmt. Heise war da, Vertreter von Supporters und Fanclubs auch. Sogar Maximilian Arnold war da. Ein Spieler der Profi-Mannschaft, über die hier so gern und häufig Urteile gefällt wird, was Leistung, Einstellung und Identifikation angeht. Von den 50 Wolfs-Blog Usern war nur eine Handvoll da. Ich sag es ganz offen: Ich finde das beschämend! Vielleicht bin ich auch nur so naiv zu glauben, dass man so einen Termin auch wahrnimmt, wenn man schon dafür abstimmt. Ich finde es schade, dass solch eine Gelegenheit nicht genutzt wird und ich verstehe es auch nicht. Ist es wirklich so viel einfacher hier unter Pseudonym am Schreibtisch oder Handy markig einen rauszuhauen – und man dann nicht die Traute hat, dem Kritisierten mal ins Gesicht zu blicken? Haben alle hier Mittwoch Abend überraschend einen Zahnarzttermin oder sind auf Auslandsreise? Es kann ja Terminschwierigkeiten geben, aber bei (fast) allen? Ist es Desinteresse? Ist uns der VfL vielleicht doch nicht so wichtig – obwohl hier meist so leidenschaftlich von Aufstellung bis zum Hybridrasen diskutiert wird, als würde Özil vor einem Comeback in der Nationalelf stehen…

Was bedeutet uns der VfL Wolfsburg? Was ist uns dabei wichtig? Was erwarten wir als Fans und was wird auch von uns erwartet? Vielleicht sollte sich jeder, der sich als VfL-Fan bezeichnet, diese Fragen mal intensiv stellen (nicht nur hier im Blog). Ich habe bei dem Treffen mehrere Punkte als entscheidend wahrgenommen für alle Wölfe-Anhänger und ich möchte sie euch nicht vorenthalten: 1. Was wir als Fans hier und im Stadion tun, hat einen massiven Effekt auf Mannschaft, Spieler und Umfeld – und damit auf Erfolg und Wahrnehmung unseres Vereins! Was etwa hier geäußert (und sogar vom Team mitgelesen wird) und sich ins Stadion als Grundhaltung überträgt oder in Social Media fortsetzt oder stimmungsmäßig in den Blöcken ergänzt, hat unmittelbaren Einfluss. Aus meiner Sicht erwächst daraus eine Verantwortung, der sich jeder Einzelne bewusst werden muss, erst recht, wenn er die Stimmung kritisiert. 2. Diejenigen, die als treibende Kraft das Thema Stimmung in der Arena angehen (wollen und sollen), sind auf die Unterstützung aller angewiesen. Heise ist dabei nur das Gesicht, das versucht, die Stimmung zu kanalisieren. Er ist aber nicht für die Stimmung verantwortlich. Das muss allen ebenfalls bewusst sein. Außerdem darf sich jeder mal hinterfragen, wie es sich für einen selbst anfühlen würde, 8.000 Menschen motivieren zu müssen, von denen ein Großteil die 90 Minuten nutzt, um lieber das Handy zu checken. Ähnliches wie für Heise gilt für Fangruppierungen, die unseren Verein unterstützen wollen – mit Support, mit Choreos, mit dem Opfern von Stunden ihrer Freizeit auch an Nicht-Spieltagen. Vielleicht sollte jeder, der das kritisch bewertet, sich mal fragen, wie er das findet: Wenn er angepampt wird, nur weil er in der Nordkurve eine Fahne schwenkt. Wenn er tagelang an einer Choreografie bastelt und die kurz vorher aus bürokratischen Gründen gecancelt wird. Vielleicht wäre an der ein oder anderen Stelle mal ein bisschen mehr Respekt gegenüber denjenigen angebracht, die man stimmungsmäßig für das eigene Stadionerlebnis in die Pflicht nimmt, aber dann gern kritisiert, wie und ob sie das tun. 3. Muss es uns gelingen, die Fans ohne hohen Organisationsgrad mehr in das Stimmungsbild in der Arena zu integrieren. Mit sportlicher Leistung, darüber ist sich die Mannschaft auch deutlich im Klaren. Mit verbesserter Kommunikation, warum etwas gemacht wird (warum etwa die Ultras so agieren, wie sie agieren) und das vielleicht auch Aktionen unterbleiben/anders ausfallen, weil sie sensibel von anderen VfL-Fans gesehen werden könnten. Mit verbesserter Motivation, denn viele möchten vielleicht mitmachen, fühlen sich aber nicht abgeholt (verstehen die Ansagen nicht oder die Lieder sind nicht eingängig genug). Mit Wertschätzung, denn kein Fan ist besser oder wichtiger als der andere. Diese häufig verbreitete Sichtweise muss sich ändern, denn sonst werden wir weiter nur jeder mit dem Finger auf den jeweils anderen zeigen und frustriert sein. Wir brauchen bei unserer Fanbase in Wolfsburg alle, ob es dem Einzelnen passt oder nicht. Und wir brauchen sie alle positiv gestimmt für eine gute Stimmung. Hier muss gerade auch der Verein noch stärker mit eingebunden werden, denn für manche ist das Stadionerlebnis und die Stimmung schon scheiße, weil ein Kiosk zu hat. Da kann der Capo vorne singen, so viel er will… All diese Themen wurden beim Treffen auch auf- und mitgenommen. Es geht allerdings generell um ein höheres Bewusstsein und Toleranz für die Bedürfnisse des anderen. Aber: Es ist wie auf dem Platz – ein Mannschaftssport. Wenn jeder nur in die Richtung laufen würde, die er für richtig hält, dann werden wir keinen Erfolg haben.

Was bedeutet uns der VfL Wolfsburg? Was ist uns dabei wichtig? Was erwarten wir als Fans und was wird von uns erwartet? Spätestens seit dem gestrigen Treffen bin ich mir sicher, dass wir uns in Wolfsburg an einem Scheideweg befinden. Wir können so weitermachen, uns gegenseitig übereinander beschweren und ständig die Geister der Vergangenheit beschwören („war doch schon immer so“, „wenn es um was geht, läuft es ja“) oder wir können versuchen, tatsächlich mal was zu verändern, was schon längst hätte getan werden müssen. Das Potenzial dauerhaft nutzen, das immer mal wieder aufblitzt. Das kann aber, wie wir hier im Blog sehr häufig diskutiert haben, nicht verordnet werden. Es wird nicht ohne Eigenmotivation und -reflektion gehen. Wie, ob man mal zu einem Treffen wie gestern geht, sich am Spieltag direkt austauscht oder sich zumindest der eigenen Rolle bewusst ist. Es wird nicht passieren, dass das einer für uns erledigt. Wir müssen bei uns selbst anfangen!

66 Kommentare

  1. Vielen Dank lieber Lenny.
    Denke davon kann ich etwas mitnehmen und mich zumindest motiviert es. Nicht nur bei mir selbst mal genauer hinzuschauen, sondern auch positiv und respektvoll anderen gegenüber.
    Im Endeffekt sind wir alle ein Teil der VFL Familie.
    Danke und bis demnächst…

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  2. @ Lenny, Danke für das Dabeisein beim Treffen. Danke für die Zusammenfassung und die kritischen Worte an uns, die Besucher und Teilnehmer des Blogs.

    Dass die Stimmung auf den Rängen massgeblichen Anteil auf die Mannschaft hat, ist aus meiner Sicht, glasklar.
    Es ist ein Unterschied, ob Dich 3000 oder 30.000 Zuschauer anfeuern. Wer immer vom Tunnel der Konzentration spricht…natürlich gibt es auch das Ausblenden der Umgebung.
    Persönlich habe ich niemanden getroffen, der dieses konstant über 90 Minuten schafft.

    Daher Support ist wichtig.

    Gerade auch der Support, durch uns.
    Ich bezeichne einen großen Teil des Blogs als Normalo Anhänger,bzw. Fan.
    Bereit bis zu einem gewissen Mass zu gehen.

    In meinem Fall bedeutet das, möglichst bei jedem Heimspiel dabei zu sein und zusätzlich 1-2 Auswärstfahrten pro Saioson mitzunehmen. Meist zu nahegelegenen Vereinen wie Hertha oder Hamburg (als sie noch erstklassig waren).
    Leipzig fehlt mir bisher noch, mangels terminlicher Probleme.

    Es heißt allerdings auch, ich habe einen Partner, der NULL, wirklich Zero Interesse an Fußball und dem VfL hat (das einzige Interesse am Vfl besteht aus:..sie möchten bitte den BvB und die Bayern schlagen, damit diese von ihrem Arroganzross herunterkommen).
    Ich habe einen Job, der mich rund 40-45 Stunden die Woche kostet + 1 Ehrenamt, dass ich nach der Arbeit ausübe.
    Und all diesen Aspekten meines Lebens möchte ich Rechnung tragen und Verantwortung beimessen.
    Das bedeutet im Umkehrschluss…der VfL bekommt meinerseits nicht die Aufmerksamkeit, die er vor 20 Jahren noch erhielt und die ich ihm auch manches Mal gern geben möchte.

    UNGEACHTET all dieser Dinge möchte ich mehr supporten beim Spiel, ich möchte auch die Möglichkeit eines Austausches mit der aktiven Fanszene haben, auch wenn ich selbst in keinem Fanclub aktiv bin.

    Lange Rede, kurzer Sinn…geht es vielleicht vielen Personen im Blog ähnlich wie mir?
    Haben wir vielleicht in der VfL Anhängerschaft einen höheren Altersdurchschnitt, als in anderen Szenen?
    Kommt daher vielleicht die Fokussierung auf andere Dinge, als den Fußball?

    Wenn ich vergleiche, im Unternehmen VW liegt der Altersdurchschnitt bei knapp 50 Jahren.

    Da ist man meist nicht so euphorisiert wie mit 20 Jahren, nicht mehr so leicht zu begeistern, etc.
    Wäre dieses ein Ansatz, den wir mit berücksichtigen müssen?
    P.S. Respekt für die Fans, die den Kampf mit der VfL Bürokratie aufnehmen, um eine tolle und mitreissende Choreo zu inszenieren!

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    • Ich glaube wir haben in diesem Block einen höheren Altersdurchschnitt als der Verein gesamt

      Das stimmt wohl schon

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  3. „Von den 50 Wolfs-Blog Usern war nur eine Handvoll da. Ich sag es ganz offen: Ich finde das beschämend! Vielleicht bin ich auch nur so naiv zu glauben, dass man so einen Termin auch wahrnimmt, wenn man schon dafür abstimmt. Ich finde es schade, dass solch eine Gelegenheit nicht genutzt wird und ich verstehe es auch nicht. Ist es wirklich so viel einfacher hier unter Pseudonym am Schreibtisch oder Handy markig einen rauszuhauen“

    Oder liegt es vielleicht daran, dass der Termin sehr kurzfristig ins Leben gerufen worden ist und man eventuelle Schichten nicht so einfach tauschen kann? Meine Frau z. B. bekommt ihren Plan 3-4 Wochen im Voraus. Sie muss sich mit vielen abstimmen, wenn sie andere Schichten haben will.

