Mittwoch , November 25 2020
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Bruzzler auf dem Ausflugsschiff

Wolfsgeheul-BestDas war ja mal ein echt heißes Spiel. Okay, nicht auf dem Platz, aber dafür bei mir auf der Tribüne. Ich sag mal so: Da wo ich in der prallen Sonne saß, war es so heiß, es kamen zwei Hobbits vorbei und wollten ihren Ring zum Schmelzen auf meinen Sitz werfen. Wäre aus Versehen mein Hosenstall offen gewesen, ich hätte hinterher wohl problemlos Werbung für den Bruzzler machen können. Eigentlich wärs mir lieber gewesen, ich bekomme wegen der Ereignisse auf dem Spielfeld Hitzewallungen. Aber so n 0:0 hat ja eher was von Brokkoli-Styropor-Auflauf. War jetzt nicht ganz mistig, allerdings auch weit entfernt von geil. Drei Dinge waren für mich positiv: 1. mit Gomez Mayo kann man Fußball spielen, auch wenn man gesehen hat, dass er noch Zeit braucht; 2. Brumaldo räumt hinten zusammen mit Korn Casteels alles weg, sichern wieder die 0; und 3. Didiva hat gegen Köln schon mehr gegrätscht als Julian Draxler in der gesamten vergangenen Saison. Jule hatte Samstag ein, zwei gute Szenen, aber das Beste an seinem Spiel war, dass er bei der Mannschaftsvorstellung nicht ausgepfiffen wurde. Respekt an unser Publikum. Schön, dass wir ihn nicht geschalkert haben. Wenn man aber ehrlich ist, dann hätte es gegen die Rheinböcke auch anders ausgehen können. Die waren unangenehm zu spielen. Und neben dem einen Punkt nehmen die Kölner auch noch die ein oder andere Golden Globe-Nominierung mit – vor allem der japanische Turnfloh bei denen. Trotzdem müssen wir nach wie vor was gegen das Wanderdünen-Syndrom bei uns tun. Sprich, wenn wir den Ball erobern, dann schalten wir in Wanderdünen-Geschwindigkeit um. Und ab und an hatte ich Angst, dass sich Cali und Kuba gegenseitig übern Haufen rennen. Da waren die Laufwege abgestimmt, wie die Union in Sachen Flüchtlingspolitik. Aber wird schon noch. Nächste Woche gehts ja nach Hoppenheim.

Nachgeschmack mal anders

Und die sind wahrscheinlich nach der Aufholjagd in Mainz richtig aufgepumpt mit Selbstbewusstsein. War ja ein 4:4 der besseren Sorte. Da haben die Hoffenheim-Spieler ja sozusagen gerade sprichwörtlich noch mal den Kopf aus der Scheiße gezogen. Anders als die Hoffenheim-Fans. Die wurden ja von Unbekannten bei der Reise nach Mainz auf einem Schiff attackiert, in dem man Fäkalien von einer Brücke geworfen hatte. Da fällt mir irgendwie nix mehr zu ein. Die Verdächtigen müssten ja leicht zu ermitteln sein: nachdem die Kacke aus dem Hirn draußen war, müssten jetzt ihre leeren Köpfe im Wind unkontrolliert hin und her wackeln. Bester Spruch zu dem Spiel stand bei Bild-Online: “Es bleibt ein übler Nachgeschmack.” Perlen des (Fäkal-)Journalismus sag ich nur.

Von Dosen und Socken

Eine schwarze Perle hat ja auch dafür gesorgt, dass der Aki in Dortmund jetzt n Gesicht macht, als wäre er auf dem Hoffenheim-Schiff mitgefahren. Ich glaub, zur Strafe gabs für die BvBler hinterher noch für jeden ne abgelaufene Dose Red Bull gratis. Das Lachen von Kalle Rummenigge hat sogar noch Jürgen Klopp in Liverpool gehört. Gemein fand ich aber, dass alle über die hochgezogenen, weißen Tennis-Socken von Thomas Tuchel gelästert haben. 1. ist Tennis Dank Steffi Kerber wieder voll In und 2. was kann denn der Thomas dafür, dass die DFL keine Strümpfe mit Strapsen am Spielfeldrand erlaubt hat?

In diesem Sinn: Bleibt geschmeidig!

P.S.: Herzlichen Glückwunsch an den tollsten Fußballclub der Welt (12. Sep. 1945)…