    Menschen die mich privat kennen, die wissen, dass ich genau so offen bin und auch das was ich mache einhalte. Ich bin ein sehr hilfsbereiter und offener Mensch und ein ehrlicher Typ. Wie Mahatma zudem schrieb, es ist Ferienzeit. Ein so kurzfristig angesetzter Termin war zum Scheitern verurteilt. Ich hatte das hier im Blog glaube ich auch geschrieben, dass bei dem Termin weniger Leute erscheinen werden, weil der Termin sehr kurzfristig stattfand und über wenig Kommunikationswege mitgegeben worden ist. Es mag ja sein, dass man denkt, dass hier jeden Tag reingeschaut wird, wenn man hier angemeldet ist und mal etwas schreibt (ich meine dabei nicht mich, Mahatma oder Andyice). Ich will dich nicht angreifen oder an die Karre pissen @ Lenny, doch du selbst schreibt immer, man soll alles differenzierter Betrachten und nicht immer nur raufhauen, was du gerade machst ist genau das, was du selbst von anderen nicht möchtest.

    Für mich ist es ganz einfach, wieso dieser Termin kaum besucht worden ist.

    – kurzfristig angesetzter Termin
    – Ferienzeit
    – zu wenig „Werbung“ für – eine Idee wäre es gewesen, dass man einen Newsletter bekommen hätte vom Wolfs-Blog oder aber man jeden Tag drauf aufmerksam machen hätte können.

    Ich sehe hier schon genug Gründe, wieso dieser Termin mit Ansage zu schlecht besucht war.

    Ansonsten ist dein weiterer Text korrekt. Man muss auch immer sich selbst kritisch betrachten und sich selbst fragen, tu ich alles für die Stimmung? Und ja, wir müssen alle gemeinsam etwas versuchen zu ändern, wenn wir es wollen. Der gescheiterte Termin hatte aber seine Gründe.

    Ich persönlich kann die Frage für mich mit einem deutlichen JA beantworten. Ich mache immer Stimmung mit, ich versuche immer lautstark mitzumachen.

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    • Und schon wieder wird die Verantwortung abgegeben und ganz apodiktisch erklärt, dass es nicht anders geht, weil der Termin zu kurzfristig angesetzt und nicht genug beworben, deshalb zum Scheitern verurteilt war. Ich glaube dir, dass du immer mitmachst, dass du immer unterstützt und dass du dir die Kritik von Lenny nicht zu Herzen nehmen musst. Gerade deswegen zeigen diese Aussagen in ihrer Abwehr der Kritik aber, wie problematisch es um die Fanszene in Wolfsburg bestellt ist, wenn sofort wieder versucht wird, abzulenken und eine Entschuldigung dafür zu finden, warum etwas nicht ging. Es ist die Entschuldigung dafür, nichts zu verändern und bloß nicht bei sich selbst anzufangen.

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    • Genau Woody! Das hat Heise ja auch gestern gesagt, erstmal den Finger auf andere, auf den Termin auf die Kommunikation auf die Zahnfee.
      Dieses Treffen war für User aus diesem Block!
      Wenn 50 Leute abstimmen und noch viel mehr lesen, war klar , es gibt einen Termin und auch wann.

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    • „wenn sofort wieder versucht wird, abzulenken und eine Entschuldigung dafür zu finden, warum etwas nicht ging. Es ist die Entschuldigung dafür, nichts zu verändern und bloß nicht bei sich selbst anzufangen.“

      Es war eher ein Hinweis darauf, dass es einen solchen Termin ggf. noch einmal geben sollte mit mehr Vorlaufzeit. Ich finde das dieses Thema so interessant ist aber auch so viel Zündstoff bietet, dass man das mal nicht eben mit einer Woche oder 2 Wochen Vorlaufzeit einplanen kann und sich dann beschwert und mit dem Finger auf diejenigen zeigt, die dann nicht kommen konnten.

      Man hat es ja wunderbar gesehen, dass Mahatma angegriffen worden ist, dass er nicht da war und es wurde darüber gewitzelt.

      Wie man hier zudem eine Ablenkung sehen kann, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es war vielmehr ein Hinweis darauf, dass man bei einem so wichtigen Thema es nicht abfrühstücken darf wie, wir treffen und mal in 5 Minuten und besprechen, wie wir die Weltherrschaft an uns reißen können…

      Und @ TiMo, ja die Leute wussten es im Blog aber wie ich sagte. Ich persönlich kann nur für mich sprechen, ich konnte so kurzfristig nicht und das obwohl ich sehr gerne dabei gewesen wäre. Da kann eine Abstimmung über Mittwoch, Donnerstag oder den Sankt-Nim­mer­leins-Tag sein. Es macht die Situation nicht besser.

      Ich glaube nicht, dass den Leuten es egal ist und ich glaube auch nicht, dass jeder so Stur ist und sich denkt, bei mir muss ich nichts ändern, ich bin perfekt. Denn wenn es so wäre, dann würden viele gar nicht mit so viel Herzblut etwas schreiben und Kritik äußern und Verbesserungsvorschläge machen und wer glaubt, dass jemand Angst hat dort vor Ort zu sein und angeblich nicht mehr anonym zu sein, ist doch auch nicht wirklich richtig. Wer vor Ort würde denn wissen, wer ich bin, außer die Leute, die mich aus dem Blog privat kennen?

      Mir liegt viel an diesem Thema und ich hätte mir einfach gewünscht, dass es nicht so kurzfristig angesetzt worden ist, denn nun haben wir leider eine Grundsatzdiskussion über alles mögliche.

      Die nicht kamen und groß gemault haben sind nun die „Feigen-Schweine“, die auf etwas Hinweisen wollen, sind nun die „Ausredensucher“ und man versucht sich nun gegenseitig an den Karren zu pissen.

      Ich würde die aufkommende Kritik verstehen, wenn der Termin klar und deutlich und mit einem angemessenen Zeitabstand angesetzt worden wäre. So wird es sich aber nun einfach gemacht. Die, die nicht kamen, sind nun die bösen Buben, die im Internet den Internetrambo machen und denen der VfL ja egal ist und die nur meckern wollen. Schreibt man etwas dazu, will man ablenken.

      Hier macht man es sich dann auch zu einfach.

      Ich kann zwar auch Kritik verstehen und die Enttäuschung, dass der Termin nicht so gut besucht war. Allerdings ist es für mich erklärbar und absehbar gewesen.

      Just my 2 cents.

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    • Wie viel Vorlaufzeit wäre denn den Herren lieb?
      Knapp 2Wochen reichen wohl nicht.

      Wenn Tickets für die EL verkauft werden werden diese nicht gekauft, mit dem Argument „ich weiß nicht ob ich in 2 Monaten Zeit habe am Donnerstag“

      Wenn 1ne Woche vorher ein klarer Termin kommuniziert wird heißt es „zu kurzfristig“

      Wir haben uns alle mit User-Namne und Realnamen genannt gestern.

      Ich habe Verständnis wenn einer wirklich im Urlaub ist oder sehr weit weg wohnt. Aber das man keine Stunde Zeit an nem Mittwoch Abend hat (vor allem so viele keine Zeit) glaube ich nicht.
      Das ist schlicht – kein Bock.

      Genau wie mir 10.000 Leute Bock auf 21:00 Donnertag haben , dafür aber plötzlich über 20.000 20:30 an nem Monatg haben….

      Wenn mein Verein an nem Donnertag um 21:00 Spielt und ich weis das 2 Monate vorher , wird dieser Termin geblockt und alles andere abgesagt

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    • @Ti Mo,

      ich kann nur für mich sprechen, ich habe Frau und Kind. Meine Frau arbeitet in Schichten. Ich muss daher frühzeitig eine solche Info haben. So war ich mit Sohnemann unterwegs und habe dann meine Frau von der Arbeit abgeholt, da ich meine Frau sicherlich nicht am Abend und wenn es dunkel ist durch die Gegend laufen lasse, da ist mir meine Frau und mein Sohn wichtiger als der VfL.

      Ich hoffe man kann es mir verzeihen…

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    • @Jonny: Wenn du nicht abgestimmt hast, dann zieh dir den Schuh doch auch nicht an.

      Deine Einwände gegen den „kurzfristigen Termin“ lasse ich so nicht gelten. Ich denke, du hättest das Ding mit einem halben Jahr Vorlauf ankündigen, ne halbe Seite Anzeige in der WAZ schalten, jeden Tag n Facebook-Post dazu machen und im Wolfs-Blog n Newsletter mit Countdown installieren können – am Ende wäre es dann doch zu kurzfristig, zu dicht oder zu weit weg von einem Spiel oder am nächsten Tag wäre Tag des Baumes, wo man nicht kann, weil ausgeschlafen werden muss. Das deckt sich übrigens mit den Erfahrungen derjenigen, die sich seit Jahren engagieren und immer wieder dieselben „Argumente“ hören, warum solche Termine überschaubar wahrgenommen werden. Es ist ja nicht so, dass es solche Fantreffen gestern das erste Mal gegeben hätte – und die Erfahrungen sind offenbar immer ähnlich, was das Engagement und die Resonanz angeht, unabhängig wie häufig und mit welchem Vorlauf man was ankündigt… Es ist offenbar so in Wolfsburg, das frustriert die Beteiligten, aber ich finde, man darf sich nicht davon runterziehen lassen. Die Alternative ist ja, das keiner mehr was macht und das ist bekanntlich keine.

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    • In gewisser Weise kann ich das verstehen, was du schreibst @ Lenny.
      Man hat seine Erfahrungen und mit diesen vergleicht man das.

      Ich finde es aber auch nicht fair, wenn man vom vornherein sagt, es wäre so oder so genau so gekommen, wie es gekommen ist. Ich finde, dass man es sich dann da auch zu einfach macht. Wenn ich es nicht versuche bzw. es nicht vorher so getan habe (größere Vorlaufzeit), kann ich das am Ende nicht als gegeben ansehen, obwohl ich es erst gar nicht versucht habe.

      Erfahrungswerte hin oder her.

      Normalerweise wärst du jemand, der genau so ein Verhalten ebenfalls kritisieren würde. Ich denke einfach mal, dass ich dich falsch einschätze oder aber du aus der Emotion heraus es nun als, „ist doch egal ob man das vorher gemacht hätte“ ansiehst.

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    • @jonny ich hab nicht von meinen Erfahrungen geredet und abgeleitet, sondern von denen derjenigen, die das schon jahrelang machen. Fakt ist: es gibt seit Jahren Angebote zum Austausch, zur Teilnahme und zur Information. Dieses Angebot, egal zu welchen Terminen und in welchem Umfang wird nur leidlich genutzt. Kurioserweise wird aber kritisiert, dass dann gewisse Gruppierungen ihr Ding machen oder wenige entscheiden, was dann im Stadion aber ganz viele betrifft. Ja, in vielen Fällen ist bessere Kommunikation nötig. Aber wenn dann, wie gestern, ehrliches Interesse an der Meinung anderer und dem Austausch besteht, dann sollte das auch mal wahrgenommen werden. Sag mir: Wie soll denn sonst was verbessert werden? Für mich sind zwei Dinge dabei herauszustellen: 1. offenbar gibt es die Erwartungshaltung vieler, dass Gruppierungen im Stadion für sie die „Drecksarbeit“ machen und je nach dem ob es einem passt, das Wetter gut ist oder Arnold einen Traumpass spielt macht man halt mit oder nicht. Ja, das Recht hat jeder, aber gut finde ich es trotzdem nicht. Was klar sein muss: die Übernahme der „Drecksarbeit“ in allen Bereichen ist keinesfalls selbstverständlich, wird aber offenbar so gesehen. Und jeder kann sich fragen, ob er das geil finden würde, wenn diese Gruppierungen aus Frust immer gegen die Wand zu laufen und dafür noch angezählt werden, ihren Einsatz auf 0 runterfahren würden. Dann haben wir nämlich Hoffenheim bei jedem Spiel. 2. kann daraus aber nicht abgeleitet werden, ob einer Fan erster oder zweiter Klasse ist. Diese Denke muss aufhören und man muss sich vom Stimmungszentrum noch mehr öffnen und die Leute mitnehmen. Ich sage aber auch ganz ehrlich: man muss sich auch mitnehmen lassen wollen – so wie mit nem Termin gestern, wo der Capo einlädt und sogar ein Teilnehmer aus der Mannschaft da ist…

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    • Also ich möchte hier jonny.pl auch mal zur Seite springen. Ich wäre ebenfalls sehr gerne bei dem Termin dabei gewesen. Ich hatte aber mit meiner Familie gestern eine Einladung die schon länger feststand und die ich wahrnehmen wollte und musste. Die Vorlaufzeit war leider recht kurzfristig.

      Dennoch finde ich trotz der geringen gestrigen Beteiligung gut, dass die Diskussion um das Thema Stimmung jetzt mal aufgemacht wurde. Es muss jetzt darum gehen gemeinschaftlich Maßnahmen auszuarbeiten mit denen die Stimmung in der Arena verbessert werden kann.

      Meine ersten Maßnahmen die ich mir wünschen würde habe ich ja schon mal gepostet.

      1. Mehr Wechselgesänge während des Spiels. Die sind leicht verständlich, können von allen mitgemacht werden und entfachen zumindest von der Lautstärke schon eine gewisse Wucht.

      2. Nach erfolgreichen Spielen wieder die Spieler hoch zum Capo holen und eine Humba anstimmen lassen. Gerade dieser Punkt wird von mir und einigen meiner Mitstreiter sehr vermisst. Das würde meiner Meinung nach auch dazu führen, dass weniger Leute direkt nach Abpfiff die Nordkurve verlassen, weil ja noch was „interessantes“ passiert. Ich für meinen Teil verabschiede die Mannschaft immer, egal wie das Resultat aussah, dass gehört sich meiner Meinung nach.

      Darüber hinaus gibt es bestimmt noch viele weitere Maßnahmen die man ergreifen kann. Also packen wir es an.

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    • Das was hier passiert habe ich schon einmal in einer anderen Community miterlebt, bei der es auch darum ging dass die Beteilung zu gering war. Diejenigen denen die Sache sehr wichtig war haben hoch emotional argumentiert wie wichtig es ist und dass es bei jedem einzelnen läge und dass alle mal auf sich gucken sollten und dass die Schuld sind die nur meckern aber sich nicht so stark einsetzen wie andere. Die Folge: Die Community gibt es heute nicht mehr. (Das wird mit der Fanszene natürlich nicht passieren aber es gibt Parallelen). Was diese Community hätte machen sollen anstatt sich Gegenseitig zu beschuldigen und Seitenlange disskussionen zu führen wem es wichtiger ist oder wer mehr für die Sache aufgibt oder schon länger dabei oder sonstwas hätten sie alle Kraft bündeln müssen neue Mitglieder zu finden oder Wege inaktive Mitglieder oder Mitglieder die aktiv waren aber nur passiv irgendwie zu motivieren.

      Das Grundproblem hier ist ja auch, dass es insgesamt zu wenig Leute gibt, die das Thema nicht nur interessiert sondern so sehr, dass sich ihre Motivation in Handeln überträgt. Handeln bedeutet Kompromisse. Hier schreiben dass die Stimmung schlecht ist dauert 5 Minuten in der Kaffeepause, zu einem Treffen zu gehen und dafür Dinge im Alltag anzupassen hat eine deutlich höhere Handlungsschwelle.

      Wenn man das einmal eingesehen und akzeptiert hat, dass das Grundproblem die Anzahl ist, dann lässt sich hier konstruktiv anknüpfen. Das ist hier im Blog ja auch schon viel geschehen in den letzen Tagen. Es gilt zu analysieren warum es nicht genug Menschen gibt, die genug Handlungsmotivation haben aktiv zu supporten. Gibt es insgesamt nicht genug Menschen die sich für den Verein interessieren oder sind es spezielle Rahmenbedingungen (Standort, Alter, Arbeit, Anlage, Texte usw.) und wenn das genau festgestellt wurde: wie kann man daran konstruktiv und positiv arbeiten. Auch Dinge die schon am Rande diskutiert wurden (Liedtexte, neue Anlage usw.) Die Diskussion jetzt geht aber genau wieder in die andere Richtung. In die negativ emotionale Richtung, die vorher auch schon 80 % der Kommentare eingenommen hat und unter diesem Beitrag sogar 100 %.

      Ich kann das gut an mir als perfektes Beispiel erläutern. Ich bin Ende 20, schon immer Fan ab und an im Stadion gewesen früher, jetzt in einer anderen Stadt lebend. Hoch interessiert was fußballerischen Themen hier angeht. Verfolge jedes Testspiel und Gerücht und würde ich in Wolfsburg leben würde ich immernoch ab und zu ins Stadion gehen. Dann bei gewissen Dingen mitklatschen und mal vereinzelt was singen aber wäre eher für den Fußball da und kann mich oft nicht mir den hardcore fans identifizieren. Mich würde es vermutlich auch stören wenn ich wegen einer Fahne nichts sehe.

      → Ich wäre also genau die Art von Fan, die man mit den Ergebnissen der Diskussion hier addressieren möchte.

      Mein Grundinteresse ist groß genug. Wenn neben mir einer steht und sagt, hey mach doch mal mit, oder mir den liedtext in die hand drückt den ich nicht kenne weil ich nicht regelmäßig da bin oder sonstwas Dann könnte ich mir vorstellen dass ich mich durchaus mitreißen lasse, dass es einen Effekt hätte bei mir.

      Das Problem ist ja dass es viel zu viele von meiner Sorte gibt. Und das ganz große Problem ist, das wo ich mit dem ganzen Text hier eigentlich draf hinausmöchte, dass mich diese Diskussion die ihr da gerade führt überhaupt nicht interessiert. Es lässt mich total kalt wie früh hier welche Termine festgelegt werden und es bringt mir auch nichts wenn man mit dem Finger auf mich zeigt und mich dafür verurteilt was für ein Fan ich bin weil das ja so wichtig für die Mannschaft wäre usw. Das stimmt natürlich, davon will ich nichts abstreiten aber ich bin nunmal so ein Fan wie ich bin und werde kein Fan der sich nach dem Lesen der Diskussion hier ne Fahne kauft und nachm Spiel komplett heiser ist und das jede Woche oder der zu so einem Treffen gehen würde. Dazu reicht meine Handlungsmotivation bei allem Interesse und offensichtlich auch mitdiskutieren hier nicht aus. Und das finde ich keinen Falls verwerflich. Der Beitrag und viele der Kommentare suggerieren aber dass ich mich dafür schlecht zu fühlen habe und das es kein Wunder ist dass es mit dem Verein den Bach runter geht wegen Leuten wie mir (mal etwas überspitzt).

      Was ich damit sagen will ist, dass das der falsche Ansatz ist um die „normalen“ Leute zu erreichen und zum Mitmachen zu animieren. Das kann nur mit positiven Anreizen geschehen. Das was Lenny da sogar im Form eines eigenen Beitrags also repräsentativ für den Wolfsblog macht geht genau in die falsche Richtung. Ich gucke auf mein Handy so oft ich will! Dass ich vielleicht nicht im der main singing area stehe ist selbstverständlich, ich will ja auch nicht provozieren. Ich will nur der Fan sein der ich bin und natürlich kann man mir sagen wie wichtig das Thema ist und ich kann mein Verhalten von alleine schon etwas anpassen und öfter mal gehen oder öfter mal mitsingen aber man ändert sein Verhalten nur freiwillig und nicht weil man verurteilt wird oder jemand einem ein schlechtes Gewissen einreden will und das schlimmste von allem mit Verantwortung ankommt. Wer mich in die Verantwortung für etwas nehmen will, also auch eine Schuld an mir festmachen möchte der bringt mich dazu eher weniger Energie in die Sache zu stecken und gar nicht mehr ins Stadion zu gehen.
      Mein Appell also: Gründe identifizieren warum es soviele von mir gibt. Diese Leute nicht verurteilen sondern als gegeben ansehen und Ideen entwickeln wie diese erreicht werden können.

      Zum Abschluss noch was konstruktives von mir: Ein Lautstärkemesser (vielleicht sogar pro Block). Und dann eine Seite wo man die Ergebnisse einsehen kann. Gamification hat schon immer funktioniert :)

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    • @Patti: Zu dem Thema Wechselgesänge und Spieler in die Kurve holen haben wir mit Heise gesprochen und er hat uns auch erklärt wie, warum und wann er so etwas macht oder eben nicht.
      Das fand ich persönlich echt aufschlussreich, dass er sowas nicht nach Lust und Laune macht, sondern sich tatsächlich was bei denkt.
      Mich hat das nämlich auch immer gewurmt!

      Und nach dem was er sagt haben wir es theroretisch selbst in der Hand:
      https://www.wolfs-blog.de/stimmung-beim-vfl-wolfsburg-vorsaenger-heise-trifft-fans-am-mittwoch/#comment-220440

      Also immer schon Bambule machen und dann wird das auch wieder. :)

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  4. Lenny, wie gestern gesagt habe ich nichts ausführlich beschrieben, du kannst das einfach besser …

    Ich stimme dir in allem zu.

    Um es nochmal zu unterstreichen!
    Vor nem Bildschirm zu hocken und zu tippen die Mannschaft welche auf Platz 2 der höchsten deutschen Spielklasse steht „spielt keinen schönen „ Fußball – das ist leicht!
    Von der Mannschaft jedes Mal 100% verlangen , aber selber nichtmal 100% des Spiels anwesend zu sein weil man in der 88min geht – das ist Erbärmlich! – Die Spieler bekommen das mit , sagte Arnold selber.
    Wenn ein Spieler dann was sagt , am Mikro , wird er sogar von offizieller Seite „gegängelt „ (an dieser Stelle keine weiteren Details – Schutz der Privatsphäre).

    Es geht – meiner Auffassung nach um Identifikation (die von den spielen natürlich zu 100% gefordert wird…)
    Was ist mir, jedem einstellen dieser Verein wert?
    Ist es wirklich A-F -LEIDENSCHAFT oder ne lästige Freizeitbeschäftigung?

    Ich will mich gar nicht als ultimativen Fan darstellen – um gottes Willen, aber ich hatte gestern bis 16:30 in WF von der Uni ein Labor zu machen, bin dann nach Hause , nach WOB hab 6€ gezahlt um 45min Frauen CL zu gucken und bin dann in die Halle 09.

    Viele hier schreiben nur, zT sehr negativ , mansche nur wenn es um politische Themen geht. Aber selber was zu investieren (Zeit und Geld ) lächerliche 50€ für 3x EL, das ist vielen schon zu viel.

    Sowas gibt es bei vielen anderen Vereinen nicht.
    Der Verein – will’s gar nicht aussprechen, – BTSV gurkt in Liga 3 rum und hat auswärts bisher einen Schnitt von knapp über 1000 Leuten. Da spielen so Vereine wie Viktoria Köln und Sonnenhof Grosasbach.
    Man kann von viele. auch arroganten Fans dort halten was man will – aber das ist LEIDEnschaft!

    So viel dazu.

    Von Vereinsseite muss sich aber sich was ändern, das hat Heise sehr gut erklärt – was mir gar nicht so bewusst war- jetzt, nach dem Treffen habe ich Verständnis für ihn und seine Gruppe.
    Um sowas zu erfahren muss aber natürlich mal seinen hintern vom Sofa bewegen und hin fahren.
    Von den 22.000 Leuten im Stadion kommen doch 90% aus der Region (bis 30,40km).
    Da ist man doch schnell vor Ort. (Übrigens auch schnell zu Hause, weswegen man das Stadion nicht vor Abpfiff verlasen muss…)

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  5. Ich habe nicht abgestimmt ob mir der Termin passt und war deshalb auch nicht da. Der Grund ist eventuell ein Missverständniss. Es sollte doch bei dem Treffen um eine Aussprache mit Chris Heise gehen. Ein Termin für die Frage, wie verbessern wir dann, alle gemeinsam die Stimmung sollte erst später stattfinden. Ich habe ehrlich gesagt keine Kritik an Heise, warum sollte ich also kommen. Ich denke er macht einen sehr guten Vorsänger. Natürlich kann man das auch anders machen, aber da fängt es bei mir an. Anonym jemanden runtermachen ist sowas von…. Ich würde es mir niemals zutrauen die Fans zu animieren zu supporten und deshalb an dieser Stelle: Respekt! !!!
    Wers besser kann, Chris hat vielleicht mal Urlaub? Nur im Blog lästern ist zu wenig.

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  6. Auch wenn ich für mich sagen kann, dass ich sehr viel für den VfL investiere und ich nonstop supporte. Was ich jetzt hier so lese, lässt mich schon etwas deprimiert und betroffen zurück.

    Ich hatte schon die Hoffnung, dass beim gestrigen Treffen Vorbehalte ausgeräumt und durch das Gespräch auch Verständnis für den Capo und Fangruppierungen entstehen kann.

    Ich hoffe, der eindringliche Text von Lenny erreicht den ein oder anderen ebenfalls und bewirkt ein nachdenken über die eigene Haltung oder auch nur über sein anonymes „raushauen“ von angeblichen Tatsachen.

    Wie Wolfsauge auch, habe ich es verstanden, dass es ein weiteres Treffen geben soll, wo dann konkrete Maßnahmen besprochen werden sollen. Ich hoffe es kommt dazu, mir ist es auch wichtig, dass sich die Situation ändert. Und wie gesagt, mich lässt die ganze Situation eher frustriert zurück und ich würde gern noch mehr tun, damit sich grundsätzlich etwas verbessert.

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    • Dazu sei an dieser Stelle kurz gesagt, dass eine „kleine“ Offensive geplant ist zu dem Thema.
      Es werden also auch noch die Fanclubs und die Ultras zusammmensitzen.
      Danach soll es noch einen großen „öffentlichen“ Termin geben mit einfach allem und jedem – auch den offiziellen vom VfL. Da würde es dann konkreter um Maßnahmen und Änderungen gehen.
      Aber das ist noch nicht 100% raus, weil da natürlich ein bisschen mehr zu planen ist als für den kleinen faninternen Austausch.

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  7. Lenny, ich lese raus, dass du sehr enttäuscht bist vom gestrigen Abend.

    Ja, die Stimmung war schon mal besser, als in dieser Saison. Aber im Prinzip finde ich die Atmosphäre in der Arena in den letzten Jahren gut. Insb. im Vergleich zu anderen Bundesligastadien (mit ein paar Ausnahmen) brauchen wir uns nicht verstecken. Lasst uns nichts anderes einreden.
    Ich vermute, eine im wolfs-blog schweigende Mehrheit sieht in der Stimmung kein großartiges Problem. Sonst wäre die Resonanz sowohl in der Umfrage als auch die gestrige Präsenz anders gewesen. Man sollte sich nicht davon beirren lassen, dass sehr laut vorgetragene Einzelmeinungen repräsentativ für den wolfs-blog oder die Fanszene sind.

    Ich muss ganz deutlich sagen: Ich verachte es , wenn aus der Internet-Anonymität heraus namentlich Leute öffentlich kritisiert oder sogar beleidigt werden. Das finde ich gegenüber bezahlten Profis schon niederträchtig – und gegenüber sich ehrenamtlich engagierenden Fans erst recht asozial. Ich wollte daher weder Teil der Internetdiskussion noch Teil der Umfrage sein und hab mich für das gestrige Treffen auch nicht angesprochen gefühlt.

    Im Nachhinein bereue ich es aber, nicht teilgenommen zu haben, da ich durchaus Ideenansätze hätte, wie man die Stimmung (die ich wie gesagt nicht soo schlecht finde) noch verbessern könnte.

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    • Ich finde nicht, dass wir bei der Bewertung unserer Atmosphäre im Stadion darauf schauen sollten ob sie in anderen Stadien besser ist. Denn das lässt sich meistens schlecht vergleichen, ob der unterschiedlichen Voraussetzungen. Ich denke, wir sollten unabhängig davon versuchen das Optimum bei der Stimmung herauszuholen. Denn Verbesserungsbedarf gibt es da jede Menge. In der Vergangenheit hatten wir meistens dann gute und vor allem laute Stimmung im Stadion wenn die Mannschaft Spektakel anbot (Augsburg letzte Saison) oder es sportlich um richtig was ging (die beiden Relegationen). Wir müssen also die Ursachen ergründen, warum es nur in diesen Spielen richtig laut wird und daraus versuchen den einzelnen Fan dazu zu bringen auch dann Stimmung zu machen wenn es mal nicht so läuft. Denn genau dann braucht die Mannschaft den Rückhalt der Fans am meisten.

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    • @NikK, genau das zeigt mir aber, dass der VfL vielen gar nicht so scheißegal ist, wie manch einer glaubt. Zumindest in den „Relegationsspielen“, war es ja nicht „klar“, dass es so eine Stimmung geben wird.

      Spielt die Mannschaft gut bzw. um etwas, im Sinne von Pokal / Meisterschaft, dann kann man das noch mit Euphorie begründen. So aber sehe ich in den Relegationsspielen, dass viele beim VfL doch mit dem Herzen dabei sind und der VfL eben nicht egal ist.

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    • @Mr. Olympier: ich möchte noch mal klarstellen, dass ich nicht enttäuscht bin vom gestrigen Abend. Im Gegenteil, es war super, sich mit den Anwesenden auszutauschen und auch noch mal aus Maximilians Mund zu hören, wie aus der Mannschaft das Thema gesehen wird. Allein die Teilnahme zeigt a) die Wichtigkeit des Themas und b) die Wertschätzung gegenüber den Fans. Ich mein, Max hat auch frei, n kleines Kind zuhause und kommt trotzdem, weil es ihm offensichtlich wichtig war. Ich war enttäuscht von der Resonanz und dass man da eine Chance liegen lässt (egal ob man jetzt was kritisches zu sagen hatte oder nicht) überhaupt mal im kleinen Kreis zusammenzukommen und über ein Thema zu sprechen, was offenbar vielen aus unterschiedlichen Sichtweisen auf den Nägeln brennt. Denn, und das muss ich mal so klar sagen: Die Wahrnehmung, dass sich etwas zum Schlechteren entwickelt hat, kam bei dem Treffen aus ganz verschiedenen Richtungen und ging nicht nur an diejenigen, die sich hier im Wolfs-Blog äußern. Es ging auch an die Fangruppierungen in der Kurve selbst und das Verhalten in den Blöcken. Auch wie sich das vom Platz aus anfühlt, wenn in der 88. Minute die Hütte halb leer ist bei nem 3:0 Sieg war mal sehr erhellend zu erfahren. Positiv möchte ich an der Stelle mal hier User König Jens hervorheben: Der hatte sich vorbereitet, für ihn wichtige Punkte aufm Zettel notiert und noch wen mitgebracht. Sowas hätte ich auch von weiteren erwartet.

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    • @jonny.pl
      Dass der VfL vielen egal ist, habe ich ja auch nicht behauptet. Dass die Stimmung in wichtigen Spielen in Wolfsburg relativ gut ist, das wissen wir ja schon denn das kommt häufiger vor und ist gewissermaßen typisch für Wolfsburg. Die Frage mit der wir uns aber beschäftigen sollten, ist die warum es in „normalen“ Spielen nicht so ist.

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    • @NikK,

      ich habe auch nicht behauptet das du es gesagt hast. Ich wollte es eher als ergänzende Sache zu deinem Post schreiben. Vielleicht war das @NikK verwirrend ;)

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  8. Für eins war der Abend gestern dann ja doch gut: Er zeigt, wie wenig ernst zu nehmen und wie wenig repräsentativ dieser Blog für die Fanszene insgesamt ist und ordnet damit auch die Meinung der Krawallschreiber ein, die hier regelmäßig die Revolution ausrufen wollen.

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    • Das ist mir zu kurz gedacht und negativ belegt@ woody.
      Wenn Du den obigen text gelesen, verstanden und umgesetzt hast, solltest du an dieser stelle anders argumentieren.

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    • Nee, es zeigt aus meiner Sicht sehr deutlich den „Disconnect“ zwischen Online-Verhalten und Handlungen im echten Leben auf. Ein Glück, wäre es anders, würde der VfL und die Fanszene in ernsthafter Gefahr sein, wenn man sich die geistige Tieffliegerei ansieht, zu der sich hier manche regelmäßig hinreißen lassen.

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    • @woody
      Du unterschätzt die Repräsentativität des Blogs, vielleicht weil gestern Abend nicht so viele Personen vor Ort waren.
      Diese sehe ich anders und nicht so einseitig wie Du. Vielen geht es wie Johnny und oder mir.
      Man hat ein gewisses Alter, möchte bestimmte Dinge tun, aber es passt nicht mit einigen Angeboten.

      Ich habe es bereits einmal geschrieben…es mag Angebote geben sich als Fan einzubringen.

      ich bin Anhänger des Vereins, nicht in den sozialen Medien unterwegs und bekomme Termine seitens Fanszene nur mit, wenn man diese hier oder bei TM.de publiziert.

      Ansonsten bin ich informationstechnisch nicht versorgt.

      Daher zu schlussfolgern, dass man die Meinungen im Blog nicht ernst nehmen muss, ist für mich zu oberflächlich und genau da fangen die Probleme an…

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    • Ich glaube, Woody wollte eher darauf hinaus, dass die ernüchternde Teilnehmerzahl diejenigen, die hier stets im „lautesten Ton“ ihre Pauschalkritik äußern, als Wichtigtuer entlarvt hat. Besonders im Gedächtnis bleiben schließlich diejenigen Selbstdarsteller, die sich gern besonders kontrovers verkaufen. Dass alle Nutzer zusammengenommen durchaus eine repräsentative Größe darstellen können, ist doch ein anderes Thema und nicht bestritten.

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    • Ja, genau so meinte Woody das.

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  9. Off-Topic:

    Gibt es nächsten Donnerstag einen Treffpunkt o.ä. vor dem Spiel in der Stadt in Gent?
    Ist hier etwas geplant?

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  10. Ohne die Kommentare bis hierhin gelesen zu haben, möchte ich schon jetzt eine Sache anmerken: Das Fingerpointing findet nicht nur in Richtung derer statt, die in der Nordkurve Krach machen (positiv gemeint), sondern umgekehrt ja auch in die Richtung derer, die lieber den Mund halten. Eigentlich sollte der VfL an seinem Standort ein familiärer Klub sein. Das kennzeichnet sich für mich besonders dadurch, dass alle Besucher „herzlich eingeladen“ werden, sich zu beteiligen. Und eben nicht vielleicht sogar barsch in die Pflicht genommen. Ich habe zu Zweitligazeiten die Spiele im A-Block verfolgt und war am Abend stets heiser. Heute bin ich in den hohen 30ern und meine Wahrnehmung hat sich verändert. Mich zieht kaum mehr was in den Fanblock. Liegt das nur an mir? Teilweise bestimmt. Ich denke aber, es hat sich auch viel verändert. Wo früher Kutten zu sehen waren, sind heute schwarze Hoodies. Und die einzigen Sprechchöre, die wirklich im neutralen Bereich zu verstehen sind, sind neben „VfL, VfL“ Dinge wie „Scheiß DFB“, „Ihr Wichser“ oder irgendwelche Schmähungen. Damit identifiziere ich mich nicht. Und Achtung oder Respekt gibt’s von mir dafür auch nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Ständig erkläre ich meinen Kindern, dass die Leute dämlich sind, vermutlich weil sie zu viel gesoffen haben… selbst im Familienblock arten manche aus. Letztmalig richtig gute Stimmung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl habe ich beim Pokalfinale erlebt, in der VW-Arena schon ewig nicht mehr, muss aber zugeben, keine Auswärtsfahrten mehr mitzumachen. Die Heimspielbesuche sind ja schon längere Touren für uns. Lange Rede, kurzer Sinn: mir fehlen seitens der organisierten Fans im Stadion die Bemühungen, alle Generationen mitzunehmen und eine Etikette für jedermann zu etablieren. Stattdessen empfinde ich viele Fans eher als eine Ansammlung von Halbstarken und irgendwo in ihrer Entwicklung stehengebliebenen Trinkern, die sich im Zweifel eher danebenbenehmen und nicht auf ein gepflegtes Miteinander bedacht sind. Ich betone noch mal: Ich empfinde das so, weiß aber, dass ich mir keinesfalls ein solches Urteil anmaßen könnte. Viele Probleme hängen für mich nicht mit Einzelpersonen, sondern dem generellen Klima zusammen. Und man sollte sich schon fragen, welche Gruppierungen man vorneweg maschieren lassen will. Genauso sollten diese Grüppchen sich mal selbst hinterfragen, wie sie auf jene wirken, die nicht dazugehören. Mein Wort zum Donnerstag. ;)

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    • Will sagen: das Mitmachen fällt leichter, wenn man sich dazugehörig fühlt – wenn auch nur im Großen. Dazu gehört ein Mindestmaß an Solidarität und Verhaltensgrundsätze, die untereinander gelten. Mir ist das wichtiger, als ein Fähnchen für eine Choreo in die Hand gedrückt zu bekommen…

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    • Schalentier.
      Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du (aufgewachsen im A Block. Heute in den hohen 30ern).

      Ich frag mich aber, ob du die Vergangenheit nicht ein wenig verklärst. Auch in den 90ern gab es Schmähgesänge und Beleidigungen. Meinem Empfinden nach sogar mehr Gewalt.

      „ Ich denke aber, es hat sich auch viel verändert.“
      Auch wenn ich gern an meine Kindheit/Jugend zurückdenke, hat sich sehr vieles auch zum Positiven geändert.

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    • Nein, nein. Ich schreibe ja bewusst, dass sich meine „Wahrnehmung“ verändert hat. Und infolgedessen auch, wie ich manche Umstände für mich bewerte. Und einen gewaltbereiten Kern gab es immer, klar…

      …ob die Gewaltbereitschaft höher war damals? Ich glaube nicht. Aber bei 3.500 Zuschauern stechen Prügeleien auch mehr heraus. Da wusste dann prompt das „ganze Dorf“ davon.

      Positive Veränderungen… ja, aber nicht im Verhalten der jungen Leute in der Gruppe. Aber das zieht sich ja durch sämtliche Lebensbereiche. Im Stadion bricht es aus manchen vielleicht besonders heraus…

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    • @Schalentier, genau das Thema mit dem „scheiß DFB“ habe ich gestern angesprochen, sehe es nachwievor so, das ich das nicht gut / Sinnvoll finde . Heise auch Arnold haben haben ihre Standpunkte klar gemacht, und ich kann sie verstehen. Bleibe aber bei meiner Meinung – Pro VAR und gegen diese „Scheiß DFB“ Rufe.

      Eines muss aber klar sein, du sagst „wen man vorweg laufen lassen will“

      Fakt ist – wenn es die nicht (mehr) tun die es gerade tun, macht es keiner!

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    • Traurig finde ich, dass genau solche Rufe besonders laut sind im Vergleich zum Support der eigenen Mannschaft. Vom Wortlaut ganz zu schweigen. Und das sagt m.E. schon etwas über die Fankultur aus.

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    • Auch da, finde ich, sollten sich einige hinterfragen. Pöbeln gegen Gegner, Schiri oder sonst wen, geht scheinbar immer und auch noch mit 1,8 Promille aber wenn es um den Support der eigenen Mannschaft geht dann sind die Lieder plötzlich zu schwer oder unpassend. Keine Frage, pöbeln gehört zum Fußball heute auch dazu. Wenn man aber nur pöbelt und den Support an die eigene Mannschaft dabei völlig aus den Augen verliert dann läuft bei diesen Personen einiges verkehrt.

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  11. Gibt es denn jetzt noch ein zweites Treffen zum Thema, wie man die Stimmung verbessern kann, oder nicht?

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    • Es werden Termine mit jedem einzelnen von euch abgestimmt, damit auch jeder Zeit hat.

      Dazu wird euch eine Excel Tabelle mit Kalender geschickt (ganz in VW Manier ) wo ihr eintragt wann ihr Zeit habt…. :ironie2:

      Im Ernst – soll nochmal ein „großes“ Treffen geben auch mit Vertretern der VfL Fußball – GmbH

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    • Am Besten vorm Heimspiel. Dann sind ja die Meisten eh da.

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    • Dann sollte man dem ganzen aber auch genug Zeit einräumen und nicht zwischen Tür und Angel zwischen 13:00 Uhr und Anpfiff.

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    • Oder in der Halbzeitpause… :weg:

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  12. Wurde auch gestern, über das heißmachen seitens des VfL gesprochen?

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  13. Ein paar Worte von mir/ über mich. Ich wußte von vorne rein, dass ich nicht da sein werde, obwohl ich Zeit hatte. Aber ich war zwei Tage dienstlich unterwegs und meine bessere Hälfte hätte sich sehr gewundert, wäre ich da jetzt auch noch hingegangen.

    Ich versuche immer den Spagat zwischen, ich bin viel am Reisen habe eine Freundin ohne jegliches Interesse am Fusball und brauche auch selber aktive Bewegung. Das bedeutet, prio hat die Bundesliga. Ich habe seit der zweiten Liga eine handvoll Spiele verpasst. Auswärts ist leider schon gestorben und EL und Pokal muss ich meistens auch streichen, um irgendwie alles unter einen Hut zu bringen.

    Dennoch würde ich nicht sagen, dass ich bezüglich des Vereins leidenschaftslos bin. Wer mich bei FB kemnen würde, der wüsste, dass ich VfL Hater, die sich nur Vorurteilen bedienen, gerne heftig angehe. Auf der VfL Seite bin ich deswegen leider gesperrt.

    Lenny hat in seinerm Kommentar darüber gesprochen, was uns in Wob fehlt. Nun, diverse Gründe sind ja bekannt.
    Stadtgröße, Schichten, kleines Einzugsgebiet.
    Ich würde dazu noch zählen, das hohe Einkommen. Die Leute geben eben nicht ihr letztes Hemd (oder Hartz IV) für den Verein. Der VfL ist da nur eine Option. Reisen, Konsum, Motorrad, Yachten, Sport, Haustiere, hier hat jeder sein zusätzliches Hobby.

    Dazu muss sich eine Identifikation, wie sie über Generationen gewachsen ist hier erst aufbauen. Und das ist nicht leicht. Wenige Erfolge stehen einigen Misserfolgen gegenüber. In guten Zeiten hat man versäumt, nachzulegen. Und ist tw. mehrfach fast abgestürzt, wo man hätte neue Fans gewinnen können. Der Gestank des reichen Werksklub mit teiweise gierigen Characteren tat ihr übriges. Gepaart mit einer unglaublich negativen Außenwarnehmung und denn immer wiederkehrenden fest verwurzeltem Vorurteilen.

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    • Ich denke, bei den Fans ist auch ein Umbruch fällig bzw. zwangsläufig schon eingeläutet worden. Die Situation im Verein verändert sich und die Fans müssen noch folgen.

      Es ist noch gar nicht lange her, dass Geld kaum ein Problem war. Man dachte einfach groß. So war es auch der Fan gewohnt, dass in den Transferperioden viele Millionen flossen und es gehörte dazu.

      Ich glaube auch, dass die gute Lebensqualität in Wolfsburg da auch reinspielt. Ich finde in Wolfsburg lässt es sich sehr gut leben. Es gibt viele breit gefächerte Freizeitangebote und Fußball ist nur eins davon.

      Jetzt werden beim VfL kleinere Brötchen gebacken, ist bodenständiger und das Geld wird nicht mehr ganz so leicht ausgegeben. Vielleicht ist der Anteil von Fans höher als angenommen, die mehr auf Spektakel und den besondere Event beim Fußball Wert legen. Die fühlen sich jetzt enttäuscht und bleiben weg oder sehen kaum Grund für Unterstützung, weil ihnen (ihrer Meinung nach) nichts bzw. wenig geboten wird.

      Vielleicht sehe ich das falsch, aber ich bin der Meinung die Nordkurve ist für aktive Fans gedacht. Ich will keine Unterscheidung von guter/schlechter Fan. Aber es gibt schon ein gewisses Anschspruchsdenken ( Wenn ich stumm sein will oder 90 Minuten am Handy fummeln will dann mach ich das, egal wo). Und dieses egal wo, ist der Punkt. Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, das sollte dann aber nicht die Nordkurve sein. Für die Wölfikurve/ Familienblock gibt es auch Bestimmungen, wer auf die günstigen Sitzplätze darf, das stellt ja jetzt auch keiner in Frage.

      Lange Rede kurzer Sinn, ich denke die Veränderung ist jetzt bei den Fans angekommen und jetzt muss sich zeigen, wie die Fans das bewerkstelligen und in welche Richtung es geht. Es ist ja nicht nur negativ zu sehen, es ist ja auch die Chance zu etwas Neuem.

      5
    • Aber genau so wie der VfL sich präsentiert wurde es zu mindestens in meiner Wahrnehmung oft gefordert. Weg von den großen Namen , weg von den irrsinns Gehältern , weg vom überzogenen Anspruchsdenken. Der VfL ist für mich heute bodenständiger , vernünftiger und ein Stück weit auch nachvollziehbarer in seinen Entscheidungen als vor 2-3 Jahren. Und er wird diesen Weg auch so schnell nicht wieder verlassen die Zukunft scheint ja gewissermaßen schon vorgezeichnet.

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    • Wir geben das Geld nun gezielter aus und ich glaube auch, dass wir in Zukunft auch für einen Spieler mal 20 oder 30 Millionen ausgeben werden. Doch dieser Spieler muss dann eben andere Kriterien erfüllen als die Spieler
      die in der Vergangenheit geholt worden sind. Wir müssen nur erstmal eine gewisse Ordnung bekommen in der Gehaltsstruktur. Ich behaupte mal, dass früher der Name wichtig war und das Gehalt entsprechend hoch war. Nicht aber das Gehalt zur Leistung passte.

      Jenes ist nun anders und dieses wird auch ein Grund sein, wieso die Mannschaft wieder eine Mannschaft ist.

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  14. Diejenigen, die gestern nicht dabei waren aber gerne wollen können natürlich auch von Angebot eines persönlichen Gesprächs mit zB Heise wahrnehmen. Soweit ich mich erinnere, hat er das angeboten.

    Ich weiß nicht, ob eine Diskussion hier noch weiterhilft. Die hab es zum Thema schon vorher lang und breit und dann hab es gestern den Termin.

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    • Man kann ihm meine Email gerne geben, dann kontaktiere ich ihn gerne persönlich und mache einen Termin aus.

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  15. Ich hätte auch gerne mal Kontakt zu Heise ,gerne auch vorm Heimspiel um mir einige Dinge erklären zu lassen. Da ich ja eigentlich nur zu den Spielen in Wolfsburg bin. Kann leider nicht eben mal kurz vorbeikommen.
    Und zur Disskussion
    Einfach alle mitsingen alles geben dann wären wir schon nen grossen schritt weiter
    Und zur Zuschauerzahl manchmal machts mich traurig wenn ich sehe das die Leute vor Ort die Chance nicht nutzen sich die Spiele live anzugucken. Bei Abendspielen (z.B. Europaleague)Bin ich nachts nicht vor 3 Uhr wieder zu Hause und muss auch morgens wieder arbeiten.
    Und trotzdem verpasse ich KEIN SPIEL
    In diesem Sinne
    Mein VFL mein Verein

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  16. Ich wollte mich zum Stimmungs-Thema eigentlich nicht mehr äußern, weil ich über Allgemeines hinaus kaum etwas beizutragen habe. Ich verfolge aber die Diskussion, und die läuft nach meinem Verständnis ziemlich schief.

    Ich fasse meine Wahrnehmung mal zusammen:
    Da gibt es im Blog vermehrt kritische Äußerungen zur Stimmungssituation im Stadion. Aus der dann beginnenden und auf die Ursachen des Stimmungstiefs gerichteten Diskussion lassen sich zwei unterschiedliche und daher zunächst voneinander zu unterscheidende Kritikansätze filtern. Der eine ist eher pragmatisch orientiert und bemängelt vor allem die eingesetzen Instrumentarien und Methoden der aktiven Fanszene (Liedgut, situative Angemessenheit des Arrangements, Technik etc.). Die andere Kritiklinie moniert im Kern das Verhältnis der aktiven Fanszene zum Zuschauerrest, zugespitzt in dem Vorwurf an die Fangruppen, sie machten ihr „eigenes Ding“.

    Nach meiner eigenen Stadionerfahrung haben beide Kritikansätze, ihre Berechtigung. Unabhängig davon, ob man diese Kritikansätze auch eindeutig unterscheidbaren Fanpotenzialen zuweisen kann (z.B. aktive Fanszene, „Konsumenten“), halte ich es aber für grundsätzlich falsch, jetzt nach der geringen Resonanz auf das Gesprächsangebot, in Vorhaltungen oder gar Schuldzuweisungen gegen die Kritiker zu verfallen.

    Auch wenn es bedauerlich und seinerseits kritikwürdig ist, wenn User im Blog den Eindruck ihres Kommens erwecken, dann aber nicht erscheinen, wird die Kritik daran dort fragwürdig, wo sie Unterstützung und Anerkennung des Engagements der aktiven Fanszene als eine Art moralische Verpflichtung einfordert. Bei Lenny z. B. konzentriert sich diese Haltung (vielleicht unbewusst) im Begriff der „Drecksarbeit“, die von der aktiven Fanszene in der Nordkurve geleistet, aber von den Kritikern zu wenig anerkannt werde. Bei allem ehrlichen Respekt für aufgewendete Zeit, Geld und Energie, aber die überwiegende Mehrheit der Zuschauer – ich eingeschlossen, gehen nicht wegen der Aktionen der Nordkurve ins Stadion. Und ich bin ziemlich sicher, dass es den Fußball, den wir haben, auch gäbe ohne Nord- Süd- Ost- und wie auch immer Kurve. Wenn die organisierte Fanszene meint, der heutige Fußball, wie wir ihn in den Stadien erleben, sei ein Produkt der Fans, dann spricht daraus eine völlige Überschätzung der eigenen Bedeutung. Denn genauso gilt nämlich umgekehrt, dass die heutige Fanszene ein Produkt des kommerziellen Fußballs ist, der immer noch die Spielräume der Fanszene bestimmt. Es hilft vielleicht, daran zu erinnern, dass diese Art Fankultur sich in Deutschland erst seit der WM 1974 mit den größeren Stadien entwickelt hat und dies nicht einmal frei und unabhängig, sondern spätestens ab der 90-er Jahre oft eingebunden in Projekte der kommunalen Jugendsozialarbeit.
    Die aktiven Fans machen also keine „Drecksarbeit“ (für wen denn?), sondern sie machen in freier Entscheidung „ihr Ding“, in das sie investieren, aus dem sie aber auch beziehen: Selbstwert, Selbstbewusstsein, Identifikation, Emotion, Spaß, Anerkennung. Das sollte man wertschätzen, muss es aber nicht. Wenn in der Diskussion um Verbesserungen also gefordert wird, dass die passive Mehrheit der Kurve zunächst einmal Anerkennung und Respekt zollen soll und dass der Normalo-Zuschauer quasi irgendeine Bringschuld gegenüber der Kurve hat, dann zäumt man das Pferd von hinten auf.
    Ich würde die These wagen, dass kaum ein Zuschauer weniger ins Stadion käme, wenn die Nordkurve ihren Support vollständig und dauerhaft einstellen würde. Das wäre nicht gut, schon gar nicht für die aktuelle Stimmung und die Außenwirkung. Aber es würde weiter Fußball gespielt werden und es würde sich eine andere, vielleicht nicht einmal eine schlechtere Stimmungskultur entwickeln. Denn zur Stimmung im Stadion tragen mehr Faktoren bei als die organisierten Aktionen der Kurven.

    Ich sehe insofern Lösungsansätze zur Verbesserung der Stadionstimmung in erster Linie auch nicht darin, dass zuschaueroffene Diskussionen geführt werden, denn diese können, abgesehen von den Organisationsproblemen immer nur zufällig und wenig repräsentativ sein. Zielführender wäre, wenn die aktiven Fangruppen sich untereinander über Motivation und Ziele ihres eigenen Engagements verständigten. Und dabei gibt es eigentlich nur zwei Richtungen zur Orientierung: Die eine wäre, man setzt primär und relativ losgelöst von der Zuschauermehrheit auf die eigene Themenfindung und die darauf bezogene Selbstinszenierung. Dies birgt aber immer die Gefahr, dass man nur „sein Ding“ macht oder zumindest so wahrgenommen wird. Die andere Richtung wäre eine Art Selbstverständnis, sich als Initiator und Motivator eines über den unmittelbaren Fußball hinausgehendes gemeinsames Stadionerlebnisses zuständig zu fühlen. Ich denke, dass die Zuschauermehrheit durchaus spürt, worauf die aktive Kurve primär setzt. Entscheidet man sich für Zweites, muss man dem Publikum Angebote machen, Reize schaffen und ausprobieren, wann und wie der Stimmungsfunke überspringt. Im AOK-Stadion bei den Frauen funktioniert dies immer wieder sehr spontan und auch noch nach einem 5:0 in der 90. Minute, wie beim CL-Spiel am Mittwoch.
    Die Sichtweise, also die über den eigenen Tellerand von Eigeninteressen hinausgehende emotionale Motivierung des Stadionpublikums als Aufgabe zu verstehen, scheint mir in der organisierten Fanszene insgesamt unterentwickelt. Entsprechende Hinweise darauf sucht man auch auf den Webseiten des Fanprojektes Supporters Wolfsburg und der Ultras vergebens.

    Dass viele Fangruppen letztlich sehr um sich selbst kreisen, ist bezogen auf die Stadionstimmung so lange kein Problem, wie die Fanbasis zahlenmäßig ausreicht, die Stimmung im Stadion zu dominieren. Das gilt aber offensichtlich nicht für die relativ schwache aktive Fansszene in Wolfsburg. Daher liegen m. E. Lösungen nicht darin, sich dominante Fanszenen wie die aus Frankfurt, Köln, Berlin oder Dortmund zum Vorbild zu nehmen, sondern auf die sehr spezifische Situation in Wolfsburg zu berücksichtigen. Das wird im Übrigen ohne engere Kooperation mit den Clubverantwortlichen kaum möglich sein. Vielleicht ist die jetzt begonnene Diskussion ja trotz des enttäuschenden Auftakts der Beginn einer fruchtbaren Neubesinnung, wo man sich in erster Linie nicht grämt über das, was nicht möglich ist, sondern sich freut über das, was man gemeinsam schafft.

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    • Mein Kompliment an dich Joan! Vor allem der Teil, warum die Allgemeinheit ins Stadion geht.

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    • Sehr gut geschrieben Joan, gute Punkte angesprochen und toll ausgeführt.
      Ich möchte dir aber in einigen Punkten wiedersprechen bzw eine Gegenthese stellen.
      Ich glaube der Grund für viele ins Stadion zu gehen ist doch gerade die Stimmung, welche nunmal aus den Fankurven kommt.
      Auf einem Sitz sitzen, ein Bier trinken, Freunde einladen und Fußball schauen kann jeder zu Hause für gerade mal 10€ im Monat.

      Was mir der TV aber nicht bietet ist das , mit Singen / klatschen/ und Choerografien.
      Ebenso gibt es keine Fan-Märsche (Film 20#) und das Erlebnis mal ein anderes Stadion zu sehen .

      Alle diese Dinge werden maßgeblich von den Ultras / aktiven Fans organisiert – weshalb es ja „aktiv „ heißt.

      Ohne Stimmung und besondere Atmosphäre würden die Zuschaerzahlen drastisch runter gehen.

      Die Leute die auf der HTribüne sitzen, bekommen also neben dem Fußball auch nich Stimmung „geliefert“.
      Das Ziel muss es jetzt sein diesen Leuten klar zu machen , das ganze macht noch mehr Spaß wenn du aktiv selber mit machst .
      Wir müssen den Leuten also das mitmachen als ein Mehrwert „verkaufen“ und nicht als „du musst“ für den Verein oder die Spieler oder sonst wen

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    • Den Ausführungen von Joan ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen, da sie die Situation der (heutigen?) Fankultur im Fußball im Allgemeinen und in WOB im Besonderen sehr gut beschreiben. Aus diesem Grunde passt dann auch der sich anschließende Beitrag von Ti Mo, der für die aktive Fanszene vehement Partei ergreift. Ich akzeptiere seine Meinung genauso selbstverständlich wie alle anderen auch, selbst wenn ich sie wie hier persönlich so nicht teile.

      Was mich aber sehr negativ überrascht hat, war die Art und Weise unseres Miteinanders hier im Forum. In den europ. Wettbewerben wird um Respekt vor dem Anderen geworben, der VfL steht mit seinen Aktionen und der Kapitänsbinde für Toleranz und wir zeigen hier mit den Zeigefingern auf den Anderen. Muss ehrlich sagen, dass mich das Niveau und die tw. sehr deutlichen persönlichen Angriffe auf einzelne User doch sehr negativ berührt und deshalb etwas Zeit gebraucht habe, überhaupt etwas zu schreiben. Aus diesem Grunde fand ich die Einschätzungen von Joan sehr gut und auch der Situation mehr als angemessen und zutreffend. Also nochmals herzlichen Dank Joan! :top:

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    • @Joan: Dass ich das noch erlebe, hier mit dir in den konstruktiven Disput einzusteigen :) Aber das macht die Runde hier ja aus. Lass mich bitte eine Bemerkung vorausschicken und die setzt bei deinem letzten Satz an: Nie war die Gelegenheit so günstig (und nötig) etwas gemeinsam zu schaffen. Darauf hoffe ich, sonst würde ich mich hier gar nicht großartig einbringen. Aus meiner Sicht sind wir aber noch in der Phase der Findung für ein gegenseitiges Bewusstsein und ein Klima der Wertschätzung aus dem wiederum die Basis für die Schaffung deiner erwähnten fruchtbaren Neubesinnung hervorgehen kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses dafür notwendige „an einem Strang ziehen“ nur funktioniert, wenn man den anderen und dessen Absichten, Anliegen und Bedürfnisse im weitesten Sinne kennt. Da ich mit ganz vielen unterschiedlichen Strömungen in Kontakt stehe, versuche ich diese zu vermitteln im Sinne des großen Ganzen. So bitte ich auch meine Ausführungen oben zu verstehen. Nun zu deinen Anmerkungen:

      1. „halte ich es aber für grundsätzlich falsch, jetzt nach der geringen Resonanz auf das Gesprächsangebot, in Vorhaltungen oder gar Schuldzuweisungen gegen die Kritiker zu verfallen.“ –
      Dieser Eindruck sollte bei mir auch gar nicht entstehen. Zumal sich ja auch nicht nur „Kritiker“ angemeldet hatten. Hier geht es mir eher um das Thema „Zuverlässigkeit“ bei einer Terminfindung. Deine beiden formulierten Kritikansätze habe ich auch ausgemacht und an beiden Punkten muss gearbeitet werden, bzw. haben ihre Berechtigung. Es gilt aber die Positionen zusammenzuführen – egal ob jetzt einer beim Treffen war oder nicht. Hierzu ist aber auch nachhaltige Bereitschaft aller Beteiligten nötig. Die vermisse ich (noch).
      2. „Ich würde die These wagen, dass kaum ein Zuschauer weniger ins Stadion käme, wenn die Nordkurve ihren Support vollständig und dauerhaft einstellen würde. Das wäre nicht gut, schon gar nicht für die aktuelle Stimmung und die Außenwirkung. Aber es würde weiter Fußball gespielt werden und es würde sich eine andere, vielleicht nicht einmal eine schlechtere Stimmungskultur entwickeln.“ –
      Natürlich würde Fußball gespielt werden, wie in der Kreisliga ja auch. Doch ich wage sehr zu bezweifeln, dass es sich nicht in der Zuschauerzahl niederschlagen würde, wenn wir dauerhaft eine Stimmung wie gegen Hoffenheim im Stadion hätten. Aber wie du ja im Grunde selbst schreibst, ist das keine Alternative bzw. wäre es nicht gut.
      3. „Wenn in der Diskussion um Verbesserungen also gefordert wird, dass die passive Mehrheit der Kurve zunächst einmal Anerkennung und Respekt zollen soll und dass der Normalo-Zuschauer quasi irgendeine Bringschuld gegenüber der Kurve hat, dann zäumt man das Pferd von hinten auf.“ –
      Wer sagt etwas von Bringschuld? Dieser Tenor geht genau in die Richtung, wie es nicht sein soll, denn er ruft automatisch diejenigen auf den Plan, die hier sagen und schreiben: „Ich mach im Stadion, was ich will und lass mir mal gar nix vorschreiben.“ Hier geht es nur darum, anzuerkennen, dass das, was von der „Kurve“ geleistet wird, nicht etwas Selbstverständliches beim Stadionbesuch ist. Auch hier geht es um Bewusstsein und nicht um Huldigung. In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff „Drecksarbeit“ zu sehen. Warum kann man sich nicht freuen, dass einer singt, um meinen Verein zu unterstützen, wenn ich es schon nicht selbst kann/will/möchte?
      4. „Wenn die organisierte Fanszene meint, der heutige Fußball, wie wir ihn in den Stadien erleben, sei ein Produkt der Fans, dann spricht daraus eine völlige Überschätzung der eigenen Bedeutung.“ –
      Nein, es ist mitnichten eine Überschätzung. Bei der Vermarktung der Bundesliga spielt das Produkt der Fans (also die Stimmung) eine entscheidende Rolle. Hier ein Artikel dazu von Businessinsider.de. Zitat: „Dabei sind gerade die vollen Stadien in Deutschland das wichtigste Verkaufsargument der Bundesliga. Mit „Football as it’s meant to be“ (deutsch: „Fußball, wie er sein soll“) wirbt „Bundesliga International“ für die zuschauerstärkste Fußballiga der Welt. Die Fans wiederum werfen den Verbänden vor, mit ihren Choreografien, Gesängen und Anfeuerungen bloße Schaufensterdekoration ohne Mitspracherecht zu sein.“ Natürlich liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte, aber bloße Überschätzung ist die Einschätzung der aktiven Fans aus meiner Sicht nicht – ob sich daraus dann Ansprüche über die Fan-Deutungshoheit ableiten steht noch mal auf einem anderen Blatt…
      5. „Ich sehe insofern Lösungsansätze zur Verbesserung der Stadionstimmung in erster Linie auch nicht darin, dass zuschaueroffene Diskussionen geführt werden, denn diese können, abgesehen von den Organisationsproblemen immer nur zufällig und wenig repräsentativ sein. Zielführender wäre, wenn die aktiven Fangruppen sich untereinander über Motivation und Ziele ihres eigenen Engagements verständigten.“ –
      Wieso wären die nur zufällig und nicht repräsentativ? Hier im Blog vielleicht. Aber es gibt ja empirische Möglichkeiten, das Stimmungsbild und die Wünsche der Kurve repräsentativ zu machen. Hier muss allerdings der Verein mitspielen. Die Frage ist dann nur: was leitet sich davon ab und wer setzt das dann um? Ich nehm mal ein Beispiel aus der Diskussion hier: die beliebten einfachen Songs und Wechselgesänge. Nehmen wir an, eine repräsentative Umfrage ergibt, dass die Mehrheit der Fans das möchte. Und dann? Man stelle sich vor, die Ultras samt Vorsänger sagen dann aber: Nee, finden wir doof, macht mal schön selbst. Wer stellt sich dann da hin und macht das im Sinne des Stadionerlebnisses? Wir beide? Oder der Wolfs-Blog-Chor? Und genau hier kommen wir zu deiner beschriebenen Motivation der Fangruppen. Die von dir beschriebene erste Situation haben wir ja schon: losgelöst von der (vermeintlichen) Zuschauermehrheit, wird meistens auf die eigene Themenfindung gesetzt. Und da stehen wir jetzt und alle sind miteinander unzufrieden. Dein zweiter Ansatz ist deshalb wesentlich interessanter, ist aber nicht zu Ende gedacht: die emotionale Motivierung des Stadionpublikums ohne Rücksicht auf Eigeninteressen. Ich glaube auch, dass das auf den ersten Blick viele Problem lösen könnte. Aber: Warum sollte die aktive Fanszene das machen, wenn ihr andererseits so wenig Unterstützung und Wertschätzung entgegengebracht wird? Du hast Recht: wertschätzen sollte man, muss man aber nicht. Wäre aber schön wenn und hätte vielleicht einen positiven Effekt für alle… Und da knüpfe ich oben an: Bewusstseinsschaffung im Sinne des großen Ganzen. Im Grunde reden wir hier über einen Kompromiss: Für eine bessere Stimmung muss den Interessen der „Allgemeinheit“ (Mahatma) mehr Rechnung getragen werden, ohne dabei das Selbstverständnis und auch die Ziele der aktiven Fans gänzlich zu negieren oder nur mit Kritik zu begegnen. Wenn man sich zumindest darauf einigen könnte, dann wäre glaube ich schon viel gewonnen.

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    • Lieber Lenny, da wir in vielen Punkten, vor allem aber im Ziel nicht weit voneinander liegen, will ich in meiner Antwort nur auf den Aspekt eingehen, wo sich unsere Einschätzungen vielleicht am wenigsten decken. Dieser ist aber ein ganz entscheidender.
      Bzgl. des Verhältnisses von aktiver Fanszene und (zu) passiver Stadionmehrheit plädierst du für ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen im Sinne eines Kompromisses. („Im Grunde reden wir hier über einen Kompromiss: Für eine bessere Stimmung muss den Interessen der “Allgemeinheit” (Mahatma) mehr Rechnung getragen werden, ohne dabei das Selbstverständnis und auch die Ziele der aktiven Fans gänzlich zu negieren oder nur mit Kritik zu begegnen.“) Grundsätzlich möchte ich dir auch hierbei zustimmen, denn wenn gleichberechtigte, aber unterschiedliche Interessen sich begegnen, ist der Kompromiss der einzige Weg, der gemeinsames, friedliches Handeln möglich macht.
      Die Übertragung dieses Prinzips auf die unterschiedlichen Gruppierungen der Zuschauer eines Fußballspiels ist aus verschiedenen Gründen aber kompliziert, vielleicht sogar unmöglich. Auf keinen Fall ist eine solche Kompromissfindung für mich denkbar im Sinne eines organisierten Verfahrens, denn dazu fehlen alle Voraussetzungen. So ist die Mehrheit der Zuschauer bzgl. der hier relevanten Interessenlage diffus. Dort wo die Interessen klarer definierbar sind und auch artikuliert werden, in der organisierten Fanszene selbst, sind diese mitunter widersprüchlich und auch nicht unbedingt konsistent, also dauerhaft. Letztlich fehlen jegliche organisatorische Strukturen und Legitimationen, die für einen Interessenabgleich, der Bestand haben soll, notwendig sind. Die Vorstellung, 30 Leute einigen sich auf etwas, was für 20000 in einem Fußballstadion handlungsleitend sein soll, wäre naiv.
      Eine Kompromissfindung, wie sie dir vorschwebt, kann nur informell, also außerhalb organisierter Verfahren stattfinden und muss auch immer wieder neu geschehen. Aber auch dieser Weg braucht ein Stück weit einen organisierten Vorlauf, und zwar in der organisierten Fanszene selbst. Diese muss, wie ich schon mehrfach betont habe, sich entscheiden, worauf sie bzgl. ihrer Wirkung im Stadion ihren Schwerpunkt legen möchte (Proklamation von Eigeninteressen/Initiator und Motivator des Publikums). Wenn ich von Schwerpunktsetzung spreche, dann wird ja keine der beiden Richtungen ausgeschlossen, sondern es geht um die leitende Orientierung im eigenen Tun, die für die Stadionmehrheit erkennbar sein muss. Der Kompromiss findet dann statt durch das motivierende Angebot der aktiven Fanszene an die passive Mehrheit, an der Stimmungskulisse mitzuwirken. Andererseits toleriert und bestenfalls unterstützt die Zuschauermehrheit Aktionen der organisierten Fans, die für diese als wichtig und identitätsstiftend wahrgenommen werden.

      Dies geht in der Tat nur – wie du sagst – über eine Bewusstseinsbildung bzw. Empathie für die jeweils andere Seite. Solches kann aber nicht verordnet werden, sondern entsteht im Miteinander im gelebten Prozess. Dabei muss sich die organisierte Fanszene allerdings im Klaren darüber sein, dass die Rollen in diesem Prozess ungleich verteilt sind. Denn die organisierte Fanszene tritt durch ihren Zusammenschluss der Zuschauermehrheit ja schon irgendwie absichtsvoll gegenüber. Der normale Zuschauer hat keine Absichten, nur das Bedürfnis nach einem unterhaltsamen Sporterlebnis. Er hat über die Beachtung der Stadionordnung hinaus auch keine weiteren Verpflichtungen, die hat er alle mit seinem Eintrittsgeld beglichen. Alles, was darüber hinaus vom Zuschauer im Fußballstadion an unterstützenden und stimmungsmachenden Aktionen wünschenswert ist, kann nur freiwillig sein. Und wenn der organisierten Fanszene ehrlich daran liegt, diese Zuschauer in ihre Stimmungsszenarien einzubeziehen, dann muss um diese Freiwilligkeit geworben werden.
      Es gibt nach meiner Auffassung keinen anderen Weg. Denn die Mehrheit der Zuschauer dürfte eine ähnliche Einstellung haben wie der User Nick, der vor zwei Tagen seine sehr ehrliche, für mich nachvollziehbare und absolut legitime Haltung beschrieben hat. Der Post ist insgesamt lesenswert.

      „Es lässt mich total kalt wie früh hier welche Termine festgelegt werden und es bringt mir auch nichts wenn man mit dem Finger auf mich zeigt und mich dafür verurteilt was für ein Fan ich bin weil das ja so wichtig für die Mannschaft wäre usw. Das stimmt natürlich, davon will ich nichts abstreiten aber ich bin nunmal so ein Fan wie ich bin und werde kein Fan der sich nach dem Lesen der Diskussion hier ne Fahne kauft und nachm Spiel komplett heiser ist und das jede Woche oder der zu so einem Treffen gehen würde. Dazu reicht meine Handlungsmotivation bei allem Interesse und offensichtlich auch mitdiskutieren hier nicht aus. Und das finde ich keinen Falls verwerflich. Der Beitrag und viele der Kommentare suggerieren aber dass ich mich dafür schlecht zu fühlen habe und das es kein Wunder ist dass es mit dem Verein den Bach runter geht wegen Leuten wie mir (mal etwas überspitzt).https://www.wolfs-blog.de/fangen-wir-bei-uns-an/#comment-220499

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  17. Sprachgurke im letzten Drittel. Es muss heißen: „Die andere Richtung wäre eine Art Selbstverständnis, sich als Initiator und Motivator eines über den unmittelbaren Fußball hinausgehenden gemeinsamen Stadionerlebnisses zuständig zu fühlen.“

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  18. Moin,
    ich hab das mal gerade aus dem Urlaub kommend überflogen hier. Ich wäre zum Beispiel auch gern zu solch Treffen gekommen, hab es zu spät mitbekommen und der Termin war etwas unpassend für mich.
    Ihr geht auch immer davon aus, dass alle aus Wolfsburg und Umzu kommen-was aber nicht stimmt.
    Ich komme aus dem Bremer Raum und man sollte auch bedenken, was gerade auf der A7 und der A2 so los ist. Man ist nicht mal eben in kurzer Zeit da und in der Woche ist durch die vielen Baustellen und Feierabendverkehr eine Anfahrt echt mehr als Kacke zu frühen Abendstunden.
    Das nur mal am Rande erwähnt…
    Was mir hier wieder auffällt in dem Beiträgen ist, es wird wieder gegeneinander gegangen. Der Eine zeigt auf den Anderen, weil er nicht da war und es werden User als geistige Tiefflieger benannt usw. Genau das ist unser Problem seit 2015. Wo ist der Zusammenhalt, das Miteinander und das „Familiäre“ geblieben?
    Selbst wenn an diesen Treffen nur eine handvoll Leute ist, können diese sich doch stellvertretend über die hier im Blog genannten Punkte austauschen und anschließend in einer kurzen Zusammenfassung Ergebnisse posten. Wo ist bitte das Problem? Ich persönlich finde es nicht beschämend, dass zu einem kurzfristig anberaumten Termin in der FERIENZEIT nicht wirklich viele Fans mal eben in der Woche kommen.Ich finde es viel wichtiger,dass es überhaupt einen Austausch gibt und man Meinungen sammelt und sich generell austauscht.
    Allen rechtmachen kann man es sowieso nie, aber leben und leben lassen und respektvoll miteinander umgehen kann man eigentlich ganz leicht ;)
    In diesem Sinne…immer nur Du VfL ! :vfl3:

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  19. @Mahatma: Deinen zustimmenden Post werde ich mir kopieren und einrahmen. :D

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  20. Ich möchte mich gar nicht tiefgründiger zu dem Artikel von Lenny äußern. Aber zumindest fühle ich mich teilweise angesprochen.

    Ich hatte im Vorfeld bereits sofort geschrieben, dass ich im Urlaub bin. Es wäre nun lächerlich, wenn man das auch noch beweisen muss. In dieser Position befindest du dich nicht, lieber Lenny! Und Ti Mo sowieso nicht. Ich empfinde es sogar als eine große Frechheit über Leute hier zu urteilen, die im Vorfeld bereits abgesagt haben. Wenn ich diese Aussagen dann lese und parallel Aussagen aus dem letzten Spiel mir ins Gedächtnis rufe, so muss man sich nicht wundern, wenn eine gewisse Trotzhaltung bei manchen einsetzt. Die Leute, die sich angemeldet haben und nicht gekommen sind, hätten sich vielleicht auch abmelden können. Aber du befindest dich im Internet, in einem anonymen Blog. War es nicht etwas naiv zu glauben, dass jeder der Zusagen auch erscheint?

    Du wirst keinen durch anschreien, beschimpfen oder gar schlagen zum Anfeuern bringen. Der Stadionbesuch ist freiwillig und der Zuschauer muss emotional bereut sein, aktiv Stimmung zu machen. Die Schwelle ist dazu unterschiedlich groß, aber die gilt es zu akzeptieren und zu überwinden. Gewiss aber nicht mit einer solchen allgemeinen Kritik.

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    • Dir schreibe ich das Gleiche wie Jonny: zieh dir den Schuh nicht an. Du hast dich ja auch abgemeldet und hattest nicht mal abgestimmt. Also so schwer ist das mit der Anonymität offenbar nicht… und ja, wie ich schrieb, war ich wohl naiv zu glauben wer abstimmt kommt auch. Ähnlich naiv waren aber auch offenbar Heise und Arnold. Mit allen hab ich auch nicht gerechnet, aber mit 50% schon und nicht mit 5%.
      Wo ich nicht naiv bin: mir ist schon klar, dass man keinen durch schlagen und schreien animieren wird. Deswegen versuche ich ja, bei unterschiedlichen Positionen zu vermitteln, wie du unschwer erlesen kannst. Und auch wenn ich natürlich eine eigene Meinung habe, ist mir klar, dass man mit der Holzhammer Methode nicht viel erreichen wird. Vielleicht aber mit Überzeugungsarbeit…

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  21. Kann jemand zusammenfassen welche Standpunkte Arnold geäußert hatte.
    Hat er sich vorher mit dem Team abgesprochen?
    Was sagt er zu „nicht-sportlichen“ Gesängen gegen DFB, Braunschweig, etc.?

    Oder generell: Was ist welcher Gruppe (Heise, Blogger, Arnold) am wichtigsten gewesen?

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